Ich hasse unqualifiziertes „Industriebasching"
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Flodur
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Ich hasse unqualifiziertes "Industriebasching"
Zitat aus einem andern Thred:
"Ich gehe davon aus, daß die Pharma - und Chemie Industie nur unser bestes ( nämlich unser Geld ) will. Wer nicht spätestens zum Rentenalter todkrank ist schadet nur dem Staatshaushalt. Der Beruf Lebensmittelchemiker ist ein schönes Beispiel das Gesunde Ernährung der Bevölkerung kein hohes Ziel ist.Jeder sollte wenigsten einmal nachschauen was für Zusätze (mit ihren Nebenwirkungen) die in unser Essen und Cosmetika rühren."
Ich gehe davon aus, dass die verehrte Beitragschreiberin auf den Bäumen lebt und uns das obige mit Trommeln zugesandt hat.
Sie nutzt keine der Annehmlichkeiten des 21-Jarhunderts in Mitteleuropa.
Kein Handy oder Computer, kein Auto Bus oder Fahrrad, kein elektrisches Licht oder fliesend Wasser - es sei denn sie lebt hinterm Wasserfall -, keine Seife oder Zahnpasta, keinerlei Medikamente aus der Apotheke, jagd und sammelt alle Nahrung selbst, kleidet sich in selbstgesponnenes oder selbst gejagd- und gegerbtes.
Von diesem himmelhohen Ross herunter hat sie das Recht auf die, speziell chemische, Industrie einzuschlagen und die gesamte Berufsgruppe Lebensmittelchemiker zu blindwütigen Verbrechern zu stempeln.
Im Gegensatz dazu glaube ich, der Verbrecheranteil dort ist nicht höher als im Rest der (nicht auf Bäumen lebenden) Bevölkerung.
Die Mehrheit wird wohl ohne großes Nachdenken ihre Jobs erfüllen.
Andere werden sich ihrer Verantwortung bewusst sein und versuchen im kantschen Sinne "Gutes" zu bewirken.
Einige arbeiten sogar beim BUND oder anderen NGO"™s und helfen Skandale aufzuklären.
Skandale, von denen ich glaube, die meisten beruhen auf unzureichendem Wissen zu gegebener Zeit, womöglich mehr als entschuldbar auf beschönigender Abschätzung von erkannten Risiken und nur zu geringem Teil auf absichtlich verbrecherischer Handlungen.
Das Stichwort Informationsgesellschaft wird uns ständig um die Ohren geschlagen.
Dann informiert euch und trefft begründete Entscheidungen.
Es gibt (leider zu wenig (noch?)) Beispiele wie Kunden "Die Industrie" zu Änderungung ihrer Pläne bewegen konnte.
Blindes Herumschreien disqualifiziert sich selbst und bewegt gar nichts.
Zitat Anne-Mette:
""¦ ihnen geht es in erster Linie um Umsatz, nicht um Vera***** "
F.
"Ich gehe davon aus, daß die Pharma - und Chemie Industie nur unser bestes ( nämlich unser Geld ) will. Wer nicht spätestens zum Rentenalter todkrank ist schadet nur dem Staatshaushalt. Der Beruf Lebensmittelchemiker ist ein schönes Beispiel das Gesunde Ernährung der Bevölkerung kein hohes Ziel ist.Jeder sollte wenigsten einmal nachschauen was für Zusätze (mit ihren Nebenwirkungen) die in unser Essen und Cosmetika rühren."
Ich gehe davon aus, dass die verehrte Beitragschreiberin auf den Bäumen lebt und uns das obige mit Trommeln zugesandt hat.
Sie nutzt keine der Annehmlichkeiten des 21-Jarhunderts in Mitteleuropa.
Kein Handy oder Computer, kein Auto Bus oder Fahrrad, kein elektrisches Licht oder fliesend Wasser - es sei denn sie lebt hinterm Wasserfall -, keine Seife oder Zahnpasta, keinerlei Medikamente aus der Apotheke, jagd und sammelt alle Nahrung selbst, kleidet sich in selbstgesponnenes oder selbst gejagd- und gegerbtes.
Von diesem himmelhohen Ross herunter hat sie das Recht auf die, speziell chemische, Industrie einzuschlagen und die gesamte Berufsgruppe Lebensmittelchemiker zu blindwütigen Verbrechern zu stempeln.
Im Gegensatz dazu glaube ich, der Verbrecheranteil dort ist nicht höher als im Rest der (nicht auf Bäumen lebenden) Bevölkerung.
Die Mehrheit wird wohl ohne großes Nachdenken ihre Jobs erfüllen.
Andere werden sich ihrer Verantwortung bewusst sein und versuchen im kantschen Sinne "Gutes" zu bewirken.
Einige arbeiten sogar beim BUND oder anderen NGO"™s und helfen Skandale aufzuklären.
Skandale, von denen ich glaube, die meisten beruhen auf unzureichendem Wissen zu gegebener Zeit, womöglich mehr als entschuldbar auf beschönigender Abschätzung von erkannten Risiken und nur zu geringem Teil auf absichtlich verbrecherischer Handlungen.
Das Stichwort Informationsgesellschaft wird uns ständig um die Ohren geschlagen.
Dann informiert euch und trefft begründete Entscheidungen.
Es gibt (leider zu wenig (noch?)) Beispiele wie Kunden "Die Industrie" zu Änderungung ihrer Pläne bewegen konnte.
Blindes Herumschreien disqualifiziert sich selbst und bewegt gar nichts.
Zitat Anne-Mette:
""¦ ihnen geht es in erster Linie um Umsatz, nicht um Vera***** "
F.
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Julia65
Re: Ich hasse unqualifiziertes "Industriebasching"
Hervorragend formuliert und ausgedrück.
Ich kann dem im Prinzip voll zustimmen, jedoch gibt es sicherlich auch in den Arugmenten, die hier kritisiert werden, einen wahren Kern.
LG
Julia
Ich kann dem im Prinzip voll zustimmen, jedoch gibt es sicherlich auch in den Arugmenten, die hier kritisiert werden, einen wahren Kern.
LG
Julia
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Inga
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Re: Ich hasse unqualifiziertes "Industriebasching"
Hallo, miteinander,
ich bin auch gegen überzogenes unqualifiziertes Pauschalieren. Ich bin aber auch dagegen, Kritik schnell als "Bashing " abzutun. Oft, allzu oft ist ein wahrer Kern, wie Julia schrieb. Oft, allzuoft stecken handfeste Erfahrungen dahinter.
Ich selber habe viel mit Leuten zu tun, die aus dem unbedarftem Umgang mit asbest schwere gesundheitliche Probleme haben. Es ist kein Vewrgnügen zuzusehen, wie solche Menschen über Jahre daran zugrunde gehen. Und ich erlebe immer wieder, wie sich sogenante Experten Berufsgenossenschaft und die einschlägige Industrie darum herum drückt, die Schäden aus den Asbestproblemen klein zu reden. Verharmlosen ist noch zu positiv. Die Probleme waren bekannt. Dennoch wurde viel zu lange noch Asbest verarbeitet (In manchen Ländern wird es wohl immer noch getan). Wer leidet darunter?! Ähnlich mit Holzschutzmittel, die selbst im Wohnbereich benutzt wurden, in der ehemaligen DDr offiziell bis zur Vreinigung. Mal einige Zeit unbedarft in einer entsprechend den Verabeitungsempfehlungen mit Holzschutzmitteln behandelter Wohnung gewohnt?
Oder Sperrung vom Grundwassernutzung fürs Wässern des Gartens und erst recht zum Trinken, weil im Grundwasser Lösungsmittelreste aus "undefinierter Herkunft" aufgefunden wurden.
Na, ich könnte da noch einiges schreiben, was einen über die chemische Industrie und Produkte schon auf die Palme bringen kann.
Liebe Grüße
Inga
ich bin auch gegen überzogenes unqualifiziertes Pauschalieren. Ich bin aber auch dagegen, Kritik schnell als "Bashing " abzutun. Oft, allzu oft ist ein wahrer Kern, wie Julia schrieb. Oft, allzuoft stecken handfeste Erfahrungen dahinter.
Ich selber habe viel mit Leuten zu tun, die aus dem unbedarftem Umgang mit asbest schwere gesundheitliche Probleme haben. Es ist kein Vewrgnügen zuzusehen, wie solche Menschen über Jahre daran zugrunde gehen. Und ich erlebe immer wieder, wie sich sogenante Experten Berufsgenossenschaft und die einschlägige Industrie darum herum drückt, die Schäden aus den Asbestproblemen klein zu reden. Verharmlosen ist noch zu positiv. Die Probleme waren bekannt. Dennoch wurde viel zu lange noch Asbest verarbeitet (In manchen Ländern wird es wohl immer noch getan). Wer leidet darunter?! Ähnlich mit Holzschutzmittel, die selbst im Wohnbereich benutzt wurden, in der ehemaligen DDr offiziell bis zur Vreinigung. Mal einige Zeit unbedarft in einer entsprechend den Verabeitungsempfehlungen mit Holzschutzmitteln behandelter Wohnung gewohnt?
Oder Sperrung vom Grundwassernutzung fürs Wässern des Gartens und erst recht zum Trinken, weil im Grundwasser Lösungsmittelreste aus "undefinierter Herkunft" aufgefunden wurden.
Na, ich könnte da noch einiges schreiben, was einen über die chemische Industrie und Produkte schon auf die Palme bringen kann.
Liebe Grüße
Inga
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Lina
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Re: Ich hasse unqualifiziertes "Industriebasching"
Ich verstehe schon, dass man skeptisch gegenueber Pharma- und Chemieindustrie ist und auch seun muss. In Hamburg haben wir z.B. eine Firma, die lustig gesundheitsschaedliche Insektiziden, die EU weit laengst verboten sind, weiter produziert un in Dritte Welt Laender exportiert. Das zeigt schon wie menschenverachtend und ruecksichtslos einige der Entscheidungstraeger sind.
Deshalb kann man trotzdem nicht sagen, es waere alles schlimm was sie machen.
Deshalb kann man trotzdem nicht sagen, es waere alles schlimm was sie machen.
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ab08
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Re: Ich hasse unqualifiziertes "Industriebasching"
Mir geht es wie vielen hier ==> Von Industriebashing halte ich wenig, denn Forschung und Entwicklung sind gut und notwendig.
Auch im Bereich Industrie wird fast überall verantwortungsvoll und kompetent gearbeitet. Ausnahmen, die vorkommen, sollten nicht verallgemeinert werden. (vgl. Ausgangsbeitrag!)
ABER: Gewissenloses, ausschließlich auf den kurzfristigen Gewinn orientiertes, Handeln, dürfen wir auch nicht verharmlosen. Bei Pharma- und Chemieindustrie und anderswo, da gibt es bei uns Auswüchse... Dass das Verursacherprinzip längst ausgehebelt ist, gesundheitliche Schäden heruntergespielt werden, Versicherungen, KK und Berufsgenossenschaften sich drücken, kommt vor. Leider kommen Täter trotz Günter Wallraff und anderen engagierten Menschen damit oft durch. (Durch Conterganschäden waren die letzten Jahre meiner Großmutter für sie qualvoll...)
Nun komm ich zum entscheidenden Punkt: Mir fehlt in dem Bereich die notwendige Kompetenz und ausreichendes Fachwissen, um qualifiziert urteilen zu können.
Trotzdem seh ich die Probleme und will was tun. Seit ich wählen darf, lies ich keine Wahl aus, obwohl die Möglichkeiten an der Wahlurne gering sind: Ich wähl nach dem Prinzip "kleineres Übel". ==> Gewissen Einfluß erkämpften sich in den letzten Jahrzehnten NGOs und andere Organisationen. Dort ist häufig das nötige Fachwissen vorhanden.
Durch gezieltes Spenden an Organisationen meines Vertrauens glaube ich, Einfluß nehmen zu können.
Organisationen, die ich momentan unterstütze:
BUND, Greenpeace, WWF, NID (Nichtraucherinitative), Ärzte ohne Grenzen, attac, ATME, Verein Deutsche Sprache, MNU, Kirchensteuer (evangelische Kirche) ...
Die TAZ(Genossin+Abo) fällt für mich auch in diese Kategorie. Das fällt für mich unter "Beitrag zur Pressevielfalt in Deutschland".
Liebe Grüße
ab
Auch im Bereich Industrie wird fast überall verantwortungsvoll und kompetent gearbeitet. Ausnahmen, die vorkommen, sollten nicht verallgemeinert werden. (vgl. Ausgangsbeitrag!)
ABER: Gewissenloses, ausschließlich auf den kurzfristigen Gewinn orientiertes, Handeln, dürfen wir auch nicht verharmlosen. Bei Pharma- und Chemieindustrie und anderswo, da gibt es bei uns Auswüchse... Dass das Verursacherprinzip längst ausgehebelt ist, gesundheitliche Schäden heruntergespielt werden, Versicherungen, KK und Berufsgenossenschaften sich drücken, kommt vor. Leider kommen Täter trotz Günter Wallraff und anderen engagierten Menschen damit oft durch. (Durch Conterganschäden waren die letzten Jahre meiner Großmutter für sie qualvoll...)
Nun komm ich zum entscheidenden Punkt: Mir fehlt in dem Bereich die notwendige Kompetenz und ausreichendes Fachwissen, um qualifiziert urteilen zu können.
Trotzdem seh ich die Probleme und will was tun. Seit ich wählen darf, lies ich keine Wahl aus, obwohl die Möglichkeiten an der Wahlurne gering sind: Ich wähl nach dem Prinzip "kleineres Übel". ==> Gewissen Einfluß erkämpften sich in den letzten Jahrzehnten NGOs und andere Organisationen. Dort ist häufig das nötige Fachwissen vorhanden.
Durch gezieltes Spenden an Organisationen meines Vertrauens glaube ich, Einfluß nehmen zu können.
Organisationen, die ich momentan unterstütze:
BUND, Greenpeace, WWF, NID (Nichtraucherinitative), Ärzte ohne Grenzen, attac, ATME, Verein Deutsche Sprache, MNU, Kirchensteuer (evangelische Kirche) ...
Die TAZ(Genossin+Abo) fällt für mich auch in diese Kategorie. Das fällt für mich unter "Beitrag zur Pressevielfalt in Deutschland".
Liebe Grüße
ab
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
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Pauline
Re: Ich hasse unqualifiziertes "Industriebasching"
Hallo ab
,
Du schreibst: "Mir fehlt in dem Bereich die notwendige Kompetenz und ausreichendes Fachwissen, um qualifiziert urteilen zu können."
Mir auch. Obwohl wir nicht auf Bäumen leben. Dafür gibt es ja Fachleute.
Aber wir haben doch das Internet. Hier gibt es zu jedem Thema qualifizierte Aussagen von Fachleuten.
Bitte schön: Der qualifizierte Lebensmittelchemiker Udo Pollmer gibt seine Meinung über die Lebensmittelindustrie
von heute in einer 5-Min-Doku zum besten:
http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=29700
Und hier noch mal Udo Pollmer im Interview:
http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=29674
Guten Appetit.
LG Pauline
Du schreibst: "Mir fehlt in dem Bereich die notwendige Kompetenz und ausreichendes Fachwissen, um qualifiziert urteilen zu können."
Mir auch. Obwohl wir nicht auf Bäumen leben. Dafür gibt es ja Fachleute.
Aber wir haben doch das Internet. Hier gibt es zu jedem Thema qualifizierte Aussagen von Fachleuten.
Bitte schön: Der qualifizierte Lebensmittelchemiker Udo Pollmer gibt seine Meinung über die Lebensmittelindustrie
von heute in einer 5-Min-Doku zum besten:
http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=29700
Und hier noch mal Udo Pollmer im Interview:
http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=29674
Guten Appetit.
LG Pauline
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conny
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Re: Ich hasse unqualifiziertes "Industriebasching"
was es regelmäßig an der lebensmittelindustrie zu kritisieren gibt, zeigt die organisation foodwatch. das sollte eigentlich das verbrauchsministerium tun, aber hier hat die industrielobby anscheinend einen sehr großen einfluß.
also, schaut mal unter
www. foodwatch.de
also, schaut mal unter
www. foodwatch.de
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ab08
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Re: Ich hasse unqualifiziertes "Industriebasching"
Danke Pauline, danke Conny,
natürlich informier ich mich, wenn ich Zeit finde, wo ich kann!!
"foodwatch" ist mir da ein Begriff. Danke, denn ich wollte darauf hinzuweisen, wie wichtig solche Organisationen heute sind.
Für aufgeklärte & engagierte Bürgerinnen und Bürger ergeben sich so doch kleinere Möglichkeiten, Dinge ein bißchen zu beeinflussen. *)
LG
ab
*) NID unterstützte ich lange vor dem Volksentscheid, der hier in Bayern die Wendung brachte...
P.S. Nahrungsmittel:
Bei meiner Mutter (95, seit 50 Jahren Vegetarierin / Fisch, Eier, Milchprodukte erlaubt - sie wohnt im Allgäu) bilden heute noch Produkte aus ihrem Garten der Hauptteil der Ernährung.
Ich meide behandelte Nahrungsmittel meist auch, denn mir schmecken z.B. Kartoffel (verschiedene Sorten) aus dem Dampfkochtopf ohne weitere Zutaten sehr gut und ich mag Naturkost.
Salat, Gemüse esse ich lieber pur oder mit Kürbiskernen, Salz, Kümmel, frischem Schnittlauch etc. gewürzt. Salatsoßen etc. mag ich nicht. Ich fahr voll auf den Originalgeschmack ab, d.h je naturbelassener Nahrungsmittel sind, desto lieber. Produkte von Bauern der Umgebung und aus dem Knoblauchsland. Heute z.B. wieder mal frischer Rhabarber ==> macht ein wenig Arbeit, man braucht ein scharfes Messer+Zucker, aber das Produkt schmeckt himmlisch.
Vegetarisch leb ich übrigens nicht, aber Fleisch deutlich seltener als früher und bei Wurst bin ich sehr zurückhaltend...
Ich lebe halt nach dem Prinzip: "Qualität vor Quantität", zahl lieber mehr und kauf zum Ausgleich kleinere Mengen.
Natürlich ist mir bewußt, dass man Umweltgiften nur begrenzt ausweichen kann, aber man kann das Problem zumindest eindämmen...
natürlich informier ich mich, wenn ich Zeit finde, wo ich kann!!
"foodwatch" ist mir da ein Begriff. Danke, denn ich wollte darauf hinzuweisen, wie wichtig solche Organisationen heute sind.
Für aufgeklärte & engagierte Bürgerinnen und Bürger ergeben sich so doch kleinere Möglichkeiten, Dinge ein bißchen zu beeinflussen. *)
LG
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*) NID unterstützte ich lange vor dem Volksentscheid, der hier in Bayern die Wendung brachte...
P.S. Nahrungsmittel:
Bei meiner Mutter (95, seit 50 Jahren Vegetarierin / Fisch, Eier, Milchprodukte erlaubt - sie wohnt im Allgäu) bilden heute noch Produkte aus ihrem Garten der Hauptteil der Ernährung.
Ich meide behandelte Nahrungsmittel meist auch, denn mir schmecken z.B. Kartoffel (verschiedene Sorten) aus dem Dampfkochtopf ohne weitere Zutaten sehr gut und ich mag Naturkost.
Salat, Gemüse esse ich lieber pur oder mit Kürbiskernen, Salz, Kümmel, frischem Schnittlauch etc. gewürzt. Salatsoßen etc. mag ich nicht. Ich fahr voll auf den Originalgeschmack ab, d.h je naturbelassener Nahrungsmittel sind, desto lieber. Produkte von Bauern der Umgebung und aus dem Knoblauchsland. Heute z.B. wieder mal frischer Rhabarber ==> macht ein wenig Arbeit, man braucht ein scharfes Messer+Zucker, aber das Produkt schmeckt himmlisch.
Vegetarisch leb ich übrigens nicht, aber Fleisch deutlich seltener als früher und bei Wurst bin ich sehr zurückhaltend...
Ich lebe halt nach dem Prinzip: "Qualität vor Quantität", zahl lieber mehr und kauf zum Ausgleich kleinere Mengen.
Natürlich ist mir bewußt, dass man Umweltgiften nur begrenzt ausweichen kann, aber man kann das Problem zumindest eindämmen...
Zuletzt geändert von ab08 am Di 13. Mai 2014, 20:18, insgesamt 4-mal geändert.
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
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conny
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Re: Ich hasse unqualifiziertes "Industriebasching"
[quote="ab08"]
Für aufgeklärte & engagierte Bürgerinnen und Bürger ergeben sich so doch kleinere Möglichkeiten, Dinge ein bißchen zu beeinflussen. *)
[quote]
genauso ist es! es wäre z.b. auch gut, wenn jeder verbraucher ein bischen mehr auf qualität achten würde. mal nicht an sieben tagen die woche fleisch, sondern nur zwei oder dreimal, dafür aber bio.
und wenn in "kalbsleberwurst" nur 15% kalbsleber ist, dann fühle ich mich verar..... und lasse sie einfach liegen.
aber: es ist ja bekannt, dass in deutschland der anteil der ausgaben für nahrungsmittel im europäischen vergleich sehr niedrig ist.
motto: hauptsache billig, billig, billig.
qualität? egal!
und schaut mal in die einkaufskörbe junger leute: sehr oft fast food und fertigprodukte jeglicher art.
wer "müll" essen möchte, der bekommt ihn eben!
Für aufgeklärte & engagierte Bürgerinnen und Bürger ergeben sich so doch kleinere Möglichkeiten, Dinge ein bißchen zu beeinflussen. *)
[quote]
genauso ist es! es wäre z.b. auch gut, wenn jeder verbraucher ein bischen mehr auf qualität achten würde. mal nicht an sieben tagen die woche fleisch, sondern nur zwei oder dreimal, dafür aber bio.
und wenn in "kalbsleberwurst" nur 15% kalbsleber ist, dann fühle ich mich verar..... und lasse sie einfach liegen.
aber: es ist ja bekannt, dass in deutschland der anteil der ausgaben für nahrungsmittel im europäischen vergleich sehr niedrig ist.
motto: hauptsache billig, billig, billig.
qualität? egal!
und schaut mal in die einkaufskörbe junger leute: sehr oft fast food und fertigprodukte jeglicher art.
wer "müll" essen möchte, der bekommt ihn eben!
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ReaGirl
Re: Ich hasse unqualifiziertes "Industriebasching"
Genau richtig!!!! ich esse auch viel seltener fleisch, im betriebsrestaurant weiss man ja nicht wo es wirklich herkommt. Kaufe ich selber mal, und das passiert selten, fleisch dann nur bio, hochqualitativ. Auch ansonsten schaue ich sehr was ich kaufe, geschmackverstärker (auch die nicht als dieses deklarierpflichtigen) und der ganze quark kommt mir schon lange nimmer am tisch. Dazu kommt noch das ich jegliches tierbabyfleisch wie lamm, kalb, ferkel usw vollständig vermeide. Der umstieg auf sojaMilch ist etwas schleppend mussi zugeben obwohl sie net so schlecht schmeckt, weiss net warum. Aber wird schon
vollvegetarier werde ich aber bestimmt keiner 
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Lina
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Re: Ich hasse unqualifiziertes "Industriebasching"
Interessant, was ihr schreibt. Es ist ja auch völlig OK, dass ihr euch über eure eigene Gesundheit Gedanken macht.
Wenn ich BIO- und Fairtrade-Lebensmittel kaufe ist es eigentlich gar nicht, weil ich mir Sorgen über meine eigene Gesundheit mache, sondern über die Leute, die die Ware Produzieren.
Von den ganzen Insektiziden, die beim nicht-bio-Anbau von Bananen beispielsweise sind einige so gefährlich, dass sie bei den Plantagenarbeitern schwere Krankheiten und genetische Schäden verursachen. So wichtig sind mir nicht 50 mehr oder weniger für Bananen, dass ich da mitmachen will.
Und das gefährliche Zeugs kommt u.a. aus Deutschland. Produzieren darf man es ja immer noch, nur nicht innerhalb der EU verwenden. So weit sind wir zumindest. Man kann natürlich lange lamentieren, aber ein Produktionsverbot innerhalb der EU würde wahrscheinlich auch nichts bringen. Dann würde man einfach die Lizenzen an Chinesen verkaufen oder so.
Faktum ist aber, dass die Produzenten genau wissen, welche Grausamheiten, sie damit verursachen. Sie sind erwachsene gebildete Menschen. Und jetzt soll ich mit denen etwa Mitleid haben - ist die direkte Kritik an die auch "Industrie-Bashing" gegegen wehrlose Industriebosse?
Was man aber gegen die tun kann, ist die Produkte, die mit ihren hochgiftigen Produkten, hergestellt werden, nicht kaufen. So kann man ihnen den "Geld-Hahn" abdrehen. Das gilt auf für alle andere: Gammelfleischproduzenten, Hühner-Folterer, usw. Die Verbraucher haben es in der Hand und können es eigentlich jederzeit stoppen, wenn sie wollen.
Dazu braucht man aber auch eine freie und zuverlässige Presse, die über Missstände berichtet - sei es in den Mainstream Medien oder auf Blogger-Ebene. Und seid bitte kritisch und sortiere die Fakten sorgfältig. Es wird tatsächlich viel Unsachliches geschrieben.
Aber ist die Behauptung des "Industrie-Bashings" vielleicht nicht genauso pauschalisierend und unsachlich?
Wenn ich BIO- und Fairtrade-Lebensmittel kaufe ist es eigentlich gar nicht, weil ich mir Sorgen über meine eigene Gesundheit mache, sondern über die Leute, die die Ware Produzieren.
Von den ganzen Insektiziden, die beim nicht-bio-Anbau von Bananen beispielsweise sind einige so gefährlich, dass sie bei den Plantagenarbeitern schwere Krankheiten und genetische Schäden verursachen. So wichtig sind mir nicht 50 mehr oder weniger für Bananen, dass ich da mitmachen will.
Und das gefährliche Zeugs kommt u.a. aus Deutschland. Produzieren darf man es ja immer noch, nur nicht innerhalb der EU verwenden. So weit sind wir zumindest. Man kann natürlich lange lamentieren, aber ein Produktionsverbot innerhalb der EU würde wahrscheinlich auch nichts bringen. Dann würde man einfach die Lizenzen an Chinesen verkaufen oder so.
Faktum ist aber, dass die Produzenten genau wissen, welche Grausamheiten, sie damit verursachen. Sie sind erwachsene gebildete Menschen. Und jetzt soll ich mit denen etwa Mitleid haben - ist die direkte Kritik an die auch "Industrie-Bashing" gegegen wehrlose Industriebosse?
Was man aber gegen die tun kann, ist die Produkte, die mit ihren hochgiftigen Produkten, hergestellt werden, nicht kaufen. So kann man ihnen den "Geld-Hahn" abdrehen. Das gilt auf für alle andere: Gammelfleischproduzenten, Hühner-Folterer, usw. Die Verbraucher haben es in der Hand und können es eigentlich jederzeit stoppen, wenn sie wollen.
Dazu braucht man aber auch eine freie und zuverlässige Presse, die über Missstände berichtet - sei es in den Mainstream Medien oder auf Blogger-Ebene. Und seid bitte kritisch und sortiere die Fakten sorgfältig. Es wird tatsächlich viel Unsachliches geschrieben.
Aber ist die Behauptung des "Industrie-Bashings" vielleicht nicht genauso pauschalisierend und unsachlich?
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Olivia
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Re: Ich hasse unqualifiziertes "Industriebasching"
Hallo Flodur,
Du schreibst, "blindes Herumschreien disqualifiziert sich selbst und bewegt gar nichts" und nennst es "unqualifiziertes Industriebasching". So weit so gut und dagegen ist im Grundsatz auch nichts einzuwenden. Aber:
Es hat Ursachen, warum Menschen kritisch und ablehnend gegenüber "der Industrie" bzw. gegenüber "den Produzenten" (oder wie auch immer es man nennen mag) stehen. Die Menschen nehmen wahr, dass sie hinter die Fichte geführt werden (manche nennen es verar"¦) und dass vieles von dem, was gesagt wird, nicht der Wahrheit entspricht oder, wenn nicht direkt gelogen, so doch schönfärberisch dargestellt ist. Einige Beispiele sind hier bereits angesprochen worden. Weiter lassen sich ohne Mühe hinzufügen. Die gesamte Diskussion um Grenzwerte von gesundheitsschädlichen Stoffen in Lebensmitteln, falsch oder nicht deklarierte Inhaltsstoffe, Tendenzen zur Zerstörung der Umwelt weltweit, Beschönigung verschiedenster Skandale, die meist ohne Folgen bleiben usw. usw. gehören dazu.
Die Menschen nehmen auch wahr, dass auf ihre Kosten, ihre Gesundheit und zum Teil auch unter Inkaufnahme von Todesopfern andere Gewinne erzielen. Der Chemieunfall in Bhopal (Indien), Contergan, der Einsturz von Fabrikhallen in Bangla-Desch, Bergwerkunfälle (aktuell in der Türkei), Atomunfälle in Harrisburg, Tschernobyl, Fukushima, Smog in allen Großstädten, verseuchte Flüsse, verseuchte Meere (Exxon-Valdez), Kinderarbeit, der Anstieg so genannter "Zivilisationskrankheiten", Verarmung, prekäre Arbeitsverhältnisse sind dafür nur eine klitzekleine Auswahl.
Aus dem Gedächtnis zitiert, hat mal jemand gesagt: Für einen kleinen Extraprofit riskiert man schon mal etwas, für 20 % Gewinn riskiert man schon mal mehr, für 100% Gewinn riskiert man schon das Zuchthaus und für 300% Gewinn riskiert man den Galgen.
Das von Dir angeprangerte "unqualifizierte Industriebasching" ist deshalb zwar nicht richtig, aber verständlich. Richtig ist auch, es geht um Umsatz (Gewinn, Profit) und nicht um Verarschung, aber das eine zieht eben oft das andere nach sich. Es gibt eben unterschiedliche Interessen, die sich nicht immer unter einen Hut bringen lassen: Das Interesse nach dem größtmöglichen Gewinn und das Interesse an Teilhabe am gesellschaftlichen Fortschritt, Gesundheit, guten Lebensgrundlagen und lebenswerter Umwelt schließen sich mitunter aus. Daraus zu schließen, Kritiker/innen müssten zurück auf die Bäume, ist allerdings auch unqualifiziert.
Ich drehe Deine Überschrift zum Thema mal um: Ich liebe fundierte Kritik an den gegebenen Verhältnissen.
Liebe Grüße von Olivia
Du schreibst, "blindes Herumschreien disqualifiziert sich selbst und bewegt gar nichts" und nennst es "unqualifiziertes Industriebasching". So weit so gut und dagegen ist im Grundsatz auch nichts einzuwenden. Aber:
Es hat Ursachen, warum Menschen kritisch und ablehnend gegenüber "der Industrie" bzw. gegenüber "den Produzenten" (oder wie auch immer es man nennen mag) stehen. Die Menschen nehmen wahr, dass sie hinter die Fichte geführt werden (manche nennen es verar"¦) und dass vieles von dem, was gesagt wird, nicht der Wahrheit entspricht oder, wenn nicht direkt gelogen, so doch schönfärberisch dargestellt ist. Einige Beispiele sind hier bereits angesprochen worden. Weiter lassen sich ohne Mühe hinzufügen. Die gesamte Diskussion um Grenzwerte von gesundheitsschädlichen Stoffen in Lebensmitteln, falsch oder nicht deklarierte Inhaltsstoffe, Tendenzen zur Zerstörung der Umwelt weltweit, Beschönigung verschiedenster Skandale, die meist ohne Folgen bleiben usw. usw. gehören dazu.
Die Menschen nehmen auch wahr, dass auf ihre Kosten, ihre Gesundheit und zum Teil auch unter Inkaufnahme von Todesopfern andere Gewinne erzielen. Der Chemieunfall in Bhopal (Indien), Contergan, der Einsturz von Fabrikhallen in Bangla-Desch, Bergwerkunfälle (aktuell in der Türkei), Atomunfälle in Harrisburg, Tschernobyl, Fukushima, Smog in allen Großstädten, verseuchte Flüsse, verseuchte Meere (Exxon-Valdez), Kinderarbeit, der Anstieg so genannter "Zivilisationskrankheiten", Verarmung, prekäre Arbeitsverhältnisse sind dafür nur eine klitzekleine Auswahl.
Aus dem Gedächtnis zitiert, hat mal jemand gesagt: Für einen kleinen Extraprofit riskiert man schon mal etwas, für 20 % Gewinn riskiert man schon mal mehr, für 100% Gewinn riskiert man schon das Zuchthaus und für 300% Gewinn riskiert man den Galgen.
Das von Dir angeprangerte "unqualifizierte Industriebasching" ist deshalb zwar nicht richtig, aber verständlich. Richtig ist auch, es geht um Umsatz (Gewinn, Profit) und nicht um Verarschung, aber das eine zieht eben oft das andere nach sich. Es gibt eben unterschiedliche Interessen, die sich nicht immer unter einen Hut bringen lassen: Das Interesse nach dem größtmöglichen Gewinn und das Interesse an Teilhabe am gesellschaftlichen Fortschritt, Gesundheit, guten Lebensgrundlagen und lebenswerter Umwelt schließen sich mitunter aus. Daraus zu schließen, Kritiker/innen müssten zurück auf die Bäume, ist allerdings auch unqualifiziert.
Ich drehe Deine Überschrift zum Thema mal um: Ich liebe fundierte Kritik an den gegebenen Verhältnissen.
Liebe Grüße von Olivia
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conny
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Re: Ich hasse unqualifiziertes "Industriebasching"
die berechtigte kritik an der lebensmittelindustrie hier im forum wird allerdings kaum etwas nützen. aber gerade auf diesem feld gibt es organisationen, die mit wirksamen aktionen bereits einiges erreicht haben und daher eine breite unterstützung finden sollten.
ich denke hier z.b. an footwatch - da kann man auch mitglied werden
lg
conny
ich denke hier z.b. an footwatch - da kann man auch mitglied werden
lg
conny