gibt es denn tatsächlich welche von uns...
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Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
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Nadja Sarah
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gibt es denn tatsächlich welche von uns...

Post 1 im Thema

Beitrag von Nadja Sarah »

die eines schönen Tages beschlossen haben das mit ihrer weiblichen Seite komplett zu lassen und auch nie wieder damit angefangen haben?

Aber wahrscheinlich ist das der falsche Ort für so eine Frage, weil alle die, nicht mehr in diesem Forum sind. Aber vielleicht gibt es ja Erfahrene unter uns, die das durch das Forum schon mitbekommen haben.

Für mich ist eher so eine Art Sucht, die mich sehr, sehr glücklich macht, wenn ich es ausleben kann und davon kann ich einfach nicht lassen.

Liebe Grüße Nadja
Exuserin-2015-08-11

Re: gibt es denn tatsächlich welche von uns...

Post 2 im Thema

Beitrag von Exuserin-2015-08-11 »

Nein Nadja ,so etwas gibt es bestimmt,nur wird es nicht bekannt gemacht.Vielen von Uns ist es bestimmt ähnlich im Gedankendank ergangen.Alles weg,aber dann kam es wieder.
Vincent
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Re: gibt es denn tatsächlich welche von uns...

Post 3 im Thema

Beitrag von Vincent »

Hallo Nadja,

ein bischen ist das Ganze natürlich definitions und Auslegungssache:

Ich war einige Zeit der Meinung, ich müsse mich weiblich fühlen und möglichst perfekt als Frau auftreten, um die Kleidung tragen zu können, die ich selbst möchte.
Und als ich das erste Mal wirklich für eine Frau gehalten wurde, war das für mich nur seltsam und befremdlich.
Ich habe mich dann jahrelang ins Kämmerchen zurückgezogen, bis irgendwann die Erkenntnis gereift ist, dass Mann auch einen Rock tragen kann.

Dabei ist es jetzt seit fast 20 Jahren geblieben. Silis BH, Perrücke existieren seither nicht mehr und für eine Frau wurde ich auch nicht mehr gehalten.

Ob ich jetzt eine weibliche Seite auslebe, weil ich mich als Mann im Alltag nicht immer so kleide wie es üblich ist, kannst Du selbst beurteilen .
LG

Vincent
Plisseedreher70
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Re: gibt es denn tatsächlich welche von uns...

Post 4 im Thema

Beitrag von Plisseedreher70 »

Hallo Nadja,

das ist eine interessante Frage! Meine Meinung: wer aus seinem Gefühlsleben aus irgendwelchen Gründen aussteigt, betrügt sich selbst! Ich als Mann dresse mehr heimlich schon seit 50 Jahren und wollte in dieser ganzen Zeit nie auf meine schöne
weibliche Abendgarderobe verzichten. Ohne diese Leidenschaft ausleben zu können wäre mein Leben eher ein Trauerspiel!
Allerdings mit Einschränkungen muß man leben können, jeder auf seine Art.

LG

Plisseedreher70
Bin Mann, bleibe Mann, aber festliche Glanzkleider überziehen ist für mich berauschend!
Olivia
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Re: gibt es denn tatsächlich welche von uns...

Post 5 im Thema

Beitrag von Olivia »

Hallo in die Runde,

die Frage wurde so ähnlich bereits öfters diskutiert. Zuletzt unter der Überschrift "Bleibt man für immer ein Crossdresser?"

Damals habe ich geschrieben:
"ich bin jetzt 53 und seit meiner Jugend CD. Auch ich habe bereits mehrfach versucht, davon loszukommen und mehrmals alle meine weiblichen Kleidungsstücke entsorgt - aber es hilft nichts, "es" ist stärker.
Ich habe gelernt, CD als einen Bestandteil von mir zu akzeptieren, ohne den ich nicht leben kann und will - und das ist gut und sehr schön so! Ich bin der felsenfesten Überzeugung, dass man das CD nicht unterdrücken kann. Wir haben es und wir haben es für immer."

Die meisten Beiträge gingen in die gleiche Richtung.

Liebe Grüße von Olivia
conny
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Re: gibt es denn tatsächlich welche von uns...

Post 6 im Thema

Beitrag von conny »

Plisseedreher70 hat geschrieben:Hallo Nadja,

das ist eine interessante Frage! Meine Meinung: wer aus seinem Gefühlsleben aus irgendwelchen Gründen aussteigt, betrügt sich selbst!

LG

Plisseedreher70
man kann aus seinem gefühlsleben wohl kaum dauerhaft aussteigen. es kann aber sein, dass das interesse am crossdressing im laufe der zeit nicht , wie bei vielen hier, zu-, sondern wieder abnimmt.

lg
conny
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Re: gibt es denn tatsächlich welche von uns...

Post 7 im Thema

Beitrag von conny »

Aspie hat geschrieben:Mir hat zumindest ein Psychologe gesagt, dass es welche gibt, die wieder die Lust verlieren.
eben.
und bei den unterschiedlichsten motivationen für das crossdressing ist es auch überhaupt nicht verwunderlich
Inga
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Re: gibt es denn tatsächlich welche von uns...

Post 8 im Thema

Beitrag von Inga »

Hallo,

bei der Vielfalt unter uns ist natürlich auch das möglich: Total das Interesse verlieren. Aber es ist eben nur eine Variante, wie sich die Leidenschaft weiter entwickelt.

Zugegeben, es ist für einen immer schwierig, Vorhersagen für die zukunft zu machen. Doch ob das auch irgendwann für dich zutreffen könnte, musst du ür dich aus heutiger Sicht selber wissen.

Liebe Grüße
Inga
Cybill
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Re: gibt es denn tatsächlich welche von uns...

Post 9 im Thema

Beitrag von Cybill »

Sicher wird es den einen oder anderen geben, der nicht mehr seine weibliche Seite - oder seinen Fetisch auslebt. Ganz einfach, weil der Kick abgestumpft ist.
Ich kenne bei mir selbst Phasen, da ist mein Transvestismus völlig verschwunden. Im Augeblick ist es auch der Fall. Das liegt an meiner aktuellen Tätigkeit, die mir kaum individuelle Gestaltung meiner Garderobe lässt, sowie an neuem positiven Erleben von Männlichkeit. Dazu kommt, dass ich nach Trennung und Umzug in meiner neuen Wohnung noch keinen echten Lebensraum habe und dass meine Damengarderobe noch verpackt ist, von nicht funktionierendem Heißwasser ganz zu schweigen.

Aber das macht mir keine Probleme, denn eines weiß ich für mich sicher: Cybill lauert schon hinter den nächsten freien Tagen
Spätestens zum Treffen ist sie wieder da - falls ich keinen Dienst habe.

Gruß

-Cy (a.D.)
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!

Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
marabella68
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Re: gibt es denn tatsächlich welche von uns...

Post 10 im Thema

Beitrag von marabella68 »

Hallo Nadja,

ich denke auch, dass es ein paar Wenige geben wird, die es vielleicht ganz aufgehört haben. Wie andere auch schon geschrieben haben, spielt ja auch der Hintergrund, warum man es macht eine Rolle. Ich kann da ja nur für mich sprechen: Ich mache es eigentlich auch schon seit meiner Pubertät. Für mich war es immer ein Fetisch und anfangs dachte ich auch, dass sei eine "Angewohnheit", die ich irgendwann mal wieder ganz ablegen würde. Bei mir hat das Crossdressing auch immer eine Rolle als Ersatz für den Geschlechtsverkehr mit einer Frau gedient. In den Phasen wo ich sexuell mit Frauen gut bedient war, hatte ich eigentlich auch nie das Verlangen danach Crossdressing zu betreiben. In den Phasen "ohne" Frauen oder ohne GV stieg die "Lust" aufs Crossdressing wieder an. Ich denke daher, dass der Drang zum Crossdressing immer in uns (CD, TV, TG usw.) steckt und auch nie vollends verschwindet. Aber wie es mit vielen Dingen im Leben so ist, gibt es eben solche und solche Phasen. Manche Phasen dauern manchmal auch länger, vielleicht sogar bis zum Lebensende an.

Lieb Grüße

Marabella
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Re: gibt es denn tatsächlich welche von uns...

Post 11 im Thema

Beitrag von Nicoletta »

Lust verlieren?! Das kann ich nachfühlen. Ich bin nervlich ziemlich am Ende, was vor allem damit zu tun hat, dass meine Frau riesige Probleme damit hat. Nicht offensichtlich: sie akzeptiert mich, hat mich sogar kürzlich erstmals mit meinem weiblichen Namen angesprochen, gibt mir viele Hilfestellungen ... und doch leidet sie. Ich habe wieder alte Fotos angesehen, und da könnte ich heulen. Wir hatten eine so glückliche und schöne Zeit miteinander, solange ich mich unterdrückt habe, und ich weine dieser Zeit hinterher, kann aber auch nicht zurück. Ich kann doch nicht auf einmal mich wieder als Mann verkleiden, der ich nicht bin, um altes Glück zu beschwören. Ich will keine Lüge mehr, die vergangenen Jahrzehnte waren schon zuviel. Und doch würde ich niemandem wehtun wollen, und tue es doch Tag für Tag. Wenn ich nicht überzeugt wäre, dass sich jede Seele ihr Schicksal selbst aussucht, um das zu lernen, was ihr notwendig ist, würde ich verzweifeln und im Selbstmord eine Lösung sehen. So wie ich denke, kann ich das nicht; es wäre eine Flucht vor einem Problem, das ich in jedem Fall lösen muss, und wenn ich mich dem in diesem Leben entzöge, würde ich vielleicht schlimmer noch damit im nächsten Leben konfrontiert. Nur ein paar Gedanken.
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Lina
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Re: gibt es denn tatsächlich welche von uns...

Post 12 im Thema

Beitrag von Lina »

Ich habe zwar viel gehört - aber noch nie, dass jemand plötzlich keinerlei Bedürfnis hatte, die W-Seite auszuleben und es auch nie wieder bekam. Viele haben es gedacht, und dann wieder doch ... einige leben dann vielleicht weiter und unterdrücken die Gefühle, andere nicht.

Ich vermute, dass es anders ist, wenn es eher das Ausleben eines Fetisch. Bei mir ist es nicht so. Aber ich habe schon Tage, wo ich absolut kein Bock hätte, mich zu stylen, kleider anzuziehen etc. Muss ich ja im Arbeitsalltag auch nicht, weil sie mich da im Männermodus kennen. Aber es kommt auch vor, dass es mir so geht und ich gehe trotzdem ins Badezimmer, schminke mich, suche ein hübsches Kleid aus ... Und warum? Na, ja, wie gestern z.B. Ich war seit langem mit Freundinnen verabredet, die hatten schon Tickets gebucht, sonst hätte ich vielleicht eine Ausrede gefunden, weil ich wusste, dass es ein ziemlicher Stress wird. Und hätte ich im Männermodus hingehen können? Natürlich nicht. Einige von denen würden mich erst gar nicht wiedererkennen und verabredet war auch ein reiner Mädelsabend. Ihre Männer hatten sie zum Fußballgucken u.ä. geschickt. Ich bin also wie geplant hingegangen, und niemand hat mich wiedererkannt, weil ich so aussah, wie erwartet. Und genau das ist der Punkt: Wenn man "stubentranst" und der Frauenmodus nicht wirklich ein Teil der Identität, die man nach draußen zeigt, kann man natürlich von heute auf morgen sagen "ich mache das nicht mehr, punkt, fertig". Ob jemand es durchzieht, ist was anderes.

Aber wenn man eine ganze Menge Leute kennt, darunter auch enge Freunde und Freundinnen, die nur die W-Seite gesehen haben, dann garantiere ich euch, für die ist es befremdent, wenn sie plötzlich einen Mann vor sich haben, der behauptet er wäre genau dieselbe, wie die Freundin, die sie mal kannten. Das kann genauso problematisch sein wie wenn ein Mann plötzlich vor Freunden und Freundinnen en femme erscheint und behauptet, sie wäre dieselbe, wie der Mann, den sie kennen.

Deshalb muss es auch lange nicht "triebgesteuert", ob man sich in Frauenmodus zeigt oder nicht. (Aber der Mädelsabend war trotzdem sehr schön - als ich erst da war, war der Stress vorbei, ich konnte mich darüber freuen, dass ich trotz der Arschkälte meine Lieblingspumps trug, usw.)
Nicoletta
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Re: gibt es denn tatsächlich welche von uns...

Post 13 im Thema

Beitrag von Nicoletta »

Lina hat geschrieben: Aber wenn man eine ganze Menge Leute kennt, darunter auch enge Freunde und Freundinnen, die nur die W-Seite gesehen haben, dann garantiere ich euch, für die ist es befremdent, wenn sie plötzlich einen Mann vor sich haben, der behauptet er wäre genau dieselbe, wie die Freundin, die sie mal kannten. Das kann genauso problematisch sein wie wenn ein Mann plötzlich vor Freunden und Freundinnen en femme erscheint und behauptet, sie wäre dieselbe, wie der Mann, den sie kennen.
Für meine gestrige Aussage in einer echten Depri-Phase ist Deine Aussage zwar nicht entscheidend, aber auch richtig. Selbst wenn ich in den Männermodus zurück wollte, was ich mir nicht vorstellen kann, ich würde mich hoffnungslos lächerlich machen. Im Januar 2013 habe ich meine Homepage auf meinen weiblichen Namen umgestellt und daraufhin viele positive Rückmeldungen bekommen, im Juni 2013 habe ich erstmals in Berlin einen öffentlichen Vortrag en femme gehalten, im Februar 2014 ist erstmals ein wissenschaftliches Werk von mir unter dem weiblichen Namen erschienen, übermorgen werde ich in Köln unter meinem weiblichen Namen eine Lehrveranstaltung durchführen, die wöchentlich das ganze Sommersemester hindurch stattfindet. Alle Freunde und Kollegen sind eingeweiht und akzeptierten mich (fast) alle als Frau. Aber was würden diese wunderbaren Menschen (darunter Freunde, die ich seit über vierzig Jahren kenne), die zu mir und meiner empfunden Identität stehen, von mir denken, wenn ich morgen zurückrudern wollte? Das habe ich mir natürlich durchaus bedacht, als in meine Homepage umgestellt habe, das war wirklich ein Schritt, fast zu einschneidend wie die OP, und ich habe den Schritt gewagt, weil ich mir absolut sicher war (und es immer noch bin). Das trotz aller Sicherheit eine Entscheidung auch schmerzlich Folgen haben kann, ist aber auch sicher, und diesen Schmerz habe mich gestern auszudrücken gedrängt gefühlt.

Liebe Grüße,

Nicoletta
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Exuserin-2015-08-11

Re: gibt es denn tatsächlich welche von uns...

Post 14 im Thema

Beitrag von Exuserin-2015-08-11 »

Depressive Phasen haben wir aber alle ,aber nur durch unsere eigene Stärke Können wir sie überwinden.Wir sind das was wir sind.Lieber Gruß Ilektra
Julia93
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Re: gibt es denn tatsächlich welche von uns...

Post 15 im Thema

Beitrag von Julia93 »

Also, bei mir trat Crossdressing in den letzten paar Monaten in den Hintergrund, wenn ich ehrlich bin.
War bei mir leider arbeitsbedingt gewesen, aber zum Teil auch, weil ich mich als Mann einigermaßen wohlgefühlt habe und keinen Grund gesehen habe es mal wieder auszuprobieren. Ist auch jetzt noch teilweise so, dass ich mir unsicher bin, wann ich wieder Lust zu habe.
Auf der anderen Seite aber hab ich meine Vorliebe für die weibliche Kleidung und ihre Schönheit zumindest nicht verloren und muss sagen, dass ich manchmal echt gerne Körper tauschen würde mit dem ein oder anderen Mädel, wenn ich könnte. Möglicherweise hab ich zu hohe optische Ansprüche und habe nur Angst wieder im Zwiespalt zwischen Freude über das Anziehen weiblicher Kleidung als auch zwischen Leid, dass ich es versteckt machen muss und ich mich selber nicht schön darin finde, zu stecken, aber das weiß ich nicht genau.

Weiß jedenfalls nur, dass ich zwar ohne kann, aber es dann doch stark vermisse und irgendwo auch nen Ausgleich brauche.
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