Aus dem Alltag von Inga
Aus dem Alltag von Inga - # 6

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
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Inga
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Aus einem Telefongespräch

Post 76 im Thema

Beitrag von Inga »

Hallo, miteinander,

Ganz gut, wenn man hier im Forum ist und etrwas über Transgender und so kennt, dachte ich kürzlich in einem längeres Telefongespräch, das ich mit einem Ex-Kollegem über Pläne von zukünftigen Projekten hatte.

"Kannst Du dich noch an Jan erinnern?" Ja, damals, an diese aggressive Nervensäge, die immer alles chaotosiert hat und nichts gebacken bekam. Damals, vor Jahrzehnten glaubte ich. Daran konnte ich mich noch gut erinnern, denn wir hatten damals manche Panne auszubügeln. "Ich hatte da kürzlich einen Anruf aus England, Will mit uns nichts mehr zu tun haben. Und stell dir vor: Jan nennt sich jetzt Jane. " Hm, mehr als Akklimatisierung an die englische Sprache. "Dann hat sie da wohl endlich Frieden in ihrer Seele gefunden. "

Ein Durchatmen war zu hören und das Gespräch über unsere Projektideen setzte sich fort.

Liebe Grüße
Inga
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Unterwegs zum Treffen

Post 77 im Thema

Beitrag von Inga »

Die Monate vergehen. so auch der März. Das hat eine besonders angenehme Seite. Der vierte Samstag im monat rückt näher und so stellt sich die Frage:Schaffe ich es diesen Monat wieder zum CrossDresser-Treffen am vierten Samstag in Hamburg-Altona? Manchmal gibt es für mich die Gelegenheit erst recht kurzfristig.

Doch auch eine Gelegenheit, noch einmal an das letzte Tredfffen im Februar zurück zu denken. Da lag schon im Februar frühe Frühlingsluft in der Luft, besonders wenn die Sonne heraus kam, und doch wurde es nach Sonnenuntergang schnell noch ziemlich unangenehm kühl bis frostig.

Ich selber hab mich entschieden, vor dem Treffen eine längere Strecke mit dem Rad über Land zu fahren - en femme natürlich. Immerhin habe ich mir das Projekt vorgenommen, en femme eine mehrtägige Radtour zu machen und da könnte ich ja langsam anfangen zu üben.

Es kam der Samstag. Ich machte mich morgens fertig. Klar, gründliche Bartrasur, leichtes Make-up. Die ausgewählte Kleidung mit Hose, Longshirt, Strickjacke und Regenjacke bequem genug zum längeren Radfahren. Dazu packte ich mir einen langen Jeansrock, der mir später noch gute Dienste leisten sollte, passende Stiefel, Perücke und so in den Rucksack und los ging es. Mit dem Rad. Genau genommen bis zum Bahnhof. Denn einige Stationen wollte ich den Zug nehmen, um nicht zu spät und zu erschöpft in Hamburg zu sein. Zuerst suchte ich mir abseits der Zivilisation noch einmal eine ruhige Ecke gesucht, um den Jeansrock überzuziehen, die Perücke in Position zu bringen und noch etwas den drohenden Bartschatten zu überschminken. Schal um den Hals gelegt, ja und dann ging es los mit wehenden Haaren und flatterndem Rock über Kilometer quer übers Land, auf kleinen Straßen und manch engen Wegen. Die Wegweiser erwiesen sich in meinen Augen wieder mal als etwas reinigungs- und überarbeitungsbedürftig. Ebenso die Karte, die ich dabei hatte. Ich kam nach Buxtehude und durchs Alte Land (dem größten Obstanbaugebiet ...) in das südiche und hier noch recht ländliche Hamburg, verfuhr mich bei der Umfahrung des riesigen Airbus-Geländes, bis ich durch den alten Ort Finkenwerder hindurch zum Anleger der Hafenfähren zu den St.Pauli-Landungsbrücken gelang. Die Schiffe waren gut gefüllt wie so oft am Samstag nachmittag, bietet sich doch bei der Fahrt zu den Landungsbrücke ein beeindruckendes Panorama auf die Stadt, den Hafen, die Elbe, den Himmel. Für mich und dem Rad war allemal Platz bot sich nur noch ein stehplatz. Niemand nahm notiz von mir. (Ich wurde auch nicht seekrank) Ich fuhr eigentlich nur ein paar Halte mit. Beim assteigen sage jemand Erziehungsberechtigten zu seinem Kind: "Geh der Frau mit dem Rad aus dem Weg..",- Jertzt waren es vom Elbufer per Rad durch Altona nur noch ein paar Straßenecken. Als ich dann mein Rad vor dem KISS an einen Laternenpfahl schloss - warum gibt es da eigentlich keine ordentlichen Radständer für Damenräder?- spürte ich in meinen Beinen schon die Strecke. nun aber erst zur toilette, die menschlichen Bedürfnisse erfüllen, die Haare zu ordnen und mich dem Ort angemessen nachschminken. Da, endlich, in der Gruppe konnte ich noch auf einem freien Stuhl Platz nehmen, Luft holen, mich mit Kaffee und Keksen bedienen, den Gesprächen lauschen und hier und da beteiligen. Es wurde noch ein schöner Nachmittag.
Wie so oft ging es auch diesmal am Abend zum Falkenstein, wo es wieder gutes Essen und eine angeregte Runde an mehreren Tischen gab. Mir bot sich samt Rad eine Mitfahrgelegenheit bei einer "Neuen", Während der Fahrt kamen wir über alles Mögliche aus der großen Welt zwischen CrossDressing und Transgender zu sprechen. Mir bot sich gegen Mitternacht so auch noch eine gute Mitfahrgelegenheit zum Hauptbnahnhof, von wo mich der Zug wieder Richtung Heimal brachte.

So, mal schauen wie es morgen wird. Der Wetterbericht redet wieder von "Zeitweise Regen", wird wohl keine so gute Gelegenheit sein für eine Radtour zum Treffen.

Liebe Grüße
Inga
Inga
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wochenende

Post 78 im Thema

Beitrag von Inga »

Wieder gab es am Samstag einen Frauentag in Hamburg mit Besuch der CD-TS-Gruppe im KISS und anschließendem gemeinsamen Abendessen in Falkenstein. Es war wieder sehr schön. eine vertrauensvolle Atmosphere, interessante Gespräche und abends natürlch gutes Essen. so ein Treffen mag ich nicht missen.

Es war schon weit nach Mitternacht, als ich endlich wieder zu Hause war und den Weg ins Bett gefunden hatte. Da bot es sich an, heute am Sonntag zu Hause den Frauentag zu verlängern: kamotten mehr auf homeday orientiert mit Jeans-Mini über Strumpfhose, Longshirt unter einer Strickjacke und, na klar, die Perücke. Schmicnken nur in der Homeday-Light-Variante. Der Tag ist wieder wie im Fluge vergangen. Jetzt sitze ich noch am PC und blättere etwas im Netz. Es wird Zeit zum Schlafen gehen, sagt der Kopf, und andereseits sagt es in mir, noch nicht. Ich fühle mich inden Klamotten so wohl dass ich sie kaum ausziehen mag. Selbst von den Haaren kann ich nicht genug bekommen.

So, nun gib dir einen Ruck, Inga. Nun mach endgültig Schluss.

Gute Nacht von mir und
liebe Grüße
Inga
Inga
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Schon 1500+

Post 79 im Thema

Beitrag von Inga »

Hallo, miteinander,

gerade ist mir aufgefallen, dass ich vor einigen Tagen die 1500 überschritten habe. Mehr als 1500 geschrieben habe. Wenn das kein Grund zum Feiern ist.

Danken möchte ich Anne-Mette die dies tolle Forum geduldig zur Verfügung stellt. Danken möchte ich auch allen, die mich hier geduldig ertragen und mir manches zu begegnen wissen. Das hat mich weiter gebracht. Danken möchte ich auch der Technik und vor allem meiner PC-Tastatur, ohne die ja gar nichts geht.

Liebe Grüße
Inga
Exuserin-2015-08-11

Re: Aus dem Alltag von Inga

Post 80 im Thema

Beitrag von Exuserin-2015-08-11 »

(Torte) (drink) Prima, Inga das hast Du gut erkannt,1500 Beiträge bedarft auch ein gewisser Zeitaufwand.Wünsche Dir das Deine Tastatur noch lange hält. Viel Glück wünscht Dir für die nächsten 1500 Beiträge Ilektra. (ap)
Inga
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Re: Schon 1500plus

Post 81 im Thema

Beitrag von Inga »

Ilektra hat geschrieben:(Torte) (drink) Prima, Inga das hast Du gut erkannt,1500 Beiträge bedarft auch ein gewisser Zeitaufwand.Wünsche Dir das Deine Tastatur noch lange hält. Viel Glück wünscht Dir für die nächsten 1500 Beiträge Ilektra. (ap)
Danke, Ilektra!

Liebe Grüße
Inga
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Re: Schon 1500plus

Post 82 im Thema

Beitrag von Inga »

Hallo, Saari,

danke, Saari.

Doch was ist denn die Leistung daran? Es passiert halt früher oder später, bestimmte runde Zahlen zu erreichen, wenn man hier immer wieder schreibt, und ich finde es einfach einen Grund mich zu freuen.

Liebe Grüße
Inga
Exuserin-2015-08-11

Re: Aus dem Alltag von Inga

Post 83 im Thema

Beitrag von Exuserin-2015-08-11 »

Inga ,habe vielleicht auch viele Beiträge geschrieben ,denke 500 aber durch meine Abwesendheit ist einiges verändert worden .weiss aber das Du immer mit deinen Beiträgen uns viel Spass bereitest (gitli)
Anne-Mette
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Re: Aus dem Alltag von Inga

Post 84 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

jedenfalls herzlichen Glückwunsch zu "1500plus" (flo) ---))) (flo)
... und DANKE für Deine Beiträge (ap)

Gruß
Anne-Mette
Inga
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Wieviel Seiten hat ein gutes Buch?

Post 85 im Thema

Beitrag von Inga »

Hallo, miteinader,

danke allen für die Glückwünsche.

Hier gleich noch etwas mehr von mir.

"Wieviel Seiten hat ein gutes Buch?" - wurde ich gefragt. Ich zuckte mit den Schultern. " Na, zwei natürlich" sagte mein Gegenüber "eine Vorderseite und eine Rückseite" - A nee, viele Seiten natürlich , mal mehr mal weniger. Zwei Seiten eines Buches ist mir zu wenig.

Und dann: "Auf welcher Seite beginnt das dritte Kapitel?"- "Vorderseite" sagt jemand. "Bei meiner Ausgabe 'Rückseite'" sagt jemand anders. Und ist doch derselbe Inhalt.

Liebe Grüße
Inga
Inga
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Mittagspause

Post 86 im Thema

Beitrag von Inga »

Mittagspause

in der Mittagspause, die schon mehr eine Nachmittagspause war, schlenderte ich durch die Einkaufsstrasse und hatte mir so die Leute betrachtet, was Frauen denn wohl an so einem wolkenverhangenen Tag eigentlich tragen. Die meisten in Hosen und Anorak. Da, vor mir, ein Typ uverkennbar mit ausgedünnten Haar am Hinterkopf, im knöchellangen Rock aus einem weichen Stoff in blau,rot, weiß und darüber ein gefütterter Bluson im gleichen blau bei beim Rock. Er im Gespräch vertieft mit einem anderen Typen. Sa stimmig aus, sah gut aus. Das könnte ich mir öfters auf der Straße angucken wollen.

Liebe Grüße
Inga
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Wast hast du denn für ein Fahrrad?

Post 87 im Thema

Beitrag von Inga »

Hallo,

es ist schon einige Monate her, dass ein neues gebrauchtes Rad den Weg in meinen fuhrpark fand. Es bot sich an, dass es ein "Damen"-Rad ohne Querstange war. Das ist ganz praktisch im Stadtverkehr, wenn man oft Auf- und Absteigen muss und nicht mehr ganz so beweglich die Beine über die Stange oder Gepächträger hebt als wie mit 20.

Unweigerlich kommt im Laufe der Zeit die Frage: "Sag mal, wieso hast du eingentlich ein Damenrad?" - Meine ganz wortreiche Antwort: "Ob man so einem Fahrrad aus Stahl und Gummi ein Geschlecht ansehen kann? Na, dann mag ich wohl so meine weiblichen Seiten ausleben." Weitere Nachfragen oder Kommentare gibt es dann nicht.

Liebe Grüße
Inga
Christine

Re: Aus dem Alltag von Inga

Post 88 im Thema

Beitrag von Christine »

Hallo Inga, erstmal vielen Dank für Deine tollen Beiträge! Ein Damenrad macht doch Sinn, im Rock macht man doch sonst auf einem Herrenrad Akrobatik mit tiefen Einblicken für andere..., obwohl... :-)

Liebe Grüße
Christine
Inga
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Re: Aus dem Alltag von Inga

Post 89 im Thema

Beitrag von Inga »

Christine hat geschrieben:Hallo Inga, erstmal vielen Dank für Deine tollen Beiträge! Ein Damenrad macht doch Sinn, im Rock macht man doch sonst auf einem Herrenrad Akrobatik mit tiefen Einblicken für andere..., obwohl... :-)

Liebe Grüße
Christine
Hallo, Christine,

och, mit einem kurzen Jeansmini über Strumpfhose oder Leggings kann man auch gut auf dem Herrenrad fahren - und machen manche Frauen auch bei längeren Touren. die unerwünschten Einblicke halten sich in Grenzen. Doch für so einen leichten Sommerrock oder so ein fröhlich im Winde wehendes Sommerkleid ist die Mittelstange im Herrenrad ein Ding der Unmöglichkeit. Da ist der tiefe Einstieg schon unglaublich vorteilhaft.

Wenig Erfahrung habe ich bisher mit dem Mixte-Rahmen, den man öfters bei so Sporttourenrädern findet.

Liebe Grüße
Inga
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Re: Aus dem Alltag von Inga

Post 90 im Thema

Beitrag von Inga »

Halo, miteinander,

gestern war wieder der vierte Samstag im Monat und damit wieder ein Samstag für ein Treffen im KISS in Hamburg-Altona.

Es war gestern ein wunderschöner Tag in Hamburg. Allein schon Sonnenschein ohne Ende, warme Temperaturen lässt das Herz höher schlagen.

Gerne wäre ich wieder mit dem Rad gefahren. Doch diesmal ging es nicht. aus beruflichen Gründen war ich schon früh in Hamburg und konnte einige stiunden für mich genießen. Ich habe es mir im Jänisch-Park im Schatten der großen Bäume gemütlich gemacht, meine weibliche Erscheinung etwas vervollkommnet, Zeitungen gelesen und die Seele baumeln lassen. Aus der Ferne konnte ich einer edlen Hochzeitsgesellschaft zugucken, wie sie sich um das Herrenhaus sammelten und später wie sie sich für ein Foto mit dem Brautpaar aufstellten, und dann durch den Park zur Feier gingen. Ich konnte noch nachsinnieren, ob ich das Ernst-Barlach-Haus besuche. Bei dem schönen Wetter verziochtete ich auf diesen naheliegenden Teil der bildung und habe mich dann entschieden, die paar Schritte durch den Park an die Elbe bei Teufelsbrück zu gehen. Von dort bin ich dann mit der Hafenfähre über Finkenwerder nach Altona gefahren, habe den Blick von der Elbe auf Hamburgs Skyline genossen, die immer wieder schön ist, habe mir die leichte Brise um die Nase, durch die Haare und die Kleider wehen lassen, bevor ich dann für den Weg vom Anleger rauf aufs Elbufer nach Altona hinein eine kurze Fahrt in einem recht schwungvoll gefahrenen Stadtbus genoss. Da schloss sich nur noch ein kleinen Fußweg an, bis ich beim KISS aufschlug. Es war wieder eine nette Runde von rund 15 Leuten, neue gesichter und alt bekannte, manche schon länger nicht gesehen, die sich später zum großen Teil zum Abendessen zum Falkenstein verlagrte wieder mit anderen Leuten afgefrischt wurde. Wie ein Sahnehäubchen war es, dass ich dann spät abneds noch mir die Heimfahrt mit der Bahn erparen konnte und bis fast vor die Haustür gebrachte wurde.

Was mich besonders faszinierte, waren im Jänisch-Park nicht so sehr die vielen Hunde, vondenen einer gar mein Mittagspicknick probieren wollte. Viel faszinierender fand ich, wie angenehm uninteressiert die Leute mir gegenüber waren. Keine dümmliche Bemerkung, kein Anstarren, kein verächtlicher Blick. Eine Frau im Park fragte mich auf dem Wege spontan zu einem herum laufenden Hund, ob er meiner wäre, er wäre so schön. Auf der Fähre hörte ich ein Mädchen so um 12 hinter mir, so schöne lange Haare wolle sie auch haben - ach hätte ich die Visitenkarte des Perückenladen zur Hand gehabt ... - ja, und das war es schon.

An dem Tag am besten gefiel mir, dass ich mich "en femme" aufgetreten gar nicht das Gefühl hatte, etwas zu spielen oder auszuprobieren oder gekünstelt anders zu sein, sondern dass ich die ganze Zeit das Gefühl hatte, ich nin so wie ich bin ich. Ich habe mich an dem Tag selber in den Frauenklamotten, in dem Styling, in meinem Tun und Dasein, die ganze Zeit so so wohl, so stimmig, gefühlt habe. Es ist unbeschreiblich.

Liebe Grüße
Inga
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