Bringt Steine und Mörtel mit nach Berlin!
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Anne-Mette
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Bringt Steine und Mörtel mit nach Berlin!

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Sie wollen doch tatsächlich "die Mauer" kaputtmachen; jedenfalls soll der kleine Rest für einen Neubau noch einige Federn lassen.

Der RBB berichtet seit Tagen: "Protest an der East Side Gallery"
Abriss sorgt für Loch in der Mauer - Arbeiten gestoppt

http://www.rbb-online.de/nachrichten/ve ... otest.html

Da sollten wir vielleicht bei unserem Berlinbesuch ein paar Steine stiften )))(:


Aber die haben wohl eigentlich Schuld, sangen schon 1987: Die Mauer muss weg )):m

gabydwt
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Re: Bringt Steine und Mörtel mit nach Berlin!

Post 2 im Thema

Beitrag von gabydwt »

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Re: Bringt Steine und Mörtel mit nach Berlin!

Post 3 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Hallo!
Ich bin auch der Meinung, dass der Rest als Mahnmal erhalten und sogar wieder instand gesetzt werden sollte.
Wie sollen die nachwachsenden Generationen sonst einen Eindruck davon bekommen, was diese Mauer einmal bewirkt hatte?
Der Mensch ist ein visuelles Wesen, Worte allein reichen nicht und werden oft auch bewusst oder unbewusst falsch verstanden.
Liebe Grüße
Verena
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Re: Bringt Steine und Mörtel mit nach Berlin!

Post 4 im Thema

Beitrag von conny »

die mauer an der east side gallery ist ja sehr abwechslungsreich und interssant bemalt und kann/muß deshalb auch kunstwerk gelten.
zur erinnerung gibt es auch das mauermuseum an der bernauer str....
rena

Re: Bringt Steine und Mörtel mit nach Berlin!

Post 5 im Thema

Beitrag von rena »

eigntlich müsste es doch möglich sein es unter denkmalschutz stellen zu lassen ist ja schliesslich geschichtsträchtig
Sabrina Verena
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Re: Bringt Steine und Mörtel mit nach Berlin!

Post 6 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Hallo Rena!
Soweit mir das bekannt ist, beschränkt sich der Denkmalschutz nicht allein auf das Objekt (Teilstück der Mauer), sondern beinhaltet auch den Umgebungsschutz.
Andererseits hat der Denkmalschutz in den letzten Jahren auch deutlich an Biß verloren. Soll heißen er hat politisch, verwaltungstechnisch und finanziell an Einfluß verloren.
Nicht zu letzt, weil sich immer weniger Menschen für Denkmäler interessieren und es somit an ehrenhalber aktiven und zahlenden Mitgliedern fehlt.
Andereseits hat es Kürzungen bei staatliche Zuwendungen gegeben.
Steuergeldverteilung bei immer weniger Steuerzahlern macht es nicht leicht Gelder zu bewilligen. Außerdem muss ein öffentliches Interesse Vorliegen.
LG
Verena
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Re: Bringt Steine und Mörtel mit nach Berlin!

Post 7 im Thema

Beitrag von conny »

wie schon geschrieben, gibt es das mauermuseum an der bernauer str. und das ist die offizielle gedenkstätte.
die dortige mauer, an der auch die weiteren ehem. grenzschutzanlagen erhalten sind, befinden sich seit 2001 unter denkmalschutz!

an der east side gallery sind die voraussetzungen für ein mauerdenkmal im eigentlichen sinne sicher nicht erfüllt, aber trotztdem muß das entstandene kunstwerk natürlich erhalten bleiben. nicht umsonst ist der ort zu einem touristenmagneten geworden.
Zuletzt geändert von conny am Sa 2. Mär 2013, 21:48, insgesamt 1-mal geändert.
conny
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Re: Bringt Steine und Mörtel mit nach Berlin!

Post 8 im Thema

Beitrag von conny »

Sabrina Verena hat geschrieben: Andererseits hat der Denkmalschutz in den letzten Jahren auch deutlich an Biß verloren. Soll heißen er hat politisch, verwaltungstechnisch und finanziell an Einfluß verloren.
Nicht zu letzt, weil sich immer weniger Menschen für Denkmäler interessieren und es somit an ehrenhalber aktiven und zahlenden Mitgliedern fehlt.
Andereseits hat es Kürzungen bei staatliche Zuwendungen gegeben.
Steuergeldverteilung bei immer weniger Steuerzahlern macht es nicht leicht Gelder zu bewilligen. Außerdem muss ein öffentliches Interesse Vorliegen.
LG
Verena
hallo verena,
man kann deine aussagen letzlich nicht nachvollziehen, da der denkmalschutz ja aus vielen töpfen finanziert wird, u.a auch aus den etats der einzelnen gebietskörperschaften.
eine wesentliche finanzierungsquelle für denkmäler ist ja bekanntlich die stiftung denkmalschutz, zu deren einnahemequellen u.a. im wesentlichen die erträge aus den staatlichen lotterien gehören. in deren jahresbericht 2011 heißt es: Die Aufwendungen für die satzungsgemäße Projektförderung die denkmalpflegerische Bewusstseinsbildung sowie die Spendergewinnung betrugen 2011 insgesamt 23,4 Mio. Euro gegenüber 20,1 Mio. Euro
im Vorjahr. Für die Projektförderung an Denkmalen setzt die Stiftung 17,4 Mio. Euro ein, was einem Anstieg von 3,5 Mio. Euro bzw. von 25,5 Prozent gegenüber dem
Vorjahr entspricht.

woher hast du deine erkenntnisse?

lg
conny
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Antowrt: Bringt Steine und Mörtel mit nach Berlin!

Post 9 im Thema

Beitrag von SusiS »

Die Reste der Mauer zwischen (West) BRD <bzw. Berlin (West)> und der ehemaligen DDR sollten erhalten bleiben. Wie auch die erhalten gebliebenen Spuren von Römerstraßen (sowohl der betroffene Teil noch als Weg benutzt als auch ungenutzt), Spuren vom Limes (Grenzanlage von Römischen Reich, Keltengräber usw. Da diese Teil Zeugnis der Geschichte abgeben.
Ich bin der Meinung das man gewisse Spuren der Geschichte benötigt, um auch Anreiz zu bitten von der Geschichte zu lernen. So last sich, manches besser die kulturellen Begebenheiten erklären.
Vermutlich ist diese Mauer schon hinreichender Größe abgerissen, so das genügent Durchgang vorhanden ist.
Vermutlich ist diese Mauer schon hinreichender Größe abgerissen, so das genügend Durchgänge (was sie ja verhindern sollte.) vorhanden sind.

SusiS
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Re: Bringt Steine und Mörtel mit nach Berlin!

Post 10 im Thema

Beitrag von conny »

conny hat geschrieben:
Sabrina Verena hat geschrieben: Andererseits hat der Denkmalschutz in den letzten Jahren auch deutlich an Biß verloren. Soll heißen er hat politisch, verwaltungstechnisch und finanziell an Einfluß verloren.
Nicht zu letzt, weil sich immer weniger Menschen für Denkmäler interessieren und es somit an ehrenhalber aktiven und zahlenden Mitgliedern fehlt.
Andereseits hat es Kürzungen bei staatliche Zuwendungen gegeben.
Steuergeldverteilung bei immer weniger Steuerzahlern macht es nicht leicht Gelder zu bewilligen. Außerdem muss ein öffentliches Interesse Vorliegen.
LG
Verena
hallo verena,
man kann deine aussagen letzlich nicht nachvollziehen, da der denkmalschutz ja aus vielen töpfen finanziert wird, u.a auch aus den etats der einzelnen gebietskörperschaften.
eine wesentliche finanzierungsquelle für denkmäler ist ja bekanntlich die stiftung denkmalschutz, zu deren einnahemequellen u.a. im wesentlichen die erträge aus den staatlichen lotterien gehören. in deren jahresbericht 2011 heißt es: Die Aufwendungen für die satzungsgemäße Projektförderung die denkmalpflegerische Bewusstseinsbildung sowie die Spendergewinnung betrugen 2011 insgesamt 23,4 Mio. Euro gegenüber 20,1 Mio. Euro
im Vorjahr. Für die Projektförderung an Denkmalen setzt die Stiftung 17,4 Mio. Euro ein, was einem Anstieg von 3,5 Mio. Euro bzw. von 25,5 Prozent gegenüber dem
Vorjahr entspricht.

woher hast du deine erkenntnisse?

lg
conny
hallo verena,
ich will nur nochmal höflich nachfragen, weil mich das thema interessiert.

lg
conny
Lina
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Re: Bringt Steine und Mörtel mit nach Berlin!

Post 11 im Thema

Beitrag von Lina »

"Die Mauer muss weg-weg-weg!!!"

Kann nicht jemand mal das wunderbare Musikstück in Hebräisch covern? Vielleicht sind Israelis auch lernfähig.
Inga
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Re: Bringt Steine und Mörtel mit nach Berlin!

Post 12 im Thema

Beitrag von Inga »

Hallo, miteinander,

Ich konnte es schon 1989 und 1990 nicht begreifen, warum so viele Berliner in solch Windeseile so viel Mauer habenb spurlos verschwinden lassen - so als wollten sie ein Stück schwierige Geschichte verdrängen, weil es ihnen persönlich unangenehm war. Wer weiß denn schon, wo am Reichstag und heutigen Bundestag die Mauer verlaufen ist? Und wie sie aussah? (Wer von den heutigen politikern würde das auch gerne jeden Tag vor augen haben wollen?! )

Ja, an der Bernauer Strasse ist ein Stück Mauer erhalten geblieben und erst nach Jahrzehnten schweren Kampfes gegen Stadtentwicklung und großer Politik zur offiziellen Gedenkstätte mutiert. Erinnern wir uns, manche wollten dort 1990 eine Stadtautobahn bauen! Und eigentlich nur deswegen, weil an so vielen anderen Stellen die Mauer (fast) spurlos ganz schnell vernichtet bzw. durch Umbauten bis zur Unkenntlichkeit verändert wurde. Da ist m. E. viel von der amnbivalenz des Lebens im schatten der deutsch-deutschen Teilung verloren gegangen bzw. vernichtet worden.

Ich könnte mich damit trösten, dass ih meinen Teil beigetragen habe, dass wenigstens ein bisschen Mauer erhalten geblieben ist (und vom Zahn der Zeit benagt unterdessen "restauriert" worden ist, damit wenigstens etwas Anschauungsmaterial von der deutsch-deutschen Teilung erhalten geblieben ist. ) aber im Nachhinein macht es mich traurig und wütend, wie sehr man in Berlin die Spuren der Teilung vernichtet hat.

Einiges können wir uns ja im Mai vor Ort in Augenschein nehmen.

Liebe Grüße
Inga
conny
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Re: Bringt Steine und Mörtel mit nach Berlin!

Post 13 im Thema

Beitrag von conny »

dass 89 und 90 die berliner die verhasste mauer weg haben wollten ist doch nur zu verständlich. man wollte das trennende vergessen machen und das ist auch gut so, obwohl in manchen köpfen die mauer leider immer noch vorhanden ist. wer sich für die geschichte der teilung interessiert, kann den mauerverlauf u.a. anhand einer pflastersteinreihe, die den ehemaligen grenzverlauf in ganz berlin markiert, nachvollziehen. die von dir beschriebene ambivalenz des lebens während der teilung ist anhand von mauerstücken ohnehin nicht mehr erlebbar.

lg
conny
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Re: Bringt Steine und Mörtel mit nach Berlin!

Post 14 im Thema

Beitrag von Inga »

Hallo, Conny,

dass viele 1989 und 1990 die verhasste Mauer vergessen wollten, konhte ich vor 20 Jahren und kann ich heutzutage durchaus verstehen. Ich habe mich damals auch riesig gefreut, dass dies Objekt überflüssig wurde und finde es trotz aller Probleme, die die Vereinigung mit sich gebracht hat, ohne ernst zu nehmende Alternative. Dass damit nicht alle Mauern in den Köpfen verflogen sind, ist mir durchaus klar.

Doch ist die Vernichtung eines solchen überflüssig gewordenen Objekts wie der Mauer halt auch ein Smbol für das Verdrängen von einer Vergangenheit, die einem aufgrund der Ereignisse unangenehm geworden ist. Der Kupferstrich im Pflaster für die "Verwaltungsgrenze zwischen dem Ostsektor und Westsektoren im damaligen Berlin" ist da nur ein kleines Zeichen für den Verlauf des damaligen Bauwerks mit dem immer stärker perfektionierten breiten Todesstreifen. Die Gedenkstätte in der Bernauer Strasse gibt da trotz ohrer Größe nur bescheidene Anregungen an das Vorstellungsvermögen der Besucher und eben nur an einer Position in Berlin. Die Teilung durch die Mauer sah an vielen stellen sehr unterschiedlich aus.

Das schreibe ich als jemand, der jahrzehntelang im westlichen Schatten der Mauer gelebt hat und damals die Privilegien der Wessies durchaus genutzt hat, über diese schwer bewachte Grenze regelmäßig in die DDR einzureisen und Kontakte über die Mauer hinweg zu pflegen.

Ich erlebe es immer wieder, wie die restlichen Mauerteile in der Art wie sie noch vorhanden sind, Anstöße geworden sind, zum Nachdenken, zum Erinnern, zum Nachforschen. Darum sollten meiner Meinung nach möglichst alles von dem, was in den vergangenen Jahrzehnten bewahrt worden ist, auch erhalten und gepflegt werden.

Da begrüße ich es, dass den neusten Nachrichten zufolge über den Teilabriss von der East Side Gallery noch einmal nachgedacht wird.

Liebe Grüße
Inga
Sabrina Verena
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Re: Bringt Steine und Mörtel mit nach Berlin!

Post 15 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

conny hat geschrieben:
hallo verena,
ich will nur nochmal höflich nachfragen, weil mich das thema interessiert.

lg
conny
Hallo Conny!
Bei meiner Darlegung hatte ich konkret die Finanzierung des unter Denkmalschutz stehenden Hochdorfergartens in Tating vor Augen.
Neben der Richardsen- Bruchwitz Stiftung sind es das Landes Denkmalamt Schleswig- Holstein, der Kreis Nordfriesland und die Gemeinde Tating, welche die Finanzierung übernehmen.

Zum Umgebungsschutz nehme ich meine Kenntnisse aus den Erfahrungen bezüglich der Diskussion um die Nutzung der Windenergie.
So müssen zu Denkmälern größere Abstände eingehalten werden als zu herkömmlichen Gebäuden.
Aber auch die Gestaltung der näheren Umgebung des Denkmales richtet sich nach Vorgaben der Denkmalschutzbehörden.
Liebe Grüße
Verena
Zuletzt geändert von Sabrina Verena am Di 5. Mär 2013, 16:56, insgesamt 1-mal geändert.
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