Wie kann man sich sicher sein? Geht das überhaupt?
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exuserIn-2014-04-20
Wie kann man sich sicher sein? Geht das überhaupt?
Hallo alle zusammen,
Diese Frage beschäftigt mich seit drei Jahren eigentlich ständig, und ich würde gern eure Gedanken dazu hören:
Es geht um die Transition oder vielmehr die Entscheidung dazu. Bin ich wirklich TS? Wie kann ich sicher sein? Kann man sich überhaupt restlos sicher sein, oder bleiben Restzweifel, die sich mit fortschreitender Transition in Wohlgefallen auflösen?
Oder sind die Zweifel, die Tatsache, dass ich mich eben nicht ständig und definitiv als Frau fühle, einZeichen dafür, dass etwas nicht stimmt?
Ich bin übers Wochenende nach Hause zurück zu meiner Mutter gefahren, und fühle mich wieder schlechter. Irgendwie fühle ich mich hier immer etwas männlicher, quasi "vermännlicht". Als ob mich etwas zurückziehen wollte.
Dann habe ich den Artikel aus diesem thread hier gelesen: viewtopic.php?f=63&t=7099
Darin geht es zwar um einen FzM, aber wenn man die ganzen Geschlechter umkehrt, dann passt es sehr gut zu mir!
In diesen Gefühlsschwankungen hat sich wenig verändert. Das einzige was sich geändert hat ist mein immer größerer Wunsch, den Übergang zu machen. Aber ist das das richtige für mich? Werde ich für eine HRT gar nicht erdt zugelassen?
Wie sieht es bei anderen TS aus?
Danke und liebe Grüße!
Diese Frage beschäftigt mich seit drei Jahren eigentlich ständig, und ich würde gern eure Gedanken dazu hören:
Es geht um die Transition oder vielmehr die Entscheidung dazu. Bin ich wirklich TS? Wie kann ich sicher sein? Kann man sich überhaupt restlos sicher sein, oder bleiben Restzweifel, die sich mit fortschreitender Transition in Wohlgefallen auflösen?
Oder sind die Zweifel, die Tatsache, dass ich mich eben nicht ständig und definitiv als Frau fühle, einZeichen dafür, dass etwas nicht stimmt?
Ich bin übers Wochenende nach Hause zurück zu meiner Mutter gefahren, und fühle mich wieder schlechter. Irgendwie fühle ich mich hier immer etwas männlicher, quasi "vermännlicht". Als ob mich etwas zurückziehen wollte.
Dann habe ich den Artikel aus diesem thread hier gelesen: viewtopic.php?f=63&t=7099
Darin geht es zwar um einen FzM, aber wenn man die ganzen Geschlechter umkehrt, dann passt es sehr gut zu mir!
In diesen Gefühlsschwankungen hat sich wenig verändert. Das einzige was sich geändert hat ist mein immer größerer Wunsch, den Übergang zu machen. Aber ist das das richtige für mich? Werde ich für eine HRT gar nicht erdt zugelassen?
Wie sieht es bei anderen TS aus?
Danke und liebe Grüße!
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Ulrike-Marisa
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Re: Wie kann man sich sicher sein? Geht das überhaupt?
Moin Sophie,
sicher sein? ...das geht so einfach nicht. Was ist sicher, sicher sein TS zu sein oder CD; ich glaube das ist eine ganz schwere Geschichte. Entscheidend ist doch ,was du selber fühlst und wie du dich selber einschätzt. Dabei kann verschiedenes bei rauskommen. Bei mir ist das so, dass ich von Kindheit an gerne ein Mädchen gewesen wäre, dass es das aber damals vor 50 Jahren nicht gab und nicht zulässig war. Heute sehe ich das anders mit meinem heutigen Wissensstand. so lebe ich heute als Frau soweit das im Rahen meine persönlichen Freiräume möglich ist; jeden Tag ein kleines Stück ohne mein normales Leben auf den Kopf zu stellen. Ich muss mit Kompromissen leben, da ich Familie habe und meine Frau meinen weiblichen Gefühlen sehr ablehnend gegenüber steht. Nein sicher bin ich mir auch nicht, was mit mir los ist. Ich versuche, damit irgendwie zurecht zu kommen, ohne meiner Frau auf die Füße zu treten. Das kostet viel Kraft und Überwindung, da ich nie das erreichen kann, was ich eigentlich heute will. So ist das Leben eben. Viel spielt sich im Kopf ab uns so kann ich vielfältig am Tag mich als Frau fühlen, ohne dass andere das sofort merken.
LG, Ulrike-Marisa
...das Leben ist vielfältig, also nutzen wir es..
sicher sein? ...das geht so einfach nicht. Was ist sicher, sicher sein TS zu sein oder CD; ich glaube das ist eine ganz schwere Geschichte. Entscheidend ist doch ,was du selber fühlst und wie du dich selber einschätzt. Dabei kann verschiedenes bei rauskommen. Bei mir ist das so, dass ich von Kindheit an gerne ein Mädchen gewesen wäre, dass es das aber damals vor 50 Jahren nicht gab und nicht zulässig war. Heute sehe ich das anders mit meinem heutigen Wissensstand. so lebe ich heute als Frau soweit das im Rahen meine persönlichen Freiräume möglich ist; jeden Tag ein kleines Stück ohne mein normales Leben auf den Kopf zu stellen. Ich muss mit Kompromissen leben, da ich Familie habe und meine Frau meinen weiblichen Gefühlen sehr ablehnend gegenüber steht. Nein sicher bin ich mir auch nicht, was mit mir los ist. Ich versuche, damit irgendwie zurecht zu kommen, ohne meiner Frau auf die Füße zu treten. Das kostet viel Kraft und Überwindung, da ich nie das erreichen kann, was ich eigentlich heute will. So ist das Leben eben. Viel spielt sich im Kopf ab uns so kann ich vielfältig am Tag mich als Frau fühlen, ohne dass andere das sofort merken.
LG, Ulrike-Marisa
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ChristinaF
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Re: Wie kann man sich sicher sein? Geht das überhaupt?
Ich finde, dass die Antwort darauf, was du nun wirklich bist, erst ganz kurz vor dem letzten Entschluss kommen wird, wie du nun leben willst. Davor können, muss aber nicht, lange Zweifel herrschen. Ist vielleicht etwas dumm ausgedrückt. Aber bei mir war es so. Die Zeiten vor meinem Leben als Frau waren auch gekennzeichnet von himmelhochjauchzend bis hin zu tode getrübt. Immer wieder die Frage, bin ich TS kann ich als Frau weiterleben. Letztendlich war bei mir meine Psyche entscheidend und etwas später auch die Physis. Heute leben beide im Einklang.
LG
Chrissie
LG
Chrissie
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exuserIn-2014-04-20
Re: Wie kann man sich sicher sein? Geht das überhaupt?
Danke für eure Antworten.
Ich kann leider nicht sagen, dass ich schon als Kind ein Mädchen sein wollte. Was ich aber sagen kann ist, dass das Thema "Geschlechtsw echsel" schon immer in meinem Kopf präsent war, meine früheste Erinnerung daran reicht in mein 3. oder 4. Lebensjahr zurück.
Nur dass für mich jeder solche Gedanke ein Tabu war. Als Kind konnte ich nicht ein einmal die Worte "Frau" oder "Mädchen" sagen. (klingt jetzt wahrscheinlich ziemlich schräg)
Aber ich habe zum Beispiel mich nicht unbedingt daran gestört, jedenfalls nicht das ich wüsste, dass meine Mutter mir als Kind regelmaßig einen 3-mm-Kurzhaarschnitt verpasst hatte. Ich kam nie auf die Idee, dass ich auch anders aussehen könnte. Jetzt dagegen käme ich niemals auf die Idee, mir meine langen Haare abzuschneiden.
Gilt das auch als schon-als-Kind-gewusst?
Als Zusammenfassung kann man wohl sagen, dass Zweifel Ok sind und kein Ausschlusskriterium, oder?
Es ist nur so, jedes mal wenn ich Berichte oder Geschichten von sehr jungen MzF lese, bin ich deprimiert. Erst dann merke ich erst die ganzen Unterschiede. Ich weiss natürlich, dass der Weg bei jedem anders aussieht. Trotzdem fühle ich mich auf eine Art minderwertig.
Liebe Grüße
Ich kann leider nicht sagen, dass ich schon als Kind ein Mädchen sein wollte. Was ich aber sagen kann ist, dass das Thema "Geschlechtsw echsel" schon immer in meinem Kopf präsent war, meine früheste Erinnerung daran reicht in mein 3. oder 4. Lebensjahr zurück.
Nur dass für mich jeder solche Gedanke ein Tabu war. Als Kind konnte ich nicht ein einmal die Worte "Frau" oder "Mädchen" sagen. (klingt jetzt wahrscheinlich ziemlich schräg)
Aber ich habe zum Beispiel mich nicht unbedingt daran gestört, jedenfalls nicht das ich wüsste, dass meine Mutter mir als Kind regelmaßig einen 3-mm-Kurzhaarschnitt verpasst hatte. Ich kam nie auf die Idee, dass ich auch anders aussehen könnte. Jetzt dagegen käme ich niemals auf die Idee, mir meine langen Haare abzuschneiden.
Gilt das auch als schon-als-Kind-gewusst?
Als Zusammenfassung kann man wohl sagen, dass Zweifel Ok sind und kein Ausschlusskriterium, oder?
Es ist nur so, jedes mal wenn ich Berichte oder Geschichten von sehr jungen MzF lese, bin ich deprimiert. Erst dann merke ich erst die ganzen Unterschiede. Ich weiss natürlich, dass der Weg bei jedem anders aussieht. Trotzdem fühle ich mich auf eine Art minderwertig.
Liebe Grüße
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ChristinaF
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Re: Wie kann man sich sicher sein? Geht das überhaupt?
Du bist garantiert nicht minderwertig. Weder auf die eine noch auf die andere Art. Ich finde, dass alle Transmenschen etwas ganz besonderes in sich haben auf das sie auch stolz sein können.
LG
Chrissie
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Chrissie
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Exuser-2014-02-18
Re: Wie kann man sich sicher sein? Geht das überhaupt?
Hallo
Aber Du fühlst Dich minderwertig,
und das kann ich, glaub ich, ziemlich gut nachempfinden.
Und wenn man Deine Geschichte liest, dann ist das auch logisch/passend.
Im Fach-Chinesisch heisst das wohl "adäquat".
Um aus diesem Problem-Komplex "Trans* + Depression + Minderwertigkeit" heraus zu kommen, helfen sicherlich keine kurzzeitgen klugen Ratschläge aus der Ferne, ich wüsste auch so schnell keinen.
Ich denke mal ... Zeit und Geduld ist wichtig.
Lass Dir selbst die Zeit, heraus zu finden, wer oder was Du bist und was Du willst, und was Du kannst.
Auch wenn es nur kleine Schritte sind.
( sorry, wenn das jetzt auch nach klugem Ratschlag klingt, ich denke mal, Du verstehst das schon richtig )
LG Tina
Da stimme ich voll zu....Dornröschen hat geschrieben:Du bist garantiert nicht minderwertig....usw.
Aber Du fühlst Dich minderwertig,
und das kann ich, glaub ich, ziemlich gut nachempfinden.
Und wenn man Deine Geschichte liest, dann ist das auch logisch/passend.
Im Fach-Chinesisch heisst das wohl "adäquat".
Um aus diesem Problem-Komplex "Trans* + Depression + Minderwertigkeit" heraus zu kommen, helfen sicherlich keine kurzzeitgen klugen Ratschläge aus der Ferne, ich wüsste auch so schnell keinen.
Ich denke mal ... Zeit und Geduld ist wichtig.
Lass Dir selbst die Zeit, heraus zu finden, wer oder was Du bist und was Du willst, und was Du kannst.
Auch wenn es nur kleine Schritte sind.
( sorry, wenn das jetzt auch nach klugem Ratschlag klingt, ich denke mal, Du verstehst das schon richtig )
LG Tina
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JaquelineL
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Re: Wie kann man sich sicher sein? Geht das überhaupt?
Hallo Sophie,
"minderwertig" geht gar nicht
Die Sache mit den Zweifeln kann ich gut nachvollziehen und es erscheint mir sehr wichtig, sich mit diesen sehr genau auseinanderzusetzen. An anderer Stelle habe ich hier mal gelesen, dass alle Einschätzung in unseren Fällen auf Selbsteinschätzung beruht, selbst wenn "professionelle Hilfe" in Anspruch genommen wird, das deckt sich auch mit meiner Erfahrung. Um so notwendiger ist es, vor irreversiblen Schritten für sich selbst die Antworten auf die von Dir gestellten Fragen zu finden: Bin das wirklich ich, oder projeziere ich irgendeine Wunschvorstellung auf meine aktuelle Situation?
Ich kann als Beispiel für eine andere Antwort als "TS" herhalten: Obwohl ich schon als Kind entsprechende Verhaltensweisen an den Tag gelegt hatte und eine Entwicklung durchlaufen habe, die noch vor einigen Jahren auf ein Dasein als Vollzeitfrau hinauszulaufen schien, hatte ich immer wieder bemerkt, dass ich phasenweise meinem biologischen Geschlecht entsprechend dachte und handelte. Heute benutze ich den Begriff "Bigender" zur Beschreibung meines Zustandes und bin mir recht sicher, dass eine GAO oder auch nur Hormontherapie keine Verbesserung meiner Situation gebracht hätte. Es hat allerdings rund 15 Jahre (ab Ende der Pupertät) gedauert, bis ich zu dieser Erkenntnis kam. So kann ich Tinas Kommentar, dass Du Dir die Zeit nehmen solltest, Dich wirklich kennen und verstehen zu lernen, nur unterstützten.
Wo die Reise hingehen soll und welche Schritte dahin führen werden, liegt leider nur bei Dir. Aber eines kann *ich* Dir sagen: Wo immer auf der Skala der Lebenmodelle Deine Stelle sein wird, minderwertig macht es Dich in keinem Fall!
Liebe Grüße
Jackie
"minderwertig" geht gar nicht
Die Sache mit den Zweifeln kann ich gut nachvollziehen und es erscheint mir sehr wichtig, sich mit diesen sehr genau auseinanderzusetzen. An anderer Stelle habe ich hier mal gelesen, dass alle Einschätzung in unseren Fällen auf Selbsteinschätzung beruht, selbst wenn "professionelle Hilfe" in Anspruch genommen wird, das deckt sich auch mit meiner Erfahrung. Um so notwendiger ist es, vor irreversiblen Schritten für sich selbst die Antworten auf die von Dir gestellten Fragen zu finden: Bin das wirklich ich, oder projeziere ich irgendeine Wunschvorstellung auf meine aktuelle Situation?
Ich kann als Beispiel für eine andere Antwort als "TS" herhalten: Obwohl ich schon als Kind entsprechende Verhaltensweisen an den Tag gelegt hatte und eine Entwicklung durchlaufen habe, die noch vor einigen Jahren auf ein Dasein als Vollzeitfrau hinauszulaufen schien, hatte ich immer wieder bemerkt, dass ich phasenweise meinem biologischen Geschlecht entsprechend dachte und handelte. Heute benutze ich den Begriff "Bigender" zur Beschreibung meines Zustandes und bin mir recht sicher, dass eine GAO oder auch nur Hormontherapie keine Verbesserung meiner Situation gebracht hätte. Es hat allerdings rund 15 Jahre (ab Ende der Pupertät) gedauert, bis ich zu dieser Erkenntnis kam. So kann ich Tinas Kommentar, dass Du Dir die Zeit nehmen solltest, Dich wirklich kennen und verstehen zu lernen, nur unterstützten.
Wo die Reise hingehen soll und welche Schritte dahin führen werden, liegt leider nur bei Dir. Aber eines kann *ich* Dir sagen: Wo immer auf der Skala der Lebenmodelle Deine Stelle sein wird, minderwertig macht es Dich in keinem Fall!
Liebe Grüße
Jackie
Today is the first day of the rest of my... forget it.
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nicole.f
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Re: Wie kann man sich sicher sein? Geht das überhaupt?
Hallo Sophie!
Also Deine Zweifel kann ich sehr gut nachvollziehen, vor allem, weil ich mich praktisch in einer ähnlichen Situation befinde.
Und es ist auch nicht schwer nachzuvollziehen, denn wir kennen uns ja in unserer "normalen" Rolle seit mehr oder weniger vielen Jahren. Selbst wenn wir uns sicher sind, dass etwas in uns nicht stimmt, so ist es dennoch extrem schwer zu bewerten, wie schwerwiegend dies wirklich ist. Das ist das, was man landläufig als den berühmten "Leidensdruck" beschreibt.
Wie sehr leidest Du darunter, dass Du nicht so leben kannst, wie Du es als richtig empfinden würdest?
Denn da sollte man sich sicherlich nichts vormachen - den TS Weg gänzlich zu beschreiten bedeutet, sein bisheriges Leben weitgehend über Board zu werfen. In den wenigsten Fällen geht das ohne größere Brüche ab.
Auch wird die Zeit danach kein Zuckerschlecken. Selbst wenn man nur wenig als TS erkennbar ist oder sein wird, so reicht es dennoch für mehr oder weniger starkes Mobbing oder Probleme im Alltag - Pöbeleien oder mit argem Pech auch gewalttätige Übergriffe. Auch mit/im Job wird es in der Regel problematisch. Muss alles nicht sein, aber damit rechnen sollte man.
Und dann fragt man sich ganz zwangsläufig, welches Leid ist wohl das Größere?
Das Jetzige oder jenes, welches man erleben wird, wenn man den Weg zu Ende geht?
Daher ist auch einer der Grundsätze bei der begleitenden Therapie, nach alternativen Lösungen zu suchen. Der TS Weg ist und kann nur der letzte Ausweg sein, wenn wirklich keine andere Möglichkeit besteht und das akute Leiden existenzbedrohend ist und nur so abgewendet werden kann.
("existenzbedrohend" muss dabei aber nicht notwendigerweise gleich Suizidgefahr bedeuten. Es kann auch soetwas sein, wie das man in seiner normalen Rolle nicht mehr "funktioniert", normale soziale Beziehungen nicht aufrecht erhalten werden können oder bspw. der Alltag nicht mehr bewältigt werden kann etc.).
Bist Du schon ge-outet? (Blödes Wort. Gibt es da keinen sinnvollen Deutschen Begriff?)
Komplett, also auch gegenüber der Familie? Freunden? Arbeitskollegen?
Wenn nein, nimm' Dir etwas Zeit und überlege Dir ganz genau, wie dies wohl bei den einzelnen Personen ablaufen könnte - Du kennst sie ja. Und denke daran, dass es wider Erwarten schief gehen kann. Wie würdest Du damit umgehen? Kämst Du damit zurecht, abgewiesen oder sprichwörtlich verstoßen zu werden? Deswegen Deinen Job zu verlieren oder nur noch mit größten Mühen und Abstrichen überhaupt einen zu bekommen?
Ich habe einige TS mittlerweile kennenlernen dürfen und die waren alle so weit. Für sie war es so, wie es vorher war, nicht mehr auszuhalten und sie hätten, schweren Herzens, alles eher ertragen, als weiter "falsch" zu leben.
Für mich ist dies eine der zentralen Fragen, wenn nicht sogar *die* zentrale Frage: Welches Leid ist für die eigene Person schlimmer? Wie hoch ist der Druck?
Erst wenn es wirklich gar keine Aussicht gibt, ein halbwegs normales Leben in der ursprünglichen Rolle zu leben, sollte man diesen Weg tatsächlich in Erwägung ziehen. TS ist nicht das Sahnehäubchen auf die bestehende Existenz. Keine Erweiterung zum Besseren. Es ist vielmehr die Dekonstruktion des Status-Quo zur Rekonstruktion von etwas fast gänzlich Neuem.
Etwas, was mich auch die ganze Zeit beschäftigt ist die Frage, was für mich die wirklich qualitative Veränderung wäre? Vieles von dem, was auf dem TS Weg liegt, kann ich, wenn ich ehrlich zu mir bin, auch so schon bzw. kann jeder andere auch. Und während des Alltagstests wäre man dazu sogar gewissermaßen gezwungen. Selbst das Führen des neuen Vornamens ist ohne Formalien in den meisten Fällen möglich. Das einzige, was man nur schlecht bekommt, sind Hormone. Also was hindert uns daran, einen drastisch feminineren (oder für Transmänner: maskulineren) Weg einzuschlagen? Ein Gutachten von einem Psychologen? Der kann uns eh nicht sagen, was wir sind oder nicht sind. Das müssen wir ganz alleine selbst herausfinden. Die offizielle Vornamensänderung? Für erstaunlich Vieles gar nicht notwendig - Arbeitgeber, Schule, Uni, Krankenversicherung etc. stellen auf Verlangen den Vornamen um. Und bevor es Einsprüche gibt: Ja, einen Anspruch hat man dann noch nicht darauf. Aber die meisten Institutionen lassen da durchaus mit sich reden, wenn man ihnen sachlich erklärt, dass man sich als TS fühlt und dies wirklich so haben möchte. Haben wir hier in der SHG diverse Beispiele. Einzig amtliche Ausweise und Führerschein liefen noch auf den alten Namen.
Es hält einen also nicht sonderlich viel. Warum tut man es dann nicht? Was hält einen wirklich? Und genau *dies* sind, denke ich, die eigentlichen Wurzeln des Zweifelns. Erst wenn man darauf eine eindeutige und vor sich selbst glaubwürdige Antwort hat, dann sollte man es wirklich angehen. Und diese Antworten muss man sich selbst geben. Es ist zunächst völlig unerheblich, was Dritte dazu sagen oder meinen. Sie werden Dir höchstens helfen können, eine Antwort zu finden, aber sie können und sollten Dir diese keinesfalls vorgeben. Das ist ähnlich zum begleitenden Therapeut, der eben "nur" begleitet und unterstützt, aber keine ja/nein Diagnose stellt und stellen kann. Er wird nur unter Umständen anhand der ausbleibenden Antworten feststellen, dass entweder der Leidensdruck nicht groß genug oder die Ursache womöglich doch woanders, als in TS begründet sein könnte.
Was mich hält ist, gebe ich offen zu, dass ich die Hosen gestrichen voll vor Angst habe, was alles schief gehen könnte. Das betrifft praktisch ausschließlich mein Umfeld - Öffentlichkeit (z.B. in der Stadt, wem mal "Schwuchtel" von einer Gruppe Halbstarker nachgebrüllt wurde, wird das verstehen), mein näheres Umfeld mit Freunden und Kollegen, aber vor allem die Familie. So wie ich jetzt bin, ist es zwar für mich nicht schön, aber ich bin akzeptiert. Würde es danach jemals wieder so sein? Und wenn nicht, habe ich dann nicht versucht, den Teufel mit dem Belzebub auszutreiben und indem ich hoffte ein Problem zu lösen, dabei viele neue geschaffen?
Nuja... Obiges gilt eher für die noch Wankelmütigen und Unentschlossenen.
Es gibt auch jene, das sind vor allem Typ-1 TS, die felsenfest sicher sind und für die es nie einen Zweifel sondern höchstens etwas Angst vor der Zukunft gab. Es gibt auch jene, für die alles super glatt abläuft, beneidenswert - keine Probleme beim Outing, keine Probleme im Job/Uni/Schule, Familie akzeptiert die neue Tochter / den neuen Sohn, kein Mobbing, "stealth mode" also perfektes Passing (gerade gestern eine solche Transfrau getroffen - meine Güte war ich neidisch, aber auch kein Wunder, denn sie hat sich mit 15 ge-outet, d.h. sie hat die Folgen der Pubertät weitgehend unterdrücken können) - alles Bestens.
So kann es gehen. Doch damit sollte man, denke ich, keinesfalls rechnen.
Rechne mit dem Schlimmsten und alles Gute ist eine positive Überraschung.
Mittwoch habe ich meinen ersten Termin beim Psychologen. Ich weiß recht genau, welche "Knöpfe" ich drücken müsste, um von ihm eine Indikation oder Gutachten zu bekommen. Das habe ich aber nicht vor, sondern ich werde so offen und ehrlich wie möglich mit ihm sein, ihm also auch von meinen Zweifeln erzählen. Ich hoffe das geht mit ihm, denn das scheint leider nicht selbstverständlich zu sein, dass Psychologen beim Thema TS ehrlich Interesse zeigen und wirklich helfen wollen. Ich habe unglaubliche Angst, das Falsche zu tun. Ich weiß aber auch, dass es so wie es jetzt ist, auch nicht weiter gehen kann. Eine innere Zerrissenheit, deren Spannung ständig zunimmt. Wie sich aufschaukelnde Wellen, den einen Tag ist alles ganz OK, den nächsten Tag wieder mehr, dann wieder OK, dann noch mehr etc. Wie ein Karussell, welches sich immer schneller zu drehen beginnt. Und das produziert mein Leiden. Ich kann mich kaum noch auf meine Arbeit konzentrieren. Seit Jahren dreht sich mein Denken um diese eine Frage. Und es nimmt zu, es nimmt mich ein. Ich habe mal ein Zitat einer Transfrau aus den USA auf die Frage gelesen, was denn wohl das beste sei, nachdem sie ihre Transition abgeschlossen hatte: Ich denke nicht mehr über Geschlecht nach. Aus meiner Perspektive ein göttliches Geschenk. Was gäbe ich dafür, wenn dieses Grübeln endlich aufhörte!
Und um nochmal auf die Frage nach "minderwertig" zurückzukommen... niemand ist "minderwertig", weniger leidend oder mehr hilfsbedürftig, nur weil man nicht in ein bekanntes Schema passt. Wenn die endlosen Diskussionen über Geschlechtsidentität einen eines gelehrt haben, dann dies, dass es eine höchst individuelle Angelegenheit ist. Wer hier versucht zu pauschalisieren, kann nur überwiegend falsch liegen, da man damit der großen Mehrheit Unrecht tut. Alleine hier im Forum tummeln sich soviele Beispiele für die unterschiedlichsten Auffassungen und Lebensgestaltungen. Und (fast) alle sind gleich valide. Es gibt für mich nur eine kleine Einschränkung, nämlich für jene, die sich noch nicht selbst gefunden haben. Doch auch diesen sollte man Verständnis entgegen bringen und ihnen helfen, sich selbst zu finden, statt ihnen womöglich falsche Muster überzuhelfen. "Minderwertig"? Nein. Dies ist keine Frage der Wertigkeit. Anders? Ja! Mit Respekt und auch etwas Neid können wir jene betrachten, die nicht mit ihrem Schicksal hadern und die eine hinreichende Klarheit erreicht haben. Und wir wünschen ihnen alles erdenklich Gute auf diesem Weg! Mit Interesse kann man diesen Weg verfolgen, sich bei Erfolgen mit freuen und bei Fehlschlägen zur Seite stehen. Doch wir sollten uns davor hüten, blind den ausgetretenen Pfaden zu folgen, ohne selbst die Karte gelesen zu haben.
Ach herrjeh, jetzt habe ich die Ursprungsfrage völlig aus den Augen verloren: Kann man sich sicher sein? Geht das überhaupt?
Ich glaube das ist extrem schwierig, also sowohl die Frage zu beantworten als auch diese Sicherheit zu haben. Letztenendes ist es eine bewusste Willensentscheidung, diesen Weg zu gehen. Und wie bei jeder solchen Entscheidung hätte man sich auch anders entscheiden können - Folgen jetzt einmal außer Acht gelassen. Es wäre daher, denke ich, höchst erstaunlich, wenn man sich nicht irgendwann die Frage stellen würde, wie wäre es wohl weiter gegangen, wenn ich mich anders entschieden hätte? Besonders Krisen, die vielleicht auf dem Weg liegen, werden diese Frage aufwerfen. Kann man sich jemals sicher sein? Es gibt wohl solche, die es sind. Doch für viele bleibt es eine Abwägung und doch noch eine latente Unsicherheit. Meist überwiegt wohl das Positive die Zweifel, sodass unter dem Strich eine gesteigerte Lebensqualität erreicht wird. Aber immer klappt das auch nicht. Eine Aktivistin einer SHG, wenn ich mich recht erinnere aus dem Ruhrgebiet, hat den Weg vor, zurück und wieder vor hinter sich, also MzF, dann unsicher geworden, alles wieder zurück FzM, auch nicht glücklich geworden und lebt jetzt doch wieder überwiegend als Frau. Dazu kann man jetzt stehen wie man will, aber auch dies gibt es also ganz offenbar. Eine doch erhebliche Menge sagen, dass es nach der Transition zwar besser ist, aber keinesfalls ausnahmslos rosig und die Frage, ob das denn alles so richtig war, doch immer mal wieder auftaucht.
Also sicher? So richtig ausnahmslos sicher? Völlig ohne wenn und aber oder die leisesten Zweifel?
Ich glaube das sind nur ganz wenige. Einige schreiben ihre eigenen Probleme und Zweifel auch lieber anderen zu - "die Gesellschaft ist schuld", der Arbeitgeber, die Freunde, der Pöbel. Irgendjemand findet sich immer, dem die Schuld in die Schuhe geschoben werden kann, bevor man sich selbst eingesteht, dass es vielleicht doch ein Fehler war und man sich Dinge davon versprochen, die so nicht eingetreten sind. Ein Beispiel hatten wir dazu auch in der SHG, eine Transfrau die recht offen meinte, als Frau sei das Leben grundsätzlicher einfacher, man bekäme alles nachgetragen und man müsse nur sexy genug sein und alles flöge einem zu. Sie hat es in der Tat geschafft, Psychologen und Gutachter zu überzeugen, bekam alle Maßnahmen bewilligt, ist aber heute immernoch genauso arbeitslos und einsam wie zuvor. Ob sie nun Zweifel hat? Recht sicher. Ob sie an ihrer Entscheidung zweifelt? Vielleicht. Vielleicht schiebt sie es aber auch auf die Gesellschaft, die sie einfach nicht akzeptieren will - das ist sicherlich bequemer. Das möchte ich jetzt keinesfalls pauschal unterstellen, es ist nur ein Beispiel, wie so etwas leicht ablaufen könnte. Die SHG Leiterin sagt immer wieder gerne "TS braucht kein Mensch!". Und ich denke sie hat Recht. Es ist ganz sicher nichts erstrebenswertes. Es ist nur eine bittere und unabdingbare Notwendigkeit für die Betroffenen.
Liebe Grüße
nicole
Also Deine Zweifel kann ich sehr gut nachvollziehen, vor allem, weil ich mich praktisch in einer ähnlichen Situation befinde.
Und es ist auch nicht schwer nachzuvollziehen, denn wir kennen uns ja in unserer "normalen" Rolle seit mehr oder weniger vielen Jahren. Selbst wenn wir uns sicher sind, dass etwas in uns nicht stimmt, so ist es dennoch extrem schwer zu bewerten, wie schwerwiegend dies wirklich ist. Das ist das, was man landläufig als den berühmten "Leidensdruck" beschreibt.
Wie sehr leidest Du darunter, dass Du nicht so leben kannst, wie Du es als richtig empfinden würdest?
Denn da sollte man sich sicherlich nichts vormachen - den TS Weg gänzlich zu beschreiten bedeutet, sein bisheriges Leben weitgehend über Board zu werfen. In den wenigsten Fällen geht das ohne größere Brüche ab.
Auch wird die Zeit danach kein Zuckerschlecken. Selbst wenn man nur wenig als TS erkennbar ist oder sein wird, so reicht es dennoch für mehr oder weniger starkes Mobbing oder Probleme im Alltag - Pöbeleien oder mit argem Pech auch gewalttätige Übergriffe. Auch mit/im Job wird es in der Regel problematisch. Muss alles nicht sein, aber damit rechnen sollte man.
Und dann fragt man sich ganz zwangsläufig, welches Leid ist wohl das Größere?
Das Jetzige oder jenes, welches man erleben wird, wenn man den Weg zu Ende geht?
Daher ist auch einer der Grundsätze bei der begleitenden Therapie, nach alternativen Lösungen zu suchen. Der TS Weg ist und kann nur der letzte Ausweg sein, wenn wirklich keine andere Möglichkeit besteht und das akute Leiden existenzbedrohend ist und nur so abgewendet werden kann.
("existenzbedrohend" muss dabei aber nicht notwendigerweise gleich Suizidgefahr bedeuten. Es kann auch soetwas sein, wie das man in seiner normalen Rolle nicht mehr "funktioniert", normale soziale Beziehungen nicht aufrecht erhalten werden können oder bspw. der Alltag nicht mehr bewältigt werden kann etc.).
Bist Du schon ge-outet? (Blödes Wort. Gibt es da keinen sinnvollen Deutschen Begriff?)
Komplett, also auch gegenüber der Familie? Freunden? Arbeitskollegen?
Wenn nein, nimm' Dir etwas Zeit und überlege Dir ganz genau, wie dies wohl bei den einzelnen Personen ablaufen könnte - Du kennst sie ja. Und denke daran, dass es wider Erwarten schief gehen kann. Wie würdest Du damit umgehen? Kämst Du damit zurecht, abgewiesen oder sprichwörtlich verstoßen zu werden? Deswegen Deinen Job zu verlieren oder nur noch mit größten Mühen und Abstrichen überhaupt einen zu bekommen?
Ich habe einige TS mittlerweile kennenlernen dürfen und die waren alle so weit. Für sie war es so, wie es vorher war, nicht mehr auszuhalten und sie hätten, schweren Herzens, alles eher ertragen, als weiter "falsch" zu leben.
Für mich ist dies eine der zentralen Fragen, wenn nicht sogar *die* zentrale Frage: Welches Leid ist für die eigene Person schlimmer? Wie hoch ist der Druck?
Erst wenn es wirklich gar keine Aussicht gibt, ein halbwegs normales Leben in der ursprünglichen Rolle zu leben, sollte man diesen Weg tatsächlich in Erwägung ziehen. TS ist nicht das Sahnehäubchen auf die bestehende Existenz. Keine Erweiterung zum Besseren. Es ist vielmehr die Dekonstruktion des Status-Quo zur Rekonstruktion von etwas fast gänzlich Neuem.
Etwas, was mich auch die ganze Zeit beschäftigt ist die Frage, was für mich die wirklich qualitative Veränderung wäre? Vieles von dem, was auf dem TS Weg liegt, kann ich, wenn ich ehrlich zu mir bin, auch so schon bzw. kann jeder andere auch. Und während des Alltagstests wäre man dazu sogar gewissermaßen gezwungen. Selbst das Führen des neuen Vornamens ist ohne Formalien in den meisten Fällen möglich. Das einzige, was man nur schlecht bekommt, sind Hormone. Also was hindert uns daran, einen drastisch feminineren (oder für Transmänner: maskulineren) Weg einzuschlagen? Ein Gutachten von einem Psychologen? Der kann uns eh nicht sagen, was wir sind oder nicht sind. Das müssen wir ganz alleine selbst herausfinden. Die offizielle Vornamensänderung? Für erstaunlich Vieles gar nicht notwendig - Arbeitgeber, Schule, Uni, Krankenversicherung etc. stellen auf Verlangen den Vornamen um. Und bevor es Einsprüche gibt: Ja, einen Anspruch hat man dann noch nicht darauf. Aber die meisten Institutionen lassen da durchaus mit sich reden, wenn man ihnen sachlich erklärt, dass man sich als TS fühlt und dies wirklich so haben möchte. Haben wir hier in der SHG diverse Beispiele. Einzig amtliche Ausweise und Führerschein liefen noch auf den alten Namen.
Es hält einen also nicht sonderlich viel. Warum tut man es dann nicht? Was hält einen wirklich? Und genau *dies* sind, denke ich, die eigentlichen Wurzeln des Zweifelns. Erst wenn man darauf eine eindeutige und vor sich selbst glaubwürdige Antwort hat, dann sollte man es wirklich angehen. Und diese Antworten muss man sich selbst geben. Es ist zunächst völlig unerheblich, was Dritte dazu sagen oder meinen. Sie werden Dir höchstens helfen können, eine Antwort zu finden, aber sie können und sollten Dir diese keinesfalls vorgeben. Das ist ähnlich zum begleitenden Therapeut, der eben "nur" begleitet und unterstützt, aber keine ja/nein Diagnose stellt und stellen kann. Er wird nur unter Umständen anhand der ausbleibenden Antworten feststellen, dass entweder der Leidensdruck nicht groß genug oder die Ursache womöglich doch woanders, als in TS begründet sein könnte.
Was mich hält ist, gebe ich offen zu, dass ich die Hosen gestrichen voll vor Angst habe, was alles schief gehen könnte. Das betrifft praktisch ausschließlich mein Umfeld - Öffentlichkeit (z.B. in der Stadt, wem mal "Schwuchtel" von einer Gruppe Halbstarker nachgebrüllt wurde, wird das verstehen), mein näheres Umfeld mit Freunden und Kollegen, aber vor allem die Familie. So wie ich jetzt bin, ist es zwar für mich nicht schön, aber ich bin akzeptiert. Würde es danach jemals wieder so sein? Und wenn nicht, habe ich dann nicht versucht, den Teufel mit dem Belzebub auszutreiben und indem ich hoffte ein Problem zu lösen, dabei viele neue geschaffen?
Nuja... Obiges gilt eher für die noch Wankelmütigen und Unentschlossenen.
Es gibt auch jene, das sind vor allem Typ-1 TS, die felsenfest sicher sind und für die es nie einen Zweifel sondern höchstens etwas Angst vor der Zukunft gab. Es gibt auch jene, für die alles super glatt abläuft, beneidenswert - keine Probleme beim Outing, keine Probleme im Job/Uni/Schule, Familie akzeptiert die neue Tochter / den neuen Sohn, kein Mobbing, "stealth mode" also perfektes Passing (gerade gestern eine solche Transfrau getroffen - meine Güte war ich neidisch, aber auch kein Wunder, denn sie hat sich mit 15 ge-outet, d.h. sie hat die Folgen der Pubertät weitgehend unterdrücken können) - alles Bestens.
So kann es gehen. Doch damit sollte man, denke ich, keinesfalls rechnen.
Rechne mit dem Schlimmsten und alles Gute ist eine positive Überraschung.
Mittwoch habe ich meinen ersten Termin beim Psychologen. Ich weiß recht genau, welche "Knöpfe" ich drücken müsste, um von ihm eine Indikation oder Gutachten zu bekommen. Das habe ich aber nicht vor, sondern ich werde so offen und ehrlich wie möglich mit ihm sein, ihm also auch von meinen Zweifeln erzählen. Ich hoffe das geht mit ihm, denn das scheint leider nicht selbstverständlich zu sein, dass Psychologen beim Thema TS ehrlich Interesse zeigen und wirklich helfen wollen. Ich habe unglaubliche Angst, das Falsche zu tun. Ich weiß aber auch, dass es so wie es jetzt ist, auch nicht weiter gehen kann. Eine innere Zerrissenheit, deren Spannung ständig zunimmt. Wie sich aufschaukelnde Wellen, den einen Tag ist alles ganz OK, den nächsten Tag wieder mehr, dann wieder OK, dann noch mehr etc. Wie ein Karussell, welches sich immer schneller zu drehen beginnt. Und das produziert mein Leiden. Ich kann mich kaum noch auf meine Arbeit konzentrieren. Seit Jahren dreht sich mein Denken um diese eine Frage. Und es nimmt zu, es nimmt mich ein. Ich habe mal ein Zitat einer Transfrau aus den USA auf die Frage gelesen, was denn wohl das beste sei, nachdem sie ihre Transition abgeschlossen hatte: Ich denke nicht mehr über Geschlecht nach. Aus meiner Perspektive ein göttliches Geschenk. Was gäbe ich dafür, wenn dieses Grübeln endlich aufhörte!
Und um nochmal auf die Frage nach "minderwertig" zurückzukommen... niemand ist "minderwertig", weniger leidend oder mehr hilfsbedürftig, nur weil man nicht in ein bekanntes Schema passt. Wenn die endlosen Diskussionen über Geschlechtsidentität einen eines gelehrt haben, dann dies, dass es eine höchst individuelle Angelegenheit ist. Wer hier versucht zu pauschalisieren, kann nur überwiegend falsch liegen, da man damit der großen Mehrheit Unrecht tut. Alleine hier im Forum tummeln sich soviele Beispiele für die unterschiedlichsten Auffassungen und Lebensgestaltungen. Und (fast) alle sind gleich valide. Es gibt für mich nur eine kleine Einschränkung, nämlich für jene, die sich noch nicht selbst gefunden haben. Doch auch diesen sollte man Verständnis entgegen bringen und ihnen helfen, sich selbst zu finden, statt ihnen womöglich falsche Muster überzuhelfen. "Minderwertig"? Nein. Dies ist keine Frage der Wertigkeit. Anders? Ja! Mit Respekt und auch etwas Neid können wir jene betrachten, die nicht mit ihrem Schicksal hadern und die eine hinreichende Klarheit erreicht haben. Und wir wünschen ihnen alles erdenklich Gute auf diesem Weg! Mit Interesse kann man diesen Weg verfolgen, sich bei Erfolgen mit freuen und bei Fehlschlägen zur Seite stehen. Doch wir sollten uns davor hüten, blind den ausgetretenen Pfaden zu folgen, ohne selbst die Karte gelesen zu haben.
Ach herrjeh, jetzt habe ich die Ursprungsfrage völlig aus den Augen verloren: Kann man sich sicher sein? Geht das überhaupt?
Ich glaube das ist extrem schwierig, also sowohl die Frage zu beantworten als auch diese Sicherheit zu haben. Letztenendes ist es eine bewusste Willensentscheidung, diesen Weg zu gehen. Und wie bei jeder solchen Entscheidung hätte man sich auch anders entscheiden können - Folgen jetzt einmal außer Acht gelassen. Es wäre daher, denke ich, höchst erstaunlich, wenn man sich nicht irgendwann die Frage stellen würde, wie wäre es wohl weiter gegangen, wenn ich mich anders entschieden hätte? Besonders Krisen, die vielleicht auf dem Weg liegen, werden diese Frage aufwerfen. Kann man sich jemals sicher sein? Es gibt wohl solche, die es sind. Doch für viele bleibt es eine Abwägung und doch noch eine latente Unsicherheit. Meist überwiegt wohl das Positive die Zweifel, sodass unter dem Strich eine gesteigerte Lebensqualität erreicht wird. Aber immer klappt das auch nicht. Eine Aktivistin einer SHG, wenn ich mich recht erinnere aus dem Ruhrgebiet, hat den Weg vor, zurück und wieder vor hinter sich, also MzF, dann unsicher geworden, alles wieder zurück FzM, auch nicht glücklich geworden und lebt jetzt doch wieder überwiegend als Frau. Dazu kann man jetzt stehen wie man will, aber auch dies gibt es also ganz offenbar. Eine doch erhebliche Menge sagen, dass es nach der Transition zwar besser ist, aber keinesfalls ausnahmslos rosig und die Frage, ob das denn alles so richtig war, doch immer mal wieder auftaucht.
Also sicher? So richtig ausnahmslos sicher? Völlig ohne wenn und aber oder die leisesten Zweifel?
Ich glaube das sind nur ganz wenige. Einige schreiben ihre eigenen Probleme und Zweifel auch lieber anderen zu - "die Gesellschaft ist schuld", der Arbeitgeber, die Freunde, der Pöbel. Irgendjemand findet sich immer, dem die Schuld in die Schuhe geschoben werden kann, bevor man sich selbst eingesteht, dass es vielleicht doch ein Fehler war und man sich Dinge davon versprochen, die so nicht eingetreten sind. Ein Beispiel hatten wir dazu auch in der SHG, eine Transfrau die recht offen meinte, als Frau sei das Leben grundsätzlicher einfacher, man bekäme alles nachgetragen und man müsse nur sexy genug sein und alles flöge einem zu. Sie hat es in der Tat geschafft, Psychologen und Gutachter zu überzeugen, bekam alle Maßnahmen bewilligt, ist aber heute immernoch genauso arbeitslos und einsam wie zuvor. Ob sie nun Zweifel hat? Recht sicher. Ob sie an ihrer Entscheidung zweifelt? Vielleicht. Vielleicht schiebt sie es aber auch auf die Gesellschaft, die sie einfach nicht akzeptieren will - das ist sicherlich bequemer. Das möchte ich jetzt keinesfalls pauschal unterstellen, es ist nur ein Beispiel, wie so etwas leicht ablaufen könnte. Die SHG Leiterin sagt immer wieder gerne "TS braucht kein Mensch!". Und ich denke sie hat Recht. Es ist ganz sicher nichts erstrebenswertes. Es ist nur eine bittere und unabdingbare Notwendigkeit für die Betroffenen.
Liebe Grüße
nicole
Ich bin trans* - und das ist gut so!
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exuserIn-2014-04-20
Re: Wie kann man sich sicher sein? Geht das überhaupt?
Ich weiss, dass man nichts überstürzen soll. Aber ich will nicht mehr länger warten!
Ich lebe schon seid drei Jahren in der Schwebe, ohne dass sich viel verändert hat. Das einzige, dass sich verändert, ist dass meine Erwartungen realistischer geworden sind, und mein Wissen größer.
Aber es kann gut sein, dass ich ewig in diesem Zustand bleibe, wenn ich mich nicht vorwärts bewege.
Vor einigen Monaten hatte ich auch in Betracht gezogen Bigender zu sein. Es hätte meine ständigen Schwankungen zwischen Mann und Frau erklärt. Aber als ich länger darüber nachgedacht hatte, kamen mir doch Zweifel. Meine beiden "Pole" waren irgendwie, wie soll ich sagen, nicht symmetrisch. Es war kein richtiges hin und her springen zwischen den Geschlechtern, sondern eher ein "an-aus" Gefühl. Bescheuerte Wortwahl, ich weiss, aber besser kann ich Gefühle, die ja nicht auf Worten basieren, nicht beschreiben.
Tut mir leid, aber ich kann gar nicht aufhören weiter Fragen zu stellen. Denn das alles sind die wichtigsten Fragen meines Lebens!
Vor längerer Zeit hatte ich mal folgendes gelesen:
Durch die lange Zeit, die man im falschen Geschlecht gelebt hat, hat sich eine Fassade aufgebaut, einfach um in dem Geschlecht das man körperlich hat, obwohl man sich nicht so fühlt, überleben und funktionieren zu können. Die wahre Persönlichkeit ist demnach nie wirklich entfaltet worden und liegt noch verborgen, wie ein Samenkorn in der Erde.
Was hält ihr davon? Denn das könnte erklären, warum es mir so geht. Ich fühle mich tatsächlich wie hinter einer Fassade, die ich aber nicht einreißen kann.
Habt ihr das auch so erlebt?
Und noch eine Frage:
Was hat es mit "falschen" und "wahren" Transsexuellen auf sich?
Lg, Sophie
Ich lebe schon seid drei Jahren in der Schwebe, ohne dass sich viel verändert hat. Das einzige, dass sich verändert, ist dass meine Erwartungen realistischer geworden sind, und mein Wissen größer.
Aber es kann gut sein, dass ich ewig in diesem Zustand bleibe, wenn ich mich nicht vorwärts bewege.
Vor einigen Monaten hatte ich auch in Betracht gezogen Bigender zu sein. Es hätte meine ständigen Schwankungen zwischen Mann und Frau erklärt. Aber als ich länger darüber nachgedacht hatte, kamen mir doch Zweifel. Meine beiden "Pole" waren irgendwie, wie soll ich sagen, nicht symmetrisch. Es war kein richtiges hin und her springen zwischen den Geschlechtern, sondern eher ein "an-aus" Gefühl. Bescheuerte Wortwahl, ich weiss, aber besser kann ich Gefühle, die ja nicht auf Worten basieren, nicht beschreiben.
Tut mir leid, aber ich kann gar nicht aufhören weiter Fragen zu stellen. Denn das alles sind die wichtigsten Fragen meines Lebens!
Vor längerer Zeit hatte ich mal folgendes gelesen:
Durch die lange Zeit, die man im falschen Geschlecht gelebt hat, hat sich eine Fassade aufgebaut, einfach um in dem Geschlecht das man körperlich hat, obwohl man sich nicht so fühlt, überleben und funktionieren zu können. Die wahre Persönlichkeit ist demnach nie wirklich entfaltet worden und liegt noch verborgen, wie ein Samenkorn in der Erde.
Was hält ihr davon? Denn das könnte erklären, warum es mir so geht. Ich fühle mich tatsächlich wie hinter einer Fassade, die ich aber nicht einreißen kann.
Habt ihr das auch so erlebt?
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Re: Wie kann man sich sicher sein? Geht das überhaupt?
Aber Du hast Dich doch schon vorwärts bewegt?Sophie Amundsen hat geschrieben:Ich weiss, dass man nichts überstürzen soll. Aber ich will nicht mehr länger warten!
Ich lebe schon seid drei Jahren in der Schwebe, ohne dass sich viel verändert hat. Das einzige, dass sich verändert, ist dass meine Erwartungen realistischer geworden sind, und mein Wissen größer.
Aber es kann gut sein, dass ich ewig in diesem Zustand bleibe, wenn ich mich nicht vorwärts bewege.
Du weißt mehr und Du hast realistischere Erwartungen. Das ist schon relativ viel.
Aber davon abgesehen, was hält Dich denn gerade wirklich auf?
Deine Zweifel? Dann beschreibe sie doch mal hier. Was ist es, was Dich zweifeln lässt?
Es gibt in der Wissenschaft zwei interessante Prinzipien zum Erkenntnisgewinn.
Das eine ist die Falsifikation. Eine Theorie oder Arbeitshypothese ist solange gültig, solange man keinen Gegenbeweis hervorbringen kann. Also in Deinen, oder jedem anderen Fall, gehe doch ersteinmal davon aus, Du seist TS. Das tut noch nicht weh und solange Du es nur für Dich überlegst, visualisierst und über die Folgen nachdenkst, kann noch gar nichts passieren. Es ist Dein Kopf, Deine Gedanken. Auf dieser Basis nachgedacht, was sind dann die Gegenbeispiele, die Dir gegen diese Hypothese einfallen? Was genau lässt Dich zweifeln und könnte damit die Hypothese widerlegt werden?
Oder drehe den Spieß mal um.
Nimm an, Du seist ein "normaler" Mann. Warum stimmt das nicht?
Hilft das nicht, hilft vielleicht ein Ausschlussverfahren.
Schließt man alles Unmögliche aus, so muss das, was dann noch übrig bleibt, so unwahrscheinlich es auch sein mag, die Wahrheit sein.
Also welche alternativen Möglichkeiten gäbe es für Dich? Und warum ist welche davon keine echte Alternative für Dich? Wenn Du alles durch hast, sollte hoffentlich nur noch eine Möglichkeit übrig bleiben, die zumindest mehr Inhalt bietet, als alle anderen.
Also der ersten Teil mit der Fassade ist ja noch sehr nachvollziehbar. Natürlich, solange wir uns noch nicht zu uns selbst bekennen und dies insbesondere noch nicht nach außen tragen, wird jeder halbwegs normal denkende Mensch zur Vermeidung von Problemen versuchen, so gut es geht, den Erwartungen zu entsprechen. Das mit dem Samenkorn finde ich jetzt ein klein wenig theatralisch, aber auch nicht völlig abwegig. Ich würde es, wenn schon eine Natur Allegorie, eher mit einer Raupe und einem Schmetterling vergleichen. In der Raupe ist alles vorhanden, um zum Schmetterling zu werden. Es muss nicht erst noch zur großen Pflanze werden. Es muss "nur" der Kokon aufgebrochen und die Flügel entfaltet werden.Sophie Amundsen hat geschrieben: Vor einigen Monaten hatte ich auch in Betracht gezogen Bigender zu sein. Es hätte meine ständigen Schwankungen zwischen Mann und Frau erklärt. Aber als ich länger darüber nachgedacht hatte, kamen mir doch Zweifel. Meine beiden "Pole" waren irgendwie, wie soll ich sagen, nicht symmetrisch. Es war kein richtiges hin und her springen zwischen den Geschlechtern, sondern eher ein "an-aus" Gefühl. Bescheuerte Wortwahl, ich weiss, aber besser kann ich Gefühle, die ja nicht auf Worten basieren, nicht beschreiben.
Tut mir leid, aber ich kann gar nicht aufhören weiter Fragen zu stellen. Denn das alles sind die wichtigsten Fragen meines Lebens!
Vor längerer Zeit hatte ich mal folgendes gelesen:
Durch die lange Zeit, die man im falschen Geschlecht gelebt hat, hat sich eine Fassade aufgebaut, einfach um in dem Geschlecht das man körperlich hat, obwohl man sich nicht so fühlt, überleben und funktionieren zu können. Die wahre Persönlichkeit ist demnach nie wirklich entfaltet worden und liegt noch verborgen, wie ein Samenkorn in der Erde.
Was hält ihr davon? Denn das könnte erklären, warum es mir so geht. Ich fühle mich tatsächlich wie hinter einer Fassade, die ich aber nicht einreißen kann.
Habt ihr das auch so erlebt?
Wo kommt denn soetwas her? Und was soll das? Also wer unterscheidet denn soetwas und nach welchen Kriterien?Sophie Amundsen hat geschrieben: Und noch eine Frage:
Was hat es mit "falschen" und "wahren" Transsexuellen auf sich?
Lg, Sophie
Die Forschung ist da noch lange nicht am Ende, doch schon von dem was man heute weiß ist relativ klar, dass auch TS ein breites Spektrum hat. Da gibt es kein wahr oder falsch, sondern mannigfaltige Bandbreite. Natürlich gibt es, wie überall, selbst ernannte Apologeten, die den einen Weg als den einzig wahren und richtigen verteidigen - meist ist dies auch zufälligerweise gerade jener Weg, den sie selbst beschritten haben.
Ich habe auch schon davon gehört, dass einige TS wohl gerade jene ohne GaOP als nicht "echt" abqualifizieren. Tut mir leid, kann ich nicht nachvollziehen. Auf der einen Seite wird sich lauthals darüber beklagt, wie intolerant "die Gesellschaft" sei und das man Geschlechtsstereotype bedienen müsse, um sein inneres Gefühl anerkannt zu bekommen und auf der anderen Seite wird genau dies par-tout gefordert? Das man sich unbedingt und bedingungslos angleicht, nur um einem Stereotyp in einer Hinsicht zu entsprechen? Sicherlich gibt es TS, die ihre biologischen sekundären Geschlechtsmerkmale, egal ob F oder M, ablehnen oder sogar schieren Ekel dagegen verspüren. Für sie ist es sicherlich schwer verständlich, dass andere damit kein Problem haben. Aber schwer verständlich darf ja nicht dazu führen, die eigene Situation unbedingt auf andere anwenden zu müssen und ihnen damit zu diktieren, wie sie sich zu verhalten oder selbst wahr zu nehmen haben?
Ich denke es wird in dieser Richtung in den nächsten Jahren noch eine Menge Bewegung geben. Global betrachtet führen immer mehr Länder zumindest vor dem Gesetz eine Geschlechtslosigkeit ein - auch in Deutschland ist dies jetzt möglich. Und das tun sie nicht ohne Grund oder Not, denn es gab einen Bedarf danach. Wohin führt uns dann diese Möglichkeit, wenn wir an TS denken? Dann gibt es nicht nur FzM oder MzF sondern auch MzN, NzF, NzM, FzN - na das wird ein Spaß
Also "wahre" und "falsche" TS sehe ich höchsten in dem Sinne, als das jemand mit etwas Pech die falsche Selbstdiagnose gestellt hat. Die Ausprägungen sind aber so bunt, wie alles andere auch. Da gleicht keine(r) der/m anderen.
Liebe Grüße
nicole
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Inga
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Re: Wie kann man sich sicher sein? Geht das überhaupt?
Hallo, Sophie,
habe ich schon geschrieben? Ich glaube schon an das Leben mit und zwischen beiden Geschlechtern.
Ich glaube auch an das versteckte Samenkorn. Es ist in einem. Es wächst so langsam und irgendwann wird es einem offenbar.
Ich bin zu dem Schluss gekommen, das in mir die Männlichen Seiten sind, die ich seit Geburt gelebet hae und in der ich bei meinen Mitmenschen akzeptiert bin, und dass es daneben in mir weiblihe Seiten gibt, die seit einigen Jahren so langsam zuerst für mich wahrnehmbar werden. Männliche Seiten und weibliche Seiten erlebe ich bei mir gleichzeitig, zwar vielleicht die eine odere andere stärker oder schwächer. manhmal drücke ich die eine Seite mehr aus, manchmal die andere. Aber ich hab evon beiden etwas gleichzeitig. Anders als andere, die in sich spüren, zwischen beiden Geschlechtern eher hin und her switchen, was auch mit dem Stichwort "Two Spirits" benannt wird.
Bei mir ist es, dass ich mich oft mit einer Sache in Gednken beschäftige, immer wieder darüber nachdenke, mir Situationen auch vorstelle, aber letztendlich unentschieden bin. Ja, mich unsicher fühle - bis ich dann eine Art Erleuchtung habe, eine Art Geistesblitz - und dann für mich weiß, ja, so ist es.
Als ich vor zehn Jahren fest stellte, das ich mir als Frau gedressed gefallen kann, ja, dass sich darin Idendität von mir ausdrückt, habe ich jahrelang darüber nachgedacht, ob und wie ich den Prozess der Ts-Wandlung angehe und ob und wie ich eine geschlechtsangleichende Operation angehen sollte. Durch die Lektüre eines Buches eines Erfahrungsberichtes einer Transsexuellen, die nicht nur schrieb, was passierte, wie sie die Umformungen und Veränderungen am Körper wahr nahm, sondern auch ob sie sich näher am Frausein fühlte. Sie schrieb, dass ihr durch die Opreation zwar das männliche Körperteil zwischen den Beinen genommen wurde und ein weiblicher Ausgang nachgeformt wurde. Doch volle weibliche körperfunktion hat es nicht, da die Eierstöcke etc. fehlen und fehlen werden. Mir wurde dabei schlagartig klar, dass mir die Gestaltung des Körpers zwischen den Beinen eigentlich ziemlich egal ist. Gefühlsmäßig stört mich das Körperteil zwischen den Beinen nicht. auch nicht im Erleben meiner weiblichen Seiten in mir. Das kann bei anderen Menschen auch anders sein. Ja, mir wurd klar, dass es keine Schablone gibt, an die man sich anpasst, sondern dass man über sich eher mehr Klarheit gewinnt und sich annimmt, zu sich steht, auch das Unbekannte Verborgene in der Seele zuzulassen und auch etwas mehr zu leben. Ja, CD/TS ist ein Abenteuer auf dem Weg zu sich selbst. Sieh es so, dein Haus ist in allen Teilen auch nicht gleich wie das der Hälfte aller Nachbarn. Irgendwelche Details sind verschieden. Ja, mit manchen gibt es Ähnlichkeit bis weitgehende Übereinstimmung. Doch manchmal sind die die Abweichungen ziemlich groß.
Ich finde, die größte und atemberauschendste Erkenntnis war für mich zu spüren, dass ich ich bin, und es erst weit danach kommt, ob da noch Schubladen passen oder nicht. Ja, ich glaube an ein Leben mit und zwischen den Geschlechtern. Inwieweit ich das für mich zufriedenstellend ausleben kann, ist noch eine andere Frage.
Warum schreibe ich das hier, wenn du es auch woanders leben kannst? Vielleicht hilft dir das in den Fragen deines Lebens etwas weiter.
Liebe Grüße
Inga
habe ich schon geschrieben? Ich glaube schon an das Leben mit und zwischen beiden Geschlechtern.
Ich glaube auch an das versteckte Samenkorn. Es ist in einem. Es wächst so langsam und irgendwann wird es einem offenbar.
Ich bin zu dem Schluss gekommen, das in mir die Männlichen Seiten sind, die ich seit Geburt gelebet hae und in der ich bei meinen Mitmenschen akzeptiert bin, und dass es daneben in mir weiblihe Seiten gibt, die seit einigen Jahren so langsam zuerst für mich wahrnehmbar werden. Männliche Seiten und weibliche Seiten erlebe ich bei mir gleichzeitig, zwar vielleicht die eine odere andere stärker oder schwächer. manhmal drücke ich die eine Seite mehr aus, manchmal die andere. Aber ich hab evon beiden etwas gleichzeitig. Anders als andere, die in sich spüren, zwischen beiden Geschlechtern eher hin und her switchen, was auch mit dem Stichwort "Two Spirits" benannt wird.
Bei mir ist es, dass ich mich oft mit einer Sache in Gednken beschäftige, immer wieder darüber nachdenke, mir Situationen auch vorstelle, aber letztendlich unentschieden bin. Ja, mich unsicher fühle - bis ich dann eine Art Erleuchtung habe, eine Art Geistesblitz - und dann für mich weiß, ja, so ist es.
Als ich vor zehn Jahren fest stellte, das ich mir als Frau gedressed gefallen kann, ja, dass sich darin Idendität von mir ausdrückt, habe ich jahrelang darüber nachgedacht, ob und wie ich den Prozess der Ts-Wandlung angehe und ob und wie ich eine geschlechtsangleichende Operation angehen sollte. Durch die Lektüre eines Buches eines Erfahrungsberichtes einer Transsexuellen, die nicht nur schrieb, was passierte, wie sie die Umformungen und Veränderungen am Körper wahr nahm, sondern auch ob sie sich näher am Frausein fühlte. Sie schrieb, dass ihr durch die Opreation zwar das männliche Körperteil zwischen den Beinen genommen wurde und ein weiblicher Ausgang nachgeformt wurde. Doch volle weibliche körperfunktion hat es nicht, da die Eierstöcke etc. fehlen und fehlen werden. Mir wurde dabei schlagartig klar, dass mir die Gestaltung des Körpers zwischen den Beinen eigentlich ziemlich egal ist. Gefühlsmäßig stört mich das Körperteil zwischen den Beinen nicht. auch nicht im Erleben meiner weiblichen Seiten in mir. Das kann bei anderen Menschen auch anders sein. Ja, mir wurd klar, dass es keine Schablone gibt, an die man sich anpasst, sondern dass man über sich eher mehr Klarheit gewinnt und sich annimmt, zu sich steht, auch das Unbekannte Verborgene in der Seele zuzulassen und auch etwas mehr zu leben. Ja, CD/TS ist ein Abenteuer auf dem Weg zu sich selbst. Sieh es so, dein Haus ist in allen Teilen auch nicht gleich wie das der Hälfte aller Nachbarn. Irgendwelche Details sind verschieden. Ja, mit manchen gibt es Ähnlichkeit bis weitgehende Übereinstimmung. Doch manchmal sind die die Abweichungen ziemlich groß.
Ich finde, die größte und atemberauschendste Erkenntnis war für mich zu spüren, dass ich ich bin, und es erst weit danach kommt, ob da noch Schubladen passen oder nicht. Ja, ich glaube an ein Leben mit und zwischen den Geschlechtern. Inwieweit ich das für mich zufriedenstellend ausleben kann, ist noch eine andere Frage.
Warum schreibe ich das hier, wenn du es auch woanders leben kannst? Vielleicht hilft dir das in den Fragen deines Lebens etwas weiter.
Liebe Grüße
Inga
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Re: Wie kann man sich sicher sein? Geht das überhaupt?
Hallo Adriana!
Der andere Teil ist der medizinische, also wenn man auf Hormone, Epilation und irgendeine Form von operativer Angleichung aus ist. Das geht nur über Ärzte und üblicherweise nach den Spielregeln der Krankenkassen und deren MDK (Medizinischer Dienst). Doch auch dies ist wieder unabhängig von der formal juristischen Seite. Eine Vornamensänderung ist bspw. keine Voraussetzung für Hormone oder GaOP. Eine Personenstandsänderung ist nicht zwingend nach einer GaOP etc.
Also rein theoretisch ist es möglich, weiblich im Pass stehen zu haben und einen weiblichen Vornamen zu haben, aber immernoch komplett biologisch männlich zu sein (von so einem Fall habe ich aber noch nicht gehört/gelesen - möglich müsste es aber IMHO sein). Genauso ist es möglich, komplett feminisiert zu sein, aber noch männlich und den männlichen Vornamen im Pass stehen zu haben. Das würde nur vermutlich keine machen, denn das kann schnell unangenehm werden, wenn man bspw. mal ins Krankenhaus muss und dann als äußerlich Frau auf die Männerstation kommt. Aber auch hier wieder, das müsste IMHO möglich sein.
Das war mal anders und es gab da sehr unschöne Verquickungen zwischen dem juristischen und dem medizinischen Teil.
Oder weiß hier jemand noch etwas anderes?
Ich behaupte da keinesfalls allwissend zu sein. Das Informationsgebirge dazu ist oft etwas undurchschaubar, vor allem weil sich so oft schon etwas geändert hat oder sich die Sichtweisen der Gutachter und Ärzte verändern - von lokalen Unterschieden gar nicht erst zu reden.
Das Wichtigste ist doch, dass Du mit Dir und Deiner Situation im Grundsatz leben kannst. Kleinere Probleme hat jeder, auch nicht Trans* Menschen. Das Gesamtpaket muss stimmen. Wenn allerdings der Druck steigt und beginnt unerträglich zu werden, heisst es so schnell wie möglich die Reißleine zu ziehen!
Du weißt jetzt, was Deine Optionen sind und womit diese einher gehen. Damit bist Du vielen schon einige Schritte voraus.
Liebe Grüße
nicole
An dieser Stelle vielleicht kurz der Einwurf, dass es zwei relativ getrennte Abläufe auf dem TS Weg gibt. Der eine ist der formal juristische, durch Vornamens- und Personenstandsänderung. Das ist etwas, das vor Gericht beantragt wird, das Gericht möchte dazu zwei Gutachten und wenn die positiv ausfallen, werden Vorname und auf Wunsch Personenstand geändert. Daran sind keine medizinischen Voraussetzungen geknüpft (außer den Gutachten). Im Prinzip kann dies ohne vorangegangene Therapie oder sonstige Maßnahmen beantragt werden und müsste auch, sofern die Gutachter mitmachen, durchkommen.Adriana hat geschrieben:Hier der Auszug aus einen meiner aktuellen Gedenkengänge zu dem Thema:
"...ich bin nicht in einer HRT, dafür bin ich zu grüblerisch und habe zu viele Bedenken. Ich bin mir sicher TS zu sein ......
....da habe ich die Befürchtung wieder auf dem halben Weg zwischen der Geschlechter stecken zu bleiben - nur mit anderen Vorzeichen. Da kann ich gleich so bleiben wie ich bin, ohne den ganzen Humbuck auf mich zu nehmen. Es schwankt aber dauerhaft, ab und zu wünsche ich mir ein weniger nachdenklicher mensch zu sein.....wieder eine extra Schublade, TS die sich es nicht wirklich antun will![]()
Irgendwie dazwischen gefangen......ob so oder anders herum
.... ist mir das alles mit zu vielen wenns und abers behaftet...Klar kann man nachhelfen, aber will ich das auch noch auf mich nehmen? Ich habe von Ärzten, Medikamenten und OPs eigentlich genug für mein ganzes Leben..."
Fazit - Ich schwanke immer noch hin und her - nicht ob ich TS bin sondern ob es das ganze Wert ist, nur im festzustellen dass man nun vor Gesetz eine Frau ist, aber doch nicht so richtig angekommen ist, alles auf eine Karte gesetzt hat nur um festzustellen das das ein von vorne herin abgekartetes Spiel war ohne die leiseste Schanse auf den "Hauptgewinn" (im übertragenen Sinne natürlich) den es war von Anfang an eigentlich nur ein "Trostpreis" möglich - ich rede jetzt aus meiner Sicht und für mich alleine !
Der andere Teil ist der medizinische, also wenn man auf Hormone, Epilation und irgendeine Form von operativer Angleichung aus ist. Das geht nur über Ärzte und üblicherweise nach den Spielregeln der Krankenkassen und deren MDK (Medizinischer Dienst). Doch auch dies ist wieder unabhängig von der formal juristischen Seite. Eine Vornamensänderung ist bspw. keine Voraussetzung für Hormone oder GaOP. Eine Personenstandsänderung ist nicht zwingend nach einer GaOP etc.
Also rein theoretisch ist es möglich, weiblich im Pass stehen zu haben und einen weiblichen Vornamen zu haben, aber immernoch komplett biologisch männlich zu sein (von so einem Fall habe ich aber noch nicht gehört/gelesen - möglich müsste es aber IMHO sein). Genauso ist es möglich, komplett feminisiert zu sein, aber noch männlich und den männlichen Vornamen im Pass stehen zu haben. Das würde nur vermutlich keine machen, denn das kann schnell unangenehm werden, wenn man bspw. mal ins Krankenhaus muss und dann als äußerlich Frau auf die Männerstation kommt. Aber auch hier wieder, das müsste IMHO möglich sein.
Das war mal anders und es gab da sehr unschöne Verquickungen zwischen dem juristischen und dem medizinischen Teil.
Oder weiß hier jemand noch etwas anderes?
Ich behaupte da keinesfalls allwissend zu sein. Das Informationsgebirge dazu ist oft etwas undurchschaubar, vor allem weil sich so oft schon etwas geändert hat oder sich die Sichtweisen der Gutachter und Ärzte verändern - von lokalen Unterschieden gar nicht erst zu reden.
Na ist doch auch prima!Adriana hat geschrieben: Ich glaube ich bin langsam in einer Phase 2 angekommen, zwar mit mir im klaren was los ist aber unwilig alles zu riskieren...
Könnte ich die Zeit zurückdrehen und mit 20 bereits die Erkentnisse von Heute haben, wäre das wieder was anderes.
Das Wichtigste ist doch, dass Du mit Dir und Deiner Situation im Grundsatz leben kannst. Kleinere Probleme hat jeder, auch nicht Trans* Menschen. Das Gesamtpaket muss stimmen. Wenn allerdings der Druck steigt und beginnt unerträglich zu werden, heisst es so schnell wie möglich die Reißleine zu ziehen!
Du weißt jetzt, was Deine Optionen sind und womit diese einher gehen. Damit bist Du vielen schon einige Schritte voraus.
Liebe Grüße
nicole
Ich bin trans* - und das ist gut so!
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Re: Wie kann man sich sicher sein? Geht das überhaupt?
oh ja, das wäre toll.nicole.b hat geschrieben:
Ich habe mal ein Zitat einer Transfrau aus den USA auf die Frage gelesen, was denn wohl das beste sei, nachdem sie ihre Transition abgeschlossen hatte: Ich denke nicht mehr über Geschlecht nach. Aus meiner Perspektive ein göttliches Geschenk. Was gäbe ich dafür, wenn dieses Grübeln endlich aufhörte!
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exuserIn-2014-04-20
Re: Wie kann man sich sicher sein? Geht das überhaupt?
So, jetzt ist meine Stimmung im Keller.
Im Gespräch hat mir meine Vermieterin gesagt, dass ich nicht mädchenhaft auf sie wirke, im Verhalten und so, und dass ich nicht mit meinem Körper zu hadern scheine, sondern mit meinem Platz in der Welt.
Ich sehe in mich hinein und finde - nichts. Dort ist nichts. Ich bin keine Frau im inneren. Sie hat recht.
Ich wünschte ich wär tot.
Mein ganzes, Leben ist jetzt eine einzige Tristesse, ohne Licht. Alles ist sinnlos. Ich habe jedes Interesse verloren. Ich werde als Mann sterben, früher oder später, das weiss ich genau. Lieber früher als später.
Im Gespräch hat mir meine Vermieterin gesagt, dass ich nicht mädchenhaft auf sie wirke, im Verhalten und so, und dass ich nicht mit meinem Körper zu hadern scheine, sondern mit meinem Platz in der Welt.
Ich sehe in mich hinein und finde - nichts. Dort ist nichts. Ich bin keine Frau im inneren. Sie hat recht.
Ich wünschte ich wär tot.
Mein ganzes, Leben ist jetzt eine einzige Tristesse, ohne Licht. Alles ist sinnlos. Ich habe jedes Interesse verloren. Ich werde als Mann sterben, früher oder später, das weiss ich genau. Lieber früher als später.
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Re: Wie kann man sich sicher sein? Geht das überhaupt?
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NA UND - kann man da nur sagen. Es geht doch wohl um Dich und wer und was Du bist. Das kannst allein Du sagen!m Gespräch hat mir meine Vermieterin gesagt, dass ich nicht mädchenhaft auf sie wirke,
NA - ist das nur von der Äußerung der Vermieterin abhängig, oder noch von anderen Beuarteilungen?Mein ganzes, Leben ist jetzt eine einzige Tristesse, ohne Licht. Alles ist sinnlos. Ich habe jedes Interesse verloren.
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