Scheitern ist gut???
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Anne-Mette
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Scheitern ist gut???
Das Scheitern ist für viele Menschen ein Tabuthema, sagen Soziologen. Jetzt verschafft die Finanzkrise Erleichterung: Wenn andere Milliarden versemmeln, wird das eigene Versagen weniger bedrohlich. Nie war es leichter, Mist zu bauen.
Nur, was bringt einem das in der Praxis? Das Leben als Familie mit Kindern ist teuer und oft ist das Geld knapp. Aber ob mir das nun ein Trost ist, dass an anderer Stelle die hohen Summen verloren wurden?
Gruß
CPG
Nur, was bringt einem das in der Praxis? Das Leben als Familie mit Kindern ist teuer und oft ist das Geld knapp. Aber ob mir das nun ein Trost ist, dass an anderer Stelle die hohen Summen verloren wurden?
Gruß
CPG
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Nadja
Re: Scheitern ist gut???
Ich stimme den Soziologen vollkommen zu. Und sicherlich hat das auch keine Auswirkung auf Deine Praxis und wenn dann nur negative, ABER Du kannst Dich zumindest besser fühlen! Ich weiß nicht, ob Dir das alles nun ein Trost ist, aber die Schadenfreude ist nun einmal der einzige Weg überhaupt etwas positives aus dieser Sache heraus zu holen, weshalb ich sie wärmstens empfehlen würde :->
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@ Julia
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Re: Scheitern ist gut???
Die einzige Möglichkeit glücklich zu sein ist nicht zu vergleichen (Übe noch fleißig
)
Julia
PS: Ich schaue mir die Kommentare jetzt von hinten an. Sind sehr interessante Themen dabei
Julia
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Wir werden weiblich oder männlich geboren, zu Mann und Frau erst gemacht. Julia
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Ulrike-Marisa
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Re: Scheitern ist gut???
Hallo Anne-Mette,
...die Beantwortung der Frage sehe ich ähnlich Mona und ist auch hier wiederum immer von der persönlichen Perspektive abhängig und den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, ein Scheitern mit einzubeziehen, bzw. auch daran zu wachsen o.ä.
In meiner Familie z.B. bin ich auf jeden Fall mit meinem Outing gescheitert. Meine Frau und meine Kinder können und wollen das nicht akzeptieren, was ich will und fühle und auch nicht verstehen. Eine weitere Entwicklung meinerseits in dieser weblich orientierten Richtung täte das Scheitern unser Familie langfristig zur Folge haben mit all den dann folgenden Konsequenzen unterschiedlichster Art.
Körperlich fühle ich mich auch gescheitert, weil ich in meiner gewünschten Entwicklungsrichtung so keine Chance mehr habe, etwas noch sinnvoll über das bisherige hinausgehende zu verändern. Ich kann mein Gesicht nicht verändern mit dem Bartwuchs, meine Haare werden nicht weiblich sondern eher immer weniger, mein Körper bleibt ohne HRT auch so fellig und proportiniert, wie er ist, mein Busen wird von selbst auch nicht größer etc. ....
Ich komme in jeder hinsicht an Grenzen, deren Überschreitung nicht nur mein Leben radikal scheitern ließe. Da bliebe kein Stein auf den anderen mehr so in dem typischen Muster Frau weg, Haus weg, Auto weg, alleine sein - Neuanfang womit wofür?? Sichrer frau/man muss auch loslassen können - der Preis kann sehr hoch sein für die Freiheit.
Ich für mich täte die anfangs gestellte Frage eher verneinen.
Liebe Grüße, Ulrike-Marisa
...wir konmmen aus der Erde und werden wieder zu Erde...
...die Beantwortung der Frage sehe ich ähnlich Mona und ist auch hier wiederum immer von der persönlichen Perspektive abhängig und den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, ein Scheitern mit einzubeziehen, bzw. auch daran zu wachsen o.ä.
In meiner Familie z.B. bin ich auf jeden Fall mit meinem Outing gescheitert. Meine Frau und meine Kinder können und wollen das nicht akzeptieren, was ich will und fühle und auch nicht verstehen. Eine weitere Entwicklung meinerseits in dieser weblich orientierten Richtung täte das Scheitern unser Familie langfristig zur Folge haben mit all den dann folgenden Konsequenzen unterschiedlichster Art.
Körperlich fühle ich mich auch gescheitert, weil ich in meiner gewünschten Entwicklungsrichtung so keine Chance mehr habe, etwas noch sinnvoll über das bisherige hinausgehende zu verändern. Ich kann mein Gesicht nicht verändern mit dem Bartwuchs, meine Haare werden nicht weiblich sondern eher immer weniger, mein Körper bleibt ohne HRT auch so fellig und proportiniert, wie er ist, mein Busen wird von selbst auch nicht größer etc. ....
Ich komme in jeder hinsicht an Grenzen, deren Überschreitung nicht nur mein Leben radikal scheitern ließe. Da bliebe kein Stein auf den anderen mehr so in dem typischen Muster Frau weg, Haus weg, Auto weg, alleine sein - Neuanfang womit wofür?? Sichrer frau/man muss auch loslassen können - der Preis kann sehr hoch sein für die Freiheit.
Ich für mich täte die anfangs gestellte Frage eher verneinen.
Liebe Grüße, Ulrike-Marisa
...wir konmmen aus der Erde und werden wieder zu Erde...
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Caira
Re: Scheitern ist gut???
Im Prinzip ja ...
Oder man scheitert an Dingen, die man nicht ändern kann.
Vielleicht trifft das noch eher zu, als überzogene Erwartungen.
Oder man scheitert an Dingen, die man nicht ändern kann.
Vielleicht trifft das noch eher zu, als überzogene Erwartungen.
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Inga
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Re: Scheitern ist gut???
Halo, mteinander,
"Scheitern" ist doch eigentlich nichts anderes als "ohne Erfolg bleiben".
Das finde ich schon frustrierend, egal auf welchem Feld. Einfach nichts erreichen, schwimmen, Grund verlieren, ohne Anerkennung sein, Orientierung verlieren, versagt haben, versagen. Es nimmt kein Ende und man hofft, Weihnachten oder das neue Jahr bringt ein kleines Wunder, eine Kehrtwende, einen Hoffnungsschimmer auf bessere Zeiten. Wofür soll da Scheitern gut sein? Was soll da am Scheitern schön sein?
Liebe Grüße
Inga
"Scheitern" ist doch eigentlich nichts anderes als "ohne Erfolg bleiben".
Das finde ich schon frustrierend, egal auf welchem Feld. Einfach nichts erreichen, schwimmen, Grund verlieren, ohne Anerkennung sein, Orientierung verlieren, versagt haben, versagen. Es nimmt kein Ende und man hofft, Weihnachten oder das neue Jahr bringt ein kleines Wunder, eine Kehrtwende, einen Hoffnungsschimmer auf bessere Zeiten. Wofür soll da Scheitern gut sein? Was soll da am Scheitern schön sein?
Liebe Grüße
Inga
Zuletzt geändert von Inga am Di 17. Dez 2013, 14:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Lieschen
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Re: Scheitern ist gut???
Hallo,
man/frau könnte auch ganz einfach sagen: "Aus Fehlern wird man klug!" (Zitat meine Oma)
Hier ist ein schöner Artikel über Mißerfolge (allein der Begriff "Mißerfolg" ist doch schon besser als der Ausdruck "Scheitern") und wie erfolgreiche Hochbegabte (Sind wir das nicht alle? Ein bißchen jedenfalls?) damit umgehen:
http://www.uni-trier.de/fileadmin/fb1/p ... 96-tgb.pdf
Im Fazit heißt es:
"Hochbegabt zu sein bedeutet nicht, daß man keine Fehler macht. Aber hohe Begabung bringt eine großartige Fähigkeit mit sich: nämlich die, zu analysieren, was schiefgelaufen ist, warum ein Fehler aufgetreten ist und was man machen kann, damit das nicht noch einmal passiert. Das heißt nicht, dass man dadurch insgesamt weniger Fehler machen wird. Aber dafür vielleicht bessere."
Ein schönerer Schlußsatz fällt mir auch nicht ein. Also: seien wir hochbegabt!
Immer optimistisch: Lieschen
man/frau könnte auch ganz einfach sagen: "Aus Fehlern wird man klug!" (Zitat meine Oma)
Hier ist ein schöner Artikel über Mißerfolge (allein der Begriff "Mißerfolg" ist doch schon besser als der Ausdruck "Scheitern") und wie erfolgreiche Hochbegabte (Sind wir das nicht alle? Ein bißchen jedenfalls?) damit umgehen:
http://www.uni-trier.de/fileadmin/fb1/p ... 96-tgb.pdf
Im Fazit heißt es:
"Hochbegabt zu sein bedeutet nicht, daß man keine Fehler macht. Aber hohe Begabung bringt eine großartige Fähigkeit mit sich: nämlich die, zu analysieren, was schiefgelaufen ist, warum ein Fehler aufgetreten ist und was man machen kann, damit das nicht noch einmal passiert. Das heißt nicht, dass man dadurch insgesamt weniger Fehler machen wird. Aber dafür vielleicht bessere."
Ein schönerer Schlußsatz fällt mir auch nicht ein. Also: seien wir hochbegabt!
Immer optimistisch: Lieschen
An die Rausgemobbten und/oder Ausgeschlossenen, die hier evtl. (nur) noch still mitlesen (Hugo, Darialena, Breakfast@Tiffany, ingedie2te u. A.): bitte schreibt mir doch kurz, in welchen Foren ihr euch jetzt aufhaltet.
lieschen-77ätgmx.de
lieschen-77ätgmx.de
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sascha
Re: Scheitern ist gut???
Hallo zusammen,
scheitern ist für mich positiv besetzt im Sinne von loslassen, Ballast abwerfen, Neuanfang, Glücklichsein. Das gilt für für mich für materielle Dinge ebenso, wie für Beziehungen an denen man krampfhaft festhält.
Ich habe mal vor längerer Zeit gelesen, dass bei uns ein gutbürgerlicher Haushalt etwa 35.000 Artikel besitzt und managt. Für ein ausgewogenes und angenehmes Leben benötigt man aber nur etwa 5.000, alles darüber Hinausgehende ist unnötig, dient nur als Staubfänger oder Prestigeobjekt usw.
Je mehr Dinge man aber im Leben anhäuft, desto größer wird der Aufwand sich damit auseinanderzusetzen, sie zu erhalten und auch noch zu vermehren. Irgendwann wird einem u.U. die Belastung zu groß und man scheitert und verliert womöglich alles.
Ich hatte mal Familie und angehäuftes Vermögen, viel Stress und irgendwann keine Zeit mehr für den erworbenen Wohlstand, Frau und Heim. Es kam wie es kommen musste, alles ging den Bach runter. Meine Flucht vor der Scham und der Häme meiner Mitmenschen führte mich in die Depression letztlich nach Zimbabwe, wo ich im Busch bei den mittellosen Einheimischen lernen durfte, was es wirklich braucht zum Glücklichsein und kam mit diesen Erkenntnissen zurück in die "Zivilisation". Ich will an dieser Stelle nicht weiter ausführen, dazu schreibe ich besser mal meine Lebensgeschichte.
Heute lebe ich als sog. Minimalist auf eine Art und Weise, dass mich auch ein zukünftig möglicher Zusammenbruch der Weltwirtschaft und Finanz nicht schrecken kann. Ich gefalle keinen Menschen mehr, die ich nicht mag bloß der political correctness wegen, mache nur soviel, wie eben nötig und treffe meine eigenen Entscheidungen, ganz besonders in der Wahl meiner Lebensumstände, Bekleidung und Freunde. Frauen an meiner Seite toleriere ich nur noch wenn sie nicht dauerhaft bei mir einziehen wollen, mich bedingungslos respektieren und nicht umerziehen wollen. Die können das, sie sind ja emanzipiert genug.
Nein, ich bin kein Eremit in der Höhle und Körnchenfresser, sondern habe alles was nötig ist, bin rundum zufrieden und auf alles mögliche vorbereitet.
liebe Grüße Sascha
scheitern ist für mich positiv besetzt im Sinne von loslassen, Ballast abwerfen, Neuanfang, Glücklichsein. Das gilt für für mich für materielle Dinge ebenso, wie für Beziehungen an denen man krampfhaft festhält.
Ich habe mal vor längerer Zeit gelesen, dass bei uns ein gutbürgerlicher Haushalt etwa 35.000 Artikel besitzt und managt. Für ein ausgewogenes und angenehmes Leben benötigt man aber nur etwa 5.000, alles darüber Hinausgehende ist unnötig, dient nur als Staubfänger oder Prestigeobjekt usw.
Je mehr Dinge man aber im Leben anhäuft, desto größer wird der Aufwand sich damit auseinanderzusetzen, sie zu erhalten und auch noch zu vermehren. Irgendwann wird einem u.U. die Belastung zu groß und man scheitert und verliert womöglich alles.
Ich hatte mal Familie und angehäuftes Vermögen, viel Stress und irgendwann keine Zeit mehr für den erworbenen Wohlstand, Frau und Heim. Es kam wie es kommen musste, alles ging den Bach runter. Meine Flucht vor der Scham und der Häme meiner Mitmenschen führte mich in die Depression letztlich nach Zimbabwe, wo ich im Busch bei den mittellosen Einheimischen lernen durfte, was es wirklich braucht zum Glücklichsein und kam mit diesen Erkenntnissen zurück in die "Zivilisation". Ich will an dieser Stelle nicht weiter ausführen, dazu schreibe ich besser mal meine Lebensgeschichte.
Heute lebe ich als sog. Minimalist auf eine Art und Weise, dass mich auch ein zukünftig möglicher Zusammenbruch der Weltwirtschaft und Finanz nicht schrecken kann. Ich gefalle keinen Menschen mehr, die ich nicht mag bloß der political correctness wegen, mache nur soviel, wie eben nötig und treffe meine eigenen Entscheidungen, ganz besonders in der Wahl meiner Lebensumstände, Bekleidung und Freunde. Frauen an meiner Seite toleriere ich nur noch wenn sie nicht dauerhaft bei mir einziehen wollen, mich bedingungslos respektieren und nicht umerziehen wollen. Die können das, sie sind ja emanzipiert genug.
Nein, ich bin kein Eremit in der Höhle und Körnchenfresser, sondern habe alles was nötig ist, bin rundum zufrieden und auf alles mögliche vorbereitet.
liebe Grüße Sascha
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Marlene
- registrierte BenutzerIn
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- Registriert: Di 12. Apr 2011, 12:50
- Geschlecht: dazwischen
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- Hat sich bedankt: 318 Mal
- Danksagung erhalten: 105 Mal
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Re: Scheitern ist gut???
Sascha mein Respekt! Genauso sehe ich das auch und versuche jeden Tag meine Lebensweise danach einzustellen.
L.G. Marlene
L.G. Marlene