Transsexuell und nichts davon bemerkt
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Lebensplanung, Standorte
Vincent
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Transsexuell und nichts davon bemerkt

Post 1 im Thema

Beitrag von Vincent »

Hallo,
um den Ursprungstherad nicht zu zerstören oder zu kapern ein neuer"¦
diese Zeile von ab08 hat mich zum nachdenken gebracht
Transfrauen (Weibliches Gehirn, männliche Genitalien) sind dies seit ihrer Geburt, auch wenn sie es vielleicht erst spät oder sogar nie realisieren.
Dass weitgehend Einigkeit besteht dass man nicht trans wird, sonder immer ist, ist Fakt.

Aber kann jemand transsexuell sein, der es nicht bemerkt?
Kann man seine Transsexualität erst später bemerken?
Woran erkennt man sie selbst oder auch Außenstehende überhaupt, wenn man nicht, wie immer in den Medien dargestellt, schon als Kind sagt, man wäre kein Mädchen/Junge?

Wie und nach welchen Kriterien wird eigentlich von einem Psychotherapeuten oder Gutachter beurteilt was vor ihm sitzt, Mann, Frau, CD, TS ?
Eine Beurteilung nach Gefühl wäre ja wenig belastbar und wissenschaftlich unhaltbar, auch wenn sie für Betroffene wohl das Kriterium sein mag — wenn sie es merken (um den Bezug zum Anfang wieder herzustellen :wink: )

Vincent
LG

Vincent
Lina
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Re: Transsexuell und nichts davon bemerkt

Post 2 im Thema

Beitrag von Lina »

Ich weiß nicht, ob man es so krass sagen kann, dass man trans sein kann und nichts davon bemerkt haben. Man kann vielleicht spät realisieren, was wirklich los ist. Ich habe selber relativ spät - also erst als ich Anfang 20 war - angefangen zu verstehen, dass ich einfach nicht so denke wie Männer "in Durchschnitt" tun.
Inga
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Re: Transsexuell und nichts davon bemerkt

Post 3 im Thema

Beitrag von Inga »

Hallo, vincent,

von mir aus eigener Erfahrung ein ganz klares ja. Da kann man mit dem anderen Geschlecht in sich leben ohne es zu wissen oder es wahr haben zu können.

Wie Claudiua schon erwähnte, ist es eine Sache, wie man damit lebt, ob man kleine anzeichen eher weg redet, sich darin genügt, die männliche rolle zu leben, die weilbliche Seite zurück zu drängen und zu unterdrücken wenn sie sich meldet.

Ich habe jahrelang gelernt, wie ich mich anpasse und mich selbst dabei unterdrücke. Ich habe darunter gelitten. Doch bin ich jahrzehntelang nie auf die Idee gekommen, dass es in mir auch eine weibliche Seite geben könnte, die auch ab und an ausgelebt werden möchte. Da habe ich in all der anpasserei und dem Umgang mit der damit eingehenden Unzufriedenheit einfach nicht mehr auf mein inneres hören könnnen, dass da etwas anders ist als bei anderen Männern.

Liebe Grüße
Inga
Ulrike-Marisa
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Re: Transsexuell und nichts davon bemerkt

Post 4 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Moin zusammen,
auch von mir aus eigener Erfahrung ein klares ja zu der Frage; nichts bemerkt, bzw. nicht gewusst, was es war, was man empfand und wollte...Ingas Worten kann ich mich da anschließen.
Vom Kindergarten 1957 an habe ich immer wieder den Wunsch gehabt, als Mädchen/Frau leben zu wollen, was damals kein realer Wunsch und Gedanke war. So habe ich eine weitgehend normale männliche Sozialisation durchlaufen und habe auch Familie und Kinder. Das Wissen ,dass es in mir weibliche Anteile geben könnte, war einfach nicht vorhanden. Dass ich den Kriteien, die für richtige Männer galten nicht genügen konnte, ist mir allerdings immer wieder aufgefallen und so ist es bis heute geblieben. So gegen 1976 hat ein Studienkollege von mir einmal so etwas mir gegenüber bemerkt, wir kennen uns von mehreren gemeinsamen großen Reisen, und ich konnte das damals eigentlich nicht richtig einordnen und habe da auch nicht weiter nachgefragt. Das war einfach kein Thema. Gespürt habe ich es trotzdem, dass ich etwas anderes gefühlt habe; der Wunsch war ja immer (sehr) im Hintergrund vorhanden und der Klamottencontainer lieferte etwas an Damenwäsche... So ist das immer im Geheimen in meiner kleinen Welt auf kleiner Flamme geblieben auch seit ich verheiratet bin. Meine Frau schätzt meine weiblichen Seiten bis zu einem gewissen Punkt; als Frau kann und möchte sie mich sehen und neben sich haben. Erst durch die Informationen des Internets bin ich dazu gekommen, dass ich die Vermutung für mich aufgestrellt habe, TS zu sein, so wie ich mich fühle; so habe ich mich dann auch der Familie gegenüber geoutet und vor etwas mehr als einem Jahr die Erkenntnis für mich zugelassen und versuche das im Rahmen meiner persönlicher Freiräume auszuleben... aber das ist eine andere Geschichte....und weitergehende Schritte sind mir nicht möglich im Rahmen meiner familiären Situation.

LG, Ulrike-Marisa


... alles nicht so einfach im Leben...
Zuletzt geändert von Ulrike-Marisa am Mi 24. Apr 2013, 13:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Transsexuell und nichts davon bemerkt

Post 5 im Thema

Beitrag von Becky »

Hi,
Kurz und knapp wie es bei mir war,
da kann ich Inga nur Zitieren, das war bei mir sehr ähnlich:
Ich habe jahrelang gelernt, wie ich mich anpasse und mich selbst dabei unterdrücke. Ich habe darunter gelitten. Doch bin ich jahrzehntelang nie auf die Idee gekommen, dass es in mir auch eine weibliche Seite geben könnte, die auch ab und an ausgelebt werden möchte. Da habe ich in all der anpasserei und dem Umgang mit der damit eingehenden Unzufriedenheit einfach nicht mehr auf mein inneres hören könnnen, dass da etwas anders ist als bei anderen Männern.
Geahnt habe ich es schon immer, nur wahrhaben konnte ich es nicht, und das hat mich Krank gemacht.

LG Becky
In der Rocky Horror Show gibt es ein Lied "Don't dream it, be it"
In diesem Motto steckt so viel Weisheit und womöglich auch der Schlüssel zum Glück?
ab08
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Re: Transsexuell und nichts davon bemerkt

Post 6 im Thema

Beitrag von ab08 »

Hallo zusammen,

ein Einblick in die Hintergründe, wie ich zu obigem Satz im ersten Beitrag kam:

Jugendliche, die ich unterrichte, unterscheiden sich bisweilen extrem z.B. bezüglich IQ. Für mich ist daher klar, dass jede Person in ihrer eigenen Welt lebt / ihre eigene Realtät hat.
Es gibt Menschen, die homosexuell sind, es aber selber nicht wissen, vielleicht nie realisieren werden.
So kann ich mir vorstellen, dass ein Leben auch für TS, ohne jedwedes CO möglich ist. Ich kann mir auch - verschiedenste Wege dazwischen - vorstellen.

Es gibt ausgezeichnete Fachkliniken für Psychiatrie. Beim Unterricht in der Kinder & Jugendpsychiatrie lernte und lerne ich viel. Persönlich verstehe ich Menschen als Ganzes (Psychosomatik).
So besteht für mich auch kein prinzipieller Unterschied zwischen körperlichen und psychischen Erkrankungen. Jeder Mensch muss mit den Stärken und Schwächen, mit denen er geboren wurde, zurechtkommen. Patentrezepte gibt es da eigentlich nicht, denn jeder Fall ist anders. Ich hatte bereits tausende Schüler / alle unterschieden sich / genau deshalb hab ich weiter Freude am Beruf / Dauernd lerne ich neue interessante verschiedene Menschen kennen. Jeder Weg ist verschieden.
Probleme gibt allerdings, wenn jemand glaubt, es anderen nachmachen zu müssen. Da die Menschen verschieden sind, kann das im Grunde nur schief gehen. Dies ist oft Ursache von Erkrankungen. In der Psychiatrie geht es oft darum, dem einzelnen Menschen zu helfen, dass er seinen eigenen, ganz individuellen, Weg findet...

Liebe Grüße
ab

P.S. Seit der Kindheit war es mir bewußt / In der Jugend begegnete ich Betroffenen / wollte mir aber nicht nachgeben, sondern ein seriöses Leben führen, was damals (1970) hier als TS nicht möglich war. / Wenn ich nicht schwer erkrankt wäre, hätte ich daher die Maskerade bis zu Pensionierung aufrecht erhalten. / Die Erkrankung erzwang das CO.
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Re: Transsexuell und nichts davon bemerkt

Post 7 im Thema

Beitrag von Katie »

Geahnt habe ich es schon immer, nur wahrhaben konnte ich es nicht, und das hat mich Krank gemacht.
Und Wahrhaben und Erlauben kann ich es bis heute nicht, zumindest vollständig. Die Rolle (als Mann) ausfüllen konnte, kann und muß ich noch heute sehr gut. Ich habe eine Verantwortung, die ich nicht einfach abgeben oder verdrängen kann. Also muss ich versuchen so weiter zu machen wie bisher, vielleicht etwas vom anders sein Ausleben, aber im Endeffekt das Leben weiter laufen zu lassen, wie es schon immer war. Es ging ja auch bisher.
Mir ist wenigstens etwas klarer geworden, was vielleicht nicht ganz stimmt, nur ist da auch immer der Zweifel, stimmt die neue Sichtweise wirklich, oder ist es nur ein weiteres fehlendes Puzelteil?
Sabrina Verena
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Re: Transsexuell und nichts davon bemerkt

Post 8 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Hallo!
Mal eine Frage von Jemand der zur Zeit nicht transident ist.
Ich habe hier im Forum und auch bei VIVA gelesen, dass der Übergang zwischen TV und TI fließend ist.
Das sich TI auch sekundär aus TV entwickeln kann.
Nun lese ich, dass man (pardon Frau) transident geboren wird.
Ist es nicht so, dass es eine primäre und eine sekundäre Transident gibt?
LG
Verena
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Julia65

Re: Transsexuell und nichts davon bemerkt

Post 9 im Thema

Beitrag von Julia65 »

Ja,
ich bin auch darüber gestolpert, dass es hiess: Man wird als Transident geboren. Bin ich nicht so ganz von überzeugt. Sicherlich mag es gewisse Vorbedingungen geben, die von Geburt an vorhanden sein müssen. Aber ob sich daraus wirklich eine Transidentiät entwickelt bleibt ungewiss. Die Menschen sind Individuen, so dürfte auch nahezu jede Transidentität individuell zu betrachten sein, auch wenn es viele Paralellen gibt.

Ich habe die primäre Transidentiät als eine solche verstanden, die quasi vom Beginn des Lebens an klar bestand, dem Menschen auch früh bewusst war und für grossen Leidensdruck sorgt.
Alle anderen Verlaufsformen, nämlich welche bei denen der Leidensdruck aus unterschiedlichen Gründen in den ersten Lebensjahren, oder gar Jahrzehnten, noch gering war, kann man als sekundäre TI einstufen.
Eine TI, die sich entwickelt, sagt ja nicht aus, ob sich eine von Geburt an bestehende TI "ausgebaut / ausgebildet" hat , oder ob sich eine Transvestitität oder ähnliches in eine TI entwickelt hat.
Ich denke (da Individuen), ist beides möglich.
Ob und wann man sich entschliesst, im anderen Geschlecht leben zu wollen, sollte man doch nicht davon abhängig machen wie man die eigene empfundene TI einschätzt, sondern ob man es einfach WILL.
LG
Julia
Julia65

Re: Transsexuell und nichts davon bemerkt

Post 10 im Thema

Beitrag von Julia65 »

Claudia hat geschrieben: Dazu nur eine kleine Erläuterung
Julia65 hat geschrieben:ich bin auch darüber gestolpert, dass es hiess: Man wird als Transident geboren.
Ob nun von Geburt an oder erst später, wir können uns nicht dazu entschließen transident zu werden, wir sind es oder sind es nicht.
Es ist keine Willensentscheidung.
Das hast du falsch verstanden. Es bedeutet ja keine Willkür, sondern lediglich, dass sich eine TI auch "entwickeln" kann, wo kurz nach der Geburt noch keine war. (möglicherweise braucht es aber gewisse genetische Vorraussetzung, damit sowas geschehen kann). Und die Entscheidung, ob man im anderen Geschlecht lebt, kann sehr wohl eine Willensentscheidung sein.
LG
Julia
Vincent
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Re: Transsexuell und nichts davon bemerkt

Post 11 im Thema

Beitrag von Vincent »

Hallo,
danke für die ausführlichen und aufschlussreichen Antworten.
Wenn ich das Geschriebene zusammenfasse komme ich zu einem Punkt, an dem eigentlich keine klare Definition von Transsexualität mehr übrig bleibt, auch keine klare Abgrenzung zu CDs, die irgendwie weiblich fühlen und eigentlich existiert auch kein klarer Übergang zu den "normalen" Menschen, die sich irgendwie ein bisschen wie das andere Geschlecht fühlen, das aber aufgrund der Sozialisation verwerfen.

TS würden sich demnach eigentlich nur darin zu CDs unterscheiden, dass sie sich als solche betrachten, dies anerkennen lassen und mitunter weitreichendere Schritte in die Richtung einer Änderung ihres Lebens und der Erscheinung gehen, als die meisten CDs.

Daraus, dass einem vieles erst im Laufe eines Lebens bewusst wird und man manche Dinge im Laufe der Zeit anders bewertet, könnte man schlussfolgern, dass fast jeder Crossdresser "gefährdet" ist, doch irgendwann zu erkennen, dass der gewählte Weg nicht richtig ist, oder nicht ausreicht.

Das würde die meist bei Partnern zumindest unterschwellig vorhandenen Befürchtungen, es könnte doch mehr als z.B. der Wunsch nach einem netten Kleid dahinterstecken, neue Nahrung geben, auch wenn aktuell keine weitergehenden Gedanken vorhanden sind.

Ihr habt mich etwas nachdenklich gemacht, vor allem im Bezug auf eine dauerhafte Beständigkeit des Selbstbildes.

LG
Vincent
LG

Vincent
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Re: Transsexuell und nichts davon bemerkt

Post 12 im Thema

Beitrag von triona »

Hier möchte ich mal etwas wiedergeben, was hier auch paßt:

Vor einigen Jahren häuften sich mal in einem gemischten T*-Forum ein paar Wochen oder Monate lang überdurchschnittlich die Berichte von Nutzern, die nach längerer Zeit von Schwankungen eine GAOP anstrebten oder gerade durchgeführt hatten. Darunter auch die eine oder andere, die das für sich in der Vergangenheit (als TV /TG) nicht geplant oder sogar mal mehr oder weniger wortreich und bestimmt abgelehnt hatte.

Eine andere Nutzerin, die schon länger mehr oder weniger als Dauer-TV lebte, äußerte daraufhin einigermaßen erschrocken:
"Oh mein Gott! Landen wir denn irgendwann einmal alle auf einem OP-Tisch?"


liebe grüße
triona
ab08
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Re: Transsexuell und nichts davon bemerkt

Post 13 im Thema

Beitrag von ab08 »

Hallo,

Anmerkung hierzu:
Für transsexuelle Menschen, wie für andere intersexuelle Menschen auch, ist die GAOP (+ weitere Operationen) keineswegs zwingend.
Ich kenne einige, die es nicht brauchen, nicht machen können oder sogar grundsätzlich ablehnen.
Trotz öffentlicher Meinung bzw. entsprechender Propaganda haben GAOP und Transsexualität im Grunde nichts miteinander zu tun.
GAOP oder nicht, das hängt von der psychischen und physischen Lage der Person, des einzelnen transsexuellen Menschen, ab.

Liebe Grüße
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Re: Transsexuell und nichts davon bemerkt

Post 14 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

ab08 hat geschrieben:Hallo,

Anmerkung hierzu:
Für transsexuelle Menschen, wie für andere intersexuelle Menschen auch, ist die GAOP (+ weitere Operationen) keineswegs zwingend.
Ich kenne einige, die es nicht brauchen, nicht machen können oder sogar grundsätzlich ablehnen.
Trotz öffentlicher Meinung bzw. entsprechender Propaganda haben GAOP und Transsexualität im Grunde nichts miteinander zu tun.
GAOP oder nicht, das hängt von der psychischen und physischen Lage der Person, des einzelnen transsexuellen Menschen, ab.

Liebe Grüße
ab
Hallo!
Dem kann ich nur zustimmen.
Leider muss ich in einem anderen Forum feststellen, das dort eine transidente Frau keine GaOP machen lassen will und deshalb von PostOp Transidenten defamiert wird.
Sie lebt in Östereich und ist offiziel als Frau anerkannt.
Leider lädt sie ihren Frust aber auch immer wieder in Postings hoch und macht sich damit auch nicht gerade beliebt.
LG
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Re: Transsexuell und nichts davon bemerkt

Post 15 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

ich zähle mich zu den "Spätentwicklern". Schon in der ersten Klasse stand im Zeugnis, dass ich zwar gut, aber viel zu langsam arbeite (smili)
Für mich war es lange Zeit nicht klar, dass mein Anderssein sich Wege bahnt, von denen ich vor etlichen Jahren noch nichts wusste.
So hätte ich, sagen wir mal vor 10 Jahren, noch nicht viel dazu sagen können. Aus heutiger Sicht könnte man mir u.U. Unehrlichkeit oder ein Verschweigen unterstellen; aber das ist bisher noch nicht vorgekommen.
Nachdem unsere Kinder nun erwachsen sind, haben wir persönliche Entwicklungsmöglichkeiten zurückerhalten. Wohin die Entwicklung bei mir geht/ging, habe ich in vielen Forenbeiträgen geschrieben.
Ich möchte/muss der Sache nicht vollkommen auf den Grund gehen, "was" ich nun bin. Ich habe mich ganz gut mit meinem "dazwischen" oder noch besser "in beiden Geschlechtern zuhause" arangiert. So strebe ich auch keine einschneidenden (smili) Veränderungen an.
Es ist nur die Frage, was gewesen wäre, wenn meine Entwicklung früher präsenter gewesen wäre...
... aber man muss ja nicht alles analysieren (smili)

Gruß
Anne-Mette
Antworten

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