Vergewaltigungen: schleppende Aufklärung/Mitschuld
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Anne-Mette
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Vergewaltigungen: schleppende Aufklärung/Mitschuld

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

immer wieder geht es um Dsikriminierung, Misshandlungen und Vergewaltigungen.
Immer wieder wird auch von den Strafverfolgungsbehörden in vielen Fällen von einer "Mitschuld" des Opfers ausgegangen.
Auch hier im Forum wurde leider schon einmal gepostet (singemäß): "...ja, wer so auf die Straße geht...".

In Dänemark wird gerade der Fall einer Studentin diskutiert, die in Berlin Vergewaltigungsopfer wurde. Sie war aus mit Freundinnen/Freunden, hatte in einem Club gefeiert. Dort tat man ihr etwas in ihr Getränk... und sie wachte am nächsten Tag in einer völlig fremden Umgebung auf - verletzt und vergewaltigt.
Sie erstattete Anzeige bei der Polizei. Dort beruhigte man sie zunächst und meinte, man würde durch die Video-Überwachung im Club und durch Befragung des Taxi-Fahrers in der Sache weiter kommen.
Der Sache hat man sich dann wohl doch nicht so richtig angenommen und ihr später gesagt, sie hätte nicht deutlich genug gemacht, in welcher Form sie sich gegen eine Vergewaltigung gewehrt hätte... (wie denn mit betäubenden Substanzen im Getränk?)
Da fällt einem nicht mehr viel dazu ein!!!
Doch auch die dänischen Strafverfolgungsbehörden, denen die Tat angzeigt wurde, haben sich skandalös verhalten. Sie wollten die Sache nicht weiter verfolgen: weil sie sich risikobereit verhalten habe und betrunken gewesen wäre, würde man ihr nicht glauben.

Diejenigen, die die Geschichte ins Netz gestellt haben, zeigen dazu eine Karte mit (möglichen) Ursachen für eine Verwewaltigung, von denen natürlich nur "Der Vergewaltiger" die Schuld trägt, also weder ein kurzer Rock, Alkohol (auch beim Opfer), "ein guter A****".

Die Idee mit der Karte ist sicher nicht schlecht; aber ich denke, sie sollte rot sein.
... könnte man für uns vielleicht umschreiben.

Ach ja, der Text unten:
Nicht die Frauen sind an der falschen Stelle zum falschen Zeitpunkt, sind betrunken, tragen die "verkehrte Kleidung" oder passen nicht genug auf sich auf.


Gruß
Anne-Mette
vergewaltigt.jpg
Nach Erhalt der Genehmigung füge ich hier den dän. Text ein:


Hun blev udsat for voldtægt, og hun har ikke kunnet få den hjælp, hun havde og har brug for.

Del meget gerne opslaget, og vær med til at hjælpe med at sætte fokus på problemet.

En ung studerende pige er pÃ¥ ferie i Berlin. En aften er hun ude med sine venner og bliver senere den aften udsat for drug rape. Nogen har puttet narkotiske stoffer i hendes drink. Næste morgen vÃ¥gner hun op et fremmed sted med ukendte mænd omkring sig — voldtaget og med tydelige fysiske beviser pÃ¥ sig.

Hun anmelder det til Tysk politi, som indledende beroliger hende med, at de vil finde videoovervågning fra natklubben, at de vil lede efter den taxichauffør som kørte hende bevidstløs fra klubben til gerningsstedet, men de gør det bare ikke. I stedet modtager hun besked om, at man fra politiets side vælger ikke at gå videre med sagen, fordi offeret i sin første forklaring ikke har lagt vægt på i hvor høj grad hun forsvarede sig (halvt bevidstløs og under stofindflydelse) og at hun ikke ville kunne fremstå overbevisende i en retssag.

Inden vi klapper os selv pÃ¥ skuldrene over vort danske retssystem: Offeret anmelder ogsÃ¥ sagen til dansk politi, hvor hun IKKE fÃ¥r tilbudt en bistandsadvokat, men i stedet fÃ¥r at vide hun har opført sig "risikofyldt" fordi hun gik i byen, at de ikke tror pÃ¥ hende, fordi hun var fuld, og at de derfor ikke vil gÃ¥ videre med sagen.
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