CD vs. TS
CD vs. TS - # 8

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Ronda_PTL
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Re: CD vs. TS

Post 106 im Thema

Beitrag von Ronda_PTL »

Cybill hat geschrieben: Mi 4. Apr 2018, 08:47 Hier geht's ja rund!
Vom (scheinbar) einfachen Thema CD Vs. TS hin zu astrophysikalischen Philosophie Beiträgen und über Augustinus zurück.

Weitermachen!

- Cy
Du sagst es, Cybill. Hatte eben so etwas Ähliches posten wollen. Was haben wir doch für vielseitig gebildete Menschen in unserem Forum, obwohl die alle ja vermeintlich Perverse, Abnormale, Spinner, SichSelbstBetrüger und Irre sind. 😱😂😆

Erstaunlich, nicht?

*sarcasm off*

GLG Ronda. (so)
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AndroSern
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Re: CD vs. TS

Post 107 im Thema

Beitrag von AndroSern »

MichiWell hat geschrieben: Di 3. Apr 2018, 23:38 ...ich möchte dich nicht angreifen oder so. Also bitte nicht übelnehmen. Ich wüsste da schon eine Gruppe, die aus dieser Einteilung einen ganz erheblichen Nutzen zieht. - Nicht, dass ich ihnen diesen Nutzen nicht gönne, aber damit begann wohl die unseelige Sektiererei innerhalb der "Gemeinde".
Liebe Grüße )))(:
Michi
Danke für Deine Rücksichtnahme, Michi; so vorsichtig musst Du aber nicht sein. Denn in einer Sachauseinandersetzung muss auch akzeptiert werden, dass es einen anderen Standort der Betrachtung gibt.
zur Sache;
Aus der Unterdruckung eines Menschen oder einen Gruppen von Menschen Nutzen zu erwarten, kann sich nur jemand ausmalen, der Macht zu haben meint oder diese missbraucht. Historisch betrachtet gibt es im Blick auf die Religionen (Plural) immer wieder das "sowohl als auch" mal verteufelt mal verehrt. - Weil es einigen Leuten nicht in den Kram passte, dass um das Jahr 30 und noch bis in die Zeit um 80nC auch Frauen eine leitende und maßgebliche und sogar lehrende Position hatten, wurde in den späteren Abschriften der dazu passenden Berichte, die Namen der Frauen in Namen von Männern verwandelt. Das weiß die Forschung schon spätestens seit Albert Schweizer. - aber es passt eben nicht in die Beton-Köpfe von Männern und Männer haben nun mal recht, und wenn sie kein Recht haben, werden die Kritiker Mundtot gemacht,,.
der alleinige Nutzen liegt (schon immer!) darin, dass ich mir meine Macht bewahren kann.
Haben es die Männer aber nicht mehr nur mit FRAU DUMMCHEN als Gegenüber zu tun, sondern auch noch mit (jetzt bitte alle Formen des Menschseins hier einsetzen) dann muss MANN ja erkennen, wie seine Macht rein mathematisch schrumpft. Menschen wie wir, bringen die Männerwelt aus dem Gleichgewicht, das ist doch gar nicht auszuhalten.
Das biologische Wissen der Menschen von heute WEISS längst, dass Mann im Verlaufe seines Lebens von der Zeugung bis zum altersbedingten Tode weiblich beginnt und mit enorm vielen weiblichen Anteilen stirbt. Die Endokrinologie kann das für jeden einzelnen Menschen ausloten. - bei dem einen beginnt die Refeminisierung früher bei dem anderen später, die meisten dafür verantwortliche Faktoren sind längst bekannt. - Aber erzähl das mal einem Mann - aber wer ist jetzt noch Mann, dem ich das erzählen müsste. sogenannte Transvestiten sind ja schon auf einer Spur, die das reine Mann-Sein gar nicht pflegen, sondern die so leben, wie sie im Moment leben wollen.... - TRANSGender ist von einer ganz anderen Ausgangslage zu betrachten (lasse ich aber hier weg, das führt zu weit!)
Ich selbst habe 40Jahre bei Kirchens in verschiedenen Gemeinden gearbeitet und gelebt, ich habe keine Nachteile bis hin zur Chefebene wahrgenommen, eher im Gegenteil, mit meiner schlechenden Ausprägung ab dem 30ten Lebensjahr wurde ich immer mehr in den Vordergrgund geschoben und an die Spitzen gestellt. Ich wurde von Kollegen auf die weiblichen Sichtweise zu diesem und jenem angesprochen. Es brauchte eine Zeit, bis ich begriff, dass man mir längst einen Spitznamen verpasst hatte, der zwar abgeleitet von einem Straßennamen, mein zwei Seiten betonen sollte ("flex"); man hat sich meiner nicht geschämt, sondern ich war ihnen wegen meines Seins wichtig, bis in die Medien hinein!
Und ich weiß auch, dass es diese Arschlöcher gibt, die auch von den Kanzeln schlimme Sachen predigen. Es sind genau die richtigen und manchmal wünschte ich mir schon, dass die Zuhörenden wüssten, was für Heuchler diese Typen sind.
Die Bibel kennt keine Menschen, die es nicht wert sind geachtet zu werden. Schon gar nicht, weil Gott sie so anders geschaffen hat, als die anderen. Wer Hebräisch kann wird staunen, wie schwer es auch heute noch ist, die eher liberalen Ansichten in unser hölzeres Deutsch zu übersetzen; aber er wird auch staunen, um wie vieles weiter die Menschen schon vor 4000 Jahren waren... weiter als etliche Typen heute... "geschaffen Menschen, geschaffen als Mann und Frau" - nicht zwei Menschen, nicht Frau oder Mann - UND, das in den Kopf zu kommen, das macht TV, DWT, CD usw vollkommen überflüssig.
Auch von mir ein fröhliche Gruß zu Dir
Christel
Mein Sein ist mein Leben und warum sollte ich an meinem Leben etwas ändern, damit ich das bin, was anderen von mir erwarten - Das Ergebnis könnte nur sein, dass ich eine schlechte Rolle spiele! - ICH BIN ICH!
Ronda_PTL
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Re: CD vs. TS

Post 108 im Thema

Beitrag von Ronda_PTL »

Liebe Christel,

Klasse Beitrag, mir direkt aus der Seele geschrieben. (yes)

Vor allem die Passage, wo Du über die Machterhatungsmotive und deren Hintergründe längst erforschten Wissens, das aber unterdrückt, verheimlicht, stigmatisiert oder verleugnet wird, geschrieben hast, empört mich auch immer wieder zu tiefst.

Denn die Menschheit könnte schon so viel weiter, weniger zerstritten und weitaus toleranter und weiser sein, wenn es nicht immer um die selben Machterhaltungsmechanismen elitärer Gruppen und MÄNNER ginge.

Nachdenkliche Grüße
Ronda
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Ronda_PTL
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Re: CD vs. TS „„„ Kleine Blitzumfrage

Post 109 im Thema

Beitrag von Ronda_PTL »

Liebe ForistInnen:

Wisst Ihr eigentlich WER die größte Gruppe an völlig akzeptierten, nicht ausgegrenzten und gesellschaftlich anerkannten CROSSDRESSERN im Land ist?

Die Frage dürfte für Kenner der Materie recht leicht zu beantworten sein ... Bin gespannt!

Eure Ronda. (ki)
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melody1992
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Re: CD vs. TS

Post 110 im Thema

Beitrag von melody1992 »

Hallo (dr) ,

da dies ja nun doch ein etwas längerer Thread wird, will auch ich mich dazu äußern.

Ich fühle mich ehrlich gesagt immer etwas angegriffen wenn man mich in eine dieser Schublädchen stecken möchte.
Tatsächlich ertappe ich mich auch oft beim Analysieren meiner eigenen Denk- und Verhaltensmuster und frage mich
dann "Was bin ich nun eigentlich?", "Wieso bin ich so wie ich bin?" und "Warum tue ich das, was ich gerade tue?".
Am Ende dieses Denkprozesses steht dann aber meist ein noch größeres ? und meine Laune ist auch im Keller.

Wahrscheinlich wären zur Klärung all dieser Fragen intensive Gespräche mit einem Psychologen erforderlich.
Da mein biologisches Ich Sternzeichen "Zwilling" ist, gefiel mir persönlich immer die Vorstellung, dass in mir
zwei gegengeschlechtliche Seelen leben. :D Damit sind nun hoffentlich auch die Astrologen berücksichtigt.

Ich finde die Übersicht von Conny sehr hilfreich ( https://www.crossdresser-forum.de/ueber ... n_2013.pdf )
Wie man ganz gut in der Übersicht erkennen kann, gibt es zwischen TG, TV und CD`s sehr viele Schnittmengen.
Diese Begriffe müssen sich also nicht widersprechen. Daher ist das Threadthema vllt. etwas ungünstig gewählt.

Nun zum eigentlichen Thema "CD vs. TS":
Cross-Dressing bezeichnet das Tragen von spezifischer Bekleidung des anderen Geschlechts, unabhängig vom Beweggrund.
Transsexualität bezeichnet das Gefühl nicht, oder nicht ganz, dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht anzugehören.
Mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit wäre also jeder TS ein CD, wenn Er/Sie ihre Neigung auch entsprechend auslebt und
keine GaOP vornehmen lassen hat. (dann wäre man kein CD mehr, sofern man sich dem Geschlecht entsprechend kleidet)
Das Delta dazwischen ist aus meiner Sicht ausschließlich in der eigentlichen Motivation bzw. "Was gibt es dir?" begründet.

Personen, die es bspw. erregt einzelne Kleidungsstücke des Gegengeschlechts zu tragen (Schuhe, Unterwäsche, Nylons)
sind für mich keine TS, evtl. nicht mal CD weil sich der Fetisch im Regelfall nur auf einzelne Kleidungsstücke fixiert.
Personen, die sich aufgrund von Zweckmäßigkeit Kleidung des anderen Geschlechts kaufen, sehe ich ebenfalls nicht
als CD. Im Regelfall haben diese Personen beim Kauf von Kleidung gar keine andere Wahl (Mann mit Schuhgröße 39?).
Ähnlich sehe ich das mit der Modefreiheit. Es gibt Personen, die sich gegengeschlechtliche Kleidung anziehen können
und überhaupt nicht unmännlich wirken. Letzte Woche sah ich einen Mann, der über seiner Jeans einen karierten Rock
trug. Das sah sehr gut aus und wirkte überhaupt nicht unmännlich. Androgyne Personen, also Personen die sich optisch
nicht eindeutig einem Geschlecht zuordnen lassen, müssen ebenfalls nicht zwingend CD sein. Nicht alle Androgyne
kleiden sich gegengeschlechtlich. Wenn sie es jedoch tun, sind sie CD und je nachdem wie sie sich selbst fühlen
und wahrnehmen evtl. auch TS.

Ich werde dann wohl als Teilzeitfrau, Anpassung des äußeren Erscheinungsbildes an augenblicklich gefühltes Geschlecht, durchgehen (ap).
Ich bin mit dem Begriff "Teilzeitfrau" allerdings auch etwas unzufrieden. Es ist ja nicht so, dass sich in mir ein Schalter umlegt und plötzlich
fühle ich als Frau. Meine Gefühle werden eigentlich immer durch meine weibliche Seite bestimmt und ich versuche das Chaos bestmöglich
zu ordnen, bevor es sich in Handlungen ausdrückt, die auf Andere befremdlich wirken könnten. Die weibliche Kleidung ist eigentlich nur
ein Ausdruck meiner eigenen Wahrnehmung und wie ich gerne von anderen wahrgenommen werden möchte.
Es erregt mich nicht weibliche Kleidung zu tragen aber es schmeichelt mir und ich fühle mich darin sehr wohl.

LG, Mel )))(:
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Re: CD vs. TS

Post 111 im Thema

Beitrag von melody1992 »

Hi, (dr)

@Ronda: Frauen?

LG, Mel )))(:
Exuser-2019-01-04
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Re: CD vs. TS

Post 112 im Thema

Beitrag von Exuser-2019-01-04 »

Hallo Welt,

diese Beitragsserie ist inzwischen sehr lang geworden, ein Zeichen für das große Interesse an diesem Thema, und ich habe sie noch einmal überflogen, weil es sich um eine sehr interessante Fragestellung handelt. Im Laufe dieser 2, 3 Wochen ist mir Vieles klarer geworden und ich muß mir eingestehen, daß meine anfängliche Meinung sich nicht hat halten lassen - aber gerade das ist ja auch gut: sich von neuen Meinungen und Sichtweisen inspirieren zu lassen und dann aus eigener Einsicht eine bisherige Meinung aufzugeben und sich weiter zu entwickeln.

So sehe ich jetzt z.B. auch, daß "Schubladen" hier nicht weiterhelfen - mir nicht und "Aussenstehenden" auch nicht. Der Beitrag über diesem von Mel (melody), in dem ich mich "wiederfand", hat mich inspiriert, dies hier zu posten.

Worauf ich eigentlich hinauswill: eine Diskussion wie z.B. in diesem Thread "CD vs. TS" ist sehr informativ, auch wenn ich mich von manchem in der Zwischenzeit mehr oder weniger habe ärgern lassen. Aber die verschiedenen Meinungen, manche sehr kontrovers, haben mich auch zum Nachdenken und Hinterfragen gebracht. Auch mit einer Forumsteilnehmerin persönlich gesprochen zu haben, hat mich entscheidend weitergebracht

Dafür möchte ich einmal herzlich DANKE sagen bei allen BeitragsverfasserInnen, der Gesprächspartnerin und für dieses gute Forum, das uns allen eine wirklich angenehme Möglichkeit des Meinungsaustausches bietet.

Liebe Grüße an Euch alle,
Sasha
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Re: CD vs. TS

Post 113 im Thema

Beitrag von Ronda_PTL »

Hi liebe Mel,

Vielen Dank für Deine ausführliche Stellungnahme. Ich weiß genau, wovon Du sprichst, diese Phasen haben wahrscheinlich schon viele von uns ähnlich durchlebt. Und sind hoffentlich nicht daran verzweifelt, denn eigentlich lieben wir alle die Schublädchen wahrscheinlich nicht. Die haben immer mehr mit der FREMD_Beurteilung, dem Bedürfnis DRITTER zu tun, als mit unsereins selbst. Aber es kann helfen sich zeitweise ein bisschen besser zu fühlen ...
Da mein biologisches Ich Sternzeichen "Zwilling" ist, gefiel mir persönlich immer die Vorstellung, dass in mir
zwei gegengeschlechtliche Seelen leben. :D Damit sind nun hoffentlich auch die Astrologen berücksichtigt.

Ich finde die Übersicht von Conny sehr hilfreich ( https://www.crossdresser-forum.de/ueber ... n_2013.pdf )
Wie man ganz gut in der Übersicht erkennen kann, gibt es zwischen TG, TV und CD`s sehr viele Schnittmengen.
Diese Begriffe müssen sich also nicht widersprechen. Daher ist das Threadthema vllt. etwas ungünstig gewählt.
Dem schließe ich mich in beiden Punkten gerne an! Die ZWILLINGSTHESE fand ich auch schon immer passend, ähnlich wie ich immer mein AQUARIUS-Sternzeichen heranzog, ein Mensch, der KEINE willkürlichen Konventionen anerkennt, der sich sogar fragt, was der "Mann im Mond" in seiner Freizeit wohl gemacht hat? 😅😏 Ein AQUARIUS ist meist ein Mensch, dem Visionen & Freidenken wichtiger sind, als der schnöde Alltag und die bürokratischen Schubladen von Kleingeistern.

In diesem Sinne, denke nicht zu viel nach, versuche lieber jeden Augenblick Deines schönen, BUNTEN Lebens zu genießen! Unser Dasein auf Erden ist eh von so kurzer Dauer, erst recht, wenn man/Frau MINDESTENS ZWEI Leben darin unterbringen will.

GLG Ronda 😘
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Re: CD vs. TS

Post 114 im Thema

Beitrag von Frauke »

melody1992 hat geschrieben: Mi 4. Apr 2018, 15:39 ...Mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit wäre also jeder TS ein CD, wenn Er/Sie ihre Neigung auch entsprechend auslebt und
keine GaOP vornehmen lassen hat. (dann wäre man kein CD mehr, sofern man sich dem Geschlecht entsprechend kleidet)...
Mit dieser Aussage wird nun aber doch wieder eine Grenze gezogen. Ich bin der Meinung, dass der Weg bzw. die Selbstfindung zu TS nicht immer geradlinig ist und einige (wertfrei gemeint) vorhergehende andere Phasen haben kann. Menschen die keine GaOP machen lassen oder machen lassen können (die Gründe dafür sind sicher vielfältig) die TS abzusprechen, halte ich nicht für richtig und ist auch eine Art vom Fremdzuweisung.

Davon unabhängig, sollte doch jeder Mensch nach seinen Erfordernissen seinen Weg gehen und sein Leben gestalten. Solange dabei keine externe, medizinische Hilfe benötigt wird, ist die Bezeichnung im Grunde unwichtig.
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Re: CD vs. TS

Post 115 im Thema

Beitrag von melody1992 »

Hallo Frauke, (dr)

vielen Dank für deine Anmerkung.
...Mit dieser Aussage wird nun aber doch wieder eine Grenze gezogen.
Ich bin der Meinung, dass der Weg bzw. die Selbstfindung zu TS nicht immer
geradlinig ist und einige (wertfrei gemeint) vorhergehende andere Phasen
haben kann.
Ich wollte keineswegs zum Ausdruck bringen, dass man als TS automatisch auch CD ist.
Bei mir verlief die Entwicklung auch eher Richtung TS. Das allerdings zu einem Zeitpunkt,
als ich noch so jung war, dass ich mir meiner eigenen Geschlechtsidentität nicht bewusst
war. Aus heutiger Sicht hätte ich mir damals gewünscht, dass meine Eltern das frühzeitig
erkannt und mich unterstützt hätten. Stattdessen wurde ich in eine Geschlechterrolle
gezwungen und musste lernen meine eigentlichen Interessen geheim auszuleben.

Bis auf einige Ausnahmen im Jugendalter, betreibe ich das CrossDressen auch erst seit
ich das Elternhaus verlassen habe und ich mich ohne jeglichen Zwang ausleben kann.
Ich glaube aber, dass jeder TS früher oder später den Drang verspürt sich auch optisch
dem gefühlten Geschlecht anzupassen. Ich kann nur aus eigenen Erfahrungen sprechen.

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Re: CD vs. TS

Post 116 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Hallo,
Ich lasse mich nicht auf eine Abkürzung reduzieren, weder CD, noch TS, dazu bin ich mir selbst zu komplex.

Valerie :()b
Jasmin81
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Re: CD vs. TS

Post 117 im Thema

Beitrag von Jasmin81 »

Hallo Valerie,

gutes Statement!
conny
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Re: CD vs. TS

Post 118 im Thema

Beitrag von conny »

Valerie Bellegarde hat geschrieben: Mi 4. Apr 2018, 19:57 Hallo,
Ich lasse mich nicht auf eine Abkürzung reduzieren, weder CD, noch TS, dazu bin ich mir selbst zu komplex.

Valerie :()b
...oder klemmen bei Dir nur die gehassten/geliebten Schubladen? :roll:
Valerie Bellegarde
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Re: CD vs. TS

Post 119 im Thema

Beitrag von Valerie Bellegarde »

Jasmin81 hat geschrieben: Mi 4. Apr 2018, 21:29 Hallo Valerie,

gutes Statement!
Hallo Jasmin81,

Gute Beine ! :()b
Marlene K.
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Re: CD vs. TS

Post 120 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Hallo an Alle und danke für die anregende Diskussion.

Sie bestätigt mich in einigen Beobachtungen:

- Wir Menschen sind soziale Wesen, die das Bedürfnis haben, zu einer Gruppe zu gehören. Dadurch neigen wir dazu, Schubladen im Kopf zu haben für unsere Beobachtungen. Ansonsten könnten wir die Welt in ihrer Vielfalt auch nicht erfassen.

- Auf der anderen Seite sind wir selbst aber ebenso vielfältig wie die Welt und an jedem Punkt in unserem Leben auch ein Produkt unserer Erfahrungen. Also sind unsere Schubladen auch immer Verkürzungen und nur die halbe Wahrheit, selbst bei unserer Selbsteinschätzung.

Die Frage ist also eigentlich was wir aus den Tatsachen, denen wir so oder so nicht entrinnen können machen. Setzen wir uns mit unseren eigenen Zwängen und Unzulänglichkeiten auseinander oder nicht?
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
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