Endlich erster Kinobesuch!
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nickimicki
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- Registriert: Mi 20. Mär 2013, 22:52
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- Danksagung erhalten: 0
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Endlich erster Kinobesuch!
Am 08.01.2014 war es so weit.
Mein Schatz löste ein gemachtes Versprechen ein.
Umgekehrt ist es auch ein Versprechen, dass ich einlöse.
Als ich meinen Schatz kennenlernte,
habe ich versucht mit offenen Karten zu spielen.
Das weckte sowohl Neugierde, als auch Ängste und war für die
junge Beziehung teils Nahrung, teils Grund für Zurückhaltung.
Doch so kam man sich näher, beseitigte viele Fragen und Ängste.
Man kam sich näher und wurde lockerer. Es machte es insgesamt interessant.
Mein Schatz geht hin und wieder ins Kino in eine "Lady's Night".
Vor einem dreiviertel Jahr, scherzten wir herum und ich meinte
dass es doch ein gewissser Nervenkitzel wäre,
wenn ich einmal mit ihr zusammen dort hingehen könnte.
Sie forderte mich heraus und bot mir natürlich an,
mich bei nächster Gelegenheit beim Wort zu nehmen.
Doch da war ich noch dabei mit meinem Outfit und meinem Aussehen zu
experimentieren. Und so kamen gingen die Gelegenheiten und gingen auch wieder.
Zum Jahresende war mir klar, dass ich bereit bin und es auch möchte.
Ich versuchte meine Gedanken zu ordnen und dachte darüber nach,
was bereits gut ist, woran ich noch arbeiten muss,
womit ich mich wohl fühle und womit ich noch nicht ganz glücklich bin.
Und da kam immer wieder eine Sache zum Vorschein, die mir keine Ruhe liess.
Es war mein weiblicher Name, der noch irgendwie nicht richtig war.
Nicole ist ein schöner Name, doch wann immmer jemand den Namen ruft,
ich den Namen lese oder sonstwie damit in Berührung komme,
fühle ich mich in keinster Weise davon berührt.
Ganz anders als es beim eigenen Vornamen wäre.
Also beschloss ich meinen Namen anzupassen,
jedoch nicht vollständig zu ändern,
denn Nicole hat ja auch einige Türen geöffnet und soll nicht einfach verschwinden.
So habe ich mir als Rufnamen Michaela ausgesucht.
Die Abkürzung Ela gefällt mir auch sehr.
Nun fühlte ich mich wirklich wohl und es stand einem Kinobesuch als Michaela Nicole nichts mehr im Wege.
So erhielt ich dann zum Weihnachtsfest, die Eintrittskarte als Geschenk.
Es war also amtlich und nun musste ich da durch.
Und so vergingen die Feiertage und der besondere Tag kam.
Ich machte früh Feierabend, um genug Zeit zu haben mich vorzubereiten,
zu stylen und zu aklimatisieren.
Also ein schönes Vollbad, eine Ganzkörperrasur, ein Peeling
und Körperlotion zur Beruhigung der Haut.
Mir ist klar, dass man das nicht in dieser Weise so kurzfristig
miteinander kombinieren sollte.
Aber man hatte ja einen Termin und mir war nicht klar,
ob alles beim ersten Anlauf klappt.
Und ich stellte fest, dass Übung wirklich was bringt,
denn das Makeup ging fast von selbst.
Ja aber die Haare zu stylen ist immer wieder eine Herausforderung.
Da muss ich noch ne Weile dran arbeiten, bis die Routine sitzt.
Am Schluss noch die Nägel lackieren und das Styling sitzt.
Ja und dann schlüpft man in die Klamotten, legt den Schmuck an
und bemerkt, dass der Kick, die Gänsehaut und das Bauchgrummeln,
nicht mehr da sind. Der Kopf war nicht beim anderen Gefühl auf der Haut
und während des Stylings war der Kopf nicht beim Anblick der anderen Person im Spiegel,
sondern man war voll und ganz auf das fokussiert was man tat.
Man konzentriert sich auf die Tätigkeit, darauf, dass alles passt,
alles sitzt, nichts verschmiert und die Strümpfe nicht kaputt gehen.
Erst am Ende, wenn man fertig ist und zufrieden, hält man kurz innne und
erkennt was man vollbracht hat. Der Widerspruch von dem was man ist
und dem was man sieht, verursacht kurz ein Wohlgefühl und eine Gänsehaut.
Ja und dann war ich bereit für die Welt. Sogar weit vor der Zeit.
Und doch waren es insgesamt wieder mehr als 2 Stunden,
vom behaarten Kerl zur fertig präparierten Frau.
Also mal eben nach Hause kommen und in Ela verwandeln geht einfach nicht.
Da wäre der Tag kaputt und es würde eine Menge Stress machen.
Auch wenn ich gerne mal wüsste wie es wäre, wenn das so einfach und selbstverständlich ginge.
Ja und mein Schatz kam, begutachtete mich, nickte wohlwollend und wir zogen los.
Es sollte noch eine Arbeitskollegin von meinem Schatz zu uns stossen.
Die wurde in der Weise vorbereitet, dass es sich um eine Wetteinlösung handelt.
Angekommen durchs Parkhaus in die Fussgängerzone
und noch bei nem Kaffe vor der Kaffebude sitzen und klönen.
Ich hatte kein Herzklopfen, keine Angst und war auch sonst nicht aufgeregt.
Das Einzige, was mich an meine Verwandlung erinnerte, war die Perücke und die Mütze,
denn der Heizsrahler der die Plätze draussen wärmte, sorgte für ein sehr warmes Gefühl oben.
Ich drängte nach dem Kaffee aufzustehen und noch ne Runde durch die Fusssgängerzone zu spazieren.
Niemand verhielt sich mir gegenüber irgendwie anders und ich fühlte mich völlig entspannt.
Wir drehten ne Runde und schossen ein paar Bilder und kamen dann wieder vor dem Kino an.
Dort wurde mein Schatz von einer Passantin angesprochen, die nen Geldautomaten suchte.
Dann kam auch schon die Kollegein.
Erst etwas schüchtern und mit skeptischen Blicken,
doch zunehmend wohlwollender und am Ende doch gut drauf.
Wir gingen ins Kino durch die Menschenmenge, eine Treppe hinauf und der
Kartenabreisser schien meinen Begleiterinnen Sorge zu machen, doch ich fand alles ganz normal.
Wir tranken einen Sekt, machten Fotos und gingen dann in den Kinosaal und suchten unsere Plätze auf.
Die Dame links neben mir, bot mir an, meine Jacke ablegen zu können und ich bedankte mich leise und schüchtern.
Dann stellte sich das Bedürfnis ein, die Blase zu entlasten und so suchte ich sogar,
ohne zu zögern und ohne Kopfkino das Damen WC auf, wobei ich an vielen Menschen im Kinosaal und davor
vorbei musste.
Als ich nach meinem Geschäft hinterher am Waschtisch stand und in den Spiegel schaute,
rechts und links von mir, zwei Frauen beobachtete die ihr Outfit checkten,
während ich meine Hände wusch und meinen Pony sortierte.
Ja das war ein sehr angenehmes und erhebendes Gefühl.
Da wurde mir wieder deutlich bewust, dass ich das bin im Spiegel und das es total faszinierend ist,
das ich es auch wieder nicht bin.
Dies war wirklich die einzige Situation, in der ich mich anders fühlte,
so als ob ich von aussen auf die Situation schaue, sie durchschaue und ein elektrisierendes Spiel spiele.
Das war die einzige Situation, in der etwas besonderes und aufregendes lag.
Die ganze andere Zeit, habe ich mich so gefühlt, wie ich mich immer fühle, wenn ich ins Kino gehe.
Als hätte wirklich fast vergessen, dass etwas anders ist als sonst.
Dann gab es im Kinosaal noch eine Ratespiel mit Verlosung und da wurden noch mal die Hände feucht,
denn das wäre blöd gewesen, sich am Anfang der Vorstellung unfreiwillig outen zu müssen.
Aber es ging alles gut und wir sahen uns "Diana" an.
Nach der Vorstellung noch ne Runde geklönt.
Die Kollegin von meinem Schatz, war sehr angetan von meinem "Mut" und fand das ganz toll.
Und muss wohl auch am nächsten Tag noch sehr geschwärmt haben.
So fuhren wir dann nach Hause, denn es gab noch viel zu tun.
Die Rückverwandlung benötigt auch eine Weile, denn der Nagellack muss ab und auch das Camouflage ist nicht ohne.
Ja und nachdem ich die Sache überschlafen hatte und nachgedacht und reflektiert habe,
stellte ich fest, dass sich meine Selbsteinschätzung immer wieder bestätigt.
Ich werde immer routinierter und suche immer eine neue Herausforderung zu diesem Thema.
Also schaut man wo man nicht ganz zufrieden ist, etwas vermisst oder etwas probieren möchte.
So bin ich zu dem Schluss gekommen, dass immer noch etwas fehlt. Etwas nicht stimmig ist.
Und das ist die Interaktion mit anderen Menschen.
Wir drei standen meisst abseits und unterhielten uns, wobei die Kollegin ja eingeweiht war.
Der Kartenabreisser war mit Karten abreissen beschäftigt und nicht mit Leute mustern.
Und auch mit den anderen Menschen hatte ich nicht wirklich Kontakt. Wenn, dann eben nur verstolen und schüchtern.
Das ist noch die Lücke die zu schliessen wäre.
So wie es Karneval als Ela kein Problem war in normaler Lautstärke zu reden, zu lachen und was man so alles tut.
So wäre es auch erstrebenswert, in normaler Situation und Umgebung sich im Ela-Modus wie eine selbstbewuste Ela zu verhalten.
Ela braucht eine Präsenz, eine Stimme und eigene Wesenszüge.
Genau da merke ich, dass noch eine innerliche Bremse da ist. Man verstellt sich etwas, abhängig von der Situation.
Man versucht eben immer noch eigentlich unauffällig zubleiben.
Übervorsichtig ist man da sicher auch, weil man sich nicht traut weibliche Bewegungsmuster Verhaltensmuster zu probieren,
da man befürchtet tuntig zu erscheinen.
Mein Schatz fragte ob ich denn als Frau wahrgenommen werden möchte, bzw. ob ich das Gefühl hätte,
als Frau wahrgenommen zu werden.
Der Idealfall wäre natürlich beides mit Ja zu beantworten, doch wäre das sicher anmaßend.
Mir geht es darum, dass das Bild, die Person dahinter, deren Verhalten und Auftreten,
stimmig und natürlich sind. Selbst wenn Zweifel und eine gewisse Unsicherheit beim Gegenüber bleiben.
Man möchte nicht wie ein Freak rüber kommen. Und es spielt sowohl das Umfeld eine Rolle,
als auch ob und mit welcher Begleitung man in die Öffentlichkeit geht.
Ist man allein trauen sich sicher eher zwielichtige Gestalten an einen heran.
Mit einer Gruppe ist man sicherer und unauffälliger und auch natürlicher.
So wie eine Frau die alleine steht und irgendwie auffallend aussieht,
irgendwelche Gestalten abwimmeln muss, so hat man es als CD sicher in ähnlicher Situation
noch schwerer und bietet eine große Angriffsfläche.
Nimmt man z.B. Olivia Jones. Die ist aus 100m als Transe zu erkennen.
Aber man könnte mit ihr überall auftauchen, die Reaktion wäre "Hey das ist Olivia Jones"
und nicht "He schau mal die Tramse!". Weil das Aussehen und Auftreten genau diese Person ausmacht,
und alle in ihren Bann zieht auch wenn es eine Kunstfigur ist. Die ist wie sie ist.
Also wenn man über mich sagen würde: "Hey das ist die Ela!
Die ist zwar eigentlich ein Mann, aber total lieb und voll cool"!
Da wäre ich völlig zufrieden.
Das ist genau der Unterschied zwischen Olivia Jones und Charleys Tante.
Mal schauen was mir noch so passiert......
Eure Michaela Nicole
Mein Schatz löste ein gemachtes Versprechen ein.
Umgekehrt ist es auch ein Versprechen, dass ich einlöse.
Als ich meinen Schatz kennenlernte,
habe ich versucht mit offenen Karten zu spielen.
Das weckte sowohl Neugierde, als auch Ängste und war für die
junge Beziehung teils Nahrung, teils Grund für Zurückhaltung.
Doch so kam man sich näher, beseitigte viele Fragen und Ängste.
Man kam sich näher und wurde lockerer. Es machte es insgesamt interessant.
Mein Schatz geht hin und wieder ins Kino in eine "Lady's Night".
Vor einem dreiviertel Jahr, scherzten wir herum und ich meinte
dass es doch ein gewissser Nervenkitzel wäre,
wenn ich einmal mit ihr zusammen dort hingehen könnte.
Sie forderte mich heraus und bot mir natürlich an,
mich bei nächster Gelegenheit beim Wort zu nehmen.
Doch da war ich noch dabei mit meinem Outfit und meinem Aussehen zu
experimentieren. Und so kamen gingen die Gelegenheiten und gingen auch wieder.
Zum Jahresende war mir klar, dass ich bereit bin und es auch möchte.
Ich versuchte meine Gedanken zu ordnen und dachte darüber nach,
was bereits gut ist, woran ich noch arbeiten muss,
womit ich mich wohl fühle und womit ich noch nicht ganz glücklich bin.
Und da kam immer wieder eine Sache zum Vorschein, die mir keine Ruhe liess.
Es war mein weiblicher Name, der noch irgendwie nicht richtig war.
Nicole ist ein schöner Name, doch wann immmer jemand den Namen ruft,
ich den Namen lese oder sonstwie damit in Berührung komme,
fühle ich mich in keinster Weise davon berührt.
Ganz anders als es beim eigenen Vornamen wäre.
Also beschloss ich meinen Namen anzupassen,
jedoch nicht vollständig zu ändern,
denn Nicole hat ja auch einige Türen geöffnet und soll nicht einfach verschwinden.
So habe ich mir als Rufnamen Michaela ausgesucht.
Die Abkürzung Ela gefällt mir auch sehr.
Nun fühlte ich mich wirklich wohl und es stand einem Kinobesuch als Michaela Nicole nichts mehr im Wege.
So erhielt ich dann zum Weihnachtsfest, die Eintrittskarte als Geschenk.
Es war also amtlich und nun musste ich da durch.
Und so vergingen die Feiertage und der besondere Tag kam.
Ich machte früh Feierabend, um genug Zeit zu haben mich vorzubereiten,
zu stylen und zu aklimatisieren.
Also ein schönes Vollbad, eine Ganzkörperrasur, ein Peeling
und Körperlotion zur Beruhigung der Haut.
Mir ist klar, dass man das nicht in dieser Weise so kurzfristig
miteinander kombinieren sollte.
Aber man hatte ja einen Termin und mir war nicht klar,
ob alles beim ersten Anlauf klappt.
Und ich stellte fest, dass Übung wirklich was bringt,
denn das Makeup ging fast von selbst.
Ja aber die Haare zu stylen ist immer wieder eine Herausforderung.
Da muss ich noch ne Weile dran arbeiten, bis die Routine sitzt.
Am Schluss noch die Nägel lackieren und das Styling sitzt.
Ja und dann schlüpft man in die Klamotten, legt den Schmuck an
und bemerkt, dass der Kick, die Gänsehaut und das Bauchgrummeln,
nicht mehr da sind. Der Kopf war nicht beim anderen Gefühl auf der Haut
und während des Stylings war der Kopf nicht beim Anblick der anderen Person im Spiegel,
sondern man war voll und ganz auf das fokussiert was man tat.
Man konzentriert sich auf die Tätigkeit, darauf, dass alles passt,
alles sitzt, nichts verschmiert und die Strümpfe nicht kaputt gehen.
Erst am Ende, wenn man fertig ist und zufrieden, hält man kurz innne und
erkennt was man vollbracht hat. Der Widerspruch von dem was man ist
und dem was man sieht, verursacht kurz ein Wohlgefühl und eine Gänsehaut.
Ja und dann war ich bereit für die Welt. Sogar weit vor der Zeit.
Und doch waren es insgesamt wieder mehr als 2 Stunden,
vom behaarten Kerl zur fertig präparierten Frau.
Also mal eben nach Hause kommen und in Ela verwandeln geht einfach nicht.
Da wäre der Tag kaputt und es würde eine Menge Stress machen.
Auch wenn ich gerne mal wüsste wie es wäre, wenn das so einfach und selbstverständlich ginge.
Ja und mein Schatz kam, begutachtete mich, nickte wohlwollend und wir zogen los.
Es sollte noch eine Arbeitskollegin von meinem Schatz zu uns stossen.
Die wurde in der Weise vorbereitet, dass es sich um eine Wetteinlösung handelt.
Angekommen durchs Parkhaus in die Fussgängerzone
und noch bei nem Kaffe vor der Kaffebude sitzen und klönen.
Ich hatte kein Herzklopfen, keine Angst und war auch sonst nicht aufgeregt.
Das Einzige, was mich an meine Verwandlung erinnerte, war die Perücke und die Mütze,
denn der Heizsrahler der die Plätze draussen wärmte, sorgte für ein sehr warmes Gefühl oben.
Ich drängte nach dem Kaffee aufzustehen und noch ne Runde durch die Fusssgängerzone zu spazieren.
Niemand verhielt sich mir gegenüber irgendwie anders und ich fühlte mich völlig entspannt.
Wir drehten ne Runde und schossen ein paar Bilder und kamen dann wieder vor dem Kino an.
Dort wurde mein Schatz von einer Passantin angesprochen, die nen Geldautomaten suchte.
Dann kam auch schon die Kollegein.
Erst etwas schüchtern und mit skeptischen Blicken,
doch zunehmend wohlwollender und am Ende doch gut drauf.
Wir gingen ins Kino durch die Menschenmenge, eine Treppe hinauf und der
Kartenabreisser schien meinen Begleiterinnen Sorge zu machen, doch ich fand alles ganz normal.
Wir tranken einen Sekt, machten Fotos und gingen dann in den Kinosaal und suchten unsere Plätze auf.
Die Dame links neben mir, bot mir an, meine Jacke ablegen zu können und ich bedankte mich leise und schüchtern.
Dann stellte sich das Bedürfnis ein, die Blase zu entlasten und so suchte ich sogar,
ohne zu zögern und ohne Kopfkino das Damen WC auf, wobei ich an vielen Menschen im Kinosaal und davor
vorbei musste.
Als ich nach meinem Geschäft hinterher am Waschtisch stand und in den Spiegel schaute,
rechts und links von mir, zwei Frauen beobachtete die ihr Outfit checkten,
während ich meine Hände wusch und meinen Pony sortierte.
Ja das war ein sehr angenehmes und erhebendes Gefühl.
Da wurde mir wieder deutlich bewust, dass ich das bin im Spiegel und das es total faszinierend ist,
das ich es auch wieder nicht bin.
Dies war wirklich die einzige Situation, in der ich mich anders fühlte,
so als ob ich von aussen auf die Situation schaue, sie durchschaue und ein elektrisierendes Spiel spiele.
Das war die einzige Situation, in der etwas besonderes und aufregendes lag.
Die ganze andere Zeit, habe ich mich so gefühlt, wie ich mich immer fühle, wenn ich ins Kino gehe.
Als hätte wirklich fast vergessen, dass etwas anders ist als sonst.
Dann gab es im Kinosaal noch eine Ratespiel mit Verlosung und da wurden noch mal die Hände feucht,
denn das wäre blöd gewesen, sich am Anfang der Vorstellung unfreiwillig outen zu müssen.
Aber es ging alles gut und wir sahen uns "Diana" an.
Nach der Vorstellung noch ne Runde geklönt.
Die Kollegin von meinem Schatz, war sehr angetan von meinem "Mut" und fand das ganz toll.
Und muss wohl auch am nächsten Tag noch sehr geschwärmt haben.
So fuhren wir dann nach Hause, denn es gab noch viel zu tun.
Die Rückverwandlung benötigt auch eine Weile, denn der Nagellack muss ab und auch das Camouflage ist nicht ohne.
Ja und nachdem ich die Sache überschlafen hatte und nachgedacht und reflektiert habe,
stellte ich fest, dass sich meine Selbsteinschätzung immer wieder bestätigt.
Ich werde immer routinierter und suche immer eine neue Herausforderung zu diesem Thema.
Also schaut man wo man nicht ganz zufrieden ist, etwas vermisst oder etwas probieren möchte.
So bin ich zu dem Schluss gekommen, dass immer noch etwas fehlt. Etwas nicht stimmig ist.
Und das ist die Interaktion mit anderen Menschen.
Wir drei standen meisst abseits und unterhielten uns, wobei die Kollegin ja eingeweiht war.
Der Kartenabreisser war mit Karten abreissen beschäftigt und nicht mit Leute mustern.
Und auch mit den anderen Menschen hatte ich nicht wirklich Kontakt. Wenn, dann eben nur verstolen und schüchtern.
Das ist noch die Lücke die zu schliessen wäre.
So wie es Karneval als Ela kein Problem war in normaler Lautstärke zu reden, zu lachen und was man so alles tut.
So wäre es auch erstrebenswert, in normaler Situation und Umgebung sich im Ela-Modus wie eine selbstbewuste Ela zu verhalten.
Ela braucht eine Präsenz, eine Stimme und eigene Wesenszüge.
Genau da merke ich, dass noch eine innerliche Bremse da ist. Man verstellt sich etwas, abhängig von der Situation.
Man versucht eben immer noch eigentlich unauffällig zubleiben.
Übervorsichtig ist man da sicher auch, weil man sich nicht traut weibliche Bewegungsmuster Verhaltensmuster zu probieren,
da man befürchtet tuntig zu erscheinen.
Mein Schatz fragte ob ich denn als Frau wahrgenommen werden möchte, bzw. ob ich das Gefühl hätte,
als Frau wahrgenommen zu werden.
Der Idealfall wäre natürlich beides mit Ja zu beantworten, doch wäre das sicher anmaßend.
Mir geht es darum, dass das Bild, die Person dahinter, deren Verhalten und Auftreten,
stimmig und natürlich sind. Selbst wenn Zweifel und eine gewisse Unsicherheit beim Gegenüber bleiben.
Man möchte nicht wie ein Freak rüber kommen. Und es spielt sowohl das Umfeld eine Rolle,
als auch ob und mit welcher Begleitung man in die Öffentlichkeit geht.
Ist man allein trauen sich sicher eher zwielichtige Gestalten an einen heran.
Mit einer Gruppe ist man sicherer und unauffälliger und auch natürlicher.
So wie eine Frau die alleine steht und irgendwie auffallend aussieht,
irgendwelche Gestalten abwimmeln muss, so hat man es als CD sicher in ähnlicher Situation
noch schwerer und bietet eine große Angriffsfläche.
Nimmt man z.B. Olivia Jones. Die ist aus 100m als Transe zu erkennen.
Aber man könnte mit ihr überall auftauchen, die Reaktion wäre "Hey das ist Olivia Jones"
und nicht "He schau mal die Tramse!". Weil das Aussehen und Auftreten genau diese Person ausmacht,
und alle in ihren Bann zieht auch wenn es eine Kunstfigur ist. Die ist wie sie ist.
Also wenn man über mich sagen würde: "Hey das ist die Ela!
Die ist zwar eigentlich ein Mann, aber total lieb und voll cool"!
Da wäre ich völlig zufrieden.
Das ist genau der Unterschied zwischen Olivia Jones und Charleys Tante.
Mal schauen was mir noch so passiert......
Eure Michaela Nicole
Nicole
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Andrea aus Sachsen
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 2503
- Registriert: Mi 30. Nov 2011, 08:43
- Geschlecht: Transfrau
- Pronomen: sie
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 21 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Endlich erster Kinobesuch!
.
Hallo Ela,
einen schönen anschaulichen Bericht hast du da geschrieben. Danke für die Mühe! Das Lesen hat richtig Spaß gemacht.
Deine Aufregung im Vorfeld kann ich gut nachvollziehen, auch mir geht es bei der Vorbereitung meiner Ausflüge so. Aber draußen bin ich dann ganz entspannt, so als wäre es das Normalste auf der Welt.
Jetzt hast du mir eins voraus: Ich war nämlich als Andrea noch nie im Kino.
Hallo Ela,
einen schönen anschaulichen Bericht hast du da geschrieben. Danke für die Mühe! Das Lesen hat richtig Spaß gemacht.
Deine Aufregung im Vorfeld kann ich gut nachvollziehen, auch mir geht es bei der Vorbereitung meiner Ausflüge so. Aber draußen bin ich dann ganz entspannt, so als wäre es das Normalste auf der Welt.
Jetzt hast du mir eins voraus: Ich war nämlich als Andrea noch nie im Kino.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
Andrea aus Sachsen
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MEL
- registrierte BenutzerIn
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- Registriert: Mi 14. Sep 2011, 01:12
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- Pronomen: Situationsbedingt
- Wohnort (Name): 249..
- Hat sich bedankt: 37 Mal
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Re: Endlich erster Kinobesuch!
Hi Ela,
vielen Dank für deinen wirklich ausführlichen und mitnehmenden Erlebnisbericht.
Er macht deutlich, welche Punkte deiner eigenen Entwicklung du schon erreicht hast
und wo du im Besonderen für das eigene Wohlbefinden noch Defizite siehst!
Du haST dies ganz treffend in deinem Schlussabsatz formuliert:
Also ich denke, das ist eigentlich für die meisten hier das Ziel in der äußeren Wahrnehmung,
so genommen zu werden, wie man(n)/Frau sich selbst gerne sieht,
.... aber der Weg ist ein beschwerlicher,
denn es zählt ja nicht allein das äußere Erscheinungsbild, das wir bieten,
sondern auch die Charaktereigenschaften formen die Auffassung und Meinung
unseres Gegenüber / unserer Mitmenschen von UNS ! Und da ist nun mal der direkte Kontakt
zu eben diesen erforderlich, sprich aktiv auf diese zugehen.
Aber ich bin sicher, dass wird Dir zunehmend gelingen und ich wünsche Dir,
dass ELA so wahrgenommen wird, wie du es von deinen Mitmenschen erhoffst!
MEL ist zwar auch schon in der Öffentlichkeit unterwegs gewesen, hat aber leider nur selten
Gelegenheit dazu und scheut dabei zugegebener Maßen etwas den direkten Kontakt mit dem Gegenüber,
da man(n)/Frau eben noch die große Unsicherheit spürt und bei markant männlicher Stimme letzte ggf. noch
vorhandene Zweifel beseitigt würden!!
Also bei (Foren-)Treffen mit seinesgleichen ist dies kein Thema,
aber so als MEL im "normalen Leben" unterwegs, das ist schon ein anderes Kaliber!
Aber wir haben gerade Urlaub in Thüringen (Mai) gebucht und da wird sich wieder die Gelegenheit ergeben (2 oder 3 Tage, vielleicht mehr??),
dies anzugehen und die eigene Entwicklung voran zu treiben.
Also, nochmals Dank für deinen Bericht,
schönes Wochenende
MEL (und Frau)
vielen Dank für deinen wirklich ausführlichen und mitnehmenden Erlebnisbericht.
Er macht deutlich, welche Punkte deiner eigenen Entwicklung du schon erreicht hast
und wo du im Besonderen für das eigene Wohlbefinden noch Defizite siehst!
Du haST dies ganz treffend in deinem Schlussabsatz formuliert:
nickimicki hat geschrieben:
Also wenn man über mich sagen würde: "Hey das ist die Ela!
Die ist zwar eigentlich ein Mann, aber total lieb und voll cool"!
Da wäre ich völlig zufrieden.
Das ist genau der Unterschied zwischen Olivia Jones und Charleys Tante.
Mal schauen was mir noch so passiert......
Eure Michaela Nicole
Also ich denke, das ist eigentlich für die meisten hier das Ziel in der äußeren Wahrnehmung,
so genommen zu werden, wie man(n)/Frau sich selbst gerne sieht,
.... aber der Weg ist ein beschwerlicher,
denn es zählt ja nicht allein das äußere Erscheinungsbild, das wir bieten,
sondern auch die Charaktereigenschaften formen die Auffassung und Meinung
unseres Gegenüber / unserer Mitmenschen von UNS ! Und da ist nun mal der direkte Kontakt
zu eben diesen erforderlich, sprich aktiv auf diese zugehen.
Aber ich bin sicher, dass wird Dir zunehmend gelingen und ich wünsche Dir,
dass ELA so wahrgenommen wird, wie du es von deinen Mitmenschen erhoffst!
MEL ist zwar auch schon in der Öffentlichkeit unterwegs gewesen, hat aber leider nur selten
Gelegenheit dazu und scheut dabei zugegebener Maßen etwas den direkten Kontakt mit dem Gegenüber,
da man(n)/Frau eben noch die große Unsicherheit spürt und bei markant männlicher Stimme letzte ggf. noch
vorhandene Zweifel beseitigt würden!!
aber so als MEL im "normalen Leben" unterwegs, das ist schon ein anderes Kaliber!
Aber wir haben gerade Urlaub in Thüringen (Mai) gebucht und da wird sich wieder die Gelegenheit ergeben (2 oder 3 Tage, vielleicht mehr??),
dies anzugehen und die eigene Entwicklung voran zu treiben.
Also, nochmals Dank für deinen Bericht,
schönes Wochenende
MEL (und Frau)