cogiati test gemacht
cogiati test gemacht - # 2

Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
Lina
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Re: cogiati test gemacht

Post 16 im Thema

Beitrag von Lina »

Ich finde, es ist mit dem Cogiati-Test ähnlich wie mit dem DUDEN und mit der Rechtschreibung: Man muss sich klar machen, was man damit will. Genau wie manche vehement auf die kleinsten Details im DUDEN pochen, ohne jemals auf die Regel, die ganz vorn steht zu achten - sinngemäß: "Soll nicht überbewertet werden - zweck mit dem Ganzen ist, dass wir uns besser verstehen."

Änlich ist es mit dem Cogiati-Test: Vielleicht erst mal sich damit befassen, was Sinn und Zweck mit dem Test ist. Niemand hat versprochen, das der Test alleine ein Mittel zu einer Bewertung oder Diagnose wäre. Die ist eine Hilfe um zu entscheiden, ob man vielleicht wirklich eine fachgerechte Diagnose von jemandem Braucht. Und dabei kann es für einige vielleicht eine Hilfe sein zu vergleichen, wie andere sich bei ihrer Selbstdiagnose einschätzen. Für einige wird der nur bestätigen, was sie schon wussten.

Ich habe den auch mehrmals gemacht. Lande immer in der Klasse 4. Trotzdem weiß ich, dass HRT, GAOP etc. für mich nicht die richtige Lösung ist. Das können andere natürlich ganz anders sehen.
ab08
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Re: cogiati test gemacht

Post 17 im Thema

Beitrag von ab08 »

LaraC hat geschrieben:Warum fällt es allen nur so schwer, genau das auch zu akzeptieren?
Hallo Lara,

danke für Deinen ausgezeichneten, verständlichen Beitrag, dem ich in allen Punkten zustimme. (yes)

Zu Deiner für mich sehr verständlichen Frage:
Durch die Kinder & Jugendpsychiatrie kenn ich das Problem. - Psychische Erkrankungen/Unfälle sind im Prinzip genauso "normal" wie körperliche Erkrankungen/Unfälle...
Trotzdem gibt es Vorbehalte. Das Erscheinungsbild, Scham usw. Diese Vorbehalte werden dann oft auf die Behandler übertragen.

Verschärfend kommt dazu, dass es vor und lange nach dem zweiten Weltkrieg in der Psychiatrie sehr problematische Vorgehensweisen gab.
Auch in letzter Zeit bekleckerten sich manche nicht mit Ruhm (Zwangseinweisung der transsexuellen 12-jährigen 'Alexandra' in Berlin, Mollath, Taufkirchen: Transsexuelle 60 Tage fixiert +..)
Operationen an intersexuellen Kleinkindern tragen, obwohl dies nix mit der Psychiatrie zu tun hat, ebenfalls zur Verunsicherung bei.
(Die Differentialdiagnose kann man auch als Diskriminierung sehen: Ich wurde zwangspensioniert. Erst als ich nachwies, dass ich psychisch gesund bin, durfte ich weiterarbeiten. Bei TS/IS wird bisweilen zunächst eine psychische Erkrankung unterstellt... ) ==> All das erzeugt eben bei Betroffenen Misstrauen und Angst und kratzt natürlich auch am Ruf sehr guter Therapeuten.
So wird denen, die ausgezeichnete Arbeit leisten, das Leben schwer gemacht.

Ähnlich wie bei sehr gefährlicher Selbstmedikation, die Menschen machen, statt zum Arzt zu gehen, führt das halt zur verständlichen, aber falschen, Einstellung:
==> Lieber so ein komischer Test, als sich der Gefahr aussetzen, an einen schlechten, geldgierigen Therapeuten zu geraten, der mir mehr schadet als nützt. *)
Wobei ich persönlich Schwierigkeiten habe, mir vorzustellen, wie kompetente Unterstützung bei "Unsicherheit bzgl. Geschlechterrolle" aussieht... (vielleicht zuhören)
Persönlich war ich nie unsicher: Dass was nicht stimmt, merkte ich als Kleinkind. In der Pubertät war mir klar, dass ich weiblich bin, da ich die Oberweite vermisste...

Alles Gute und nochmals ein herzliches Danke für Deine klare, verständliche Darstellung der Problematik
Liebe Grüße
ab

*) Die gibt es leider! - Mir begegneten Extremfälle von Ignoranz. - Natürlich mied ich sie, aber andere waren eben nicht so schlau...
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
Lieschen
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Re: cogiati test gemacht

Post 18 im Thema

Beitrag von Lieschen »

@Sidney: Gut, daß du sie losgetreten hast!

Einige Fragen habe ich an Lara: wenn du schreibst "Der Test ist eine nette (aus meiner Sicht gefährliche, aber ok) Spielerei" verstehe ich dich inzwischen. Mir ist auch klar, daß mit geschickter Fragestellung Menschen beeinflußt werden können. Bezogen auf den Test: hieltest du es für ausreichend, deutlichere Warnhinweise vor die "Auswertung" zu setzen? Oder sollte die "Auswertung" ganz entfallen (obwohl ein Test immer eine Auswertung hat)?
Denn bevor mensch sich die von dir genannte "kompetente Unterstützung" holt, wird er lange gegrübelt haben. Und wäre für eine gute Sammlung gut gestellter Fragen sehr dankbar.
Oder könntest du den Test vielleicht überarbeiten (umformulieren, Fragen ergänzen/entfernen)? Dann hätten wir die berühmten "LaraFragen zur Selbstfindung" ......
Könntest du dir vorstellen, ein Themengerüst zu erstellen, zu dem dann im Forum Fragen formuliert werden? Ich denke beispielhaft an die maßgeblich von Andrea aus Sachsen geführten "Begriffe" (http://www.crossdresser-forum.de/begriffe_jan_2014.pdf). Sowas hilft.

Danke schön für deine bisherigen Beiträge zum Thema!

Lieschen
An die Rausgemobbten und/oder Ausgeschlossenen, die hier evtl. (nur) noch still mitlesen (Hugo, Darialena, Breakfast@Tiffany, ingedie2te u. A.): bitte schreibt mir doch kurz, in welchen Foren ihr euch jetzt aufhaltet.
lieschen-77ätgmx.de
Vivian Cologne
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Re: cogiati test gemacht

Post 19 im Thema

Beitrag von Vivian Cologne »

Hallo zusammen,

ja, tatsächlich ganz einfach!

Das sind zwei Fragen, die jede für sich selber am besten beantworten kann. Und das ist dann auch noch keine Selbstdiagnose, die in der hier zuletzt abgegangenen Lawine mal gelobt, mal gebasht wurde.

Von den im Forum angemelddeten Personen schätze ich mal 87 % so ein, dass sie beide Fragen mit Ja beantworten würden. Deshalb sind sie hier angemeldet. Und Unterstützung bekommen wir auch durch Schreiben und Lesen im Forum.

Ich fasse also zusammen: Der Test ist unausgewogen, schlecht übersetzt, klischeehaft und so weiter. Bitte nicht zu ernst nehmen! Aber ich mache ja auch nicht gleich einen privaten OP-Termin bei einem guten Freund aus, der zufällig Chirurg ist (wäre ja praktisch). Aber ich denke eben noch ein bisschen mehr über mich nach und hole mir demnächst professionelle Hilfe dazu. Also alles gut, oder?

Und ich bin empirisch (halbprofessionell) und psychologisch (Küchenpsychologie) geschult genug, um irgendwann die Höchstpunktzahl ("Vivian: 650 points!") zu schaffen. Nein, das war jetzt Spaß!

Vivian
Vivian Cologne
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Re: cogiati test gemacht

Post 20 im Thema

Beitrag von Vivian Cologne »

Ich hatte ja angedroht, den Test regelmäßig zu machen und euch (ungefragt) davon zu berichten, wie ich mich der Höchstpunktzahl annähere ...

Ich sitze an meinem TS-Lebenslauf, den mein geschätzer Therapeut von mir verlangt, um so mehr über mich zu erfahren. Der Hintergedanke dahinter ist natürlich, dass ich so auch mehr über mich selbst erfahre. Das ist auch prompt eingetreten. Über fünf Jahrzehnte im Schnelldurchlauf, das schlaucht ganz schön. Also habe ich flugs wieder einmal den verteufelten und gelobten Test gemacht.

Ergebnis: 350 Punkte, vermutlich transsexuell. Ach was? Das weiß ich mittlerweile auch ohne Test, aber die Spielerei ist trotzdem nett. Ich werde den Test schon noch knacken und die 650 erreichen.

Nun aber weiter im Lebenslauf!

Vivian
Zuletzt geändert von Vivian Cologne am Fr 11. Jul 2014, 20:12, insgesamt 1-mal geändert.
Anne-Mette
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Re: cogiati test gemacht

Post 21 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Ich werde den Test schon noch knacken und ie 650 erreichen.
Falls Du Nachhilfe brauchst, gucke ich mich gerne mal um :mrgreen:

Gruß und guten Start ins Wochenende
Anne-Mette
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