Wieder mal im Tief
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exuserIn-2014-10-05
Wieder mal im Tief
Hallo zusammen,
nach dem ich schon mitbekommen hab, dass hier im Forum viele liebe Menschen viele intensive und "tiefe" Gedanken teilen, hat das mich ermutigt ebenfalls mein augenblickliches Gefühl zu schildern.
Ich befinde mich grad mal wieder in einem Tief, das ich schon ewigkeiten kenne. Seit dem ich denken kann gibt es immer wieder Phasen in denen ich mich so unvollständig fühle. Ein Gefühl das falsche Leben zu haben und eigentlich ein anderer sein zu wollen. Das ist wie so eine ganz tiefe Verletzung die ich kaum konkreter beschreiben kann. Es gibt mir nur das Gefühl dass alles nicht "richtig" ist.
In diesen Phasen habe ich meist ein großes Bedürfnis voll zu meinen Neigungen zu stehen, mich zu outen und mein Leben diesbezüglich von Grund auf zu ändern, in der Hoffung, dass dann alles besser wird und ich glücklicher sein kann.
Nun ist aber die Preisfrage nach dem warum? Die mir sicher kein anderer beantworten kann als ich selbst. Ist es tatsächlich so, dass ich eigentlich gerne als Frau leben würde und darin meine Erfüllung finde, oder ist es einfach eine Flucht vor dem was ich nicht sehen will oder kann? Sind meine Depressionen der Grund für meine Neigungen, oder ist es anders herum, oder hat das eine mit dem anderen nichts zu tun? iIll ich wirklich eigentlich Frau sein, oder "reicht" es wenn ich immer wieder in die Rolle einer Frau schlüpfe? Und schluss endlich, was stimmt eigentlich nicht mit mir?
Keine Ahnung, aber das ganze Durcheinander macht mich grad ganz schön fertig.
Ich habe bisher diese emotionalen Seiten noch nie so offen mitgeteilt und will mich damit auch nicht ausheulen oder so. Aber nach allem was ich bisher gelesen habe, denke ich dass ich bei Euch ganz gut aufgehoben bin. Deshalb bin ich auch dem Bedürfnis gefolgt mich hier mitzuteilen.
Liebe Grüße
Karon
nach dem ich schon mitbekommen hab, dass hier im Forum viele liebe Menschen viele intensive und "tiefe" Gedanken teilen, hat das mich ermutigt ebenfalls mein augenblickliches Gefühl zu schildern.
Ich befinde mich grad mal wieder in einem Tief, das ich schon ewigkeiten kenne. Seit dem ich denken kann gibt es immer wieder Phasen in denen ich mich so unvollständig fühle. Ein Gefühl das falsche Leben zu haben und eigentlich ein anderer sein zu wollen. Das ist wie so eine ganz tiefe Verletzung die ich kaum konkreter beschreiben kann. Es gibt mir nur das Gefühl dass alles nicht "richtig" ist.
In diesen Phasen habe ich meist ein großes Bedürfnis voll zu meinen Neigungen zu stehen, mich zu outen und mein Leben diesbezüglich von Grund auf zu ändern, in der Hoffung, dass dann alles besser wird und ich glücklicher sein kann.
Nun ist aber die Preisfrage nach dem warum? Die mir sicher kein anderer beantworten kann als ich selbst. Ist es tatsächlich so, dass ich eigentlich gerne als Frau leben würde und darin meine Erfüllung finde, oder ist es einfach eine Flucht vor dem was ich nicht sehen will oder kann? Sind meine Depressionen der Grund für meine Neigungen, oder ist es anders herum, oder hat das eine mit dem anderen nichts zu tun? iIll ich wirklich eigentlich Frau sein, oder "reicht" es wenn ich immer wieder in die Rolle einer Frau schlüpfe? Und schluss endlich, was stimmt eigentlich nicht mit mir?
Keine Ahnung, aber das ganze Durcheinander macht mich grad ganz schön fertig.
Ich habe bisher diese emotionalen Seiten noch nie so offen mitgeteilt und will mich damit auch nicht ausheulen oder so. Aber nach allem was ich bisher gelesen habe, denke ich dass ich bei Euch ganz gut aufgehoben bin. Deshalb bin ich auch dem Bedürfnis gefolgt mich hier mitzuteilen.
Liebe Grüße
Karon
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Anne-Mette
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Re: Wieder mal im Tief
Moin,
das "Gespräch" im Forum ist ja leider etwas behäbig; und man sieht sein Gegenüber nicht.
Hast Du mal überlegt, Dich einer Gruppe anzuschließen?
Die meisten Gruppentreffen sind ja nicht so oft, aber immerhin finden "richtige Gespräche" statt und man/Frau bekommt in vielen Fällen Zuspruch, Tipps usw. und kann hören, wie es anderen Leuten in ähnlichen Situationen ergangen ist.
Wenn Deine Gefühle sehr tief liegen, und das deutet darauf hin
"Ein neues Leben" entsteht für sehr viele Menschen nicht; denn Teile des alten Lebens wird man immer dabei haben, auch wenn es schwer fällt und man sie eigentlich abschütteln möchte.
Alles Gute
Gruß
Anne-Mette
das "Gespräch" im Forum ist ja leider etwas behäbig; und man sieht sein Gegenüber nicht.
Hast Du mal überlegt, Dich einer Gruppe anzuschließen?
Die meisten Gruppentreffen sind ja nicht so oft, aber immerhin finden "richtige Gespräche" statt und man/Frau bekommt in vielen Fällen Zuspruch, Tipps usw. und kann hören, wie es anderen Leuten in ähnlichen Situationen ergangen ist.
Wenn Deine Gefühle sehr tief liegen, und das deutet darauf hin
wären vielleicht auch einige Sitzungen bei jemandem angebracht, der Dir zuhört und Dir anschließend erzählt, wie es bei ihm angekommen ist.Das ist wie so eine ganz tiefe Verletzung die ich kaum konkreter beschreiben kann.
"Ein neues Leben" entsteht für sehr viele Menschen nicht; denn Teile des alten Lebens wird man immer dabei haben, auch wenn es schwer fällt und man sie eigentlich abschütteln möchte.
Alles Gute
Gruß
Anne-Mette
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Lina
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Re: Wieder mal im Tief
@ Sind meine Depressionen der Grund für meine Neigungen, oder ist es anders herum, oder hat das eine mit dem anderen nichts zu tun? iIll ich wirklich eigentlich Frau sein, oder "reicht" es wenn ich immer wieder in die Rolle einer Frau schlüpfe?
Tine,
hast du dir genauer überlegt, was es dir brigngen würde, die Antwort darauf zu wissen.
Oder um genauer auf den Punkt zu bringen: Was glaubst du würde dir mehr bringen - den Grund zu kennen, warum du so bist wie du bist - oder dir genau vorzustellen, wie dein Leben, dein Alltag aussehen würde, wenn du voll dazu stehen würde, dass du so bist wie du bist. Ich sage nicht, dass du gleich was ändern musst. Ich möchte nur, dass du es dir genau vorstellst - und wenn du Lust hast erzählst du davon.
Tine,
hast du dir genauer überlegt, was es dir brigngen würde, die Antwort darauf zu wissen.
Oder um genauer auf den Punkt zu bringen: Was glaubst du würde dir mehr bringen - den Grund zu kennen, warum du so bist wie du bist - oder dir genau vorzustellen, wie dein Leben, dein Alltag aussehen würde, wenn du voll dazu stehen würde, dass du so bist wie du bist. Ich sage nicht, dass du gleich was ändern musst. Ich möchte nur, dass du es dir genau vorstellst - und wenn du Lust hast erzählst du davon.
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nicole.f
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Re: Wieder mal im Tief
Hallo Tine!
Ich würde mal sagen, diese Momente kennen viele von uns - vermutlich die meisten. Ist ja auch völlig verständlich, denn die Wege die wir beschreiten liegen doch recht weit von der "Norm" entfernt. Wie soll man sich da über sich spontan sicher sein?
Was Deine depressiven Phasen betrifft, so ist es eigentlich meist so, dass die Trans* Thematik Auslöser der depressiven Verstimmung ist und weniger, dass Depressivität eine Trans* Veranlagung fördert oder erst auslöst. Aber wie gesagt nur "in der Regel", dass kann sicherlich auch individuell anders sein.
Also ich würde mir an der Stelle noch keine zu großen Sorgen machen. Es ist natürlich, richtig und wichtig zunächst zu zweifeln. Doch das sollte nicht dazu führen, etwas blind zu verwerfen oder den Kopf in den Sand zu stecken. Wenn die Antworten nicht von alleine kommen, dann musst Du eben etwas nachhelfen!
Wie Anne-Mette schon vorschlug kann es extrem hilfreich sein, einfach mal mit Dritten darüber zu sprechen. Einen Schritt hast Du dazu ja schon getan, in dem Du Dich hier her getraut hast - völlig richtig! Ein weiterer Schritt ist der direkte Kontakt mit "echten" Menschen. Das muss nicht gleich ein Psychologe sein, das können auch ganz normale Leute einer Selbsthilfegruppe sein. Warst Du mal bei einer? Das kann ich Dir, wie Anne-Mette und sicherlich viele weitere auch, nur wärmstens ans Herz legen! Es ist eine Sache, anonym im Internet Dinge über sich und andere zu präsentieren. Doch es hat nochmal eine ganz andere Qualität, sich im direkten persönlichen Kontakt auszutauschen, andere Betroffenen kennenzulernen, andere Lebensmodelle und Ansätze zu erfahren.
Und wie ist das bei Dir, bist Du schon außer Haus in weiblicher Gestalt unterwegs? Das solltest Du, auch um Dich selbst zu erfahren, bevor Du irgendwelche Entscheidungen triffst, auf jeden Fall machen. Nur zu Hause ist wieder etwas ganz anderes, als in der Öffentlichkeit so aufzutreten und dazu dann stehen zu müssen. Die Treffen bei einer Selbsthilfegruppe könnten bspw. solche Anlässe sein. Dort wirst Du verständnisvolle Mitmenschen treffen, sodaß eine Ablehnung sehr unwahrscheinlich ist. Aber der qualitative Unterschied ist, Du musst gegenüber potentiell Fremden zu Dir stehen. Dies kann ein befreiender Sprung über eine Hürde sein, kann aber auch die Erkenntnis bringen, dass diese Hürde doch (noch) zu hoch liegt. Und schon bist Du mit Deiner Selbsterkenntnis ein großes Stück weiter!
Von mir kann ich sagen, dass mich solche Erlebnisse über einige Hürden gebracht haben. Die Fragen wurden dadurch nicht weniger. Doch es gab einige Antworten und neue Fragen kamen hinzu. Es ist eben kein Entweder / Oder, sondern ein Weg, ein verschlungener Pfad, der auch schonmal wieder vom Ziel weg führt. Aber jeder Schritt darauf ist ein Schritt vorwärts. Stillstand wäre viel schlimmer.
Liebe Grüße
nicole
Ich würde mal sagen, diese Momente kennen viele von uns - vermutlich die meisten. Ist ja auch völlig verständlich, denn die Wege die wir beschreiten liegen doch recht weit von der "Norm" entfernt. Wie soll man sich da über sich spontan sicher sein?
Was Deine depressiven Phasen betrifft, so ist es eigentlich meist so, dass die Trans* Thematik Auslöser der depressiven Verstimmung ist und weniger, dass Depressivität eine Trans* Veranlagung fördert oder erst auslöst. Aber wie gesagt nur "in der Regel", dass kann sicherlich auch individuell anders sein.
Also ich würde mir an der Stelle noch keine zu großen Sorgen machen. Es ist natürlich, richtig und wichtig zunächst zu zweifeln. Doch das sollte nicht dazu führen, etwas blind zu verwerfen oder den Kopf in den Sand zu stecken. Wenn die Antworten nicht von alleine kommen, dann musst Du eben etwas nachhelfen!
Wie Anne-Mette schon vorschlug kann es extrem hilfreich sein, einfach mal mit Dritten darüber zu sprechen. Einen Schritt hast Du dazu ja schon getan, in dem Du Dich hier her getraut hast - völlig richtig! Ein weiterer Schritt ist der direkte Kontakt mit "echten" Menschen. Das muss nicht gleich ein Psychologe sein, das können auch ganz normale Leute einer Selbsthilfegruppe sein. Warst Du mal bei einer? Das kann ich Dir, wie Anne-Mette und sicherlich viele weitere auch, nur wärmstens ans Herz legen! Es ist eine Sache, anonym im Internet Dinge über sich und andere zu präsentieren. Doch es hat nochmal eine ganz andere Qualität, sich im direkten persönlichen Kontakt auszutauschen, andere Betroffenen kennenzulernen, andere Lebensmodelle und Ansätze zu erfahren.
Und wie ist das bei Dir, bist Du schon außer Haus in weiblicher Gestalt unterwegs? Das solltest Du, auch um Dich selbst zu erfahren, bevor Du irgendwelche Entscheidungen triffst, auf jeden Fall machen. Nur zu Hause ist wieder etwas ganz anderes, als in der Öffentlichkeit so aufzutreten und dazu dann stehen zu müssen. Die Treffen bei einer Selbsthilfegruppe könnten bspw. solche Anlässe sein. Dort wirst Du verständnisvolle Mitmenschen treffen, sodaß eine Ablehnung sehr unwahrscheinlich ist. Aber der qualitative Unterschied ist, Du musst gegenüber potentiell Fremden zu Dir stehen. Dies kann ein befreiender Sprung über eine Hürde sein, kann aber auch die Erkenntnis bringen, dass diese Hürde doch (noch) zu hoch liegt. Und schon bist Du mit Deiner Selbsterkenntnis ein großes Stück weiter!
Von mir kann ich sagen, dass mich solche Erlebnisse über einige Hürden gebracht haben. Die Fragen wurden dadurch nicht weniger. Doch es gab einige Antworten und neue Fragen kamen hinzu. Es ist eben kein Entweder / Oder, sondern ein Weg, ein verschlungener Pfad, der auch schonmal wieder vom Ziel weg führt. Aber jeder Schritt darauf ist ein Schritt vorwärts. Stillstand wäre viel schlimmer.
Liebe Grüße
nicole
Ich bin trans* - und das ist gut so!
Homepage: http://www.dpin.de/nf
Blog: http://www.dpin.de/nf/category/trans/
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Becky
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Re: Wieder mal im Tief
Hi Tine
Anne Mette und nicole b. haben es schon sehr gut beschrieben.
Dein Leidensweg errinnert mich doch sehr an den meinen, auch ich rate Dir: Suche eine SHG in Deiner nähe auf. Der gang zum Psy sollte auch gerne eine Überlegung sein.
Was da in Dir schlummert ist schwer hier zu ergründen, das persönliche Gespräch wird Dir mit Sicherheit helfen können.
Als ich absolut am Ende war, stand ich endlich zu meiner anderen Seite... und klar gab es / gibt es einige Schwere Broken im Weg...
Aber letztlich ist es wirklich besser und viel Glücklicher für mich ...und das kannst Du umfangreich in meinem Tagebuch nachlesen viewtopic.php?f=79&t=5222, mit Positiver Einstellung konnte ich sehr viel erreichen, vieles das ich früher für absolut undenkbar hielt.
Wenn Du fragen hast scheue Dich nicht eine PN zu schreiben.
LG
Rebecca
Anne Mette und nicole b. haben es schon sehr gut beschrieben.
Dein Leidensweg errinnert mich doch sehr an den meinen, auch ich rate Dir: Suche eine SHG in Deiner nähe auf. Der gang zum Psy sollte auch gerne eine Überlegung sein.
Was da in Dir schlummert ist schwer hier zu ergründen, das persönliche Gespräch wird Dir mit Sicherheit helfen können.
In diesen Phasen habe ich meist ein großes Bedürfnis voll zu meinen Neigungen zu stehen, mich zu outen und mein Leben diesbezüglich von Grund auf zu ändern, in der Hoffung, dass dann alles besser wird und ich glücklicher sein kann.
Als ich absolut am Ende war, stand ich endlich zu meiner anderen Seite... und klar gab es / gibt es einige Schwere Broken im Weg...
Aber letztlich ist es wirklich besser und viel Glücklicher für mich ...und das kannst Du umfangreich in meinem Tagebuch nachlesen viewtopic.php?f=79&t=5222, mit Positiver Einstellung konnte ich sehr viel erreichen, vieles das ich früher für absolut undenkbar hielt.
Wenn Du fragen hast scheue Dich nicht eine PN zu schreiben.
LG
Rebecca
In der Rocky Horror Show gibt es ein Lied "Don't dream it, be it"
In diesem Motto steckt so viel Weisheit und womöglich auch der Schlüssel zum Glück?
In diesem Motto steckt so viel Weisheit und womöglich auch der Schlüssel zum Glück?
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Saskia.shewulf
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Re: Wieder mal im Tief
Hallo Tine
versuch dich auf jeden Fall selber anzunehmen und dann ist das nicht die Frage das etwas nicht mit dir stimmt
sondern das etwas anders ist mit Dir das sollte aber nicht negativ von Dir gesehen werden.
Alles andere haben Anne Mette,Nicole und Becky schon sehr gut beschrieben auch mir hat am Anfang der Gang
zu einer Selbsthife Gruppe geholfen und der reale Kontakt mit Menschen die in ähnlichen Situation stecken.
lg Saskia
versuch dich auf jeden Fall selber anzunehmen und dann ist das nicht die Frage das etwas nicht mit dir stimmt
sondern das etwas anders ist mit Dir das sollte aber nicht negativ von Dir gesehen werden.
Alles andere haben Anne Mette,Nicole und Becky schon sehr gut beschrieben auch mir hat am Anfang der Gang
zu einer Selbsthife Gruppe geholfen und der reale Kontakt mit Menschen die in ähnlichen Situation stecken.
lg Saskia
Wer keinen Mut zum träumen hat
-hat keine Kraft zum Kämpfen
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ChristinaF
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Re: Wieder mal im Tief
Wie von den anderen schon geschrieben. Diese Phase(n) haben fast alle durchgemacht. Die eine mehr, die andere weniger. Mal stärker, dann wiederum etwas schwächer. Mir gings ja auch nicht anders, bis auf die Tatsache, dass es mit dem Alter immer stärker wurde und zum Schluss gar nicht mehr wegging.
Mit SHG in Landshut glaube ich, dass dir da nicht so geholfen werden kann, da ich mir nicht sicher bin, ob es eine solche überhaupt noch gibt. Zumindest Anfragen wurden erst gar nicht beantwortet. Vielleicht probierst du auch mal die SHG in Plattling, die von Stefanieberger "geleitet" wird. Und natürlich bleibt immer der Weg offen, sich selbst an Hilfe (erst Hausarzt dann Psychologe) zu wenden.
LG
Chrissie
Mit SHG in Landshut glaube ich, dass dir da nicht so geholfen werden kann, da ich mir nicht sicher bin, ob es eine solche überhaupt noch gibt. Zumindest Anfragen wurden erst gar nicht beantwortet. Vielleicht probierst du auch mal die SHG in Plattling, die von Stefanieberger "geleitet" wird. Und natürlich bleibt immer der Weg offen, sich selbst an Hilfe (erst Hausarzt dann Psychologe) zu wenden.
LG
Chrissie
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exuserIn-2014-10-05
Re: Wieder mal im Tief
Und wieder mal kann ich nur sagen: Vielen lieben Dank für Eure lieben Antworten!
Ich habe seit meinem Thread und Euren Antworten viel nachgedacht und viele Gespräche geführt und dabei gemerkt wie viele Menschen Verständnis für mich und meine Art haben und bei dem Gedanken hab ich schon fast Tränen in den Augen. Ich habe heute z.B. einer Lehrerin von mir erzählt. Die Reaktion war zum enen, dass sie auch von sich sehr persönliche Dinge erzählt hat und zum zum anderen die Meinung, dass es in Niederbayern wohl schwierig wird auf allgemeine Akzeptanz zu stoßen. Sie würde da Berlin vorziehen... Nichts von irritiert sein oder ähnlichem.
Dann habe ich erkannt, dass ich im Grunde mein Leben lang nicht der war der ich bin, wie ich ja schon oben beschrieben habe. Genauso kann ich z.B. die Frage von Lina, wie mein Leben aussehen würde wenn ich voll zu mir stehe, nicht genau beantworten. Aber ich kann endlich aufhören so zu sein wie andere mich haben wollen. Und so hab ich, nach Euren Kommentaren und Gesprächen mit meiner Frau, beschlossen dafür zu sorgen, dass sich das ändert, wie auch immer es aussehen mag. Dazu gehört z.B. dass ich dazu stehen möchte weibliche Schuhe zu tragen, denn das ist etwas das seit Urzeiten ein Teil von mir ist der mich einfach verunsichert hat, weil er keinerlei Akzeptanz oder Verständnis im AUßen erfuhr. Meine Frau geht diesen Weg mit und ich fühle mich gerade seit langem mal wieder glücklich.
Trotz allem werde ich mir auch noch eine SHG suchen und mit Sicherheit weiter nach Eurer Meinung fragen. Danke dafür.
Liebe Grüße
Tine
Ich habe seit meinem Thread und Euren Antworten viel nachgedacht und viele Gespräche geführt und dabei gemerkt wie viele Menschen Verständnis für mich und meine Art haben und bei dem Gedanken hab ich schon fast Tränen in den Augen. Ich habe heute z.B. einer Lehrerin von mir erzählt. Die Reaktion war zum enen, dass sie auch von sich sehr persönliche Dinge erzählt hat und zum zum anderen die Meinung, dass es in Niederbayern wohl schwierig wird auf allgemeine Akzeptanz zu stoßen. Sie würde da Berlin vorziehen... Nichts von irritiert sein oder ähnlichem.
Dann habe ich erkannt, dass ich im Grunde mein Leben lang nicht der war der ich bin, wie ich ja schon oben beschrieben habe. Genauso kann ich z.B. die Frage von Lina, wie mein Leben aussehen würde wenn ich voll zu mir stehe, nicht genau beantworten. Aber ich kann endlich aufhören so zu sein wie andere mich haben wollen. Und so hab ich, nach Euren Kommentaren und Gesprächen mit meiner Frau, beschlossen dafür zu sorgen, dass sich das ändert, wie auch immer es aussehen mag. Dazu gehört z.B. dass ich dazu stehen möchte weibliche Schuhe zu tragen, denn das ist etwas das seit Urzeiten ein Teil von mir ist der mich einfach verunsichert hat, weil er keinerlei Akzeptanz oder Verständnis im AUßen erfuhr. Meine Frau geht diesen Weg mit und ich fühle mich gerade seit langem mal wieder glücklich.
Trotz allem werde ich mir auch noch eine SHG suchen und mit Sicherheit weiter nach Eurer Meinung fragen. Danke dafür.
Liebe Grüße
Tine
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Caira
Re: Wieder mal im Tief
Hallo Tine,
wodurch sind denn deine depressiven Phasen gekennzeichnet. Bist Du nur "einfach schlecht drauf" oder siehst Du auch Einschränkungen und Auswirkungen im Alltag oder auf Mitmenschen? Das Leben besteht immer aus Zweifeln und es gibt keine TS, die völlig zweifelsfrei in die Transition gegangen ist und auch währenddessen gibt es Phasen, an denen man kurz innehält und nachdenkt. Verlange also keine Zweifelsfreiheit von Dir, um den Weg gehen zu können oder als Frau zu leben.
Vielmehr ist es wichtig zu einer Überzeugung zu kommen. Da mögen Ärzte und Kontakte hilfreich sind, aber TS ist immer eine Eigendiagnose. Du musst das also höchst individuell für Dich feststellen und ergründen. Ein erster Anhaltspunkt kann der Cogiati-Test geben: http://transgender.at/cogiati/cogiatitest.html ... darüber hinaus ist es wichtig für Dich zu definieren, was Du von einem Leben als Frau erwartest - was Dir davon heute als Mann auf die Schuhe fällt und womit Du schlecht leben kannst. Da muss man sehr perfide abwägen. Wer z.B. gern Stahlbetonbauer ist und in der Freizeit Rugby spielt, sollte sich das überlegen. Welche maskulinen Seite hast Du, die Dir später fehlen könnten?
Wenn Du der Einsicht bist, dass Du alles (meiste) liebgewonnene ins neue Leben mitnehmen kannst und das Verzichtbare im alten lässt, dann ist der Zeitpunkt geben, den Weg zu beginnen.
LG Nika
wodurch sind denn deine depressiven Phasen gekennzeichnet. Bist Du nur "einfach schlecht drauf" oder siehst Du auch Einschränkungen und Auswirkungen im Alltag oder auf Mitmenschen? Das Leben besteht immer aus Zweifeln und es gibt keine TS, die völlig zweifelsfrei in die Transition gegangen ist und auch währenddessen gibt es Phasen, an denen man kurz innehält und nachdenkt. Verlange also keine Zweifelsfreiheit von Dir, um den Weg gehen zu können oder als Frau zu leben.
Vielmehr ist es wichtig zu einer Überzeugung zu kommen. Da mögen Ärzte und Kontakte hilfreich sind, aber TS ist immer eine Eigendiagnose. Du musst das also höchst individuell für Dich feststellen und ergründen. Ein erster Anhaltspunkt kann der Cogiati-Test geben: http://transgender.at/cogiati/cogiatitest.html ... darüber hinaus ist es wichtig für Dich zu definieren, was Du von einem Leben als Frau erwartest - was Dir davon heute als Mann auf die Schuhe fällt und womit Du schlecht leben kannst. Da muss man sehr perfide abwägen. Wer z.B. gern Stahlbetonbauer ist und in der Freizeit Rugby spielt, sollte sich das überlegen. Welche maskulinen Seite hast Du, die Dir später fehlen könnten?
Wenn Du der Einsicht bist, dass Du alles (meiste) liebgewonnene ins neue Leben mitnehmen kannst und das Verzichtbare im alten lässt, dann ist der Zeitpunkt geben, den Weg zu beginnen.
LG Nika
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Re: Wieder mal im Tief
Ich meine auch nicht, dass du es genau wissen musst. Ich meine, dass ein wichtiger Schritt ist, dir vorzustellen, was du dann tun würdest. So in etwa, was du an einem ganz normalen Tag vom Aufstehen bis zum Einschlafen tun würdest. Um Träume wahr zu machen muss man erst mal träumen, verstehst du?Tine hat geschrieben:... Nichts von irritiert sein oder ähnlichem.
Dann habe ich erkannt, dass ich im Grunde mein Leben lang nicht der war der ich bin, wie ich ja schon oben beschrieben habe. Genauso kann ich z.B. die Frage von Lina, wie mein Leben aussehen würde wenn ich voll zu mir stehe, nicht genau beantworten. ..
Liebe Grüße
Tine
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Re: Wieder mal im Tief
Hallo Tine,
wegen Akzeptanz brauchst du wirklich nicht von Landshut nach Berlin oder woanders hin umziehen. Die findest du hier in Niederbayern genauso. Zumindest bei mir konnte ich keinerlei Diskriminierungen feststellen. Kommt halt sehr darauf an, wie Frau in der Öffentlichkeit auftritt.
Ich finde es echt klasse, dein outen gegenüber deiner Frau und dass sie dich unterstützt. So wird schon sehr vieles einfacher.
Wenn du deinen Weg weitergehen willst, solltest du dir auch weitere Outings gegenüber anderen (Freunden, Bekannten, Nachbarn, Eltern) sehr gut überlegen. Denn einmal geoutet ist geoutet.
Wenn du Fragen hast oder einfach nur reden willst, dann tue es. Ist besser über alles zu reden, als in sich hineinfressen. Und die Möglichkeit per PN sich auszutauschen bleibt natürlich auch noch.
LG
Chrissie
wegen Akzeptanz brauchst du wirklich nicht von Landshut nach Berlin oder woanders hin umziehen. Die findest du hier in Niederbayern genauso. Zumindest bei mir konnte ich keinerlei Diskriminierungen feststellen. Kommt halt sehr darauf an, wie Frau in der Öffentlichkeit auftritt.
Ich finde es echt klasse, dein outen gegenüber deiner Frau und dass sie dich unterstützt. So wird schon sehr vieles einfacher.
Wenn du deinen Weg weitergehen willst, solltest du dir auch weitere Outings gegenüber anderen (Freunden, Bekannten, Nachbarn, Eltern) sehr gut überlegen. Denn einmal geoutet ist geoutet.
Wenn du Fragen hast oder einfach nur reden willst, dann tue es. Ist besser über alles zu reden, als in sich hineinfressen. Und die Möglichkeit per PN sich auszutauschen bleibt natürlich auch noch.
LG
Chrissie
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Re: Wieder mal im Tief
Alleine diese Bereitschaft, also ergebnisoffen Veränderungen nun zuzulassen, spricht BändeTine hat geschrieben:Und wieder mal kann ich nur sagen: Vielen lieben Dank für Eure lieben Antworten!
Ich habe seit meinem Thread und Euren Antworten viel nachgedacht und viele Gespräche geführt und dabei gemerkt wie viele Menschen Verständnis für mich und meine Art haben und bei dem Gedanken hab ich schon fast Tränen in den Augen. Ich habe heute z.B. einer Lehrerin von mir erzählt. Die Reaktion war zum enen, dass sie auch von sich sehr persönliche Dinge erzählt hat und zum zum anderen die Meinung, dass es in Niederbayern wohl schwierig wird auf allgemeine Akzeptanz zu stoßen. Sie würde da Berlin vorziehen... Nichts von irritiert sein oder ähnlichem.
Dann habe ich erkannt, dass ich im Grunde mein Leben lang nicht der war der ich bin, wie ich ja schon oben beschrieben habe. Genauso kann ich z.B. die Frage von Lina, wie mein Leben aussehen würde wenn ich voll zu mir stehe, nicht genau beantworten. Aber ich kann endlich aufhören so zu sein wie andere mich haben wollen. Und so hab ich, nach Euren Kommentaren und Gesprächen mit meiner Frau, beschlossen dafür zu sorgen, dass sich das ändert, wie auch immer es aussehen mag.
Und es wird ganz sicher nicht der letzte sein
Nur sei ein wenig vorsichtig, nichts zu überstürzen und nicht übereilt zuviel auf einmal zu verändern.
Die Sache mir der Akzeptanz und dem Verständnis ist so eine Sache. Oft ist es so, dass wir uns selbst mehr im Weg stehen, als es wirklich Probleme gäbe. Wir merken das nur leider erst, wenn wir den Punkt erreicht haben, dass uns Akzeptanz oder Verständnis nur noch sekundär interessieren. Dann trauen wir uns endlich und es passiert - oft erstaunlich wenig. Und dann ärgert man sich nur, warum man sich nicht viel früher getraut hatTine hat geschrieben:Dazu gehört z.B. dass ich dazu stehen möchte weibliche Schuhe zu tragen, denn das ist etwas das seit Urzeiten ein Teil von mir ist der mich einfach verunsichert hat, weil er keinerlei Akzeptanz oder Verständnis im AUßen erfuhr.
Also vielleicht einfach weniger Angst und Gedanken machen. Lieber gesunden Menschenverstand walten lassen - ist das, was ich da vor habe, noch halbwegs gesellschaftsfähig? Wie würde ich selbst reagieren, wenn mir jemand begegnen würde, der das macht, was ich vor habe? Und dabei sollte man wirklich ehrlich zu sich sein...
Mit anderen in der "realen" Welt in Kontakt zu kommen, bspw. in einer Selbsthilfegruppe, ist ganz sicher richtig und wichtig! Dort hast Du noch ein halbwegs geschütztes Umfeld, kannst Dich selbst ausprobieren und vor allem lernst Du andere Betroffene, ihre Geschichte(n) und Werdegänge kennen. Das hilft, zumindest mir, den eigenen "Kompass" zu eichen und sich selbst gegenüber anderen zu definieren - bin ich auch so? Bin ich anders? Warum? Wie hat er/sie ein Problem, das ich auch habe, gelöst? Wäre diese Lösung auch etwas für mich? Warum vielleicht nicht?Tine hat geschrieben:Meine Frau geht diesen Weg mit und ich fühle mich gerade seit langem mal wieder glücklich.
Trotz allem werde ich mir auch noch eine SHG suchen und mit Sicherheit weiter nach Eurer Meinung fragen. Danke dafür.
Liebe Grüße
Tine
Auch wenn es viele gemeinsame Muster gibt, so sind wir Trans* Menschen doch viel zu individuell unterschiedlich, um einen fertigen Bauplan oder Weg für alle vorgeben zu können. Das muss jede(r) für sich selbst herausfinden. Doch genau dafür gibt es die Gruppen und bspw. dieses Forum, damit wir uns gegenseitig dabei unterstützen können und das ist einfach wunderbar
Liebe Grüße
nicole
Ich bin trans* - und das ist gut so!
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