Unternehmen müssen schwule Kunden nicht bedienen
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Kerstin
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Re: Unternehmen müssen schwule Kunden nicht bedienen
Und woher wissen die Firmen ob einer schwul ist oder nicht? Das sieht man ja niemanden an der Nasenspitze an.
Gruß Kerstin
Gruß Kerstin
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
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triona
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Re: Unternehmen müssen schwule Kunden nicht bedienen
Kerstin hat geschrieben:Und woher wissen die Firmen ob einer schwul ist oder nicht? Das sieht man ja niemanden an der Nasenspitze an.
Gruß Kerstin
Das hatte ich mir auch gleich gedacht.
Da wird wohl folgerichtig als nächstes ein Gesetz nachgeschoben werden müssen, daß ein rosa Winkel sichtbar an der Kleidung zu tragen ist oder so was ähnliches.
liebe grüße
triona
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Marielle
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Re: Unternehmen müssen schwule Kunden nicht bedienen
Rosa Winkel? Ist doch total oldschool.
Hat nicht erst neulich dieser Mr. Z seinen Produkten ... ähhh... seinen Kunden erlaubt, ihr Geschlecht differenziert anzugeben? Sicherlich findet der auf Anfrage der Teaparty auch noch Platz für ein Formularkästchen für die sexuelle Präferenz. Und Leute, die da was reinschreiben, werden sich auch finden. Wenn einer meint, er wolle da selbst lieber nichts reinschreiben, greift eben dessen 'soziales' Netz ein und erledigt diesen Eintrag per 'like'-Algorithmus (das ist dann wie Rosa Liste, nur viel einfacher zu bewerkstelligen und auch richtig effizient).
Dann macht der homophobiegeneigte Einzelhändler, er hat ja schliesslich eine Verantwortung gegenüber seiner ordentlichen Kundschaft, über seinen GVA (gay-verify-account, auch als '9,99 $ Flat'' für alle LGBTTQI-Netze zu haben) einen Online-Datenabgleich zwischen seiner Security-Cam und der Fratzenfotodatenbank und zack ... kriegt der Türsteher einen Vibro-Alarm auf's Diensthändi. Das er dem, tatsächlich heterosexuellen, Kunden dann direkt was auf die Fresse gehauen hat, geht als Kolateralschaden durch. Den Begriff hat mittlerweile jeder ordentliche Bürger ausreichend verinnerlicht.
Der nette Nachbar, der dem armen Kerl den Eintrag "Schwul" verpasst hat, fühlt sich übrigens trotzdem gut. Er hat ja schliesslich nur dafür sorgen wollen, dass dem Gesetz genüge getan wird. Ausserdem hat seine Tante ihm erzählt, dass sie gehört hätte, dass jemand beobachtet haben soll, wie der Kerl einen Mann umarmt haben könnte. Das ist also defintiv nur eine Schutzbehauptung, das mit der Heterosexualität. Der Typ ist nicht nur schwul, sondern auch ein Lügner: Der hat's gar nicht anders verdient. Wäre der ein ordentlicher Bürger, wäre ihm schon nichts passiert.
Marielle (isst jetzt, im Gedenken an Max Liebermann, den Kühlschrank leer)
Hat nicht erst neulich dieser Mr. Z seinen Produkten ... ähhh... seinen Kunden erlaubt, ihr Geschlecht differenziert anzugeben? Sicherlich findet der auf Anfrage der Teaparty auch noch Platz für ein Formularkästchen für die sexuelle Präferenz. Und Leute, die da was reinschreiben, werden sich auch finden. Wenn einer meint, er wolle da selbst lieber nichts reinschreiben, greift eben dessen 'soziales' Netz ein und erledigt diesen Eintrag per 'like'-Algorithmus (das ist dann wie Rosa Liste, nur viel einfacher zu bewerkstelligen und auch richtig effizient).
Dann macht der homophobiegeneigte Einzelhändler, er hat ja schliesslich eine Verantwortung gegenüber seiner ordentlichen Kundschaft, über seinen GVA (gay-verify-account, auch als '9,99 $ Flat'' für alle LGBTTQI-Netze zu haben) einen Online-Datenabgleich zwischen seiner Security-Cam und der Fratzenfotodatenbank und zack ... kriegt der Türsteher einen Vibro-Alarm auf's Diensthändi. Das er dem, tatsächlich heterosexuellen, Kunden dann direkt was auf die Fresse gehauen hat, geht als Kolateralschaden durch. Den Begriff hat mittlerweile jeder ordentliche Bürger ausreichend verinnerlicht.
Der nette Nachbar, der dem armen Kerl den Eintrag "Schwul" verpasst hat, fühlt sich übrigens trotzdem gut. Er hat ja schliesslich nur dafür sorgen wollen, dass dem Gesetz genüge getan wird. Ausserdem hat seine Tante ihm erzählt, dass sie gehört hätte, dass jemand beobachtet haben soll, wie der Kerl einen Mann umarmt haben könnte. Das ist also defintiv nur eine Schutzbehauptung, das mit der Heterosexualität. Der Typ ist nicht nur schwul, sondern auch ein Lügner: Der hat's gar nicht anders verdient. Wäre der ein ordentlicher Bürger, wäre ihm schon nichts passiert.
Marielle (isst jetzt, im Gedenken an Max Liebermann, den Kühlschrank leer)
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
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Anni
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Re: Unternehmen müssen schwule Kunden nicht bedienen
Hallo Marielle
--- wie haben denn die " Mäuse mit den roten Augen " geschmeckt ?!
ja ja , hast ja Recht , wir sind schon selber Schuld an unserem " Dilemma " -- hätten ja auch " normal " auf die Welt kommen können - oder zu einer anderen Zeit .
Im nächsten Leben mach ich es besser - da komme ich gleich als Vorstandsvorsitzende eines multi-nationalen Großkonzern auf die Welt - die Probleme sind dann zwar nicht kleiner - aber ich hab dann genug Geld , das mir DAS dann schnuppe sein kann !
LG von frecher Anni
... die die höchsten High-Heels schon bereit gestellt hat
Frust - Fressen ?!Marielle hat geschrieben: Marielle (isst jetzt, im Gedenken an Max Liebermann, den Kühlschrank leer)
--- wie haben denn die " Mäuse mit den roten Augen " geschmeckt ?!
ja ja , hast ja Recht , wir sind schon selber Schuld an unserem " Dilemma " -- hätten ja auch " normal " auf die Welt kommen können - oder zu einer anderen Zeit .
Im nächsten Leben mach ich es besser - da komme ich gleich als Vorstandsvorsitzende eines multi-nationalen Großkonzern auf die Welt - die Probleme sind dann zwar nicht kleiner - aber ich hab dann genug Geld , das mir DAS dann schnuppe sein kann !
LG von frecher Anni
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Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedesmal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie paßten auch heute noch. George Bernard Shaw
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triona
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Re: Unternehmen müssen schwule Kunden nicht bedienen
Anni hat geschrieben:Hallo Marielle
Frust - Fressen ?!Marielle hat geschrieben: Marielle (isst jetzt, im Gedenken an Max Liebermann, den Kühlschrank leer)![]()
--- wie haben denn die " Mäuse mit den roten Augen " geschmeckt ?!![]()
ja ja , hast ja Recht , wir sind schon selber Schuld an unserem " Dilemma " -- hätten ja auch " normal " auf die Welt kommen können - oder zu einer anderen Zeit .![]()
Im nächsten Leben mach ich es besser - da komme ich gleich als Vorstandsvorsitzende eines multi-nationalen Großkonzern auf die Welt - die Probleme sind dann zwar nicht kleiner - aber ich hab dann genug Geld , das mir DAS dann schnuppe sein kann !![]()
LG von frecher Anni
... die die höchsten High-Heels schon bereit gestellt hat
Fruststöckeln?
liebe grüße
triona
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Anni
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Re: Unternehmen müssen schwule Kunden nicht bedienen
Ja - manchmal schontriona hat geschrieben:
Fruststöckeln?![]()
Aber Marielle hat ja auch zum großen " Catwalk- Training " in Mai aufgerufen - und da die Anni an sich selbst sehr hohe Ansprüche stellt
( mindestens 10 cm
schönes WE in hohen Schuhen wünscht
freche Anni
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Yasmine
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Re: Unternehmen müssen schwule Kunden nicht bedienen
Na ja, nun aber mal im Ernst:
Das das für online-Firmen schwer herausfindbar ist, das ist logisch.
Aber wenn ein schwul-lesbisches Pärchen in ein Laden geht, dann darf der Besitzer des Ladens diese höchst richterlich rausschmeißen.
Weil es gesetzlich verankert ist.
Das bedeutet also mal wieder einen Rückschritt.
Was das für unsereins bedeutet sollte klar sein.
Da hilft auch kein Fruststöckeln
LG
Yasmine
Das das für online-Firmen schwer herausfindbar ist, das ist logisch.
Aber wenn ein schwul-lesbisches Pärchen in ein Laden geht, dann darf der Besitzer des Ladens diese höchst richterlich rausschmeißen.
Weil es gesetzlich verankert ist.
Das bedeutet also mal wieder einen Rückschritt.
Was das für unsereins bedeutet sollte klar sein.
Da hilft auch kein Fruststöckeln
LG
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triona
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Re: Unternehmen müssen schwule Kunden nicht bedienen
Ich denke nicht, daß das hier zu wenig ernst genommen wird.
Aber bei derartigem galloppierendem reaktionärem Unfug bleibt fast nur noch blanker Sarkasmus als Antwort.
Und was das für T*-Menschen bedeutet, dürfte hier auch den allermeisten einigermaßen klar sein. Schon allein, weil es in einigen Staaten der USA immer noch alte oder bereits wieder neue gültige Gesetze gibt, die das Tragen "falscher Bekleidung" in der Öffentlichkeit ausdrücklich unter Strafe stellen, und die auch immer wieder zur Anwendung kommen. Der genannte Gesetzesvorschlag in Arizona hingegen ist anscheinend immerhin noch nicht ganz verabschiedet, und die zuständige Gouverneurin hat vor kurzem bereits schon einmal einen ähnlichen Vorstoß abgewehrt.
Und T*-Menschen sind im Gegensatz zu Homosexuellen auch ohne besondere Kennzeichnung oft ziemlich leicht an ihrem Äußeren, ihrer Stimme, ihren "falschen" Papieren usw zu erkennen. Da bedarf es weder rosa Winkeln noch irgendwelcher neuzeitlicher elektronischer Hilfsmittel, die die bekannten alten Methoden doch nur perfektionieren.
Nicht zuletzt werden in den neuesten reaktionären Offensiven gegen gesetzliche Verbesserungen sowohl im Personenstandsrecht, als auch im Bildungswesen, wie z.B in Frankreich, Russland oder Baden-Württemberg Homosexuelle, Transmenschen - wie übrigens auch oft der Feminismus und Gleichstellungs- und Antidiskriminierungsgesetze oder das sogenannte "Gendering" - immer in einem Atemzug genannt. Erstere sogar noch häufig in einem Atemzug mit Kindesmißbrauch, "Sittlichkeitsverbrechen" und angeblich "gefährlichen" Perversionen.
Derartige geistige, politische und rechtliche Gemengelagen und Erfahrungen Betroffener erklären auch sehr gut, warum bisweilen und vor allem in den USA viele T*-Menschen eine scheinbar überzogene Angst davor haben, daß sie oder ihre Lebenspartner als schwul angesehen werden könnten, vom mangelnden Wissen der meisten nicht betroffenen Menschen über solche Zusammenhänge oder Nicht-Zusammenhänge einmal ganz abgesehen.
Siehe hier: http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... 077#p90077
Und es erklärt auch das häufig zu beobachtende Bestreben vieler TS, während und nach ihrem Übergang möglicht in vollkommener Verdeckung zu leben. Und davon abhängig den dringenden Wunsch nach immer mehr kosmetischen Operationen (FFS, Brust, Stimme usw), um dies auch äußerlich so gut wie machbar zu ermöglichen. Und das nicht nur in den USA, aber dort ist es besonders auffällig.
liebe grüße
triona
Aber bei derartigem galloppierendem reaktionärem Unfug bleibt fast nur noch blanker Sarkasmus als Antwort.
Und was das für T*-Menschen bedeutet, dürfte hier auch den allermeisten einigermaßen klar sein. Schon allein, weil es in einigen Staaten der USA immer noch alte oder bereits wieder neue gültige Gesetze gibt, die das Tragen "falscher Bekleidung" in der Öffentlichkeit ausdrücklich unter Strafe stellen, und die auch immer wieder zur Anwendung kommen. Der genannte Gesetzesvorschlag in Arizona hingegen ist anscheinend immerhin noch nicht ganz verabschiedet, und die zuständige Gouverneurin hat vor kurzem bereits schon einmal einen ähnlichen Vorstoß abgewehrt.
Und T*-Menschen sind im Gegensatz zu Homosexuellen auch ohne besondere Kennzeichnung oft ziemlich leicht an ihrem Äußeren, ihrer Stimme, ihren "falschen" Papieren usw zu erkennen. Da bedarf es weder rosa Winkeln noch irgendwelcher neuzeitlicher elektronischer Hilfsmittel, die die bekannten alten Methoden doch nur perfektionieren.
Nicht zuletzt werden in den neuesten reaktionären Offensiven gegen gesetzliche Verbesserungen sowohl im Personenstandsrecht, als auch im Bildungswesen, wie z.B in Frankreich, Russland oder Baden-Württemberg Homosexuelle, Transmenschen - wie übrigens auch oft der Feminismus und Gleichstellungs- und Antidiskriminierungsgesetze oder das sogenannte "Gendering" - immer in einem Atemzug genannt. Erstere sogar noch häufig in einem Atemzug mit Kindesmißbrauch, "Sittlichkeitsverbrechen" und angeblich "gefährlichen" Perversionen.
Derartige geistige, politische und rechtliche Gemengelagen und Erfahrungen Betroffener erklären auch sehr gut, warum bisweilen und vor allem in den USA viele T*-Menschen eine scheinbar überzogene Angst davor haben, daß sie oder ihre Lebenspartner als schwul angesehen werden könnten, vom mangelnden Wissen der meisten nicht betroffenen Menschen über solche Zusammenhänge oder Nicht-Zusammenhänge einmal ganz abgesehen.
Siehe hier: http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... 077#p90077
Und es erklärt auch das häufig zu beobachtende Bestreben vieler TS, während und nach ihrem Übergang möglicht in vollkommener Verdeckung zu leben. Und davon abhängig den dringenden Wunsch nach immer mehr kosmetischen Operationen (FFS, Brust, Stimme usw), um dies auch äußerlich so gut wie machbar zu ermöglichen. Und das nicht nur in den USA, aber dort ist es besonders auffällig.
liebe grüße
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Lina
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Re: Unternehmen müssen schwule Kunden nicht bedienen
Dazu ist das letzte Wort aber noch lange nicht gesprochen. Schauen wir mal ob das Gesetz überhaupt in Kraft tritt, und dann wird es sich auch herausstellen ob das ganze nicht evtl. verfassungswidrig ist.
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Inga
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Re: Unternehmen müssen schwule Kunden nicht bedienen
Hallo,
Marielle dank für die Hineise auf die weniger geliebten Möglichkeiten in der digitalen Welt.
Es geht auch noch anders: Beim Einkaufen etwa müsste dder Bio-Mann nachweisen dass er 100% bio-Mann ist und lebet, und die Bio-Frau muss nachweisen, dass sie wirklich 100% Bio-Frau ist und lebt, sonst - Pech gehabt. Es besteht doch der Verdacht, das sich da jemand auch nur ansatzweise Unbefugtes in die Kundenliste einschleicht... .
Irgendwie will man in Arizona die Menschheit der Welt selektieren in Gute, denen alles zusteht, und Böse, die dabkbar sein solle, dass sie überhaupt existieren dürfen.
Liebe Grüße
Inga
Marielle dank für die Hineise auf die weniger geliebten Möglichkeiten in der digitalen Welt.
Es geht auch noch anders: Beim Einkaufen etwa müsste dder Bio-Mann nachweisen dass er 100% bio-Mann ist und lebet, und die Bio-Frau muss nachweisen, dass sie wirklich 100% Bio-Frau ist und lebt, sonst - Pech gehabt. Es besteht doch der Verdacht, das sich da jemand auch nur ansatzweise Unbefugtes in die Kundenliste einschleicht... .
Irgendwie will man in Arizona die Menschheit der Welt selektieren in Gute, denen alles zusteht, und Böse, die dabkbar sein solle, dass sie überhaupt existieren dürfen.
Liebe Grüße
Inga
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Marielle
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Re: Unternehmen müssen schwule Kunden nicht bedienen
Guten Abend zusammen,
"Wer schützt uns eigendlich vor so vielem "Dünnsch..................." , bei der Gesetzgebung ?"
Dort in den USA scheint es zum Teil wohl wirklich nur noch von der aufrechten Haltung einzelner Personen. wie der zuständigen Gouverneurin, abhängig zu sein, ob solche 'Gesetze' Geltung erlangen oder nicht. Armes Amerika.....
Wir hier in Deutschland haben, Gott oder sonstwem sei Dank, ein starkes, weitgehend unabhängiges Verfassungsgericht und, was eigentlich viel wichtiger ist, eine (noch) genügend hohe Anzahl von Bürgern, die weder die Geschichte vergessen haben, noch dumm genug sind, um auf billige Parolen hereinzufallen. Ich halte die bundesdeutsche Gesellschaft nach wie vor für einigermassen vorbildlich, was den Umgang miteinander und die Möglichkeiten in Frieden 'andersartig' sein zu können angeht. Ob das so bleibt, liegt an uns allen.
Letztlich sollte man von 'der Politik' nicht zu viel erwarten. Jedenfalls nicht mehr, als die Menschen im Land ihr, der Politik, ermöglichen. Solange in unseren Parlamenten weit überwiegend ehrliche Demokraten mit wenigstens einem Rest an Anstand sitzen, wird es nicht allzu schlimm werden. Und wenn doch mal der Populismus über den Anstand siegt, dann müssen die Richter_innen in Karlsruhe wieder ran. Bis jetzt hat das ja ganz gut geklappt.
Wer allerdings die Gefahren, die von Extremisten unterschiedlichster Art ausgehen, übersieht oder verleugnet, ist entweder blind, blöd, beides zusammen oder gehört selbst zu denen. Meine persönliche Wahrnehmung ist, dass es eine zunehmende Anzahl von strikt 'Konservativen' (eigentlich: reaktionären Anti-Liberalen) gibt, die den Untergang des Abendlandes heraufziehen sehen, weil ihre beschränkten Denkmuster für eine moderne, liberale Gesellschaft mindestens ungeeignet sind.
Ein ganz wesentliches Problem dabei ist, meiner Meinung nach, dass die 'bürgerliche Mitte' sich lieber über 'Stuttgart 21' oder die steigenden Strompreise echauffiert, als solchen Gestalten wie Sarrazin, Geis, Herrman, Elsässer und anderen den Marsch zu blasen. Den Widerstand gegen die ganz üble Fraktion der Reaktionäre überlässt das Bürgertum ohnehin einer kleinen Gruppe meist junger Menschen, die sich für ihren Anstand, gegen Rassisten und Anti-Demokraten aufzustehen, auch noch als 'linke Krawallmacher' beschimpfen lassen müssen.
Einige hier im Land hatten vor etwa zwanzig Jahren erkennbare Mühe, sich laut und deutlich gegen die Taten von Lichtenhagen, Mölln oder Solingen zu stellen, obwohl es sich dabei offensichtlich um brutale Gewalt handelte. Ein viel größerer Teil der Bürger wird ein noch größeres Problem haben, sich gegen die gut getarnten Vorstösse der aktuell handelnden Reaktionäre zu stellen. Es gibt keinen Aufschrei im Land, wenn eine Transe verprügelt wird oder wenn der Mob Ausländer niederbrüllt; man ist ja nicht betroffen.
Dieses "nicht betroffen sein" ist eine der grössten Gefahren. Was interessiert es einen weissen, heterosexuellen US-Amerikaner, wenn ein ebensolcher Mitbürger einen Schwulen aus seinem Laden wirft? Was interessiert es einen deutschen Mittelstands-Hetero, wenn die Rechtsradikalen zum "Homos-Klatschen" losziehen? Man ist ja nicht betroffen....
Wir alle sind in der Pflicht, uns selbst vor Intoleranz und Ausgrenzung durch Meinungen, Taten oder Gesetze zu schützen. Niemand sonst wird es für uns tun. Einmal kamen u.a. Amerikaner nach Europa, mit Panzern und Bomben, aber auch mit Liberalismus und Demokratie. Ob sie nochmal kämen? *
Der Wert einer liberalen Gesellschaft wird hoffentlich nicht erst dann erkannt, wenn sie Vergangenheit sein würde. Dieser Wert besteht auch für uns nicht nur darin, in Pumps und Rock unbehelligt durch die Stadt gehen zu können, sondern eben auch darin, dass Achmed friedlich in seiner Dönerbude arbeiten kann, das Aishe, mit oder ohne Kopftuch, Geschäftsführerin sein kann, dass Paul Jürgen und Lisa Andrea heiraten kann, dass Jule, Hassan und Dimitri das gleiche Recht auf Bildung haben, dass Rita für's kassieren beim Discounter den gleichen Lohn bekommt wie Alfons und dass Slobodan aus Bosnien und James aus Somalia hier Obdach und Frieden finden, solange sie ihn brauchen.
Marielle
*) Ja, ich weiss, dass die Alliierten nicht primär in den Krieg zogen, weil sie Deutschland eine liberale Verfassung geben wollten. Es war aber, wenn man das sagen darf, einer der sehr wenigen Erfolge des zweiten Weltkriegs, dass es so kam.
"Wer schützt uns eigendlich vor so vielem "Dünnsch..................." , bei der Gesetzgebung ?"
Dort in den USA scheint es zum Teil wohl wirklich nur noch von der aufrechten Haltung einzelner Personen. wie der zuständigen Gouverneurin, abhängig zu sein, ob solche 'Gesetze' Geltung erlangen oder nicht. Armes Amerika.....
Wir hier in Deutschland haben, Gott oder sonstwem sei Dank, ein starkes, weitgehend unabhängiges Verfassungsgericht und, was eigentlich viel wichtiger ist, eine (noch) genügend hohe Anzahl von Bürgern, die weder die Geschichte vergessen haben, noch dumm genug sind, um auf billige Parolen hereinzufallen. Ich halte die bundesdeutsche Gesellschaft nach wie vor für einigermassen vorbildlich, was den Umgang miteinander und die Möglichkeiten in Frieden 'andersartig' sein zu können angeht. Ob das so bleibt, liegt an uns allen.
Letztlich sollte man von 'der Politik' nicht zu viel erwarten. Jedenfalls nicht mehr, als die Menschen im Land ihr, der Politik, ermöglichen. Solange in unseren Parlamenten weit überwiegend ehrliche Demokraten mit wenigstens einem Rest an Anstand sitzen, wird es nicht allzu schlimm werden. Und wenn doch mal der Populismus über den Anstand siegt, dann müssen die Richter_innen in Karlsruhe wieder ran. Bis jetzt hat das ja ganz gut geklappt.
Wer allerdings die Gefahren, die von Extremisten unterschiedlichster Art ausgehen, übersieht oder verleugnet, ist entweder blind, blöd, beides zusammen oder gehört selbst zu denen. Meine persönliche Wahrnehmung ist, dass es eine zunehmende Anzahl von strikt 'Konservativen' (eigentlich: reaktionären Anti-Liberalen) gibt, die den Untergang des Abendlandes heraufziehen sehen, weil ihre beschränkten Denkmuster für eine moderne, liberale Gesellschaft mindestens ungeeignet sind.
Ein ganz wesentliches Problem dabei ist, meiner Meinung nach, dass die 'bürgerliche Mitte' sich lieber über 'Stuttgart 21' oder die steigenden Strompreise echauffiert, als solchen Gestalten wie Sarrazin, Geis, Herrman, Elsässer und anderen den Marsch zu blasen. Den Widerstand gegen die ganz üble Fraktion der Reaktionäre überlässt das Bürgertum ohnehin einer kleinen Gruppe meist junger Menschen, die sich für ihren Anstand, gegen Rassisten und Anti-Demokraten aufzustehen, auch noch als 'linke Krawallmacher' beschimpfen lassen müssen.
Einige hier im Land hatten vor etwa zwanzig Jahren erkennbare Mühe, sich laut und deutlich gegen die Taten von Lichtenhagen, Mölln oder Solingen zu stellen, obwohl es sich dabei offensichtlich um brutale Gewalt handelte. Ein viel größerer Teil der Bürger wird ein noch größeres Problem haben, sich gegen die gut getarnten Vorstösse der aktuell handelnden Reaktionäre zu stellen. Es gibt keinen Aufschrei im Land, wenn eine Transe verprügelt wird oder wenn der Mob Ausländer niederbrüllt; man ist ja nicht betroffen.
Dieses "nicht betroffen sein" ist eine der grössten Gefahren. Was interessiert es einen weissen, heterosexuellen US-Amerikaner, wenn ein ebensolcher Mitbürger einen Schwulen aus seinem Laden wirft? Was interessiert es einen deutschen Mittelstands-Hetero, wenn die Rechtsradikalen zum "Homos-Klatschen" losziehen? Man ist ja nicht betroffen....
Wir alle sind in der Pflicht, uns selbst vor Intoleranz und Ausgrenzung durch Meinungen, Taten oder Gesetze zu schützen. Niemand sonst wird es für uns tun. Einmal kamen u.a. Amerikaner nach Europa, mit Panzern und Bomben, aber auch mit Liberalismus und Demokratie. Ob sie nochmal kämen? *
Der Wert einer liberalen Gesellschaft wird hoffentlich nicht erst dann erkannt, wenn sie Vergangenheit sein würde. Dieser Wert besteht auch für uns nicht nur darin, in Pumps und Rock unbehelligt durch die Stadt gehen zu können, sondern eben auch darin, dass Achmed friedlich in seiner Dönerbude arbeiten kann, das Aishe, mit oder ohne Kopftuch, Geschäftsführerin sein kann, dass Paul Jürgen und Lisa Andrea heiraten kann, dass Jule, Hassan und Dimitri das gleiche Recht auf Bildung haben, dass Rita für's kassieren beim Discounter den gleichen Lohn bekommt wie Alfons und dass Slobodan aus Bosnien und James aus Somalia hier Obdach und Frieden finden, solange sie ihn brauchen.
Marielle
*) Ja, ich weiss, dass die Alliierten nicht primär in den Krieg zogen, weil sie Deutschland eine liberale Verfassung geben wollten. Es war aber, wenn man das sagen darf, einer der sehr wenigen Erfolge des zweiten Weltkriegs, dass es so kam.
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
For the rising of the women, means the rising of the race
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