Verführerischer Rosenzauber
Verführerischer Rosenzauber

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
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ExuserIn-2015-02-14

Verführerischer Rosenzauber

Post 1 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2015-02-14 »

Eine lange Erkrankung zwang mich zu einer dreiwöchigen CD-Abstinenz, so leidete ich im doppelten Sinn.
Langsam regenerieren sich meine Kräfte und ein unbändiges Verlangen nach Deborah stellt sich ein.
Wie habe ich dieses Weib mit all ihrer Unternehmungslust und ihrem femininen Zauber vermisst. Seit fast einem Jahr begleitet sie mich als meines zweites Selbst durchs Leben. Wir Zwei sind mittlerweile ein äußerst gutes Team geworden, mittlerweile bestens aufeinander eingespielt - ergänzen wir uns perfekt.
Deborah möchte unbedingt an die frische Luft, sie möchte die verführerischen Düfte des Lebens spüren. Die betörenden Düfte von alten englischen Rosen werden in meiner Erinnerung stimuliert, ich benötige ganz klar eine "Rosentherapie", denke ich mir. Die Rose ist für mich der Inbegriff von Schönheit und Verführung, sie beflügelt meine Sinne und Lebenslust.
Wie eine Rose möchte auch Deborah sein. Es gibt nur einen Ort, wo ich meiner Rosen-Passion nachgehen kann. Schnell ist der Entschluss gefasst nach Zweibrücken zu fahren. Zweibrücken besitzt eine fast 5 ha großen Rosengarten, der durch einen alten Rhodedendronbestand ergänzt wird.
Als Deborah möchte ich mal wieder so richtig extravagant und rassig-feminin in Erscheinung treten. Wie eine Rose, so soll mein persönliches Styling sein, also leicht betörend und schön anzusehen. Entsprechend sorgfältig wähle ich mein Outfit: Eine weisse Bluse mit großen Armrüschen besetzt; einen roten Rock mit weissen Punkten; eine 15den amber FSH; rote, 10cm hohe Riemchen-Sandaletten (übrigens sehr bequem); rote Handtasche; roter Blazer; weißer Seidenschal. Fingernägel und Lippen sind dazu passend lackiert. Weisse Perlenketten und Armbänder umschließen Arme und Halspartie. Meine tiefschwarze Perücke rundet das rassige Erscheinungsbild gänzlich ab. Ein äußerst verführerisches Weib erblicke ich jetzt im Spiegel. Vor mir steht ein rosaler Zauber in rot und weiss, der eine sehr feminine Wirkung erzielt. Auf die Reaktionen meiner Mitmenschen darf ich jetzt schon sehr gespannt sein.
Die einstündige Autofahrt nach Zweibrücken ist entspannend, und schnell finde ich den gut ausgeschilderten Rosengarten gegenüber der Pferderennbahn. Vom Parkplatz geht es direkt zum Eingang vom Rosengarten. Oh,Schreck! Im Eingangsbereich tummelt sich eine etwa 40 köpfige Rentner-Meute. Vor lauter Oldies erkenne ich kaum den Kassenbereich. Vor einem Jahr wäre ich wohl noch sehr aufgeregt und unsicher durch ein solches Wolfsrudel stolziert. Mittlerweile bin ich als Deborah sehr selbstbewusst und daher schreite ich hüftschwingend in Ladylike-Manier auf die Dame an der Kasse zu. Grüsse sie freundlich!
Dabei sind mir die lüsternen Blicke der alten Böcke nicht entgangen, weil ich gewiss auch durch meinen geraden Gang einen beeindruckenden Vorbau biete. Ganz im Sinne von Claudia Kleinert, wer sie kennt, weiß was ich meine. Entsprechend dazu lästern noch die alten Landfrauen:"Schau dir die nur an, geht angezogen wie ein junges Mädchen. Wie kann die auf solchen Absätzen überhaupt gehen?" Das Ganze in einem saarländischen Dialekt geplappert. Ich muss mir mein Lachen absolut verkneifen. Ein besseres Kompliment hätten mir die eifersüchtigen Lädies nicht machen können.
Die Kassiererin lächelt mir freundlich zu und fragt nach meiner Postleitzahl. Während ich die 4,50 € Eintritt bezahle, spüre ich die interessierten und taxierenden Blicke der Umstehenden. Mit meiner Eintrittskarte in der Hand wende ich mich dem Drehkreuz zu, das gerade von einem älteren Herr blockiert wird. Schnurstracks gehe ich auf ihn zu und gebe mit einer deutlichen Geste zu verstehen mich doch hindurch zulassen. Fast panikartig springt er mit der Bemerkung zur Seite:"Einer schönen Frau mache er gerne den Weg frei." Besser kann der Tag nicht beginnen, denke ich mir.
Ich trete hinaus, ein herrlicher Blick auf einen kleinen See eröffnet sich mir. Erst jetzt registriere ich
ExuserIn-2015-02-14

Re: Verführerischer Rosenzauber

Post 2 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2015-02-14 »

Upps! Habe wohl aus versehen auf Absenden gedrückt.

Erst jetzt registriere ich die gewaltige Goldregen-Pergola unter der ich stehe. Das ganze Gelände macht einen liebevoll gepflegten Eindruck. Die Rentnerbande folgt mir auf den Fersen. Ich möchte der Massenwanderung entgehen und wende mich schnellen Schrittes nach rechts, um ihnen zu entkommen. Ich nehme mir vor, das ganze Areal langsam und aus unterschiedlichen Perspektiven zu erkunden. Ein Teil der Rosen fängt gerade an zu blühen, insbesondere die duftenden englischen Sorten und die alte Ur-Rose stehen in voller Blütenpracht.
Ich fühle mich total wohl entspannt, zücke meine Pentax und schieße ein Foto nach dem anderen. Ab und zu treffe ich auf andere Besucher, besonders die Herren beäugen mich sehr interessiert. Langsam schreitend, komme ich zu den noch blühenden, großen Rhodendren im Garten. Sie bilden einen fast kleinen Wald, dazwischen schmale Wege mit verwinkelten Ecken, in denen saubere Bänke zum Verweilen einladen.
Was ich auch ausgiebig mache, eine kleine Lektüre wäre jetzt gut, leider habe ich mein kleines Buch zu Hause liegen lassen. So sinniere ich einfach dahin! Geniesse immer wieder den Blick auf den kleinen See.
Eine kleine Gruppe von fünf Personen nähert sich mir, zwei Ehepaare und ein Single-Mann. Es ist die Gelegenheit mich mal wieder in Szene zu setzen. Langsam erhebe ich mich, und gehe im Abstand von etwa 10m vor ihnen her, bleibe stehen, betrachte mir diverse Blumen und Pflanzen. Ich fühle mich eins mit meiner floralen und botanischen Umgebung.
Die Gruppe geht an mir vorrüber, man betrachtet mich intensiv, ganz besonders der frauenlose Mann. Oh, ich scheine ihm zu gefallen. er wirft mir einen kurzen, lächelnden Blick zu. Ich schlendere langsam hinter der Gruppe hinterher, der Single-Mann löst sich, bleibt stehen, lässt mich näher kommen. Ich biege nach rechts auf einen kleinen verschlungenen Weg ab und hoffe, ihm so zu entkommen. Falsch gedacht, im gewissen Abstand folgt er mir. Na ja, was soll es, ich gönne ihm seinen Spass. Zwischendurch fotografiere verschiedene Rosensorten und was die Pentax hergibt. Der alte Baumbestand des Gartens ist ebenso schön anzusehen, eine riesige Rotbuche steht am gegenüberliegenden Ufer. Ein urzeitlicher Mammutbaum mit seiner imposanten Rindenstruktur zieht meinen Blick auf sich. Den Verfolger habe ich total vergessen, so bin ich beeindruckt.
Plötzlich vernehme ich Schritte neben mir, oh, er ist jetzt dicht hinter mir, keine 3 Meter entfernt. Schnellen Schrittes eile ich davon und begebe mich auf breitere Wege. Der Typ bleibt mir jedoch auf den Fersen.
In einiger Entfernung erblicke ich eine moderne und gepflegte Toilettenanlage, dies könnte meine Rettung sein. Das Bläschen drückt ja auch schon etwas, und ein kontrollierender Blick in den Spiegel wäre auch nicht schlecht.
Schnellen Schrittes erreiche ich die Damentoilette, eine Frau wäscht sich gerade ihre Hände, ich grüsse und suche mir ein stilles Plätzchen. Danach der obligate Blick in den Spiegel, es scheint noch alles perfekt zu sein.
So etwa 10 Minuten sind vergangen und ich hoffe, der Kerl hat die Lust verloren. Ich verlasse die Anlage, und da steht er geduldig auf dem Weg wartend zu mir herüber blickend.
Nun wird es mir zu brenzlig, mutigen Schrittes gehe ich direkt auf ihn zu und frage:"Ob er mir noch weiterhin Nachstellen wolle? Total verdattert erwidert er, dass er nur auf seine Freunde warten würde.
Abrupt wende ich mich ab, um auf einer kleinen Parkbank Platz zu nehmen. Drei kleine Springbrunnen umsäumen die Bank, das Plätschern des Wassers wirkt entspannend auf mich.
Nach einer kurzen Zeit setzt sich eine sehr gepflegte Frau meines Alters zu mir. Schöne und lackierte Fingernägel, dezent geschminkt und eine schicke Frisur. Es gibt sie doch noch, die schönen und feinen Bio-Frauen. Ich werde doch nicht auf dumme Gedanken kommen?
Langsam beginnen wir einen small-talk, über den herrlichen Rosengarten und natürlich das Wetter. Sie findet mein gewagtes Outfit sehr damenhaft, ich gebe das Kompliment zurück, lobe ihre gepflegte Erscheinung. Nach etwa 20 Minuten verabschiede ich mich und nehme meine weitere Erkundung des Gartens auf. Von meinem Verfolger ist weit und breit nichts mehr zu sehen.
Auf dem Gelände entdecke ich einen kleines Geschäft, das ausschließlich rosale Artikel in allen Diversitäten anbietet. Vom Rosenschnaps über Duftwässerchen bis hin zu Rosenkerzen. Im ganzen Raum schwebt ein wunderbarer Rosenduft.
Ich kaufe eine Kleinigkeit und setze meinen Spaziergang fort. Mittlerweile ist es Zeit zum Mittagessen und am Ende des Parks befindet sich ein großes Restaurant.
Ich betrete das Restaurant, suche mir ein Plätzchen mit Blick auf den Rosengarten. Ein Ober kommt und fragt nach meinen Wünschen. Ich bestelle einen großen Salatteller, dazu ein Radler mit Strohhalm, wegen des Lippenstifts.
Das Salat war wirklich schmackhaft, danach bezahle ich 8,50€ und verlasse die Lokalität. Da ich noch über genügend Zeit verfüge, laufe ich noch einmal die schönsten Areale des Rosengartens ab. Geniesse den zaghaften Sonnenschein und lasse mich sorglos treiben. Da erblicke ich wieder meiner Rentnerhorde, sie sitzen verstreut auf der Seeterrasse des Eingangsbereichs. Ich muss jetzt an ihnen vorbei, wenn ich den Garten verlassen möchte. Ich komme mir wie auf einem Laufsteg vor, die Männer blicken schon gierig zu mir herüber. Jetzt biete ich euch noch mal eine Show, denke ich mir. Also Brust besonders raus, elegante Schritte setzend stolziere ich an ihnen vorrüber. Die Damen werfen mir funkelnde und neidische Blicke herüber, ich spüre förmlich ihren Frust. Es waren noch einmal 100m Schaulaufen, es war ein schöner Abschluss meines Besuchs.
Was für ein entspannender und schöner Tag im Rosengarten, der mich vollkommen glücklich machte, denke mir so beim Abschied.

Liebe Leserinnen, vielleicht hat auch Euch der verführerische Duft der Rosen betört. Ich hoffe, Ihr hattet ebenso viel Spass beim Lesen meiner Rosengarten-Erlebnisse, wie ich in natura.
Ciao! Eure Deborah
Andrea aus Sachsen
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Re: Verführerischer Rosenzauber

Post 3 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen »

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Hallo Deborah,
schön, dass du mal wieder etwas von dir hören lässt! Deine lebendigen Berichte hatte ich schon vermisst. Das Lesen hat wieder einmal richtig Spaß gemacht. Ich konnte mich richtig in deine Gefühls- und Gedankenwelt hineinversetzen.
Möge es noch viele erlebnisreiche Deborah-Tage für dich geben!
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
Soki

Re: Verführerischer Rosenzauber

Post 4 im Thema

Beitrag von Soki »

Hallo Deborah,

Wir gehören einer weiteren Minderheit der Pentaxfotografen an! Aber darauf kam es die bei deinem Erlebnisbericht nicht hauptsächlich an, oder? ;-) . Leider fehlt zur Veranschaulichung des Ganzen noch Fotos von Dir im Rosengarten.
Allerdings könnte ich die sowieso leider nicht sehen weil mir die nötige Berechtigung fehlt.
Übrigens als Tip für die, die im Einzugsbereich Leverkusen wohnen: Der dortige Japanische Garten bietet eine wunderschöne Kulisse zum Fotografieren. Leider ist dort recht viel Betrieb.

So ein bisschen tut mir dein Verehrer Leid. Hat das Objekt der Begierde entdeckt, traut sich nicht es anzusprechen und wird dafür auch noch angefahren....
Ich gratuliere trotzdem zum offensichtlich sehr gelungenen, Auftritt.
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