Grenzen und Grenzüberschreitung
Grenzen und Grenzüberschreitung

Intergeschlechtliche Menschen, Crossdresser, Transgender, Transidente: Diskussionen über partnerschaftliche Aspekte, Rat und Tat für PartnerInnen und Familie
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Lina
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Re: Grenzen und Grenzüberschreitung

Post 1 im Thema

Beitrag von Lina »

Hallo Fritzzie,

die Grenzen, die du setzt, machen aber nicht wirklich den Eindruck von einem dauerhaften partnerschaftlichen Verhältnis. Eher wie ein überwiegend erotisches Verhältnis, das man so nebenbei hat.

Dadurch wird es auch schwierig, einen fairen Vergleich von den offenen und geschlossenen Grenzen zwischen mir und meiner Partnerin zu machen.
Anne-Mette
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Re: Grenzen und Grenzüberschreitung

Post 2 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
damit ein Leben zu dritt möglich ist, ohne dass jemand leidet.
Ich finde sehr interessant, dass es um "zu dritt" geht und nicht um eine Vielschichtigkeit der Persönlichkeit Deines Partners.
Schon oft habe ich von diesen Lebens- und Denkmodellen gehört. Ich finde auch gut, wenn ihr so damit zurechtkommt.
Für mich wäre es allerdings undenkbar.

Gruß
Anne-Mette
petra
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Re: Grenzen und Grenzüberschreitung

Post 3 im Thema

Beitrag von petra »

Das Crossdressing ist meiner Meinung nach in den meisten Fällen lediglich äußerer Ausdruck einer umfassenden Persönlichkeitserweiterung. Ying und Yang- weibliche und männliche Eigenschaften und Verhaltensmuster gehören zu allen Menschen, manchmal mehr, manchmal weniger. Wie mit einem Schieberegler kann sich dieser Mix tagtäglich anders einstellen.

Da ist nichts schlimmes dabei-
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GLG
Petra
wer anderen ihr anderssein nicht verzeihen kann,
ist noch weit ab vom weg der weisheit.
Sunny
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Re: Grenzen und Grenzüberschreitung

Post 4 im Thema

Beitrag von Sunny »

mackenmädchen hat geschrieben: Momentan könnte ich, außer so ein paar Kleinigkeiten, die nicht WIRKLICH schlimm sind (wie z.B. ununterbrochenes Nägelfeilen :roll: ) nichts konkretes sagen, was sie tun oder eben lassen soll.
Schwer zu erklären: Es geht nicht um Klamotten oder Schuhe oder ähnliches, sondern um das, was Jenny mich fühlen lässt/bzw. nicht fühlen lässt.
Hat das jetzt irgendjemand verstanden?! :?
Und das kann man nicht forcieren; entweder es ist da oder nicht.
Ich glaube, ich habe dich verstanden.

Es geht einfach darum, dass es vollkommen egal ist, ob unsere Schätze gerade Rock und High Heels, Dreitagebart und Schlabberpulli oder auch einfach gar nichts tragen. Sie sind unsere Liebsten unabhängig von der Verpackung.

Wir wollen glückliche Partner und sind offen genug, ihre Neigungen mit ihnen zu leben. Das Ausleben der Neigung an sich ist dabei nicht das große Problem.

Das Problem fängt da an, wo wir uns darüber vergessen fühlen. Wo wir selbstverständlich werden, uns nicht geliebt, begehrt und wichtig fühlen. Wo "die Andere" all die Aufmerksamkeit bekommt, die wir uns für uns selbst wünschen würden.

Dann sitzt man da mit einem glücklichen Partner, der sich austobt und fragt sich, wo man selbst dabei bleibt.

Trifft das in etwa, was du meinst, mackenmädchen?

Um beim Thema Grenzen zu bleiben: Nach mittlerweile knapp 2,5 Jahren Beziehung, davon fast 2 Jahre mit beiden Seiten meines Schatzes und bald einem halbem Jahr Zusammenleben haben sich bei uns keine wirklichen grundsätzlichen Grenzen ergeben... Vorlieben, ja... ich mag z. B. die ungeschminkte Variante lieber, vor allem die ohne Lippenstift. Aber ab und an tobt sich meine Süße eben doch aus und hat ihre Freude am Make up und das sei ihr dann ja auch gegönnt.

Als die Idee aufkam, sich nur bei einem Teil der Menschen in unserer Umgebung zu outen, habe ich mir Aufschub erbeten. Das war vielleicht eine temporäre Grenze, aber der Hintergrund war dabei nicht, dass ich ihr Outing nicht unterstützen will. Es ging mir mehr darum, dass sich diejenigen, die Bescheid wissen auf unserer Hochzeit zu leicht bei der Familie hätte verplappern können. Mitten in einer Hochzeitsfeier wäre das eine Bombe gewesen, die ich nicht unbedingt erleben wollte. Das war so schon knapp genug^^

Jetzt würde ich meinem frischgebackenen Eheweib genauso zur Seite stehen, wie sonst meinem Göttergatten. Wer es wissen soll, soll es halt erfahren, das ist jetzt nicht mehr meine Entscheidung. Die Grenze, wenn es denn wirklich eine war, ist verpufft.

Das war mal mein Senf dazu :mrgreen:

Liebe Grüße

Sunny
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Sunny
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Re: Grenzen und Grenzüberschreitung

Post 5 im Thema

Beitrag von Sunny »

Dann würde ich an deiner Stelle mal den Versuch starten, auszuhandeln dass du jeden Monat wenigstens ein "freies" Wochenende brauchst. Das bekommt man selbst als Mitarbeiter beim goldenen M :mrgreen:
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Joe95
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Re: Grenzen und Grenzüberschreitung

Post 6 im Thema

Beitrag von Joe95 »

petra hat geschrieben:
Das Crossdressing ist meiner Meinung nach in den meisten Fällen lediglich äußerer Ausdruck einer umfassenden Persönlichkeitserweiterung. Ying und Yang- weibliche und männliche Eigenschaften und Verhaltensmuster gehören zu allen Menschen, manchmal mehr, manchmal weniger. Wie mit einem Schieberegler kann sich dieser Mix tagtäglich anders einstellen.

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Petra
Ich find auch das darialena das ganz anschaulich und treffend beschrieben hat...

(yes) )))(:
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!

Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
Lina
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Re: Grenzen und Grenzüberschreitung

Post 7 im Thema

Beitrag von Lina »

Fritzzie hat geschrieben:
Lina hat geschrieben:
die Grenzen, die du setzt, machen aber nicht wirklich den Eindruck von einem dauerhaften partnerschaftlichen Verhältnis. Eher wie ein überwiegend erotisches Verhältnis, das man so nebenbei hat.

Hallo Lina,
das ist interessant, dass du diesen Widerspruch ziehst. Wir sind über 12 Jahre zusammen.
Wir sind beide freiberuflich tätig und haben keine Kinder. Deshalb haben wir etwas mehr Gestaltungsspielraum. Vielleicht hat das den Eindruck bei dir erweckt, wir hätten ein überwiegend erotisches Verhältnis?!

Bei meinem Mann ist CD Teil seiner Erotik. Meiner Überzeugung nach gehört zu einer guten Ehe, dass man eine ähnliche Vorstellung von Art und Umfang der Erotik hat. Wenn die Wünsche und Vorstellungen sehr weit auseinanderliegen, wird's oft schwierig in der Partnerschaft.
Auch wenn es nicht immer einfach ist, so ist mein Ziel diese Erotik mit meinen Mann zu (er)leben. Für ihn ist das nicht so wichtig, für mich schon.
Wir kennen auch Phasen, wo diese Gemeinsamkeit nicht klappt. Aber dann bin ich eifersüchtig und ungeschmeidig.
Lina hat geschrieben: Dadurch wird es auch schwierig, einen fairen Vergleich von den offenen und geschlossenen Grenzen zwischen mir und meiner Partnerin zu machen.
Ich wollte hier keine Wettbewerb ausrufen, wo es um "faire Vergleiche" geht.
Mich interessiert, wie ihr eure Partnerschaft gestaltet, damit ein Leben zu dritt möglich ist, ohne dass jemand leidet.

Fritzzie

Hallo,

ich sage ja auch nicht, dass ein Verhältnis nicht von langer Dauer sein kann, wenn es vielleicht überwiegend auf die Erotik basiert. Ich fand nur, dass es einen Unterton von einem Dom/Sub Verhältnis hat, welches ich auch super OK finde. Wenn aber konkret gefragt wird, "wo sind eure Grenzen?", sehe ich darin zumindest die Erwartungshaltung, dass ihr was vergleichen wollt. Ich sehe darin keinen Wunsch nach einem Konkurrenzkampf, sage aber trotzdem, dass einige Sachen sich nicht sinnvoll vergleichen lassen.

Liege ich denn total falsch, dass bei euch auch ein bisschen Dominanz und Unterwerfung im Spiel ist?

Wenn es euch interessiert, wie das bei mir und meiner festen Partnerin aussieht: Sie akzeptiert mich als Frau, will mich aber am liebsten als Mann, so mehr oder weniger zumindest. Wir sind vielleicht am kompatibelsten auf der mentalen Ebene, während ich gerne mit anderen auf der überwiegend erotischen Ebene spiele. Dann verstehst du vielleicht, weshalb ich einen Vergleich sehr schwierig finde. Wenn ich es in Form von "Grenzen" beschreiben soll, kann ich es eigentlich am besten in folgendem Satz beschreiben: Treue findet über der Gürtelline statt.
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