"frau droht mit trennung"
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conny
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"frau droht mit trennung"
hallo ihr,
immer wieder ist hier davon zu lesen, dass die ehefrau/partnerin mit einer durch das crossdressing des mannes verursachten trennung droht.
mal bereits, wenn sie überhaupt davon erfahren würde, mal wenn die kinder... usw.
ich frage mich, was sind das eigentlich für beziehungen? wie gefestigt ist sie überhaupt? wie groß ist die gegenseitige liebe? wie stark sind die gemeinsamkeiten?
ist das cd nur der berühmte tropfen, der das fass zu überlaufen bringt?
andererseits, kann es wirklich sein, dass eine ansonsten harmonische und glückliche beziehung, in der man bereit ist durch dick und dünn zu gehen, nur wegen des crossdressings in die brüche geht?
wenn ja, hatte man dann nur die illusion einer intakten beziehung?
nur zur info, ich bin in diesem sinne glücklicherweise kein betroffener.
wie ist eure erfahrung/meinung?
lg
conny
immer wieder ist hier davon zu lesen, dass die ehefrau/partnerin mit einer durch das crossdressing des mannes verursachten trennung droht.
mal bereits, wenn sie überhaupt davon erfahren würde, mal wenn die kinder... usw.
ich frage mich, was sind das eigentlich für beziehungen? wie gefestigt ist sie überhaupt? wie groß ist die gegenseitige liebe? wie stark sind die gemeinsamkeiten?
ist das cd nur der berühmte tropfen, der das fass zu überlaufen bringt?
andererseits, kann es wirklich sein, dass eine ansonsten harmonische und glückliche beziehung, in der man bereit ist durch dick und dünn zu gehen, nur wegen des crossdressings in die brüche geht?
wenn ja, hatte man dann nur die illusion einer intakten beziehung?
nur zur info, ich bin in diesem sinne glücklicherweise kein betroffener.
wie ist eure erfahrung/meinung?
lg
conny
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exuserIn-2014-09-26
Re: "frau droht mit trennung"
Man darf aber sich gerne mal in die Situation der Partnerin versetzen. Sie trifft es meist völlig unvorbereitet und ohne die Vorgeschichte tatsächlich miterlebt zu haben.
Ich habe das Glück, eine Ehefrau zu haben, die mir den Freiraum ermöglicht, Vranzy in meinem Apartment leben zu können. Aber(?) wir verbringen (nun auch wieder mehr) Zeit zusammen. Das war aber erst nach vielen Gesprächen möglich und sie begriffen hat, das die 'fremde' Frau, von der der sie mal ein Perückenhaar gefunden hat, ein Teil von mir ist. Das schöne ist das wir nun mitten auf der Reise bin, und wir(!) viele Stationen noch vor uns haben. Mal schauen wohin die Reise geht.
Ich habe das Glück, eine Ehefrau zu haben, die mir den Freiraum ermöglicht, Vranzy in meinem Apartment leben zu können. Aber(?) wir verbringen (nun auch wieder mehr) Zeit zusammen. Das war aber erst nach vielen Gesprächen möglich und sie begriffen hat, das die 'fremde' Frau, von der der sie mal ein Perückenhaar gefunden hat, ein Teil von mir ist. Das schöne ist das wir nun mitten auf der Reise bin, und wir(!) viele Stationen noch vor uns haben. Mal schauen wohin die Reise geht.
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nicole.f
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Re: "frau droht mit trennung"
Hallo!
Das Problem der Partnerinnen liegt wohl etwas tiefer. Ich muss zugeben keine Partnerin zu sein und auch meine hatte damit glücklicherweise keines, jedenfalls keines, dass ich wüsste. Aber man liest es ja oft und viel.
Wenn es zum grossen Krach kommt, geht es meist nur oberflächlich um die Äusserlichkeiten. Es ist nicht die Strumpfhose, der Rock oder gar das Make-Up. Das alles sind "Dinge". Aber das ist ja auch nicht, was uns antreibt. Ich wurde zumindest mal nicht mit einer Veranlagung geboren, FSH tragen zu müssen. Wenn es die Dinger gar nicht gäbe, dann wäre es etwas anderes, was sie ersetzt. Hätten wir vor 100 Jahren gelebt, gäbe es einiges von dem, was wir heute gerne als Ausdruck unserer selbst anlegen gar nicht.
Also wenn es nicht die "Dinge" sind, was ist es dann, was uns antreibt?
Es ist ein gelebter Teil unserer Persönlichkeit. Ein Teil, den wir uns nicht aus freiem Willen zugelegt haben und auch nicht ablegen können.
Es ist der Ausdruck einer weiblichen Persönlichkeit als Teil der gesamten Person.
Und das ist der Punkt, an dem viele Frauen wohl zerbrechen. Es stellt ihre eigene Weiblichkeit in Frage. Es schafft eine Konkurrenz Situation - jetzt ist da noch eine zweite Frau in unserem Leben, wo sie die ganze Zeit die einzige war! Oft ist dann wohl auch eine unterschwellige Eifersucht die Folge, was viele erst viel später eingestehen können; leider oft auch erst lange nach dem Ende der Beziehung. Und es stellt natürlich die Sexualität der Partnerin in Frage. Die Frage nach Homosexualität kommt schnell, zuerst nach der des Partners, also wird er jetzt schwul, weil "er" zur "sie" wird und jetzt ganz offenbar auf Männerfang geht? Und wenn sie, die Partnerin, jetzt immernoch diese neue Frau liebt, ist sie dann lesbisch? Und was passiert jetzt mit meinem "starken Mann"? Bleibe ich jetzt mit all meinen Problemen alleine? Viele Frauen bauen wohl tatsächlich auf diesen starken Wegbereiter und fühlen sich wie im freien Fall, wenn wir uns outen.
Klingt teilweise furchtbar banal, aber so ist das wohl. An der Stelle kann ich nur, mal wieder, das Buch "My Husband Betty" empfehlen, in dem Helen, Frau von Betty (CD), genau dies alles sehr genau unter die Lupe nimmt. Sie hat dutzende Paare, getrennte und noch zusammen lebende, befragt und grob zusammengefasst etwa das gefunden, was ich zuvor zu beschreiben versucht habe (ihre 240 Seiten sind deutlich besser als meine drei Sätze
Es scheint zudem auch so zu sein, dass je "normaler" die Partnerin aufgewachsen ist und sozialisiert wurde, desto banaler aber um so profunder werden die Ängste und Zweifel.
Was Helen aber auch beschreibt ist, und das bestätigt sich auch immer wieder, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Krise mit der Partnerin drastisch fällt, je früher man es ihr offenbart. Je später, desto betrogener fühlen sie sich. Das das für uns natürlich nicht leicht ist, versteht sich von selbst...
Cordialement
nicole
Das Problem der Partnerinnen liegt wohl etwas tiefer. Ich muss zugeben keine Partnerin zu sein und auch meine hatte damit glücklicherweise keines, jedenfalls keines, dass ich wüsste. Aber man liest es ja oft und viel.
Wenn es zum grossen Krach kommt, geht es meist nur oberflächlich um die Äusserlichkeiten. Es ist nicht die Strumpfhose, der Rock oder gar das Make-Up. Das alles sind "Dinge". Aber das ist ja auch nicht, was uns antreibt. Ich wurde zumindest mal nicht mit einer Veranlagung geboren, FSH tragen zu müssen. Wenn es die Dinger gar nicht gäbe, dann wäre es etwas anderes, was sie ersetzt. Hätten wir vor 100 Jahren gelebt, gäbe es einiges von dem, was wir heute gerne als Ausdruck unserer selbst anlegen gar nicht.
Also wenn es nicht die "Dinge" sind, was ist es dann, was uns antreibt?
Es ist ein gelebter Teil unserer Persönlichkeit. Ein Teil, den wir uns nicht aus freiem Willen zugelegt haben und auch nicht ablegen können.
Es ist der Ausdruck einer weiblichen Persönlichkeit als Teil der gesamten Person.
Und das ist der Punkt, an dem viele Frauen wohl zerbrechen. Es stellt ihre eigene Weiblichkeit in Frage. Es schafft eine Konkurrenz Situation - jetzt ist da noch eine zweite Frau in unserem Leben, wo sie die ganze Zeit die einzige war! Oft ist dann wohl auch eine unterschwellige Eifersucht die Folge, was viele erst viel später eingestehen können; leider oft auch erst lange nach dem Ende der Beziehung. Und es stellt natürlich die Sexualität der Partnerin in Frage. Die Frage nach Homosexualität kommt schnell, zuerst nach der des Partners, also wird er jetzt schwul, weil "er" zur "sie" wird und jetzt ganz offenbar auf Männerfang geht? Und wenn sie, die Partnerin, jetzt immernoch diese neue Frau liebt, ist sie dann lesbisch? Und was passiert jetzt mit meinem "starken Mann"? Bleibe ich jetzt mit all meinen Problemen alleine? Viele Frauen bauen wohl tatsächlich auf diesen starken Wegbereiter und fühlen sich wie im freien Fall, wenn wir uns outen.
Klingt teilweise furchtbar banal, aber so ist das wohl. An der Stelle kann ich nur, mal wieder, das Buch "My Husband Betty" empfehlen, in dem Helen, Frau von Betty (CD), genau dies alles sehr genau unter die Lupe nimmt. Sie hat dutzende Paare, getrennte und noch zusammen lebende, befragt und grob zusammengefasst etwa das gefunden, was ich zuvor zu beschreiben versucht habe (ihre 240 Seiten sind deutlich besser als meine drei Sätze
Was Helen aber auch beschreibt ist, und das bestätigt sich auch immer wieder, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Krise mit der Partnerin drastisch fällt, je früher man es ihr offenbart. Je später, desto betrogener fühlen sie sich. Das das für uns natürlich nicht leicht ist, versteht sich von selbst...
Cordialement
nicole
Ich bin trans* - und das ist gut so!
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Lina
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Re: "frau droht mit trennung"
@andererseits, kann es wirklich sein, dass eine ansonsten harmonische und glückliche beziehung, in der man bereit ist durch dick und dünn zu gehen, nur wegen des crossdressings in die brüche geht?
wenn ja, hatte man dann nur die illusion einer intakten beziehung?
Ja, genau die sind die wirklich interesante Fragen.
wenn ja, hatte man dann nur die illusion einer intakten beziehung?
Ja, genau die sind die wirklich interesante Fragen.
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nicole.f
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Re: "frau droht mit trennung"
Nuja, siehe mein voriges Posting.Lina hat geschrieben:@andererseits, kann es wirklich sein, dass eine ansonsten harmonische und glückliche beziehung, in der man bereit ist durch dick und dünn zu gehen, nur wegen des crossdressings in die brüche geht?
wenn ja, hatte man dann nur die illusion einer intakten beziehung?
Ja, genau die sind die wirklich interesante Fragen.
Das "nur CD" ist eben sehr relativ. Für uns mag das oft so erscheinen, dass wir ja "nur mal eben etwas Wäsche" oder "nur mal einen Rock" tragen. Doch selbst da habe ich meine Zweifel, wenn man hier die Posts gerade von Neuzugängen liest, aus denen, so wie das bei fast allen von uns mal war, Selbstzweifel, Scham und Schuld an jeder Ecke hervorgucken.
Für eine Partnerin können aber solche für uns vermeintlichen Kleinigkeiten offenbar existentielle Bedeutung haben. Ich finde es dann etwas leichtfertig zu sagen, die ganze Beziehung wäre nur auf Sand gebaut gewesen, wenn so eine "Lapalie" wie CD sie aus der Bahn werfen könne.
Es ist eben keine Lapalie und es verändert für viele Frauen grundlegend die Basis der Partnerschaft - nicht zuletzt auch wegen des gesellschaftlich geprägten rein dualen Geschlechterbildes. Jemand, der die Erfahrung einer gespaltenen oder verschobenen Geschlechtsidentität, und so bezeichne ich auch CD/TV, nicht gemacht hat, hat es ganz schwer, soetwas zu verstehen. Viele von uns verstehen es ja selbst nicht! Wie sollen wir dann von unseren Partnerinnen wie selbstverständlich erwarten können, dass sie es verstehen? Und zudem auch noch akzeptieren? Trotz aller Sorgen und Ängste, die sie spontan ergreifen.
Cordialement
nicole
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dooris
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Re: "frau droht mit trennung"
Liebe Nicole,
es macht immer wieder eine Freude, deine Beträge zu lesen.
So wie du es schreibst, ist es sehr nachvollziehbar. Mit deinen Sätzen hast du Recht.
Danke.
Liebe Grüße
Doris
es macht immer wieder eine Freude, deine Beträge zu lesen.
So wie du es schreibst, ist es sehr nachvollziehbar. Mit deinen Sätzen hast du Recht.
Danke.
Liebe Grüße
Doris
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Mylee
Re: "frau droht mit trennung"
Ich muss da mal eine Lanze für die Frauen brechen.
Eine Frau verliebt sich in einen Mann,lebt mit einem Mann und liebt ihn als Mann,
und dann der Schock: der Mann ist nicht nur Mann sonder mehr oder weniger Frau.
Und damit soll die arme Frau klar kommen.
Viele dulden es, aber akzeptieren es nicht.
Sie wollten ihre Mann und nichts anderes.
Und wie ist es andersrum würdet ihr das verkraften
Eine Frau verliebt sich in einen Mann,lebt mit einem Mann und liebt ihn als Mann,
und dann der Schock: der Mann ist nicht nur Mann sonder mehr oder weniger Frau.
Und damit soll die arme Frau klar kommen.
Viele dulden es, aber akzeptieren es nicht.
Sie wollten ihre Mann und nichts anderes.
Und wie ist es andersrum würdet ihr das verkraften
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ReaGirl
Re: "frau droht mit trennung"
Diese interessante frage habe ich mir bereits letztens selbst gestellt aber bin noch zu keiner einigung gekommen. Im prinzip habe ich so selten dates, das dies vermutlich auch erstmal nicht von relevanz ist. Soll man von anfang an ehrlich sein es bereits beim zweiten, dritten date, wenns thematisch passend ist bereits zu thema bringen? Oder erst nach 2 monaten, oder wenn sich der erste sex anbahnt? Damit die beziehung bereits auf keinerlei illusionen aufbaut?
Wenn eine bestehende zu Bruch geht, denk ich nicht das es unbedingt daran liegt, das schon vorher was im Argen lag. Immerhin haben viele Frauen einfach die vorstellung/Wunsch der klassischen Frau/Mann Beziehung. Wenn dies dann plötzlich anders ist, kann ich mir denken das auch eine intake Beziehung bröckeln kann.
Wenn eine bestehende zu Bruch geht, denk ich nicht das es unbedingt daran liegt, das schon vorher was im Argen lag. Immerhin haben viele Frauen einfach die vorstellung/Wunsch der klassischen Frau/Mann Beziehung. Wenn dies dann plötzlich anders ist, kann ich mir denken das auch eine intake Beziehung bröckeln kann.
Zuletzt geändert von ReaGirl am Mi 30. Okt 2013, 08:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Mylee
Re: "frau droht mit trennung"
Hallo Tina,
Ich bin kein Psychologe, aber ich denke um das du nicht durchdrehst musst du handeln.
Du hast die Neigung Frau zu sein und wie du schreibst nicht nur manchmal.
Eigentlich steht die Familie an oberster Stelle,aber du hast nur das eine Leben.
Du könntest mit deiner Frau zu einer paar Therapie gehen, oder wenn du Urlaub hast frau sein.
Vielleicht hast du die Möglichkeit bei jemanden in deiner Nähe unterzukommen, oder mietest dich in einer WG ein.
Schau ob dein Verlangen wirklich nach mehr ist.
Ich bin kein Psychologe, aber ich denke um das du nicht durchdrehst musst du handeln.
Du hast die Neigung Frau zu sein und wie du schreibst nicht nur manchmal.
Eigentlich steht die Familie an oberster Stelle,aber du hast nur das eine Leben.
Du könntest mit deiner Frau zu einer paar Therapie gehen, oder wenn du Urlaub hast frau sein.
Vielleicht hast du die Möglichkeit bei jemanden in deiner Nähe unterzukommen, oder mietest dich in einer WG ein.
Schau ob dein Verlangen wirklich nach mehr ist.
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Lampenschirm
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Re: "frau droht mit trennung"
Hallo alle miteinander!
Connys Eingangsfrage stelle ich mir auch immer wieder. Wir reden von etwas, das in euch fest verwurzelt ist, zu euch gehört, wie Haarfarbe o.ä. Und es war bereits vor euren Partnerinnen da.
Und nur, weil es denen bisher verborgen geblieben ist, wollen sie es nicht annehmen? Ich kann diese Sichtweise nicht nachvollziehen.
Für mich funktioniert Partnerschaft nur, wenn man bereit ist, sich auf den anderen einzulassen. Ich muss mich zumindest damit auseinander setzen, um sagen zu können, dass ich es nicht mag. Erst dann kann man schauen, ob jeder an dem Punkt einen Freiraum lebt, oder diese Nische so groß ist, dass sie das Gemeinsame überschattet.
Und das ist nur in Gesprächen und Erleben möglich.
Für mich sind in Beziehungen, in denen die Ablehnung des Menschen mit der Ablehnung des CD gleichgestellt wird - und so sehe ich das, wenn eine Frau quasi sagt, dass sie den Mann will und von der weiblichen Seite gar nichts wissen will, bzw. diese "untersagt" - viel mehr Dinge im Argen, als die weibliche Seite des Mannes.
Vielleicht äußern sich ja hier noch andere Partnerinnen, ich bin gespannt.
LG Lampe
Connys Eingangsfrage stelle ich mir auch immer wieder. Wir reden von etwas, das in euch fest verwurzelt ist, zu euch gehört, wie Haarfarbe o.ä. Und es war bereits vor euren Partnerinnen da.
Und nur, weil es denen bisher verborgen geblieben ist, wollen sie es nicht annehmen? Ich kann diese Sichtweise nicht nachvollziehen.
Für mich funktioniert Partnerschaft nur, wenn man bereit ist, sich auf den anderen einzulassen. Ich muss mich zumindest damit auseinander setzen, um sagen zu können, dass ich es nicht mag. Erst dann kann man schauen, ob jeder an dem Punkt einen Freiraum lebt, oder diese Nische so groß ist, dass sie das Gemeinsame überschattet.
Und das ist nur in Gesprächen und Erleben möglich.
Für mich sind in Beziehungen, in denen die Ablehnung des Menschen mit der Ablehnung des CD gleichgestellt wird - und so sehe ich das, wenn eine Frau quasi sagt, dass sie den Mann will und von der weiblichen Seite gar nichts wissen will, bzw. diese "untersagt" - viel mehr Dinge im Argen, als die weibliche Seite des Mannes.
Vielleicht äußern sich ja hier noch andere Partnerinnen, ich bin gespannt.
LG Lampe
Es ist was es ist sagt die Liebe (Erich Fried)
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nathaliecd
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Re: "frau droht mit trennung"
Hallo,
mir geht es genau wie Anja. Das Bedürfnis die Frau in mir, die ein Teil von mir ist, zu zeigen bedingt für mich das vollständige Bild einer Frau wiederzugeben. Dazu gehört neben der Kleidung auch das Schminken und die Perücke für mich.
Die Partnerin sieht dann nicht mehr den eigenen Mann vor sich, sondern eine Frau. Dies ist mit Sicherheit sehr befremdlich für Sie. Sie wird sich auch Fragen, wie weit geht das. Will er ganz Frau sein, geht er den ganzen Weg, verliere ich den Mann.
Diese Fragen erstmal für sich selbst zu beantworten, und dann die Gefühle die man selbst mit dem Frau sein verbindet der Partnerin verständlich zu machen, ist hier die Kunst. je nach Einstellung der Partnerin kann dies ein langer Weg sein, und ist nicht immer mit Erfolg gekrönt.
Meine Frau kann Gott sein Dank damit umgehen. Ich bin ja auch noch gerne Mann. Eben Two-Spirit
LG
Nathalie
mir geht es genau wie Anja. Das Bedürfnis die Frau in mir, die ein Teil von mir ist, zu zeigen bedingt für mich das vollständige Bild einer Frau wiederzugeben. Dazu gehört neben der Kleidung auch das Schminken und die Perücke für mich.
Die Partnerin sieht dann nicht mehr den eigenen Mann vor sich, sondern eine Frau. Dies ist mit Sicherheit sehr befremdlich für Sie. Sie wird sich auch Fragen, wie weit geht das. Will er ganz Frau sein, geht er den ganzen Weg, verliere ich den Mann.
Diese Fragen erstmal für sich selbst zu beantworten, und dann die Gefühle die man selbst mit dem Frau sein verbindet der Partnerin verständlich zu machen, ist hier die Kunst. je nach Einstellung der Partnerin kann dies ein langer Weg sein, und ist nicht immer mit Erfolg gekrönt.
Meine Frau kann Gott sein Dank damit umgehen. Ich bin ja auch noch gerne Mann. Eben Two-Spirit
LG
Nathalie
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exuserIn-2014-09-26
Re: "frau droht mit trennung"
Moin, moinAnja hat geschrieben:Moin,
Also bei uns sind die beiden Spirits klar getrennt. Wir sprechen über Anja wie über ein Familienmitglied. Wenn sie da ist, ist der Mann nicht da. Sie wird als eigenständige Persönlichkeit behandelt, die sie ja auch ist.
So verliert meine Frau nicht ihren Mann sondern hat noch eine Freundin hinzugewonnen. Und durch die klare Abgrenzung der beiden Persönlichkeiten fällt es ihr auch leichter damit umzugehen. Ihr Mann wird wie ihr Mann behandelt und Anja wie eine Frau, eine Freundin.
Für meine Frau wäre es sicherlich sehr viel schwieriger mit einer Mischform klarzukommen, die sie weder als ihren Mann, noch als eine Frau einordnen könnte.
Ich mache mich so zurecht, wie ich mich selbst empfinde, und meine Frau behandelt mich einfach meinem Aussehen entsprechend.
So ist es
Grüße
die Anja
versteht aber auch die (Ehe-) Frau die meint ihren Mann zu verlieren. Und in dieser Frau baut sich vor dem inneren Auge ein Horrorszenario einer schwulen Tunte* auf. Um dies zu verhindern, zu mildern, grade rücken etc. muss man sich mit seinem Partner austauschen. Und der Partner, genauer die Partnerin beschäftigt sich noch nicht so lange mit der Thematik wie man selbst, sprich sie hat nicht das Wissen das ihr habt. Und das Austauschen ist nicht in ein oder zwei Gesprächen erledigt (imho) sondern auch ein langer Prozess.
* schwule Tunte ... das ist nicht meine Art mich so auszudrücken, nur ich habe es an dieser Stelle bewusst so gewählt weil es in etwa das zu sein scheint, was in ihr so vorgeht.
Stellt euch mal das umgekehrte Szenario vor ... eure Frau will auf einmal Mann sein. Und ihr seit in der Situation kein Transgender, TwoSpirit, Crossdresser oder sonstwas, einfach nur ein normaler Mann ... nur mal so frei gedacht.
LG
Vranzy
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Lampenschirm
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Re: "frau droht mit trennung"
Völlig aus dem Thema, aber da vranzy es gerade schrieb, muss ich unbedingt mal fragen, ob eure Frauen tatsächlich als erstes fragen, ob ihr schwul seid. Die Idee ist mir damals überhaupt nicht gekommen und heute kann ich das natürlich gar nicht mehr nachvollziehen.
LG Lampe
LG Lampe
Es ist was es ist sagt die Liebe (Erich Fried)
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exuserIn-2014-09-26
Re: "frau droht mit trennung"
Mir wurde die Frage gestellt! Und überhaupt nach der Sexualität, obwohl die primär (für mich, sogar sekundär) nichts damit zu tun hat. Aber für Themenfremde stellt sich anscheinend wirklich diese Frage. Ich kann das auch akzeptieren und beantworte das dann auch.Lampenschirm hat geschrieben:Völlig aus dem Thema, aber da vranzy es gerade schrieb, muss ich unbedingt mal fragen, ob eure Frauen tatsächlich als erstes fragen, ob ihr schwul seid. Die Idee ist mir damals überhaupt nicht gekommen und heute kann ich das natürlich gar nicht mehr nachvollziehen.
LG Lampe
Ähm .... wie will man das beweisen? hmmmm sry ... schweift gerade etwas ab.Anja hat geschrieben:Das ich nicht schwul bin, das hab ich ihr wohl oft genug bewiesen![]()
LG
Vranzy
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Ulrike-Marisa
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Re: "frau droht mit trennung"
Moin zusammen,
ja, das ist bei mir auch so, wenn ich in der Öffentlichkeit unseres häuslichen Umfeldes als Frau in Erscheinung treten würde. Vieles ist zu der Frage in vorigen Beiträgen auch an anderer Stelle von mir schon gesagt worden. Auch meine Frau ist nach 33 Jahren Partnerschaft geschockt gewesen, als ich ihr von meinen Wünschen und Gefühlen vor 1u1/2 Jahren erzählte. Sie kann und will es nicht akzeptieren und duldet keine zweite Frau im Haushalt und sie will mit der ganzen Thematik nichts zu tun haben. Sie weiss es, dass ich meine Freiräume nutze, um mich dann auch als Frau fühlen zu können und auch zu einer Selbsthilfegruppe als Frau fahre. So haben wir einen Status quo mit dem wir leben - können. Wir leben immer noch in einer stabilen Partnerschaft und teilen den restlichen Teil des Lebens. Ich habe mit meinen Wünschen und Gefühlen die Probleme in unsere Ehe gebracht und so ist es an mir, damit auch so verantwortungsvoll damit umzugehen, dass unsere Familie nicht auseinanderbricht mit all den sonstigen dann folgenden Konsequenzen und ich auch das Leben meiner Frau und unseres unerträglich belaste. Die Entscheidung liegt an mir, ob ich meine Willen voll durchsetze mit Trennung und allem oder einen Weg lebe, der die bisherige Partnerschaft weiter leben lässt. Zu ersterem kann ich mich derzeit auf jeden Fall nicht entschliessen.
Liebe Grüße, Ulrike-Marisa
...es geht nicht immer alles im Leben...
ja, das ist bei mir auch so, wenn ich in der Öffentlichkeit unseres häuslichen Umfeldes als Frau in Erscheinung treten würde. Vieles ist zu der Frage in vorigen Beiträgen auch an anderer Stelle von mir schon gesagt worden. Auch meine Frau ist nach 33 Jahren Partnerschaft geschockt gewesen, als ich ihr von meinen Wünschen und Gefühlen vor 1u1/2 Jahren erzählte. Sie kann und will es nicht akzeptieren und duldet keine zweite Frau im Haushalt und sie will mit der ganzen Thematik nichts zu tun haben. Sie weiss es, dass ich meine Freiräume nutze, um mich dann auch als Frau fühlen zu können und auch zu einer Selbsthilfegruppe als Frau fahre. So haben wir einen Status quo mit dem wir leben - können. Wir leben immer noch in einer stabilen Partnerschaft und teilen den restlichen Teil des Lebens. Ich habe mit meinen Wünschen und Gefühlen die Probleme in unsere Ehe gebracht und so ist es an mir, damit auch so verantwortungsvoll damit umzugehen, dass unsere Familie nicht auseinanderbricht mit all den sonstigen dann folgenden Konsequenzen und ich auch das Leben meiner Frau und unseres unerträglich belaste. Die Entscheidung liegt an mir, ob ich meine Willen voll durchsetze mit Trennung und allem oder einen Weg lebe, der die bisherige Partnerschaft weiter leben lässt. Zu ersterem kann ich mich derzeit auf jeden Fall nicht entschliessen.
Liebe Grüße, Ulrike-Marisa
...es geht nicht immer alles im Leben...