immer wieder lese ich von einem "optimalen Passing". Manche sagen sogar, wenn das Passing nicht stimmt, sollte man sich nicht auf die Straße trauen. Immer wieder lese ich von Enttäuschungen, wenn das "optimale Passing" wohl nicht ganz erreicht wird. Dabei wird es durchaus unterschiedliche Maßstäbe geben. Auch "schauen" Leute immer - genau so wie sie immer lachen. Sicherlich sind wir aufmerksam und haben feine Antennen, ob das Schauen oder Lachen uns gilt (?)
Mich hat die Enttäuschung von Melanie betroffen gemacht http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... f=6&t=5367
Es ist sicherlich falsch, von einer "Weltstadt" Weltoffenheit zu erwarten. Die Stadt Berlin gliedert sich in viele, viele recht kleine Dörfer. Und die Bewohner in diesen Dörfern sind genau so wie die Bewohner in anderen kleinen Dörfern: neugierig, offen, vorverurteilend, schwul und lesbisch, hetero, Räuber, Mörder, Diebe, ganz liebe Menschen, Moralisten, Leute von gestern... (beliebig fortzusetzen).
Es ist immer die Frage, welche Gruppe man gerade "erwischt". Auch könnte ich mir vorstellen, dass man in Museen viele Touristen trifft (?), die besonders neugierig sind, was es in Berlin so alles gibt.
Hier in unseren Dörfern gibt es auch ein unterschiedliches Publikum. Manchmal meine ich, dass die Leute in Kappeln und Glücksburg mehr "schauen" als in Flensburg, Husum oder Langballig, aber das kann von einer gewissen Voreingenommenheit meinerseits kommen.
Oha, ich habe fast das Thema verfehlt
Also, um zurückzukehren: ich "passe" nirgendwo so richtig! Viele aus der "Crossdressergemeinde" werden sagen: "das wäre mir nichts, weder "richtig" Frau noch Mann".
Ich komme in meinem "Mikrokosmos" ganz gut damit zurecht, aber ich spüre doch recht stark, dass ich in vielen Gruppierungen nicht richtig dazugehöre.
Aber das muss ja kein Fehler sein
Gruß
Anne-Mette