Ein bissl lockerer?
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Anne-Mette
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Ein bissl lockerer?
Moin,
Der "Kurier" aus Österreich meint, dass es ein bissl lockerer geworden ist:
...
Geschlechterindifferenz und Transgender sind alltäglich geworden, Transgender-Personen sind keine Exoten oder gar Freaks mehr...
auf http://kurier.at/meinung/kolumnen/jetzt ... 52.327.360
Gruß
Anne-Mette
Der "Kurier" aus Österreich meint, dass es ein bissl lockerer geworden ist:
...
Geschlechterindifferenz und Transgender sind alltäglich geworden, Transgender-Personen sind keine Exoten oder gar Freaks mehr...
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Anne-Mette
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Ulrike-Marisa
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Re: Ein bissl lockerer?
Moin,
...nun dann sind wir ja langsam auf dem richtigen Weg
Bis der Weg für alle betroffenen begehbar nicht nur sehr steinig und fast unbegehbar ist, wird aber noch eine ganze Menge Wasser den Rhein runterlaufen und ins Meer fließen. Da muss sich im Bewußtsein in unserer Gesellschaft noch mächtigwas ändern, gerade was die Akzeptanz des nicht mehrheitsfähigen und andersartigen angeht.
LG, Ulrike-Marisa
...jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt...
...nun dann sind wir ja langsam auf dem richtigen Weg
Bis der Weg für alle betroffenen begehbar nicht nur sehr steinig und fast unbegehbar ist, wird aber noch eine ganze Menge Wasser den Rhein runterlaufen und ins Meer fließen. Da muss sich im Bewußtsein in unserer Gesellschaft noch mächtigwas ändern, gerade was die Akzeptanz des nicht mehrheitsfähigen und andersartigen angeht.
LG, Ulrike-Marisa
...jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt...
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melanie
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Re: Ein bissl lockerer?
Tach auch,
entspricht nicht meiner Wahrnehmung im täglichen Leben, da muß "alles seinen Platz" haben - und falls nicht
==> S U S P E K T ! ! (mindestens, am Ende gar Menschenfresser oder sowas?). Ich sehe auch über die Jahre
nicht, dass sich dahingehend etwas geändert hätte. Daran ändert auch nichts, wenn manche unter uns sich trauen,
en femme einzukaufen und höflich bedient werden. Das ist lediglich ein Zeichen von professioneller Einstellung zum
Job der entsprechenden Verkäufer/innen.
lg Melanie
entspricht nicht meiner Wahrnehmung im täglichen Leben, da muß "alles seinen Platz" haben - und falls nicht
==> S U S P E K T ! ! (mindestens, am Ende gar Menschenfresser oder sowas?). Ich sehe auch über die Jahre
nicht, dass sich dahingehend etwas geändert hätte. Daran ändert auch nichts, wenn manche unter uns sich trauen,
en femme einzukaufen und höflich bedient werden. Das ist lediglich ein Zeichen von professioneller Einstellung zum
Job der entsprechenden Verkäufer/innen.
lg Melanie
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Lieschen
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Re: Ein bissl lockerer?
"Er ist doch schon lange begehbar mit doch wenig Mühsal, du mußt es nur wollen. Getragen wirst du nicht."
Ein toller Satz von Claudia.
Neulich im Backshop an der Kasse, die 20-jährige Türkin zu mir "Sagen Sie mal, sind Sie ein Mann?"
Es gab ein schönes Gespräch, zwei andere Türkinnen (mit dem berühmten Tuch) standen lächelnd daneben. Alles war gut.
Die 20-jährige sagte mehrfach "Cool, das finde ich toll, daß jemand das macht!".
Ja, was muß denn noch passieren? Die Gesellschaft ist nicht schlecht. Es gibt 3% Neonazis und es gibt 3% Leute, die vielleicht ein Problem mit uns haben (die beiden Gruppen überschneiden sich wahrscheinlich auch noch stark). Und?
Ich kann das Geweine über die angeblich so intolerante Gesellschaft allmählich ebenfalls nicht mehr hören. Geht raus und probierts aus!
Lieschen
Ein toller Satz von Claudia.
Neulich im Backshop an der Kasse, die 20-jährige Türkin zu mir "Sagen Sie mal, sind Sie ein Mann?"
Es gab ein schönes Gespräch, zwei andere Türkinnen (mit dem berühmten Tuch) standen lächelnd daneben. Alles war gut.
Die 20-jährige sagte mehrfach "Cool, das finde ich toll, daß jemand das macht!".
Ja, was muß denn noch passieren? Die Gesellschaft ist nicht schlecht. Es gibt 3% Neonazis und es gibt 3% Leute, die vielleicht ein Problem mit uns haben (die beiden Gruppen überschneiden sich wahrscheinlich auch noch stark). Und?
Ich kann das Geweine über die angeblich so intolerante Gesellschaft allmählich ebenfalls nicht mehr hören. Geht raus und probierts aus!
Lieschen
An die Rausgemobbten und/oder Ausgeschlossenen, die hier evtl. (nur) noch still mitlesen (Hugo, Darialena, Breakfast@Tiffany, ingedie2te u. A.): bitte schreibt mir doch kurz, in welchen Foren ihr euch jetzt aufhaltet.
lieschen-77ätgmx.de
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Bianca D.
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Re: Ein bissl lockerer?
Moin Claudia,
mit deinen Ausführungen hast du sicher recht,ich habe auch die Erfahrung gemacht, daß selbstsicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit sehr gut funktioniert. Hindernisse wurden mir auf meinem Weg nur durch die eigene Familie und den notwendigen Behördenmarathon bereitet. Allerdings sind wir wieder noch nicht so weit, Graustufen vorbehaltlos anzunehmen.Soll heißen, ein Wechsel der Geschlechterrolle wird eher angenommen,paßt ja in die gewohnten Schubladen, als Menschen,die so dazwischen liegen.
Und da liegt der Hase im Pfeffer bei Menschen wie Ulrike-Marisa: sie würden gerne,wenn äußere Zwänge(Familie,Beruf) sie nicht hindern würden.Es ist nun mal nicht für jeden machbar,ohne größere Kolateralschäden aus dem bisherigen Leben auszubrechen. Es will eben gut abgewägt werden,was einem die Sache wert ist. Bei TS stellt sich diese Frage auch,aber nur so lange,wie der Leidensdruck noch ertäglich ist und nicht der Selbsterhaltungstrieb die Oberhand gewinnt.
Gruß Bianca
mit deinen Ausführungen hast du sicher recht,ich habe auch die Erfahrung gemacht, daß selbstsicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit sehr gut funktioniert. Hindernisse wurden mir auf meinem Weg nur durch die eigene Familie und den notwendigen Behördenmarathon bereitet. Allerdings sind wir wieder noch nicht so weit, Graustufen vorbehaltlos anzunehmen.Soll heißen, ein Wechsel der Geschlechterrolle wird eher angenommen,paßt ja in die gewohnten Schubladen, als Menschen,die so dazwischen liegen.
Und da liegt der Hase im Pfeffer bei Menschen wie Ulrike-Marisa: sie würden gerne,wenn äußere Zwänge(Familie,Beruf) sie nicht hindern würden.Es ist nun mal nicht für jeden machbar,ohne größere Kolateralschäden aus dem bisherigen Leben auszubrechen. Es will eben gut abgewägt werden,was einem die Sache wert ist. Bei TS stellt sich diese Frage auch,aber nur so lange,wie der Leidensdruck noch ertäglich ist und nicht der Selbsterhaltungstrieb die Oberhand gewinnt.
Gruß Bianca
Ick wees nüscht,kann nüscht,hab aba jede Menge Potenzial
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melanie
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Re: Ein bissl lockerer?
Hallo Claudia Alina + Lieschen
"....kaum sagt mal einer ein bissel was, schon gibt es welche, die ärgert das", der Spruch frei nach Wilhelm Busch drängt sich mir in die Feder, wenn ich eure kritischen Worte lese. Was ist passiert?
Ein nicht ganz unerfahrener Mensch hat seine Sicht der Dinge bekannt gegeben. Ist das Nörgelei oder Pessimismus oder Zweifel? Schon möglich, dass meine Meinung sich nicht mit der euren deckt
aber wie wäre es denn, hier mal ein bisschen von der Toleranz anzuwenden, die ihr für euch selbst einfordert? Und wenn ihr das negative Genörgel nicht mehr ausstehen könnt, mir geht es
andersrum genau so: Ich kann nicht alles positiv sehen, wenn es dazu keinen Grund gibt. Auf uns bezogen: Eine wachsende Anzahl unserer Mitmenschen lässt sich nach und nach herbei, uns zur Kenntnis zu nehmen, als eigenständige, aber nicht überlebensfähige Spezies sozusagen- ist das dann schon positiv? Mir ist das zu wenig für dieses Prädikat. Es ist mir auch zu wenig, wenn die Umwelt "kein Problem" mit mir hat. Denn mit Akzeptanz hat das alles nichts zu tun. - Und wenn ihr nun denkt und schreibt, ich wäre ein durch und durch negativ eingestellter Mensch, habt ihr euch getäuscht. Das Gegenteil ist der Fall, ich gehe nur mit offenen Augen und wachem Sinn durch die Welt.
Liebe Grüße an euch alle
Melanie
"....kaum sagt mal einer ein bissel was, schon gibt es welche, die ärgert das", der Spruch frei nach Wilhelm Busch drängt sich mir in die Feder, wenn ich eure kritischen Worte lese. Was ist passiert?
Ein nicht ganz unerfahrener Mensch hat seine Sicht der Dinge bekannt gegeben. Ist das Nörgelei oder Pessimismus oder Zweifel? Schon möglich, dass meine Meinung sich nicht mit der euren deckt
aber wie wäre es denn, hier mal ein bisschen von der Toleranz anzuwenden, die ihr für euch selbst einfordert? Und wenn ihr das negative Genörgel nicht mehr ausstehen könnt, mir geht es
andersrum genau so: Ich kann nicht alles positiv sehen, wenn es dazu keinen Grund gibt. Auf uns bezogen: Eine wachsende Anzahl unserer Mitmenschen lässt sich nach und nach herbei, uns zur Kenntnis zu nehmen, als eigenständige, aber nicht überlebensfähige Spezies sozusagen- ist das dann schon positiv? Mir ist das zu wenig für dieses Prädikat. Es ist mir auch zu wenig, wenn die Umwelt "kein Problem" mit mir hat. Denn mit Akzeptanz hat das alles nichts zu tun. - Und wenn ihr nun denkt und schreibt, ich wäre ein durch und durch negativ eingestellter Mensch, habt ihr euch getäuscht. Das Gegenteil ist der Fall, ich gehe nur mit offenen Augen und wachem Sinn durch die Welt.
Liebe Grüße an euch alle
Melanie
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Lieschen
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Re: Ein bissl lockerer?
Hallo!
Nee, ich glaube, mit "Intoleranz" hat das nichts zu tun. Und es ärgert mich auch nicht wirklich, insofern war es etwas überspitzt formuliert. Aber wenn immer wieder von "intoleranter Gesellschaft" geschrieben wird und immer wieder wird von denen, die rausgehen, gesagt, daß das nicht oder nur in Ausnahmefällen stimmt: was soll man/frau denn dann noch tun/schreiben?
Ich zitiere mal das berühmte Märchen von der Waldlichtung aus der sehr empfehlenswerten Homepage von Jula www.julaonline.de :
Es gibt einen Wald, in dem leben viele Kaninchen. In dem Wald gibt es Lichtungen mit saftigem Gras. Aber auf denen sieht man nur ganz, ganz selten einmal ein Kaninchen. Das ist so, weil die Kaninchen auf der Lichtung schutzlos wären.
Es geht die Sage, dass jedes Kaninchen, das es wagt, die Deckung zu verlassen und zum Fressen auf die Lichtung zu gehen, von einem irgendwo versteckt lauernden Wolf gefressen wird. Also fressen die Kaninchen nur die kargen Kräuter, die es im Unterholz des Waldes gibt.
Gerüchteweise gibt es Nachrichten von anderen Kaninchen in dem Wald, die behaupten, es gäbe in dem ganzen Wald keine Wölfe und sie würden unbehelligt auf jede Lichtung hoppeln und das Gras dort genießen.
Doch die meisten Kaninchen glauben diesen Gerüchten nicht, denn wenn das nicht stimmt, dann würden sie ihr Leben riskieren, wenn sie den Gerüchten vertrauend auf die Lichtung gingen.
Die Tatsache, dass sie manchmal schon ein Kaninchen auf einer Lichtung sehen, kann sie nicht umstimmen. Denn das könnte ja ein besonders schnelles und starkes Kaninchen sein. Oder der Wolf fällt es nur zufällig nicht an.
Nun sind wir wahrscheinlich keine Kaninchen. Aber wir riskieren auch nicht unser Leben. Wer Angst vor Ausgrenzung, z. B. in seiner Nachbarschaft, hat, kann in die Nachbarstadt gehen. Ich bin in meinem männlichen Leben Unternehmer mit einem größeren Handwerksbetrieb. Inzwischen wissen 74 Menschen von Lieschen und mir (mit vollem Namen). Von unserer Putzfrau bis zu Kunden. Plus das dreifache, denen wahrscheinlich von mir erzählt wurde. Und? Mein Betrieb blüht und gedeiht. Nix mit Intoleranz.
Oh ja, ich laß mal was Ketzerisches ab: Ostfriesen sind viel toleranter als Süddeutsche! Vielleicht liegt's ja daran, oder?
Zwinkerzwinker: Lieschen
Nee, ich glaube, mit "Intoleranz" hat das nichts zu tun. Und es ärgert mich auch nicht wirklich, insofern war es etwas überspitzt formuliert. Aber wenn immer wieder von "intoleranter Gesellschaft" geschrieben wird und immer wieder wird von denen, die rausgehen, gesagt, daß das nicht oder nur in Ausnahmefällen stimmt: was soll man/frau denn dann noch tun/schreiben?
Ich zitiere mal das berühmte Märchen von der Waldlichtung aus der sehr empfehlenswerten Homepage von Jula www.julaonline.de :
Es gibt einen Wald, in dem leben viele Kaninchen. In dem Wald gibt es Lichtungen mit saftigem Gras. Aber auf denen sieht man nur ganz, ganz selten einmal ein Kaninchen. Das ist so, weil die Kaninchen auf der Lichtung schutzlos wären.
Es geht die Sage, dass jedes Kaninchen, das es wagt, die Deckung zu verlassen und zum Fressen auf die Lichtung zu gehen, von einem irgendwo versteckt lauernden Wolf gefressen wird. Also fressen die Kaninchen nur die kargen Kräuter, die es im Unterholz des Waldes gibt.
Gerüchteweise gibt es Nachrichten von anderen Kaninchen in dem Wald, die behaupten, es gäbe in dem ganzen Wald keine Wölfe und sie würden unbehelligt auf jede Lichtung hoppeln und das Gras dort genießen.
Doch die meisten Kaninchen glauben diesen Gerüchten nicht, denn wenn das nicht stimmt, dann würden sie ihr Leben riskieren, wenn sie den Gerüchten vertrauend auf die Lichtung gingen.
Die Tatsache, dass sie manchmal schon ein Kaninchen auf einer Lichtung sehen, kann sie nicht umstimmen. Denn das könnte ja ein besonders schnelles und starkes Kaninchen sein. Oder der Wolf fällt es nur zufällig nicht an.
Nun sind wir wahrscheinlich keine Kaninchen. Aber wir riskieren auch nicht unser Leben. Wer Angst vor Ausgrenzung, z. B. in seiner Nachbarschaft, hat, kann in die Nachbarstadt gehen. Ich bin in meinem männlichen Leben Unternehmer mit einem größeren Handwerksbetrieb. Inzwischen wissen 74 Menschen von Lieschen und mir (mit vollem Namen). Von unserer Putzfrau bis zu Kunden. Plus das dreifache, denen wahrscheinlich von mir erzählt wurde. Und? Mein Betrieb blüht und gedeiht. Nix mit Intoleranz.
Oh ja, ich laß mal was Ketzerisches ab: Ostfriesen sind viel toleranter als Süddeutsche! Vielleicht liegt's ja daran, oder?
Zwinkerzwinker: Lieschen
An die Rausgemobbten und/oder Ausgeschlossenen, die hier evtl. (nur) noch still mitlesen (Hugo, Darialena, Breakfast@Tiffany, ingedie2te u. A.): bitte schreibt mir doch kurz, in welchen Foren ihr euch jetzt aufhaltet.
lieschen-77ätgmx.de
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Marielle
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Re: Ein bissl lockerer?
Hallo, Guten Tag zusammen,
'die (anonyme) Gesellschaft' ist wirklich keine Bedrohung für uns; das unterschreibe ich. Man kann sich ohne weiteres draussen sehen lassen, ohne sich Sorgen um Leib und Leben machen zu müssen. Und nicht nur das: Auch bei jemandem wie mir (ich bin eindeutig als uneindeutig erkennbar), sind selbst nur dumme Sprüche die absolute Ausnahme. Nicht nur dort, wo ich als Kund_in in einem Laden bin, sondern auch überall sonst. Für 'Gejammer' betreffend die Situation 'draussen' gibt es absolut keinen Grund. Auch Partner_innen und Freund_innen sind meist viel aufgeschlossener, als man befürchten könnte. Aber sollte man die Sache nicht ein bischen differenzierter betrachten?
Manchen von uns ist eben doch die Partner_in abhandengekommen, anderen sind doch Menschen verlorengegangen, von denen sie dachten, es seien ihre Freunde. Ein paar haben auch von Schwierigkeiten im Beruf erzählt. Natürlich ist es richtig, dass es jeweils auch viele Gegenbeispiele gibt, nur finde ich es sehr menschlich, dass aus den nicht so gut gelaufenen Beispielen Befürchtungen und Ängste entstehen. Die kann man m.E. nicht einfach so vom Tisch wischen, sondern sollte sie ernst nehmen. Ein eingebüßter Auftrag, selbst der Verlust der Partnerschaft, sind i.d.R. keine existentiellen Bedrohungen, ok, aber für manche doch ein derber Schlag.
Ich kann es absolut nicht verstehen, wenn jemand, mit sich selbst ganz allein, in der Bude hockt und nicht mal versucht seinen Platz in der Welt zu finden. Da habt ihr recht, diese Leute sollten auch nicht rumjammern. Auf der anderen Seite kann ich es aber ganz gut verstehen, wenn jemand sich Sorgen um den Fortbestand von Partnerschaft oder wirtschaftlicher Existenz macht und daher das Gefühl hat, dass es besser wäre, wenn unser Tun üblicher wäre; wenn man darüber reden würde, wie über's Briefmarkensammeln oder die Mitgliedschaft im Sportverein. Dann müsste man gar nicht abwägen, ob 'Schäden' zu befürchten sind und wieviel 'Schaden' einem selbst die Sache wert ist.
Meine Meinung ist, dass alle unseren Respekt verdienen, die alles tun was ihnen persönlich möglich ist, um sich selbst, und damit uns alle, voranzubringen. Wer dabei gelegentlich stehen bleibt, weil ein grösserer Brocken (gefühlt oder tatsächlich) den Weg versperrt, ist sicher keine 'Memme'. Vielleicht ist dieser 'Brocken' ein Teil einer langjährigen Partnerschaft, für die es sich lohnt, den Brocken mit einem Teelöffel wegzuräumen, anstatt einen Bagger zu nehmen.
Habt ein schönes Wochenende
Marielle
'die (anonyme) Gesellschaft' ist wirklich keine Bedrohung für uns; das unterschreibe ich. Man kann sich ohne weiteres draussen sehen lassen, ohne sich Sorgen um Leib und Leben machen zu müssen. Und nicht nur das: Auch bei jemandem wie mir (ich bin eindeutig als uneindeutig erkennbar), sind selbst nur dumme Sprüche die absolute Ausnahme. Nicht nur dort, wo ich als Kund_in in einem Laden bin, sondern auch überall sonst. Für 'Gejammer' betreffend die Situation 'draussen' gibt es absolut keinen Grund. Auch Partner_innen und Freund_innen sind meist viel aufgeschlossener, als man befürchten könnte. Aber sollte man die Sache nicht ein bischen differenzierter betrachten?
Manchen von uns ist eben doch die Partner_in abhandengekommen, anderen sind doch Menschen verlorengegangen, von denen sie dachten, es seien ihre Freunde. Ein paar haben auch von Schwierigkeiten im Beruf erzählt. Natürlich ist es richtig, dass es jeweils auch viele Gegenbeispiele gibt, nur finde ich es sehr menschlich, dass aus den nicht so gut gelaufenen Beispielen Befürchtungen und Ängste entstehen. Die kann man m.E. nicht einfach so vom Tisch wischen, sondern sollte sie ernst nehmen. Ein eingebüßter Auftrag, selbst der Verlust der Partnerschaft, sind i.d.R. keine existentiellen Bedrohungen, ok, aber für manche doch ein derber Schlag.
Ich kann es absolut nicht verstehen, wenn jemand, mit sich selbst ganz allein, in der Bude hockt und nicht mal versucht seinen Platz in der Welt zu finden. Da habt ihr recht, diese Leute sollten auch nicht rumjammern. Auf der anderen Seite kann ich es aber ganz gut verstehen, wenn jemand sich Sorgen um den Fortbestand von Partnerschaft oder wirtschaftlicher Existenz macht und daher das Gefühl hat, dass es besser wäre, wenn unser Tun üblicher wäre; wenn man darüber reden würde, wie über's Briefmarkensammeln oder die Mitgliedschaft im Sportverein. Dann müsste man gar nicht abwägen, ob 'Schäden' zu befürchten sind und wieviel 'Schaden' einem selbst die Sache wert ist.
Meine Meinung ist, dass alle unseren Respekt verdienen, die alles tun was ihnen persönlich möglich ist, um sich selbst, und damit uns alle, voranzubringen. Wer dabei gelegentlich stehen bleibt, weil ein grösserer Brocken (gefühlt oder tatsächlich) den Weg versperrt, ist sicher keine 'Memme'. Vielleicht ist dieser 'Brocken' ein Teil einer langjährigen Partnerschaft, für die es sich lohnt, den Brocken mit einem Teelöffel wegzuräumen, anstatt einen Bagger zu nehmen.
Habt ein schönes Wochenende
Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
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Lina
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Re: Ein bissl lockerer?
melanie hat geschrieben:Tach auch,
entspricht nicht meiner Wahrnehmung im täglichen Leben, da muß "alles seinen Platz" haben - und falls nicht
==> S U S P E K T ! ! (mindestens, am Ende gar Menschenfresser oder sowas?). Ich sehe auch über die Jahre
nicht, dass sich dahingehend etwas geändert hätte. Daran ändert auch nichts, wenn manche unter uns sich trauen,
en femme einzukaufen und höflich bedient werden. Das ist lediglich ein Zeichen von professioneller Einstellung zum
Job der entsprechenden Verkäufer/innen.
lg Melanie
Aber ich merke doch,ob ich nur hoeflich bedient werde oder auch entspannt und natuerlich bedient werde.
Ist es denn deine Erfahrung, dass du nur hoeflich bedient wirst?
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ChristinaF
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Re: Ein bissl lockerer?
Hallo Ulli,
mit deinem Beitrag triffst du m.M. nach genau den Nagel auf den Kopf. Treffsicherer kann man's nicht mehr schreiben. Auch wenn's viele unter uns nicht so sehen, aber genauso isses.
LG
Chrissie
mit deinem Beitrag triffst du m.M. nach genau den Nagel auf den Kopf. Treffsicherer kann man's nicht mehr schreiben. Auch wenn's viele unter uns nicht so sehen, aber genauso isses.
LG
Chrissie
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Inga
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Re: Ein bissl lockerer?
Hallo,
mir kam es so beim Lesen: Sollen wir Thread nicht lieber mit dem Titel "HeldInnen des Alltags" überschreiben?
Liebe Grüße
Inga
mir kam es so beim Lesen: Sollen wir Thread nicht lieber mit dem Titel "HeldInnen des Alltags" überschreiben?
Liebe Grüße
Inga