Berlin: Als Frau verkleideter Mann verprügelt
Berlin: Als Frau verkleideter Mann verprügelt - # 3

Hintergrundwissen
Marielle
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Re: Berlin: Als Frau verkleideter Mann verprügelt

Post 31 im Thema

Beitrag von Marielle »

Guten Morgen zusammen,

die angegebenen Links führen zu einer 'Kolumne', die auch korrekt mit 'Meinung' überschrieben ist (erster Link) und zu einem Bericht, in dem die subjektive Wahrnehmung eines Düsseldorfer Polizeidienststellenleiters zitiert wird (zweiter Link). Im dritten Artikel wird eine "Ausländerquote" bei Angriffen gegen Polizisten von 37% angegeben .... dazu heisst es "Besonders betroffen sind dabei Beamte der Davidwache und der Wache Lerchenstraße, zu der ebenfalls Teile von St. Pauli gehören." Ausgerechnet Hamburg-St. Pauli soll eine repräsentative Statistik hergeben? Wie hoch da Samstagnacht der Anteil "der Ausländer" ist, wird nicht angegeben. Von mir 'gefühlt' würde 1/3 ganz gut hinkommen.....


Der für mich entscheidende Satz findet sich im vierten Artikel, einem Interview mit einem Oberstaatsanwalt aus Berlin:

Hausmann:"‰"¦ ... Ich will nur sagen: Mit Pauschalurteilen tut man der großen Mehrheit gut integrierter Jugendlicher Unrecht. Man muss differenzieren.

Das sollten wir hier auch tun. Es ist absolut richtig, dass man sich mit aller demokratischen Macht gegen Gewalttäter richtet! Mir persönlich wäre es aber vollkommen egal, ob mir ein Deutscher, ein Türke, ein Koreaner oder ein Schweizer den Schädel einschlägt, weil ich eine "Transe" bin.

Es ging und geht hier um ein Gewaltverbrechen, dass aller Wahrscheinlichkeit nach aus einem trans-/homophoben Motiv begangen wurde. Selbst wenn es so sein sollte, dass überdurchschnittlich viele solcher Taten von 'Migrationshintergründigen' begangen werden (was mir immer noch nicht belegt zu sein scheint), gibt es absolut keinen Grund ALLE von denen unter Generalverdacht zu stellen. Wer Gewalt verübt, gehört in den Knast, unabhängig von seiner Herkunft oder Nationalität.

Wer trans-/homophobe Gewalttaten, Gewalttaten insgesamt, einseitig als "Ausländerproblem" beschreibt, setzt sich m.E. dem Verdacht aus, ein anderes Motiv in die Diskussion einweben zu wollen. Grade Menschen wie wir, denen die Erfahrung des "Minderheitendaseins" eigentlich nicht fremd sein kann, sollten etwas exakter argumentieren.


habt einen guten Tag

Marielle


PS: Es ist übrigens nicht auf einen türkischen Invasionskrieg zurückzuführen, dass in Deutschland eine größere Anzahl von Menschen türkischer Herkunft lebt.
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Tinchen
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Re: Berlin: Als Frau verkleideter Mann verprügelt

Post 32 im Thema

Beitrag von Tinchen »

Ich möchte mich hier zunächst bei Anne-Mette entschuldigen, es verschwinden keine Beiträge, ich habe die Seite noch mal mit einem anderen Browser geöffnet und dann ist alles da....bis auf Zwei in einem anderen Thread, das schiebe ich aber auf meine Unfähigkeit :-)

Die Linksammlung von Sophie beweist nur, dass es unwahr ist, die Presse würde etwas bewusst verschweigen. Seriöse Presse beschäftigt sich mit allen Aspekten und Meinungen. Wenn man das ausschließlich gefiltert liest, dann liest man tatsächlich nur was man lesen möchte. Über die "Literaturquellen" von Kerstin möchte ich gar nichts sagen, die sprechen für sich. Ansonsten gehe ich mit Anne-Mette konform und möchte das damit beenden.

Ich wehre mich jedoch weiterhin gegen jede Form von Vorurteilen und Intoleranz.

@AnnaChristina: Zwischen Anbaggern und Verprügeln besteh allerdings noch ein riesen Unterschied. Ich habe am Hermannplatz gewohnt und kenne das zu gut. Allerdings möchte ich auch nichts verniedlichen, wir nehmen das sehr unterschiedlich war. Ich fühle mich manchmal geschmeichelt, Andere empfinden das als sehr unangenehm.

In Hohenschönhausen bin ich tatsächlich mal tätlich angegriffen worden (als Mann und von lieben Deutschen), nur weil ich gesagt habe ich bin nicht rein deutsch. Da möchte ich als Frau bestimmt nicht ausgehen, dann schon lieber ein Bummel durch Neukölln und lasse mir ein paar Sprüche gefallen. Ich habe mich dem immer gestellt und wenn man sich mit den Leuten unterhält, merkt man, dass sie lediglich neugierig sind und ihre Unsicherheit hinter Machogehabe verstecken. Gefährlich wurde es für mich zum Glück nie. Ich möchte aber ausdrücklich betonen, dass das meine ganz persönliche und sehr begrenzte Erfahrung ist, die ich auch nicht verallgemeinert haben möchte.

Ich möchte dazu bemerken, wenn uns Einer auch nur dumm anspricht, neigen wir zu leicht dazu, es zu verallgemeinern, ich schließe mich da nicht aus. Wir vergessen jedoch, wie viele vorher friedlich an uns vorbeigegangen sind. Es war also Einer, von 100 oder gar 1000? Einige wenige können also unser Bild verfälschen.

Wenn ich sage in Hohenschönhausen möchte ich nicht ausgehen, ist das ja auch eine Verallgemeinerung. Ich hatte dort oft zu tun und bin dort immer wieder mit extrem rechten Gedankengut konfrontiert worden. Mit der rechten Szene hatte ich beruflich zu tun, und "Schwulenklatschen" (verhauen) ist für manche völlig normal und wird zumindest absolut gar nicht geächtet. "¦und wo die uns Crossdresser pauschal einordnen muss man nicht erwähnen"¦.

Ich möchte Hohenschönhausen damit nicht schlecht machen, es reichen halt ein paar Dumpfbacken um mir Angst zu machen.

Das Problem was diesen thread erst eröffnet hat, bleibt jedoch. Wir Crossdresser sind einem erhöhtem Risiko ausgesetzt und es gibt kein Patentrezept oder Gegend, wo man 100% sicher ist. Wir wissen nie ob der deutsche Biedermann oder der Mann mit Migrationshintergrund nicht plötzlich die Fäuste schwingen wird. Solch intolerante Leute finden wir leider in allen Bevölkerungsteilen.

Was haben die gegen uns? Schlichtweg Vorurteile und Einige möglicherweise auch einfach nur Spaß an Gewalt, in dem Wissen, wir wehren uns nicht.

Wie können wir uns schützen? Pfefferspray ist eine Möglichkeit, ich weiß jedoch nicht ob Martina das überhaupt anwenden könnte, weil es ja auch irgendwie Gewalt ist. Eine gewisse Sicherheit gibt es mir dennoch. Nachts meide ich öffentliche Verkehrsmittel und fahre mit dem Auto oder Taxi.

LG Martina
Wo kommen wir denn da hin, wenn Niemand ginge um zu sehen wohin man käme wenn man ginge.
Anne-Mette
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Re: Berlin: Als Frau verkleideter Mann verprügelt

Post 33 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Wie können wir uns schützen?
Einen vollkommnen Schutz wird es nicht geben, aber eine gute Möglichkeit ist es sicherlich, als Gruppe unterwegs zu sein und sich gegenseitig
zu unterstützen.
Ich hatte auch schon einmal angedacht, eine Veranstaltung der Polizei zu besuchen: "Selbstverteidigung/Vermeidung von körperlichen Auseinandersetzungen" für Frauen. Solche Kurse werden hier immer mal wieder angekündigt.
Beim nächsten Rufe ich mal an - es wäre sicherlich auch ein Thema für unsere Selbsthilfegruppe (?)

Gruß
Anne-Mette
Tinchen
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Re: Berlin: Als Frau verkleideter Mann verprügelt

Post 34 im Thema

Beitrag von Tinchen »

Moin,
Vermeidung und Deeskalation würde mich sehr interessieren, als Mann bin ich da mit laut Brüllen oder Schlagfertigkeit immer rausgekommen. "Was soll das bringen? Dann tut Dir die Faust weh und mir der Kopp, komm ich gebe dir lieber Einen aus."

Ich war als Martina nie in einer gefährlichen Situation, denke mir aber, dass ich dann nicht so reagieren kann. Wenn wenigstens Leute drumherum sind, kann man sie bei der Ehre packen"¦drei gegen eine ist feige"¦.man schlägt keine Frau"¦o.ä Die Frage ist, ob ich dass dann auch anwende bzw sagen kann. Ist man völlig alleine, wird es meiner Meinung nach schwieriger, denke aber man sollte versuchen sie in ein Gespräch zu verwickeln, zum Einen kühlt das ab und zum Anderen ist man nicht mehr eine Anonyme Transe, sonder sie haben den Menschen kennen gelernt. Da wären Erfahrungsberichte von Betroffenen und Polizei durchaus hilfreich.

Selbstverteidigung ist nicht mein Ding, aus dem Grunde habe ich auch mal verweigert, ich will nicht lernen, wie man Menschen am effektivsten verletzt, oder mehr. Ich verurteile jedoch niemanden, der da anderer Meinung ist, schließlich bin ich ja froh, wenn mir jemand hilft, der genau das kann"¦.Da kommt mir das Bild vor Augen, wie ich im Mini und rosa Pumps eine Karatestellung einnehme und die Brüder darauf hinweise, ich habe den schwarzen Gürtel unter dem Mieder"¦..Zumindest im Moment muss ich da lachen.

LG Martina
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Magdalena
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Re: Berlin: Als Frau verkleideter Mann verprügelt

Post 35 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Antwort auf Eure Beiträge

Ich möchte auf Eure Reaktionen auf meinen Beitrag antworten. In meiner Aussage habe ich mich darauf beschränkt, wie mir gegenüber persönlich die Menschen begegnet sind. Mir ist bewusst, dass Jede(r) andere Erlebnisse und Erfahrungen gesammelt hat. Es sollte auch keine Verallgemeinerung sein.

Ich muss dazu auch schreiben, ich lebe in einem Bundesland, in dem leider eine braune Partei im Landtag und in einigen Stadt- und Gemeinderäte vertreten ist, und immer wieder mit negativen Aktionen und Stimmenfang auf sich aufmerksam macht. So spüre ich für mich persönlich aus dieser Ecke mehr unliebsame Begegnungen. In meinem privaten Umfeld hatte ich dagegen mit ausländischen Bürgern weniger negative Erfahrungen wenn ich als Frau unterwegs bin. Dabei will ich nicht meine Augen verschließen, Kriminelle, die die Würde eines Menschen verletzen , sind in allen Schichten der Gesellschaft anzutreffen.

Dabei ist das Leben so bunt. Mit unser Art zu leben bereichern wir die Gesellschaft und machen sie bunter und lebenswerter. Wir müssen uns aber damit abfinden, dass viele mit unserer Lebensform nicht zurechtkommen und uns einordnen können.
Ich hatte am Anfang meines Wege auch Zweifel, dachte du bist nicht normal. Dann stellte ich mir die Frage, "Kann man Menschen nach Normen einteilen?" Meine Antwort fand ich ist "Nein". So begann ich mich auf meinen Weg als Crossdresser zu gehen. Ich erinnere mich heute an meine ersten Gehversuche in der Öffentlichkeit, ich glaube ich war eher die Parodie einer Frau. Damit verbunden kamen auch entsprechende Kommentare. Es war für mich der Anreiz meine Stihl zu finden. Je mehr ich mich den Bio-Frauen in Sachen Kleidung meinem Alter entsprechend anpasste und dadurch sicher wurde, wurde ich weniger beachtet. Denn ich wurde als Frau wahrgenommen und auch so behandelt.
Dann wurde über den Gebrauch von Pfefferspray geschrieben. Für mich ist es keine Lösung. Zum einen, ich kann mich versehentlich selbst besprühen, oder wenn die Wind ungünstig ist, stehe ich im Sprühnebel.

LG Magdalena
Lebe jeden Tag.
Kerstin
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Re: Vorsicht vor WölfInnen im Schafspelz

Post 36 im Thema

Beitrag von Kerstin »

Inga hat geschrieben:....
Ich finde es in diesem Forum deplaziert, mit solchen Blättern zu sympathisieren.
Gesinnungspolizei? Blockwart?

Du kommst mir fast so vor.

1.) Ich glaube kaum das ich mir von jemanden wie dir vorschreiben lassen muß was ich lese.
2.) Les du sie erst einmal. Das hast du mit sicherheit noch nie getan.
3.) Solange du gegen andere, wegen abweichender Meinung, hetzt bist du nicht besser als die , die du vorgibst zu bekämpfen.


Für mich ist dieses Thema damit erledigt und du auch.


Ohne Gruß
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
Lina
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Re: Berlin: Als Frau verkleideter Mann verprügelt

Post 37 im Thema

Beitrag von Lina »

[quote="Sophie Amundsen"]...

Ich sage, dass hier, in Deutschland muslimische Jugendliche in deutlich hoherem Maße an Gewaltdelikten beteiligt sind als es der Durchschnitt hergeben würde. Das entspringt nicht eine Laune von mir, sondern Statistiken.
Das hat keine genetischen Gründe, sondern Soziale: Dem Festhalten an den eigenen kulturellen Traditionen, der privelegierten Stellung des Mannes, der Ghettobildung usw.

.../quote]

Was dann wiederum nicht unbedingt bedeutet, dass wenn die es nicht wären, dann würde die gleiche Menge Gewaltdelikte nicht passieren. So was passiert sehr häufig ganz am Arsch der Gesellschaft - und da wird immer jemand sein - und auch unter jugendlichen der besseren Mittelklasse, die sich langweilen ...
conny
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Re: Berlin: Als Frau verkleideter Mann verprügelt

Post 38 im Thema

Beitrag von conny »

Lina hat geschrieben:
Sophie Amundsen hat geschrieben:...

Ich sage, dass hier, in Deutschland muslimische Jugendliche in deutlich hoherem Maße an Gewaltdelikten beteiligt sind als es der Durchschnitt hergeben würde. Das entspringt nicht eine Laune von mir, sondern Statistiken.
Das hat keine genetischen Gründe, sondern Soziale: Dem Festhalten an den eigenen kulturellen Traditionen, der privelegierten Stellung des Mannes, der Ghettobildung usw.

.../quote]

Was dann wiederum nicht unbedingt bedeutet, dass wenn die es nicht wären, dann würde die gleiche Menge Gewaltdelikte nicht passieren. So was passiert sehr häufig ganz am Arsch der Gesellschaft - und da wird immer jemand sein - und auch unter jugendlichen der besseren Mittelklasse, die sich langweilen ...
wobei sophies behauptung ja nicht stimmt, wie der von mir (am 09.02.) verlinkte artikel zeigt.
Lina
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Re: Berlin: Als Frau verkleideter Mann verprügelt

Post 39 im Thema

Beitrag von Lina »

conny hat geschrieben:
Lina hat geschrieben:
Sophie Amundsen hat geschrieben:...

Ich sage, dass hier, in Deutschland muslimische Jugendliche in deutlich hoherem Maße an Gewaltdelikten beteiligt sind als es der Durchschnitt hergeben würde. Das entspringt nicht eine Laune von mir, sondern Statistiken.
Das hat keine genetischen Gründe, sondern Soziale: Dem Festhalten an den eigenen kulturellen Traditionen, der privelegierten Stellung des Mannes, der Ghettobildung usw.

.../quote]

Was dann wiederum nicht unbedingt bedeutet, dass wenn die es nicht wären, dann würde die gleiche Menge Gewaltdelikte nicht passieren. So was passiert sehr häufig ganz am Arsch der Gesellschaft - und da wird immer jemand sein - und auch unter jugendlichen der besseren Mittelklasse, die sich langweilen ...
wobei sophies behauptung ja nicht stimmt, wie der von mir (am 09.02.) verlinkte artikel zeigt.

Nein, wahrscheinlich stimmt die Behauptung gar nicht. Es wird ja auch immer auf Ermittlungsstatistiken hingewiesen. Das funktioniert ja einfach ausgedrückt so, dass so bald gegen jemand Ermittelt wird ob er dies oder das getan hat, dann erscheint das in der Statistik egal ob es zu einer Anklage oder Verurteilung kommt, oder auch nicht.

Wenn es also irgendwo beliebt ist gleich beispielsweise "südländisch aussehende Personen" (was auch immer das ist, zu verdächtigen. Viele denken gleich an Türken, während ich finde, dass Theo Waigel auch in das Bild passen würde) - dann werden die Ermittler sich auch mit entsprechenden Personen beschäftigen. Welche die vielleicht früher in Verdacht geraten sind oder die zufällig auf eine Täterbeschreibung einigermaßen passen. Dann hat man noch einen Namen in der Statistik. Das sagt aber nicht das Geringste darüber aus, welche Personengruppen wirklich die Täter sind, nur gegen wen ermittelt wurde, ohne Differenzierung der Gründe zur Ermittlung.

Solche Statistiken werden also maßlos in populistischer Propaganda missbraucht, so viel ist sicher.

Das aber auch etwas in der Kindererziehung, vor allem von den Jungen, bei einigen der Einwanderer aus Ländern im Nahosten ist aber auch eindeutig. Da ist es mir aber auch egal, ob sie Muslime oder CHristen sind. Ich wette, dass Christen aus den Ecken genauso schlimm - LGBT-feindlich - sein können.

Worauf ich hin will ist aber, wenn wir schauen, was sich in beispielsweise Polen oder Russland tut, dann kann diese Feindlichkeit sich auch in anderen Ecken der Gesellschaft entwickeln.
Anne-Mette
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Re: Berlin: Als Frau verkleideter Mann verprügelt

Post 40 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Für mich ist dieses Thema damit erledigt und du auch.


Ohne Gruß
Langsam nerven solche verletzenden Äußerungen und ich halte die für völlig unangebracht - auch wenn es verschiedene Meinungen zum Thema gibt.


Gruß
Anne-Mette
FraukeTV

Re: Berlin: Als Frau verkleideter Mann verprügelt

Post 41 im Thema

Beitrag von FraukeTV »

Anne-Mette hat geschrieben:Moin,
Für mich ist dieses Thema damit erledigt und du auch.


Ohne Gruß
Langsam nerven solche verletzenden Äußerungen und ich halte die für völlig unangebracht - auch wenn es verschiedene Meinungen zum Thema gibt.


Gruß
Anne-Mette

Ja, sehr schade. Es ist augenscheinlich, dass einige die "faktische" Ebene verlassen haben und die Diskussion - wenn man sie denn noch so nennen mag - auf der persönlichen Ebene ausagieren. Ich vermute mal, dass wir es in der Diskussion auf keinen gemeinsamen Nenner bringen werden, was auch daran liegt, dass es so etwas wie eine gefühlte und eine faktische tatsächliche Bedrohung zu geben scheint.
Leider kann es immer Situationen geben, in der wir dann auf einmal mit so etwas konfrontiert werden und ehrlich, mir ist es dann egal, ob mir Jugendliche mit Migrationshintergrund oder ohne etwas antun wollen. Letztlich wird beides im Ernstfall schmerzhaft für mich sein.
Als Mann wäre ich in der Situation vielleicht gelassener, zumal ich einige Erfahrungen mit gewaltbereiten Jugendlichen habe und hierfür ausgebildet bin. Als "verkleideter Mann" - als solches werde ich im Ernstfall angesehen - habe ich perse den Opferstatus. Schnell kommen dann noch Kategoriebildung wie schwul oder was weiß ich dazu und dann ist es vorbei. Wie häufig habe ich schon erlebt, dass Jugendliche andere schwerst verletzt haben, weil die eigene Mutter beleidigt wurde. Wie häufig habe ich erlebt, dass diese Jugendlichen zugänglich und einsichtig sind, wenn man mit ihnen redet, aber bei der geringsten Provokation dann wie ein Zäpfchen abgehen und wie oft habe ich bei diesen harten Jungs Pipi in den Augen gesehen, wenn sie im Boxring standen und sich nach den Boxregeln einen Kampf stellen mussten.
Ich wünsche mir wirklich, dass ich als Frauke niemals in so eine Situation komme und werde auch dafür Sorge tragen, dass ich so eine Gefahr minimiere. Und noch eins: Wenn ich vor so einer Situation stehe und es gibt für mich die Möglichkeit wegzurennen, dann schmeiß ich die Heels weg und tue das. Alleine schon aus Verantwortung gegenüber meiner Familie und mir. So ein Streit gewinne ich nicht - auch nicht mit Pfefferspray.
Was besseres fällt mir nicht ein. Leute, die auf der Suche nach Streit und Ärger sind, lassen sich das in den seltensten Fällen ausreden.
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Re: Berlin: Als Frau verkleideter Mann verprügelt

Post 42 im Thema

Beitrag von conny »

Carat hat geschrieben:
Um allen Statistiken aus dem Weg zu gehen empfehle ich mal den Besuch in einer Strafvollzugsanstalt. Dort gibt man gerne Auskunft über die Insassen, deren Struktur sich nach Auskunft eines dortigen Mitarbeiters zumindest in der JVA Hünfeld folgendermassen zusammensetzt: 64% Ausländer oder Deutsche mit Migrationshintergrund, 4% Staatenlose, der Rest ist Deutsch.

Liebe Grüße
Carat
und was besagt nun die zusammensetzung in der jva hünfeld in bezug auf die situatiion in ganz deutschland?
nichts!
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Re: Berlin: Als Frau verkleideter Mann verprügelt

Post 43 im Thema

Beitrag von Marielle »

Hallo zusammen,

ich hab nur kurz Zeit jetzt, möchte aber trotzdem was loswerden.

Mag schon sein, dass die Insassen der JVA Hünfeld nicht sonderlich repräsentativ sind. Aber wenigstens ist die Diskussion wieder auf einer vernünftigen Grundlage angekommen. Wenn anerkannt wird, dass die allermeisten der Migranten nicht besser oder schlechter sind als der Durchschnittsdeutsche, kann man prima weiter diskutieren.

bis später

Marielle
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Re: Berlin: Als Frau verkleideter Mann verprügelt

Post 44 im Thema

Beitrag von ab08 »

Danke Marielle

==> Meine Lieben,
wer sich dafür interessiert, wie man zu Kernaussagen vordringt und weniger durch "Argumentsmethoden" verwirrt werden will, den weise ich nochmal auf die Vorurteilsforschung hin: http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... 783#p89783 Übrigens ... Diskussionen, die mit Angriffen auf die Person arbeiten, führen bei der Suche nach Fakten nicht weiter, aber es gibt leider auch andere Verfahrensfehler (vgl. Vorurteilsforschung)

Liebe Grüße
ab

P.S. Auch wenn ich Lösungen nicht kenne, merke ich, wenn grundlegende Fehler gemacht werden. :lol: Das ist leichter, da meist offensichtlich :wink:

Nachtrag:
Vor "perfekten Lösungen" kann ich allerdings nur warnen. Als Physikerin schätze ich Richard P. Feynman sehr und der meinte mal
"Wer glaubt die Quantenmechanik verstanden zu haben, hat sie nicht verstanden"
Im übertragenen Sinn ist der Satz auch auf anderen Gebieten sicher nicht falsch...
Zuletzt geändert von ab08 am Fr 14. Feb 2014, 17:25, insgesamt 1-mal geändert.
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
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Re: Berlin: Als Frau verkleideter Mann verprügelt

Post 45 im Thema

Beitrag von Lina »

conny hat geschrieben:
Carat hat geschrieben:
Um allen Statistiken aus dem Weg zu gehen empfehle ich mal den Besuch in einer Strafvollzugsanstalt. Dort gibt man gerne Auskunft über die Insassen, deren Struktur sich nach Auskunft eines dortigen Mitarbeiters zumindest in der JVA Hünfeld folgendermassen zusammensetzt: 64% Ausländer oder Deutsche mit Migrationshintergrund, 4% Staatenlose, der Rest ist Deutsch.

Liebe Grüße
Carat
und was besagt nun die zusammensetzung in der jva hünfeld in bezug auf die situatiion in ganz deutschland?
nichts!

Was uns das sagt? Vielleicht beschreibt es gut die Verteilung der schwerwiegenden sozialen Probleme in der geselschaft. Vielleicht auch gerade die,die mi mangelnder Bildung zu tun habben.
Antworten

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