Schon wieder DEMO in Stuttgart
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Anne-Mette
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Schon wieder DEMO in Stuttgart
Moin,
wie u.a. queer.de meldet, findet eine erneute Demonstration "gegen den Bildungplan" statt. Diese soll am 5. April stattfinden und wird mit einer Gegendemonstration "beantwortet".
Die Veranstaltung des "Aktionsbündnisses Elternrecht wahren" steht unter dem Motto:
"Gegen Gender-Ideologie und Sexualisierung unserer Kinder per Bildungsplan".
... und man kann sicher sein: auch diese Demo wird einiges hochkochen und eine Plattform bieten für allerlei
abenteuerliche und menschenverachtende Parolen.
Hier zum queer.de-Artikel
http://www.queer.de/detail.php?article_id=21249
wie u.a. queer.de meldet, findet eine erneute Demonstration "gegen den Bildungplan" statt. Diese soll am 5. April stattfinden und wird mit einer Gegendemonstration "beantwortet".
Die Veranstaltung des "Aktionsbündnisses Elternrecht wahren" steht unter dem Motto:
"Gegen Gender-Ideologie und Sexualisierung unserer Kinder per Bildungsplan".
... und man kann sicher sein: auch diese Demo wird einiges hochkochen und eine Plattform bieten für allerlei
abenteuerliche und menschenverachtende Parolen.
Hier zum queer.de-Artikel
http://www.queer.de/detail.php?article_id=21249
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Saskia.shewulf
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Re: Schon wieder DEMO in Stuttgart
Hallo
Ich kann es nicht verstehen besonders dieses Plakat der jungen Frauen
Was für Ängste müssen in diesen Köpfen rotieren.
Da fällt mir nur eins zu ein.Ich Zitiere das Känguruh von Mark Uwe Kling:Wo man nicht dran glaubt ,braucht man sich
auch nicht vor zu fürchten!
Oder Marius M.Westernhagen :Ich glaub nicht an Götter die mit der Hölle mir drohen.

Ich kann es nicht verstehen besonders dieses Plakat der jungen Frauen
Sind wir den immer noch im Mittelalter .Wird uns irgendwann der hexenprozess gemacht oder was?GrrrrrrrGott liebt dich aber er mag die Sünde nicht
Was für Ängste müssen in diesen Köpfen rotieren.
Da fällt mir nur eins zu ein.Ich Zitiere das Känguruh von Mark Uwe Kling:Wo man nicht dran glaubt ,braucht man sich
auch nicht vor zu fürchten!
Oder Marius M.Westernhagen :Ich glaub nicht an Götter die mit der Hölle mir drohen.
Wer keinen Mut zum träumen hat
-hat keine Kraft zum Kämpfen
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Katrin70
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Re: Schon wieder DEMO in Stuttgart
"Sind wir im Mittelalter?" - leider sind manche genau das immer noch. Parallelgesellschaften gab und gibt es schon weitaus länger als der Begriff fälschlicherweise ausschließlich für unerreichbare Migrantengruppen in die Debatte eingeführt wurde.
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exuserIn-2014-04-20
Re: Schon wieder DEMO in Stuttgart
Ich entschuldige mich schon mal im vorraus, wieder den advocatus diaboli zu spielen und auf Krawall gebürstet zu sein.
Es mag für euch unglaubwürdig klingen, aber diejenigen, die diese Änderungen im Bildungsplan fordern sind keine Nazis oder religiöse Spinner, sondern normale Leute. Wisst ihr was? Die überwiegende Mehrheit ist durchaus tolerant und auch bereit vieles zu akzeptieren. Aber was diese Menschen überhaupt nicht toll finden, dass immer mehr gefordert und kaum Respekt gezollt wird. Durch dieses immer mehr fordern werden nur diejenigen vergrault, die eigentlich tolerant wären.
Dazu möchte ich einen guten Freund von mir zitieren. Ich hatte mich vor ein paar Wochen bei ihm geoutet und er reagierte auf eine Weise, die ich nicht für möglich gehalten hatte: Er hatte mich sofort akzeptiert - und mich sogar mit meinem neuen Namen angesprochen. Es ist ein sehr toleranter und offener Mensch. Als wir uns über die Außenwahrnehmung der "Szene" unterhielten sagte ar folgendes:
Und noch was: Es wird nicht besser wenn man die Protestierenden ständig in die rechte Ecke drängt. Denn die allermeisten sind keine Nazis. Aber durch das konsequente Ignorieren dieser Menschen steigt nur deren Unmut. Man kann Deutsche mit der Naziklatsche gut still halten - zunächst. Aber dieses Verdrängen wird katastrophal zurückschlagen. Habe ich nicht neulich gelesen, dass die Rechten in Europa immer mehr Zulauf haben? Das liegt nicht daran, dass die Wähler braue Gesinnungen haben - sondern weil ihnen niemand sonst zuhören will.
Die Proteste in Frankreich zum Beispiel zeigen, dass das nicht gewollt ist. Und es ist eben keine Minderheit, wie unsere gleichgeschalteten Medien gerne verlauten lassen.
Zuletzt ein Kommentar über die Rolle der Medien: In dieser Frage queer.de als Quelle zu benutzen ist genauso unvoreingenommen, wie die NPD zu Intergrationsthemen zurate zu ziehen. Das Foto mit der jungen Frau samt Schild soll als Beweis dienen. Also bitte, liebe Leute! Ein einziges Foto aus einer grßen Menschenmenge soll ein Beweis sein, dass alle über die unterstellte Geisteshaltung verfügen?
Seit diesen offenkundigen Lügen, die über die Ukraine-Krise verbreitet werden, bezweifele ich Medien, die sich auf "offizieller" Linie befinden sowieso. Insbesondere diese Gebetsmühlenartigen Beteuerungen, die AfD wäre irgendwo zwischen Republikanern und NPD anzusiedeln. Völlig aus der Luft gegriffen, wenn man die Faktenlage betrachtet. Die AfD ist übrigens mit sehr klugen Sloagans in den Wahlkampf gezogen: "Wenn aller einer Meinung sind, muss es eine zweite geben" oder "Für eine schweigende Mehrheit anstatt einer lauten Minderheit" (oder so ähnlich).
Ihr beschwert euch über Diskriminierung und mangelnde Toleranz. Ja, es gibt Defizite. Aber das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass Homosexuelle über so viele Freiheiten wie noch nie zuvor in der Geschichte der Menschheit verfügen. Inwiefern wird deren freiheit beschnitten? Werden sie verfolgt, geschlagen, ermordet? Bitte behauptet nicht, wir hätten afrikanische Verhältnisse bei uns. Es gibt Defizite, aber den kann nur durch eine Idee entgegengewirkt werden. Nicht in dem man eine Minderheit überrepresentiert oder dieses Thema auswalzt und Menschen zwingt sich damit auseinanderzusetzen, die nicht damit zutun haben wollen.
Nur ein Gedanke hilft, und der findet sich im Grundgesetz ganz vorne: "Die Würde des Menschen ist unantastbar" (und bevor ihr fragt, natürlich ünterstütze ich nicht diese behauptung der jungen Dame vom Foto - als ob wir wissen was Gott gut findet oder nicht)
Das muss man den Kindern beibringen. Nicht dass homosexuelle Beziehungen identisch mit heterosexuellen sind - denn das sind sie nicht. Toleranz entsteht nur durch Respekt - und zwar gegenseitigen Respekt. Auch Respekt und vor allem Demut vor der Mehrheit.
Zuletzt möchte ich euch erzählen wie bei mir auf dem Gymnasium das Thema behandelt wurde. Es war im - ganz recht - katholischen Religionsunterricht. Nur eine Seite im - jawohl - katholischen Religionsbuch. Aber von Kritik oder Abwertung keine Spur (auch schwer vorstellbar bei unserem Schulsystem) und der Pfarrer hat die "Situation" auch gut bewältigt. Trotzdem haben (besonders die Jungs) sich darüber ausgelassen, und ich fand es (ganz ehrlich gesprochen) abstoßend. Ich bin überzeugt davon, dass homophobie tief im Menschen verankert ist. Es wird einem nicht "beigebracht". Deshalb ist es sinnlos, die "Dosis" zu erhöhen: Das führt nur zu noch mehr ablehnung. Das liegt vor allem an dem Alter in dem das Thema behandelt wird, in der Zeit sind Jugendlich besonders empfindlich in dem Punkt. Früher - zu früh, sie würden es nicht verstehen und welche Eltern würden das ihren Kinden zumuten wollen? Später - zu spät, Meinungen können dann schon gefestigt sein, oder man hat sie durch Nachdenken schon revidiert.
Werden denn nur homosexuelle Jugendliche ausgegrenzt? Alle, die anders sind werden ausgegrenzt: Die Streber, die Dicken, die Metaller, die Goths, die Emos, die Liste ließe sich beliebig lang fortsetzen. Das sozusagen universelle Mittel ist, den Kindern eben Art. 1 GG einzutrichtern. Nicht auf eine einzelne Minderheit bezogen, sondern allgemein. Aber das braucht Zeit.
Hexenprozesse waren kein Phänomen des Mittelalters sondern der frühen Neuzeit - und wurden nicht von geistlichen sondern von weltlichen Kräften durchgeführt. Soviel zum Thema Mittelalter.Saskia.shewulf hat geschrieben:Sind wir den immer noch im Mittelalter .Wird uns irgendwann der hexenprozess gemacht oder was?
Es mag für euch unglaubwürdig klingen, aber diejenigen, die diese Änderungen im Bildungsplan fordern sind keine Nazis oder religiöse Spinner, sondern normale Leute. Wisst ihr was? Die überwiegende Mehrheit ist durchaus tolerant und auch bereit vieles zu akzeptieren. Aber was diese Menschen überhaupt nicht toll finden, dass immer mehr gefordert und kaum Respekt gezollt wird. Durch dieses immer mehr fordern werden nur diejenigen vergrault, die eigentlich tolerant wären.
Dazu möchte ich einen guten Freund von mir zitieren. Ich hatte mich vor ein paar Wochen bei ihm geoutet und er reagierte auf eine Weise, die ich nicht für möglich gehalten hatte: Er hatte mich sofort akzeptiert - und mich sogar mit meinem neuen Namen angesprochen. Es ist ein sehr toleranter und offener Mensch. Als wir uns über die Außenwahrnehmung der "Szene" unterhielten sagte ar folgendes:
Darum geht es. Ich bin auch gegen diese Änderungen im Bildungsplan - nicht weil ich mit dem Wachturm an der Straßenecke stehen oder mit der Reichsflagge rumgröhlen würde, sondern weil es absolut nichts bringt. Weil es nicht nötig ist. Weil diese Forderung von einer Minderheit durchgedrückt wird, die die Gesellschaft auf eine Weise verändern will, die die normalen Menschen nicht wollen. Es besteht ein klaffender Unterschied zwischen soll und ist.Die, die wirklich einfach als Frau (respektive Mann) leben wollen, müssen das doch garnicht so übertrieben öffentlich zelebrieren und zur Schau stellen. DAS erzeugt in vielen "Normalos" nämlich die Antipathie, die es gibt. Aber das erstreckt sich auch auf LGB, politisch-ideologische- und extrem-religiöse Gruppen... Wenn ich einen Nachbarn hätte, der mir bei jeder Begegnung nur unter die Nase reibt, was er doch für ein tolles Auto fährt, wäre ich auch schnell genervt.
Und noch was: Es wird nicht besser wenn man die Protestierenden ständig in die rechte Ecke drängt. Denn die allermeisten sind keine Nazis. Aber durch das konsequente Ignorieren dieser Menschen steigt nur deren Unmut. Man kann Deutsche mit der Naziklatsche gut still halten - zunächst. Aber dieses Verdrängen wird katastrophal zurückschlagen. Habe ich nicht neulich gelesen, dass die Rechten in Europa immer mehr Zulauf haben? Das liegt nicht daran, dass die Wähler braue Gesinnungen haben - sondern weil ihnen niemand sonst zuhören will.
Die Proteste in Frankreich zum Beispiel zeigen, dass das nicht gewollt ist. Und es ist eben keine Minderheit, wie unsere gleichgeschalteten Medien gerne verlauten lassen.
Zuletzt ein Kommentar über die Rolle der Medien: In dieser Frage queer.de als Quelle zu benutzen ist genauso unvoreingenommen, wie die NPD zu Intergrationsthemen zurate zu ziehen. Das Foto mit der jungen Frau samt Schild soll als Beweis dienen. Also bitte, liebe Leute! Ein einziges Foto aus einer grßen Menschenmenge soll ein Beweis sein, dass alle über die unterstellte Geisteshaltung verfügen?
Seit diesen offenkundigen Lügen, die über die Ukraine-Krise verbreitet werden, bezweifele ich Medien, die sich auf "offizieller" Linie befinden sowieso. Insbesondere diese Gebetsmühlenartigen Beteuerungen, die AfD wäre irgendwo zwischen Republikanern und NPD anzusiedeln. Völlig aus der Luft gegriffen, wenn man die Faktenlage betrachtet. Die AfD ist übrigens mit sehr klugen Sloagans in den Wahlkampf gezogen: "Wenn aller einer Meinung sind, muss es eine zweite geben" oder "Für eine schweigende Mehrheit anstatt einer lauten Minderheit" (oder so ähnlich).
Ihr beschwert euch über Diskriminierung und mangelnde Toleranz. Ja, es gibt Defizite. Aber das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass Homosexuelle über so viele Freiheiten wie noch nie zuvor in der Geschichte der Menschheit verfügen. Inwiefern wird deren freiheit beschnitten? Werden sie verfolgt, geschlagen, ermordet? Bitte behauptet nicht, wir hätten afrikanische Verhältnisse bei uns. Es gibt Defizite, aber den kann nur durch eine Idee entgegengewirkt werden. Nicht in dem man eine Minderheit überrepresentiert oder dieses Thema auswalzt und Menschen zwingt sich damit auseinanderzusetzen, die nicht damit zutun haben wollen.
Nur ein Gedanke hilft, und der findet sich im Grundgesetz ganz vorne: "Die Würde des Menschen ist unantastbar" (und bevor ihr fragt, natürlich ünterstütze ich nicht diese behauptung der jungen Dame vom Foto - als ob wir wissen was Gott gut findet oder nicht)
Das muss man den Kindern beibringen. Nicht dass homosexuelle Beziehungen identisch mit heterosexuellen sind - denn das sind sie nicht. Toleranz entsteht nur durch Respekt - und zwar gegenseitigen Respekt. Auch Respekt und vor allem Demut vor der Mehrheit.
Zuletzt möchte ich euch erzählen wie bei mir auf dem Gymnasium das Thema behandelt wurde. Es war im - ganz recht - katholischen Religionsunterricht. Nur eine Seite im - jawohl - katholischen Religionsbuch. Aber von Kritik oder Abwertung keine Spur (auch schwer vorstellbar bei unserem Schulsystem) und der Pfarrer hat die "Situation" auch gut bewältigt. Trotzdem haben (besonders die Jungs) sich darüber ausgelassen, und ich fand es (ganz ehrlich gesprochen) abstoßend. Ich bin überzeugt davon, dass homophobie tief im Menschen verankert ist. Es wird einem nicht "beigebracht". Deshalb ist es sinnlos, die "Dosis" zu erhöhen: Das führt nur zu noch mehr ablehnung. Das liegt vor allem an dem Alter in dem das Thema behandelt wird, in der Zeit sind Jugendlich besonders empfindlich in dem Punkt. Früher - zu früh, sie würden es nicht verstehen und welche Eltern würden das ihren Kinden zumuten wollen? Später - zu spät, Meinungen können dann schon gefestigt sein, oder man hat sie durch Nachdenken schon revidiert.
Werden denn nur homosexuelle Jugendliche ausgegrenzt? Alle, die anders sind werden ausgegrenzt: Die Streber, die Dicken, die Metaller, die Goths, die Emos, die Liste ließe sich beliebig lang fortsetzen. Das sozusagen universelle Mittel ist, den Kindern eben Art. 1 GG einzutrichtern. Nicht auf eine einzelne Minderheit bezogen, sondern allgemein. Aber das braucht Zeit.
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Inga
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Re: Schon wieder DEMO in Stuttgart
Hallo, Sophie,
soweit ich die Änderungen im Bildungsplan von Ba-Wü kenne, wird da nur nachgeholt, was in anderen Bundesländern schon länger gelehrt wird. Warum soll das in Baden-Württemberg schädlich sein?
Und sind die Unterschiede zwischen Cis-Gender und Trans-Gender, Heterosexuellen Paaren und Homosexuellen Paaren wirklich so groß, abgesehen vieleicht vom möglichen Kinder Kriegen, dass man nicht gleiche Rechte ermöglichen kann? Ist das denn in Ba-Wü wirklich so übel, für die Gleichstellung auch als "Normalo" auf die straße dazu zu stehen?
Meines Erachtens ist diese Kampagne gegen die Bildungsplanänderungen gesteuert von Leuten, die in ihrer konservativen Bierdermeierlichkeit Unfrieden stiften wollen. Ich finde das
einfach nur schade.
Soweit einige Gedanken zur Nacht
Liebe Grüße
Inga
soweit ich die Änderungen im Bildungsplan von Ba-Wü kenne, wird da nur nachgeholt, was in anderen Bundesländern schon länger gelehrt wird. Warum soll das in Baden-Württemberg schädlich sein?
Und sind die Unterschiede zwischen Cis-Gender und Trans-Gender, Heterosexuellen Paaren und Homosexuellen Paaren wirklich so groß, abgesehen vieleicht vom möglichen Kinder Kriegen, dass man nicht gleiche Rechte ermöglichen kann? Ist das denn in Ba-Wü wirklich so übel, für die Gleichstellung auch als "Normalo" auf die straße dazu zu stehen?
Meines Erachtens ist diese Kampagne gegen die Bildungsplanänderungen gesteuert von Leuten, die in ihrer konservativen Bierdermeierlichkeit Unfrieden stiften wollen. Ich finde das
einfach nur schade.
Soweit einige Gedanken zur Nacht
Liebe Grüße
Inga
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exuserIn-2014-04-20
Re: Schon wieder DEMO in Stuttgart
Hallo Inga, danke für deine sachliche und ruhige Antwort. Ich hatte eigentlich mit einem shitstorm gerechnet, aber der kommt wahrscheinlich noch.
Da mir gleich die Augen zufallen, möchte ich nur auf folgendes antworten, dass mir anonsten sehr unter den Nägeln brennt.
Es ist ganz einfach: Normale Paare (ich benutze absichtlich das Wörtchen "normal") können Leben hervorbringen - alle anderen können das nicht. Kinder sind die nächste Generation, die Zukunft. Es geht nicht darum, dass Homosexuelle nicht zusammenleben dürften, das hat jiemand ernsthaft in Frage gestellt. Auch nicht, dass deren Liebe weniger wert sei. Aber die Ehe zwischen Mann und und Frau ist -verzeiht mir den religiösen Begriff - etwas heiliges. Rituelle Verbindungen im sinne unserer Ehe gibt es ohne übertreibung seit Anbeginn der Menschheit. Sie bringen die nächste Generation hervor, im ewigen Kreislauf des Lebens. Homosexuelle können das aus Prinzip nicht. Deshalb ist eine Gleichstellung -in diesem Punkt - unsinnig, da es schlicht und ergreifend nicht das selbe ist.
Meiner Meinung nach leiden die (politischen!) Homosexuellen an einem kollektiven Minderwertigkeitskomplex - sie wollen zwanghaft normal sein, mit allen Konsequenzen. Deshalb fordern sie die Ehe wie Normalos, Kinder wie Normalos. Damit sie sagen können: Es gibt keinen Unterschied zwischen uns und den Heteros - wir sind völlig normal!
Warum könne sie nicht akzeptieren, dass sie einfach anders sind? Auf der einen Seite sind sie unheimlich Stolz auf ihre andersartigkeit; aber wehe ein normalo sagt, dass sie anders sind! Dann ist sofort wieder von Diskriminierung die Rede. Aus diesem Grund sollte etwas eigenes für homosexuelle Beziehungen geschaffen werden.
Und wenn wir beim Thema sind, auch der unterschied zwischen cis und trans ist fundamental. Die haben eine eindeutige Identität die mit ihrem Körper übereinstimmt, wir nicht. Ich meine, nicht einmal alle "Strömungen" im transbereich verstehen sich gegenseitig. Und nein, auch ich als TSse kann keine Kinder bekommen.Ihr könnz mir glauben, dass mich das fertig macht. Aber mein Gewissen ist nicht davon betroffen. Ich lehne solche Sachen wie gebärende Väter und zeugende Mütter ab. Als TS muss amn die Sterilität als Opfer in kauf nehmen.
Da mir gleich die Augen zufallen, möchte ich nur auf folgendes antworten, dass mir anonsten sehr unter den Nägeln brennt.
Ja, denn der Unterschied ist fundamental. Eben darum geht es, Kinder werden zu einem netten Zusatz reduziert, das ja irgendwie alle durch irgendwelche Winkelzüge bekommen können.Inga hat geschrieben:Und sind die Unterschiede zwischen Cis-Gender und Trans-Gender, Heterosexuellen Paaren und Homosexuellen Paaren wirklich so groß, abgesehen vieleicht vom möglichen Kinder Kriegen, dass man nicht gleiche Rechte ermöglichen kann?
Es ist ganz einfach: Normale Paare (ich benutze absichtlich das Wörtchen "normal") können Leben hervorbringen - alle anderen können das nicht. Kinder sind die nächste Generation, die Zukunft. Es geht nicht darum, dass Homosexuelle nicht zusammenleben dürften, das hat jiemand ernsthaft in Frage gestellt. Auch nicht, dass deren Liebe weniger wert sei. Aber die Ehe zwischen Mann und und Frau ist -verzeiht mir den religiösen Begriff - etwas heiliges. Rituelle Verbindungen im sinne unserer Ehe gibt es ohne übertreibung seit Anbeginn der Menschheit. Sie bringen die nächste Generation hervor, im ewigen Kreislauf des Lebens. Homosexuelle können das aus Prinzip nicht. Deshalb ist eine Gleichstellung -in diesem Punkt - unsinnig, da es schlicht und ergreifend nicht das selbe ist.
Meiner Meinung nach leiden die (politischen!) Homosexuellen an einem kollektiven Minderwertigkeitskomplex - sie wollen zwanghaft normal sein, mit allen Konsequenzen. Deshalb fordern sie die Ehe wie Normalos, Kinder wie Normalos. Damit sie sagen können: Es gibt keinen Unterschied zwischen uns und den Heteros - wir sind völlig normal!
Warum könne sie nicht akzeptieren, dass sie einfach anders sind? Auf der einen Seite sind sie unheimlich Stolz auf ihre andersartigkeit; aber wehe ein normalo sagt, dass sie anders sind! Dann ist sofort wieder von Diskriminierung die Rede. Aus diesem Grund sollte etwas eigenes für homosexuelle Beziehungen geschaffen werden.
Und wenn wir beim Thema sind, auch der unterschied zwischen cis und trans ist fundamental. Die haben eine eindeutige Identität die mit ihrem Körper übereinstimmt, wir nicht. Ich meine, nicht einmal alle "Strömungen" im transbereich verstehen sich gegenseitig. Und nein, auch ich als TSse kann keine Kinder bekommen.Ihr könnz mir glauben, dass mich das fertig macht. Aber mein Gewissen ist nicht davon betroffen. Ich lehne solche Sachen wie gebärende Väter und zeugende Mütter ab. Als TS muss amn die Sterilität als Opfer in kauf nehmen.
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conny
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Re: Schon wieder DEMO in Stuttgart
hallo sophie amundsen,
vielen dank für den advocatus diaboli und die sehr sachliche argumentation, derich mich weitgehend anschliessen kann !
lg
conny
vielen dank für den advocatus diaboli und die sehr sachliche argumentation, derich mich weitgehend anschliessen kann !
lg
conny
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Inga
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Re: Schon wieder DEMO in Stuttgart
Hallo, Sophie und conny,
Wenn es der Grund für die Bevorzugung der Cis-Hetero-Parnerschaft - auch genannt Ehe - sein solltwe, dass Kinder aufgezogen werden könnnen, so finde ich es nicht verständlich, dass zwei gut Verdinenende ohne kinderwunsch und ohne Kinderkriegen bis ins hoe Alter steueriche Vorzüge genießen. Denn was unterscheidet so ein Pärchen denn von Schwulen und lesbischen Lebensgemeindschaften und von solchen mit Transsexuellen?
Wer Kinder aufzieht, ob allein oder zu zweit, der verdient den besonderen Schutz des Gesetzes. Die anderen Hetero-Pärchen sind m. E. nichts anderes als "kleine Gewinnler" von Steuervorteilen.
Liebe Grüße
Inga
Wenn es der Grund für die Bevorzugung der Cis-Hetero-Parnerschaft - auch genannt Ehe - sein solltwe, dass Kinder aufgezogen werden könnnen, so finde ich es nicht verständlich, dass zwei gut Verdinenende ohne kinderwunsch und ohne Kinderkriegen bis ins hoe Alter steueriche Vorzüge genießen. Denn was unterscheidet so ein Pärchen denn von Schwulen und lesbischen Lebensgemeindschaften und von solchen mit Transsexuellen?
Wer Kinder aufzieht, ob allein oder zu zweit, der verdient den besonderen Schutz des Gesetzes. Die anderen Hetero-Pärchen sind m. E. nichts anderes als "kleine Gewinnler" von Steuervorteilen.
Liebe Grüße
Inga
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Astrid
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Re: Schon wieder DEMO in Stuttgart
Inga hat geschrieben:... Die anderen Hetero-Pärchen sind m. E. nichts anderes als "kleine Gewinnler" von Steuervorteilen.
Liebe Grüße
Inga
Hallo Inga,
diesen letzten Satz, in dem Du die kinderlose Ehe zwischen zwei Menschen auf den Gewinn von Steuervorteilen reduzierst, finde ich unglaublich dreist.
Jemand der sich argumentativ für die auch m.E. berechtigten Interessen von Minderheiten einsetzt, aber gleichzeitig eine andere Minderheit - hier die kinderlosen Ehepaare - diskriminiert, macht sich in meinen Augen unglaubwürdig.
Die Ehe, auch eine homosexuelle sollte sie denn kommen, beinhaltet für die Ehepartner Rechte und Pflichten, ganz abgesehen vom Vorhandensein von Kindern.
Wenn man es ganz sachlich nüchtern betrachtet, ist der Steuervorteil von Ehepartnern nichts anderes als ein Risikoausgleich für die im Bedarfsfall geforderte Pflicht, für den anderen Ehepartner einstehen zu müssen, auch finanziell.
Daher wünsche ich mir, daß hier mit den kinderlosen Steuer"gewinnlern" nicht gleich die nächste Sau durchs Dorf getrieben wird.
Liebe Grüße - Astrid
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Marielle
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Re: Schon wieder DEMO in Stuttgart
Guten Abend zusammen,
ich kann der Argumentation von Sophie nicht folgen, wenngleich dieser Thread in einem sehr angenehmen Ton läuft. Vielen Dank jedenfalls dafür.
Sophies Beiträge unterstellen, dass es um die Möglichkeit der Fortpflanzung von homosexuellen Paaren geht. Das ist aber nicht der Punkt. Zum einen hat wohl noch kein Schwuler ernstzunehmend gefordert, dass man ihm ermöglicht Kinder zu gebären, was tatsächlich allerhöchsten lustig wäre, zum anderen ist die ganze Debatte m.E. nicht auf diesen Aspekt reduzierbar.
Wenn Inga fragt, ob der der Unterschied zwischen Homos und Heteros so groß sei, dass man ihnen nicht die gleichen Rechte einräumen kann, und darauf geantwortet wird "Ja, denn der Unterschied ist fundamental.", dann lese ich daraus zunächst, dass Homosexuellen nicht alle Rechte zugestanden werden können oder sollen.
Dann muss man aber fragen, welche Rechte den Homosexuellen, mit welcher Begründung, vorenthalten werden sollen?
Kinder haben? Mit welcher Begründung sollen homosexuelle Paare keine Kinder adoptieren, Heteropaare aber schon? Der Beweis, dass es auch Heteropaare gibt, die nicht zu einer brauchbaren Erziehung von Kindern in der Lage sind, ist leider zu oft erbracht worden.
Ehegattensplitting? Mit welcher Begründung wird die Verantwortlichkeit zweier homosexueller Partner füreinander anders bewertet, als das gleich Tun bei Heteropaaren? Es wurde schon ausgeführt, dass es um die gegenseitige Verantwortung geht, allerdings gibt es auch da leider genug Hetero-Gegenbeispiele.
Kindergeld? Gibt's für diejenigen, die Kinder erziehen. Aus welchem Grund sollte das von der sexuellen Orientierung der Erziehungsberechtigten abhängig gemacht werden? Es von der Qualität der Erziehung abhängig zu machen wäre eine Idee, wenn diese denn messbar wäre. Dann würden allerdings wohl auch viele Heteropaare kein Kindergeld mehr bekommen können.
Was die Ehe als heiliges Sakrament angeht, bin ich durchaus auch der Meinung, dass das die Kirchen intern mit sich selbst ausmachen dürfen und sollen. Meiner Meinung nach hat jede Religionsgemeinschaft das Recht, ihre internen Regularien selbst zu bestimmen, solange sie nicht den Grundrechten und Gesetzen zuwiderlaufen. Wenn eine Kirche zu der Ansicht gelangt, dass sie keine homosexuellen Paare trauen will: OK, no prob.
Ganz anders sieht die Sache allerdings bei der staatlichen Eheschliessung aus. Dabei handelt es sich um ein Rechtsinstitut, das vom Gleichbehandlungsgrundsatz des GG erfasst wird. Wer dazu eine Unterscheidung verlangt, ist m.E. dabei den Boden des GG zu verlassen. Im GG wird zwar auch der Schutz von Ehe und Familie garantiert, eine Abwägung zwischen diesen beiden Aspekten ist aber gar nicht nötig, wenn man "Ehe und Familie" in einem nicht-religiösen Kontext versteht, nämlich als ein Paar (Ehe), dass sich um die Erziehung von Kindern (Familie) kümmert.
Noch ein letzter Aspekt: "Auch Respekt und vor allem Demut vor der Mehrheit." NEIN, ganz bestimmt nicht! Meine persönliche Überzeugung ist, dass ALLE vor der staatlichen Ordnung gleich sein müssen. Jede Abweichung davon hat für mich den Ruch der "natürlichen Ordnung", einem üblen Konstrukt, mit dem alles und jedes, das nicht "Mehrheit" ist, ausgesondert werden kann.
Ich hatte an anderer Stelle hier im Forum deutlich formuliert, dass ich der Überzeugung und dankbar dafür bin, in einer ganz brauchbaren Gesellschaft zu leben. Wenn gesagt wird das es Defizite gibt, dann stimme ich dem zu, will und werde mich aber nicht an "afrikanischen Verhältnissen" orientieren, sondern ausgehend von unserer freiheitlichen Grundordnung für unsere Rechte und auch für die Andersdenkender streiten. Achtzig Millionen Menschen brauchen einen gerechten rechtlichen und gesellschaftlichen Konsens, der ohne Ansehen der Person und ihrer Eigenheiten eine absolute Gleichbehandlung anstrebt, um friedlich miteinander zu leben. Das müssen "wir" genauso akzeptieren wie diejenigen, die für sich in Anspruch nehmen die "Mehrheit" zu sein.
Meine Meinung: Wer die Information über "uns" aus der Schule heraushalten will, der ist nicht an diesem Konsens interessiert, sondern an der Sicherung seines Weltbildes. Wir können gern über Art und Umfang der entsprechenden Inhalte diskutieren, aber darum scheint es einigen (damit meine ich nicht Sophie) nicht zu gehen; diese Leute lehnen es grundsätzlich ab, über uns zu reden .... afrikanische Verhältnisse?
Habt einen guten Abend
Marielle
ich kann der Argumentation von Sophie nicht folgen, wenngleich dieser Thread in einem sehr angenehmen Ton läuft. Vielen Dank jedenfalls dafür.
Sophies Beiträge unterstellen, dass es um die Möglichkeit der Fortpflanzung von homosexuellen Paaren geht. Das ist aber nicht der Punkt. Zum einen hat wohl noch kein Schwuler ernstzunehmend gefordert, dass man ihm ermöglicht Kinder zu gebären, was tatsächlich allerhöchsten lustig wäre, zum anderen ist die ganze Debatte m.E. nicht auf diesen Aspekt reduzierbar.
Wenn Inga fragt, ob der der Unterschied zwischen Homos und Heteros so groß sei, dass man ihnen nicht die gleichen Rechte einräumen kann, und darauf geantwortet wird "Ja, denn der Unterschied ist fundamental.", dann lese ich daraus zunächst, dass Homosexuellen nicht alle Rechte zugestanden werden können oder sollen.
Dann muss man aber fragen, welche Rechte den Homosexuellen, mit welcher Begründung, vorenthalten werden sollen?
Kinder haben? Mit welcher Begründung sollen homosexuelle Paare keine Kinder adoptieren, Heteropaare aber schon? Der Beweis, dass es auch Heteropaare gibt, die nicht zu einer brauchbaren Erziehung von Kindern in der Lage sind, ist leider zu oft erbracht worden.
Ehegattensplitting? Mit welcher Begründung wird die Verantwortlichkeit zweier homosexueller Partner füreinander anders bewertet, als das gleich Tun bei Heteropaaren? Es wurde schon ausgeführt, dass es um die gegenseitige Verantwortung geht, allerdings gibt es auch da leider genug Hetero-Gegenbeispiele.
Kindergeld? Gibt's für diejenigen, die Kinder erziehen. Aus welchem Grund sollte das von der sexuellen Orientierung der Erziehungsberechtigten abhängig gemacht werden? Es von der Qualität der Erziehung abhängig zu machen wäre eine Idee, wenn diese denn messbar wäre. Dann würden allerdings wohl auch viele Heteropaare kein Kindergeld mehr bekommen können.
Was die Ehe als heiliges Sakrament angeht, bin ich durchaus auch der Meinung, dass das die Kirchen intern mit sich selbst ausmachen dürfen und sollen. Meiner Meinung nach hat jede Religionsgemeinschaft das Recht, ihre internen Regularien selbst zu bestimmen, solange sie nicht den Grundrechten und Gesetzen zuwiderlaufen. Wenn eine Kirche zu der Ansicht gelangt, dass sie keine homosexuellen Paare trauen will: OK, no prob.
Ganz anders sieht die Sache allerdings bei der staatlichen Eheschliessung aus. Dabei handelt es sich um ein Rechtsinstitut, das vom Gleichbehandlungsgrundsatz des GG erfasst wird. Wer dazu eine Unterscheidung verlangt, ist m.E. dabei den Boden des GG zu verlassen. Im GG wird zwar auch der Schutz von Ehe und Familie garantiert, eine Abwägung zwischen diesen beiden Aspekten ist aber gar nicht nötig, wenn man "Ehe und Familie" in einem nicht-religiösen Kontext versteht, nämlich als ein Paar (Ehe), dass sich um die Erziehung von Kindern (Familie) kümmert.
Noch ein letzter Aspekt: "Auch Respekt und vor allem Demut vor der Mehrheit." NEIN, ganz bestimmt nicht! Meine persönliche Überzeugung ist, dass ALLE vor der staatlichen Ordnung gleich sein müssen. Jede Abweichung davon hat für mich den Ruch der "natürlichen Ordnung", einem üblen Konstrukt, mit dem alles und jedes, das nicht "Mehrheit" ist, ausgesondert werden kann.
Ich hatte an anderer Stelle hier im Forum deutlich formuliert, dass ich der Überzeugung und dankbar dafür bin, in einer ganz brauchbaren Gesellschaft zu leben. Wenn gesagt wird das es Defizite gibt, dann stimme ich dem zu, will und werde mich aber nicht an "afrikanischen Verhältnissen" orientieren, sondern ausgehend von unserer freiheitlichen Grundordnung für unsere Rechte und auch für die Andersdenkender streiten. Achtzig Millionen Menschen brauchen einen gerechten rechtlichen und gesellschaftlichen Konsens, der ohne Ansehen der Person und ihrer Eigenheiten eine absolute Gleichbehandlung anstrebt, um friedlich miteinander zu leben. Das müssen "wir" genauso akzeptieren wie diejenigen, die für sich in Anspruch nehmen die "Mehrheit" zu sein.
Meine Meinung: Wer die Information über "uns" aus der Schule heraushalten will, der ist nicht an diesem Konsens interessiert, sondern an der Sicherung seines Weltbildes. Wir können gern über Art und Umfang der entsprechenden Inhalte diskutieren, aber darum scheint es einigen (damit meine ich nicht Sophie) nicht zu gehen; diese Leute lehnen es grundsätzlich ab, über uns zu reden .... afrikanische Verhältnisse?
Habt einen guten Abend
Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
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Marielle
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Re: Schon wieder DEMO in Stuttgart
Guten Abend zusammen,
ich möchte noch eine Ergänzung loswerden, da mir eine Passage im letzten Beitrag inhaltllich misslungen ist.
" "Auch Respekt und vor allem Demut vor der Mehrheit." NEIN, ganz bestimmt nicht! "
Dieses "NEIN" muss ich relativieren, weil ich an dieser Stelle der Selbstdarstellung der konservativen Ultras auf den Leim gegangen bin.
Diejenigen, die gegen Gleichberechtigung und Bildungsplan auf die Strasse gehen oder aggressiv dagegen agitieren, sind nicht "die Mehrheit". Die Mehrheit sind Menschen, die vielleicht Einwände gegen Art und Umfang der Maßnahmen des Bildungsplans haben, aber bereit sind darüber zu diskutieren, die Mehrheit sind nicht diejenigen, die, ohne jede Bereitschaft zum Dialog, erbittert dagegen zu Felde ziehen. Das tut eine kleine Minderheit, der ich weder Respekt noch Demut entgegenbringe.
Die Mehrheit, das sind die Menschen, denen man draussen begegnet, die unsereinen dann vielleicht erstaunt, manchmal irritiert, oft einfach freundlich ansehen. Das sind die, denen es meistens egal ist, wenn jemand wie ich vorbeigeht und die in Gesprächen keine verbohrten Ideologien vertreten, sondern einem offenen Austausch zugeneigt sind. Die Mehrheit sind die, die eben nicht mit blinder Ablehnung oder gar Hass auf mich und uns reagieren. Denen, der Mehrheit, steht jeder Respekt, auch meiner, zu. Denen gebe ich meine Achtung, meinen Respekt gerne.
Marielle
ich möchte noch eine Ergänzung loswerden, da mir eine Passage im letzten Beitrag inhaltllich misslungen ist.
" "Auch Respekt und vor allem Demut vor der Mehrheit." NEIN, ganz bestimmt nicht! "
Dieses "NEIN" muss ich relativieren, weil ich an dieser Stelle der Selbstdarstellung der konservativen Ultras auf den Leim gegangen bin.
Diejenigen, die gegen Gleichberechtigung und Bildungsplan auf die Strasse gehen oder aggressiv dagegen agitieren, sind nicht "die Mehrheit". Die Mehrheit sind Menschen, die vielleicht Einwände gegen Art und Umfang der Maßnahmen des Bildungsplans haben, aber bereit sind darüber zu diskutieren, die Mehrheit sind nicht diejenigen, die, ohne jede Bereitschaft zum Dialog, erbittert dagegen zu Felde ziehen. Das tut eine kleine Minderheit, der ich weder Respekt noch Demut entgegenbringe.
Die Mehrheit, das sind die Menschen, denen man draussen begegnet, die unsereinen dann vielleicht erstaunt, manchmal irritiert, oft einfach freundlich ansehen. Das sind die, denen es meistens egal ist, wenn jemand wie ich vorbeigeht und die in Gesprächen keine verbohrten Ideologien vertreten, sondern einem offenen Austausch zugeneigt sind. Die Mehrheit sind die, die eben nicht mit blinder Ablehnung oder gar Hass auf mich und uns reagieren. Denen, der Mehrheit, steht jeder Respekt, auch meiner, zu. Denen gebe ich meine Achtung, meinen Respekt gerne.
Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
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Anne-Mette
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Re: Schon wieder DEMO in Stuttgart
Moin,
durch das Polarisieren und Festlegen auf "FÜR" oder "GEGEN" den Bildungsplan schädigen die Aktivisten nicht nur Macher und Befürworter des Bildungsplanes, sondern auch diejenigen, die an dem bisher vorgelegten Konzept zumindest in Teilen ihre Zweifel haben.
Eine konstruktive Diskussion wurde von den Gegnern des Bildungsplans zunichte gemacht; man mag sich allein mal anschauen, mit welchen Parolen und Leitbildern angetreten wird.
Dabei wäre eine fachliche Auseinandersetzung äußerst wichtig.
Aber: gute Zeit wird wertlos vertrödelt, weil sich die verschiedenen Gruppen erst einmal gegen das "Blindumherschlagen" der angeblichen "Gegen-Initiative" wehren müssen. Zu viele werden "in einen Topf geworfen" und verunglimpft, ja, zum Hass wird aufgerufen.
Sogar von "Pädophilie" ist die Rede.
Dabei sollte gerade mit diesem Thema sehr sensibel umgegangen werden - und es sollte nicht vergessen werden, dass fast jede politische oder religiöse Gruppe sich mit eigenen Verfehlungen auseinandersetzen sollte, anstatt andere zu beschuldigen.
Gruß
Anne-Mette
durch das Polarisieren und Festlegen auf "FÜR" oder "GEGEN" den Bildungsplan schädigen die Aktivisten nicht nur Macher und Befürworter des Bildungsplanes, sondern auch diejenigen, die an dem bisher vorgelegten Konzept zumindest in Teilen ihre Zweifel haben.
Eine konstruktive Diskussion wurde von den Gegnern des Bildungsplans zunichte gemacht; man mag sich allein mal anschauen, mit welchen Parolen und Leitbildern angetreten wird.
Dabei wäre eine fachliche Auseinandersetzung äußerst wichtig.
Aber: gute Zeit wird wertlos vertrödelt, weil sich die verschiedenen Gruppen erst einmal gegen das "Blindumherschlagen" der angeblichen "Gegen-Initiative" wehren müssen. Zu viele werden "in einen Topf geworfen" und verunglimpft, ja, zum Hass wird aufgerufen.
Sogar von "Pädophilie" ist die Rede.
Dabei sollte gerade mit diesem Thema sehr sensibel umgegangen werden - und es sollte nicht vergessen werden, dass fast jede politische oder religiöse Gruppe sich mit eigenen Verfehlungen auseinandersetzen sollte, anstatt andere zu beschuldigen.
Gruß
Anne-Mette
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Inga
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Re: Schon wieder DEMO in Stuttgart
In der taz von heute am 10.4.2014 ist unter dem Thema
"Baden-Württemberg: Akzeptanz sexueller vielfalt im Lehrplan ktiegt einen neuen Namen. Ist Grün-Rot vor Evangelikalen eingeknickt?"
ein längerer Artikel zur Änderung des Bildungsplans
"Toleranz statt Sex - Bildung: Jugendliche in Baden-Württemberg sollen künftig 'Akzeptanz und Toleranz' sexueller Vielfalt im Unterricht lernen."
http://www.taz.de/digitaz/.archiv/suche ... 4&eyy=2014
sowie ein Interview mit dem Kultusminister Andreas Storch(SPD) zur Vielfalt von Geschlecht als Thema an Baden-Württembergs Schulen.
Liebe Grüße
Inga
"Baden-Württemberg: Akzeptanz sexueller vielfalt im Lehrplan ktiegt einen neuen Namen. Ist Grün-Rot vor Evangelikalen eingeknickt?"
ein längerer Artikel zur Änderung des Bildungsplans
"Toleranz statt Sex - Bildung: Jugendliche in Baden-Württemberg sollen künftig 'Akzeptanz und Toleranz' sexueller Vielfalt im Unterricht lernen."
http://www.taz.de/digitaz/.archiv/suche ... 4&eyy=2014
sowie ein Interview mit dem Kultusminister Andreas Storch(SPD) zur Vielfalt von Geschlecht als Thema an Baden-Württembergs Schulen.
Liebe Grüße
Inga
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Anne-Mette
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Re: Schon wieder DEMO in Stuttgart
Moin,
bei queer.de gibt es einen Kommentar dazu:
"Bildungsplan: Das Ergebnis zählt!
Man sollte wachsam bleiben, aber die Landesregierung von Baden-Württemberg hat die Szene durch die Änderung des Bildungsplans nicht verraten und braucht vielmehr weiter Unterstützung im Kampf gegen Homo-Hasser. Ein Kommentar von Norbert Blech".
http://www.queer.de/detail.php?article_id=21357
....................................................................................................................................................................................................
Für mich ist es ganz klar, dass es am Bildungsplan Änderungen geben würde - und auch musste. Deshalb habe ich mich immer wieder für eine "konstruktive Diskussion" stark gemacht. Ob es nun ein "Einnicken" ist - oder ob an der Praktikabilität gearbeitet wurde, kann ich noch nicht beurteilen.
Nur "DAFÜR" oder "DAGEGEN" ist für mich keine Opotion
Schließlich sollen besonders die Belange von Schülerinnen und Schülern berücksichtig werden - und deren Äußerungen sind in dem ganzen Getümmel weitgehend untergegangen, obwohl mir das, was sich gehört habe, sehr gefallen hat.
Hier ein Interview mit Kretschmann:
Gruß
Anne-Mette
bei queer.de gibt es einen Kommentar dazu:
"Bildungsplan: Das Ergebnis zählt!
Man sollte wachsam bleiben, aber die Landesregierung von Baden-Württemberg hat die Szene durch die Änderung des Bildungsplans nicht verraten und braucht vielmehr weiter Unterstützung im Kampf gegen Homo-Hasser. Ein Kommentar von Norbert Blech".
http://www.queer.de/detail.php?article_id=21357
....................................................................................................................................................................................................
Für mich ist es ganz klar, dass es am Bildungsplan Änderungen geben würde - und auch musste. Deshalb habe ich mich immer wieder für eine "konstruktive Diskussion" stark gemacht. Ob es nun ein "Einnicken" ist - oder ob an der Praktikabilität gearbeitet wurde, kann ich noch nicht beurteilen.
Nur "DAFÜR" oder "DAGEGEN" ist für mich keine Opotion
Schließlich sollen besonders die Belange von Schülerinnen und Schülern berücksichtig werden - und deren Äußerungen sind in dem ganzen Getümmel weitgehend untergegangen, obwohl mir das, was sich gehört habe, sehr gefallen hat.
Hier ein Interview mit Kretschmann:
Gruß
Anne-Mette