TS - berufliche Outing Strategie?
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Vivian Cologne
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TS „ berufliche Outing Strategie?
Outing und Transition im Beruf
Eine "Strategie" hatte ich bisher eigentlich nicht, ich habe in den letzten zwei Monaten mein Umfeld einfach überrollt, alles platt gewalzt mit meiner mir selber erst sich langsam setzenden Ankündigung, ganz zur Frau werden zu wollen (zu müssen?). Und ich warte und warte auf eine negative Reaktion, auf Gegenwind, ich wiege mich in Sicherheit ...
Und zack, da kommt sie (die Reaktion), aus einer Ecke, aus der ich es nicht erwartet hätte. Ohne nun einen Roman zu schreiben, möchte ich es kurz beschreiben. Ich bin zwar selbstständig, habe aber einen "Großkunden", mit dem ich zusammen Projekte auf die Beine zu stellen versuche. Tja, und den kenne ich seit über 25 Jahren, er ist auch ein Freund. Das macht es wohl besonders schwierig. Ihm gegenüber habe ich mich schon vor Monaten geoutet, aber nun wird ihm klar, welchen Weg ich einschlagen möchte. Und da ist für ihn ganz klar, dass das in das berufliche Umfeld, das wir gemeinsam beackern, nicht passt, weil die Kunden das nicht verstehen würden.
Punkt.
Und nun? Werfe ich das, was ich in den letzten zweieinhalb Jahren aufgebaut habe, über den Haufen? Klar, ich habe versäumt, meine Selbstständigkeit auf gesunde eigene Beine zu stellen. Insofern wäre es das Gleiche, wenn dieser Großkunde Insolvenz anmelden würde - ein alltäglicher Fall. Was jammere ich also rum? Aber wenn nun meine Selbstdiagnose, ich sei TS, Einbildung ist?
Den Diskussionsfaden "Den Mann mimen trotz HRT" habe ich eben noch mal ganz gelesen. Dort steht viel drin von Zeit lassen, in sich hineinhorchen, von der Gewissheit, wann es soweit ist. Vielleicht wird mir erst jetzt klar, dass es um alles geht, um meine Zukunft, um meine seelische Gesundheit, um das berufliche Überleben. Und ich bin wahrlich nicht die Erste, die das so hautnah am eigenen Körper (!) spürt. Jetzt hat es eben mich erwischt, und jetzt muss ich für mich entscheiden, was richtig ist.
Zur Klarstellung: Ich habe von einigen von euch schon Zuspruch und Rat erhalten, ich habe Therapeuten-Termine in Aussicht, ich gehe am Sonntag zur SHG und ich habe andere enge Freunde, denen ich mein Herz ausschütten kann. Aber erst mal bin ich in Panik geraten und versuche die Gedanken zu ordnen. Und da heute Veilchendienstag ist, werde ich wohl auch gleich eine Flasche leckeren Wein köpfen.
Vivian, der es heute nicht so glatt aus der Tastatur fließt
Eine "Strategie" hatte ich bisher eigentlich nicht, ich habe in den letzten zwei Monaten mein Umfeld einfach überrollt, alles platt gewalzt mit meiner mir selber erst sich langsam setzenden Ankündigung, ganz zur Frau werden zu wollen (zu müssen?). Und ich warte und warte auf eine negative Reaktion, auf Gegenwind, ich wiege mich in Sicherheit ...
Und zack, da kommt sie (die Reaktion), aus einer Ecke, aus der ich es nicht erwartet hätte. Ohne nun einen Roman zu schreiben, möchte ich es kurz beschreiben. Ich bin zwar selbstständig, habe aber einen "Großkunden", mit dem ich zusammen Projekte auf die Beine zu stellen versuche. Tja, und den kenne ich seit über 25 Jahren, er ist auch ein Freund. Das macht es wohl besonders schwierig. Ihm gegenüber habe ich mich schon vor Monaten geoutet, aber nun wird ihm klar, welchen Weg ich einschlagen möchte. Und da ist für ihn ganz klar, dass das in das berufliche Umfeld, das wir gemeinsam beackern, nicht passt, weil die Kunden das nicht verstehen würden.
Punkt.
Und nun? Werfe ich das, was ich in den letzten zweieinhalb Jahren aufgebaut habe, über den Haufen? Klar, ich habe versäumt, meine Selbstständigkeit auf gesunde eigene Beine zu stellen. Insofern wäre es das Gleiche, wenn dieser Großkunde Insolvenz anmelden würde - ein alltäglicher Fall. Was jammere ich also rum? Aber wenn nun meine Selbstdiagnose, ich sei TS, Einbildung ist?
Den Diskussionsfaden "Den Mann mimen trotz HRT" habe ich eben noch mal ganz gelesen. Dort steht viel drin von Zeit lassen, in sich hineinhorchen, von der Gewissheit, wann es soweit ist. Vielleicht wird mir erst jetzt klar, dass es um alles geht, um meine Zukunft, um meine seelische Gesundheit, um das berufliche Überleben. Und ich bin wahrlich nicht die Erste, die das so hautnah am eigenen Körper (!) spürt. Jetzt hat es eben mich erwischt, und jetzt muss ich für mich entscheiden, was richtig ist.
Zur Klarstellung: Ich habe von einigen von euch schon Zuspruch und Rat erhalten, ich habe Therapeuten-Termine in Aussicht, ich gehe am Sonntag zur SHG und ich habe andere enge Freunde, denen ich mein Herz ausschütten kann. Aber erst mal bin ich in Panik geraten und versuche die Gedanken zu ordnen. Und da heute Veilchendienstag ist, werde ich wohl auch gleich eine Flasche leckeren Wein köpfen.
Vivian, der es heute nicht so glatt aus der Tastatur fließt
Zuletzt geändert von Vivian Cologne am Mi 5. Mär 2014, 08:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Anne-Mette
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Re: TS „ Outing Strategie?
Moin,
erst einmal: Kopf hoch
Wenn ihr das Fachgebiet "beackert" habt, dann seid ihr doch bestimmt besonders gut, oder? Sind die Kunden auf euch angewiesen?
Seid ihr aufeinander angewiesen, oder könntest Du die Arbeit auch eine Nummer kleiner für Dich weiter machen?
Wenn Kunden die angeforderte Leistung bekommen, ist es ihnen in den meisten Fällen egal, ob Du Mann oder Frau, schwarz oder weiß - oder was auch immer bist.
Fällt Die eine Alternative ein, die Dir Zeit lässt, mehr über Dich selbst herauszufinden?
Gruß
Anne-Mette
erst einmal: Kopf hoch
Habt ihr das ausführlich genug besprochen?dass das in das berufliche Umfeld, das wir gemeinsam beackern, nicht passt, weil die Kunden das nicht verstehen würden.
Wenn ihr das Fachgebiet "beackert" habt, dann seid ihr doch bestimmt besonders gut, oder? Sind die Kunden auf euch angewiesen?
Seid ihr aufeinander angewiesen, oder könntest Du die Arbeit auch eine Nummer kleiner für Dich weiter machen?
Wenn Kunden die angeforderte Leistung bekommen, ist es ihnen in den meisten Fällen egal, ob Du Mann oder Frau, schwarz oder weiß - oder was auch immer bist.
Fällt Die eine Alternative ein, die Dir Zeit lässt, mehr über Dich selbst herauszufinden?
Gruß
Anne-Mette
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Vivian Cologne
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Re: TS „ Outing Strategie?
Danke! Ja, der Kopf ist noch oben! "Opp med hodet!", wie der Norweger sagt. Das hat mir in einer existenziellen Krise vor drei Jahren schon geholfen.
Wir werden noch ausführlich darüber sprechen, bei zwei, drei, vier Kölsch. Aber das wird an seiner Sichtweise wenig ändern, dafür kennen wir uns zu gut. Die Kunden sind nicht auf uns angewiesen, es gibt genügend gute und größere Konkurrenz. Und wir sind nicht aufeinander angewiesen, ich beackere die Themen, für die bisher in dem kleinen Team zu wenig Zeit blieb. Und dazu gehört (welche Ironie) gerade die Akquisition und Kundenpflege ...
Eine Nummer kleiner? Tja, meine anderen Standbeine, die ich längst hätte ausbauen müssen. Vielleicht ist jetzt der Zeitpunkt, dies zu tun. Also eine Art Trotzreaktion?
Vivian
Wir werden noch ausführlich darüber sprechen, bei zwei, drei, vier Kölsch. Aber das wird an seiner Sichtweise wenig ändern, dafür kennen wir uns zu gut. Die Kunden sind nicht auf uns angewiesen, es gibt genügend gute und größere Konkurrenz. Und wir sind nicht aufeinander angewiesen, ich beackere die Themen, für die bisher in dem kleinen Team zu wenig Zeit blieb. Und dazu gehört (welche Ironie) gerade die Akquisition und Kundenpflege ...
Eine Nummer kleiner? Tja, meine anderen Standbeine, die ich längst hätte ausbauen müssen. Vielleicht ist jetzt der Zeitpunkt, dies zu tun. Also eine Art Trotzreaktion?
Vivian
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Anne-Mette
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Re: TS „ Outing Strategie?
Moin,
Gruß
Anne-Mette
Et hätt noch emmer joot jejange!Wir werden noch ausführlich darüber sprechen, bei zwei, drei, vier Kölsch.
Gruß
Anne-Mette
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ab08
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Re: TS „ Outing Strategie?
Liebe Vivian,Vivian Cologne hat geschrieben:Und da ist für ihn ganz klar, dass das in das berufliche Umfeld, das wir gemeinsam beackern, nicht passt, weil die Kunden das nicht verstehen würden.
sehr schwieriges Problem.
==> Zwar durfte ich erleben, dass 70-80% derer, die anfangs erhebliche Probleme hatten, im Laufe der Zeit umkippten und heute normal mit mir zusammenarbeiten.
Inzwischen hab ich die ursprüngliche berufliche Position wieder, bekam sogar mehr Verantwortung und wurde befördert.
Daher bin ich überzeugt, dass die meisten Kunden letztendlich kein Problem damit hätten. Für Deinen "Großkunden" gilt im Grunde ähnliches...
ABER: Sowas dauert eine Weile und klappt nicht immer!
Das Zeitfenster spielt eine große Rolle und manche geraten in dieser Zeit beruflich ziemlich aus der Bahn.
Leider kann ich Dir nur diese zwar ehrliche, aber nicht besonders aufbauende Antwort geben.
Auf jeden Fall solltest Du in beruflicher Hinsicht so vorsichtig wie möglich vorgehen. Da ist nämlich einiges zu berücksichtigen...
Liebe Grüße, viel Kraft und hoffentlich hast Du auch etwas Glück
ab
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Anne-Mette
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Re: TS „ Outing Strategie?
Moin,
wenn wir Vivians Thema "abspalten" sollen, dann sagt Bescheid.
Gruß
Anne-Mette
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Gruß
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Saskia.shewulf
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Re: TS „ Outing Strategie?
Bescheid,^^
ne ehrlich ich würde es begrüßen das Thema von Vivian ist ein eigener Thread wert.
Das ist bei mir auch so ein Punkt wo ich ans zweifeln gerate.Schaffe ich in und nach der Transition weiterhin den Lebensunterhalt
für mich und meine Famielie zu verdienen als Landschaftsgärtnerin und Waldbäuerin oder werde ich zu schwach?
Auf der anderen Seite sage ich mir es gibt genügend Biofrauen die diese Berufe auch ausüben, also mache ich mich wohl verrückt ohne
Grund!
Bei den Kunden die wir haben ist bis lang alles in Ordnung auch bei der Kundenaquise lauft alles gut wir können über die Auftragslage
nicht klagen.Bei den Kunden bin ich zu 80% geoutet.
Lg Saskia
ne ehrlich ich würde es begrüßen das Thema von Vivian ist ein eigener Thread wert.
Das ist bei mir auch so ein Punkt wo ich ans zweifeln gerate.Schaffe ich in und nach der Transition weiterhin den Lebensunterhalt
für mich und meine Famielie zu verdienen als Landschaftsgärtnerin und Waldbäuerin oder werde ich zu schwach?
Auf der anderen Seite sage ich mir es gibt genügend Biofrauen die diese Berufe auch ausüben, also mache ich mich wohl verrückt ohne
Grund!
Bei den Kunden die wir haben ist bis lang alles in Ordnung auch bei der Kundenaquise lauft alles gut wir können über die Auftragslage
nicht klagen.Bei den Kunden bin ich zu 80% geoutet.
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ab08
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Re: TS „ Outing Strategie?
Liebe Anne-Mette,
bin auch für "abspalten", inclusive dem Eingangsbeitrag durch Vivian vom 4.März.
Das Thema, das Vivina anschnitt, ist vielschichtig und sehr wichtig für viele Betroffene.
Bei mir persönlich klappte es, aber ich bekomm einiges mit ==> Hier gibt es Problemfälle.
Liebe Grüße
ab
bin auch für "abspalten", inclusive dem Eingangsbeitrag durch Vivian vom 4.März.
Das Thema, das Vivina anschnitt, ist vielschichtig und sehr wichtig für viele Betroffene.
Bei mir persönlich klappte es, aber ich bekomm einiges mit ==> Hier gibt es Problemfälle.
Liebe Grüße
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Vivian Cologne
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Re: TS „ Outing Strategie?
Hallo zusammen,
zuerst hat mich die Frage nach dem "Abspalten" des Themas erschreckt - so hoch wollte ich es dann nicht gehängt haben trotz meiner Verunsicherung und Panik. Aber wenn es für andere auch wichtig ist, habe ich natürlich nix dagegen!
Wahrscheinlich bin ich nicht die Einzige, die im Zuge ihrer "zweiten Pubertät" die berufliche Zukunft etwas aus den Augen verloren hat. Ich jedenfalls habe mich da in falscher Sicherheit gewiegt, von wegen Selbstständigkeit und tolerantem Umfeld. Gestern sehnte ich mich plötzlich in die Zeit meines Angestelltendaseins zurück, ein Gedanke, der mir vor Wochen noch absurd erschien.
In war zuletzt Chef vom Dienst (so ne Art Domina in der Zeitungsredaktion) der untergegangenen Wochenzeitung "Rheinischer Merkur" - politisch konservativ (nicht national/rechtsradikal,sondern in höchstem Maße europäisch, nur zur Klarstellung
), aber eben finanziert von acht westdeutschen katholischen Bistümern. In deren Menschen- und Moralbild passte ich nie, aus Karrieregründen und Opportunität blieb ich und blieb sogar Kirchenmitglied bis zuletzt (Schande über mich).
Damals erschien mir Outing unerreichbar, das Kündigungsschreiben wegen Verstoßes gegen christliche Moralvorstellungen malte ich mir schon aus. Wenn ich mir das heute vorstelle: Der Betriebsrat müsste (?) sich hinter mich stellen, der Chefredakteur würde mich erstaunt anblicken ... Und dann? Termin vor dem Arbeitsgericht, ich vielleicht chancenlos wegen Tendenzbetrieb, Mobbing der Kollegen (höchst unwahrscheinlich), dann doch eine geordnete "Alltagserprobung" und eine Transition zur Chefin vom Dienst. Alles denkbar.
Und jetzt? Mein Kumpel ist der Überzeugung, ich als Frau passe nicht in das Umfeld, er als der Firmeninhaber hat die Verantwortung für seine Agentur und die anderen freien Mitarbeiter, die wie ich vor allem mit ihm zusammenarbeiten. Das hört sich nach rumänischer Drückerkolonne an, ist aber im Grunde auf gegenseitiges Vertrauen gegründet und in der Kreativ-, Kultur- und Medienbranche üblich, wie sicher einige von euch wissen. Auch daher sind meine Erfahrungen vielleicht forumstauglich.
Ich bin tatsächlich kalt erwischt worden und betrauere jetzt meine Versäumnisse. Outing besser vorbereiten, einen Plan entwickeln wie Nicole? Ich habe spontan vor Monaten damit begonnen, und nur wegen der speziellen Konstellation der Verquickung von jahrzehntelanger Freundschaft (?) und Business hat sich die Sache verselbstständigt. Liegt hier vielleicht der Konstruktionsfehler, der mir jetzt sogar ein schelchtes Gewissen macht? Das ist ja fast so, als hätte ich einer neuen Liebespartnerin das anfangs verheimlicht und sie vor vollendete Tatsachen gestellt. Die Betroffenen hier im Forum werden mir zu Recht einen unpassenden Vergleich vorwerfen ...
Im Moment schleicht sich der Gedanke ein, dass die anderen Freunde (?) sich vielleicht doch ebenfalls abwenden werden - ich bin jetzt eben ein gebranntes Kind ... Und zum Schluss bleibt mir nur meine Ex-Partnerin, die den Stein ins Rollen brachte (ich habe hier schon mwehrfach davon geschrieben). Sie hat jedenfalls geschworen, immer für mich da zu sein, und ihr glaube ich das auch.
Vivians Morgengedanken
zuerst hat mich die Frage nach dem "Abspalten" des Themas erschreckt - so hoch wollte ich es dann nicht gehängt haben trotz meiner Verunsicherung und Panik. Aber wenn es für andere auch wichtig ist, habe ich natürlich nix dagegen!
Wahrscheinlich bin ich nicht die Einzige, die im Zuge ihrer "zweiten Pubertät" die berufliche Zukunft etwas aus den Augen verloren hat. Ich jedenfalls habe mich da in falscher Sicherheit gewiegt, von wegen Selbstständigkeit und tolerantem Umfeld. Gestern sehnte ich mich plötzlich in die Zeit meines Angestelltendaseins zurück, ein Gedanke, der mir vor Wochen noch absurd erschien.
In war zuletzt Chef vom Dienst (so ne Art Domina in der Zeitungsredaktion) der untergegangenen Wochenzeitung "Rheinischer Merkur" - politisch konservativ (nicht national/rechtsradikal,sondern in höchstem Maße europäisch, nur zur Klarstellung
Damals erschien mir Outing unerreichbar, das Kündigungsschreiben wegen Verstoßes gegen christliche Moralvorstellungen malte ich mir schon aus. Wenn ich mir das heute vorstelle: Der Betriebsrat müsste (?) sich hinter mich stellen, der Chefredakteur würde mich erstaunt anblicken ... Und dann? Termin vor dem Arbeitsgericht, ich vielleicht chancenlos wegen Tendenzbetrieb, Mobbing der Kollegen (höchst unwahrscheinlich), dann doch eine geordnete "Alltagserprobung" und eine Transition zur Chefin vom Dienst. Alles denkbar.
Und jetzt? Mein Kumpel ist der Überzeugung, ich als Frau passe nicht in das Umfeld, er als der Firmeninhaber hat die Verantwortung für seine Agentur und die anderen freien Mitarbeiter, die wie ich vor allem mit ihm zusammenarbeiten. Das hört sich nach rumänischer Drückerkolonne an, ist aber im Grunde auf gegenseitiges Vertrauen gegründet und in der Kreativ-, Kultur- und Medienbranche üblich, wie sicher einige von euch wissen. Auch daher sind meine Erfahrungen vielleicht forumstauglich.
Ich bin tatsächlich kalt erwischt worden und betrauere jetzt meine Versäumnisse. Outing besser vorbereiten, einen Plan entwickeln wie Nicole? Ich habe spontan vor Monaten damit begonnen, und nur wegen der speziellen Konstellation der Verquickung von jahrzehntelanger Freundschaft (?) und Business hat sich die Sache verselbstständigt. Liegt hier vielleicht der Konstruktionsfehler, der mir jetzt sogar ein schelchtes Gewissen macht? Das ist ja fast so, als hätte ich einer neuen Liebespartnerin das anfangs verheimlicht und sie vor vollendete Tatsachen gestellt. Die Betroffenen hier im Forum werden mir zu Recht einen unpassenden Vergleich vorwerfen ...
Im Moment schleicht sich der Gedanke ein, dass die anderen Freunde (?) sich vielleicht doch ebenfalls abwenden werden - ich bin jetzt eben ein gebranntes Kind ... Und zum Schluss bleibt mir nur meine Ex-Partnerin, die den Stein ins Rollen brachte (ich habe hier schon mwehrfach davon geschrieben). Sie hat jedenfalls geschworen, immer für mich da zu sein, und ihr glaube ich das auch.
Vivians Morgengedanken
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Anne-Mette
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Re: TS „ berufliche Outing Strategie?
Moin,
ein anderer Begriff ist mir in dem Moment nicht eingefallen
"Thema trennen" wäre wohl der fachlich richtige Begriff.
Wenn Dir ein besserer Ttiel einfällt, dann sage Bescheid.
Ich wünsche Dir gute Gedanken und lauter kreative Ideen zum Thema
Gruß
Anne-Mette
Ich habe keine Axt genommenzuerst hat mich die Frage nach dem "Abspalten" des Themas erschreckt
"Thema trennen" wäre wohl der fachlich richtige Begriff.
Wenn Dir ein besserer Ttiel einfällt, dann sage Bescheid.
Ich wünsche Dir gute Gedanken und lauter kreative Ideen zum Thema
Gruß
Anne-Mette
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ChristinaF
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Re: TS „ Outing Strategie?
Liebe Vivian,Vivian Cologne hat geschrieben:
Im Moment schleicht sich der Gedanke ein, dass die anderen Freunde (?) sich vielleicht doch ebenfalls abwenden werden - ich bin jetzt eben ein gebranntes Kind .
geh mal davon aus, dass es eher der Wahrscheinlichkeit entspricht, dass sich deine "Freunde" von dir abwenden. Vielleicht liegts daran, dass sich bei uns, die wir die 40 ja schon überschritten haben, Freunde sich nicht mehr so schnell an was anderes gewöhnen können oder wollen. Was auch immer. Bei mir war's so, dass ich alle meine "Freunde" verloren habe. Gott sei Dank, sage ich heute. Denn mit welcher Weltanschauung die noch heute durch die Lande ziehen, kann man hier, ohne sich zu schämen, gar nicht beschreiben.
OT.
Ich bin sicher, dass du dein Outing völlig richtig vorbereitet und durchgezogen hast. Was gibts denn da noch zu evaluieren?
LG
Chrissie
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Andrea aus Sachsen
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Re: TS „ berufliche Outing Strategie?
.
Da stellt sich für mich die Frage: Hat er die Kunden gefragt oder glaubt er nur, dass die es nicht verstehen würden? Oder hat er eventuell selbst ein Problem damit?Vivian Cologne hat geschrieben:... Und da ist für ihn ganz klar, dass das in das berufliche Umfeld, das wir gemeinsam beackern, nicht passt, weil die Kunden das nicht verstehen würden.
Viele Grüße
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Re: TS „ Outing Strategie?
Liebe Vivian,Vivian Cologne hat geschrieben:Wahrscheinlich bin ich nicht die Einzige, die im Zuge ihrer "zweiten Pubertät" die berufliche Zukunft etwas aus den Augen verloren hat. Ich jedenfalls habe mich da in falscher Sicherheit gewiegt, von wegen Selbstständigkeit und tolerantem Umfeld. Gestern sehnte ich mich plötzlich in die Zeit meines Angestelltendaseins zurück, ein Gedanke, der mir vor Wochen noch absurd erschien.
danke für Deine ausführliche Darstellung.
Nein, Du bist beileibe nicht die Einzige! Ähnliche Berichte kenn ich leider gut. Auch Deine Schlussfolgerung "Angestelltenverhältnis" kommt mir bekannt vor.
Denn, auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, die Mitgliedschaft in Gewerkschaften wie z.B. Verdi bzw. in Berufsverbänden ist wirklich gerade in der Situation sehr empfehlenswert.
Persönlich kam ich, auch weil ich als Verbandsvertreterin schon lange aktiv bin, gut durch.
Wie stark, vor dem Hintergrung von TS, Kompetenz und ausgezeichnete Qualifikationen an Bedeutung verlieren, ärgert mich allerdings maßlos.
Natürlich handelt es sich um Diskriminierung ==> Nur, wie frau erfolgreich dagegen vorgehen kann ?? ==> Da liegt das Problem.
Ähnliche Fälle im Selbstständigenbereich kenn ich zwar, aber von dem beruflichen Umfeld versteh ich zu wenig, um Tipps geben zu können.
Liebe Grüße und alles Gute
ab
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
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Vivian Cologne
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Re: TS „ berufliche Outing Strategie?
Ich danke euch für eure mitfühlenden, aufbauenden, ratgebenden Äußerungen - auch per PN.
Natürlich würde ich auch gerne von euren Erfahrungen profitieren, wie ihr das auf eurem Weg erlebt habt. Das wird von Branche zu Branche verschieden sein, von Stadt zu Land.
Um es etwas transparenter zu machen: Meine Haupttätigkeit mit dem alten Kumpel (noch ist er das ja) ist das Ergattern von Projekten für Museen und Ausstellungen. Wir gestalten und produzieren Exponate, Installationen, Grafik, ganze Ausstellungen. Der andere Teil ist ganz normales Industriedesign. Design hört sich immer flippig an, modern, bunt, tolerant. In diesem Bereich sind die Kunden aber mittelständische, oft Familienunternehmen, im Münsterland, in Schwaben. Das ist schon weniger flippig, tolerant, und die hat er im Fokus.
Und er selbst steht auch im Fokus, das ist mir schon klar. Nach 25 Jahren wird aus M. Vivian, aus dem eher verschlossenen Fußballkumpel eine Frau, die weniger verschlossen ist und ihn verstört. Aber er sieht natürlich keine Frau in mir, dafür ist das männliche Bild viel zu stark eingebrannt, von meinem "Passing" ganz abgesehen. Wirke ich männlcih, wenn ich mich zurechtmache? Hier und anderswo unter Gleichgesinnten verteilen wir gerne Komplimente, aber die ehrlichen Bemerkungen der Außenstehenden verschweigen wir gerne oder hören weg.
Ich habe einen gemeinsamen Abend in diesem Freundeskreis verbracht, und der hat wohl für Verstörung gesorgt. Ich war zu schick, zu aufgebrezelt, habe meine Weiblichkeit also zu sehr betont. Gleichzeitig bin ich angeblich sofort und für alle Zeiten als Kerl erkennbar. Ja, was denn nun?
Ich beschreibe das so, weil ihr es vielleicht ähnlich erlebt habt. Je näher Menschen uns stehen, umso mehr haben sie ien bestimmtes Bild von uns. Das neue Erscheiningsbild verstört - wie sollte es auch anders sein.
Die Quintessenz: Ein Neuanfang ist wahrscheinlich leichter als der langsame Übergang in der vertrauten Umgebung. Und was im Privaten mit viel Geduld, Zuneigung geschafft werden kann, endet im beruflichen Umfeld vielleicht als Fiasko. Dabei ist doch gerade hier der glatte Schnitt gefordert, um den Alltagstest irgendwann zu beginnen, wenn ich es richtig verstanden habe.
Sehe ich jetzt klarer? Das wäre übertrieben, aber ich bin dabei, die Schlieren wegzuwischen!
Vivian
Natürlich würde ich auch gerne von euren Erfahrungen profitieren, wie ihr das auf eurem Weg erlebt habt. Das wird von Branche zu Branche verschieden sein, von Stadt zu Land.
Um es etwas transparenter zu machen: Meine Haupttätigkeit mit dem alten Kumpel (noch ist er das ja) ist das Ergattern von Projekten für Museen und Ausstellungen. Wir gestalten und produzieren Exponate, Installationen, Grafik, ganze Ausstellungen. Der andere Teil ist ganz normales Industriedesign. Design hört sich immer flippig an, modern, bunt, tolerant. In diesem Bereich sind die Kunden aber mittelständische, oft Familienunternehmen, im Münsterland, in Schwaben. Das ist schon weniger flippig, tolerant, und die hat er im Fokus.
Und er selbst steht auch im Fokus, das ist mir schon klar. Nach 25 Jahren wird aus M. Vivian, aus dem eher verschlossenen Fußballkumpel eine Frau, die weniger verschlossen ist und ihn verstört. Aber er sieht natürlich keine Frau in mir, dafür ist das männliche Bild viel zu stark eingebrannt, von meinem "Passing" ganz abgesehen. Wirke ich männlcih, wenn ich mich zurechtmache? Hier und anderswo unter Gleichgesinnten verteilen wir gerne Komplimente, aber die ehrlichen Bemerkungen der Außenstehenden verschweigen wir gerne oder hören weg.
Ich habe einen gemeinsamen Abend in diesem Freundeskreis verbracht, und der hat wohl für Verstörung gesorgt. Ich war zu schick, zu aufgebrezelt, habe meine Weiblichkeit also zu sehr betont. Gleichzeitig bin ich angeblich sofort und für alle Zeiten als Kerl erkennbar. Ja, was denn nun?
Ich beschreibe das so, weil ihr es vielleicht ähnlich erlebt habt. Je näher Menschen uns stehen, umso mehr haben sie ien bestimmtes Bild von uns. Das neue Erscheiningsbild verstört - wie sollte es auch anders sein.
Die Quintessenz: Ein Neuanfang ist wahrscheinlich leichter als der langsame Übergang in der vertrauten Umgebung. Und was im Privaten mit viel Geduld, Zuneigung geschafft werden kann, endet im beruflichen Umfeld vielleicht als Fiasko. Dabei ist doch gerade hier der glatte Schnitt gefordert, um den Alltagstest irgendwann zu beginnen, wenn ich es richtig verstanden habe.
Sehe ich jetzt klarer? Das wäre übertrieben, aber ich bin dabei, die Schlieren wegzuwischen!
Vivian
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Marielle
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Re: TS „ berufliche Outing Strategie?
Hallo Vivian,
Du schriebst: "Ich war zu schick, zu aufgebrezelt, habe meine Weiblichkeit also zu sehr betont. Gleichzeitig bin ich angeblich sofort und für alle Zeiten als Kerl erkennbar. Ja, was denn nun?"
Vielleicht stimmt beides. Vielleicht kann man das, was die Menschen deiner Umgebung gesehen haben, so zusammenfassen: "Zu weiblich, um männlich zu sein, zu männlich, um weiblich zu sein." Deine, für sie ja neue, Erscheinung, irritiert die Leute. Solange wir nicht "üblich" sind, wird das auch so bleiben. Und ich finde, dass man es den anderen nichtmal wirklich übel nehmen darf. Das ist m.E. erstmal keine Intoleranz, sondern ein Informationsdefizit. Viele von denen da draussen wissen nicht wirklich, dass es uns auch ausserhalb von Fernsehsendungen gibt. Wir sind für diese Leute etwas "Neues", etwas das sie bisher nicht kannten. Menschen versuchen dann üblicherweise dieses "Neue" in ihren Erfahrungshintergrund einzupassen, was uns betreffend erstmal scheitert, weil wir für sie weder nach Fisch noch nach Fleisch aussehen; das irritiert sie. Und das, vermute ich, ist es auch, was Chefs oder Partner_innen befürchten: Das Kunden oder Menschen aus dem gemeinsamen Umfeld irritiert werden, dass ein Erklärungsbedarf entsteht, dem sie entgehen wollen oder dem sie vielleicht auch gar nicht gewachsen wären.
Zu deinen Aussagen zur gegenseitigen Beschreibung der "Aussenwirkung": Dem stimme ich zu. Man ist da unter Freunden_innen öfter mal etwas "unscharf" in der Analyse. Eigentlich zu Recht, hübsch sind wir ja alle, auf unsere jeweils eigene Weise. Es stimmt aber eben auch, dass dabei Verschiebungen gegenüber der Wahrnehmung durch andere, nicht vorgeprägte Menschen, entstehen. Wir können uns wieder und wieder versichern, dass wir "toll" aussehen. Wenn wir ehrlich sind ist es aber so, dass deutlich mehr als die Hälfte von uns bei näherer Betrachtung die angeborene Physiognomie nicht verbergen kann. Und gegenüber Freunden, Bekannten und Verwandten gibt es ohnehin kein "Passing" als "Frau" oder "Mann". Dort kann es nur darum gehen, als das (an-)erkannt zu bleiben was man ist: Ein Mensch.
So wenig schön die Situation für dich ist: Ich finde es mutig und dankenswert, dass du ehrlich darüber schreibst. Und ich wünsche dir aufrichtig, dass du einen guten Weg findest.
liebe Grüsse
Marielle
Du schriebst: "Ich war zu schick, zu aufgebrezelt, habe meine Weiblichkeit also zu sehr betont. Gleichzeitig bin ich angeblich sofort und für alle Zeiten als Kerl erkennbar. Ja, was denn nun?"
Vielleicht stimmt beides. Vielleicht kann man das, was die Menschen deiner Umgebung gesehen haben, so zusammenfassen: "Zu weiblich, um männlich zu sein, zu männlich, um weiblich zu sein." Deine, für sie ja neue, Erscheinung, irritiert die Leute. Solange wir nicht "üblich" sind, wird das auch so bleiben. Und ich finde, dass man es den anderen nichtmal wirklich übel nehmen darf. Das ist m.E. erstmal keine Intoleranz, sondern ein Informationsdefizit. Viele von denen da draussen wissen nicht wirklich, dass es uns auch ausserhalb von Fernsehsendungen gibt. Wir sind für diese Leute etwas "Neues", etwas das sie bisher nicht kannten. Menschen versuchen dann üblicherweise dieses "Neue" in ihren Erfahrungshintergrund einzupassen, was uns betreffend erstmal scheitert, weil wir für sie weder nach Fisch noch nach Fleisch aussehen; das irritiert sie. Und das, vermute ich, ist es auch, was Chefs oder Partner_innen befürchten: Das Kunden oder Menschen aus dem gemeinsamen Umfeld irritiert werden, dass ein Erklärungsbedarf entsteht, dem sie entgehen wollen oder dem sie vielleicht auch gar nicht gewachsen wären.
Zu deinen Aussagen zur gegenseitigen Beschreibung der "Aussenwirkung": Dem stimme ich zu. Man ist da unter Freunden_innen öfter mal etwas "unscharf" in der Analyse. Eigentlich zu Recht, hübsch sind wir ja alle, auf unsere jeweils eigene Weise. Es stimmt aber eben auch, dass dabei Verschiebungen gegenüber der Wahrnehmung durch andere, nicht vorgeprägte Menschen, entstehen. Wir können uns wieder und wieder versichern, dass wir "toll" aussehen. Wenn wir ehrlich sind ist es aber so, dass deutlich mehr als die Hälfte von uns bei näherer Betrachtung die angeborene Physiognomie nicht verbergen kann. Und gegenüber Freunden, Bekannten und Verwandten gibt es ohnehin kein "Passing" als "Frau" oder "Mann". Dort kann es nur darum gehen, als das (an-)erkannt zu bleiben was man ist: Ein Mensch.
So wenig schön die Situation für dich ist: Ich finde es mutig und dankenswert, dass du ehrlich darüber schreibst. Und ich wünsche dir aufrichtig, dass du einen guten Weg findest.
liebe Grüsse
Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.