Der Wunsch TS zu verstehen - # 2
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ReaGirl
Re: Der Wunsch TS zu verstehen
Nachdem sich unter hormonen einiges ändern kann ist alles möglich. Ich für mich würde, sofern die hormone nicht zu arg an dieser einstellung rütteln weiterhin auf Frauen stehen, also lesbisch sein. Gelesen habe ich aber von jeder Variante schon. Manche haben auch glück und deren Frau ist Bi. Aber wieso sollen lesbische Biofrauen nicht auf MzF stehen können? Wer die Liebe sucht, schaut doch nicht darauf ob die Partnerin eine Gebärmutter hat. Ich hätte, bliebe ich Biomann, auch kein Problem mit MzF (abgeschlossen) hab aber gar nix mit Männern am Hut..ist ja keiner.
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Becky
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Re: Der Wunsch TS zu verstehen
Hi.
erst mal ein grosses Dankeschön nickimuck für den Thread und besonders an Nicole.b, da steckt viel Arbeit in den Ausführungen, die ich nur bestätigen kann.
Zu dem was Vincent über den TS den er kennenlernte schrieb: Nein ich fühle mich nicht angegriffen, nur möchte ich dazu noch etwas sagen:
Genau darum gibt es die Richtlinien der MDK, die fordern mindestens18 Monate in begleitender Therapie zu sein, dazu kommt das nicht nur 1 Psychologe
sondern reichlich Leute damit beschäftigt sein sollen, zu Prüfen ob die Person Stabil den Weg durchziehen kann und ob es wirklich das richtige ist.
Auch ich habe Menschen kennen gelernt, wo ich Zweifel habe, das ist eine echt schwierige Situation, aber darf ich mir Anmaßen über eine Person die ich eigentlich nur flüchtig kenne, zu sagen Ja oder Nö? Woher weis ich was in ihrem inneren sich nicht raustraut oder was nicht da ist? Da finde ich den vorgegebenen Weg über die Psychologen schon gut und richtig. Aber es sind Richtlinien, keine Festen Vorgaben, Richtlinien können behindern, wie in meinem Fall, aber auch Schützen. Richtlinien dürfen aber auch verkürzt werden, klar ist da eine Gefahr...
Widerum habe ich schon von einigen Abrüchen gelesen, die eigentlich nur Aufgrund des nicht in der Aussenwelt zu bestehen passierten.
TS oder besser TI ist kein Hobby, sondern ein inneres Zerreissen, etwas das niemand leichtfertig auf sich nimmt.
Der Leidensdruck muss höher sein, als die Angst alles zu verlieren..., und dazu mußt du bereit sein, wenn du diesen Weg wirklich gehen willst.
Glücklicherweise ist es in der Regel dann aber meißt nicht so schlimm. Was das ganze aber auch beeinflusst, ist wie man selber in der neuen "Rolle" lebt.
"Rolle"... das klingt so nach Schauspielern, ich lebe und empfinde als Frau, seit dem ich einfach losgelassen habe und das Strahle ich auch aus.
Seit dem ich diesen Weg gehe, bin ich wie Befreit, losgelöst, endlich ohne Ängste..., einfach ich sein..., wer damit nicht klarkommt? Sein Problem!!!
Ich habe Glück: sämtliche mir wichtige Personen in meinem Leben (selbst die wo ich zweifel hatte) halten zu mir. Ich bin ich, ohne verstecken, anerzogenes Männliches ist abgefallen und vieles kam einfach aus mir zum Vorschein, ohne Zwang, einfach so, weil es eigentlich immer da war.
Viele meiner Bekannten sagten mir, Früher war da immer so etwas komisches an mir, da stimmte etwas nicht, etwas was man nicht verstehen oder greifen konnte.
Und jetzt? Da stimmt das Bild, das passt zusammen, das ist authentisch und richtig, und keine Schauspielerei.
Liebe nickimuc:
Um meine Gedankenwelt und Empfindungen als Transfrau besser zu verstehen, möchte ich auf mein Tagebuch hinweisen viewtopic.php?f=79&t=5222 als ich mich als Elena hier anmeldete, wusste ich noch nicht wirklich was ich bin, ob das nur ein Fetisch ist... Durch viele Fragen und ehrliche Antworten in diesem tollen Forum konnte ich mich Orientieren und bin wirklich Glücklich auf dem Weg zu sein.
LG Rebecca
erst mal ein grosses Dankeschön nickimuck für den Thread und besonders an Nicole.b, da steckt viel Arbeit in den Ausführungen, die ich nur bestätigen kann.
Zu dem was Vincent über den TS den er kennenlernte schrieb: Nein ich fühle mich nicht angegriffen, nur möchte ich dazu noch etwas sagen:
Genau darum gibt es die Richtlinien der MDK, die fordern mindestens18 Monate in begleitender Therapie zu sein, dazu kommt das nicht nur 1 Psychologe
sondern reichlich Leute damit beschäftigt sein sollen, zu Prüfen ob die Person Stabil den Weg durchziehen kann und ob es wirklich das richtige ist.
Auch ich habe Menschen kennen gelernt, wo ich Zweifel habe, das ist eine echt schwierige Situation, aber darf ich mir Anmaßen über eine Person die ich eigentlich nur flüchtig kenne, zu sagen Ja oder Nö? Woher weis ich was in ihrem inneren sich nicht raustraut oder was nicht da ist? Da finde ich den vorgegebenen Weg über die Psychologen schon gut und richtig. Aber es sind Richtlinien, keine Festen Vorgaben, Richtlinien können behindern, wie in meinem Fall, aber auch Schützen. Richtlinien dürfen aber auch verkürzt werden, klar ist da eine Gefahr...
Widerum habe ich schon von einigen Abrüchen gelesen, die eigentlich nur Aufgrund des nicht in der Aussenwelt zu bestehen passierten.
TS oder besser TI ist kein Hobby, sondern ein inneres Zerreissen, etwas das niemand leichtfertig auf sich nimmt.
Der Leidensdruck muss höher sein, als die Angst alles zu verlieren..., und dazu mußt du bereit sein, wenn du diesen Weg wirklich gehen willst.
Glücklicherweise ist es in der Regel dann aber meißt nicht so schlimm. Was das ganze aber auch beeinflusst, ist wie man selber in der neuen "Rolle" lebt.
"Rolle"... das klingt so nach Schauspielern, ich lebe und empfinde als Frau, seit dem ich einfach losgelassen habe und das Strahle ich auch aus.
Seit dem ich diesen Weg gehe, bin ich wie Befreit, losgelöst, endlich ohne Ängste..., einfach ich sein..., wer damit nicht klarkommt? Sein Problem!!!
Ich habe Glück: sämtliche mir wichtige Personen in meinem Leben (selbst die wo ich zweifel hatte) halten zu mir. Ich bin ich, ohne verstecken, anerzogenes Männliches ist abgefallen und vieles kam einfach aus mir zum Vorschein, ohne Zwang, einfach so, weil es eigentlich immer da war.
Viele meiner Bekannten sagten mir, Früher war da immer so etwas komisches an mir, da stimmte etwas nicht, etwas was man nicht verstehen oder greifen konnte.
Und jetzt? Da stimmt das Bild, das passt zusammen, das ist authentisch und richtig, und keine Schauspielerei.
Liebe nickimuc:
Um meine Gedankenwelt und Empfindungen als Transfrau besser zu verstehen, möchte ich auf mein Tagebuch hinweisen viewtopic.php?f=79&t=5222 als ich mich als Elena hier anmeldete, wusste ich noch nicht wirklich was ich bin, ob das nur ein Fetisch ist... Durch viele Fragen und ehrliche Antworten in diesem tollen Forum konnte ich mich Orientieren und bin wirklich Glücklich auf dem Weg zu sein.
LG Rebecca
In der Rocky Horror Show gibt es ein Lied "Don't dream it, be it"
In diesem Motto steckt so viel Weisheit und womöglich auch der Schlüssel zum Glück?
In diesem Motto steckt so viel Weisheit und womöglich auch der Schlüssel zum Glück?
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eilinfox
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Re: Der Wunsch TS zu verstehen
die frage, ob sich die sexuelle orientierung ändert, stelle ich mir auch immer und kann sie nicht beantworten.
zunächst ist es für eine ts überhaupt mal extrem schwer, eine person zu finden, auf die sie sich einlassen würde.
mit all den körperlichen mängeln, die sie ja hat, und die je nach dem stadium der geschlechtsangleichung auch unterschiedlich weit fortgeschritten ist.
das einlassen auf männer ist da wohl ein gefährliches spiel, das unter umständen mit einer tiefen verletzung endet, wenn die ts merkt, dass sie schlussendlich nur irgendwelche sexuellen phantasien erfüllt.
nadja, könntest du in diesem zusammenhang bitte nicht von männern sprechen, die sich zur frau umwandeln lassen
zunächst ist es für eine ts überhaupt mal extrem schwer, eine person zu finden, auf die sie sich einlassen würde.
mit all den körperlichen mängeln, die sie ja hat, und die je nach dem stadium der geschlechtsangleichung auch unterschiedlich weit fortgeschritten ist.
das einlassen auf männer ist da wohl ein gefährliches spiel, das unter umständen mit einer tiefen verletzung endet, wenn die ts merkt, dass sie schlussendlich nur irgendwelche sexuellen phantasien erfüllt.
nadja, könntest du in diesem zusammenhang bitte nicht von männern sprechen, die sich zur frau umwandeln lassen
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nicole.f
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Re: Der Wunsch TS zu verstehen
Hallo!
Die "Geschlechtsumwandlung" ist auch bei Leibe keine Umwandlung, denn das ist weder gewünscht noch möglich, je nachdem aus welchem Blickwinkel man es betrachtet. Es ist lediglich eine Angleichung des Körpers an das eigene Geschlechtsempfinden bzw. die eigene Geschlechtsidentität.
Und nun zu Deiner Frage: Die sexuelle Orientierung ist prinzipiell von der Geschlechtsidentität getrennt. Jeder Mensch hat eine solche sexuelle Orientierung, die sich in der Regel auch im Laufe des Lebens nicht ändert - endliche Gegenbeispiele gibt es immer. Es wird in der Regel so sein, dass eine Transfrau, die noch in der äußeren Gestalt und Rolle eines Mannes zu diesem Zeitpunkt heterosexuell orientiert war, also sich zu Frauen hingezogen fühlt, auch nach einer Geschlechtsangleichung, Hormonen etc. diese Orientierung beibehält, also zu Frauen. Nur ist es dann offensichtlich homosexuell, nämlich lesbisch. Ein schwuler Bio-Mann wird nach der Angleichung aller Voraussicht nach immernoch Männer lieben, doch dann heißt es nicht mehr schwul sondern heterosexuell, denn "er" ist dann eine "sie".
Dies ist eine der wichtigsten Unterscheidungen, bei der Beschäftigung mit Trans*: Das Geschlecht hat als Solches nichts mit Sexualität zu tun.
Natürlich ist sexuelle Orientierung, Reize, Trieb etc. schon an gewisse geschlechtliche Eigenschaften gebunden, bspw. heterosexuelle Männer empfinden Frauen auch als sexuell "reizvoll" und attraktiv. Doch eine lesbische Frau wird nicht männlich(er), wenn sie wegen ihrer sexuellen Orientierung auch so empfindet, also Frauen sexuell attraktiv findet.
Und damit geraten diese Bezeichnugen auch schnell in Bedrängnis - wann ist bspw. eine intersexuelle Person homosexuell?
Das ist auch glaube ich eines der Probleme, dieser oft endlosen Diskussionen um Begriffe und Bezeichnungen, gerade in diesem Bereich. Fast alle solche Bezeichnungen haben Grenzbereiche, in denen sie nicht mehr klar anwendbar, wie zuvor genanntes Beispiel. Das wird dann gerne als Gegenbeispiel für den Begriff verwendet und das Thema damit für beendet erklärt. Doch ist das wirklich zielführend? Wie auch schon viele hier im Forum gesagt haben, sind Begriffe nicht dafür da, Stereotype zu schaffen oder individuelle Menschen in Kästchen einzuordnen. Spricht man über das Individuum werden sehr oft und selbstverständlich nicht immer bestehende Begriffe und deren Bedeutung ausreichen, um das Individuum zu beschreiben. Doch das nützt der Sache eben nicht. Die Alternative kann es eben nicht sein, sich deshalb lieber gar nicht mit Begriffen und deren möglicher Bedeutung, Auslegung und Abgrenzung zu beschäftigen. Denn ohne diese Begriffe wird ein ordentlicher Diskurs über generelle Probleme dann praktisch unmöglich.
Ich schweife ab...
Liebe Grüße
nicole
Also zunächst nur kurz zum Sprachgebrauch, damit wir auch alle vom Gleichen reden. Üblicherweise wird das, was Du als sexuelle Fixierung bezeichnest als "sexuelle Orientierung" bezeichnet. Eine Fixierung ist etwas leicht anderes und könnte dann missverstanden werden.Nadja Sarah hat geschrieben:was mich dabei beschäftigt ist die Frage, welche Partnerschaft leben Menschen nach einer Geschlechtsumwandlung. Gehe ich von mir aus, die sich nicht als TS versteht, so ziehen mich Frauen sexuell an. Wie ist das bei Menschen, die sich im falschen Geschlecht gefangen fühlen?
Ist ein Mann, der sich zur Frau umwandeln lässt, weil er im falschen Geschlecht lebt, schon davor auf Männer fixiert. Oder ändert sich das mit Geschlechtsumwandlung? Oder bleibt die sexuelle Fixierung dieses Mannes auch nach der Umwandlung auf das weibliche bezogen, wenn es vorher schon so war? Oder lässt sich das generell so gar nicht sagen, weil es bei jedem anders sein kann.
Liebe Grüße Nadja
Die "Geschlechtsumwandlung" ist auch bei Leibe keine Umwandlung, denn das ist weder gewünscht noch möglich, je nachdem aus welchem Blickwinkel man es betrachtet. Es ist lediglich eine Angleichung des Körpers an das eigene Geschlechtsempfinden bzw. die eigene Geschlechtsidentität.
Und nun zu Deiner Frage: Die sexuelle Orientierung ist prinzipiell von der Geschlechtsidentität getrennt. Jeder Mensch hat eine solche sexuelle Orientierung, die sich in der Regel auch im Laufe des Lebens nicht ändert - endliche Gegenbeispiele gibt es immer. Es wird in der Regel so sein, dass eine Transfrau, die noch in der äußeren Gestalt und Rolle eines Mannes zu diesem Zeitpunkt heterosexuell orientiert war, also sich zu Frauen hingezogen fühlt, auch nach einer Geschlechtsangleichung, Hormonen etc. diese Orientierung beibehält, also zu Frauen. Nur ist es dann offensichtlich homosexuell, nämlich lesbisch. Ein schwuler Bio-Mann wird nach der Angleichung aller Voraussicht nach immernoch Männer lieben, doch dann heißt es nicht mehr schwul sondern heterosexuell, denn "er" ist dann eine "sie".
Dies ist eine der wichtigsten Unterscheidungen, bei der Beschäftigung mit Trans*: Das Geschlecht hat als Solches nichts mit Sexualität zu tun.
Natürlich ist sexuelle Orientierung, Reize, Trieb etc. schon an gewisse geschlechtliche Eigenschaften gebunden, bspw. heterosexuelle Männer empfinden Frauen auch als sexuell "reizvoll" und attraktiv. Doch eine lesbische Frau wird nicht männlich(er), wenn sie wegen ihrer sexuellen Orientierung auch so empfindet, also Frauen sexuell attraktiv findet.
Und damit geraten diese Bezeichnugen auch schnell in Bedrängnis - wann ist bspw. eine intersexuelle Person homosexuell?
Das ist auch glaube ich eines der Probleme, dieser oft endlosen Diskussionen um Begriffe und Bezeichnungen, gerade in diesem Bereich. Fast alle solche Bezeichnungen haben Grenzbereiche, in denen sie nicht mehr klar anwendbar, wie zuvor genanntes Beispiel. Das wird dann gerne als Gegenbeispiel für den Begriff verwendet und das Thema damit für beendet erklärt. Doch ist das wirklich zielführend? Wie auch schon viele hier im Forum gesagt haben, sind Begriffe nicht dafür da, Stereotype zu schaffen oder individuelle Menschen in Kästchen einzuordnen. Spricht man über das Individuum werden sehr oft und selbstverständlich nicht immer bestehende Begriffe und deren Bedeutung ausreichen, um das Individuum zu beschreiben. Doch das nützt der Sache eben nicht. Die Alternative kann es eben nicht sein, sich deshalb lieber gar nicht mit Begriffen und deren möglicher Bedeutung, Auslegung und Abgrenzung zu beschäftigen. Denn ohne diese Begriffe wird ein ordentlicher Diskurs über generelle Probleme dann praktisch unmöglich.
Ich schweife ab...
Liebe Grüße
nicole
Ich bin trans* - und das ist gut so!
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nicole.f
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Re: Der Wunsch TS zu verstehen
Hallo!
Das, was gerade TV/CD, als weiblich beschreiben, sind in der Tat meist nur Klischees und Stereotype. Dagegen ist an sich nichts zu sagen, wenn sie sich damit beschreiben können und wollen, dann ist dies ja völlig in Ordnung.
Nur greift es etwas arg kurz.
Ich kenne diverse Frauen in meinem Freundes- und Bekanntenkreis, die nach dieser Beschreibung nicht weiblich wären. Also reicht dies ganz offenbar nicht aus. Ich sehe es eher so, als das dies alles Ausprägungen und Anzeichen für Weiblichkeit sind, aber zunächst nichts über das Geschlecht oder das Geschlechtsempfinden aussagen. Es sind eben nur Äußerlichkeiten oder teilweise erlerntes Geschlechtsspezifisches Verhalten. Ich denke auch, dass Geschlechtsempfinden, was der Transsexualität ja zugrunde liegt, nicht notwendigerweise etwas mit Mögen oder Gefallen zu tun hat. Nur weil ich Weiches und Zartes mag, macht mich dies nicht weiblicher bzgl. meines Geschlechtsempfindens.
Was ist es aber dann?
Ich denke es wird etwas klarer, wenn man einen Schritt zurück tritt. Wir kennen die für unsere Gesellschaft typischen Merkmale von "männlich" und "weiblich". Und unabhängig von Mögen oder Nicht-Mögen gibt es noch die Identifikation und dies ist der zentrale Punkt für die Transsexuellen - identifiziere ich mich mit bestimmten Aspekten? Entspricht dies meiner Persönlichkeit?
Etwas schwer zu verstehen vielleicht, daher beschreibe ich mal eine Begebenheit von mir, die mir kürzlich "widerfahren" ist.
Wir kamen von einem Anlass zurück, zu dem ich männlich im Anzug erschien. Im Prinzip mag ich den Anzug, er ist bequem, sieht eigentlich gut aus, meine Frau mag mich sehr darin und das Hemd was ich dazu trug mag ich eigentlich auch, schöner Stoff, leicht sibrig, sehr elegant. Als wir zurück in die Wohnung gingen, ging ich im Flur an einem langen Spiegel vorbei und sah dabei nur im Augenwinkel mein Spiegelbild - also im Halbdunkel eher unbewusst als bewusst. Als ich an dem Spiegel schon vorbei war durchzuckte mich ein komisches Gefühl, so als wenn irgendetwas gerade nicht gestimmt hat. Ich ging zurück zu dem Spiegel und sah mich nun bewusst an und der erste spontane Gedanke der mir kam war, ich sehe da eine als Mann verkleidete Frau.
Vielleicht ist es dies, was es ausmacht. Die Äußerlichkeiten sind alle nur Reflexionen des Inneren. Sie können in Erscheinung treten, müssen es aber nicht und trotzdem ist es innen drin da.
Liebe Grüße
nicole
Also an dieser "Front" kämpfe ich auch schon eine ganze Weile und habe da ähnliche Probleme bzw. Ansichten, wie sie Daniela beschreibt.ddaniela hat geschrieben:Hallo
Diese Frage kann uns niemand beantworten, aus wir selbst vielleicht. Ich weis auch nicht wie es sich anfühlt eine Frau zu sein, ich weis nur wie es sich anfühlt (zumindest körperlich) ein Mann zu sein, daher kann ich von mir aus sagen das ich das nicht will oder nicht mehr. Außerdem glaube ich das wir uns dies Frage gar nicht stellen müssen. Wenn ich mich im Spiegel betrachte als Mann, dann passt da was nicht zusammen, also muss es das andere sein.Marielle hat geschrieben:Ich weiss ehrlich gesagt gar nicht, wie man sich '100% weiblich' fühlt. Natürlich sind Emphatiefähigkeit, Hilfsbereitschaft und so weiter wunderbare Eigenschaften, aber sind sie absolut 'weiblich' oder (nur) ein Stereotyp? Eine Handtasche oder eine Strumpfhose machen mit Sicherheit aus einem männlichen Wesen kein Weibliches, die Kleidung ist Fetish oder äusseres Zeichen der Selbstwahrnehmung, aber ganz bestimmt kein 'weibliches fühlen'. Was ist es aber dann, was man 'sich weiblich fühlen' nennt? *
Ich fühle mich wie ich mich fühle.
Wir nennen das weiblich (?) ..das haben wir uns angeeignet.
Das ist meine Interpretation.
Liebe Grüße
Daniela
Das, was gerade TV/CD, als weiblich beschreiben, sind in der Tat meist nur Klischees und Stereotype. Dagegen ist an sich nichts zu sagen, wenn sie sich damit beschreiben können und wollen, dann ist dies ja völlig in Ordnung.
Nur greift es etwas arg kurz.
Ich kenne diverse Frauen in meinem Freundes- und Bekanntenkreis, die nach dieser Beschreibung nicht weiblich wären. Also reicht dies ganz offenbar nicht aus. Ich sehe es eher so, als das dies alles Ausprägungen und Anzeichen für Weiblichkeit sind, aber zunächst nichts über das Geschlecht oder das Geschlechtsempfinden aussagen. Es sind eben nur Äußerlichkeiten oder teilweise erlerntes Geschlechtsspezifisches Verhalten. Ich denke auch, dass Geschlechtsempfinden, was der Transsexualität ja zugrunde liegt, nicht notwendigerweise etwas mit Mögen oder Gefallen zu tun hat. Nur weil ich Weiches und Zartes mag, macht mich dies nicht weiblicher bzgl. meines Geschlechtsempfindens.
Was ist es aber dann?
Ich denke es wird etwas klarer, wenn man einen Schritt zurück tritt. Wir kennen die für unsere Gesellschaft typischen Merkmale von "männlich" und "weiblich". Und unabhängig von Mögen oder Nicht-Mögen gibt es noch die Identifikation und dies ist der zentrale Punkt für die Transsexuellen - identifiziere ich mich mit bestimmten Aspekten? Entspricht dies meiner Persönlichkeit?
Etwas schwer zu verstehen vielleicht, daher beschreibe ich mal eine Begebenheit von mir, die mir kürzlich "widerfahren" ist.
Wir kamen von einem Anlass zurück, zu dem ich männlich im Anzug erschien. Im Prinzip mag ich den Anzug, er ist bequem, sieht eigentlich gut aus, meine Frau mag mich sehr darin und das Hemd was ich dazu trug mag ich eigentlich auch, schöner Stoff, leicht sibrig, sehr elegant. Als wir zurück in die Wohnung gingen, ging ich im Flur an einem langen Spiegel vorbei und sah dabei nur im Augenwinkel mein Spiegelbild - also im Halbdunkel eher unbewusst als bewusst. Als ich an dem Spiegel schon vorbei war durchzuckte mich ein komisches Gefühl, so als wenn irgendetwas gerade nicht gestimmt hat. Ich ging zurück zu dem Spiegel und sah mich nun bewusst an und der erste spontane Gedanke der mir kam war, ich sehe da eine als Mann verkleidete Frau.
Vielleicht ist es dies, was es ausmacht. Die Äußerlichkeiten sind alle nur Reflexionen des Inneren. Sie können in Erscheinung treten, müssen es aber nicht und trotzdem ist es innen drin da.
Liebe Grüße
nicole
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conny
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Re: Der Wunsch TS zu verstehen
hallo marielle,Marielle hat geschrieben: klar feststellen. Ich weiss ehrlich gesagt gar nicht, wie man sich '100% weiblich' fühlt. Natürlich sind Emphatiefähigkeit, Hilfsbereitschaft und so weiter wunderbare Eigenschaften, aber sind sie absolut 'weiblich' oder (nur) ein Stereotyp? Eine Handtasche oder eine Strumpfhose machen mit Sicherheit aus einem männlichen Wesen kein Weibliches, die Kleidung ist Fetish oder äusseres Zeichen der Selbstwahrnehmung, aber ganz bestimmt kein 'weibliches fühlen'. Was ist es aber dann, was man 'sich weiblich fühlen' nennt? *
Marielle
du hast natürlich recht. das "weibliche gefühl" ist aber vielleicht ein stück weit auch eine illusion. für diejenigen unter uns, die mann sind und bleiben wollen, reichen die o.g. äußerlichkeiten logischerweise um das gefühl - ganz subjektiv - zu erleben. und die tummeln sich dann auch gerne in "modenschau" threads.
für ts gilt das natürlich nicht. ich denke, dass das weibliche gefühl bei denen absolut bekleidungsunabhängig ist, aber auch irgendwie eine illusion? keine ahnung.
die empfindungen sind in beiden gruppen sicher so variantenreich wie alles andere im leben auch und es gibt wohl keine allgemeingültige erklärung.
lg
conny
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Re: Der Wunsch TS zu verstehen
hallo mona,Mona Schwindt hat geschrieben:Hallo Conny,conny hat geschrieben:ich denke, dass das weibliche gefühl bei denen absolut bekleidungsunabhängig ist,
ich sehe das für mich genau anders herum,
erst durch meine inneren Gefühle, stelle ich mich auch äußerlich dar.
Gruß Mona
das habe ich natürlich vorausgesetzt, denn wer dieses innere gefühl nicht hat, wird sich kaum als dame kleiden, von den fetischmotivierten mal abgesehen.
aber auch hier sind die grenzen bekanntlich fließend.
lg
conny
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nickimicki
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Re: Der Wunsch TS zu verstehen
Hallo ihr lieben,
ich möchte euch nochmals ein grosses Kompliment machen.
Diese rege und konstruktive Teilnahme überrascht mich wirklich
und ich habe selten so viele kritische, aber auch offenherzige Beiträge in einem Thread gelesen.
Damit es auch weiterhin so schön läuft möchte ich mich auch nochmals äussern:
Also zunächst mal zu Marielle, die meinen letzten Beitrag nicht so toll fand.
Ich fürchte, dass wir da ein wenig aneinander vorbei geredet haben.
Du hast natürlich Recht, und doch ging es mir bei meinem Statement um die Menschen,
die uns nah stehen, um Familie, Freunde und Partner.
Ja sicher wird es auch dort solche geben, die voller Vorurteile sind und bei denen man
kein Bein mehr auf den Boden bekommt.
Doch die gibt es immer und erst in der Not zeigen sich die Menschen so,
wie sie wirklich zu einem stehen.
Noch etwas ist mir aufgefallen:
Einige, sind sehr sensibel, wenn andere sich vielleicht unglücklich ausdrücken.
Z.B. Zitat: Von Eilinfox
"nadja, könntest du in diesem zusammenhang bitte nicht von männern sprechen, die sich zur frau umwandeln lassen"
Zunächst einmal war doch der kritisierte Satz nicht bewust negativ formuliert,
vielleicht nur nicht ganz politisch korrekt.
Wenn ich aber doch meinen Standpunkt vermitteln möchte und eine offene Diskussion anstrebe,
sollten solche Kleinigkeiten doch nebensächlich sein.
Lieber schreiben, wie einem der Schnabel gewachsen ist, als ständig zu überlegen, wie man es denn ausdrücken sollte.
Und wenn man dann zu lange überlegt hat, ist der Gedanke den man formulieren wollte schon wieder weg.
So nun wieder zum eigentlichen Thema:
Upps nun auch wieder zum Beitrag von Eilinfox. (Ist nicht böse gemeint!)
Die Frage ob man nicht nur irgendwelche sexuelle Phantasien erfüllt, stellt sich doch nicht nur CS,TS,CD usw.
Jede Biofrau (und - auch selten, aber auch der Biomann) muss sich doch heutzutage diese Frage stellen, bevor sie sich auf eine Beziehung einlässt.
Also ob man an den/die richtig(e/en) erwischt hat, ist doch jedes Mal ein Glücksspiel.
So und nun auch noch mal eine Frage die ich mir stelle (ich bin also mal wieder ganz dumm):
Ein Gedankenspiel...
Ich bin ein TS, ich fühle mich also nicht nur wie eine Frau, sondern sehe mich als eine solche.
Meine Identität ist also "Frau". Also ich verhalte mich wie eine solche, lebe wie eine solche und fühle natürlich
auch so.
Welchen Grund hätte ich dann, in z.B. dieses Forum zu gehen, also mein "Anders-sein" zu dokumentieren,
bzw. Darzulegen oder gar zu rechtfertigen?
Die einzigen plausiblen Gründe sind für mich:
1. Neulinge, die einen Zugang zu diesem Thema suchen und sich orientieren wollen.
2. Alte Hasen, die den Neulingen dabei helfen wollen diesen Zugang zu finden.
3. Alte Hasen, die mit anderen alten Hasen Erfahrungen au...... "Halt!!"
Ich bin doch eine Frau (was sicher ein weiter und anstrengender Weg war) und wieso sollte ich mich
also mit der Vergangenheit belasten.
Was sind also eure Gründe hier zu sein?
Ich bin neugierig auf eure Beiträge,
eucre Nicki
ich möchte euch nochmals ein grosses Kompliment machen.
Diese rege und konstruktive Teilnahme überrascht mich wirklich
und ich habe selten so viele kritische, aber auch offenherzige Beiträge in einem Thread gelesen.
Damit es auch weiterhin so schön läuft möchte ich mich auch nochmals äussern:
Also zunächst mal zu Marielle, die meinen letzten Beitrag nicht so toll fand.
Ich fürchte, dass wir da ein wenig aneinander vorbei geredet haben.
Du hast natürlich Recht, und doch ging es mir bei meinem Statement um die Menschen,
die uns nah stehen, um Familie, Freunde und Partner.
Ja sicher wird es auch dort solche geben, die voller Vorurteile sind und bei denen man
kein Bein mehr auf den Boden bekommt.
Doch die gibt es immer und erst in der Not zeigen sich die Menschen so,
wie sie wirklich zu einem stehen.
Noch etwas ist mir aufgefallen:
Einige, sind sehr sensibel, wenn andere sich vielleicht unglücklich ausdrücken.
Z.B. Zitat: Von Eilinfox
"nadja, könntest du in diesem zusammenhang bitte nicht von männern sprechen, die sich zur frau umwandeln lassen"
Zunächst einmal war doch der kritisierte Satz nicht bewust negativ formuliert,
vielleicht nur nicht ganz politisch korrekt.
Wenn ich aber doch meinen Standpunkt vermitteln möchte und eine offene Diskussion anstrebe,
sollten solche Kleinigkeiten doch nebensächlich sein.
Lieber schreiben, wie einem der Schnabel gewachsen ist, als ständig zu überlegen, wie man es denn ausdrücken sollte.
Und wenn man dann zu lange überlegt hat, ist der Gedanke den man formulieren wollte schon wieder weg.
So nun wieder zum eigentlichen Thema:
Upps nun auch wieder zum Beitrag von Eilinfox. (Ist nicht böse gemeint!)
Die Frage ob man nicht nur irgendwelche sexuelle Phantasien erfüllt, stellt sich doch nicht nur CS,TS,CD usw.
Jede Biofrau (und - auch selten, aber auch der Biomann) muss sich doch heutzutage diese Frage stellen, bevor sie sich auf eine Beziehung einlässt.
Also ob man an den/die richtig(e/en) erwischt hat, ist doch jedes Mal ein Glücksspiel.
So und nun auch noch mal eine Frage die ich mir stelle (ich bin also mal wieder ganz dumm):
Ein Gedankenspiel...
Ich bin ein TS, ich fühle mich also nicht nur wie eine Frau, sondern sehe mich als eine solche.
Meine Identität ist also "Frau". Also ich verhalte mich wie eine solche, lebe wie eine solche und fühle natürlich
auch so.
Welchen Grund hätte ich dann, in z.B. dieses Forum zu gehen, also mein "Anders-sein" zu dokumentieren,
bzw. Darzulegen oder gar zu rechtfertigen?
Die einzigen plausiblen Gründe sind für mich:
1. Neulinge, die einen Zugang zu diesem Thema suchen und sich orientieren wollen.
2. Alte Hasen, die den Neulingen dabei helfen wollen diesen Zugang zu finden.
3. Alte Hasen, die mit anderen alten Hasen Erfahrungen au...... "Halt!!"
Ich bin doch eine Frau (was sicher ein weiter und anstrengender Weg war) und wieso sollte ich mich
also mit der Vergangenheit belasten.
Was sind also eure Gründe hier zu sein?
Ich bin neugierig auf eure Beiträge,
eucre Nicki
Nicole
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ReaGirl
Re: Der Wunsch TS zu verstehen
Muß auch sagen ein äußerst toller Thread mit viel Lesestoff 
Konnte bisher nur sehr wenig schreiben, aber die folgende Frage kann ich voll beantworten

Es gibt viele Gründe hier aktiv zu sein, ich seh das so, daß gerade am Anfang man sich nur zu gerne als bereits volle Frau darstellen möchte (ich erinnere mich irgendwie mit Schrecken an meine ersten Bilder in meiner Galerie die teilweise schon verschwunden sind, grauenvoll
), weil es sich einfach nicht mehr unterdrücken läßt. Irgendwo und irgendwann muß man das Ventil langsam aufdrehen damit der Kochtopf nicht platzt, und gott sei dank gibt es heutzutage das Internet und engagierte Leute die ein Forum wie dieses hier betreiben. Weiters wissen manche zu wenig von der weiblichen Seite und müssen dringend Antworten finden wie dies oder jenes bei der Frau funktioniert, woher soll man es denn auch wissen wenn man eventuell nur lauter gescheiterte Kurzzeitbeziehungen hinter sich hat wie ich. Nun je weiter man bereits in die Gesellschaft gewachsen ist, umso schwieriger und langwieriger wird es allerdings nun weiter zu gehen und umso länger wird man sich in so einem Forum als einzigste Institution ausdrücken können. Klar gibt es auch Leute die das mit einem Fingerschnipp entscheiden, allerdings gibts es da unter Umständen einige Beweggründe die einen Entscheidungen schneller fallen läßt. Ist der Job kacke? Gut dann macht es mir nichts aus wenn ich rausfliege. Bin ich vielleicht noch jung genug damit mir das eventuell nichtmal großartig etwas ausmachen würde? Hab ich vielleicht keinen guten Draht zur Familie? Gut dann ist es mir auch egal wie sie mich nun sieht. Dies kann man nun endlos so weiterführen. Paßt dies aber alles, ist es leider relativ schwer auszubrechen und es benötigt einen weiteren wirklich unbändigen Druck bevor mancher sich bei der wahrscheindlich tolerantesten Person die er kennt erstmals outen kann/muß. Bis dahin ist ein solches Forum das einzige Ventil sich zu äußern. Gut man kann rausgehen und die Frau in gewissen Situationen leben aber das ist nur die Darstellung des Äußeren und da kommt es gut drauf an wie sehr die Natur einen verschont hat wie schnell einem das gelingt. Die Darstellung des Inneren, das Gespräch, seine Sorgen, seine Ängste, kann man ohne Outing nur in dafür vorgesehen Foren machen. Ich selbst welcher 24h/Tag zumindest CD sein möchte (soviel steht für mich schon einmal fest, TG und TS immer noch möglich aber ich lege mich nicht so schnell unbedacht fest) habe eigentlich einen Job bei welchem ich keine Kündigung zu fürchten habe (größere Firma die sich sehr an Antidiskriminierungsgesetze hält habe selbst schon min. 1 TS gesehen, komme mich allen gut klar). Auch bei der Familie denk ich, das viele kein direkt ablehnendes Verhalten an den Tag legen dürften würde ich mich Outen. ABER stellt sich nur einer quer, kann jede Familienfeier zum Horror werden welche für mich ohne eigene Familie sehr wichtig sind. Man kann zwar nur hoffen das die anderen 95% diese Person in Zaum halten, allerdings dürfte dann bei jeder Feier ein gewisser negativer Touch in der Luft liegen was ganz und gar nicht mein Wille ist. Sollte der Druck irgendwann zu stark werden, das ich darauf pfeife, wird man sehen was passiert ^^ Meine Grenze, solange ich mich auf jedenfall nur in einem Forum äußern kann (weil eben bis dahin kein Outing erfolgen kann), ist die, das ich es hoffentlich eines Tages schaffe, wirklich halbwegs (für mich) feminin auszusehen. Das ist die absolute Voraussetzung und noch kann ich mit meinen unzähligen (teilweisen auch erfolgreichen) Verbesserungsversuchen erfolgreich den inneren Druck kompensieren. Hoffentlich ist nicht irgendwann ein Stillstand angesagt. Erst DANACH werde ich darüber nachdenken was medizinisch machbar oder sinnvoll wäre und ob ich es für mich brauche. Da ich aber dann bereits als Frau rausgehen könnte an jeden Ort zu jeder Tageszeit wäre ein großer Druck genommen und ich könnte dies als eigenen Alltagstest beginnen.
So hoffentlich habe ich nicht zu sehr ausgescheift
Konnte bisher nur sehr wenig schreiben, aber die folgende Frage kann ich voll beantworten
Ich gehöre wohl noch zu Punkt 1. Und könnte viel von Adrianas Text als meinigen posten, gut die 4 Jahre nun nicht, aber egal.nickimicki hat geschrieben:
Die einzigen plausiblen Gründe sind für mich:
1. Neulinge, die einen Zugang zu diesem Thema suchen und sich orientieren wollen.
2. Alte Hasen, die den Neulingen dabei helfen wollen diesen Zugang zu finden.
3. Alte Hasen, die mit anderen alten Hasen Erfahrungen au...... "Halt!!"
Ich bin doch eine Frau (was sicher ein weiter und anstrengender Weg war) und wieso sollte ich mich
also mit der Vergangenheit belasten.
Was sind also eure Gründe hier zu sein?
Ich bin neugierig auf eure Beiträge,
eucre Nicki
Es gibt viele Gründe hier aktiv zu sein, ich seh das so, daß gerade am Anfang man sich nur zu gerne als bereits volle Frau darstellen möchte (ich erinnere mich irgendwie mit Schrecken an meine ersten Bilder in meiner Galerie die teilweise schon verschwunden sind, grauenvoll
So hoffentlich habe ich nicht zu sehr ausgescheift
Zuletzt geändert von ReaGirl am Sa 30. Nov 2013, 18:33, insgesamt 2-mal geändert.
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Anni
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Re: Der Wunsch TS zu verstehen
Hallo - Ihr Philosphen / -innen
.. da juckt es der frechen Anni doch schon wieder in den Fingern
( ... und sie kann es nicht lassen ....
)
... letztendlich finde ich den Thread auch gut und nützlich , weil gerade alle die von uns , die über sich und ihre " Wehwehchen " schon länger grübeln , nachdenken , polemisieren , tratschen ( ... hab ich nun annähernd alle Kategorien erfaßt ?!
) wohl am ehesten in der Lage sind , durch die reichhaltigen Erfahrungen sich des " Pudels Kern " zu nähern .
Ich für mich selbst brauche diese Erkenntnis des " Was bin ich ? " nicht zwingend - da ich aber nicht allein auf dieser Welt bin , komme ich doch hin und wieder in die Situation , mein ICH anderen verständlich zu machen , was mir bisher nie wirklich gelungen ist .
" Der Wunsch TS zu verstehen " an sich ist ja legitim und wenn möglich auch sehr hilfreich , insbesondere dann , wenn wir wieder mal genötigt sind , uns und unser Sein rechtfertigen zu müssen , aber sorry - an ein wirkliches Verstehen glaube ich nicht . Dazu sind die Ausprägungen und Erscheinungsformen doch zu Vielfältig .
Zu der Frage " Was sind also Eure Gründe hier zu sein " sollte ( so nicht schon existent ) ein eigener Thread auf gemacht werden .
Ich beobachte auf jeden Fall interessiert weiter
LG von frecher Anni
.. da juckt es der frechen Anni doch schon wieder in den Fingern
... nur so zum schmunzeln - es gibt hier auch " alte Häsinnen "nickimicki hat geschrieben:Einige, sind sehr sensibel, wenn andere sich vielleicht unglücklich ausdrücken...lieber schreiben, wie einem der Schnabel gewachsen ist, als ständig zu überlegen, wie man es denn ausdrücken sollte...und wenn man dann zu lange überlegt hat, ist der Gedanke den man formulieren wollte schon wieder weg.
1. Neulinge, die einen Zugang zu diesem Thema suchen und sich orientieren wollen.
2. Alte Hasen, die den Neulingen dabei helfen wollen diesen Zugang zu finden.
3. Alte Hasen, die mit anderen alten Hasen Erfahrungen au...... "Halt!!"
Ich bin doch eine Frau (was sicher ein weiter und anstrengender Weg war) und wieso sollte ich mich
also mit der Vergangenheit belasten.
Was sind also eure Gründe hier zu sein?
... letztendlich finde ich den Thread auch gut und nützlich , weil gerade alle die von uns , die über sich und ihre " Wehwehchen " schon länger grübeln , nachdenken , polemisieren , tratschen ( ... hab ich nun annähernd alle Kategorien erfaßt ?!
Ich für mich selbst brauche diese Erkenntnis des " Was bin ich ? " nicht zwingend - da ich aber nicht allein auf dieser Welt bin , komme ich doch hin und wieder in die Situation , mein ICH anderen verständlich zu machen , was mir bisher nie wirklich gelungen ist .
" Der Wunsch TS zu verstehen " an sich ist ja legitim und wenn möglich auch sehr hilfreich , insbesondere dann , wenn wir wieder mal genötigt sind , uns und unser Sein rechtfertigen zu müssen , aber sorry - an ein wirkliches Verstehen glaube ich nicht . Dazu sind die Ausprägungen und Erscheinungsformen doch zu Vielfältig .
Zu der Frage " Was sind also Eure Gründe hier zu sein " sollte ( so nicht schon existent ) ein eigener Thread auf gemacht werden .
Ich beobachte auf jeden Fall interessiert weiter
LG von frecher Anni
Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedesmal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie paßten auch heute noch. George Bernard Shaw
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Re: Der Wunsch TS zu verstehen
Hallo!
Aber wie kann man sich über soetwas so derart felsenfest sicher sein? Vor allem zu Anfang, wenn man gerade erst merkt, was es wohl sein könnte, das in seinem Leben nicht stimmt. Dann tritt zunächst einmal bei fast allen große Verunsicherung ein. Was ja auch völlig verständlich ist, denn da ist auf der einen Seite das Leben, welches man gewohnt ist und in welchem man von außen in der Regel immer Bestätigung bekommt oder bekommen hat. Und auf der anderen Seite entdeckt man auf einmal, dass dies alles falsch sein soll? Ich kenne nur wenige, bei denen dieser Erkenntnisgewinn von jetzt auf gleich eine unumstößliche Gewissheit war. Die meisten müssen sich sehr mühsam ein neues Selbstbild und Selbstbewusstsein zusammenbasteln. Aus dem dumpfen Gefühl muss Gewissheit werden. Und in diesem Prozess werden Störungen, wie das in Frage stellen des Weges oder der für sich selbst entdeckten und verinnerlichten Eigenschaften, Facetten und Begriffe schnell sehr persönlich genommen. Es stellt dann das mühsam entwickelte Selbstbild in Frage. Manche können damit sehr gut umgehen, wenn sie sich schon stark gefestigt haben. Andere haben damit echte Probleme. Wie zuvor schonmal beschrieben, landen viele TS auf ihrem Weg in tiefen Depressionen, die sogar lebensbedrohlich werden können. Für diejenigen, die gerade mühsam aus solch einem Loch gekommen sind, ist jedes in Frage stellen schier unerträglich. Soetwas nennt man dann wohl eine "labile Persönlichkeit". Das bessert sich in der Regel, je weiter die Transition fortgeschritten ist und je mehr Akzeptanz durch Dritte und nicht zuletzt durch sich selbst stattgefunden hat. Manche überwinden dies leider nie und so ist die Suizidrate für TS nach der Transition immernoch signifikant höher, als die der Durchschnittsbevölkerung. Hier können neben den Selbstzweifeln oft auch noch Probleme durch mangelnde Akzeptanz hinzukommen. Wenn man durch die Transition Freunde, Familie oder Job verloren hat und nichts davon nach der Transition wiederkehrt, kann das Leben als solches durchaus sinnlos erscheinen.
Neben einem möglicherweise noch angeknacksten Sebstbewusstsein haben einige, glaube ich, auch das Problem, dass diese ganze TS und Transgender Sache ganz allgemein einfach etwas ist, dass man nicht belegen oder beweisen kann. Man kann keinen schlagenden Beweis dafür liefern, dass man so empfindet oder warum man dies und jenes eben so sieht, wie man es sieht. Es ist soetwas wie eine Glaubensfrage, man ist selbst davon überzeugt, kann es aber eben nicht für Dritte überprüfbar belegen. Wird dieser "Glaube" dann in Frage gestellt, wodurch auch immer und das kann schon eine empfunden ungerechtfertigt verwendeter Begriff sein, können einige, eben in Ermangelung des Belegs, nur schlecht damit umgehen.
Was ja auch völlig verständlich ist, denn alltäglich ist das Transgender Thema keineswegs und wer hätte damit schon im Alltag Erfahrung gehabt? Also sucht man nach der von Dir schon genannten Orientierung, um die wohl erste quälende Frage geklärt zu wissen: Bin ich gestört/bekloppt/pervers? Über die Zeit werden die Neulinge sicherer, lernen sich selbst zu verstehen und in dem weiten TG Spektrum einzusortieren. Sie werden selbstsicherer und werden schlussendlich zu den "alten Hasen/Häsinnen", die dann immernoch dabei bleiben, um sich weiter auszutauschen und auch den Frischlingen unter die Arme zu greifen. Hierzu würde ich mich definitiv auch zählen: Eingangs Verwirrung, Unsicherheit, Selbstzweifel. Dann viel gelesen, über andere Werdegänge, die vielen Berichte hier im Forum etc. Man lernt, dass man nicht alleine ist und andere die gleichen oder ähnliche Probleme haben. Man lernt die unterschiedlichen Lösungsansätze kennen und kann daran seinen eigenen Kompass einrichten - was könnte meine Richtung sein oder werden? Fragen die dabei aufkommen können hier gestellt werden und oft ist es ja auch so, und da zähle ich mich absolut auch dazu, dass man am meisten über sich selbst lernt, indem man versucht Fragen anderer zu beantworten. In dem Moment, in dem man Probleme anderer reflektiert, reflektiert man automatisch auch die eigene Situation. Mir hilft es immer wieder, mir Gedanken über andere Sichtweisen und Probleme zu machen. Ich lerne dabei mehr über mich, indem ich anschließend weiß, ob ich dieses Problem vielleicht auch habe und nun einen Ansatz dazu präsentieren kann oder ich weiß, dass ich dieses Problem eben nicht habe und habe mich dann dabei also ein Stück weit weiter selbst gefunden. Es ist vielleicht wie ein großes Mosaik. Auch wenn noch lange nicht alle Steinchen eingefügt sind, so lässt sich trotzdem schon das Bild erkennen. Es wird nur mit jedem zusätzlichen Steinchen klarer, runder, abgestimmter und vielleicht auch etwas schöner.
Daher denke ich auch, dass ähnlich der Funktion von diesem (und der anderen) Forum, die Selbsthilfegruppen eine ganze wichtige Funktion haben, nur das dort der Kontakt persönlich statt über das Netz stattfindet. Aber das was dort vielerorts stattfindet ist genau das, was wir hier machen. Man stelle sich gerade den TS Weg einmal vor, wenn die einzigen Kontaktpersonen die einem nahestehenden Personen und Ärzte wären!? Ich denke, das wäre für viele ziemlich schrecklich. In diesem Sinne würde ich die Gelegenheit nutzen und an dieser Stelle dazu aufrufen, die lokalen Selbsthilfegruppen zu unterstützen! Macht mit! Wenn es Trägervereine gibt, werdet Mitglied und/oder spendet Geld. Engagiert Euch!
Liebe Grüße
nicole
Spontan würde man dem wohl zustimmen. Wenn man sich sicher ist, sollte einen soetwas nicht aus der Bahn werfen.nickimicki hat geschrieben:Hallo ihr lieben,
...
Noch etwas ist mir aufgefallen:
Einige, sind sehr sensibel, wenn andere sich vielleicht unglücklich ausdrücken.
Z.B. Zitat: Von Eilinfox
"nadja, könntest du in diesem zusammenhang bitte nicht von männern sprechen, die sich zur frau umwandeln lassen"
Zunächst einmal war doch der kritisierte Satz nicht bewust negativ formuliert,
vielleicht nur nicht ganz politisch korrekt.
Wenn ich aber doch meinen Standpunkt vermitteln möchte und eine offene Diskussion anstrebe,
sollten solche Kleinigkeiten doch nebensächlich sein.
Lieber schreiben, wie einem der Schnabel gewachsen ist, als ständig zu überlegen, wie man es denn ausdrücken sollte.
Und wenn man dann zu lange überlegt hat, ist der Gedanke den man formulieren wollte schon wieder weg.
Aber wie kann man sich über soetwas so derart felsenfest sicher sein? Vor allem zu Anfang, wenn man gerade erst merkt, was es wohl sein könnte, das in seinem Leben nicht stimmt. Dann tritt zunächst einmal bei fast allen große Verunsicherung ein. Was ja auch völlig verständlich ist, denn da ist auf der einen Seite das Leben, welches man gewohnt ist und in welchem man von außen in der Regel immer Bestätigung bekommt oder bekommen hat. Und auf der anderen Seite entdeckt man auf einmal, dass dies alles falsch sein soll? Ich kenne nur wenige, bei denen dieser Erkenntnisgewinn von jetzt auf gleich eine unumstößliche Gewissheit war. Die meisten müssen sich sehr mühsam ein neues Selbstbild und Selbstbewusstsein zusammenbasteln. Aus dem dumpfen Gefühl muss Gewissheit werden. Und in diesem Prozess werden Störungen, wie das in Frage stellen des Weges oder der für sich selbst entdeckten und verinnerlichten Eigenschaften, Facetten und Begriffe schnell sehr persönlich genommen. Es stellt dann das mühsam entwickelte Selbstbild in Frage. Manche können damit sehr gut umgehen, wenn sie sich schon stark gefestigt haben. Andere haben damit echte Probleme. Wie zuvor schonmal beschrieben, landen viele TS auf ihrem Weg in tiefen Depressionen, die sogar lebensbedrohlich werden können. Für diejenigen, die gerade mühsam aus solch einem Loch gekommen sind, ist jedes in Frage stellen schier unerträglich. Soetwas nennt man dann wohl eine "labile Persönlichkeit". Das bessert sich in der Regel, je weiter die Transition fortgeschritten ist und je mehr Akzeptanz durch Dritte und nicht zuletzt durch sich selbst stattgefunden hat. Manche überwinden dies leider nie und so ist die Suizidrate für TS nach der Transition immernoch signifikant höher, als die der Durchschnittsbevölkerung. Hier können neben den Selbstzweifeln oft auch noch Probleme durch mangelnde Akzeptanz hinzukommen. Wenn man durch die Transition Freunde, Familie oder Job verloren hat und nichts davon nach der Transition wiederkehrt, kann das Leben als solches durchaus sinnlos erscheinen.
Neben einem möglicherweise noch angeknacksten Sebstbewusstsein haben einige, glaube ich, auch das Problem, dass diese ganze TS und Transgender Sache ganz allgemein einfach etwas ist, dass man nicht belegen oder beweisen kann. Man kann keinen schlagenden Beweis dafür liefern, dass man so empfindet oder warum man dies und jenes eben so sieht, wie man es sieht. Es ist soetwas wie eine Glaubensfrage, man ist selbst davon überzeugt, kann es aber eben nicht für Dritte überprüfbar belegen. Wird dieser "Glaube" dann in Frage gestellt, wodurch auch immer und das kann schon eine empfunden ungerechtfertigt verwendeter Begriff sein, können einige, eben in Ermangelung des Belegs, nur schlecht damit umgehen.
Wenn man die Vorstellungen betrachtet, dann kommen die meisten wohl hier her, weil sie sich ihrer selbst (noch) nicht sicher sind?nickimicki hat geschrieben: So und nun auch noch mal eine Frage die ich mir stelle (ich bin also mal wieder ganz dumm):
Ein Gedankenspiel...
Ich bin ein TS, ich fühle mich also nicht nur wie eine Frau, sondern sehe mich als eine solche.
Meine Identität ist also "Frau". Also ich verhalte mich wie eine solche, lebe wie eine solche und fühle natürlich
auch so.
Welchen Grund hätte ich dann, in z.B. dieses Forum zu gehen, also mein "Anders-sein" zu dokumentieren,
bzw. Darzulegen oder gar zu rechtfertigen?
Die einzigen plausiblen Gründe sind für mich:
1. Neulinge, die einen Zugang zu diesem Thema suchen und sich orientieren wollen.
2. Alte Hasen, die den Neulingen dabei helfen wollen diesen Zugang zu finden.
3. Alte Hasen, die mit anderen alten Hasen Erfahrungen au...... "Halt!!"
Ich bin doch eine Frau (was sicher ein weiter und anstrengender Weg war) und wieso sollte ich mich
also mit der Vergangenheit belasten.
Was sind also eure Gründe hier zu sein?
Ich bin neugierig auf eure Beiträge,
eucre Nicki
Was ja auch völlig verständlich ist, denn alltäglich ist das Transgender Thema keineswegs und wer hätte damit schon im Alltag Erfahrung gehabt? Also sucht man nach der von Dir schon genannten Orientierung, um die wohl erste quälende Frage geklärt zu wissen: Bin ich gestört/bekloppt/pervers? Über die Zeit werden die Neulinge sicherer, lernen sich selbst zu verstehen und in dem weiten TG Spektrum einzusortieren. Sie werden selbstsicherer und werden schlussendlich zu den "alten Hasen/Häsinnen", die dann immernoch dabei bleiben, um sich weiter auszutauschen und auch den Frischlingen unter die Arme zu greifen. Hierzu würde ich mich definitiv auch zählen: Eingangs Verwirrung, Unsicherheit, Selbstzweifel. Dann viel gelesen, über andere Werdegänge, die vielen Berichte hier im Forum etc. Man lernt, dass man nicht alleine ist und andere die gleichen oder ähnliche Probleme haben. Man lernt die unterschiedlichen Lösungsansätze kennen und kann daran seinen eigenen Kompass einrichten - was könnte meine Richtung sein oder werden? Fragen die dabei aufkommen können hier gestellt werden und oft ist es ja auch so, und da zähle ich mich absolut auch dazu, dass man am meisten über sich selbst lernt, indem man versucht Fragen anderer zu beantworten. In dem Moment, in dem man Probleme anderer reflektiert, reflektiert man automatisch auch die eigene Situation. Mir hilft es immer wieder, mir Gedanken über andere Sichtweisen und Probleme zu machen. Ich lerne dabei mehr über mich, indem ich anschließend weiß, ob ich dieses Problem vielleicht auch habe und nun einen Ansatz dazu präsentieren kann oder ich weiß, dass ich dieses Problem eben nicht habe und habe mich dann dabei also ein Stück weit weiter selbst gefunden. Es ist vielleicht wie ein großes Mosaik. Auch wenn noch lange nicht alle Steinchen eingefügt sind, so lässt sich trotzdem schon das Bild erkennen. Es wird nur mit jedem zusätzlichen Steinchen klarer, runder, abgestimmter und vielleicht auch etwas schöner.
Daher denke ich auch, dass ähnlich der Funktion von diesem (und der anderen) Forum, die Selbsthilfegruppen eine ganze wichtige Funktion haben, nur das dort der Kontakt persönlich statt über das Netz stattfindet. Aber das was dort vielerorts stattfindet ist genau das, was wir hier machen. Man stelle sich gerade den TS Weg einmal vor, wenn die einzigen Kontaktpersonen die einem nahestehenden Personen und Ärzte wären!? Ich denke, das wäre für viele ziemlich schrecklich. In diesem Sinne würde ich die Gelegenheit nutzen und an dieser Stelle dazu aufrufen, die lokalen Selbsthilfegruppen zu unterstützen! Macht mit! Wenn es Trägervereine gibt, werdet Mitglied und/oder spendet Geld. Engagiert Euch!
Liebe Grüße
nicole
Ich bin trans* - und das ist gut so!
Homepage: http://www.dpin.de/nf
Blog: http://www.dpin.de/nf/category/trans/
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ExuserIn-2014-06-30
Re: Der Wunsch TS zu verstehen
Das kann ich nur unterstützen. Ohne die Selbsthilfegruppe, zu der ich gegangen bin (Lili Marlene Dortmund), wäre ich nicht die, die ich jetzt bin. Der persönliche Kontakt hat mir in wenigen Monaten viel mehr gebracht als viele Jahre Internet zuvor! Gerade der emotionale Bereich, eben das, was man nicht so wirklich erklären kann, was aber so unglaublich wichtig ist, das kommt nur in der persönlichen Runde heraus und wird spürbar.nicole.b hat geschrieben:Hallo!
...
Daher denke ich auch, dass ähnlich der Funktion von diesem (und der anderen) Forum, die Selbsthilfegruppen eine ganze wichtige Funktion haben, nur das dort der Kontakt persönlich statt über das Netz stattfindet. Aber das was dort vielerorts stattfindet ist genau das, was wir hier machen. Man stelle sich gerade den TS Weg einmal vor, wenn die einzigen Kontaktpersonen die einem nahestehenden Personen und Ärzte wären!? Ich denke, das wäre für viele ziemlich schrecklich. In diesem Sinne würde ich die Gelegenheit nutzen und an dieser Stelle dazu aufrufen, die lokalen Selbsthilfegruppen zu unterstützen! Macht mit! Wenn es Trägervereine gibt, werdet Mitglied und/oder spendet Geld. Engagiert Euch!
Liebe Grüße
nicole
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ab08
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- Geschlecht: Frau (TS bzw. IS)
- Pronomen: sie
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Re: Der Wunsch TS zu verstehen
Hallo Nicky,nickimicki hat geschrieben: Also da ist jemand, der von sich sagt, daß er in einem falschen Körper lebt.
Er wurde geboren als körperlich kerngesunder Mensch, mit definiertem Geschlecht,
sowohl anatomisch, als auch im Chromosomensatz. Biologisch ist alles perfekt,
doch emotional oder in der Selbstwahrnehmung ist etwas anders.
TS findet also augenscheinlich im Kopf statt.
...
Haut in die Tasten und lasst mich nicht dumm sterben.
beruflich bin ich sehr aktiv, daher bin ich selten hier.
Warum ich mich trotzdem hier manchmal zu Wort melde:
Mit dem Thema meiner TS beschäftigte ich mich in den letzten Jahrzehnten mindestens so intensiv, wie mit anderem.
Zudem bin ich nicht nur im Lehrberuf im MINT-Bereich tätig, sondern mir ist schon immer die Richtigstellung fehlerhafter Lehrinhalte ein Anliegen.
Daher bin ich schon lange in verschiedenen Organisationen aktiv. Im obigem Bereich der Biologie besteht Handlungsbedarf.
Viele kompetente Kolleginnen und Kollegen stellen es im Unterricht längst korrekt dar, aber es gibt immer noch Fehleinschätzungen.
Zu obigem Zitat:
'definiertes Geschlecht': Das Eigenschaftswort drückt die Wahrheit aus: Das Geschlecht wird quasi nach Augenschein bei der Geburt festgelegt.
Der Eindruck ist in der Regel richtig, kann aber falsch sein. Chromosomen und anderes geben ebenfalls keine endgültige, sichere Auskunft.
So werden auch 'kerngesunde' zeugungsfähige Frauen, geburtsfähige Männer usw. geboren.
Für eine korrekte Feststellung eines 'Geschlechtes' wäre es daher am sinnvollsten, wenn man die Betroffenen einfach fragen würde.
Eine psychisch gesunde Person weiß, ob sie sich überhaupt und wenn, dann welchem der beiden Geschlechter sie sich zuordnet.
Ohne die NS-Zeit wäre die Wissenschaft weiter und dies alles längst Gemeingut. Harry Benjamin sah TS als spezielle Form der Intersexualität, eben des Gehirns, an.
Dem stimme ich in meinem Fall zu. Ich bin, trotz Genitalien, weiblich. Weil ich aus Rücksicht auf die unwissende Umgebung als 'Mann' auftrat, wurde ich krank.
Nun nehme ich Rücksicht auf meine Gesundheit und mach den Blödsinn nicht mehr mit.
Liebe Grüße
ab
P.S. Psychiater brauchte ich für die rechtliche Seite(Gutachten). In der SHG erhielt ich bei Bedarf technische Tipps. Bei meiner Selbstfindung spielten sie beide keine Rolle.
Emotionale Unterstützung erfuhr ich stets durch die Familie, besonders beim und nach dem CO.
Ich wußte seit der Kindheit, was los war. Die Bestätigung durch wissenschaftliche Quellen half mir, als Naturwissenschaftlerin, natürlich.
Daher setze ich mich heute für die korrekte Behandlung dieser Themen im Schulunterricht ein. In einigen Bundesländern gibt schon Ansätze http://www.schlau-rlp.de/,
In Bayern, wo ich lebe, ist ähnliches denkbar. Früher oder später wird man auf dem Gebiet hier aktiv werden.
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
-
Marielle
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Re: Der Wunsch TS zu verstehen
Hallo, Guten Tag zusammen,
der Thread ist ja ein bischen komplex geworden. Ich komme nochmal auf die erste Fragestellung, Verständnis der Transsexualität, und den Punkt 'weiblich fühlen' zurück, weil ich den für interessant und wichtig halte. Immerhin benutzen 'wir', ich auch, dieses 'Fühlen' als Begründung für unser Tun.
einige Zitate aus diesem Thread:
von Daniela:
Wenn ich mich im Spiegel betrachte als Mann, dann passt da was nicht zusammen, also muss es das andere sein.
Ich fühle mich wie ich mich fühle. Wir nennen das weiblich (?) ..das haben wir uns angeeignet.
von Nicole:
Was ist es aber dann? Wir kennen die für unsere Gesellschaft typischen Merkmale von "männlich" und "weiblich". Und unabhängig von Mögen oder Nicht-Mögen gibt es noch die Identifikation und dies ist der zentrale Punkt für die Transsexuellen - identifiziere ich mich mit bestimmten Aspekten? Entspricht dies meiner Persönlichkeit?
von Conny:
das "weibliche gefühl" ist aber vielleicht ein stück weit auch eine illusion. für diejenigen unter uns, die mann sind und bleiben wollen, reichen die o.g. äußerlichkeiten logischerweise um das gefühl - ganz subjektiv - zu erleben.
Damit beschreibt ihr in etwa das, was ich auch dazu denke. Zu einem großen Teil geht es vielleicht gar nicht um ein 'Fühlen', sondern um eine Identifikation bzw. eine Nicht-Identifikation. Kann man sich mit einer, quasi von aussen aufgepägten, Rolle identifizieren oder kann man es eben nicht ...
Die Prägung der Geschlechterrollen beginnt schon sehr früh im Leben und manche merken sehr bald, dass sie dem hinterlegten Rollenbild nicht entsprechen; 'männliche' Kinder (Jungs), die keine Lust haben den Sheriff zu spielen und 'weibliche' Kinder (Mädchen), die lieber einen Metallbaukasten als ein Puppenhaus hätten. Meine THESE dazu: Egal wann und wie es passiert ist, viele hier haben irgendwann herausgefunden, dass sie sich mit ihrer "SOLL-Rolle" eben nicht identifizieren können und auch irgendwann nach Wegen gesucht, diesen "Mangel" abzustellen. Was läge dann näher, als sich die Identifikationsmerkmale des entgegengesetzten Rollenbildes anzueignen? Das sind zwar wohl wirklich meist Stereotype, aber sie beschreiben die andere Rolle, jedenfalls in der eigenen Aussendarstellung, doch ausreichend genau, um sich von seiner "Ausgangs-Soll-Rolle" zu distanzieren. Mancher/-m reicht dazu ein wenig Oberbekleidung, andere streben an, von ihrer Umgebung möglichst sicher in die gegensätzliche Kategorie eingeordnet zu werden und wieder andere wollen/müssen auch ihre körperlichen Merkmale anpassen.
weiter schrieb Conny:
für ts gilt das natürlich nicht.
Dazu bin ich gar nicht so sicher. Es KÖNNTE doch auch so sein, dass es letztlich nur ein Unterschied im Grad der Nicht-Identifikation mit der "SOLL-Rolle" ist, der bestimmt, wie weit man sich von dieser SOLL-Rolle entfernen muss, um mit sich glücklich und zufrieden zu sein. Dann gäbe es, jetzt wieder meine THESE, keine scharfe Abgrenzung zwischen Menschen, die üblicherweise als CD ODER TS bezeichnet werden. Es wäre ein kontinuierliches Spektrum.
noch weiter Conny:
ich denke, dass das weibliche gefühl bei denen absolut bekleidungsunabhängig ist, aber auch irgendwie eine illusion?
Was wäre, wenn ich sage, dass das bei mir auch so, unabhängig von meiner jeweiligen Kleidung, ist? (zur Info für die, die mich nicht kennen: Ich ändere nichts an mir, ausser das ich mit "weiblich" besetzte Kleidung und Accessoires nutze; keine Sillis, keine Perücke, kein Puder, reichlich 'Bartschatten') Ich glaube nicht, dass meine Persönlichkeit davon abhängig ist, ob ich einen Rock oder eine Hose trage oder wieviele Haare ich grade am Körper habe. Allerdings geht es mir besser, wenn meine Aussendarstellung von meiner SOLL-Rolle abweicht, ohne das sie, in der Zuordnung durch andere, der entgegengestzten Rolle entsprechen müsste. Eine Illusion würde ich es daher nicht nennen, weil das "sich besser fühlen" ja auch von vielen als echte Erfahrung beschrieben wird. Die geänderte Darstellung, sei es der Umwelt gegenüber oder auch nur im eigenen Bild im Spiegel, macht die eigene Identifikation sichtbar, aber sie ist nicht von der jeweiligen Kleidung abhängig. Und zwar, Achtung! THESE, nicht nur bei Transsexuellen der üblichen Definition, sondern bei allen, die die Kleidung nicht als Fetisch sondern als Teil ihrer Selbstdarstellung nutzen.
Man mag biologische, hormonelle oder andere 'harte' Einflüsse als Ursache für ein, vom körperlichen abweichendes, Geschlechtsempfinden anführen können. Von Humanbiologie hab' ich etwa soviel Ahnung wie die Kuh vom Eierlegen, aber so recht Überzeugendes hab' ich in dieser Richtung noch nicht gelesen oder gehört. Im Gegensatz dazu passen aber meine Erfahrungen mit mir selbst und sehr vieles, was ich an anderen 'von uns' beobachtet habe, zu meiner Idee/These, dass es eigentlich keinen substanziellen Unterschied zwischen 'nur Crossdressern' und 'Transsexuellen' gibt. Jedenfalls dann nicht, wenn die Motivation ein 'inneres Empfinden' oder 'Gefühl' ist, dass nicht primär und auf Dauer auf sexuelle Stimulation gerichtet ist. Es ist m.E. dann "nur" eine Frage der Ausprägung, wie weit man sich von der unpassenden SOLL-Rolle in Richtung auf das entgegengesetzte 'Ideal' entfernen muss, um damit zufrieden leben zu können.
liebe Grüsse
Marielle
------------------------------------------------
@nicki
"Also zunächst mal zu Marielle, die meinen letzten Beitrag nicht so toll fand.
Ich fürchte, dass wir da ein wenig aneinander vorbei geredet haben."
Das ist wohl so. Ich hatte mich durch deinen Beitrag ein wenig "angefahren" gefühlt. Aber das ist von meiner Seite absolut geklärt.
der Thread ist ja ein bischen komplex geworden. Ich komme nochmal auf die erste Fragestellung, Verständnis der Transsexualität, und den Punkt 'weiblich fühlen' zurück, weil ich den für interessant und wichtig halte. Immerhin benutzen 'wir', ich auch, dieses 'Fühlen' als Begründung für unser Tun.
einige Zitate aus diesem Thread:
von Daniela:
Wenn ich mich im Spiegel betrachte als Mann, dann passt da was nicht zusammen, also muss es das andere sein.
Ich fühle mich wie ich mich fühle. Wir nennen das weiblich (?) ..das haben wir uns angeeignet.
von Nicole:
Was ist es aber dann? Wir kennen die für unsere Gesellschaft typischen Merkmale von "männlich" und "weiblich". Und unabhängig von Mögen oder Nicht-Mögen gibt es noch die Identifikation und dies ist der zentrale Punkt für die Transsexuellen - identifiziere ich mich mit bestimmten Aspekten? Entspricht dies meiner Persönlichkeit?
von Conny:
das "weibliche gefühl" ist aber vielleicht ein stück weit auch eine illusion. für diejenigen unter uns, die mann sind und bleiben wollen, reichen die o.g. äußerlichkeiten logischerweise um das gefühl - ganz subjektiv - zu erleben.
Damit beschreibt ihr in etwa das, was ich auch dazu denke. Zu einem großen Teil geht es vielleicht gar nicht um ein 'Fühlen', sondern um eine Identifikation bzw. eine Nicht-Identifikation. Kann man sich mit einer, quasi von aussen aufgepägten, Rolle identifizieren oder kann man es eben nicht ...
Die Prägung der Geschlechterrollen beginnt schon sehr früh im Leben und manche merken sehr bald, dass sie dem hinterlegten Rollenbild nicht entsprechen; 'männliche' Kinder (Jungs), die keine Lust haben den Sheriff zu spielen und 'weibliche' Kinder (Mädchen), die lieber einen Metallbaukasten als ein Puppenhaus hätten. Meine THESE dazu: Egal wann und wie es passiert ist, viele hier haben irgendwann herausgefunden, dass sie sich mit ihrer "SOLL-Rolle" eben nicht identifizieren können und auch irgendwann nach Wegen gesucht, diesen "Mangel" abzustellen. Was läge dann näher, als sich die Identifikationsmerkmale des entgegengesetzten Rollenbildes anzueignen? Das sind zwar wohl wirklich meist Stereotype, aber sie beschreiben die andere Rolle, jedenfalls in der eigenen Aussendarstellung, doch ausreichend genau, um sich von seiner "Ausgangs-Soll-Rolle" zu distanzieren. Mancher/-m reicht dazu ein wenig Oberbekleidung, andere streben an, von ihrer Umgebung möglichst sicher in die gegensätzliche Kategorie eingeordnet zu werden und wieder andere wollen/müssen auch ihre körperlichen Merkmale anpassen.
weiter schrieb Conny:
für ts gilt das natürlich nicht.
Dazu bin ich gar nicht so sicher. Es KÖNNTE doch auch so sein, dass es letztlich nur ein Unterschied im Grad der Nicht-Identifikation mit der "SOLL-Rolle" ist, der bestimmt, wie weit man sich von dieser SOLL-Rolle entfernen muss, um mit sich glücklich und zufrieden zu sein. Dann gäbe es, jetzt wieder meine THESE, keine scharfe Abgrenzung zwischen Menschen, die üblicherweise als CD ODER TS bezeichnet werden. Es wäre ein kontinuierliches Spektrum.
noch weiter Conny:
ich denke, dass das weibliche gefühl bei denen absolut bekleidungsunabhängig ist, aber auch irgendwie eine illusion?
Was wäre, wenn ich sage, dass das bei mir auch so, unabhängig von meiner jeweiligen Kleidung, ist? (zur Info für die, die mich nicht kennen: Ich ändere nichts an mir, ausser das ich mit "weiblich" besetzte Kleidung und Accessoires nutze; keine Sillis, keine Perücke, kein Puder, reichlich 'Bartschatten') Ich glaube nicht, dass meine Persönlichkeit davon abhängig ist, ob ich einen Rock oder eine Hose trage oder wieviele Haare ich grade am Körper habe. Allerdings geht es mir besser, wenn meine Aussendarstellung von meiner SOLL-Rolle abweicht, ohne das sie, in der Zuordnung durch andere, der entgegengestzten Rolle entsprechen müsste. Eine Illusion würde ich es daher nicht nennen, weil das "sich besser fühlen" ja auch von vielen als echte Erfahrung beschrieben wird. Die geänderte Darstellung, sei es der Umwelt gegenüber oder auch nur im eigenen Bild im Spiegel, macht die eigene Identifikation sichtbar, aber sie ist nicht von der jeweiligen Kleidung abhängig. Und zwar, Achtung! THESE, nicht nur bei Transsexuellen der üblichen Definition, sondern bei allen, die die Kleidung nicht als Fetisch sondern als Teil ihrer Selbstdarstellung nutzen.
Man mag biologische, hormonelle oder andere 'harte' Einflüsse als Ursache für ein, vom körperlichen abweichendes, Geschlechtsempfinden anführen können. Von Humanbiologie hab' ich etwa soviel Ahnung wie die Kuh vom Eierlegen, aber so recht Überzeugendes hab' ich in dieser Richtung noch nicht gelesen oder gehört. Im Gegensatz dazu passen aber meine Erfahrungen mit mir selbst und sehr vieles, was ich an anderen 'von uns' beobachtet habe, zu meiner Idee/These, dass es eigentlich keinen substanziellen Unterschied zwischen 'nur Crossdressern' und 'Transsexuellen' gibt. Jedenfalls dann nicht, wenn die Motivation ein 'inneres Empfinden' oder 'Gefühl' ist, dass nicht primär und auf Dauer auf sexuelle Stimulation gerichtet ist. Es ist m.E. dann "nur" eine Frage der Ausprägung, wie weit man sich von der unpassenden SOLL-Rolle in Richtung auf das entgegengesetzte 'Ideal' entfernen muss, um damit zufrieden leben zu können.
liebe Grüsse
Marielle
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@nicki
"Also zunächst mal zu Marielle, die meinen letzten Beitrag nicht so toll fand.
Ich fürchte, dass wir da ein wenig aneinander vorbei geredet haben."
Das ist wohl so. Ich hatte mich durch deinen Beitrag ein wenig "angefahren" gefühlt. Aber das ist von meiner Seite absolut geklärt.
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.