Die Sicht einer Ehefrau...
-
hope789
Die Sicht einer Ehefrau...
Hallo Ihr Lieben,
ich möchte ebenfalls gerne aus der Sicht einer "Betroffenen" berichten(Achtung-Sehr ehrliche Worte): Ich bin mit meinem Partner seit einigen Jahren zusammen, davon auch wenige Jahre verheiratet. Ich wusste schon von Anfang an von seinen Neigungen, war ebenfalls geschockt, aber dachte mir"es wird schon werden" und "Liebe überwindet alles". Ich habe ihm anfangs auch noch wesentlich toleranter gegenübergestanden und tatsächlich hatte ich auch mal ein "Frau" über mir liegen (was absolut seltsam und leider auch abturnend war). Versteht mich nicht falsch- er ist schon als Mann eine absolute Schönheit und als Frau erst recht(wesentlich schöner als so manch gutaussehende Frau und nicht als Mann erkennbar). Aber im Lauf der Zeit habe ich immer mehr Schwierigkeiten, damit umzugehen, mittlerweile lebt er das "heimlich" in der Wohnung aus(das sehe ich daran, dass auf einmal neue Klamotten und Schuhe im Schrank stehen, die abgetreten sind) und nutzt dafür die Zeit meiner Abwesenheit. Zwischenzeitlich war es bei ihm allerdings wesentlich weniger mit der Aufpoliererei, aber seit gut einem Jahr hat es extrem zugenommen. Es stößt mich ab und ich fühle mich als Frau in Frage gestellt(ich bin nicht das klassische Frauenideal: nen paar Pfund zuviel, ich schminke mich zwar,aber eher natürlich, rasiere mich nur unregelmäßig und stehe weder auf High Heels noch auf Fingernägel-und das war schon immer so)Mein Mann hätte am liebsten, dass ich mich feminin statt sportlich kleide, hohe Absätze trage, lange Fingernägel habe, immer frisch rasiert bin(sonst mäkelt er an mir herum). Wie gesagt, er selbst legt unheimlichen Wert auf sein Aussehen-schaut bei jeder sich bietenden Gelegenheit in den Spiegel-zupft, rasiert sich ALLES (ich finde das so unmännlich*heul*)und trägt quietschbunte(der Renner ist pink und lila) Farben und glänzende Stoffe. Ich bin darüber verzweifelt und kann das kaum mit ansehen. Er möchte auf jeden Fall ein Mann bleiben-auch nach außen hin und außer mir weiß es keiner(und soll es bleiben). Vielleicht könnt Ihr Euch vorstellen, dass da intim so gut wie nichts mehr geht. Je mehr er sich so verhält, desto mehr ignoriere ich das, bzw. ihn-warum? Ich weiß es nicht, aus Selbstschutz. Weil es mich abstößt- diese Ich-bezogenheit, das Eitel-Sein und die Kritik an mir. Ich habe einen Mann geheiratet und möchte auch einen Mann haben. Es muss für Euch total grausam klingen und es tut mir leid. Mir tut es auch für meinen Mann leid, dass ich diese Toleranz nicht mehr für ihn aufbringen kann. Wenn Ihr mich fragt, ob ich mit ihm zusammenbleiben möchte, sage ich auf jeden Fall "Ja", aber ich weiß trotzdem nicht, wie es weitergehen soll... Dankeschön für's Lesen.
ich möchte ebenfalls gerne aus der Sicht einer "Betroffenen" berichten(Achtung-Sehr ehrliche Worte): Ich bin mit meinem Partner seit einigen Jahren zusammen, davon auch wenige Jahre verheiratet. Ich wusste schon von Anfang an von seinen Neigungen, war ebenfalls geschockt, aber dachte mir"es wird schon werden" und "Liebe überwindet alles". Ich habe ihm anfangs auch noch wesentlich toleranter gegenübergestanden und tatsächlich hatte ich auch mal ein "Frau" über mir liegen (was absolut seltsam und leider auch abturnend war). Versteht mich nicht falsch- er ist schon als Mann eine absolute Schönheit und als Frau erst recht(wesentlich schöner als so manch gutaussehende Frau und nicht als Mann erkennbar). Aber im Lauf der Zeit habe ich immer mehr Schwierigkeiten, damit umzugehen, mittlerweile lebt er das "heimlich" in der Wohnung aus(das sehe ich daran, dass auf einmal neue Klamotten und Schuhe im Schrank stehen, die abgetreten sind) und nutzt dafür die Zeit meiner Abwesenheit. Zwischenzeitlich war es bei ihm allerdings wesentlich weniger mit der Aufpoliererei, aber seit gut einem Jahr hat es extrem zugenommen. Es stößt mich ab und ich fühle mich als Frau in Frage gestellt(ich bin nicht das klassische Frauenideal: nen paar Pfund zuviel, ich schminke mich zwar,aber eher natürlich, rasiere mich nur unregelmäßig und stehe weder auf High Heels noch auf Fingernägel-und das war schon immer so)Mein Mann hätte am liebsten, dass ich mich feminin statt sportlich kleide, hohe Absätze trage, lange Fingernägel habe, immer frisch rasiert bin(sonst mäkelt er an mir herum). Wie gesagt, er selbst legt unheimlichen Wert auf sein Aussehen-schaut bei jeder sich bietenden Gelegenheit in den Spiegel-zupft, rasiert sich ALLES (ich finde das so unmännlich*heul*)und trägt quietschbunte(der Renner ist pink und lila) Farben und glänzende Stoffe. Ich bin darüber verzweifelt und kann das kaum mit ansehen. Er möchte auf jeden Fall ein Mann bleiben-auch nach außen hin und außer mir weiß es keiner(und soll es bleiben). Vielleicht könnt Ihr Euch vorstellen, dass da intim so gut wie nichts mehr geht. Je mehr er sich so verhält, desto mehr ignoriere ich das, bzw. ihn-warum? Ich weiß es nicht, aus Selbstschutz. Weil es mich abstößt- diese Ich-bezogenheit, das Eitel-Sein und die Kritik an mir. Ich habe einen Mann geheiratet und möchte auch einen Mann haben. Es muss für Euch total grausam klingen und es tut mir leid. Mir tut es auch für meinen Mann leid, dass ich diese Toleranz nicht mehr für ihn aufbringen kann. Wenn Ihr mich fragt, ob ich mit ihm zusammenbleiben möchte, sage ich auf jeden Fall "Ja", aber ich weiß trotzdem nicht, wie es weitergehen soll... Dankeschön für's Lesen.
-
Anne-Mette
- Administratorin
- Beiträge: 27676
- Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
- Geschlecht: W
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Ringsberg
- Forum-Galerie: gallery/album/1
- Hat sich bedankt: 217 Mal
- Danksagung erhalten: 2529 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Die Sicht einer Ehefrau...
Guten Abend,
... und herzlich willkommen
Das hört sich leider so an, als würdet ihr euch voneinander fortbewegen und jeder verharrt "in seiner Ecke".
Wichtig und gut wäre sicherlich ein offenes Gespräch; denn "von allein" wird sich die Situation nicht verändern.
Gruß
Anne-Mette
... und herzlich willkommen
Das hört sich leider so an, als würdet ihr euch voneinander fortbewegen und jeder verharrt "in seiner Ecke".
Wichtig und gut wäre sicherlich ein offenes Gespräch; denn "von allein" wird sich die Situation nicht verändern.
Gruß
Anne-Mette
-
hope789
Re: Die Sicht einer Ehefrau...
cpg hat geschrieben:Guten Abend,
... und herzlich willkommen![]()
Das hört sich leider so an, als würdet ihr euch voneinander fortbewegen und jeder verharrt "in seiner Ecke".
Wichtig und gut wäre sicherlich ein offenes Gespräch; denn "von allein" wird sich die Situation nicht verändern.
Gruß
Anne-Mette
Hallo Anne-Mette,
dankeschön für Deine Antwort. Ja, die Kommunikation ist, was das angeht, unter "den Teppich gekehrt"...
-
Anne-Mette
- Administratorin
- Beiträge: 27676
- Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
- Geschlecht: W
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Ringsberg
- Forum-Galerie: gallery/album/1
- Hat sich bedankt: 217 Mal
- Danksagung erhalten: 2529 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Die Sicht einer Ehefrau...
Dann geht es sicherlich darum, die Gespräche wieder in Gang zu bringen.Ja, die Kommunikation ist, was das angeht, unter "den Teppich gekehrt"...
Sicherlich willst Du auch wissen, wie Dein Mann die Angelegenheit sieht und wie er sich die Zukunft vorstellt.
Es könnte ratsam sein, sich beraten zu lassen, wenn man es in Eigenregie nicht schafft...
Wir haben einige Partnerinnen hier, die sich bestimmt noch zu Wort melden. Ich weiß allerdings nicht, ob Tipps und Verständnis helfen können (?)
Gruß
Anne-Mette
-
hope789
Re: Die Sicht einer Ehefrau...
Das ist die Frage, viele Möglichkeiten bleiben uns da wohl nicht, aber es tut schon mal sehr gut, überhaupt mal da drüber zu "sprechen". Ich kann mich leider damit weder der Familie noch den Freundinnen anvertrauen.cpg hat geschrieben:Dann geht es sicherlich darum, die Gespräche wieder in Gang zu bringen.Ja, die Kommunikation ist, was das angeht, unter "den Teppich gekehrt"...
Sicherlich willst Du auch wissen, wie Dein Mann die Angelegenheit sieht und wie er sich die Zukunft vorstellt.
Es könnte ratsam sein, sich beraten zu lassen, wenn man es in Eigenregie nicht schafft...
Wir haben einige Partnerinnen hier, die sich bestimmt noch zu Wort melden. Ich weiß allerdings nicht, ob Tipps und Verständnis helfen können (?)
Gruß
Anne-Mette
-
Anne-Mette
- Administratorin
- Beiträge: 27676
- Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
- Geschlecht: W
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Ringsberg
- Forum-Galerie: gallery/album/1
- Hat sich bedankt: 217 Mal
- Danksagung erhalten: 2529 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Die Sicht einer Ehefrau...
Gibt es keine Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen?
Ihr könntet versuchen, "die Karten auf den Tisch zu legen" - manchmal im wahrsten Sinne des Wortes
Jeder beschreibt/bemalt so 3...4 oder mehr Karten mit den für ihn wichtigen Gedanken im Moment.
Die Karten kommen auf den Tisch - und beide haben Gelegenheit, über ihre Karten zu sprechen.
Das Ergebnis könnte weh tun - aber die Unsicherheit nagt bestimmt schlimm an Dir.
Gruß
Anne-Mette
Ihr könntet versuchen, "die Karten auf den Tisch zu legen" - manchmal im wahrsten Sinne des Wortes
Jeder beschreibt/bemalt so 3...4 oder mehr Karten mit den für ihn wichtigen Gedanken im Moment.
Die Karten kommen auf den Tisch - und beide haben Gelegenheit, über ihre Karten zu sprechen.
Das Ergebnis könnte weh tun - aber die Unsicherheit nagt bestimmt schlimm an Dir.
Gruß
Anne-Mette
-
hope789
Re: Die Sicht einer Ehefrau...
cpg hat geschrieben:Gibt es keine Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen?
Ihr könntet versuchen, "die Karten auf den Tisch zu legen" - manchmal im wahrsten Sinne des Wortes![]()
Jeder beschreibt/bemalt so 3...4 oder mehr Karten mit den für ihn wichtigen Gedanken im Moment.
Die Karten kommen auf den Tisch - und beide haben Gelegenheit, über ihre Karten zu sprechen.
Das Ergebnis könnte weh tun - aber die Unsicherheit nagt bestimmt schlimm an Dir.
Gruß
Anne-Mette
Hey, das ist eine interesannte Idee. Ich könnte mir vorstellen, dass das zu einem Gespräch animiert, denn wenn's in die Tiefe geht, weicht mein Mann gerne aus und flüchtet. Ich werde das überdenken. Danke für den Vorschlag und ich wünsche eine gute Nacht. Ich bin auch gespannt, ob sich auch andere Frauen melden.
-
Anne-Mette
- Administratorin
- Beiträge: 27676
- Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
- Geschlecht: W
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Ringsberg
- Forum-Galerie: gallery/album/1
- Hat sich bedankt: 217 Mal
- Danksagung erhalten: 2529 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Die Sicht einer Ehefrau...
Dir auch eine gute Nacht.
Es melden sich bestimmt noch Partnerinnen/Ehefrauen
Gruß
Anne-Mette
Es melden sich bestimmt noch Partnerinnen/Ehefrauen
Gruß
Anne-Mette
-
tvstyl
Re: Die Sicht einer Ehefrau...
Hallo,
ich lese aus deinen Zeilen viel Unsicherheit und Verzweiflung.
Ich bin auch eine Frau, arbeite beruflich mit Transgender, der Mann von meiner Freundin ist auch einer.
Sie hat von Anfang an ihm klar gemacht; ich liebe dich, auch wenn du mal eine Frau bist, aber ich habe einen Mann geheiratet und wenn das Frausein überhand nimmt, sehe ich unsere Ehe gefährdet. Was ich gut verstehen kann. Die beiden regeln das wunderbar, legen einen Freundinnentag ein und gehen zusammen aus.
Ich kann auch nur immer wieder betonen redet miteinander. Geht dazu in ein schönes Restaurant,schafft eine entspannte Atmosphäre.
Jeder sollte sagen was dem anderen wichtig ist, er sich wünscht oder was in der Beziehung fehlt und was besonders schön in der Beziehung ist. Findet einen Weg wo ihr beide mit leben können.
Die große Unsicherheit spüre ich bei dir, was dein Selbstbild betrifft. Magst du dich, fühlst du dich weiblich, findest du dich attraktiv?
Dein Mann möchte dich weiblicher sehen, und du deinen Mann gerne auch männlicher.Geht doch mal zusammen shoppen und experimentiert, das macht riesen spaß und ihr kommt euch näher.Mach dich schön für deinen Mann, schmink dich, mach es auch für dich, finde dich schön.....nur wer sich selber liebt kann auch andere lieben.
Aüßere Veränderung, führt innere Veränderung nach sich. Als Visagistin und Stylistin habe ich täglich damit zu tun, bin Sspezialisiert auf Transgender und kenne die Sorgen und Nöte der nicht immer einfachen Beziehungen. Aber wenn die Liebe noch da ist findet man immer einen Weg.
Euch beiden viel Glück.Lg. Christine
ich lese aus deinen Zeilen viel Unsicherheit und Verzweiflung.
Ich bin auch eine Frau, arbeite beruflich mit Transgender, der Mann von meiner Freundin ist auch einer.
Sie hat von Anfang an ihm klar gemacht; ich liebe dich, auch wenn du mal eine Frau bist, aber ich habe einen Mann geheiratet und wenn das Frausein überhand nimmt, sehe ich unsere Ehe gefährdet. Was ich gut verstehen kann. Die beiden regeln das wunderbar, legen einen Freundinnentag ein und gehen zusammen aus.
Ich kann auch nur immer wieder betonen redet miteinander. Geht dazu in ein schönes Restaurant,schafft eine entspannte Atmosphäre.
Jeder sollte sagen was dem anderen wichtig ist, er sich wünscht oder was in der Beziehung fehlt und was besonders schön in der Beziehung ist. Findet einen Weg wo ihr beide mit leben können.
Die große Unsicherheit spüre ich bei dir, was dein Selbstbild betrifft. Magst du dich, fühlst du dich weiblich, findest du dich attraktiv?
Dein Mann möchte dich weiblicher sehen, und du deinen Mann gerne auch männlicher.Geht doch mal zusammen shoppen und experimentiert, das macht riesen spaß und ihr kommt euch näher.Mach dich schön für deinen Mann, schmink dich, mach es auch für dich, finde dich schön.....nur wer sich selber liebt kann auch andere lieben.
Aüßere Veränderung, führt innere Veränderung nach sich. Als Visagistin und Stylistin habe ich täglich damit zu tun, bin Sspezialisiert auf Transgender und kenne die Sorgen und Nöte der nicht immer einfachen Beziehungen. Aber wenn die Liebe noch da ist findet man immer einen Weg.
Euch beiden viel Glück.Lg. Christine
-
Inga
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 3855
- Registriert: Mo 19. Jul 2010, 00:32
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 120 Mal
- Danksagung erhalten: 213 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Die Sicht einer Ehefrau...
Hallo, Hope,
ouch ich bin zwar "vom falschen Ufer". Manche Partnerin hat sich von mir nach einiger Zeit abgewendet, weil sie sich das gemeinsame Leben irgendwie anders entwickelte als sie es sich vorgestellt haben. Doch wollte ich dir sagen, dass ich es gut finde, dass du dich so ehrlich dem Forum hier anvertraust. Ich hoffe, es macht dir den Druck, den du zunehmend auf deiner Seele spürst, etwas leichter.
Ich glaub, du solltest dir mit der Zeit auch über deine eigenen Motive klarer werden. nicht nur, was du für ein Bild von dir und deinem Partner hast und wast du von dir und deinem Partner erwatest und wio euer gemeinsamer Nenner ist. Ich glaube du solltest dir auch klar werden, was für einen Charakter deine Partnerschaft haben soll, die du leben willst, was für eine Art von Partnerschaft bzw. Ehe du erwartet hast und ewas für eine du zukünftig erwartest.
In einer langjährigen Partnerschaft verändert sich jeder und jede mit der Zeit. Man entdeckt am Partner im Laufe der Zeit immer wieder neue Seiten. Ich vergleiche es gerne mit einer Zwiebel: Da denkt man, man kennt den Kern de anderen. Und dann zeigt es sich wie eine weitere Schale, die man auftut und darunter versteckt sich etwas Neues, das irgendwann auch wieder sich wie eine schale öffnet. Manche der neuen Schalen, versteckten und anfangs nicht berwarteten Veränderungen mag man, manche machen einem das Leben schwer. Bei lang anhaltenden Partnerschaften können beide mit Veränderungen am anderen leben und können darauf vertrauen, dass sie neue Seiten an sich entdecken und mit dem Partner zusammen damit leben können. Die Veränderungen sind das eigentlich Beständige an einer Ehe. Das Leben mit Veränderungen muss man meiner Erfahrungen nach wollen, um länger miteinander leben zu können.
Cpg hat ja einige Anregungen geeben, wie ihr mehr aneinander entdecken könnt und zueinander finden könnt. Da gibt es wohl noch einiges auszuprobieren.
Ich wünsche dir, dass du in der Sache gut voran kommst.
Liebe Grüße
Inga

ouch ich bin zwar "vom falschen Ufer". Manche Partnerin hat sich von mir nach einiger Zeit abgewendet, weil sie sich das gemeinsame Leben irgendwie anders entwickelte als sie es sich vorgestellt haben. Doch wollte ich dir sagen, dass ich es gut finde, dass du dich so ehrlich dem Forum hier anvertraust. Ich hoffe, es macht dir den Druck, den du zunehmend auf deiner Seele spürst, etwas leichter.
Ich glaub, du solltest dir mit der Zeit auch über deine eigenen Motive klarer werden. nicht nur, was du für ein Bild von dir und deinem Partner hast und wast du von dir und deinem Partner erwatest und wio euer gemeinsamer Nenner ist. Ich glaube du solltest dir auch klar werden, was für einen Charakter deine Partnerschaft haben soll, die du leben willst, was für eine Art von Partnerschaft bzw. Ehe du erwartet hast und ewas für eine du zukünftig erwartest.
In einer langjährigen Partnerschaft verändert sich jeder und jede mit der Zeit. Man entdeckt am Partner im Laufe der Zeit immer wieder neue Seiten. Ich vergleiche es gerne mit einer Zwiebel: Da denkt man, man kennt den Kern de anderen. Und dann zeigt es sich wie eine weitere Schale, die man auftut und darunter versteckt sich etwas Neues, das irgendwann auch wieder sich wie eine schale öffnet. Manche der neuen Schalen, versteckten und anfangs nicht berwarteten Veränderungen mag man, manche machen einem das Leben schwer. Bei lang anhaltenden Partnerschaften können beide mit Veränderungen am anderen leben und können darauf vertrauen, dass sie neue Seiten an sich entdecken und mit dem Partner zusammen damit leben können. Die Veränderungen sind das eigentlich Beständige an einer Ehe. Das Leben mit Veränderungen muss man meiner Erfahrungen nach wollen, um länger miteinander leben zu können.
Cpg hat ja einige Anregungen geeben, wie ihr mehr aneinander entdecken könnt und zueinander finden könnt. Da gibt es wohl noch einiges auszuprobieren.
Ich wünsche dir, dass du in der Sache gut voran kommst.
Liebe Grüße
Inga
-
Marielle
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 1857
- Registriert: Do 11. Aug 2011, 10:52
- Geschlecht: Mensch
- Pronomen: ikke
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Kontaktdaten:
Re: Die Sicht einer Ehefrau...
Hallo Hope, Guten Morgen zusammen,
ich bin zwar keine Partnerin/Ehefrau, sondern selbst CD-Mann, mag aber trotzdem einen Aspekt beitragen.
" ...vergiss nicht, dass ihr Männer absolute Komunikationskrüppel seid."
Meine Beste und ich sind bis heute mit dieser Frau befreundet. Weil ich diesen Satz ernst genommen und mich um Lösungen bemüht habe und meine Beste mir geholfen hat mit ihr zu reden. Der Satz, bzw. die Erkenntnis das er stimmt, war ziemlich wichtig für mich (uns).
Ich will damit nicht sagen das es deine Aufgabe ist, ihm die Kommunikation abzunehmen. Absolut nicht! Es ist und bleibt sein Job SEIN Anliegen in eure Partnerschaft einzubringen und zu erklären. Ich will dir nur nahebringen, dass selbst die grössten "Schnacker" unter den Männern bei Gesprächen über sehr Persönliches oft völlige Nieten sind, die Hilfe nötig haben.
Von aussen kann man nie wirklich übersehen, wie es in einer Partnerschaft aussieht, aber so wie du es schreibst sieht es so aus, als ob ihr beide noch an der Partnerschaft interessiert seid. Dann gilt m.E. nur eines: Miteinander reden, wenn's geht allein, wenn nicht, dann mit Hilfe von aussen. Obacht: Auch beim "sich helfen lassen" sind die meisten Männer Vollversager.
Vielleicht kannst du ihm einen weiteren Satz von der oben erwähnten Freundin zur Kenntnissnahme unterschieben:
"Du hast nur eine Chance da sauber durchzukommen: Bereite dich gut vor und dann REDE MIT IHR!!!"
alles gute wünscht euch
Marielle
ich bin zwar keine Partnerin/Ehefrau, sondern selbst CD-Mann, mag aber trotzdem einen Aspekt beitragen.
Als ich seinerzeit nach Wegen gesucht habe, mit meiner Frau darüber zu reden, hat mir eine Frau in einem I-net-Forum folgendes mitgegeben:...denn wenn's in die Tiefe geht, weicht mein Mann gerne aus und flüchtet.
" ...vergiss nicht, dass ihr Männer absolute Komunikationskrüppel seid."
Meine Beste und ich sind bis heute mit dieser Frau befreundet. Weil ich diesen Satz ernst genommen und mich um Lösungen bemüht habe und meine Beste mir geholfen hat mit ihr zu reden. Der Satz, bzw. die Erkenntnis das er stimmt, war ziemlich wichtig für mich (uns).
Ich will damit nicht sagen das es deine Aufgabe ist, ihm die Kommunikation abzunehmen. Absolut nicht! Es ist und bleibt sein Job SEIN Anliegen in eure Partnerschaft einzubringen und zu erklären. Ich will dir nur nahebringen, dass selbst die grössten "Schnacker" unter den Männern bei Gesprächen über sehr Persönliches oft völlige Nieten sind, die Hilfe nötig haben.
Ich finde, dass muss dir nicht leid tun. An ein paar Stellen finde ich die Haltung deines Mannes nämlich auch etwas befremdlich; Er wusste doch vorher, das du keine Fraufrau bist, also keine die sehr auf "auffallend feminines Äusseres" bedacht ist. Wieso bemäkelt er das jetzt trotzdem?Es muss für Euch total grausam klingen und es tut mir leid.
Von aussen kann man nie wirklich übersehen, wie es in einer Partnerschaft aussieht, aber so wie du es schreibst sieht es so aus, als ob ihr beide noch an der Partnerschaft interessiert seid. Dann gilt m.E. nur eines: Miteinander reden, wenn's geht allein, wenn nicht, dann mit Hilfe von aussen. Obacht: Auch beim "sich helfen lassen" sind die meisten Männer Vollversager.
Vielleicht kannst du ihm einen weiteren Satz von der oben erwähnten Freundin zur Kenntnissnahme unterschieben:
"Du hast nur eine Chance da sauber durchzukommen: Bereite dich gut vor und dann REDE MIT IHR!!!"
Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
-
Uschi
- Kürzlich registrierte BenutzerInnen
- Beiträge: 59
- Registriert: Do 2. Aug 2012, 15:47
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Kontaktdaten:
Re: Die Sicht einer Ehefrau...
Hallo Hope,
erst einmal finde ich es bemerkenswert, mit melchem Namen Du Dich hier eingeloggt hast - denn wenn dies Programm ist, so ist sozusagen ein wertvoller Schatz in Eurer Beziehungskiste! Da Hoffnung auch immer etwas unbekanntes in sich trägt, so scheint es auch, als ob in Deiner Not immer noch eine art "Möglichkeitsraum" zu sein. Wenn ich dann beim lesen Deiner Zeilen ein Bild vor mir (als Mann) sehe, so könnte ich mir gut vorstellen, dass Du erst einmal für Dich allein Deine Seele zur Ruhe kommen läßt. Wichtig dazu ist einmal Abstand von Bekanntem - ich würde mit solch einer Not in den Wald gehen, einen schönen ruhigen Ort aussuchen und dann einmal meine eigenen Gedanken sortieren und ganz altmodisch (Baujahr 1962) zu Papier bringen. Damit kannst Du eine Grundlage schaffen, die Deinem Mann bei einem späteren lesen ebenfalls besser zur Ruhe kommen läßt. Beim geschriebenen Wort kann man innehalten, nachdenken, mitfühlen, noch einmal lesen und auch erkennen es gibt hier und da ein Ja (hope) und aber auch ein Nein (ich kann das nicht) solch ein Papier dem Partner geschenkt und zum verdauen überlassen ist denke ich eine gute Basis für ein anschließendes Gespräch. Scham, Emotionen, Trauer, Unverständnis und all die vielen weiteren Gefühle welche ein Gespräch über solch "schwierige" Themen doch dann abdriften lassen dürfen im eigenen Raum erst einmal abschwellen - aber auch leben! Die eigenen Orte der Toleranz lassen sich allein viel besser "erobern" nicht wie im Gespräch als etwas verbindliches für mein geliebtes Gegenüber innerhalb von einem Moment zementieren. beim aufschreiben darf ich eher einmal vorpreschen, mir das anschauen, aber dann vielleicht auch ohne Vorwurf zurück auf meine "sichere" Position gehen. Auf diese weise eine art Grenzstreifen zu gestalten gibt vielleicht etwas, was so auf die direkte Art nicht geht.
Bei all Deinen Gedanken wünsche ich Dir dazu die Liebe so wie ich diese immer wieder gern lese: Die Liebe ist Langmütig, die Liebe ist gütig; sie bläht sich nicht auf, sie benimmt sich nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre, sie läßt sich nicht erbittern, sie rechnet Böses nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sondern sie freut sich mit der Wahrheit, sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles. Die Liebe vergeht niemals;
In diesem Sinne wünsche ich Euch nach dem schreiben ein gutes Gespräch in einer wohltuenden Atmosphäre - und dies sei dann wie die Ernte, für welche Ihr zuvor gepflügt, gepflegt, gehegt habt und zum wachsen Zeit gelassen habt!
Viel Glück und Erfolg wünsche ich Euch auf Eurem Weg dazu
Jojo
erst einmal finde ich es bemerkenswert, mit melchem Namen Du Dich hier eingeloggt hast - denn wenn dies Programm ist, so ist sozusagen ein wertvoller Schatz in Eurer Beziehungskiste! Da Hoffnung auch immer etwas unbekanntes in sich trägt, so scheint es auch, als ob in Deiner Not immer noch eine art "Möglichkeitsraum" zu sein. Wenn ich dann beim lesen Deiner Zeilen ein Bild vor mir (als Mann) sehe, so könnte ich mir gut vorstellen, dass Du erst einmal für Dich allein Deine Seele zur Ruhe kommen läßt. Wichtig dazu ist einmal Abstand von Bekanntem - ich würde mit solch einer Not in den Wald gehen, einen schönen ruhigen Ort aussuchen und dann einmal meine eigenen Gedanken sortieren und ganz altmodisch (Baujahr 1962) zu Papier bringen. Damit kannst Du eine Grundlage schaffen, die Deinem Mann bei einem späteren lesen ebenfalls besser zur Ruhe kommen läßt. Beim geschriebenen Wort kann man innehalten, nachdenken, mitfühlen, noch einmal lesen und auch erkennen es gibt hier und da ein Ja (hope) und aber auch ein Nein (ich kann das nicht) solch ein Papier dem Partner geschenkt und zum verdauen überlassen ist denke ich eine gute Basis für ein anschließendes Gespräch. Scham, Emotionen, Trauer, Unverständnis und all die vielen weiteren Gefühle welche ein Gespräch über solch "schwierige" Themen doch dann abdriften lassen dürfen im eigenen Raum erst einmal abschwellen - aber auch leben! Die eigenen Orte der Toleranz lassen sich allein viel besser "erobern" nicht wie im Gespräch als etwas verbindliches für mein geliebtes Gegenüber innerhalb von einem Moment zementieren. beim aufschreiben darf ich eher einmal vorpreschen, mir das anschauen, aber dann vielleicht auch ohne Vorwurf zurück auf meine "sichere" Position gehen. Auf diese weise eine art Grenzstreifen zu gestalten gibt vielleicht etwas, was so auf die direkte Art nicht geht.
Bei all Deinen Gedanken wünsche ich Dir dazu die Liebe so wie ich diese immer wieder gern lese: Die Liebe ist Langmütig, die Liebe ist gütig; sie bläht sich nicht auf, sie benimmt sich nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre, sie läßt sich nicht erbittern, sie rechnet Böses nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sondern sie freut sich mit der Wahrheit, sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles. Die Liebe vergeht niemals;
In diesem Sinne wünsche ich Euch nach dem schreiben ein gutes Gespräch in einer wohltuenden Atmosphäre - und dies sei dann wie die Ernte, für welche Ihr zuvor gepflügt, gepflegt, gehegt habt und zum wachsen Zeit gelassen habt!
Viel Glück und Erfolg wünsche ich Euch auf Eurem Weg dazu
Jojo
-
hope789
Re: Die Sicht einer Ehefrau...
Hallo Ihr Lieben,
ich möchte Euch allen noch einmal herzlich danken für Eure Beiträge und den Denkanstößen. Es wird ein langer Weg...aber ich werde schauen, was sich davon umsetzen lässt.
LG
ich möchte Euch allen noch einmal herzlich danken für Eure Beiträge und den Denkanstößen. Es wird ein langer Weg...aber ich werde schauen, was sich davon umsetzen lässt.
LG
-
gaby37
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 380
- Registriert: Do 7. Jan 2010, 18:35
- Geschlecht: biomann/Teilzeitfrau
- Pronomen:
- Wohnort (Name): Ludwigsburg
- Hat sich bedankt: 166 Mal
- Danksagung erhalten: 259 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Die Sicht einer Ehefrau...
Hallo Hope,
ich kann und will keine Beratung abgeben, dafür kenne ich dich und deine Situation zu wenig.
In deiner Beschreibung erweckst du bei mir den Eindruck, das er seine "feminine Seite" im laufe der Jahre stärker auslebt als am Anfang eurer Beziehung. Ob du in dem gleichen Zeitraum deine, Klischee:"-nicht so feminine Seite-" im selben Rahmen stärker auslebst, geht leider nicht eindeutig hervor.
Es erweckt bei mir den Eindruck, je mehr sich der jeweils andere vom "Ideal wie der andere in den eigenen Augen sein soll" entfernt, um so mehr wird dies durch Änderung der eigenen Verhaltensweise hin zum Ideal was man beim anderen sehen möchte, "kompensiert":
soll heißen: Er möchte eine "weiblichere" Partnerin, die er nicht bekommt und wird deswegen selbst feminierer und umgekehrt möchtest sie gerne einen männlicheren Partner, den sie nicht bekommst und entfernt sich deswegen selbst immer mehr aus "der weiblichen Rolle/Klischee".
- Ein Teufelskreis!
Ich habe keine Ahnung ob das wirklich so ist, oder ganz andere Beweggründe zugrunde liegen.
Ich hoffe ihr findet einen Weg (das mit den Karten ist eine schöne Idee ) zu diesem Thema wieder ins Gespräch zu kommen.
Ganz lieben Gruß
Gaby
ich kann und will keine Beratung abgeben, dafür kenne ich dich und deine Situation zu wenig.
In deiner Beschreibung erweckst du bei mir den Eindruck, das er seine "feminine Seite" im laufe der Jahre stärker auslebt als am Anfang eurer Beziehung. Ob du in dem gleichen Zeitraum deine, Klischee:"-nicht so feminine Seite-" im selben Rahmen stärker auslebst, geht leider nicht eindeutig hervor.
Es erweckt bei mir den Eindruck, je mehr sich der jeweils andere vom "Ideal wie der andere in den eigenen Augen sein soll" entfernt, um so mehr wird dies durch Änderung der eigenen Verhaltensweise hin zum Ideal was man beim anderen sehen möchte, "kompensiert":
soll heißen: Er möchte eine "weiblichere" Partnerin, die er nicht bekommt und wird deswegen selbst feminierer und umgekehrt möchtest sie gerne einen männlicheren Partner, den sie nicht bekommst und entfernt sich deswegen selbst immer mehr aus "der weiblichen Rolle/Klischee".
- Ein Teufelskreis!
Ich habe keine Ahnung ob das wirklich so ist, oder ganz andere Beweggründe zugrunde liegen.
Ich hoffe ihr findet einen Weg (das mit den Karten ist eine schöne Idee ) zu diesem Thema wieder ins Gespräch zu kommen.
Ganz lieben Gruß
Gaby
_______________________________________________________________________________________________
Frauen werden aus Blumen geboren, Männer aus Kohlköpfen. Ich bin aus einem Blumenkohl.
Frauen werden aus Blumen geboren, Männer aus Kohlköpfen. Ich bin aus einem Blumenkohl.