Warum ich Crossdresse - Marabella: meine Geschichte
-
marabella68
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 306
- Registriert: Mi 7. Nov 2012, 22:42
- Geschlecht: männlich
- Pronomen:
- Kontaktdaten:
Warum ich Crossdresse „ Marabella: meine Geschichte
Viele hier schreiben wie es bei ihnen zum Crossdressing kam und welche Hintergründe sie überhaupt haben, sich heute zeitweise oder auch dauerhaft wie eine Frau zu kleiden. Obwohl ich bis heute nur sehr selten Crossdresse, möchte ich meine Geschichte hier auch mal zum besten geben.
Wie ich in mehreren, anderen Threads bereits erwähnt habe, betreibe ich das Crossdressing bis heute eigentlich nur aus sexueller Motivation. Ich denke jeder von uns hat das in der Pubertät durchgemacht, das frühe Gefühl, der sexuellen Erregung z.B. beim Hochklettern am Seil, welches man sich nicht erklären kann. So war es auch bei mir. Im Kindergarten und Grundschulalter hatte ich hauptsächlich eine Freundin, als Spielkamerad. Da ich ein schüchterner Junge war verbrachte Ich eigentlich die meiste Zeit mit dieser Freundin, die in dieser "Freundschaft" zudem eine sehr dominante Rolle spielte. Mit anderen Jungs spielte ich weniger, allerdings nicht aus mangelndem Interesse, sondern eher, weil ich so schüchtern war und mich eben niemand außer meiner Freundin zum Spielen abholte.
So kam es, dass wir von Zeit zu Zeit auch mal das beliebte Spiel : Vater, Mutter, Kind spielten, wobei als Kind dann meist eine Puppe herhalten musste. Und da meine Freundin die dominante Persönlichkeit in unserer Freundschaft war, wurde mir dabei oft die Rolle der Mutter und nicht die des Vaters zuteil, was dann darin gipfelte, dass ich irgendwelche Kleider meiner Freundin anziehen musste um die Rolle der Mutter auch glaubhaft zu verkörpern. Wenn dies anfangs noch unbekümmert ablief und ich mir auch nichts schlimmes dabei dachte, spürte ich beim tragen ihrer Kleider allerdings mit der Zeit eine Erregung, wie ich sie eben auch zum Beispiel vom Hochklettern am Seil kannte. Mit 6 Jahren passierte da aber noch nicht mehr, es war eben nur das komische kribbeln zwischen den Beinen, was bis in den Bauch zog. Als die Grundschule beendet war trennten sich unsere Wege und auch solche Vater, Mutter, Kind spiele fanden schon längst nicht mehr statt.
Mich allerdings erregte weiterhin der Anblick schöner Frauenkleider und die Vorstellung diese selber zu tragen. Als ich dann, ich muss so 12 Jahre alt gewesen sein, einmal für mehrere Stunden allein zuhause war, packte mich die Neugier und ich bediente mich am Kleiderschrank meiner Mutter um mir eines Ihrer Kleider überzuziehen. Die Erregung wurde dabei so stark, dass diese Aktion schon wenige Minuten später in Selbstbefriedigung gipfelte. Anschließend fand ich das, was ich gemacht hatte so widerlich, dass ich mir schwor so etwas nie wieder zu tun. Ich hing das Kleid ganz schnell wieder weg und verwischte alle Spuren so gut wie möglich.
Ich dachte wirklich das sei es gewesen, aber der Drang es wieder zu tun kam dann doch alle paar Monate wieder auf. Ich bediente mich abwechselnd am Schrank meiner Mutter und meiner Schwester. Dabei zog ich aber immer nur weite Kleider oder Röcke, möglichst mit einem Satininnenfutter an. Ich versuchte auch, wenn es die Zeit hergab, dass ganze in die Länge zu ziehen um möglichst viel davon zu haben.
Als ich dann 16 Jahre alt war, heiratete meine Schwester. Da sie ihr Brautkleid auch nach der Hochzeit noch bei meinen Eltern und mir in der Wohnung im Schrank aufbewahrte, war es natürlich für mich ein leichtes, dieses Brautkleid in einem stillen Moment mal überzuziehen. Auch dies endete, wie immer, in Selbstbefriedigung. Allerdings war das für mich der absolute Gipfel der Gefühle, mich in so einem seidigen, weichen Stoff aus Tüll, Organza und Satin bewegen zu können. Ich muss dazu sagen, dass ich bis dahin, auch noch keine Freundin hatte und somit das Gefühl mit einer Frau zusammen zu sein auch noch nicht kannte. Auf jeden Fall hatte ich (und habe ich auch heute noch) ausschließlich Interesse für Frauen. Auf jeden Fall war damit meine Vorliebe für Braut- und später auch Ball- und Abendkleider geboren.
Jahrelang schlug ich mich dann so durch, indem ich immer die Gelegenheiten ausnutzte zu denen ich mir ein Kleid meiner Mutter, sie hatte noch ein für mich erregendes Abendkleid im Schrank, oder verschiedene Abendkleider meiner Schwester, ich lieh mir diese einfach aus, wenn sie im Urlaub war, heimlich überzog und mich selber befriedigte.
Mit dem Aufkommen des Internets bot sich mir dann erstmals die Gelegenheit mir selber Kleider zu besorgen. Denn Kleider in einem Laden einkaufen wäre niemals in Frage gekommen, ich hätte gar nicht gewusst was ich da sagen soll und es wäre mir auch furchtbar peinlich gewesen. Da ich nach wie vor ein besonderes Faible für Brautkleider hatte bestellte ich mir erstmals über einen Versand, der darauf spezialisiert war Brautkleider an Männer zu versenden ein Brautkleid . Es sollten noch 4 weitere Brautkleider, ein Ballkleid und 4 Abendkleider folgen. Außerdem Nylons, Pumps ein Torselett und ein String (alles in Weiß). So hatte ich endlich eine abwechslungsreiche Garderobe, die ich regelmäßig anziehen konnte. Natürlich alles weiterhin heimlich im stillen Kämmerlein.
Irgendwann lernte ich aber dann meine Frau kennen, wir heirateten und bekamen ein Kind. Ich hatte die Sachen alle gut im Keller versteckt und verspürte in den ersten Jahren auch nicht den Hauch eines Dranges meine Brautkleider mal wieder anziehen zu müssen. Lediglich das Faible schöne Frauen in Braut-, Ball- und Abendkleidern anzuschauen blieb. Leider war irgendwann mal die Luft aus unserem Sexualleben raus, vor allem seitens meiner Frau. So verlassen von jeglichem Geschlechtsverkehr keimte der Drang zum Crossdressen wieder auf. Bei einer günstigen Gelegenheit kramte ich alle Kleider wieder hervor und wollte sie mal wieder anziehen. Dabei musste ich zu meiner Enttäuschung feststellen, dass ich praktisch aus allen Brautkleidern "herausgewachsen" war, alle Kleider (Größen 36 — 40) bis auf das Ballkleid Gr. 46 waren mir mittlerweile zu klein. Da der Drang aber mittlerweile wieder stark zugenommen hatte bestellte ich mir, diesmal bei ebay, mein erstes Abendkleid. Ich wollte weg von dem Einheitsweiß der Brautkleider und bin deswegen auf Abendkleider umgestiegen. Mittlerweile sind das auch wieder 3 Abendkleider, ein Ballkleid und ein Cocktailkleid. Außerdem war mir mit der Zeit das reine Anziehen der Kleider zu langweilig geworden. Ich wollte die Lust noch steigern und habe mir daher im Laufe der Zeit eine Komplettausstattung, also Korsett, FSH, Sandaletten mit 8 cm Absatz, Spitzenunterhöschen, Büstenhalter, Brusteinlagen, Schmuck, Perücke und entsprechendes Makeup zugelegt. Da der Aufwand sich so als Frau herzurichten doch sehr hoch ist, nutze ich die seltenen Gelegenheiten in denen ich Crossdresse, indem ich das Ganze über mehrere Stunden hinziehe und möglichst viele Fotos von mir mache. Denn ich kann das ganze bis heute vielleicht 1-2 mal im Jahr machen, weil ich es nach wie vor heimlich tue. Das Betrachten der Bilder von mir selbst als Frau jedoch, genügen mir über die restliche Zeit hinwegzukommen. Ich denke ich Crossdresse um mir einen sexuellen Kick zu verschaffen, der entsteht, wenn ich mich selber als eine Frau sehe. Ist der Sexualtrieb befriedigt, will ich wieder ganz der Mann sein, der ich ohnehin bin.
PS: Die dominante Kindergartenfreundin von damals lebt heute mit einer Frau zusammen.
LG
Marabella
Wie ich in mehreren, anderen Threads bereits erwähnt habe, betreibe ich das Crossdressing bis heute eigentlich nur aus sexueller Motivation. Ich denke jeder von uns hat das in der Pubertät durchgemacht, das frühe Gefühl, der sexuellen Erregung z.B. beim Hochklettern am Seil, welches man sich nicht erklären kann. So war es auch bei mir. Im Kindergarten und Grundschulalter hatte ich hauptsächlich eine Freundin, als Spielkamerad. Da ich ein schüchterner Junge war verbrachte Ich eigentlich die meiste Zeit mit dieser Freundin, die in dieser "Freundschaft" zudem eine sehr dominante Rolle spielte. Mit anderen Jungs spielte ich weniger, allerdings nicht aus mangelndem Interesse, sondern eher, weil ich so schüchtern war und mich eben niemand außer meiner Freundin zum Spielen abholte.
So kam es, dass wir von Zeit zu Zeit auch mal das beliebte Spiel : Vater, Mutter, Kind spielten, wobei als Kind dann meist eine Puppe herhalten musste. Und da meine Freundin die dominante Persönlichkeit in unserer Freundschaft war, wurde mir dabei oft die Rolle der Mutter und nicht die des Vaters zuteil, was dann darin gipfelte, dass ich irgendwelche Kleider meiner Freundin anziehen musste um die Rolle der Mutter auch glaubhaft zu verkörpern. Wenn dies anfangs noch unbekümmert ablief und ich mir auch nichts schlimmes dabei dachte, spürte ich beim tragen ihrer Kleider allerdings mit der Zeit eine Erregung, wie ich sie eben auch zum Beispiel vom Hochklettern am Seil kannte. Mit 6 Jahren passierte da aber noch nicht mehr, es war eben nur das komische kribbeln zwischen den Beinen, was bis in den Bauch zog. Als die Grundschule beendet war trennten sich unsere Wege und auch solche Vater, Mutter, Kind spiele fanden schon längst nicht mehr statt.
Mich allerdings erregte weiterhin der Anblick schöner Frauenkleider und die Vorstellung diese selber zu tragen. Als ich dann, ich muss so 12 Jahre alt gewesen sein, einmal für mehrere Stunden allein zuhause war, packte mich die Neugier und ich bediente mich am Kleiderschrank meiner Mutter um mir eines Ihrer Kleider überzuziehen. Die Erregung wurde dabei so stark, dass diese Aktion schon wenige Minuten später in Selbstbefriedigung gipfelte. Anschließend fand ich das, was ich gemacht hatte so widerlich, dass ich mir schwor so etwas nie wieder zu tun. Ich hing das Kleid ganz schnell wieder weg und verwischte alle Spuren so gut wie möglich.
Ich dachte wirklich das sei es gewesen, aber der Drang es wieder zu tun kam dann doch alle paar Monate wieder auf. Ich bediente mich abwechselnd am Schrank meiner Mutter und meiner Schwester. Dabei zog ich aber immer nur weite Kleider oder Röcke, möglichst mit einem Satininnenfutter an. Ich versuchte auch, wenn es die Zeit hergab, dass ganze in die Länge zu ziehen um möglichst viel davon zu haben.
Als ich dann 16 Jahre alt war, heiratete meine Schwester. Da sie ihr Brautkleid auch nach der Hochzeit noch bei meinen Eltern und mir in der Wohnung im Schrank aufbewahrte, war es natürlich für mich ein leichtes, dieses Brautkleid in einem stillen Moment mal überzuziehen. Auch dies endete, wie immer, in Selbstbefriedigung. Allerdings war das für mich der absolute Gipfel der Gefühle, mich in so einem seidigen, weichen Stoff aus Tüll, Organza und Satin bewegen zu können. Ich muss dazu sagen, dass ich bis dahin, auch noch keine Freundin hatte und somit das Gefühl mit einer Frau zusammen zu sein auch noch nicht kannte. Auf jeden Fall hatte ich (und habe ich auch heute noch) ausschließlich Interesse für Frauen. Auf jeden Fall war damit meine Vorliebe für Braut- und später auch Ball- und Abendkleider geboren.
Jahrelang schlug ich mich dann so durch, indem ich immer die Gelegenheiten ausnutzte zu denen ich mir ein Kleid meiner Mutter, sie hatte noch ein für mich erregendes Abendkleid im Schrank, oder verschiedene Abendkleider meiner Schwester, ich lieh mir diese einfach aus, wenn sie im Urlaub war, heimlich überzog und mich selber befriedigte.
Mit dem Aufkommen des Internets bot sich mir dann erstmals die Gelegenheit mir selber Kleider zu besorgen. Denn Kleider in einem Laden einkaufen wäre niemals in Frage gekommen, ich hätte gar nicht gewusst was ich da sagen soll und es wäre mir auch furchtbar peinlich gewesen. Da ich nach wie vor ein besonderes Faible für Brautkleider hatte bestellte ich mir erstmals über einen Versand, der darauf spezialisiert war Brautkleider an Männer zu versenden ein Brautkleid . Es sollten noch 4 weitere Brautkleider, ein Ballkleid und 4 Abendkleider folgen. Außerdem Nylons, Pumps ein Torselett und ein String (alles in Weiß). So hatte ich endlich eine abwechslungsreiche Garderobe, die ich regelmäßig anziehen konnte. Natürlich alles weiterhin heimlich im stillen Kämmerlein.
Irgendwann lernte ich aber dann meine Frau kennen, wir heirateten und bekamen ein Kind. Ich hatte die Sachen alle gut im Keller versteckt und verspürte in den ersten Jahren auch nicht den Hauch eines Dranges meine Brautkleider mal wieder anziehen zu müssen. Lediglich das Faible schöne Frauen in Braut-, Ball- und Abendkleidern anzuschauen blieb. Leider war irgendwann mal die Luft aus unserem Sexualleben raus, vor allem seitens meiner Frau. So verlassen von jeglichem Geschlechtsverkehr keimte der Drang zum Crossdressen wieder auf. Bei einer günstigen Gelegenheit kramte ich alle Kleider wieder hervor und wollte sie mal wieder anziehen. Dabei musste ich zu meiner Enttäuschung feststellen, dass ich praktisch aus allen Brautkleidern "herausgewachsen" war, alle Kleider (Größen 36 — 40) bis auf das Ballkleid Gr. 46 waren mir mittlerweile zu klein. Da der Drang aber mittlerweile wieder stark zugenommen hatte bestellte ich mir, diesmal bei ebay, mein erstes Abendkleid. Ich wollte weg von dem Einheitsweiß der Brautkleider und bin deswegen auf Abendkleider umgestiegen. Mittlerweile sind das auch wieder 3 Abendkleider, ein Ballkleid und ein Cocktailkleid. Außerdem war mir mit der Zeit das reine Anziehen der Kleider zu langweilig geworden. Ich wollte die Lust noch steigern und habe mir daher im Laufe der Zeit eine Komplettausstattung, also Korsett, FSH, Sandaletten mit 8 cm Absatz, Spitzenunterhöschen, Büstenhalter, Brusteinlagen, Schmuck, Perücke und entsprechendes Makeup zugelegt. Da der Aufwand sich so als Frau herzurichten doch sehr hoch ist, nutze ich die seltenen Gelegenheiten in denen ich Crossdresse, indem ich das Ganze über mehrere Stunden hinziehe und möglichst viele Fotos von mir mache. Denn ich kann das ganze bis heute vielleicht 1-2 mal im Jahr machen, weil ich es nach wie vor heimlich tue. Das Betrachten der Bilder von mir selbst als Frau jedoch, genügen mir über die restliche Zeit hinwegzukommen. Ich denke ich Crossdresse um mir einen sexuellen Kick zu verschaffen, der entsteht, wenn ich mich selber als eine Frau sehe. Ist der Sexualtrieb befriedigt, will ich wieder ganz der Mann sein, der ich ohnehin bin.
PS: Die dominante Kindergartenfreundin von damals lebt heute mit einer Frau zusammen.
LG
Marabella
Frau sein nur zum Spaß. Outing kommt gar nicht in Frage.
-
nicole.f
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 790
- Registriert: Fr 3. Dez 2010, 11:04
- Geschlecht: trans* Frau
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Siegen
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Warum ich Crossdresse „ Marabella: meine Geschichte
Hallo!Aspie hat geschrieben:Hallo Marabella,
Das ist eine schöne Geschichte, und ich sehe auch viele Gemeinsamkeiten zu mir.
Ich finde es auch toll, dass Du als bekennender Fetischist so offen in diesem Forum bist. Das sind nicht viele. Ich hoffe auch weiterhin von Dir zu lesen!
Also zunächst einmal schließe ich mich Aspie, großer Respekt so offen über etwas zu schreiben, das sonst leicht als schmuddelig abgetan werden könnte.
Und auch ich komme nicht umhin, Parallelen zu mir erkennen zu können. Aber wie es im Leben immer so ist, so ist die Bandbreite schier unendlich, und so ist nicht alles parallel, einiges ist auch durchaus diametral
Was mich, aber ohne Kritik, etwas stutzig gemacht hat, ist die spontane Diagnose "Fetischist". Also zum einen kenne ich die Definition des Fetischismus etwas härter, nämlich dass ein normales Sexualleben ohne den Fetisch kaum noch möglich wird. Das lese ich aber in Marabellas Beschreibung gerade genau anders. Solange das "normale" Sexualleben mit der Frau noch erfüllt war, war der Drang kaum noch existent. Das klingt für mich eher weniger nach Fetischismus, wenngleich die Grenzen natürlich wie immer fließend sind.
Doch auch allgemein bin ich mir in diesem Punkt mit mir selbst noch völlig uneins. Was mich dabei umtreibt ist die Frage, welche Faktoren und wie in einer solchen Entwicklung mitspielen und was sie bewirken. Denn eines ist ja bei uns allen klar, uns wurde da etwas in die Wiege gelegt, das wir alle schon relativ früh in der Kindheit begannen zu spüren, es nicht ablegen können und das uns auf unterschiedliche Weise das ganze Leben lang verfolgt oder geprägt hat. Auch relativ klar ist, dass es etwas mit Sexualität zu tun hat - die Natur hat Männlein und Weiblein genau so geschaffen, dass sie sich zueinander angezogen fühlen, damit sie sich paaren und vermehren. Es gibt also einen recht eindeutigen Zusammenhang zwischen der sexuellen Anzieheungskraft und sexuellen Attraktivität und den Geschlechtern und Geschlechtsbildern. Dies ohne den Einfluß der Sexualität zu betrachten macht für mich gar keinen Sinn. Die sexuelle Anziehungskraft, die sich nicht zuletzt in Erregung manifestiert, ist etwas, das uns steuert und prägt und vor allem, auf die wir praktisch kaum Einfluss haben. Gerade die Testosteron-Gepeinigten wissen das zur Genüge. Ich finde es also zunächst einmal per-se gar nicht besonders fetischistisch, wenn ein Mann von seiner eigenen Weiblichkeit erregt wird.
Die weitere Abgrenzung finde ich irre schwierig. Denn es gibt dann soviele Faktoren, die das weitere Verhalten beeinflussen können, dass es im Nachhinein kaum noch zu erkennen ist, was der eigentliche Kern ist. Bspw. frage ich mich, was wohl passiert wäre, wenn das Tragen der weiblichen Kleidung nicht "verboten", sondern Normalität gewesen wäre? Wenn die "Tat" nicht sofort Schamgefühle ausgelöst hätte, weil es gefühlt etwas Abnormes, ja etwas potentiell Verbotenes gewesen ist. Was, wenn diese Gefühle der Schuld damit nicht fast untrenntbar verknüpft worden wären? Wäre es dann heute immernoch genau so erregend? Diente es heute imernoch nur und ausschließlich der sexuellen Stimulation? Ich habe da meine Zweifel.
In dem Buch von Helen Boyd "My Husband Betty" wird relativ zu Anfang eine Eigenschaft der Cross-Dresser und Transidenten beschrieben, die glaube ich bezeichnend ist. Und zwar schreibt Helen sinngemäß, dass wir eigentlich tief in uns drinnen wissen, was wir (sein) wollen, es uns nur nicht eingestehen können und es damit auch nicht zulassen. Wir unterdrücken es aktiv, Tag für Tag. Aber es ist dennoch da und nicht abstellbar. Es macht uns aber an genau dieser Stelle so unheimlich verletzlich. Sobald daran auch nur die kleinste Kritik geübt wird, zucken wir zusammen wie eine Schnecke und die Frau in uns zieht sich wieder ganz weit zurück, in das verbotene Land, die sichere innere Festung. Ich denke eine Kernfrage der Erkenntnis wäre vielleicht - mal angenommen DU würdest zu irgendeiner Gelegenheit, auch bspw. Fasching, so richtig sexy und gut aussehend en-femme vor die Tür oder schlimmer noch unter Freunde oder Bekannte gehen. Und dann würde dort über Dich und Deine Aufmachung gelacht. Was geht dann in Dir vor? Lachst Du mit? Oder wärst Du geknickt, betroffen oder gekränkt? Ich gehöre eindeutig zu Letzteren - ich wäre ganz sicher am Boden zerstört und für lange Zeit beschädigt. Die damit wieder und noch störker aufbrechenden Selbstzweifel würden mich auffressen.
Ich würde sagen, diejenigen die mitlachen sind definitiv nicht Transident - in welcher Ausprägung auch immer. Sie sind Transvestiten, die es für Spaß mal machen, aber definitiv und eindeutig Männer sind, sein und bleiben wollen. Das Lachen der anderen würde sie höchstens ärgern, weil das Aufbrezeln soviel Arbeit war, die offenbar nicht gewürdigt wird.
Diejenigen aber, die sich tief getroffen und womöglich verletzt fühlen, dies aber in diesem Moment niemals zugeben würden, sie haben ein tiefergehendes Problem mit ihrer Geschlechtsidentität.
Und von hier an wird es dann wirklich schwierig...
Ich habe anfänglich eine ähnliche Entwicklung wie Marabella erlebt - einsetzende Pubertät, erstes Entdecken sexueller Stimulation, Orientierungslosigkeit über das was und wie es mit einem passiert, erste Schuldgefühle *das* es passiert und dann recht bald diese Anziehungskraft. Aber immer gepaart mit dem starken Gefühl, nicht das Richtige zu tun und damit sich anhäufende Schuldgefühle, Lügen und Verstecken. Bei mir war dieses Verlangen allerdings später stark genug, dass ich eingesehen habe, ohne dessen Erfüllung nicht auf Dauer leben zu können. Also habe ich meine neue Partnerin von Anfang an eingeweiht und sie akzeptiert es - zum Glück! Das hat dazu geführt, und das hat bei mir JAHRE gedauert, dass aus dem schamhaften und von Schuldgefühlen und in der Tat eher sexuell geprägten Handeln etwas Normales wurde. Die Normalität hat den sexuellen Reiz sehr weit in den Hintergrund geschoben. So weit, dass er mittlerweile mit oder ohne meine feminine Seite praktisch fast gleich ist. Der Rest an zusätzlicher Erregung, die ich nicht verleugnen kann und will, ist aber meiner Meinung und Erfahrung nach in gleichem Maße bei Bio-Frauen zu finden - versuche mir bitte keiner weiß zu machen, dass schöne Wäsche, zarte Stoffe, umscheichelnde Kleidung auf zarter Haut, nicht auch eine Bio-Frau erregt!? Aber sicherlich nicht im gleichen Maße, wie für Gelegenheits-CDs, dann ganz klar gehört dies zu einem viel größeren Maß zur Normalität einer Frau. Für uns aber eben nicht, daher ist die Erregung ggf. auch ein bisschen höher.
Ich bin also davon überzeugt, um wirklich beurteilen zu können, was mit einem los ist, muss zuerst das Verlangen normalisiert werden. Es muß normal sein, sich seinen Gefühlen entsprechend zu kleiden oder zu Verhalten und erst dann kann man beurteilen, welchen wahren Stellenwert es für einen hat. Die Schuld- und Schamgefühle müssen ganzlich aufhören.
Was dann allerdings immernoch bleibt, ist der nach wie vor vorhandene und kaum steuerbare Sexualtrieb, der uns unbewußt zu allerlei Unsinn treibt. Ebenfalls aus Erfahrug weiß ich, dass gerade unser "Problem" völlig andere Wendungen nimmt, wenn mal die Hormone anders ticken. Dies führt zu der bitteren Erkenntnis, dass wir nur zu einem gewissen Teil bewusst unser Schicksaal bestimmen können. Das was uns in der einen Minute noch sonnenklar und unumstößlich erschien, kann mit einer leicht anderen Hormonzusammensetzung auf einmal völlig irrelevant oder sogar abwegig erscheinen.
Und das ärgert mich offengestanden gerade massiv. Da siniert man Stunden-, Tage, Wochen-, ja Jahrelang herum und versucht sich über sich selbst klar zu werden, entwirft Scenarien, argumentiert, für und wider, die tollsten Konstrukte und größten Ideale und mit einer leichten Veränderung der Hormone fällt auf einmal dieses ganze Konstrukt in sich zusammen. Sind wir doch nur blinde Sklaven unserer Hormone und Triebe? Das ist etwas, das ich mich noch weigere zu akzeptieren. Ich bin Ingenieurin und Naturwisschenschaftlerin. Ich möchte eine vernünftige und rationale Erklärung, eine belastbare Argumentationskette.
In diesem Sinne, Marabella, Du bist normal! Es ist alles OK!
Mach etwas draus. Was Du draus machst, muss zu allererst Dir gefallen.
Liebe Grüße
nicole
Ich bin trans* - und das ist gut so!
Homepage: http://www.dpin.de/nf
Blog: http://www.dpin.de/nf/category/trans/
Homepage: http://www.dpin.de/nf
Blog: http://www.dpin.de/nf/category/trans/
-
nicole.f
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 790
- Registriert: Fr 3. Dez 2010, 11:04
- Geschlecht: trans* Frau
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Siegen
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Warum ich Crossdresse „ Marabella: meine Geschichte
Hallo Ihr Lieben!
Auch wenn es sonst sehr ungerne gesagt oder gelesen wird - ich denke schon, dass es bei "uns" gewisse typische Muster gibt. Selbstverständlich ist das, wie es sich dann letztliche ausgestaltet, stark unterschiedlich. Aber eine Hand voll Grundmuster sind immer wieder erkennbar. Eines davon ist das Einsetzen dieser "komischen" Gefühle rund um die Pubertät. Nunja, das ist auch nicht weiter verwunderlich, da dann unsere sexuelle Entwicklung beginnt, Frau wird zur Frau und Mann zum Mann. Die meisten akzeptieren es und können sich damit identifizieren. Und dann gibt es andere, nämlich uns, die da nicht so geradlinig sind und in dieser Entwicklung eher einen Schlingerkurs beginnen. Irgendwie fehlt uns die rechte Führunsspur und so schlängeln wir uns von einer Seite des Weges zur anderen, während wir uns durch die Zeit bewegen. Wie weit wir uns von unserer durch die Natur ersteinmal vorgegebenen Spur entfernen, ist sehr individuell.
Aber gemeinsam ist eben das Einsetzen in der Pubertät. Auch gemeinsam ist die anfängliche, mehr oder weniger stark ausgeprägte, Erregung dabei.
Ich bin davon überzeugt, dass ein nicht-CD-Mann im Leben keinerlei Befriedigung durch das Tragen von Damen-Kleidung erfahren würde, oder? Und mit Befriedigung meine ich hier die seelisch / psychische Befriedigung. Bei Trans-Männern, also Frauen die gerne Mann sein würden, ist das alles noch viel komplizierter, da dort nichteinmal mehr die Kleidung ein sinnvolles Indiz ist, da Frauen dies sowieso ganz normal, alltäglich und öffentlich machen.
Kurz gesgat, ja, ich glaube das mit "uns" etwas definitiv anders. Dieses "anders" ist aber keinesfalls schlecht, verwerflich oder sonst irgendwie negativ. Es ist nunmal so und nach allem, was ich dazu mittlerweile gelesen habe, können wir erstens nichts dafür, wir konnten uns zu keinem Zeitpunkt dagegen wirklich wehren und wir werden es auch zeitlebens nicht mehr los. Es ist wie es ist und *wir* müssen damit klarkommen. Wie dies jede Einzelne macht, ist stark individuell geprägt. Manchen reicht der kurze Ausflug, für manche reicht das zeitweilige Ausleben zu Hause. Für manche allerdings fängt es irgendwann an quälend zu werden, nämlich dann, wenn die zweigeteilte Geschlechterrolle nicht mehr erträglich wird und man endlich auf der Straße des Lebens mal geradeaus fahren will. Der Schlingerkurs kostet Kraft und Nerven und beides ist nicht unbeschränkt vorhanden. Wieder andere wissen ganz klar, von Anfang an, dass sie in ihrem Geburtsgeschlecht nicht leben wollen und nicht können - ich beneide diese sehr. Diese Klarheit hätte ich auch gerne gehabt und würde sie heute gerne einmal erreichen, egal in welche Richtung diese dann geht.
Einer der Tricks ist glaube ich, mit sich selbst im Reinen zu sein. Es zu akzeptieren und nach Möglichkeit so offen und erhlich wie möglich damit umgehen zu können. Insbesondere sollte der Partner oder die Partnerin eingeweiht werden. Nichts belastet Psyche und Nerven mehr, als dieses ewige Versteckspiel, das unmittelbar in falsche Schulgefühle etc. mündet.
Wie es von das aus weiter geht?
Tja, dass muss jede selbst herausfinden. Für manche ist es die Befreiende Erkenntnis, dass ein geleentlicher Abend im Schlafzimmer ausreicht. Bei anderen macht es "click" und die Normalität macht es derart langweilig, dass sie in der Tat aufhören. Für wieder andere ist die Normalität Augen öffnend und sie erkennen, dass es das einzig Richtige ist und wechseln auf der Straße des Lebens dauerhaft die Spur. Und natürlich alles dazwischen.
Insofern Bärbel, richtig, "wer weiß" es schon
Es ist eine Entwicklung, der Mann unvoreingenommen begegnen sollte. Die Unvoreingenommenheit ist, zumindest für mich, immernoch ein Problem, da wir durch unsere Sozialisation mehr oder weniger stark geprägt worden sind - und diese sieht ein Leben zwischen den Geschlechtern in unserer Gesllschaft absolut nicht vor, was man der Gesellschaft auch nicht wirklich verdenken kann, denn wir sind von Natur aus eben nicht dafür angelegt. Nur durch eine üble Laune derselben, spielt sie ein paar wenigen Exemplaren diesen Streich. Vielleicht möchte sie mal herausbekommen, ob es da doch noch etwas Drittes gibt? Vielleicht sind wir ja auch soetwas wie der nächste Schritt der Evolution? Wer weiß 
Lieber Grüße
nicole
Auch wenn es sonst sehr ungerne gesagt oder gelesen wird - ich denke schon, dass es bei "uns" gewisse typische Muster gibt. Selbstverständlich ist das, wie es sich dann letztliche ausgestaltet, stark unterschiedlich. Aber eine Hand voll Grundmuster sind immer wieder erkennbar. Eines davon ist das Einsetzen dieser "komischen" Gefühle rund um die Pubertät. Nunja, das ist auch nicht weiter verwunderlich, da dann unsere sexuelle Entwicklung beginnt, Frau wird zur Frau und Mann zum Mann. Die meisten akzeptieren es und können sich damit identifizieren. Und dann gibt es andere, nämlich uns, die da nicht so geradlinig sind und in dieser Entwicklung eher einen Schlingerkurs beginnen. Irgendwie fehlt uns die rechte Führunsspur und so schlängeln wir uns von einer Seite des Weges zur anderen, während wir uns durch die Zeit bewegen. Wie weit wir uns von unserer durch die Natur ersteinmal vorgegebenen Spur entfernen, ist sehr individuell.
Aber gemeinsam ist eben das Einsetzen in der Pubertät. Auch gemeinsam ist die anfängliche, mehr oder weniger stark ausgeprägte, Erregung dabei.
Ich bin davon überzeugt, dass ein nicht-CD-Mann im Leben keinerlei Befriedigung durch das Tragen von Damen-Kleidung erfahren würde, oder? Und mit Befriedigung meine ich hier die seelisch / psychische Befriedigung. Bei Trans-Männern, also Frauen die gerne Mann sein würden, ist das alles noch viel komplizierter, da dort nichteinmal mehr die Kleidung ein sinnvolles Indiz ist, da Frauen dies sowieso ganz normal, alltäglich und öffentlich machen.
Kurz gesgat, ja, ich glaube das mit "uns" etwas definitiv anders. Dieses "anders" ist aber keinesfalls schlecht, verwerflich oder sonst irgendwie negativ. Es ist nunmal so und nach allem, was ich dazu mittlerweile gelesen habe, können wir erstens nichts dafür, wir konnten uns zu keinem Zeitpunkt dagegen wirklich wehren und wir werden es auch zeitlebens nicht mehr los. Es ist wie es ist und *wir* müssen damit klarkommen. Wie dies jede Einzelne macht, ist stark individuell geprägt. Manchen reicht der kurze Ausflug, für manche reicht das zeitweilige Ausleben zu Hause. Für manche allerdings fängt es irgendwann an quälend zu werden, nämlich dann, wenn die zweigeteilte Geschlechterrolle nicht mehr erträglich wird und man endlich auf der Straße des Lebens mal geradeaus fahren will. Der Schlingerkurs kostet Kraft und Nerven und beides ist nicht unbeschränkt vorhanden. Wieder andere wissen ganz klar, von Anfang an, dass sie in ihrem Geburtsgeschlecht nicht leben wollen und nicht können - ich beneide diese sehr. Diese Klarheit hätte ich auch gerne gehabt und würde sie heute gerne einmal erreichen, egal in welche Richtung diese dann geht.
Einer der Tricks ist glaube ich, mit sich selbst im Reinen zu sein. Es zu akzeptieren und nach Möglichkeit so offen und erhlich wie möglich damit umgehen zu können. Insbesondere sollte der Partner oder die Partnerin eingeweiht werden. Nichts belastet Psyche und Nerven mehr, als dieses ewige Versteckspiel, das unmittelbar in falsche Schulgefühle etc. mündet.
Wie es von das aus weiter geht?
Tja, dass muss jede selbst herausfinden. Für manche ist es die Befreiende Erkenntnis, dass ein geleentlicher Abend im Schlafzimmer ausreicht. Bei anderen macht es "click" und die Normalität macht es derart langweilig, dass sie in der Tat aufhören. Für wieder andere ist die Normalität Augen öffnend und sie erkennen, dass es das einzig Richtige ist und wechseln auf der Straße des Lebens dauerhaft die Spur. Und natürlich alles dazwischen.
Insofern Bärbel, richtig, "wer weiß" es schon
Lieber Grüße
nicole
Ich bin trans* - und das ist gut so!
Homepage: http://www.dpin.de/nf
Blog: http://www.dpin.de/nf/category/trans/
Homepage: http://www.dpin.de/nf
Blog: http://www.dpin.de/nf/category/trans/
-
marabella68
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 306
- Registriert: Mi 7. Nov 2012, 22:42
- Geschlecht: männlich
- Pronomen:
- Kontaktdaten:
Re: Warum ich Crossdresse „ Marabella: meine Geschichte
Hallo Nicole,
Ich glaube damit gehöre ich in eine Nische innerhalb der Transgender, Transvbestiten, Crossdresser oder Fetischisten, die nur von sehr wenigen besetzt wird.
LG
Marabella
Das hast Du genau richtig gelesen. Wenn mein Sexualleben erfüllt war, war der Drang zum Crossdressing eher nicht da. Soll aber nicht heißen, dass ich mir in meinen wildesten Fantasien nicht auch hätte vorstellen können beim Geschlechtsverkehr mit meiner Frau ein Abendkleid zu tragen. Bedingung wäre das aber nicht gewesen. Daher ist die Frage: bin ich nun ein Fetischist oder nicht ? Aber wie Du schon beschreibst, hier sind die Grenzen eben auch fließend. Ich selber habe mich eigentlich immer als Fetischisten gesehen.nicole.b hat geschrieben: Was mich, aber ohne Kritik, etwas stutzig gemacht hat, ist die spontane Diagnose "Fetischist". Also zum einen kenne ich die Definition des Fetischismus etwas härter, nämlich dass ein normales Sexualleben ohne den Fetisch kaum noch möglich wird. Das lese ich aber in Marabellas Beschreibung gerade genau anders. Solange das "normale" Sexualleben mit der Frau noch erfüllt war, war der Drang kaum noch existent. Das klingt für mich eher weniger nach Fetischismus, wenngleich die Grenzen natürlich wie immer fließend sind. nicole
Ich wäre eindeutig jemand, der geknickt wäre und nicht mitlachen würde. Aber bin ich deswegen transident ? Ich wollte eigentlich nie eine Frau sein, zumindest nicht vollständig. Das soll heißen, ich finde Frau sein zu bestimmten Gelegenheiten und in bestimmter weiblicher Kleidung sehr reizvoll, aber "Alltagsfrau", das wäre nichts für mich. Ich finde es reizvoll in festlicher Damenbekleidung herumzulaufen und meine geheimen Wünsche sind auch nur dahingehend, dass ich es schön bzw. interessant fände, als Frau auf eine Party, in die Oper, Theater, Konzert oder sonst eine festliche Veranstaltung zu gehen. Aber das Alltagsleben einer Frau, hat mich eigentlich nie gereizt.nicole.b hat geschrieben:Ich denke eine Kernfrage der Erkenntnis wäre vielleicht - mal angenommen DU würdest zu irgendeiner Gelegenheit, auch bspw. Fasching, so richtig sexy und gut aussehend en-femme vor die Tür oder schlimmer noch unter Freunde oder Bekannte gehen. Und dann würde dort über Dich und Deine Aufmachung gelacht. Was geht dann in Dir vor? Lachst Du mit? Oder wärst Du geknickt, betroffen oder gekränkt? Ich gehöre eindeutig zu Letzteren - ich wäre ganz sicher am Boden zerstört und für lange Zeit beschädigt. Die damit wieder und noch stärker aufbrechenden Selbstzweifel würden mich auffressen.Ich würde sagen, diejenigen die mitlachen sind definitiv nicht Transident - in welcher Ausprägung auch immer. Sie sind Transvestiten, die es für Spaß mal machen, aber definitiv und eindeutig Männer sind, sein und bleiben wollen. Das Lachen der anderen würde sie höchstens ärgern, weil das Aufbrezeln soviel Arbeit war, die offenbar nicht gewürdigt wird.
Diejenigen aber, die sich tief getroffen und womöglich verletzt fühlen, dies aber in diesem Moment niemals zugeben würden, sie haben ein tiefergehendes Problem mit ihrer Geschlechtsidentität.
Und von hier an wird es dann wirklich schwierig... nicole
Ich glaube damit gehöre ich in eine Nische innerhalb der Transgender, Transvbestiten, Crossdresser oder Fetischisten, die nur von sehr wenigen besetzt wird.
LG
Marabella
Frau sein nur zum Spaß. Outing kommt gar nicht in Frage.
-
nicole.f
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 790
- Registriert: Fr 3. Dez 2010, 11:04
- Geschlecht: trans* Frau
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Siegen
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Warum ich Crossdresse „ Marabella: meine Geschichte
Hallo Marabella!
Allgemein ist die Definition die ich so kenne, dass das, was man landläufig als Fetischisten/in bezeichnet eine Person ist, die ohne ihren Fetisch keine hinreichende sexuelle Befriedigung erlangen kann. Der Umkehrschluss ist aber zu kurz gegriffen, d.h. nur weil man auch ohne den Fetisch eine Befriedigung erreicht, bedeutet das nicht, dass man keinen Fetisch hat.
Schauen wir doch mal bei der allwissenden Wikipedia nach: http://de.wikipedia.org/wiki/Sexueller_Fetischismus
Also ich würde sagen, ja, Du hast einen Festisch, aber keinen ausgeprägten Fetischismus.
Vieles was ich in den letzten Monaten und Jahren gelesen habe, bestätigt das eigentlich auch. Nur ein geringer Prozentsatz dieser Art Crossdresser wird öffentlich sichtbar. Schliesst man daraus rückwärts, auch nur vorsichtig, auf die Anzahl der noch Verborgenen, dann müssen das *viele* sein.
Und jetzt habe ich es schon vorweggenommen - ich würde Dich nicht primär als Fetischisten einordnen. Ich würde eher sagen, weil Du mit "eher geknickt" geantwortet hattest, ein fetischistischer Cross-Dresser, oder kurz einfach nur Cross-Dresser. Du hast da eine leichte Transidente Andersartigkeit, die aber offenbar (noch) nicht sonderlich ausgeprägt ist. Und das war es dann auch schon. Kein Grund zu irgendwelcher Sorge
Vielleicht irgendwann, wenn Deine feminine Seite etwas mehr Normalität für Dich geworden ist und etwas mehr Freiraum hatte, könnte das ggf. auch noch etwas weiter gehen, denn nichts ist in Stein gemeißelt. Vielleicht geht es aber auch nicht weiter.
Ich glaube den besten Rat, den man der Stelle noch geben könnte wäre, lass' es unvoreingenommen einfach passieren. Wenn nichts weiter passiert und sich entwickelt, dann ist es ebenso wunderbar, als wenn es sich zurück oder weiter entwickelt. Es gibt auch einige Berichte von Menschen, die nach der Befreiung von der Unterdrückung ersteinmal so richtig auf den Putz gehauen haben, sehr exzessiv ihre Träume und Wünsche, die sich über Jahre aufgestaut hatten, ausgelebt haben, um dann bald festzustellen, dass es nun ausreichend war und es fortan gar nicht mehr tun. Das Schlimmste jedoch ist unterdrücken und verleugnen - ganz schlechte Idee.
Also in diesen Sinne, willkommen im Club der "Queer" (aber nur die positive Bedeutung davon, also "seltsam, sonderbar, leicht verrückt" http://de.wikipedia.org/wiki/Queer
Liebe Grüße
nicole
Nuja - wie Du auch später noch schreibst, das ist alles wirklich fließend, keine ist da gleich.marabella68 hat geschrieben:Das hast Du genau richtig gelesen. Wenn mein Sexualleben erfüllt war, war der Drang zum Crossdressing eher nicht da. Soll aber nicht heißen, dass ich mir in meinen wildesten Fantasien nicht auch hätte vorstellen können beim Geschlechtsverkehr mit meiner Frau ein Abendkleid zu tragen. Bedingung wäre das aber nicht gewesen. Daher ist die Frage: bin ich nun ein Fetischist oder nicht ? Aber wie Du schon beschreibst, hier sind die Grenzen eben auch fließend. Ich selber habe mich eigentlich immer als Fetischisten gesehen.
Allgemein ist die Definition die ich so kenne, dass das, was man landläufig als Fetischisten/in bezeichnet eine Person ist, die ohne ihren Fetisch keine hinreichende sexuelle Befriedigung erlangen kann. Der Umkehrschluss ist aber zu kurz gegriffen, d.h. nur weil man auch ohne den Fetisch eine Befriedigung erreicht, bedeutet das nicht, dass man keinen Fetisch hat.
Schauen wir doch mal bei der allwissenden Wikipedia nach: http://de.wikipedia.org/wiki/Sexueller_Fetischismus
Also ich würde sagen, ja, Du hast einen Festisch, aber keinen ausgeprägten Fetischismus.
Da würde ich widersprechen, das ist keine selten besetzte Nische, sondern die vermutlich meist besetzte! Die meisten wie Du trauen sich nur selten oder nie an die Öffentlichkeit, daher weiss man von ihnen extrem wenig. Es gibt ein paar wenige Studien, aus denen ein paar Zahlen extrapoliert wurden. Doch durch das geringe Wissen ist das kaum wirklich zu sagen. Von mir selbst schliessend, ich habe das ja so ähnlich schliesslich auch gut 20 Jahre lang betrieben, würde ich das auch bestätigen, denn bevor ich mir darüber klar wurde, das in mir etwas mehr als ein sexuell erregter Crossdresser steckt, hatte ich schier panische Angst davor, öffentlich in Erscheinung zu treten - selbst unter Pseudonym. Und wie man sieht traue ich mich immernoch nicht, ein Bild von mir einzustellenmarabella68 hat geschrieben:Ich wäre eindeutig jemand, der geknickt wäre und nicht mitlachen würde. Aber bin ich deswegen transident ? Ich wollte eigentlich nie eine Frau sein, zumindest nicht vollständig. Das soll heißen, ich finde Frau sein zu bestimmten Gelegenheiten und in bestimmter weiblicher Kleidung sehr reizvoll, aber "Alltagsfrau", das wäre nichts für mich. Ich finde es reizvoll in festlicher Damenbekleidung herumzulaufen und meine geheimen Wünsche sind auch nur dahingehend, dass ich es schön bzw. interessant fände, als Frau auf eine Party, in die Oper, Theater, Konzert oder sonst eine festliche Veranstaltung zu gehen. Aber das Alltagsleben einer Frau, hat mich eigentlich nie gereizt.nicole.b hat geschrieben:Ich denke eine Kernfrage der Erkenntnis wäre vielleicht - mal angenommen DU würdest zu irgendeiner Gelegenheit, auch bspw. Fasching, so richtig sexy und gut aussehend en-femme vor die Tür oder schlimmer noch unter Freunde oder Bekannte gehen. Und dann würde dort über Dich und Deine Aufmachung gelacht. Was geht dann in Dir vor? Lachst Du mit? Oder wärst Du geknickt, betroffen oder gekränkt? Ich gehöre eindeutig zu Letzteren - ich wäre ganz sicher am Boden zerstört und für lange Zeit beschädigt. Die damit wieder und noch stärker aufbrechenden Selbstzweifel würden mich auffressen.Ich würde sagen, diejenigen die mitlachen sind definitiv nicht Transident - in welcher Ausprägung auch immer. Sie sind Transvestiten, die es für Spaß mal machen, aber definitiv und eindeutig Männer sind, sein und bleiben wollen. Das Lachen der anderen würde sie höchstens ärgern, weil das Aufbrezeln soviel Arbeit war, die offenbar nicht gewürdigt wird.
Diejenigen aber, die sich tief getroffen und womöglich verletzt fühlen, dies aber in diesem Moment niemals zugeben würden, sie haben ein tiefergehendes Problem mit ihrer Geschlechtsidentität.
Und von hier an wird es dann wirklich schwierig... nicole
Ich glaube damit gehöre ich in eine Nische innerhalb der Transgender, Transvbestiten, Crossdresser oder Fetischisten, die nur von sehr wenigen besetzt wird.
LG
Marabella
Und jetzt habe ich es schon vorweggenommen - ich würde Dich nicht primär als Fetischisten einordnen. Ich würde eher sagen, weil Du mit "eher geknickt" geantwortet hattest, ein fetischistischer Cross-Dresser, oder kurz einfach nur Cross-Dresser. Du hast da eine leichte Transidente Andersartigkeit, die aber offenbar (noch) nicht sonderlich ausgeprägt ist. Und das war es dann auch schon. Kein Grund zu irgendwelcher Sorge
Ich glaube den besten Rat, den man der Stelle noch geben könnte wäre, lass' es unvoreingenommen einfach passieren. Wenn nichts weiter passiert und sich entwickelt, dann ist es ebenso wunderbar, als wenn es sich zurück oder weiter entwickelt. Es gibt auch einige Berichte von Menschen, die nach der Befreiung von der Unterdrückung ersteinmal so richtig auf den Putz gehauen haben, sehr exzessiv ihre Träume und Wünsche, die sich über Jahre aufgestaut hatten, ausgelebt haben, um dann bald festzustellen, dass es nun ausreichend war und es fortan gar nicht mehr tun. Das Schlimmste jedoch ist unterdrücken und verleugnen - ganz schlechte Idee.
Also in diesen Sinne, willkommen im Club der "Queer" (aber nur die positive Bedeutung davon, also "seltsam, sonderbar, leicht verrückt" http://de.wikipedia.org/wiki/Queer
Liebe Grüße
nicole
Ich bin trans* - und das ist gut so!
Homepage: http://www.dpin.de/nf
Blog: http://www.dpin.de/nf/category/trans/
Homepage: http://www.dpin.de/nf
Blog: http://www.dpin.de/nf/category/trans/
-
marabella68
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 306
- Registriert: Mi 7. Nov 2012, 22:42
- Geschlecht: männlich
- Pronomen:
- Kontaktdaten:
Re: Warum ich Crossdresse „ Marabella: meine Geschichte
Hallo Nicole,nicole.b hat geschrieben: Ich glaube den besten Rat, den man der Stelle noch geben könnte wäre, lass' es unvoreingenommen einfach passieren. Wenn nichts weiter passiert und sich entwickelt, dann ist es ebenso wunderbar, als wenn es sich zurück oder weiter entwickelt. Es gibt auch einige Berichte von Menschen, die nach der Befreiung von der Unterdrückung ersteinmal so richtig auf den Putz gehauen haben, sehr exzessiv ihre Träume und Wünsche, die sich über Jahre aufgestaut hatten, ausgelebt haben, um dann bald festzustellen, dass es nun ausreichend war und es fortan gar nicht mehr tun. Das Schlimmste jedoch ist unterdrücken und verleugnen - ganz schlechte Idee.
nicole
ich glaube da steckt für mich von allem was drin. Auf der einen Seite glaube ich, dass ich eigentlich ganz zufrieden bin so wie es ist. Meine Familie weiß davon nichts und das sol auch so bleiben. Mich juckt es zwar schon ein bisschen mich irgendwie mal mit Gleichgesinnten in einem meiner Abendoutfits zu treffen oder vielleicht zu Karneval mal so rauszugehen, mehr aber auch nicht. Ich habe hier keinen "Leidensdruck" mich irgendwie zu Outen. ich brauch das auch nicht "täglich" oder dauernd. Ich sehe mich ja auch nur mal gerne in weiblicher Festgarderobe, andere weibliche Garderobe interressiert mich ohnehin nicht. Und jetzt mal ehrlich: welche Frau läuft schon das ganze Jahr in festlicher Kleidung rum ? Das machen Frauen auch nur zu speziellen Anlässen. Viele Frauen haben solche Kleider, wie ich sie gerne mal trage in ihrem ganzen Leben noch nicht getragen. Daher denke ich schon, dass ich mich da in einer Nische befinde.
Mal eine Frage an alle hier im Forum: Wer hat denn hier noch diese spezielle Neigung beim Crossdressing ausschließlich weibliche Festgarderobe zu tragen ?
Ich schätze, da werden sich jetzt nicht viele melden.
LG
Marabella
Frau sein nur zum Spaß. Outing kommt gar nicht in Frage.
-
marabella68
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 306
- Registriert: Mi 7. Nov 2012, 22:42
- Geschlecht: männlich
- Pronomen:
- Kontaktdaten:
Re: Warum ich Crossdresse „ Marabella: meine Geschichte
Hallo Nicole,nicole.b hat geschrieben: Ich glaube den besten Rat, den man der Stelle noch geben könnte wäre, lass' es unvoreingenommen einfach passieren. Wenn nichts weiter passiert und sich entwickelt, dann ist es ebenso wunderbar, als wenn es sich zurück oder weiter entwickelt. Es gibt auch einige Berichte von Menschen, die nach der Befreiung von der Unterdrückung ersteinmal so richtig auf den Putz gehauen haben, sehr exzessiv ihre Träume und Wünsche, die sich über Jahre aufgestaut hatten, ausgelebt haben, um dann bald festzustellen, dass es nun ausreichend war und es fortan gar nicht mehr tun. Das Schlimmste jedoch ist unterdrücken und verleugnen - ganz schlechte Idee.
nicole
ich glaube da steckt für mich von allem was drin. Auf der einen Seite glaube ich, dass ich eigentlich ganz zufrieden bin so wie es ist. Meine Familie weiß davon nichts und das soll auch so bleiben. Mich juckt es zwar schon ein bisschen mich irgendwie mal mit Gleichgesinnten in einem meiner Abendoutfits zu treffen oder vielleicht zu Karneval mal so rauszugehen, mehr aber auch nicht. Ich habe hier keinen "Leidensdruck" mich irgendwie zu Outen. Ich brauche das auch nicht "täglich" oder dauernd. Ich sehe mich ja auch nur mal gerne in weiblicher Festgarderobe, andere weibliche Garderobe interessiert mich ohnehin nicht. Und jetzt mal ehrlich: welche Frau läuft schon das ganze Jahr in festlicher Kleidung rum ? Das machen Frauen auch nur zu speziellen Anlässen. Viele Frauen haben solche Kleider, wie ich sie gerne mal trage in ihrem ganzen Leben noch nicht getragen. Daher denke ich schon, dass ich mich da in einer Nische befinde.
Mal eine Frage an alle hier im Forum: Wer hat denn hier noch diese spezielle Neigung beim Crossdressing ausschließlich weibliche Festgarderobe zu tragen ?
Ich schätze, da werden sich jetzt nicht viele melden.
LG
Marabella
Frau sein nur zum Spaß. Outing kommt gar nicht in Frage.
-
nicole.f
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 790
- Registriert: Fr 3. Dez 2010, 11:04
- Geschlecht: trans* Frau
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Siegen
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Warum ich Crossdresse „ Marabella: meine Geschichte
Hallo Marabella!marabella68 hat geschrieben:Hallo Nicole,nicole.b hat geschrieben: Ich glaube den besten Rat, den man der Stelle noch geben könnte wäre, lass' es unvoreingenommen einfach passieren. Wenn nichts weiter passiert und sich entwickelt, dann ist es ebenso wunderbar, als wenn es sich zurück oder weiter entwickelt. Es gibt auch einige Berichte von Menschen, die nach der Befreiung von der Unterdrückung ersteinmal so richtig auf den Putz gehauen haben, sehr exzessiv ihre Träume und Wünsche, die sich über Jahre aufgestaut hatten, ausgelebt haben, um dann bald festzustellen, dass es nun ausreichend war und es fortan gar nicht mehr tun. Das Schlimmste jedoch ist unterdrücken und verleugnen - ganz schlechte Idee.
nicole
ich glaube da steckt für mich von allem was drin. Auf der einen Seite glaube ich, dass ich eigentlich ganz zufrieden bin so wie es ist. Meine Familie weiß davon nichts und das soll auch so bleiben. Mich juckt es zwar schon ein bisschen mich irgendwie mal mit Gleichgesinnten in einem meiner Abendoutfits zu treffen oder vielleicht zu Karneval mal so rauszugehen, mehr aber auch nicht. Ich habe hier keinen "Leidensdruck" mich irgendwie zu Outen. Ich brauche das auch nicht "täglich" oder dauernd. Ich sehe mich ja auch nur mal gerne in weiblicher Festgarderobe, andere weibliche Garderobe interessiert mich ohnehin nicht. Und jetzt mal ehrlich: welche Frau läuft schon das ganze Jahr in festlicher Kleidung rum ? Das machen Frauen auch nur zu speziellen Anlässen. Viele Frauen haben solche Kleider, wie ich sie gerne mal trage in ihrem ganzen Leben noch nicht getragen. Daher denke ich schon, dass ich mich da in einer Nische befinde.
Mal eine Frage an alle hier im Forum: Wer hat denn hier noch diese spezielle Neigung beim Crossdressing ausschließlich weibliche Festgarderobe zu tragen ?
Ich schätze, da werden sich jetzt nicht viele melden.
LG
Marabella
Ich möchte Dich keinesfalls von etwas versuchen zu überzeugen oder dergleichen!
Wenn das, was Du tust, gut für Dich ist, Du Dich dabei gut, authentisch und glücklich fühlst, dann ist es genau das, was Du tun solltest.
Allgemein könnte ich noch anführen, dass die Art Deiner Leidenschaft keinesfalls sonderlich einzigartig ist. Viele von uns haben in solchen Nischen begonnen, einige sind darin geblieben, was völlig OK ist, und andere wiederum gehen weiter. Auch war für viele anfangs die Nische das einzig vorstellbare und alles andere hätten sie weit von sich gewiesen. Doch mit der Zeit verändert man sich, die Interessen werden vielleicht etwas breiter, das zu Hause zu klein etc.
Ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen, dass es bei mir lediglich mit den Feinstrumpfhosen begann. Und damals war ich auch davon überzeugt, dass das das Einzige sein wird. Doch mit den Jahren kam dann doch das ein oder andere hinzu und heute füllt Nicoles Garderobe einen deutlich größeren Schrank als meine "normalen" Sachen. Und das liegt nicht an aufwändigen Ballkleidern
Was ich also eigentlich sagen will - lebe wie Du bist und versuche so glücklich aber auch offen zu sein wie möglich! Nur weil Du es noch nicht gemacht hast bedeutet das nicht, dass ein Wunsch völlig abwegig wäre.
Viel Spaß & liebe Grüße
nicole
Ich bin trans* - und das ist gut so!
Homepage: http://www.dpin.de/nf
Blog: http://www.dpin.de/nf/category/trans/
Homepage: http://www.dpin.de/nf
Blog: http://www.dpin.de/nf/category/trans/
-
Kaye
- Beiträge: 53
- Registriert: Sa 18. Dez 2010, 00:29
- Pronomen:
- Kontaktdaten:
Re: Warum ich Crossdresse „ Marabella: meine Geschichte
Dass ein Fetisch eine Rolle beim Crossdressen spielt ist nicht ungewöhnlich. Damit bist du in keiner Nische.marabella68 hat geschrieben:Ich finde es reizvoll in festlicher Damenbekleidung herumzulaufen und meine geheimen Wünsche sind auch nur dahingehend, dass ich es schön bzw. interessant fände, als Frau auf eine Party, in die Oper, Theater, Konzert oder sonst eine festliche Veranstaltung zu gehen. Aber das Alltagsleben einer Frau, hat mich eigentlich nie gereizt.
Ich glaube damit gehöre ich in eine Nische innerhalb der Transgender, Transvbestiten, Crossdresser oder Fetischisten, die nur von sehr wenigen besetzt wird.
Ich finde es aber unpassend von Fetischismus zu sprechen (das Wort viel weiter oben irgendwo), weil der Fetisch allein ja nicht ausreichend ist, sondern zusätzlich der Wunsch vorhanden ist, als Frau zu erscheinen.
Im Abendkleid als Frau ist als "Travestie" die mMn einzige gesellschaftlich anerkannte Form des Crossdressens. Du stellst dich also in eine lange Reihe
-
marabella68
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 306
- Registriert: Mi 7. Nov 2012, 22:42
- Geschlecht: männlich
- Pronomen:
- Kontaktdaten:
Re: Warum ich Crossdresse „ Marabella: meine Geschichte
Hallo Kaye,
Für mich ist das schon ein Fetisch, "WEIL" es eben eine sexuelle Erregung bei mir auslöst !!!
LG
Marabella
dass jetzt das reine Tragen von Abendkleidern, bzw. festlicher Damenmode "Travestie" sein soll ist mir neu. Ich möchte beim Tragen dieser Kleidung sicherlich für mich selber, auch so gut wie möglich als Frau rüberkommen. Dafür mache ich mich dann auch entsprechend zurecht. Sicherlich ist auch der Reiz da, dies zumindest Gleichgesinnten zu zeigen (daher veröffenliche ich ja auch Fotos von mir in den passenden Portalen). Allerdings mache ich dies nicht um mich einem breiten Publikum zu zeigen. Der Hauptgrund beim Crossdressing ist und bleibt die sexuelle Erregung, die ich beim Tragen dieser Kleider verspüre. Lässt die Erregung nach, steht mir auch nicht mehr der Sinn danach diese Kleider oder überhaupt weibliche Kleidung zu tragen. Das Crossdressing wird dann sofort beendet. Ich würde mich daher auf keinen Fall als jemand betrachten, der "Travestie" macht. Ein "Travestiekünstler" macht dies um sich auf der Bühne so gut wie möglich als Frau darzustellen. Ein "Travestiekünstler" erlebt beim Tragen weiblicher Kleidung "KEINE" sexuelle Erregung !Kaye hat geschrieben:
Dass ein Fetisch eine Rolle beim Crossdressen spielt ist nicht ungewöhnlich. Damit bist du in keiner Nische.
Ich finde es aber unpassend von Fetischismus zu sprechen (das Wort viel weiter oben irgendwo), weil der Fetisch allein ja nicht ausreichend ist, sondern zusätzlich der Wunsch vorhanden ist, als Frau zu erscheinen.
Im Abendkleid als Frau ist als "Travestie" die mMn einzige gesellschaftlich anerkannte Form des Crossdressens. Du stellst dich also in eine lange Reihe
Für mich ist das schon ein Fetisch, "WEIL" es eben eine sexuelle Erregung bei mir auslöst !!!
LG
Marabella
Frau sein nur zum Spaß. Outing kommt gar nicht in Frage.
-
marabella68
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 306
- Registriert: Mi 7. Nov 2012, 22:42
- Geschlecht: männlich
- Pronomen:
- Kontaktdaten:
Re: Warum ich Crossdresse „ Marabella: meine Geschichte
Hallo Penelope,Penelope hat geschrieben:Ganz nüchtern betrachtet würde ich das als Ersatzbefriedigung bezeichnen. Aber solange es dir gut tut
mach es.
Du hast de Nagel auf den Kopf getroffen: Für mich ist das auch eine Ersatzbefriedigung bzw. eine Ergänzung zum "normalen" Geschlechtsverkehr. Ich frage mich halt nur, ob es hier noch mehr als mich gibt, die in ihrem Crossdressing oder ihrer Verwandlung oder wie immer man es in diesem Fall nennen mag, hauptsächlich eine Ersatzbefriedigung sehen ?
LG
Marabella
Frau sein nur zum Spaß. Outing kommt gar nicht in Frage.
-
Viktoria-TV
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 445
- Registriert: Mo 2. Sep 2013, 09:40
- Geschlecht: Teilzeitfrau
- Pronomen:
- Wohnort (Name): 47xxx
- Kontaktdaten:
Re: Warum ich Crossdresse „ Marabella: meine Geschichte
Wo ziehst du die Grenze zwischen dem 1 und dem 2? Aber ja, ich sehe es auch als Ersatz- bzw. Zusatzbefriedigung.
I`m not ashamed to dress "like a woman" because I don`t think it's shameful to be a woman. - Iggy Pop -
-
nicole.f
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 790
- Registriert: Fr 3. Dez 2010, 11:04
- Geschlecht: trans* Frau
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Siegen
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Warum ich Crossdresse „ Marabella: meine Geschichte
Dem könnte man noch denAspie hat geschrieben:Meinst Du mit 1: TV und 2: TS ?
Ganz einfach:
TV = Transvestit = gelegentliches Frausein, danach wieder Mannsein (Beibehaltung beider Geschlechterrollen)
TS = Transsexuell = dauerhafter Wechsel in die andere Geschlechterrolle (Beibehaltung nur einer Geschlechterrolle)
FTV = Fetischistischen Transvestit = Frausein ausschliesslich zur sexuellen Stimulation und erreichen des Höhepunktes
hinzufügen.
Liebe Grüße
nicole
Ich bin trans* - und das ist gut so!
Homepage: http://www.dpin.de/nf
Blog: http://www.dpin.de/nf/category/trans/
Homepage: http://www.dpin.de/nf
Blog: http://www.dpin.de/nf/category/trans/