dahlia hat geschrieben:Ich bin heute in der Arbeit auch angesprochen worden, weil eine Kollegin einen Artikel über Bruce Jenner gelesen hat. Sie meinte:" Fast wie du"
Wir hatten dann noch ein kurzes Gespräch zu dem Thema. Regt also nicht nur in den USA das Thema Trans an, kann Vorurteile abbauen und Leute ins Gespräch bringen.
Ich glaube dir ja Lina, dass du sehr aktiv für unsere Sache unterwegs bist, aber erreichst du mal eben 17 Millionen Leser?
Also was soll die ständige Frage, was Jenner für uns macht?
Bei "peinlichen" C Promis kann die ganze Sache natürlich auch nach hinten losgehen, weil die meisten sie lieber schadenfroh scheitern sehen wollen.
Aber ich hoffe das ist bei Jenner nicht so.
Ich muss nicht 17 Mio leser erreichen wenn es vor allem darum geht, dass jetze auch ain sog. Promi das "auch tut", wenn es in den Augen der mutmaßlich 17 Mio Leser nicht neues Licht auf das Thema wirft. Und es hat niemand bis jetzt auf etwas hinweisen können, dass es das tut. Also haben wir - um noch einmal die Fakten zusammen zu rechnen
Ein Typ der angeblich berühmt ist, aber keiner weiß was er macht oder kann?
Er geht an die Öffentlichkeit und definiert sich als Frau.
Sie hat - im Gegenteil zu vielen anderen hier im Forum und anderswo - nicht mal den Mut, sich mit weiblichen Namen vorzustellen.
Und das vor 17 Mio. Lesern. Was glaubst du denn das bringt?
Da könnte ich dir zwei andere nennen, die nicht annähernd so bekannt sind, aber jeweils maßgebliche Veränderungen in ihren jeweiligen Ländern ausgelöst haben: Alba Romero (Spanien), die nach einem Gerichtsprozess ihre Wiedereintstellung in der Guardia Civil erlangte. Nach der GAO hatte man sie gefeuert. Und Joanne Cassar (Malta), die durch ihren Prozess vorm ECHR - der nie zu Ende geführt wurde - es schaffte, die Politik in ihrem Land erheblich zu beeinflussen, welches zu wesenlichen Reformen führte, worüber auch hier im Forum berichtet wurde.
Ehrlich gesagt - wenn jemand zu mir kommen würde, mich mit Bruce Jenner vergleichen und sagen "fast wie du" würde ich die Gegenfrage, "ja? Inwiefern denn?" für äußerst angebracht halten. Die Tatsache, dass jemand auch T ist, reicht mir da nicht ganz. Ich weiß aber auch, dass die o.g. Gegenfrage nicht notwendigerweise von mir kommen würde. Die könnte genausogut von einer guten Freundin kommen - Ähnliches ist auch gelegentlich passiert.
Ich MUSS nicht 17 Mio. Leute erreichen - es ist mir sogar lieber, es nicht zu tun, wenn ich nicht den geringsten Überblick darüber habe, was sie mit der Information anfangen, die ich ihnen geben würde.