Hosenrollen im Theater
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@ Julia
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Hosenrollen im Theater
Charleys Onkel oder wenn Julia den Romeo spielt aus: FAZ 05.03. 14
Bericht über Theater, Tanz, Ballett, Oper (eine versuchte Zusammenfassung von mir)
Geschlechterrollen zu tauschen kam bereits 1732 im Theaterstück "Triumpf der Liebe" vor.
Es folgten viele weitere Hosenrollen, die jedoch im 20. Jahrhundert ihren Reiz verloren:
Denn nun tragen Frauen auch außerhalb des Theaters Hosen, kurzgeschnittenes Haar, Anzug.
Die allgemeine Antwort auf dieses Verhalten wurde mit: Vermännlichte Frau tituliert.
Der Rocktragende Mann bleibt selten.
Aber wenn"¦Fabelwesen wie Elfen, Engel und Puck auf der Bühne immer seltener mit Frauen
besetzt werden, liegt das wohl daran, daß nun auch androgyne Darstellungen zum normalen
Repertoire gehören.
Die Realität außerhalb des Theaters hat währenddessen die Bühne überholt. Der Tausch von
Geschlechterrollen, auf Zeit oder dauerhaft läßt sich auch faktisch verwirklichen. Was zuvor
Spiel war, wird nun auch in der Wirklichkeit manifest. Für das Theater macht das die Sache nicht
leichter, denn daß es solche sozialen Beschränkungen aufhebt, hat es dem geselschaftlichen
Leben nun nicht mehr voraus.
Bericht über Theater, Tanz, Ballett, Oper (eine versuchte Zusammenfassung von mir)
Geschlechterrollen zu tauschen kam bereits 1732 im Theaterstück "Triumpf der Liebe" vor.
Es folgten viele weitere Hosenrollen, die jedoch im 20. Jahrhundert ihren Reiz verloren:
Denn nun tragen Frauen auch außerhalb des Theaters Hosen, kurzgeschnittenes Haar, Anzug.
Die allgemeine Antwort auf dieses Verhalten wurde mit: Vermännlichte Frau tituliert.
Der Rocktragende Mann bleibt selten.
Aber wenn"¦Fabelwesen wie Elfen, Engel und Puck auf der Bühne immer seltener mit Frauen
besetzt werden, liegt das wohl daran, daß nun auch androgyne Darstellungen zum normalen
Repertoire gehören.
Die Realität außerhalb des Theaters hat währenddessen die Bühne überholt. Der Tausch von
Geschlechterrollen, auf Zeit oder dauerhaft läßt sich auch faktisch verwirklichen. Was zuvor
Spiel war, wird nun auch in der Wirklichkeit manifest. Für das Theater macht das die Sache nicht
leichter, denn daß es solche sozialen Beschränkungen aufhebt, hat es dem geselschaftlichen
Leben nun nicht mehr voraus.
Wir werden weiblich oder männlich geboren, zu Mann und Frau erst gemacht. Julia
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triona
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Re: Hosenrollen im Theater
Könntest du vlt den Verweis zu dem FAZ-Artikel einstellen?
Ich konnte in leider nicht finden.
Umgekehrt war es zu Shakespears Zeiten am Theater in England. Da durften gar keine Frauen im Theater auftreten. Alle Frauenrollen mußten von männlichen Schauzspielern gespielt werden. Zu sehen in dem Wunderschönen Film "Stage Beauty".
Kann ich nur empfehlen, sofort reinzugehen, wenn er mal gespielt wird (meistens nur in Programmkinos). Oder eben DVD besorgen.
Einer meiner absoluten Lieblingsfilme.
liebe grüße
triona
Ich konnte in leider nicht finden.
Umgekehrt war es zu Shakespears Zeiten am Theater in England. Da durften gar keine Frauen im Theater auftreten. Alle Frauenrollen mußten von männlichen Schauzspielern gespielt werden. Zu sehen in dem Wunderschönen Film "Stage Beauty".
Kann ich nur empfehlen, sofort reinzugehen, wenn er mal gespielt wird (meistens nur in Programmkinos). Oder eben DVD besorgen.
Einer meiner absoluten Lieblingsfilme.
liebe grüße
triona
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Natascha030
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Re: Hosenrollen im Theater
Hallo,
vielen Dank für den Tip, habe mir die DVD gerade bei ebay für 11,92 inkl. Versand gekauft!
Schönes Wochenende und liebe Grüsse aus dem heute nebligen B ä r-lin, Natascha
vielen Dank für den Tip, habe mir die DVD gerade bei ebay für 11,92 inkl. Versand gekauft!
Schönes Wochenende und liebe Grüsse aus dem heute nebligen B ä r-lin, Natascha
Frausein ist nicht so leicht, aber sehr schön! :-)
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triona
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Re: Hosenrollen im Theater
Ich wünsche dir viel Freude beim Anschauen.
liebe Grüße aus dem heute sonnigen Aue
triona
Dafür muß morgen der Tachtenskilauf in Abertamy droben unter dem Pleßberg in Böhmen leider ausfallen wegen Schneemangel.
Man kann eben nicht alles haben.
liebe Grüße aus dem heute sonnigen Aue
triona
Dafür muß morgen der Tachtenskilauf in Abertamy droben unter dem Pleßberg in Böhmen leider ausfallen wegen Schneemangel.
Man kann eben nicht alles haben.
Zuletzt geändert von triona am Fr 7. Mär 2014, 11:38, insgesamt 2-mal geändert.
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triona
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Re: Hosenrollen im Theater
Und hier noch ein Buchtip zum Thema.
Ist etwas für ausdauernde Leser (über 600 Seiten), aber hochinteresant:
Marjorie Garber; Verhüllte Interessen — Transvestismus und kulturelle Angst;
deutsch: Frankfurt/M., 2000, Original: New York, 1995;
Ich habe es vor Jahren mal zufällig in der Stadtbibliothek Aue gefunden und habe daraus auch schon mehrfach in eigenen Texten zitiert.
Die Verfasserin ist Professorin für Anglistik und vergleichende Literaturwissenschaft und Theaterwissenschaft an einer amerikanischen Hochschule. Das Werk enthält sehr viel ausführliches und selten zu findendes Quellenmaterial.
Kurzbeschreibung
Erscheinungstermin: 1993
Es gibt keine Kultur ohne Travestie. Mit dieser mutigen Bekundung eröffnet Marjorie Garber ihre faszinierende Untersuchung zum Transvestismus, einer Untersuchung, die die kulturelle Bedeutung dieses Phänomens -über Jahrhunderte hinweg in der Geschichte, in Literatur, Photographie und Film verfolgt. Die Travestie, das Spiel mit den Geschlechterrollen, ersch-ttert nicht nur festumrissenen Grenzen unseres Daseins, sondern bringt auch unsere Unterwerfung unter die Diktatur der Kleider zum Vorschein.
Produktinformation
Gebundene Ausgabe: 627 Seiten
Verlag: S. Fischer (1993)
Sprache: Deutsch (Übersetzung aus dem Englischen)
ISBN-10: 3100244052
ISBN-13: 978-3100244055
(wiedergegeben nach der Produktbeschreibung eines bekannten Buchversands)
Irgendwie putzig, aber nicht wirklich erstaunlich:
Obwohl ich dort keines der Bücher gekauft habe, habe ich auch die anderen Bücher gelesen, die dort aufgeführt waren unter "Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch ..."
Außerdem: Garber hat u.a. noch einen weiteren interessanten Wälzer geschrieben:
Marjorie Garber, Die Vielfalt des Begehrens, Frankfurt/M., 2000, über Bisexualität
liebe grüße
triona
Ist etwas für ausdauernde Leser (über 600 Seiten), aber hochinteresant:
Marjorie Garber; Verhüllte Interessen — Transvestismus und kulturelle Angst;
deutsch: Frankfurt/M., 2000, Original: New York, 1995;
Ich habe es vor Jahren mal zufällig in der Stadtbibliothek Aue gefunden und habe daraus auch schon mehrfach in eigenen Texten zitiert.
Die Verfasserin ist Professorin für Anglistik und vergleichende Literaturwissenschaft und Theaterwissenschaft an einer amerikanischen Hochschule. Das Werk enthält sehr viel ausführliches und selten zu findendes Quellenmaterial.
Kurzbeschreibung
Erscheinungstermin: 1993
Es gibt keine Kultur ohne Travestie. Mit dieser mutigen Bekundung eröffnet Marjorie Garber ihre faszinierende Untersuchung zum Transvestismus, einer Untersuchung, die die kulturelle Bedeutung dieses Phänomens -über Jahrhunderte hinweg in der Geschichte, in Literatur, Photographie und Film verfolgt. Die Travestie, das Spiel mit den Geschlechterrollen, ersch-ttert nicht nur festumrissenen Grenzen unseres Daseins, sondern bringt auch unsere Unterwerfung unter die Diktatur der Kleider zum Vorschein.
Produktinformation
Gebundene Ausgabe: 627 Seiten
Verlag: S. Fischer (1993)
Sprache: Deutsch (Übersetzung aus dem Englischen)
ISBN-10: 3100244052
ISBN-13: 978-3100244055
(wiedergegeben nach der Produktbeschreibung eines bekannten Buchversands)
Irgendwie putzig, aber nicht wirklich erstaunlich:
Obwohl ich dort keines der Bücher gekauft habe, habe ich auch die anderen Bücher gelesen, die dort aufgeführt waren unter "Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch ..."
Außerdem: Garber hat u.a. noch einen weiteren interessanten Wälzer geschrieben:
Marjorie Garber, Die Vielfalt des Begehrens, Frankfurt/M., 2000, über Bisexualität
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triona
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@ Julia
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Re: Hosenrollen im Theater
Hallo Triona,
Bei einer Registrierung online unter http://fazarchiv.faz.net/?q=Charleys&do ... ew#hitlist
Fröhliches suchen
Julia
Ps: Ich finde es spannend wieviel Material es zu diesem Thema gibt
Aaalso, der Artikel ist aus der FAZ vom 5.3.14 unter der Rubrik Geisteswissenschaften zu finden.Könntest du vlt den Verweis zu dem FAZ-Artikel einstellen?
Ich konnte in leider nicht finden.
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Fröhliches suchen
Julia
Ps: Ich finde es spannend wieviel Material es zu diesem Thema gibt
Wir werden weiblich oder männlich geboren, zu Mann und Frau erst gemacht. Julia
-
Orlando
Re: Hosenrollen im Theater
Wie neidisch war ich in jungen Jahren auf den Pagen "Octavian" der im ersten Akt des "Rosenkavaliers" in die wunderschönen Rokoko-Kleider der Zofe schlüpfen darf und sich von der ihm herzlich zugetanen Marschallin herzen und liebkosen lässt. Dazu die herrliche Musik von Richard Strauss .
Eine weiter wunderschöne Szene aus der Welt der Oper: Zweiter Akt des Figaro. Die Gräfin und Susanne verkleiden den Pagen "Cherubino" als Mädchen, wiederum in herrliche Rokokokostüme, um ihn vor dem Grafen zu retten, der ihn in den Krieg schicken will.
Leider sind heute in Oper, Theater und Film die "Mann als Frau" Rollen meist burlesk und lächerlich.
LG
Orlando
Eine weiter wunderschöne Szene aus der Welt der Oper: Zweiter Akt des Figaro. Die Gräfin und Susanne verkleiden den Pagen "Cherubino" als Mädchen, wiederum in herrliche Rokokokostüme, um ihn vor dem Grafen zu retten, der ihn in den Krieg schicken will.
Leider sind heute in Oper, Theater und Film die "Mann als Frau" Rollen meist burlesk und lächerlich.
LG
Orlando
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@ Julia
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Re: Hosenrollen im Theater
Triona,
die Empfehlung von Dir "Stage Beauty" hat mich wie Natascha030 neugierig gemacht. Knausrig wie ich bin, habe ich die DVD bei Amazon gebraucht, im guten Zustand für 2,99 plus 3 € Versand bestellt
Freue mich schon drauf
Julia
die Empfehlung von Dir "Stage Beauty" hat mich wie Natascha030 neugierig gemacht. Knausrig wie ich bin, habe ich die DVD bei Amazon gebraucht, im guten Zustand für 2,99 plus 3 € Versand bestellt
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Julia
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Natascha030
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Re: Hosenrollen im Theater
Habe mir den Film angeschaut. Da ich aus der Branche komme, grosses Kompliment! Tolle Kostüme, tolle Deko und vor allem, tolle Kameraführung! Auch der Ton 5.1 endlich mal richtig gut! Und zum Schluss wird es noch einmal spannend! Fazit: Es lohnt sich! Schönen Sonn(en)tag noch, L.G. Natascha 
Frausein ist nicht so leicht, aber sehr schön! :-)