Ich muss gestehen das es bei mir so "schlimm" ist, dass ich auch Nachts nur selten darauf verzichten kann.
Aber das ist ein anderes Thema, hier geht es ja darum was einen in einer Arztpraxis erwartem könnte.
Ich kann mich da an eine Begebenheit bei meinem Diabetologen erinnern. Zu der Zeit war ich noch nicht lange Patientin (Patient, ich war nicht geoutet) in dieser Praxis und es war auch gerade die Zeit, in der ich anfing ständig Bh und Prothesen zu tragen. Damals habe ich das noch durch weite Kleidung ein wenig kaschiert.
Wie dem auch sei, ich erwartete eine Besprechung und ein Rezept.
"Ach ja, ein EKG müssen wir auch noch machen, kommen sie doch gleich mit ins Labor".
Äh...
Ich folgte der Arzthelferin ins Labor. Ein recht großer Raum, eine Hälfte nahmen zwei Liegen ein, die jeweils durch Vorhänge separiert werden konnten.
"Bitte den Oberkörper frei machen".
Äh...
Ich zog mein T-shirt aus.
"Reicht das so?"
Sie hat nicht den Bruchteil einer Sekunde gezögert, hat Maß genommen.
"Nein" sie zog die Vorhänge um eine Liege zu "hier können sie sich frei machen" und ließ mich ein paar Minuten alleine.
Sie vermittelte den Eindruck es wäre das normalste von der Welt das Männer Bh und Prothesen tragen.
Auch bei meinem Hausarzt habe ich es nie anders erlebt, als das es völlig normal ist wenn ein Mann Damenwäsche trägt.
Bei einem Endokrinologen ist es ja eh normal, da sind Transsexuelle ja an der Tagesordnung.