Frieda hat geschrieben: Mi 27. Feb 2019, 12:19
Könnt ihr mich ein bisschen verstehen?
Ich möchte in solchen Momenten nicht streiten.
Ich möchte diese unwissenden Menschen mit Geduld erreichen können. Nur weiß ich nicht wie ich's tun kann, wenn so eine geballte Wand der zwar falschen, aber trotzdem tiefen Überzeugung vor mir steht.
Liebe Frieda,
dieses Beispiel von dir zeigt wieder, wie sehr du im Herzen engagiert bist.
Deinen Beitrag habe ich gestern erst gesehen, weil ich ein paar Tage beruflich unterwegs war und habe mir erst ein paar Gedanken dazu gemacht, obwohl ich am liebsten direkt etwas geschrieben hätte.
Ich glaube, ich kann dich verstehen.
In dem Wunsch andere er- und aufklärend erreichen zu können, steckt auch der Wunsch die Welt ein wenig friedlicher machen zu können, kann das hier so sein?
Ob dieser Dozent unwissend ist, ist nach der GfK eine Interpretation bzw. eine Diagnose.
Wir können es nicht wissen, denn wir haben keine weiteren Informationen von ihm dazu.
Könnte es nicht sogar sein, dass er in dieser Dominanz den Wunsch versteckt, selbst ein wenig anders sein zu wollen? Könnte es vielleicht auch sein, dass er darin seine eigene Unsicherheit und Verwirrung versteckt?
Du hast es selbst gespürt:
Frieda hat geschrieben: Mi 27. Feb 2019, 12:19
3.) hat Er keine Vorstellung, keine Ahnung, wie man diese Menschen denn richtig ansprechen könnte/soll ..welche "Variante der Anrede" Er in seinen Stunden den ausländischen Kursteilnehmer*innen lehren soll
Wäre denn für dich dieser Ansatz gangbar?:
Oh, das ist interessant, sie haben sich Gedanken zu dem Thema "divers" gemacht. Es ist wahrscheinlich nicht nur für ihre Studenten sehr verwirrend? Möchten Sie mir mehr über ihre Gedanken erzählen?
Vermutlich antwortet der Dozent, dass es sehr verwirrend ist und er so vieles nicht versteht.
Man könnte ihm also entgegnen: ja, das kann sehr verwirrend sein und einfach zu verstehen ist es auch nicht immer, wie Menschen sich sehen. Würden ihnen denn hierüber noch weitere Informationen helfen? Oder vielleicht auch einmal ein näheres Gespräch mit Betroffenen, die offen darüber sprechen können?
Ich bin da selbst noch in einem äußerst starken und großen Prozess des Umdenkens nämlich zuerst einen Weg zu meinem gegenüber zu gehen, ihm zu signalisieren, dass ich ihn annehme, ihm zuhöre, ihn dort abhole, wo er steht.
Vielleicht hast du ja noch einmal die Gelegenheit, ihm zu begegnen und wenn nicht, wird er bestimmt noch weitere Gespräche dazu haben und peu à peu kann sich seine Verwirrung klären.
Allen einen guten Start in ein kuscheliges Wochenende.
Ulla