Interview mit Del_F64.0
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zu den Themen Crossdressing, Transgender, Transident...
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Anne-Mette
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Re: Interview mit Del_F64.0

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

ich habe mich schon oftmals gefragt, was das bringt, wenn Du immer mal wieder hier reinschneist und irgendwelche Postings oder Artikel unterbringst, sich aber fast nie eine Diskussion anschließt, weil Du anschließend sofort grußlos wieder verschwindest...
Also: der Sinn erschließt sich mir nicht; es ist auch die Frage, ob das jemand in der Form lesen will.

wenn du hier lebst und nicht zu denen gehörst, die sich am Ende nur noch in 5 - 10 bestimmten Straßen, Bars und Szenepartys aufhalten und Paranoia und Konfliktangst gegenüber dem Rest der Stadt aufbauen nach und nach, also sich komplett in einer Szene verschanzen, dann wirst du früher oder später das gleiche erleben, wie überall auch. Btw. Auch viele ÄrztInnnen (bewusst lasse ich den Unterstrich aus), PolizistInnen und BeamtInnen sind hier intolerant, unaufgeklärt und sexistisch, das sehe und höre ich immer wieder, von sehr sehr vielen Leuten, die ich kenne.
Da klingen eine Menge Verallgemeinerungen mit; auch in fast jedem Artikel ein "Hass" auf die Gesellschaft oder zumindest große Teile derselben. Es ist die Frage, was das bringt, mit so einer Brille durch die Gegend zu laufen. Sicherlich gibt es schlechte Erfahrungen - auch in der "weltoffenen" Stadt Berlin - aber es gibt auch immer wieder gute Erfahrungen. Es kommt vielleicht auch ein wenig darauf an, welche Erfahrung man sucht.
Dabei will ich natürlich nicht ausschließen, dass es auch immer zu Zwischenfällen kommen kann, für die die Opfer nichts können.

Gruß
CPG
ExuserIn-2014-06-30

Re: Interview mit Del_F64.0

Post 2 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2014-06-30 »

Ziemlich weltfremd - solche Artikel brauchen wir nicht! :((a
Anne-Mette
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Re: Interview mit Del_F64.0

Post 3 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

die Antwort ist mir eigentlich ein wenig kurz (smili)
Ich denke, wir können auch solche Postings gebrauchen - wenn sie einer Diskussion dienen und es nicht einfach nur ein weiteres "ist die Welt beschi****-Posting" ist.

Gruß
CPG
ab08
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Re: Interview mit Del_F64.0

Post 4 im Thema

Beitrag von ab08 »

Hallo

- Trotz aller Kritik kann ich persönlich mit dem Beitrag von Zara was anfangen, denn es werden echte Probleme angesprochen.
- Diskussionen, wenn respektvoll geführt, helfen natürlich auch. Unterschiedliche Vorgehensweisen führen oft zum gleichen Ziel.
- Natürlich ist es besser, wenn zumindest auf Nachfragen geantwortet wird, daher versteh ich die kritische Anmerkung von Anne-Mette und halte sie für sehr berechtigt.
Andererseits respektiere ich auch, wenn jemand dies, aus welchen Gründen auch immer, nicht macht.

Liebe Grüße an alle,
ich wollte mich nur für den Beitrag von Zara bedanken. (flo)
Einige Dinge, die angesprochen werden (Lesben- Biofrauen) kann ich bestätigen, da ich beruflich und privat überwiegend mit Frauen Umgang habe.
An Schulen sind heute Kollegien überwiegend weiblich, in Kliniken ist es ähnlich usw.

ab
FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
Marielle
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Re: Interview mit Del_F64.0

Post 5 im Thema

Beitrag von Marielle »

Hallo ab, Zara, CPG; Guten Morgen zusammen,

es ist sicher richtig, dass niemand auf Nachfragen oder Gegenreden eingehen muss, wie ab08 schreibt; Nur: Welchen Zweck hat das Posting dann? Es enthält eine gute Portion Provokation, die sicher zum Geschäft gehört, wenn man als Randgruppe auf sich aufmerksam machen will, die aber meiner Meinung nach hier nicht in ein Konzept führt. Wenn das Posting eine Grundlage für eine Diskussion sein soll, müsste auf eine Gegenrede auch eine Gegen-Gegenrede folgen, ansonsten bleibt es ein stumpfes Schwert, dass auch noch sehr leicht umgedreht werden kann; "Hört, hört; Die Spinner aus der Subkultur machen wieder Lärm..."

Es gibt unbestreitbar Gewalt und psychische Übergriffe, aber nach meiner Erfahrung lange nicht in dem geschilderten Ausmaß; Jedenfalls nicht in den Bereichen, in denen ich mich bewege. Wenn das in der angesprochenen Szene anders ist (was ich nicht beurteilen kann), dann gehen doch zumindest die Vorwürfe an die Mainstreamgesellschaft fehl bzw. sind sie überzogen.

Zara fordert, nach meinem Verständnis des Postings, eine liberale Haltung der gesamten Menschheit gegenüber allen anderen, ohne Schubladen, ohne Diskriminierungen; Das kann ich nur unterstützen. Sie führt als Lösungsvorschlag aber die Bildung einer "Wagenburg", mithin eine eigene Abgrenzung, an. Das kann m.E. nicht funktionieren. Die "Wagenburgprojekte" Christiania und Hafenstrasse haben doch auch erst funktioniert, nachdem die Akteure ihre Anliegen und Sichtweisen den "Normalos" in deren "Sprache" verständlich gemacht haben.

Ich glaube jedenfalls nicht, dass ein Verzicht auf Konzerte vor Speedcoreenthusiasten mit anschliessender Bejammerung der beschissenen Gesamtsituation unsere Sache weiterbringt. Ich schreibe bewusst "unsere Sache", weil ich ein gemeinsames Eintreten ALLER für Toleranz für den einzig brauchbaren Weg halte; Bei allen Unterschieden in den Persönlichkeiten.

Provokation ist sicher ein Teil der Aufgabe; Keine Aufmerksamkeit, keine Wahrnehmung, keine Toleranz. Dazu gehört für mich aber auch der Wille zur Annäherung. Zu fordern, die anderen mögen sich bitte ändern, damit man selbst in seiner Nische alle Freiheiten hat, ist ein bischen wenig. Zuwenig ist mir auch die immerwährende Wiederholung des alten Klagelieds. Ich würde mir stattdessen eine Diskussion über die Möglichkeiten und Chancen wünschen. Gern auch mit unkonventionellen Ideen aus unterschiedlichsten "Szenen".

Gruß

Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
ab08
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Re: Interview mit Del_F64.0

Post 6 im Thema

Beitrag von ab08 »

Marielle hat geschrieben:Provokation ist sicher ein Teil der Aufgabe; Keine Aufmerksamkeit, keine Wahrnehmung, keine Toleranz. Dazu gehört für mich aber auch der Wille zur Annäherung.
Hallo Marielle,

da stimme ich Dir 100% zu, "Wagenburgprojekte" stellen keine erfolgreiche Strategie dar. Lamentieren und Abgrenzungen bringt uns auf lange Sicht nicht weiter und führt nicht zu mehr Toleranz. Mit kleineren Provokationen kann ich leben, aber mir erscheint es sinnvoller, im normalen Alltag zu zeigen, dass es Menschen gibt, die nicht üblichen Stereotypen entsprechen, aber dennoch oder deswegen erfolgreich sind. "Lehren durch Beispiel" ist meist höchst wirksam. *)
Wenn Abiturklassen, die von mir unterrichtet wurden, besonders gut abschneiden, ist das z.B. auch für Uninformierte ein Zeichen, dass der T-Aspekt bei mir entweder nicht wichtig ist, aber sicher nicht schädlich war... Wenn unterschiedlichste Personen unaufgeregt in den unterschiedlichsten Berufen tätig sind, trägt das sicher zur Toleranz bei!
Ein herzliches Danke für Deine klare Analyse
Liebe Grüße
ab

*) Dazu fällt mir ein hübscher 'Witz' ein:
"Jetzt versuchen wir schon die ganze Zeit, unsere Kinder zu erziehen und die machen uns trotzdem immer noch alles nach!"

P.S. Verbale Angriffe, psychische Übergriffe und kleinere körperliche Pöbeleien bin ich gewohnt, das gehört dazu. Es macht mir im Grunde auch wenig aus, da ich es nicht als mein Problem, sondern als Problem der Ausführenden ansehe. Wenn es schlimm wird, denk ich halt.: "Für mich sind es nur einige Augenblicke, der arme Mensch muss aber sich selbst ein ganzes Leben ertragen..." Es kommt immer darauf an, wie man mit Ereignissen umgeht.

____________________________________________________________________
Zum ursprünglichen Beitrag von Zara möchte ich unbedingt noch eine Bemerkung machen, die mir sehr wichtig ist.
Wie bei der Nahrungsaufnahme, nehme ich beim Lesen das, was mir hilft, das andere lass ich einfach weg. Daher kann ich mit dem Beitrag was anfangen...
ABER
Provokationen sind problematisch, wenn keine differenzierte Aufarbeitung erfolgt. Bei der Nahrungsaufnahme sollten wir auch nicht alles ungeprüft / unkontrolliert in den Mund stecken... :lol:
Obige Provokation enthält Aussagen, die ich für falsch und höchst gefährlich halte.
z.B. Psychopharmaka seh ich sehr kritisch - Oft unnötig, zu häufig eingesetzt... Trotzdem kenne ich Fälle, da war es die entscheidende Hilfe. :wink:
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