Geboren als Frau, glücklich als Mann
Geboren als Frau, glücklich als Mann

zu den Themen Crossdressing, Transgender, Transident...
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exuser-12-02-2013-2

Re: Geboren als Frau, glücklich als Mann

Post 1 im Thema

Beitrag von exuser-12-02-2013-2 »

darialena hat geschrieben:Ich habe hier im Forum auch schon zwei FzM- (Frau-zu-Mann) Transsexuelle erleben dürfen. Die haben es meinem Eindruck nach noch schwerer, als ein MzF-TS. Erstens weil sie so selten sind und zweitens, weil das gemeine Volk hinter der Transistion einer Frau zu einem Mann so überhaupt keine sexuellen Motive vermuten kann und das Ganze damit nicht in das übliche Perversen-Schema paßt.
Letzteres ist doch kein Nachteil. Es ist doch schlimmer, wenn man als Perverser dargestellt wird, oder nicht?

Ich finde, dass es FzM-TS leichter haben, da ja Frauen ohnehin gerne mal "männliche Jeans" oder "männliche Schuhe" anziehen können, ohne schief angeguckt zu werden. Sie können esntscheiden, ob sie Strumpfhosen tragen oder nicht.. oder ob sie Nagellack tragen oder nicht.. Das können wir imGrunde auch, aber nicht, ohne aufzufallen.

Frauen haben es leichter. Das sieht man auch bei Lesben im Leistungssport, bei denen man sowieso schon vor ihrem Coming Out annimmt, dass das Lesben sind.
ab08
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Re: Geboren als Frau, glücklich als Mann

Post 2 im Thema

Beitrag von ab08 »

darialena hat geschrieben: Die haben es meinem Eindruck nach noch schwerer, als ein MzF-TS. Erstens weil sie so selten sind...
Liebe darialena,

herzlichen Dank für Deinen Beitrag. (flo)

Aber hier hab ich doch eine kleine Anmerkung. Natürlich fallen FzM-TS weniger auf, natürlich ist haben sie es auch nicht einfach.
Aber warum sollte FzM-TS in der Natur seltener auftreten...? :roll:
Über Zahlen kann man natürlich streiten, manches passt in manchen Gesellschaftssystemen nicht ins Bild und wird dann ausgeblendet bzw. geheim gehalten.
Seit es uns auf dem Planeten gibt, änderte sich die Häufigkeit von Hermaphroditen, anderen Formen der Intersexualität und bei MzF-TS wie FzM-TS wahrscheinlich kaum...
Da wir TS-Frauen oft bei SHG-Stammtischen deutlich in der Minderheit waren und aus Erfahrungen im Beruf scheint mir hier eher 50:50 zu gelten.

Allerdings genauso hast Du das wahrscheinlich gemeint und Deine Bemerkung bezog sich auf die Sichtbarkeit von T-Männern in der Öffentlichkeit.
Bei fast allen T-Männern, die ich kenne, käme niemand auf den Gedanken, dass sie keine Cis-Männer sind.

Liebe Grüße, )))(:
übrigens ein toller, ausgewogener Zeitungsartikel
ab
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exuser-12-02-2013-2

Re: Geboren als Frau, glücklich als Mann

Post 3 im Thema

Beitrag von exuser-12-02-2013-2 »

ab08 hat geschrieben:Aber hier hab ich doch eine kleine Anmerkung. Natürlich fallen FzM-TS weniger auf, natürlich ist haben sie es auch nicht einfach.
Aber warum sollte FzM-TS in der Natur seltener auftreten...? :roll:

Da wir TS-Frauen oft bei SHG-Stammtischen deutlich in der Minderheit waren und aus Erfahrungen im Beruf scheint mir hier eher 50:50 zu gelten.
Nein. Ich habe gelesen, dass Transmänner seltener sind als Transfrauen. Dasselbe mit der Homosexualität:

Es gibt mehr Schwule als Lesben.

Wieso muss außerdem immer alles politisch korrekt 50:50 sein?
ab08
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Re: Geboren als Frau, glücklich als Mann

Post 4 im Thema

Beitrag von ab08 »

hinundwieder hat geschrieben:Wieso muss außerdem immer alles politisch korrekt 50:50 sein?
Irgendwo steht immer auch was anderes, das ist mir nicht neu.

Hier handelt es sich aber um spezielle Formen der Intersexualität, also um ein Problem aus dem biologischen Bereich.
Es hat also nichts mit "political correctness" zu tun, sondern als Naturwissenschaftlerin gehe ich bei einer Arbeitshypothese zunächst von einer Gleichverteilung aus.
Wenn ich exakte Daten (mit sauberer Quellenangabe!!!) hätte, würde ich mich gern überzeugen lassen.

Liebe Grüße, nix für ungut
ab

P.S. Aufgrund diverser Stipendien (+Prüfungen) konnte ich in den 70ern bequem studieren und fertigte die wissenschaftliche Abschlussarbeit wirklich allein an, :lol: was einfach beweisbar ist: Meine Arbeit bestand in der Korrektur einer wichtigen, aber in Teilen fehlerhaften, Originalarbeit zum Raumproblem (vgl. Helmholtz-Lie-Hilbert-Kolmogoroff-Tits-Freudenthal). Mit Hilfe selbst entwickelter Lemmata stellte ich Teile richtig. - Ich wurde später ja auch Lehrerin... :wink: Durch nachgewiesene Fakten lasse mich selber auch heute noch gern korrigieren.

- Schwule und Lesben, da geht es um sexuelle Orientierung. (In dem Fall scheint es mir die Aussage teilweise plausibel, wenn hier das gesellschaftliche Erscheinungsbild betrachtet wird. )
Auch hier ist die Frage, ob wir von der Veranlagung sprechen oder vom gesellschaftlichen Erscheinungsbild. Menschen verdrängen viel und gestehen sich Veranlagungen oft selber nicht ein. Auch hier würde ich ohne eindeutige statistische Beweise (nicht aus 'Befragungen', sondern aus der Hirnforschung!!) von 50 :50 bei der Veranlagung (!) ausgehen.
Wir leben in einer patriarchalischen Gesellschaft, da fallen Lesben weniger auf... - Auch Lesben können mit Männern verheiratet sein. - Trotz IS / T-Frau zeugte ich ja auch Kinder.

Nachtrag:
Dass irgendwo was steht, sagt gar nix. Schüler antworten oft, nachdem ihnen ein klarer mathematischer Beweis vorgeführt wurde - "Aber mein Taschenrechner zeigt doch was anderes an."
oder in Physik, "Aber in der Zeitung stand doch..." Sogar Lehrbücher enthalten manchen Fehler.
Wir gewinnen nur Erkenntnisse, indem wir prüfen, Fakten sammeln, wieder prüfen und Ergebnisse immer wieder anzweifeln und weitere Fakten suchen. Das mache ich seit der Jugend.
Ich freue mich, wenn ich kritisiert und meine Aussagen angezweifelt werden. Nur... es sollte nicht nur gesagt, sondern auch begründet werden, sonst kann ich leider nix damit anfangen.
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exuser-12-02-2013-2

Re: Geboren als Frau, glücklich als Mann

Post 5 im Thema

Beitrag von exuser-12-02-2013-2 »

ab08 hat geschrieben:Es hat also nichts mit "political correctness" zu tun, sondern als Naturwissenschaftlerin gehe ich bei einer Arbeitshypothese zunächst von einer Gleichverteilung aus.
Du darfst, wenn du es nicht weißt, nicht einmal von 50:50 ausgehen. Ist genauso falsch wie 20:80 oder sonst was.
ab08
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Re: Geboren als Frau, glücklich als Mann

Post 6 im Thema

Beitrag von ab08 »

hinundwieder hat geschrieben:
ab08 hat geschrieben:Es hat also nichts mit "political correctness" zu tun, sondern als Naturwissenschaftlerin gehe ich bei einer Arbeitshypothese zunächst von einer Gleichverteilung aus.
Du darfst, wenn du es nicht weißt, nicht einmal von 50:50 ausgehen. Ist genauso falsch wie 20:80 oder sonst was.
Doch ich darf das, denn genauso ist es korrekt! Deswegen heißt es ja Arbeitshypothese, an der halte ich fest, bis weitere Fakten vorliegen.
Das Verhältnis von Männlein und Weiblein in der Menschheit beträgt ja auch circa 50:50, das ist bekannt, und stützt obige Vermutung.
Bemerkung an Rande (oben machte ich eine Bemerkung zu meiner wissenschaftlichen Vorbildung),
trotz allem würde ich mich hüten, jemand vorschreiben zu wollen, was er/sie denken darf und was nicht... :wink:

Liebe Grüße
ab


P.S. Macht nix, als IS-Frau bin gewöhnt, dass andere genau über mich Bescheid wissen, und über mich bestimmen wollen.
Daher beschäftigte ich mich ja Jahrzehnte mit Mathematik und Naturwissenschaften. Da gibt es Möglichkeiten, Vorurteile auf mittlere Sicht zu entlarven, wenn man sich an Regeln hält...

Nachtrag:
Das Problem ist, dass ,aufgrund von politischen und religiösen Zwängen, die Forschung im Bereich IS/TS und Lesben/Schwule lange behindert wurde. Daher ist die Datenlage noch recht schlecht. Zumindest NÄ/PÄ sollten längere Zeit statistisch erfasst werden. Bei GA-Ops besteht das Problem, dass hier MzF und FzM technisch sicher nicht gleichwertig sind. Das Risiko ist verschieden. Zudem ist ja noch nicht einmal korrekt erfasst, welcher Prozentsatz von IS/TS überhaupt die Op anstrebt. Trotzdem..., auch wenn immer wieder versucht wird, Wissenschaft auszubremsen - auf lange Sicht setzen sich Erkenntnisse durch (vgl. Galilei)
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exuser-12-02-2013-2

Re: Geboren als Frau, glücklich als Mann

Post 7 im Thema

Beitrag von exuser-12-02-2013-2 »

ab08 hat geschrieben:Doch ich darf das, denn genauso ist es korrekt! Deswegen heißt es ja Arbeitshypothese, an der halte ich fest, bis weitere Fakten vorliegen.
Finde ich nicht korrekt!
ab08 hat geschrieben:Das Verhältnis von Männlein und Weiblein in der Menschheit beträgt ja auch circa 50:50, das ist bekannt, und stützt obige Vermutung.
Das ist jetzt aber ein ziemlich weit hergeholter Vergleich. :roll:
ab08 hat geschrieben:trotz allem würde ich mich hüten, jemand vorschreiben zu wollen, was er/sie denken darf und was nicht... :wink:
Kannst dich gerne hüten. Habe nichts dagegen. :)
exuser-12-02-2013-2

Re: Geboren als Frau, glücklich als Mann

Post 8 im Thema

Beitrag von exuser-12-02-2013-2 »

Mona Schwindt hat geschrieben:Was soll dieser Satz aussagen?
Dass du nervst. :)
exuser-12-02-2013-2

Re: Geboren als Frau, glücklich als Mann

Post 9 im Thema

Beitrag von exuser-12-02-2013-2 »

Mona Schwindt hat geschrieben:Wäre es nicht korrekter

wenn du schreibst: dass du dich genervt fühlst.?
Nein, denn in der Medizin bin ich auch der Meinung, dass der Ursprung wichtiger ist als die Symptome.
exuser-12-02-2013-2

Re: Geboren als Frau, glücklich als Mann

Post 10 im Thema

Beitrag von exuser-12-02-2013-2 »

Mona Schwindt hat geschrieben:Es ist doch deine Interpretation einer Aussage, die so "nervig" bei dir ankommt.
Oder hat die Schreibende mitgeteilt, ich will nerven.
Mit deinen teilweise absichtlichen Provokationen bist du die Wurzel. Aber keine Sorge, du bist nicht die einzige. Da wäre dann ja zum Beispiel noch die mit der "Tüte Chips" zum Beispiel.
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