Wo stehe ich - wo will ich hin?
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Anne-Mette
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Wo stehe ich - wo will ich hin?
Das weiß ich noch nicht, aber auf alle Fälle macht es mich froh, dass ich mich immer weiter fortbewege.
Wie kam es?
Ich lerne immer mehr hinzu - und so habe ich gelernt, dass es sich nicht lohnt, sich nach dem Winde zu richten. Viele Jahre habe ich mich so verhalten, wie ich glaubte, dass man es von mir erwarten würde, also Nachbarn, Bekannte usw. Bei Freunden war es etwas anderes.
Schon lange hatte ich das Gefühl, auch eine weibliche Ader zu haben. Zeitweilig war dieses Gefühl verborgen, zeitweilig war es deutlicher.
Meine männliche Bekleidung war "billich und bequem", auf modische Kleidung legte ich keinen Wert. Interessant fand ich allerdings in letzter Zeit immer deutlicher, was es so an Anziehsachen für Frauen gibt. Da ich mir schon seit Jahren die Finger- und Fußnägel anmale, was mir großen Spaß macht und selten merkwürdige Reaktionen hervorruft, wollte ich auch mal den Schritt wagen, wie sich weibliche Kleidung "von innen" anfühlt, also wenn man sie selbst trägt.
Und ich muss sagen, dass es mich in einem nie vermuteten Maße begeistert. Selbst das Aussuchen - der Kauf einer Jeans dauert jedoch bei mir in der Regel nie länger als 5 Minuten - freut und entspannt mich.
Endlich kann ich die Frauen verstehen, die vor den Kleiderständern stehen, schauen, fühlen, taxieren - vielleicht probieren. Ich hätte es vor einigen Monaten noch nicht vermutet, aber es begeistert mich. Habe ich bei der Strumpfhose, die ich zuerst kaufte, noch den Kälteschutz beim Motorradfahren im Sinn gehabt, so würde ich heute beim Kaufen eines Rockes sagen "weil es Spaß macht uns sich gut anfühlt".
Gelesen habe ich auch einiges, teils im Internet, teils habe ich mir Bücher ausgeliehen (Büchereien sind toll und bestellen fast alles). Da habe ich dann auch das Buch von Charlotte von Mahlsdorf erhalten. Teils fand ich mich dort wieder - teils sagte mir das überhaupt nichts.
Meine Umwelt nimmt mein Tun bisher gelassen hin. Im Augenblick stehe ich auf dem Stand, dass ich häufiger mal gerne Frauenkleidung anziehe - Finger- und Fußnägel anmalen sowieso. Mehr will ich im Moment nicht, d.h. ich werde mein Lebensumfeld (Familie) nach Möglichkeit so erhalten. Aber als Vater von Kindern, die sich auch nach eigenen Ideen kleiden, nehme ich wohl keine Sonderrolle ein.
Gruß
CPG
Wie kam es?
Ich lerne immer mehr hinzu - und so habe ich gelernt, dass es sich nicht lohnt, sich nach dem Winde zu richten. Viele Jahre habe ich mich so verhalten, wie ich glaubte, dass man es von mir erwarten würde, also Nachbarn, Bekannte usw. Bei Freunden war es etwas anderes.
Schon lange hatte ich das Gefühl, auch eine weibliche Ader zu haben. Zeitweilig war dieses Gefühl verborgen, zeitweilig war es deutlicher.
Meine männliche Bekleidung war "billich und bequem", auf modische Kleidung legte ich keinen Wert. Interessant fand ich allerdings in letzter Zeit immer deutlicher, was es so an Anziehsachen für Frauen gibt. Da ich mir schon seit Jahren die Finger- und Fußnägel anmale, was mir großen Spaß macht und selten merkwürdige Reaktionen hervorruft, wollte ich auch mal den Schritt wagen, wie sich weibliche Kleidung "von innen" anfühlt, also wenn man sie selbst trägt.
Und ich muss sagen, dass es mich in einem nie vermuteten Maße begeistert. Selbst das Aussuchen - der Kauf einer Jeans dauert jedoch bei mir in der Regel nie länger als 5 Minuten - freut und entspannt mich.
Endlich kann ich die Frauen verstehen, die vor den Kleiderständern stehen, schauen, fühlen, taxieren - vielleicht probieren. Ich hätte es vor einigen Monaten noch nicht vermutet, aber es begeistert mich. Habe ich bei der Strumpfhose, die ich zuerst kaufte, noch den Kälteschutz beim Motorradfahren im Sinn gehabt, so würde ich heute beim Kaufen eines Rockes sagen "weil es Spaß macht uns sich gut anfühlt".
Gelesen habe ich auch einiges, teils im Internet, teils habe ich mir Bücher ausgeliehen (Büchereien sind toll und bestellen fast alles). Da habe ich dann auch das Buch von Charlotte von Mahlsdorf erhalten. Teils fand ich mich dort wieder - teils sagte mir das überhaupt nichts.
Meine Umwelt nimmt mein Tun bisher gelassen hin. Im Augenblick stehe ich auf dem Stand, dass ich häufiger mal gerne Frauenkleidung anziehe - Finger- und Fußnägel anmalen sowieso. Mehr will ich im Moment nicht, d.h. ich werde mein Lebensumfeld (Familie) nach Möglichkeit so erhalten. Aber als Vater von Kindern, die sich auch nach eigenen Ideen kleiden, nehme ich wohl keine Sonderrolle ein.
Gruß
CPG
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paule
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Re: Wo stehe ich - wo will ich hin?
N'Abend,
das sehe ich ähnlich, bei mir ist es ein Gefühl von treiben lassen, viel lesen, sich mit möglichst vielen Leuten austauschen.
Schönes Wochenende
Paul
das sehe ich ähnlich, bei mir ist es ein Gefühl von treiben lassen, viel lesen, sich mit möglichst vielen Leuten austauschen.
Schönes Wochenende
Paul
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Kerstin
Re: Wo stehe ich - wo will ich hin?
Wo ich hin will, weiß ich gar nicht. Und wo ich stehe, halte ich eigentlich geheim. Es ist auch das erste mal für mich, dass ich in einem Forum darüber schreibe. Was die Kleidung betrifft und die Zeit des Aussuchens, brauche ich bei Frauenkleider aber deutlich länger. Da kommt es mir schon darauf an dass es schön aussieht. In meiner männlichen Rolle auchte ich hindessen kauf auf das Äußere. Keine Ahnung ob das normal ist oder nicht. 
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Anne-Mette
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Re: Wo stehe ich - wo will ich hin?
Hallo,
Was ist schon normal?
Ich will viel mehr entscheiden, was für mich normal ist. Wer soll die Messlatte anlegen und es einem sagen?
Das kann man wohl nur für sich selbst regeln. Deshalb möchte ich mich gern mit anderen austauschen; ich finde wichtig, mit Gedanken und Gefühlen nicht allein zu sein.
Gruß
CPG
Was ist schon normal?
Ich will viel mehr entscheiden, was für mich normal ist. Wer soll die Messlatte anlegen und es einem sagen?
Das kann man wohl nur für sich selbst regeln. Deshalb möchte ich mich gern mit anderen austauschen; ich finde wichtig, mit Gedanken und Gefühlen nicht allein zu sein.
Gruß
CPG
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Kerstin
Re: Wo stehe ich - wo will ich hin?
Da hast Du vollkommen Recht. Man denkt viel zuviel in Schubladen wie "normal" und "unnormal". Eigentlich ist jeder normal, auf seine ganz eigene Art. Die Gesellschaft macht es einen aber schwer. Es wird wohl noch eine ganze weile dauern bis wir hier allgemein anerkannt werden, also nicht mehr belächelt oder gar verurteilt werden. Sorry wegen dem "wir", hier sind ja auch "andere" Leute.
Und da ich von natür aus sehr schüchtern bin, kann ich mich öffentlich nicht dazu bekennen. Eben nur anonym oder eben zu Hause. Aber das kann sich ja auch noch ändern.
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martina
Re: Wo stehe ich - wo will ich hin?
hallo,
was ist schon normal? was ist unnormal? was ist richtig oder falsch? und dann: was interessieren mich eigentlich antworten auf diese fragen? ist nicht vielmehr die entscheidende frage: wie fühle ich mich wohl? was kann ich tun, um mich wohlzufühlen?
ich tausche mich gern mit anderen aus, mag es, andere gedanken und gefühle aufzunehmen. aber es hängt auch vom umfeld ab, von den mitmenschen. sind sie auch bereit, andere gedanken und gefühle anzuerkennen? oder sind sie von ihrer eigenen meinung überzeugt und lassen nichts anderes zu? oder wollen sie missionieren? oder therapieren? ich will mich nicht auf irgendwas fremdes zubewegen, ich will aus meinem inneren schöpfen. meine eigene seele erscheint mir wie eine bergwelt. ich schaue in die landschaft, bewege mich hundert meter weiter, und die perspektive ist wieder eine ganz andere.
ich mag es sehr, mich als frau zurecht zu machen. am körper bin ich selbstverständlich rasiert. ich mag strumpfhosen, ob nylon oder baumwolle, mag strümpfe, ob halterlose oder mit strapsen. ich finde das verspielte an slips, strings und bhs so schön. ich trage gern röcke und mag den blick auf meine nylonbestrumpften beine. ich zieh gern blusen an, weil sie auch weniger langweilig in form und farbe sind als männerhemden. allerdings verbietet mir meine körpergrösse das tragen von highheels. aber pumps mit niedrigen absätzen machen sich auch gut. meine fussnägel sind lackiert, manchmal lackiere ich mir auch gern die fingernägel. im gesicht trage ich lidschatten auf, eine grundierung meinem teint entsprechend, ein klein wenig wangenrouge und eine dünne schicht lippenstift mit lipgloss, was dann einen schönen glanz gibt, an dem ich mich auch selbst beim blick in den spiegel erfreue. ich trage auch gern eine halskette und armring. vielleicht lasse ich mir auch mal irgendwann löcher in die ohren stechen. zum schluss setze ich meine perücke auf. da werde ich mir aber noch andere beschaffen, weil sie nicht so ganz meinem geschmack entspricht. und fertig bin ich als frau. ich fühl mich so ungeheuer wohl
in dieser form hab ich es bisher noch nicht gewagt, mal nach draussen zu gehen. damenunterwäsche und strumpfhosen, darüber männerkleidung ist kein problem. ich weiss auch nicht wirklich, ob ich so ganz als frau mal nach draussen möchte. ich glaube schon, dass es mich reizen könnte.
liebe grüsse
martina
was ist schon normal? was ist unnormal? was ist richtig oder falsch? und dann: was interessieren mich eigentlich antworten auf diese fragen? ist nicht vielmehr die entscheidende frage: wie fühle ich mich wohl? was kann ich tun, um mich wohlzufühlen?
ich tausche mich gern mit anderen aus, mag es, andere gedanken und gefühle aufzunehmen. aber es hängt auch vom umfeld ab, von den mitmenschen. sind sie auch bereit, andere gedanken und gefühle anzuerkennen? oder sind sie von ihrer eigenen meinung überzeugt und lassen nichts anderes zu? oder wollen sie missionieren? oder therapieren? ich will mich nicht auf irgendwas fremdes zubewegen, ich will aus meinem inneren schöpfen. meine eigene seele erscheint mir wie eine bergwelt. ich schaue in die landschaft, bewege mich hundert meter weiter, und die perspektive ist wieder eine ganz andere.
ich mag es sehr, mich als frau zurecht zu machen. am körper bin ich selbstverständlich rasiert. ich mag strumpfhosen, ob nylon oder baumwolle, mag strümpfe, ob halterlose oder mit strapsen. ich finde das verspielte an slips, strings und bhs so schön. ich trage gern röcke und mag den blick auf meine nylonbestrumpften beine. ich zieh gern blusen an, weil sie auch weniger langweilig in form und farbe sind als männerhemden. allerdings verbietet mir meine körpergrösse das tragen von highheels. aber pumps mit niedrigen absätzen machen sich auch gut. meine fussnägel sind lackiert, manchmal lackiere ich mir auch gern die fingernägel. im gesicht trage ich lidschatten auf, eine grundierung meinem teint entsprechend, ein klein wenig wangenrouge und eine dünne schicht lippenstift mit lipgloss, was dann einen schönen glanz gibt, an dem ich mich auch selbst beim blick in den spiegel erfreue. ich trage auch gern eine halskette und armring. vielleicht lasse ich mir auch mal irgendwann löcher in die ohren stechen. zum schluss setze ich meine perücke auf. da werde ich mir aber noch andere beschaffen, weil sie nicht so ganz meinem geschmack entspricht. und fertig bin ich als frau. ich fühl mich so ungeheuer wohl
in dieser form hab ich es bisher noch nicht gewagt, mal nach draussen zu gehen. damenunterwäsche und strumpfhosen, darüber männerkleidung ist kein problem. ich weiss auch nicht wirklich, ob ich so ganz als frau mal nach draussen möchte. ich glaube schon, dass es mich reizen könnte.
liebe grüsse
martina
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vicky
Re: Wo stehe ich - wo will ich hin?
hallo martina,
genau diesen letzten schrittt solltest du unbedingt wagen! habe da schon selbst erfahrungen gesammelt - es ist einfach toll, mal raus zu gehen. von mal zu mal wird man dann auch mutiger.
genau diesen letzten schrittt solltest du unbedingt wagen! habe da schon selbst erfahrungen gesammelt - es ist einfach toll, mal raus zu gehen. von mal zu mal wird man dann auch mutiger.
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Anne-Mette
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Re: Wo stehe ich - wo will ich hin?
Guten Morgen,
hier bei uns in der Nähe soll eine Gruppe für "Transidenten" entstehen. Es haben sich sehr sehr wenige Betroffene gemeldet.
Ich habe mich da etwas eingemischt und empfohlen, den Interessentenkreis etwas weiter zu fassen, also auch Transgender, Crossdresser usw. anzusprechen; denn ich bin der Meinung, dass viele gemeinsame Erfahrungen diskutiert werden können, auch wenn ich als Crossdresser nicht diesen Leidensdruck habe, den Menschen haben, die nun wirklich im falschen Geschlecht leben.
Wie sehen die anderen Forums-Teilnehmer das?
Lieber gemeinsam - oder gibt es da Berührungsängste?
Oder sind das völlig unterschiedliche Gruppen, die man nicht zusammensetzen sollte?
Gruß
CPG
hier bei uns in der Nähe soll eine Gruppe für "Transidenten" entstehen. Es haben sich sehr sehr wenige Betroffene gemeldet.
Ich habe mich da etwas eingemischt und empfohlen, den Interessentenkreis etwas weiter zu fassen, also auch Transgender, Crossdresser usw. anzusprechen; denn ich bin der Meinung, dass viele gemeinsame Erfahrungen diskutiert werden können, auch wenn ich als Crossdresser nicht diesen Leidensdruck habe, den Menschen haben, die nun wirklich im falschen Geschlecht leben.
Wie sehen die anderen Forums-Teilnehmer das?
Lieber gemeinsam - oder gibt es da Berührungsängste?
Oder sind das völlig unterschiedliche Gruppen, die man nicht zusammensetzen sollte?
Gruß
CPG
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Shemale
Re: Wo stehe ich - wo will ich hin?
Hallo beieinander,
eine interessante Frage. Bei mir lief das so ab, dass ich einige Zeit nicht wußte wohin. Da versuchte ich es im HAKI. Dort treffen sich schwule, transsexuelle und andere. Aber dort habe ich mich nicht wohl gefühlt. Menschen, die einer Geschlechtsumwandlung Gegenüberstehen, sehen das alles ganz anders. Die sagen, Männer sind die besseren Frauen. Naja, zumindest dort hat man es mir gesagt.
Emphohlen wurde mir dann auch ein Psychologe, der sich mit unserer Problematik auskennt. Das war dann der totale Reinfall. Der saß dann da mit verknoteten Beinen und weißen Socken zu schwarzen Schuhen. Das was ihn am meisten Interessierte war, ob mich die Verkleidung denn sexuell stimuliert. Nein, das Gespräch war dünner als Wasser. Nämlich Überflüßig. Ich bin dort auch als Frau erschienen. Hinterher habe ich mich mit mir selbst auseinandergesetzt und festgestellt, ich habe gar kein Problem. Ich trage nur gerne Damenkleidung. Und es geht mir auch nicht um die Anerkennung als Frau vor den Behörden. Auch brauche ich niemanden, der mir sagt, was ich zu denken, zu tun oder zu unterlassen habe.
Meinem Biorythmus folgend lebe ich meine Leidenschaft mal verborgen, mal öffentlich aus. Meine Frau toleriert es mittlerweile, wenn auch Zähneknirschend.
Hier im Forum habe ich eine Plattform gefunden, die einerseits ähnliche Erfahrungen gemacht haben, als auch die gleichen Fragen stellen. Hier bin ich unter meinesgleichen, hier kann ich es sein. Ohne falsche Scham. Also akzeptiere ich mich wie ich bin: ein Crossdresser.
MfG Shemale
eine interessante Frage. Bei mir lief das so ab, dass ich einige Zeit nicht wußte wohin. Da versuchte ich es im HAKI. Dort treffen sich schwule, transsexuelle und andere. Aber dort habe ich mich nicht wohl gefühlt. Menschen, die einer Geschlechtsumwandlung Gegenüberstehen, sehen das alles ganz anders. Die sagen, Männer sind die besseren Frauen. Naja, zumindest dort hat man es mir gesagt.
Emphohlen wurde mir dann auch ein Psychologe, der sich mit unserer Problematik auskennt. Das war dann der totale Reinfall. Der saß dann da mit verknoteten Beinen und weißen Socken zu schwarzen Schuhen. Das was ihn am meisten Interessierte war, ob mich die Verkleidung denn sexuell stimuliert. Nein, das Gespräch war dünner als Wasser. Nämlich Überflüßig. Ich bin dort auch als Frau erschienen. Hinterher habe ich mich mit mir selbst auseinandergesetzt und festgestellt, ich habe gar kein Problem. Ich trage nur gerne Damenkleidung. Und es geht mir auch nicht um die Anerkennung als Frau vor den Behörden. Auch brauche ich niemanden, der mir sagt, was ich zu denken, zu tun oder zu unterlassen habe.
Meinem Biorythmus folgend lebe ich meine Leidenschaft mal verborgen, mal öffentlich aus. Meine Frau toleriert es mittlerweile, wenn auch Zähneknirschend.
Hier im Forum habe ich eine Plattform gefunden, die einerseits ähnliche Erfahrungen gemacht haben, als auch die gleichen Fragen stellen. Hier bin ich unter meinesgleichen, hier kann ich es sein. Ohne falsche Scham. Also akzeptiere ich mich wie ich bin: ein Crossdresser.
MfG Shemale
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Anne-Mette
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Re: Wo stehe ich - wo will ich hin?
Guten Abend,Hier im Forum habe ich eine Plattform gefunden, die einerseits ähnliche Erfahrungen gemacht haben, als auch die gleichen Fragen stellen. Hier bin ich unter meinesgleichen, hier kann ich es sein. Ohne falsche Scham. Also akzeptiere ich mich wie ich bin: ein Crossdresser.
das geht mir recht ähnlich. Ich habe auch keinen Leidensdruck.
Trotzdem werde ich dabei helfen, eine Gruppe für Transidenten, Transgender, Crossdresser...
ins Leben zu rufen.
Wir Crossdresser haben viele Gemeinsamkeiten mit den anderen Gruppen; es geht mir darum, Toleranz einzufordern und in diesem Sinne Aufklärung zu betreiben.
Gruß und schönen Sonntagabend
CPG
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newshemale
Re: Wo stehe ich - wo will ich hin?
ganz gestylt also schminke und drumm un dran alles oder nur en rock so wie cpg?vicky hat geschrieben:hallo martina,
genau diesen letzten schrittt solltest du unbedingt wagen! habe da schon selbst erfahrungen gesammelt - es ist einfach toll, mal raus zu gehen. von mal zu mal wird man dann auch mutiger.
also ich find persönlich voll gestylt am besten
mein ziel ist es das ich wenn ich mich denn mal verkleide )( weil ich es als eine art hobby ansehe weil mir es spaß macht die sachen mag und es sich gut anfühlt) mit meiner umgebung zu verschmelzen und nicht aufzufallen so nach dem motto guck ma ne transe ; also ich will dahin das ich als frau durchgehen kann wenn ich dazu lust habe zu bestimmten partys oder so und im alltag immernoch als paul durchzugehen also 2 leben führen praktisch
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Michi
Re: Wo stehe ich - wo will ich hin?
Wo stehe ich und wo will ich hin... ist eine sehr gute Frage, denn erst wenn ich weiß, warum ich gerne weibliche Kleidung anziehe und welche Gefühle ich dabei habe, erst dann weiß ich wie weit ich wirklich gehen will:
Ziehe ich die Kleidung nur zu Hause an?
Würde ich gerne als Mann in Frauenkleidern akzeptiert werden von meiner Umwelt?
Oder will ich sogar als Frau akzeptiert werden, wenn ich mich zurecht gemacht habe?
Vielleicht will ich generell ein Leben als Frau?
Ich denke, viele Crossdresser trauen sich nicht unter die Leute, wenn sie sich verkleidet haben, weil genau dann solche Fragen aufkommen könnten und sie sich selber fragen müssten: Warum mache ich das eigentlich bzw. wer bin ich und wo will ich hin...
Vielleicht sollte ich es erstmal mit mir selber ausmachen, wo ich genau stehe? Aber andersherum... eventuell helfen mir gerade Gespräche mit anderen Menschen? Und vielleicht sind es die Momente in der Öffentlichkeit die mich stärken und mir Mut geben einen Weg zu gehen, den ich vorher völlig ausgeschlossen habe?
Mich z.B. hat es sehr verwundert (im positiven Sinne), als ich meinen Kumpels davon erzählte und mich ihnen gegenüber im "netten Outfit" präsentierte, dass sie allesamt interessiert waren, aber keinerlei Ablehnung mir gegenüberbrachten! Selbst jetzt, wo sie wissen, dass ich mich gerne als Frau kleide, bin ich immernoch, GANZ GENAUSO wie vorher, Michi für sie!
Selbst meine Mutter hat es verstanden und ist nicht in Ohnmacht gefallen.
Wir haben uns ganz normal darüber unterhalten. Es war, im Nachhinein, ein befreiendes Gefühl, als ich dieses Geheimnis preisgab...
Ich gehe immer bewußter mit mir um und, ich denke, dass sollte jeder für sich versuchen, dahinzukommen. Ich habe durchweg gute Erfahrungen gesammelt und werde weiter, Stück für Stück, mich selbst finden, hoffentlich
So, das musste raus...
Lieben Gruß an euch alle
Michi
Ziehe ich die Kleidung nur zu Hause an?
Würde ich gerne als Mann in Frauenkleidern akzeptiert werden von meiner Umwelt?
Oder will ich sogar als Frau akzeptiert werden, wenn ich mich zurecht gemacht habe?
Vielleicht will ich generell ein Leben als Frau?
Ich denke, viele Crossdresser trauen sich nicht unter die Leute, wenn sie sich verkleidet haben, weil genau dann solche Fragen aufkommen könnten und sie sich selber fragen müssten: Warum mache ich das eigentlich bzw. wer bin ich und wo will ich hin...
Vielleicht sollte ich es erstmal mit mir selber ausmachen, wo ich genau stehe? Aber andersherum... eventuell helfen mir gerade Gespräche mit anderen Menschen? Und vielleicht sind es die Momente in der Öffentlichkeit die mich stärken und mir Mut geben einen Weg zu gehen, den ich vorher völlig ausgeschlossen habe?
Mich z.B. hat es sehr verwundert (im positiven Sinne), als ich meinen Kumpels davon erzählte und mich ihnen gegenüber im "netten Outfit" präsentierte, dass sie allesamt interessiert waren, aber keinerlei Ablehnung mir gegenüberbrachten! Selbst jetzt, wo sie wissen, dass ich mich gerne als Frau kleide, bin ich immernoch, GANZ GENAUSO wie vorher, Michi für sie!
Selbst meine Mutter hat es verstanden und ist nicht in Ohnmacht gefallen.
Ich gehe immer bewußter mit mir um und, ich denke, dass sollte jeder für sich versuchen, dahinzukommen. Ich habe durchweg gute Erfahrungen gesammelt und werde weiter, Stück für Stück, mich selbst finden, hoffentlich
So, das musste raus...
Lieben Gruß an euch alle
Michi
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Anne-Mette
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Re: Wo stehe ich - wo will ich hin?
Moin,
Vieles wird sich bestimmt erst entwickeln - beeinflusst von positiven wie auch negativen Erfahrungen. Dabei nimmt natürlich das eigene Empfinden den größten Platz ein.
Die Frage, wo ich hin will, ist sicherlich auch von familiären Strukturen beeinflusst. Ein junger Mann hat ein ganz anderes Umfeld als ein Familienvater mit kleineren Kindern.
Bei mir - mit fast erwachsenen Kindern - gibt es auch schon wieder ein Stück zurück gewonnene Freiheit für eigene Entwicklungen.
Schön finde ich, dass Du so positive Erfahrungen in Deinem Umfeld gemacht hast.
Gruß
CPG
Vieles wird sich bestimmt erst entwickeln - beeinflusst von positiven wie auch negativen Erfahrungen. Dabei nimmt natürlich das eigene Empfinden den größten Platz ein.
Die Frage, wo ich hin will, ist sicherlich auch von familiären Strukturen beeinflusst. Ein junger Mann hat ein ganz anderes Umfeld als ein Familienvater mit kleineren Kindern.
Bei mir - mit fast erwachsenen Kindern - gibt es auch schon wieder ein Stück zurück gewonnene Freiheit für eigene Entwicklungen.
Schön finde ich, dass Du so positive Erfahrungen in Deinem Umfeld gemacht hast.
Gruß
CPG
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Bianca D.
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Re: Wo stehe ich - wo will ich hin?
Hallöchen,
Eine interessante Frage.Wo ich stehe,glaube ich zu wissen,aber wo will ich hin?Ich hoffe,hier im Laufe der Zeit beim weiteren Lesen hier
im Forum die eine oder andere Antwort auf die zweite Frage zu finden.Im Moment sieht es zumindest so aus,daß ich hin und hergerissen
zwischen den Stühlen hocke.Schau ich mich im Spiegel an,verfluche ich meine männlichen Körperformen und wünsche mir dann einen
Frauenkörper.Die Kosequenzen daraus mag ich aber nicht tragen,aus Angst vor sozialem Abstieg,Arbeitslosigkeit usw..Also dann doch
Mann sein und so oft es geht in das andere Geschlecht schlüpfen.Das denn aber so perfekt,daß ich in der Öffentlichkeit auch als Frau
durchgehen würde.Vielleicht nehm ich meinen Mut zum nächsten Karneval mal zusammen...
Auf jeden Fall ein hoch interressantes Forum.Hätte nicht gedacht,daß noch so viele Menschen mit ähnlichen Sorgen und Nöten auf der
Welt rum laufen.
LG Bernie(Bianca)
Eine interessante Frage.Wo ich stehe,glaube ich zu wissen,aber wo will ich hin?Ich hoffe,hier im Laufe der Zeit beim weiteren Lesen hier
im Forum die eine oder andere Antwort auf die zweite Frage zu finden.Im Moment sieht es zumindest so aus,daß ich hin und hergerissen
zwischen den Stühlen hocke.Schau ich mich im Spiegel an,verfluche ich meine männlichen Körperformen und wünsche mir dann einen
Frauenkörper.Die Kosequenzen daraus mag ich aber nicht tragen,aus Angst vor sozialem Abstieg,Arbeitslosigkeit usw..Also dann doch
Mann sein und so oft es geht in das andere Geschlecht schlüpfen.Das denn aber so perfekt,daß ich in der Öffentlichkeit auch als Frau
durchgehen würde.Vielleicht nehm ich meinen Mut zum nächsten Karneval mal zusammen...
Auf jeden Fall ein hoch interressantes Forum.Hätte nicht gedacht,daß noch so viele Menschen mit ähnlichen Sorgen und Nöten auf der
Welt rum laufen.
LG Bernie(Bianca)
Ick wees nüscht,kann nüscht,hab aba jede Menge Potenzial
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Bianca D.
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Re: Wo stehe ich - wo will ich hin?
Hallöchen,
Habe heute die Gelgenheit genutzt,mich meiner Hausärztin zu offenbaren.Bin ganz bewußt mit Nylonsöckchen und Spitzenhöschen zum
Termin erschienen.Zum Abschluß der Untersuchungen (während dessen viel kein Wort darüber),fragte sie mich ganz unbefangen,wie es mir
geht,ob ich mich gut fühle,unabhängig von meinem Gesundheitszustand.Nach einer zögerlichen Antwort in Richtung des Themas im Forum,
nahm sie sich die Zeit zu einem halbstündigen Gespräch und versprach,mir Rat und Tat zur Seite zu stehen und mir gegebenen Falls auch
eine gute Psychotherapeutin zu empfehlen,mit der ich mich dann ausquatschen kann und Unterstützung für meinen Weg finde,egal wie
dieser auch aussehen wird.
Gruß Bernie (Bianca)
Habe heute die Gelgenheit genutzt,mich meiner Hausärztin zu offenbaren.Bin ganz bewußt mit Nylonsöckchen und Spitzenhöschen zum
Termin erschienen.Zum Abschluß der Untersuchungen (während dessen viel kein Wort darüber),fragte sie mich ganz unbefangen,wie es mir
geht,ob ich mich gut fühle,unabhängig von meinem Gesundheitszustand.Nach einer zögerlichen Antwort in Richtung des Themas im Forum,
nahm sie sich die Zeit zu einem halbstündigen Gespräch und versprach,mir Rat und Tat zur Seite zu stehen und mir gegebenen Falls auch
eine gute Psychotherapeutin zu empfehlen,mit der ich mich dann ausquatschen kann und Unterstützung für meinen Weg finde,egal wie
dieser auch aussehen wird.
Gruß Bernie (Bianca)
Ick wees nüscht,kann nüscht,hab aba jede Menge Potenzial