Niedersächsische Intersexuelle fordern mehr Rechte
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Inga
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Niedersächsische Intersexuelle fordern mehr Rechte

Post 1 im Thema

Beitrag von Inga »

Im Weserkurier von heute 15.1.2014 wird über den ersten Fachkongress von Intersexuellen in Niedersachsen berichtet:

"Hannover. "Ich bin weder Herr noch Frau, sondern irgendwas dazwischen", erklärt Lucie Veith. "Ich bin einfach Lucie Veith.Das ist nicht so schlimm." Die 58-Jährige aus dem niedersächsischen Neu Wulmstorf wurde ohne klar bestimmbares Geschlecht geboren. Man dürfe sie aber mit dem weiblichen Pronomen "sie" bezeichnen. Veith ist eine von mehr als 80 000 Intersexuellen in Deutschland. Nach wie vor kämpfen die Menschen zwischen den Geschlechtern um Anerkennung in der Gesellschaft.

Auf dem ersten Niedersächsischen Fachtag zur Intersexualität in Hannover beschäftigten sich 90 Teilnehmer mit der Lebenssituation intersexueller Menschen. "Wir werden in eine zweigeschlechtliche Welt gesteckt, in der wir uns nicht wiederfinden", sagt Veith, die den Bundesverband IntersexuelleMenschen leitet. Dabei existierten auf der Bandbreite zwischen Mann und Frau 4000 wissenschaftlich anerkannte Variationen. "Intersexuelle werden benachteiligt", sagt sie. Den Betroffenen geht es um Aufklärung und Gleichberechtigung in Schulen, Behörden und Verwaltung.
...."
Es wird u. a. die Situation von intersexuellen bei Krankenkassen erwähnt, sowie die noch immer hohe Zahl an geschlechtsanpassenden Operationen. Das Land Niedersachsen will die Beratung und Selbsthilfe von Intersexuellen jetzt mit 40 000 Euro im Jahr fördern.

Der Artikel ist zu finden unter

http://www.weser-kurier.de/region/niede ... 54571.html

Liebe Grüße
Inga
Anne-Mette
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Re: Niedersächsische Intersexuelle fordern mehr Rechte

Post 2 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

vielen Dank für den Hinweis ---)))

Focus
http://www.focus.de/regional/hannover/g ... 40220.html

und

http://www.t-online.de/regionales/id_67 ... etzen.html

haben auch darüber berichtet.

Es wird Zeit, dass die Arbeit des Bundestages Fahrt aufnimmt; denn mit der halbherzigen Änderung des Personenstandsgesetzes haben sich kaum merkbare Verbesserungen ergeben.

Deshalb möchte ich die Forderung nach einem Verbot der Genitalverstümmelung (körperliche Unversehrtheit) erneuern, ebenso die von mir schon oft genannte Forderung, sich um diejenigen Intersexuellen zu kümmern, die vor dem 1.11.2013 geboren wurden...
... und und und...

Ich werde das mal gesammelt zu Papier bringen und an die zuständigen Stellen eine "kleine Anfrage" starten.

Gruß
Anne-Mette
conny
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Re: Niedersächsische Intersexuelle fordern mehr Rechte

Post 3 im Thema

Beitrag von conny »

moin anne-mette,

an wen willst du deine anfrage denn richten? m.e. ist es sinnvoll, sich an den petitionsausschuss des bundestages zu wenden. es besteht auch die möglichkeit, dieses online zu tun mit einer sog. e-petition. dieser können sich dann in einem bestimmten zeitraum weitere personen anschliessen.

lg
conny
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Re: Niedersächsische Intersexuelle fordern mehr Rechte

Post 4 im Thema

Beitrag von triona »

Hier noch ein Verweis zum Thema:

Hier ein Bericht über eine ähnliche Initiative zu IS in Niedersachsen mit einem Zitat aus einer regierungsnahen Veröffentlichung:

http://www.transtreff.de/forum/medien-t ... fachtagung

Mal sehen, ob das auch so ein häßliches Echo hervorruft, wie in Baden-Wü.


liebe grüße
triona



Nachbemerkung:

Ich hoffe, dieser Verweis zu einem anderen Forum mit ähnlicher Themenstellung wird hier nicht als unerwünschte Werbung angesehen. Wenn doch, dann bitte mitteilen. Dann lasse ich es in Zukunft. Aber eine gewisse Vernetzung von Betroffenen über Forengrenzen hinweg halte ich bei solchen Themen für wichtig. Und ich möchte nicht immer alles mehrmals schreiben.

lg tri
Anne-Mette
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Re: Niedersächsische Intersexuelle fordern mehr Rechte

Post 5 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Liebe Conny,

ich habe Deine Frage(n) noch nicht beantwortet
an wen willst du deine anfrage denn richten? m.e. ist es sinnvoll, sich an den petitionsausschuss des bundestages zu wenden. es besteht auch die möglichkeit, dieses online zu tun mit einer sog. e-petition. dieser können sich dann in einem bestimmten zeitraum weitere personen anschliessen.
Petitionen sind gerade "in Mode" gekommen - und ich selbst und ganz persönlich glaube nicht, dass man mit so einer Petition bei einem vielschichtigen Thema etwas erreicht.
Ich denke eher daran, mit einem ausgearbeiteten Papier an die zuständigen AnsprechpartnerInnen aller im Bundestag vertretenden Parteien heranzutreten und anschließend die Reaktionen mit Kommentar zu veröffentlichen.

Herzliche Sonntagsgrüße
Anne-Mette
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Re: Niedersächsische Intersexuelle fordern mehr Rechte

Post 6 im Thema

Beitrag von conny »

moin anne-mette,

vielen dank für deine antwort.

mit einer petition, die ja immerhin in den dafür zuständigen auschuss kommt, gelangt das thema sofort auf eine offizielle schiene. was das letztlich bringt, kann ich natürlich mangels erfahrung nicht beurteilen.

die von dir von dir beabsichtigte vorgehensweise ist natürlich auch einen versuch wert und ich bin gespannt, was dabei so herauskommt.

liebe grüße von conny
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