Begleitservice alternative Ending
Begleitservice alternative Ending - # 4

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
Melli_
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Re: Begleitservice alternative Ending

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Beitrag von Melli_ »

22. Kapitel ein Anruf
Vier Wochen später war der Bartwuchs zurückgekehrt und niemand hielt Viktor mehr für eine Frau. Das Geld war nach fünf Monaten restlos aufgebraucht. Viktor war zwischen New York und Peking hin und her geflogen und hatte sich alles angeschaut, was es zu sehen gab. Er hatte sein Geld mit vollen Händen ausgegeben, bevor der Fiskus auch nur eine Spur davon sehen konnte. Nachdem alles ausgegeben war, kehrte er in seine Bude zurück. Viktor beantragte wieder Stütze, saß vor dem Fernseher und tat sich selbst leid. Irgendwann morgends klingelte das Telefon. Mit schweren Kopf nahm er ab und brummte nur etwas in den Hörer. "Ja, hallo, hier ist Merve, kann ich bitte Frauke sprechen." "Äh was, wer?" "Merve — ich bin eine Freundin von Frauke, ich möchte sie bitte sprechen." Mit einem Schlag war Viktor wach. Merve — wie konnte sie von seiner Bude wissen? "Moment, ich hole sie." geistesgegenwärtig schlappte Viktor ein paar Meter und rief ins leere Bad: "Frauke, da ist eine Merve am Telefon." Dann machte er noch ein paar Schritte, besann sich auf seine Frauenstimme und antwortete "Frauke Grünbaum". "Frauke, hier ist Merve, schön, dich zu hören. Ich kann nicht mehr. Du erinnerst dich an Roland, meinen Mann? Er betrügt mich — ein paar Monate nach unserer Hochzeit." Viktor konnte hören, wie Merve am Telefon schluchzte. Ich habe ihn verlassen und jetzt weiß ich nicht, wo ich hin soll. Meine Familie will mich nicht zurück. Carmen und Leonie haben schon abgesagt. Du bist meine letzte Hoffnung." Viktor hörte Fraukes Stimme antworten "Das ist ja Schrecklich — du Ärmste. Natürlich kannst du hier bleiben, so lange du willst." `Was???' dachte Viktor - 'was rede ich da?? Sie kann nicht hierher!!' "Frauke, du bist eine Freundin. Ich fahre gleich jetzt zu dir." 'Achduscheiße' fuhr es Viktor durch den Kopf. Seine Wohnung war genauso vermüllt, wie zuvor. "Du Merve, ich werde einige Zeit brauchen, alles für dich herzurichten, kannst du morgen kommen." "Frauke, ich weiß nicht, wo ich heute Nacht bleiben soll. Ich habe kein Geld mehr. Und ich muss dringend aus Köln weg, an einen Ort, wo mich niemand findet. Ich habe Angst." "Komm vorbei." antwortete Frauke und gab Merve die Adresse. Als Viktor den Hörer auflegte, wurde ihm bewusst, was er da versprochen hatte. - Nein, nicht er hatte es versprochen, Frauke hatte es versprochen. Er brauchte eine saubere Wohnung und er brauchte Zeit und er brauchte sein altes Äußeres zurück und er brauchte eine gute Erklärung, und er brauchte 12 Kilo weniger Gewicht. Und überhaupt, woher kannte Merve seine Telefonnummer? Viktor begann hektisch damit, aufzuräumen. Als Merve drei Stunden später vor der Tür stand, war er noch nicht einmal halb fertig. Er machte dennoch auf. "Kann ich bitte Frauke sprechen?" "Frauke ist gerade nicht da, aber du kannst mit in ihre Wohnung kommen." Merve war in Tränen aufgelöst und Viktor sah ihr an, dass sie viel Schreckliches durchgemacht haben musste. "Hier wohnt Frauke?" fragte sie. "Ja" Bei der Antwort heulte Frauke noch einmal los. "Warum habe ich sie nur so im Stich gelassen? Warum hat sie sich nicht gemeldet?" Merve lehnte sich an den nach Bier und Schweiß riechenden Viktor. Es muss in diesem Moment gewesen sein, als er sich zur Wahrheit entschloss.

23. Kapitel Die Wahrheit
Die Wohnung stank, Merve hingegen hatte noch immer ihren erfrischenden Duft, den Viktor schon damals an ihr gemocht hatte. "Hier wohnt Frauke?" "Fast — nimm Platz, Merve, ich werde es dir erklären." "Wer sind sie eigentlich, ihr Bruder? Sie sehen ihr so ähnlich" Merve setzte sich auf einen Stuhl, weil ihr das angebotene Sofa zu schmutzig war. "Es begann alles damit, dass mein Freund Michael Gruber eine Begleitung für einen Empfang suchte, die er dort als Ehefrau vorstellen wollte. Weil ich Michael gut kannte, und weil er mir viel Geld bot, habe ich zugesagt. Mein Name ist übrigens Viktor. Michael hat daraufhin alles organisiert, um mich als Frau in Köln einzuschleusen." begann Viktor. Merves Augen wurden mit jedem Satz größer und ungläubiger. Sie saß still und hörte zu. Als Viktor mit den Worten schloss - "nun bin ich wieder hier und lebe mein Leben wie früher." schaute Merve ihn lange an. "Du hast uns die ganze Zeit glauben lassen, du wärst eine Frau" "Ja." "Du warst nie an der Uni mit uns eingeschrieben?" "Ja" "Du bist nicht Frauke Grünbaum?" "Ja — jetzt nicht mehr." "Deine Referate und Arbeiten waren nicht von dir?" "Doch — ich habe schon einmal BWL studiert, wie ich sagte." "Du warst meine Brautjungfer?" "Ja." Bei dieser Antwort lachte Merve hysterisch. "Das ist so unglaublich, dass es wahr sein muss, sowas denkt sich keiner aus. - Trotzdem - kannst du mir beweisen, dass es wahr ist?" Viktor holte Fraukes Brautjungfernkleid — der Schmuck war noch in der Handtasche - hervor. "Es wird mir nicht mehr passen, ich habe zugenommen. Meine Ohrlöcher sind aber noch da." "Kann ich dich als Frauke sehen?" "Oh — das wird dauern." "Ich hab Zeit — bitte." "Also gut — oh, ich habe die anderen Kleider Aischa geschenkt. Ich hab nur noch das Brautjungfernkleid." Viktor ging zum Kleiderschrank und nahm das Brautjungfernkleid, welches in einem Schonbezug steckte, und verzog sich ins Bad. Er begann mit einer Dusche, und enthaarte sich die Beine. Tatsächlich passte ihm dieses Kleid soweit, dass er hineinkam, es war aus Stretch und der Stoff dehnte sich. Sein Bierbauch warf eine dicke kugelige Ausbeulung. Die Oberweite hingegen fehlte fast. Seine Brüste waren mit der Zeit eingefallen. Viktor rasierte sich und schminkte sich, stylte seine Haare. Der Schnitt war lange nicht mehr in Ordnung — auch mit all seiner Übung konnte er kaum etwas anderes daraus machen als eine Hochsteckfrisur. Dann lackierte und feilte er sich die Nägel. Sie waren ziemlich lang, so dass wenigsten sie weiblich aussahen. Dann trat er etwa 120 Minuten später nach draußen. Er begrüßte Merve mit seiner Frauenstimme. "Hallo Merve, wir haben uns lange nicht mehr gesehen." Seine Stimme klang heiser, war aber eindeutig Fraukes Stimme. Merve traute ihren Augen und Ohren nicht. Dann nahm sie Frauke in den Arm und weinte. Auch Frauke konnte ihre Gefühle nicht mehr unterdrücken. Sie hielten einander fest.
"Wie kommt es, dass du so heruntergekommen bist?" fragte Merve. "Du warst doch gut an der Uni und hattest dein Leben im Griff." "Das war alles eine Lüge. Sieh mich doch an, ich bin ein Versager, einer, der es nie geschafft hat und es nie schaffen wird. Ich habe mein Studium geschmissen, ich habe es im Leben nie zu etwas gebracht. Als ich als Frauke verkleidet war, konnte ich anders sein. Ich konnte aus meiner Haut heraus und alles neu machen — ganz anders anfangen, die Festplatte meines Lebens formatieren und neu beschreiben. Und alle alten Fehler mussten mich nicht mehr belasten. Ich wollte so sein, wie sie — wie Frauke - ich wollte aus meiner Haut in ihre. Aber ich bin Viktor, ein Hartz 4 Empfänger, der in allen seinen Prüfungen durchgefallen ist. Frauke war ein schöner Traum. Ich bin dieser Mensch nicht mehr. Und wenn ich ehrlich bin, war ich nie mehr als Viktor — es gab keine Frauke. Soll ich jetzt etwas anderes lernen und da auch wieder durchfallen? Ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr die Blicke der anderen fühlen, darum saufe ich. Und die Welt ist mir egal."
Merve schaute Frauke traurig an. "Und doch hat Frauke mir Hilfe angeboten — übrigens Frauke, nicht Leonie und auch nicht Carmen. Du warst die einzige. Und ich bin froh, dass ich Frauke kenne. Und ich glaube nicht, dass alles nur ein Traum war. Meine Brautjungfer war keine Illusion. Du hast die Tische gedeckt und hast die Musikanlage wieder zum Laufen gebracht." "Ich hab als Teenie mal in einer Band gespielt." "Genau das hat Frauke auch gesagt. Du bist derselbe, Viktor oder Frauke. Es wäre nur schön, wenn ich wüsste, wie ich dich anreden soll." Merve grinste ihn an. "Gut, trage ich männliche Sachen, nenn mich Viktor, trage ich weibliche Sachen, nenne mich Frauke." "Welche Gestalt ist dir denn lieber?" Viktor war mit dieser Frage ins Mark getroffen. Wollte er lieber Viktor oder Frauke sein — er hatte es genossen, Frauke zu sein, und der Sumpf in dem er jetzt war, zeigte ihm nur, wie sehr er sich als Viktor aufgegeben hatte. Aber wollte er wirklich eine Frau sein? Lag es nicht nur an den äußeren Umständen?
"Ich glaube, dass ich lieber Frauke wäre." sagte Viktor leise. "Aber wie soll ich denn Frauke sein?" Merve schaute Viktor an — überlegte kurz und fragte "Kennst du den Zauberer von Oz?" "Da gibt es einen Blechmann, der gern ein Herz hätte — und auf der ganzen Reise ist er der, der Mitfühlt, der Gefühle zeigt und der am meisten Herz hat, obwohl er kein Herz in seiner Brust hat. Und es gibt einen Löwen, der sich wünscht, mutig zu sein — auf der Reise ist er der Mutigste von allen. Ich will sagen, du hast, was du dir wünscht, du trägst es bei dir. Du musst dich nur entschließen, ob du es willst, dann wirst du wieder Frauke sein."
Merve blieb erst einmal bei Frauke wohnen. Beide brachten die Wohnung auf Vordermann, beide suchten nach einem neuen Job. Frauke meldete sich bei der Agentur für Arbeit. Jetzt tat es ihr leid, dass sie ihre Scheine weggeschickt hatte. Merve ermutigte Viktor, sich als Frauke zu bewerben und wieder regelmäßig morgens Sport zu machen. Merve lief natürlich mit. Tatsächlich gewöhnte sich Viktor wieder an einen regelmäßigen Tagesablauf. Stück für Stück wurde die Wohnung sauberer, ordentlicher und der Alkohol verschwand. Viktor verwandelte sich zurück in Frauke. Am Anfang war das ein hartes Stück Arbeit. Viktor saß heulend vor seinem Spiegel. Er hatte lange vermieden dort hineinzuschauen. Aber Merve unterstützte ihn, wo sie nur konnte. Sie kaufte ihm wieder Frauenkleidung, die seine eingefallene Brust kaschierte. Es dauerte 12 Wochen bis Viktor sich als Frauke wieder nach draußen wagte. Aber es lohnte sich, denn schließlich wurde Viktor als Sekretärin bei Firma Palhuber und Söhne angenommen. Er schenkte seinem Chef, der erstaunlich viel Verständnis hatte, reinen Wein ein. Merve und Frauke zogen zwei Monate später in eine neue Wohnung.
Frauke lernte, dass Sekretärin sein viel mehr beinhaltete als Knicken, Lochen und Abheften. Aber sie merkte auch, dass sie durch ihr Studium schon viele Vorkenntnisse hatte. Merve hatte noch 2 Semester zu studieren. Sie schrieb sich an der Uni ein und blieb erst einmal bei Frauke wohnen. Frauke schaffte das Geld heran, Merve hielt sie in Form, und gab ihr Struktur. Sie begleitete Frauke zum Psychologen und zum Arzt, wo sich Frauke sich Hormone verschreiben lies. Viktor wurde immer blasser — es schien, als verschwand er langsam. Frauke bekam mehr und mehr Farbe. Es ging ihr gut — das Leben begann wieder lohnenswert zu sein. Ein Jahr dauerte es, bis Merve ihr Examen bestanden hatte und Viktor fast ganz zugunsten von Frauke verschwunden war. Frauke sah sich als "Frau Grünbaum" - es war ganz normal, wenn man sie so ansprach. Fraukes Brüste füllten bald wieder den BH aus, so dass die Einlagen überflüssig wurden. Sie begann wieder Kleider mit Ausschnitt zu tragen sie begann ihr Spiegelbild wieder zu mögen. — Der Termin für die angleichende Operation stand fest. Fast zeitgleich sollten beide ihre neuen Papiere bekommen — Frauke den Personalausweis und Merve ihr Examen. Es war eine glückliche Zeit, denn es ging bergauf.

24. Kapitel — noch ein Anruf
Frauke kam gerade von der Arbeit, als der Anrufbeantworter blinkte. Merve war noch an der Uni. Frauke drückte also die Taste und erzitterte. Es war Michaels Stimme. "Hallo Viktor, ich habe ein Angebot für dich. Es sind 50.000 Euro drin, wenn du einschlägst. Melde dich bei mir unter 01601234567." Frauke setzte sich erst einmal hin. Viktor — der Name war in ziemlich weite Ferne gerutscht, seit sie wieder hier lebte. "Nein, nicht noch einmal alles." Frauke wollte nicht noch einmal die High Society besuchen. Andererseits konnte sie so Rache nehmen. Doch wofür? Rache dafür, dass sie jetzt eine Frau war und kein versoffener Arbeitsloser? Rache, dass sie noch einmal studieren durfte? Rache dafür, dass sie ausgenutzt worden war? Rache dafür, dass Michael Aischas Schulden weitergeleitet hatte?
Frauke legte sich auf's Bett und malte sich ihre Rache aus. Auf einem Kreuzfahrtschiff stellte sie sich vor alle Passagiere und hielt die folgende Rede, während die Abendsonne hinter ihr versank, ihr ein leichter Wind durch die Haare ging und alle auf eine nette Ansprache hofften:

"Meine sehr geehrten Damen und Herren," begann Frauke. "Mein Mann, Michael, den Sie hier sehen, und der mich zu den Bällen begleitet hat, ist nicht der Michael, den Sie kennen. Er ist vielmehr ein Plagiator. Seine Arbeit über die Kursentwicklungen hat er aus den Zeitungen abgeschrieben. Seine Vorträge über die Zinsentwicklung hat er von Herrn Huber kopiert — aus den Vorlesungsmitschriften von 2001, und sie können diese in Tübingen im Archiv nachsehen. Sie hat die Nummer 9876543. Ich habe schon im Studium seine Arbeiten verfasst und auch seine Doktorarbeit mitgeschrieben — leider kann ich das nur beweisen, indem Sie Michael und mich zum Inhalt der betreffenden Papiere befragen. Dazu kommt, dass Michael nicht der treue Ehemann ist, der er vorgibt zu sein. Ich habe heute Abend vier Frauen eingeladen, die gleichzeitig ein Verhältnis mit meinem Mann hatten. Alle vier können dies mit Zeugenaussagen und Fotos belegen. Schließlich hat er sie betrogen, indem er mich als seine Frau vorgestellt hat. Als ich vor einem Jahr in ihren Kreis kam, und mich als Frauke Grünbaum vorstellte, war ich keineswegs seine Frau, sondern viel mehr ein Studienkamerad, der mit viel Aufwand zu einer Frau gemacht wurde. Ich sollte die gute Ehefrau spielen, weil sich Michael einen besseren Posten davon erhoffte und keine seiner Geliebten als Ehefrau vorstellen wollte. Ich nahm an, weil ich in Geldnot war. Ich habe ihnen allen etwas vorgespielt. Und das habe ich bis zum heutigen Tag getan. Aber damit ist jetzt Schluss. Mittlerweile ziehe ich es vor, von Michael Abstand zu halten. Und das möchte ich ihnen auch raten. Was mich angeht, muss ich ihnen leider sagen, dass ich wieder zurück an meinen alten Arbeitsplatz gehen möchte, da ich weder ein Examen, noch eine Promotion habe, sondern eine Sekretärin bin. Ich mache meine Arbeit gerne und bin zufrieden in dem Beruf. Ich habe sie alle gerne kennengelernt, doch ich habe es satt, jemanden zu spielen, der ich nicht bin. Leben sie wohl." Und dann würde sie der Hubschrauber nach Hause fliegen.

Frauke überlegte — ist es das Wert? Ich müsste allen zunächst vorlügen, dass ich eine Fehlgeburt hatte. Will ich das? Was würde sich ändern, wenn ich diese Rede halte? Ich würde Michael ruinieren, aber eigentlich ist er mir egal. Er gehört zu einem Leben, was ich nicht mehr führe noch will. Und wo verdammt kriege ich das Geld für den Hubschrauber her? Frauke lächelte und öffnete eine Flasche Wein. Eine halbe Stunde später ging die Tür auf und Merve kam herein. Frauke hatte ein paar Kerzen aufgestellt, eine neue Tischdecke aufgelegt, und ein paar Häppchen gemacht. Merve schaute überrascht. "Hallo Frauke, ist etwas besonderes heute?" "Ja, komm setz dich zu mir und feier mit mir — ab heute ist Viktor nicht mehr als Vergangenheit." Die Gläser klirrten aneinander und beide Frauen lachten und redeten den Abend lang. Frauke hat Michael nie zurückgerufen.

Epilog Frauke trifft Frauke
Es war zwei Jahre, nachdem Frauke Michaels Anruf überhört hatte, da klingelte es an Fraukes Tür. Frauke sah durch den Spion eine unbekannte Frau, die sie aber irgendwo schon einmal gesehen hatte. "Wer sind sie?" fragte Frauke. Die Unbekannte zeigte Frauke einen Personalausweis, auf dem "Frauke Grünbaum" zu lesen stand. Frauke öffnete und bat die andere Frauke herein. Beide Fraukes setzten sich im Wohnzimmer auf das Sofa.
"Ich wollte mich bedanken, dass Sie mir die fertigen Prüfungen gesendet haben. Ich hätte niemals allein dieses Examen und diesen Notendurchschnitt erreicht. Ich habe dann weiterstudiert — durch ihre Arbeit habe ich eine Menge Rückstand (was Scheine angeht) aufgeholt. Ich habe mich ziemlich bald damit beworben und konnte mich sogar durchsetzen. Sie haben mir mit ihren Arbeiten einen guten Posten im Vorstand eines Unternehmens beschert. Ich wollte mich bedanken. Sie hätten nicht für mich studieren brauchen, noch hätten sie mir die Unterlagen zusenden müssen."
"Und sie haben mir eine neue Identität gegeben, als ich eine neue Identität brauchte." antwortete Frauke. "Ohne ihre Papiere wäre ich heute nicht die, die ich bin. Ich habe durch sie eines der größten Abenteuer meines Lebens leben dürfen. Und ich habe in ihrer Identität Freundinnen gefunden. Ich glaube, dass wir beide etwas davon gehabt haben. Eigentlich müsste ich ihnen danken." antwortete Frauke. "Na dann können sie zufrieden sein." "Bin ich — nur eines habe ich mir geschworen du, - liebe Frauke - warst die letzte, unter deren Namen ich etwas erarbeitet habe. Nie wieder lasse ich mich als Ghostwriter für andere einbinden."

ENDE
Melli_
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Registriert: Mi 27. Mär 2013, 21:36
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Re: Begleitservice alternative Ending

Post 47 im Thema

Beitrag von Melli_ »

Huuups - da habe ich zweimal gedrückt. Bitte den zweiten Beitrag löschen,
Melanie
Kerstin
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Re: Begleitservice alternative Ending

Post 48 im Thema

Beitrag von Kerstin »

Hallo Melanie
Vielen Dank für die tolle Geschichte und das es doch noch zu einem HappyEnd kam.


Liebe Grüße
Kerstin
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