Regierung: Armutsrisiko von Familien mit Kindern
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Anne-Mette
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Regierung: Armutsrisiko von Familien mit Kindern
Moin,
es gibt noch einmal eine Meldung aus dem Bundestag. Die ist natürlich etas abgehoben und dürfte das Armutsrisiko von Familien "in der Praxis"
nur unzureichend beschreiben, aber lest selbst:
Bundesregierung hält Armutsrisiko von Familien und Kindern für gering
Familie, Senioren, Frauen und Jugend/Antwort
Nach Ansicht der Bundesregierung leben die meisten Familien in Deutschland in sicheren materiellen Verhältnissen. In der Europäischen Union gehöre Deutschland mit einer Armutsrisikoquote von 15,6 Prozent bei Kindern zu den Staaten mit einem unterdurchschnittlichen Wert. Dies teilt die Regierung in ihrer Antwort (17/14717) auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion (17/14591) mit. Das Nettoeinkommen eines Haushaltes mit Kindern werde oftmals durch monetäre Familienleistungen und weitere Sozialtransfers über die statistische Armutsrisikogrenze von 60 Prozent des mittleren Einkommens in Deutschland gehoben. Durch diese Leistungen werde das Armutsrisiko der unter 18-Jährigen von 33,0 auf 15,6 Prozent reduziert. Nach Angaben der Bundesregierung ist die Zahl der sogenannten "verdeckten Arme", die trotz Berechtigung keine Leistungen nach dem Zweiten oder dem Siebten Sozialgesetzbuch beanspruchen, statistisch nicht erfassbar.
es gibt noch einmal eine Meldung aus dem Bundestag. Die ist natürlich etas abgehoben und dürfte das Armutsrisiko von Familien "in der Praxis"
nur unzureichend beschreiben, aber lest selbst:
Bundesregierung hält Armutsrisiko von Familien und Kindern für gering
Familie, Senioren, Frauen und Jugend/Antwort
Nach Ansicht der Bundesregierung leben die meisten Familien in Deutschland in sicheren materiellen Verhältnissen. In der Europäischen Union gehöre Deutschland mit einer Armutsrisikoquote von 15,6 Prozent bei Kindern zu den Staaten mit einem unterdurchschnittlichen Wert. Dies teilt die Regierung in ihrer Antwort (17/14717) auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion (17/14591) mit. Das Nettoeinkommen eines Haushaltes mit Kindern werde oftmals durch monetäre Familienleistungen und weitere Sozialtransfers über die statistische Armutsrisikogrenze von 60 Prozent des mittleren Einkommens in Deutschland gehoben. Durch diese Leistungen werde das Armutsrisiko der unter 18-Jährigen von 33,0 auf 15,6 Prozent reduziert. Nach Angaben der Bundesregierung ist die Zahl der sogenannten "verdeckten Arme", die trotz Berechtigung keine Leistungen nach dem Zweiten oder dem Siebten Sozialgesetzbuch beanspruchen, statistisch nicht erfassbar.
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Anne-Mette
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Re: Regierung: Armutsrisiko von Familien mit Kindern
Moin,
das habe ich auch noch gut in Erinnerung. Besonders eng war es immer am Schuljahresanfang - und wenn Klassenfahrten anstanden.
Die Worte: "... Sie können ja ansparen; dann fällt es ihnen nicht so schwer, die ganze Summe auf einmal zu bezahlen..." habe ich gehasst und ich habe mich oft gefragt, wovon man noch etwas zurücklegen soll.
Solche Regierungsberichte sind wohl auch eher theoretischer Natur.
Gruß
Anne-Mette
das habe ich auch noch gut in Erinnerung. Besonders eng war es immer am Schuljahresanfang - und wenn Klassenfahrten anstanden.
Die Worte: "... Sie können ja ansparen; dann fällt es ihnen nicht so schwer, die ganze Summe auf einmal zu bezahlen..." habe ich gehasst und ich habe mich oft gefragt, wovon man noch etwas zurücklegen soll.
Solche Regierungsberichte sind wohl auch eher theoretischer Natur.
Gruß
Anne-Mette
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Inga
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Re: Regierung: Armutsrisiko von Familien mit Kindern
Hallo,
solche Regierungsberichte scheinen vor allem die Aufgabe haben, die um sich greifende Armut so zu fassen, dass sie statistisch nicht mehr erfassbar ist und unter den Tisch fallen. Ja, sagt sich die (Noch-)Regierung, woher sollen wir denn etwas über die Armut wissen oder gar gegen Armut tun, wenn wir sie gar nicht mal richtig erfassen können?!
Ich finde so was einfach nur dilletantisch.
Liebe Grüße
Inga
solche Regierungsberichte scheinen vor allem die Aufgabe haben, die um sich greifende Armut so zu fassen, dass sie statistisch nicht mehr erfassbar ist und unter den Tisch fallen. Ja, sagt sich die (Noch-)Regierung, woher sollen wir denn etwas über die Armut wissen oder gar gegen Armut tun, wenn wir sie gar nicht mal richtig erfassen können?!
Ich finde so was einfach nur dilletantisch.
Liebe Grüße
Inga
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conny
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Re: Regierung: Armutsrisiko von Familien mit Kindern
es geht doch um die sogenannten "verdeckten Arme", die trotz Berechtigung keine Leistungen nach dem Zweiten oder dem Siebten Sozialgesetzbuch beanspruchen und statistisch nicht erfassbar sind.Inga hat geschrieben:Hallo,
Ja, sagt sich die (Noch-)Regierung, woher sollen wir denn etwas über die Armut wissen oder gar gegen Armut tun, wenn wir sie gar nicht mal richtig erfassen können?!
Ich finde so was einfach nur dilletantisch.
Liebe Grüße
Inga
was soll denn die regierung gegen die armut tun, wenn die hilfeberechtigten ihre ansprüche nicht geltend machen?
und wie soll sie diese ausfindig machen?
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Inga
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Re: Regierung: Armutsrisiko von Familien mit Kindern
Hallo, conny,
kurz den Vorschlag: Daten vom letzten Microzensus darauf hin auswerten, Stichprobenuntersuchung und -befragung und hochrechnen, Dunkelziffer schätzen - macht man bei anderen Themen ja auch.
Liebe Grüße
Inga
kurz den Vorschlag: Daten vom letzten Microzensus darauf hin auswerten, Stichprobenuntersuchung und -befragung und hochrechnen, Dunkelziffer schätzen - macht man bei anderen Themen ja auch.
Liebe Grüße
Inga
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conny
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Re: Regierung: Armutsrisiko von Familien mit Kindern
hallo inga,
weder 1987 noch 2011 wurden daten zur einkommenssituation erhoben. ich glaube auch nicht, dass die auskunftsfreudigkeit der bevölkerung hier (auch noch nach einkunftsarten differenziert)besonders hoch ist.
weder 1987 noch 2011 wurden daten zur einkommenssituation erhoben. ich glaube auch nicht, dass die auskunftsfreudigkeit der bevölkerung hier (auch noch nach einkunftsarten differenziert)besonders hoch ist.
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Ulrike-Marisa
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Re: Regierung: Armutsrisiko von Familien mit Kindern
Moin zusammen,
für viel Familien bedeuten Kinder zumindest ein hohes Ausgabenpotential, vielleicht nicht gleich Armutsrisiko, aber zumindest, wenn die Familie nicht über ein überdurchschnittliches Einkommen verfügt, oder nur ein/e Verdiener/in da ist, dann kann es sehr schnell sehr eng werden mit Miete/Hausabtrag, Fahrtkosten etc. Zumindest bei uns, mit nur einem festen Einkommen als Facharbeiterin, ist das so, dass wenn das Haushaltsgeld sich dem Ende zuneigt, immer noch so viel Monat übrig ist. Das ist sicher auch jammern auf hohem Niveau, aber irgendwelche Rücklagen bilden oder irgend etwas sparen ist seit dem wir Kinder haben nicht mehr drin, wenn wir mal davon absehen, dass wir ein Haus und Auto abzahlen und immer versucht haben, den Kindern etwas zu bieten und mit ihnen etwas zu machen; mit der Maßgabe immer schön vorsichtig bleiben mit der Kohle....Selbst zum Bafög, wo sie jetzt in der Ausbildung/Studium sind müssen wir kräftig mit vielen 100€ zulegen, da der Freibetrag vom Netto, den wir für uns nutzen dürfen für zwei Personen auch nur bei ca. 1500€ liegt. Also Geld ist immer ein Thema, für uns als Familie und für mich als Frau...
Liebe Grüße, Ulrike-Marisa
...und irgendwann werden sie merken, dass man Geld nicht essen kann...
für viel Familien bedeuten Kinder zumindest ein hohes Ausgabenpotential, vielleicht nicht gleich Armutsrisiko, aber zumindest, wenn die Familie nicht über ein überdurchschnittliches Einkommen verfügt, oder nur ein/e Verdiener/in da ist, dann kann es sehr schnell sehr eng werden mit Miete/Hausabtrag, Fahrtkosten etc. Zumindest bei uns, mit nur einem festen Einkommen als Facharbeiterin, ist das so, dass wenn das Haushaltsgeld sich dem Ende zuneigt, immer noch so viel Monat übrig ist. Das ist sicher auch jammern auf hohem Niveau, aber irgendwelche Rücklagen bilden oder irgend etwas sparen ist seit dem wir Kinder haben nicht mehr drin, wenn wir mal davon absehen, dass wir ein Haus und Auto abzahlen und immer versucht haben, den Kindern etwas zu bieten und mit ihnen etwas zu machen; mit der Maßgabe immer schön vorsichtig bleiben mit der Kohle....Selbst zum Bafög, wo sie jetzt in der Ausbildung/Studium sind müssen wir kräftig mit vielen 100€ zulegen, da der Freibetrag vom Netto, den wir für uns nutzen dürfen für zwei Personen auch nur bei ca. 1500€ liegt. Also Geld ist immer ein Thema, für uns als Familie und für mich als Frau...
Liebe Grüße, Ulrike-Marisa
...und irgendwann werden sie merken, dass man Geld nicht essen kann...