Hallo!
Dann muss ich das mit dem "freiROOM" (Freiraum) bzw. Schutzraum vielleicht noch etwas erklären.
Dies soll sicherlich nicht die einzige Aktivität dieser Gruppe sein. Aber sie wird eine erste sein, die es ermöglicht, dass auch Unsichere sich zumindest einmal unter Gleichgesinnte trauen. Ich denke, der sozialen und zwischenmenschliche Kontakt ist ganz wichtig bei dem Prozess, sich selbst anzunehmen. Der freiROOM soll hierzu sozusagen "Sprungbrett" aber keinesfalls Gefängnis sein! Wenn sich dann von dort aus Gruppen zusammenfinden, die mal gemeinsam in die Stadt gehen (das sind gerade mal 2 Minuetn mit dem Auto), wäre das prima! Noch besser wäre es, wenn dabei "alte Tanten" den jungen Mädels unter die Arme greifen und Sicherheit anbieten. Ich würde mich riesig freuen!
Aber das ist nunmal nicht gleich für jede möglich. Und um die nicht links liegen sondern auch teilhaben zu lassen, ist der freiROOM ersteinmal ein geschützter Anlaufpunkt. Hier kann ersteinmal nichts passieren.
Allgemein wird die TG Gruppe in Siegen aber auch öffentlich wirksam werden, gar keine Frage, und das ist ebenfalls erklärtes Ziel. Dazu werden wir, eben bspw. über die Diakonie aber auch über die diversen befreundeten Netzwerke, diese Information streuen. Mit etwas Glück schafft es unser Flyer (den ich noch machen muss - OMG) in das nächste Mailing des Zentrums und dann landen die direkt bei über 100 weiteren Anlaufstellen im Kreisgebiet und darüber hinaus.
Es spuken da auch noch diverse weitere Ideen herum: Partner/innen Treffen, Themenabende, die auch öffentlich sein können und ggf. dann auch über die Verteiler öffentlich beworben werden, Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen (CSD aber auch andere, wie Hirschfeld Tage etc.), Lesungen, Workshops etc.
Wir werden sehen. Ich möchte aber auch nicht, dass wir uns zugleich übernehmen. Ersteinmal eine gefestigte Gruppe bilden, die *zusammen* etwas bewegen kann und vor allem auch möchte. Dann sehen, wo echter Bedarf ist und *dann* wer dies auch auf die Beine stellen kann. Wir sind zwar schon ein paar Aktive, doch ehrenamtlich Tätige haben nur sehr begrenzt Freizeit und daher ist die mögliche aufzubringende Arbeitsleistung stark begrenzt. Daher bin ich auch so überglücklich, dass wir im andersROOM untergekommen sind, denn hier ist bereits enorme Arbeit geleistet worden und wir profitieren nun davon, indem wir diese Infrastruktur einfach so nutzen dürfen.
Im August findet übrigens, organsisiert von der Hirschfeld Stiftung, ein Trans* Vernetzungstreffen im Waldschlösschen (bei Göttingen) statt! (Habe gerade den Link nicht zur Hand, im Zeifelsfall frag(t) mich bitte, dann such ich das wieder raus.
Wir werden auf jeden Fall dort sein. Es wäre ganz ganz super, wenn noch mehr Gruppen, wie ihr aus Braunschweig, dorthin kommen würden, damit wir uns direkt persönlich über unsere Erfahrungen austauschen und engere Kontakte knüpfen könnten!
Mich würde z.B. direkt mal interessieren, wie Braunschweig so "tickt"?
Hier in Siegen ist alles queere alles andere als einfach. Die Gegend hier ist eher ländlich, auch wenn Siegen bis vor Kurzem noch Großstadt _war_, doch die Bevölkerung ist erz-konservativ und entsprechend wenig aufgeschlossen. Und ganz ohne Vorurteile, sehr Stadtzentrumsnah gibt es einige Teile, in denen ich nicht offensichtlich uneindeutig entlang laufen möchte - auch nicht mit respektvollem Abstand - "Du Schwuchtel!" ist da noch die sehr freundliche und harmlose Variante und mit Handgreiflichkeiten muss man rechnen

Braunschweig ist offenbar deutlich offener?
Im Oktober 2013 war ich ja mit Andrea66 in Dresden, das war auch total schmerzfrei! Ich wünschte, das wäre hier auch so...
Da fällt mir gerade ein - wie wäre es mit einem Link-Tausch auf den jeweiligen Homepages?
Ich muss da sofort mal einen Breich bei uns dafür einrichten
Liebe Grüße
nicole