Als Teilzeitfrau auf die Straße gehen
Als Teilzeitfrau auf die Straße gehen - # 2

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ExuserIn-2022-05-28
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Re: Als Teilzeitfrau auf die Straße gehen

Post 16 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-05-28 »

Lina hat geschrieben: @Durch Outdoorerlebnisse wird somit der Zeiger auf der Skala Mann/Frau weiter zu Frau geschoben.

Kann sein - wenn eine weibliche Seite stark unterdrückt wurde. Wenn die mal Luft kriegt, zeigt sie sich auch deutlicher

@Die Zunahme von mehr "Frau" ist eine Einbahnstraße. Bevor man sie befährt, sollten die Folgen beachtet und abgewogen werden.

Die Folgen davon sie NICHT zu "befahren" sollten auch abgewogen werden.

@Die Folgen auf das künftige Leben sollten aber bedacht werden.
Hallo zusammen, obiges kann ich so nicht stehen lassen:

Es kommt immer darauf an, was der Auslöser für den akuten Wunsch ist. TG/TS ist es nicht unbedingt automatisch.
TG/TS ist zwar sicher im Hintergrund vorhanden, es gibt aber sehr viele Auslöser für das Bedürfniss. Aus eigner Erfahrung kann ich berichten, dass z.B. die Kompensierung von Stress dazu gehört.

Es ist also nicht wirklich so, dass man automatisch eine Einbahnstrasse Richtung Gaop beschreitet, wenn man en femme raus geht.

Das Rausgehen kann auch dadurch ausgelöst werden, dass man einfach mal eine Bestätigung braucht. Im Endeffekt ist es da egal, ob man ein Lob für eine gute Arbeit oder ein Lob für ein tolles und überzeugendes Outfitt bekommt.

Es kann sein, dass man einfach seinem normalen Leben für eine gewisse Zeit entfliehen muss. Auch das Rausgehen oder Fallschirmspringen oder Urlaub sein.

Ich gehe seit 4 Jahren regelmässig raus, dennoch hat sich weder die Frequenz gesteigert noch das Bedürfniss die Frau in mir auszuleben. Das ist bei mir eher abhängig vom Stresslevel auf der Arbeit.

Also bitte nicht bange machen, Nicht jeder, der en femme rausgeht, wird später eine Gaop machen. also geniesst es und denkt nicht gleich an das Schlimmste. Nur macht Euch bewusst, dass Frau sein NICHT bedeutet, dass man es einfacher im Leben hat, das ist auch mit ein Auslöser für den Wunsch Frau zu sein.

Ich kenne einige, die in der Kindheit die Erfahrung gemacht haben als Junge werde ich gehänselt und die Mädchen werden von den gleichen hofiert, das führt zu dem Eindruck Mädchen haben es einfacher und da man ja eh schon mehr in die Richtung tendiert könnte man dich das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Solche Gedanken beinflussen und beschleunigen die Fahrt in Richtung Gaop aber nicht das Rausgehen.

Wer sich im klaren ist ob wirklich nur TS der Auslöser ist oder evtl auch Stress, Burn-Out, Tod von Freunden oder Verwandten, Probleme bei der Arbeit, fehlende Freunde, verdrängte Homosexualität oder ähnliches, der wird nur durch das Rausgehen keine Einbahnstrasse beschreiten. Wer sich darüber nicht im klaren ist und dann noch auf "radikale" TS trifft kann aber durchaus dahin gedrängt werden.

Insofern stimmt auch die Aussage, dass es nicht therapierbar ist nur bedingt. Ist der Auslöser Burn-Out oder verdrängte Homosexualität ist der Auslöser durchaus soweit therapierbar, dass ein gelegentlicher Ausflug en femme durchaus austeichend ist , es kann sogar die Frequenz stark zurückgehen.

LG Chrissie
Das Leben ist zu kurz um sich zu verleugnen.
Pama
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Re: Als Teilzeitfrau auf die Straße gehen

Post 17 im Thema

Beitrag von Pama »

Hallo Lina,

ich kann Dir nicht widersprechen, Du hast ja recht. Die Zufriedenheit hat oberste Priorität und wer zufrieden mit sich ist, benötigt keine psychische Betreuung.
Vorher beachten, abwiegen und überdenken bedeutet jedoch nach meiner Auffassung, dass selbstverständlich auch die Folgen des Unterlassens zu berücksichtigen sind. Insoweit ist Dein Einwand kein Widerspruch zu meiner Aussage.
Dennoch bin ich der Auffassung, dass Bedürfnisse, die einige Crossdresser haben, nicht anderen, die mit ihrer Welt im reinen sind, als dringend notwendig suggeriert werden. Sollten die ständigen Werber jedoch der Auffassung sein, dass je mehr Crossdresser auf die Straße gehen, sich ihre eigene Situation dadurch verbessern würde, sind sie sicherlich auf dem Holzweg.


Liebe Chrissie,

es ist leider heute üblich, Gegendarstellungen und Kritik zu formulieren, ohne den Inhalt der ursprünglichen Aussage und die erfolgten Erläuterungen genau zu lesen.
Eine derartige Aussage, dass das Rausgehen en femme zur Transsexualität oder sogar zur Gaop führt, wäre absolut dümmlich. Aus meinen Schriftsätzen ist dies nicht einmal annähend zu interpretieren.
Um lediglich Stress usw. zu kompensieren geht niemand, der keine weibliche Seite in sich verspürt und dazu steht, en femme auf die Straße. Sicherlich kann ein Outdoorausflug für Transgender in bestimmten Situationen hilfreich sein. Nichttansgender nutzen aber andere Möglichkeiten.
Du kannst beruflichen Stress durch Outdoorausflüge kompensieren. Diese positive Erfahrung möchtest Du auch sicherlich nicht missen und weiterhin nutzen.
Durch diese Art des Stressabbaues verbrauchst Du aber Zeit, die Du als Mann, z.B. zum Fallschirmspringen nutzen könntest.

Gruß Pama
Tatjana_59
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Re: Als Teilzeitfrau auf die Straße gehen

Post 18 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 »

Ladylike hat geschrieben:Hallo Pama,

ich möchte Deiner Suggestion widersprechen, dass häufiges Crossdressing eine automatische Verweiblichung zur Folge hat, ohne dem entrinnen zu können. Diese deterministische Sicht halte ich für gewagt, denn sie beraubt mich meiner Wahlfreiheit, mich für oder gegen Etwas entscheiden zu können.
Häufiges Crossdressing ist keine zwanghafte Einbahnstrasse, die im seelischen Chaos endet. Vielmehr ist es ein Akt von Selbst-bewusstsein, der mir eröffnet, ich bin mehr als nur ein Mann, denn ich bin immer auch die Frau in mir. Dieses bilaterale Da-sein eröffnet mir doch vielfältige Möglichkeiten mich in dieser Welt auf unterschiedlichen Ebenen bewegen zu können.
Was Du als Sucht definierst und angeblich zu einer seelischen Dysbalance führen soll, ist für mich die absolute Harmonie meines innersten Seinsgrund. Crossdressing ist keine krankhafte Sucht, sondern
eine Stufe von Selbst-erkenntnis und -bewusstsein.
Die Verunsicherung die aus Deinem Beitrag spricht, zeigt mir vielmehr, wie sehr Du Dir ein persönliches offensives Crossdressing wünschst, aber es aus moralischen Beschränkungen nicht leben kannst.

Liebe Grüsse von Ladylike!
Hallo Ladylike,

Du sprichst mir vollkommen aus der Seele.

Crossdressing hat bei mir kein seelisches Chaos verursacht, sondern das Chaos in mir, in Ordnung gebracht.
Mein Selbstbewusstsein hat sich enorm verstärkt, seit ich als CD in der Öffentlichkeit auftrete, ich bin zu 100% Mann, sowie zu 100% Frau.
Auch wenn man augenscheinlich keine 200% haben kann, es ist für mich so am besten erklärbar.
Ich betrachte mein CD keineswegs in irgendeiner Form als Sucht, es ist für mich einfach selbstverständlich in Frauenkleidung nach draußen zu gehen, sowie es nicht geoutet, früher im Männermodus war.
Ich trage mein Selbsterkennen in die Öffentlichkeit, und mir geht es bestens dabei, ohne auch nur ein ein einziges Mal irgendwo anzuecken.
So selbstverständlich mein CD für mich ist, so selbstverständlich ist es mittlerweile für mein gesamtes Umfeld.

Gruß Gerhard
Der Kopf denkt und gibt Rat.
Das Bauchgefühl gibt Rat.
Doch das Herz spricht, höre auf dein Herz!
Vincent
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Re: Als Teilzeitfrau auf die Straße gehen

Post 19 im Thema

Beitrag von Vincent »

Hallo Pama ,
der Schritt nach draußen kann auch ganz andere Folgen als "Sucht" haben.
Lange hatte ich darüber nachgedacht en Femme das haus zu verlassen und es nie gewagt.

Eines schönen Tagesergab es sich, dass ich von ein paar Jungen Männern offensichtlich für eine Frau gehalten wurde und auch gleich angemacht wurde.
Dabei war ich keinesfalls als Frau hergerichtet, lediglich meine etwas männeruntypische Kleidung und Frisur hatten dazu geführt.

Ich fand dieses Erlebnis lustig, aber auch befremdlich — es war nicht das oder die Rolle die ich wieder wollte und in der ich mich sehe.

Daher finde ich es auf jeden Fall spannend das TZf-Dasein einmal zu testen (egal ob zufällig oder beabsichtigt) man sollte es aber ergebnisoffen angehen.

Ich hatte vorher von mir selbst gedacht, ich würde gerne die Frau verkörpern —
Jetzt weis ich, ich will nur mehr Kleidungsfreiheit"¦
LG

Vincent
exuser-08-07-2013

Re: Als Teilzeitfrau auf die Straße gehen

Post 20 im Thema

Beitrag von exuser-08-07-2013 »

einen wunderschönen guten abend,

ich könnte das von pama geschilderte paradebeispiel sein:


vom forum vor etwa knapp einem jahr "verführt" in die öffentlichkeit zu gehen.

aus einem einmaligen erlebniss wird immer mehr ein bedürfniss.

die gesteigerten möglichkeiten werden immer mehr genutzt.

der schalter geht von mann immer mehr in richtung frau:

der männermodus ist kontinuiertlich von 80 % auf inzwischen etwa 20 % gefallen

und es ergeben sich natürlich extreme probleme daraus.



außenstehende würden pama in meinem fall sicherlich uneingeschränkt recht geben.

ich seh es jedoch anders:

ich habe mich jahrzehntelang mit unterdrückten bedürfnissen herumgeschlagen und immer wieder phasen des totalen verdrängens und entsorgens meiner weiblichen seite in form von entsorgen aller weiblichen kleidungsstücke und utensilien gequält.

ich habe mich immer in frage gestellt und mit meinem leben eigentlich nix anfangen können.

alle männlichen unternehmungen habe ich darauf ausgerichtet, dass ich mich selbst unter druck gesetzt habe (z.b selbst fast unerreichbare sportliche Ziele gesteckt oder übertriebenem geschäftlichem ergeiz).

ich habe meine persönliche leistungsgrenze eigentlich immer bewußt voll ausgereizt.

mit hilfe meiner weiblichen seite und dem ausleben in der öffentlichkeit kann ich dem entgegenwirken - ich gewinne durch sie wieder spass am leben und an unternehmungen, die ich früher nie gemacht hätte.

insofern würde ich mich doch nicht als pamas paradebeispiel bezeichnen.

für mich war der schritt in die öffentlichkeit und zu mehr weiblichkeit in meinem leben trotz aller sich daraus ergebenden probleme eher lebensrettend.

ganz liebe grüßle

lucy f.
ExuserIn-2022-05-28
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Re: Als Teilzeitfrau auf die Straße gehen

Post 21 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-05-28 »

Pama hat geschrieben: es ist leider heute üblich, Gegendarstellungen und Kritik zu formulieren, ohne den Inhalt der ursprünglichen Aussage und die erfolgten Erläuterungen genau zu lesen.
Eine derartige Aussage, dass das Rausgehen en femme zur Transsexualität oder sogar zur Gaop führt, wäre absolut dümmlich. Aus meinen Schriftsätzen ist dies nicht einmal annähend zu interpretieren.
Gruß Pama
Hallo Pama, ich könnte jetzt Deinen obigen ersten Satz zurückgeben: Ich habe den ganzen Bereich gequotet, weil ich in erster Linie Lina und erst in zweiter Linie Dich ansprechen wollte.

Die Sätze von Lina sagen in meinen Augen deutlich aus " Geh raus und Du gehst die Einbahnstrasse weiter" , Deine Sätze sagen aus, es könnte so sein, man sollte aber auch bedenken was passiert wenn man den Weg nicht weiter geht, was in meinen Augen wiederum eine indirekte Bejahung der These von Lina ist.

Ich wollte deutlich machen, das dem nicht so ist, da Rausgehen nicht automatisch einen weiteren Schritt auf einer Einbahnstrasse ( wohin ? Bei TS bleibt da als Ziel ja nur GaOp) bedeutet und es auch keine Einbahnstrasse sein muss.

LG Chrissie
Das Leben ist zu kurz um sich zu verleugnen.
Kerstin
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Re: Als Teilzeitfrau auf die Straße gehen

Post 22 im Thema

Beitrag von Kerstin »

Hi Ladylike
Ladylike hat geschrieben: ich möchte Deiner Suggestion widersprechen, dass häufiges Crossdressing eine automatische Verweiblichung zur Folge hat, ohne dem entrinnen zu können. Diese deterministische Sicht halte ich für gewagt, denn sie beraubt mich meiner Wahlfreiheit, mich für oder gegen Etwas entscheiden zu können.

Liebe Grüsse von Ladylike!
Das ist eine für dich richtige Feststellung. Was aber wenn die Person in ihrem Selbstbildniss noch nicht so gefestigt ist wie du oder andere in diesem Forum? Was wenn diese Person den Kopf voller Zweifel und Wiedersprüche hat und sich auf Grund der positiven Gefühle in etwas verrend was bei objektiver Betrachtung nicht gegeben ist?



Liebe Grüße von einer nachdenklichen
Kerstin
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
Lina
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Re: Als Teilzeitfrau auf die Straße gehen

Post 23 im Thema

Beitrag von Lina »

Chrissie hat geschrieben:
Pama hat geschrieben: ...
Die Sätze von Lina sagen in meinen Augen deutlich aus " Geh raus und Du gehst die Einbahnstrasse weiter" , Deine Sätze sagen aus, es könnte so sein, man sollte aber auch bedenken was passiert wenn man den Weg nicht weiter geht, was in meinen Augen wiederum eine indirekte Bejahung der These von Lina ist.

Ich wollte deutlich machen, das dem nicht so ist, da Rausgehen nicht automatisch einen weiteren Schritt auf einer Einbahnstrasse ( wohin ? Bei TS bleibt da als Ziel ja nur GaOp) bedeutet und es auch keine Einbahnstrasse sein muss.

LG Chrissie
Das Leben IST eine Einbahnstraße. Ich sage nicht, dass die Straße keine Abzweigungen oder Neben-Sraßen hat, aber die sind auch Einbahnstraßen. Aber bei allem was wir denken und allem, was wir tun, verändern wir uns auch.

Wer als den Gedanken fasst sich en femme auf die Straße zu begeben, wird es entweder tun oder für immer die Erfahrung vermissen es getan zu haben. Und wenn sie es tut, ist das auch eine Erfahrung, die sich nicht löschen lässt. Und wenn es eine angenehme Erfahrung war, ist es natürlich, dass die Lust, sie zu wiederholen steigt. Es kann auch eine total beschissene Erfahrung sein. Aber warum sollte man auf solche Gedanken kommen, wenn mannicht erwartet, dass es eine Angenehme ERahrung sein wird?

Das du gleich denkst, dass es bis zur GaOp führt, bedeutet nicht, dass jeder das denken muss. Es wird aber sicherlich einen Grund haben, dass DU das denkst.
Becky
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Re: Als Teilzeitfrau auf die Straße gehen

Post 24 im Thema

Beitrag von Becky »

Ich denke:
Das es sehr viele hier gibt, die gerne Mann sind..., aber auch gerne Frau und ich glaube nicht das sich das wirklich ändern kann, nur weil man die andere Seite mehr zulässt, beide Seiten gehören zu der Person und der Seele.

Die "Gefahr" die Du schilderst, betrifft wohl nur die, die TS sind oder nahe dran sind, hier sehe ich es dann aber Positiv, weil es dann ein Selbstfindungsprozess ist. Da mag ich Dir dann recht geben. Ausserdem bin ich überzeigt das niemand leichtfertig den sehr schweren Weg der TS durch ziehen wird oder auch kann, denn dafür ist der Psy ja auch vorgeschrieben. Der wird Dich mit sicherheit genug durchleuchten.

Du kannst das Wesen eines Menschen nicht verändern! Das CD ist bei TS immer der Anfang, aber wer "nur" CD ist wird früher oder später wissen, das den Mann dann zu unterdrücken auch nicht richtig ist.

LG Elena
In der Rocky Horror Show gibt es ein Lied "Don't dream it, be it"
In diesem Motto steckt so viel Weisheit und womöglich auch der Schlüssel zum Glück?
Lina
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Re: Als Teilzeitfrau auf die Straße gehen

Post 25 im Thema

Beitrag von Lina »

Jessica01 hat geschrieben:Ich sehe es nicht ganz so extrem. Das Leben ist nicht nur eine Einbahnstraße. ...

liebe Grüße
Jessica

Wenn du mir zeigen kannst, wie man einen einzigen Tag des Lebens oder eine einzige neue Erfahrung ungeschehen machen kann und nochmals versuchen, dann würde es mich sehr interessieren.
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Re: Als Teilzeitfrau auf die Straße gehen

Post 26 im Thema

Beitrag von ulla »

Ich glaube schon,daß hier Forumsmitglieder mit einem Nummernschild z.Beisp. CD-Lisa 13 in der Lage sind,die Einbahnstraße wieder zu verlassen.
Bei mir geht so etwas garnicht. Für mich mit dem Nummernschild 'TS-Ulla 1' hätte ein Richtungswechsel schlimme Folgen!
exuserin-2014-05-17

Re: Als Teilzeitfrau auf die Straße gehen

Post 27 im Thema

Beitrag von exuserin-2014-05-17 »

svenoesy hat geschrieben:Meine Frau akzeptiert es immer mehr und ich kann es langsam richtig ausleben. Aber leider nicht mehr lang da wir unser erstes Kind erwarten und wir es damit nicht konfrontieren wollen.
Huhu :)

Warum wollt ihr euer Kind damit nicht konfrontieren? Ist ja nichts perverses sondern etwas ganz normales.

Liebe Grüße

Lara
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Re: Als Teilzeitfrau auf die Straße gehen

Post 28 im Thema

Beitrag von Lina »

svenoesy hat geschrieben:Ich bin nicht geoutet und es sollte demnächst auch nicht passieren. Und wenn unser kleiner es mal irgendwie erwähnt "ach Papa trägt sowas auch immer", das wäre nicht so schön. Es ist da schon ein wenig schwierig.

Obwohl es eine schwere Zeit für mich werden wird. Kann mir es noch garnicht ohne vorstellen.
Das wäre doch total süß, finde ich. Ich habe keine Kinder selbst, aber wenn die kleine Tochter mal sagen sollte: "Schau mal Mama, so ein Kleid hat ... auch." Dann würde ich es total cool finden.
Hast du nie daran gedacht, dass wie du dich selbs siehst auch stark beeinflusst, wie andere dich sehen? Wenn ich mich darüber schämen würde, dass ich diesen perversen Wunsch habe, ab und zu wie eine Frau rum zu laufen, dann würden doch Leute die mich lieb haben sich mit mir schämen.

Nur, zufälligerweise sehe ich das ganz anders: Ich bin ich, und die weibliche Seite von mir ist ein wichtiger Teil von mir, die es auch verträgt nach draußen gezeigt zu werden. Ergebnis: Leute, die mich lieb haben, wollen nach und nach immer mehr von dieser Seite meiner Persönlichkeit wissen ... Zufall, dass ich so nette Menschen kenne? Ich glaube nicht wirklich.
Katrin70
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Re: Als Teilzeitfrau auf die Straße gehen

Post 29 im Thema

Beitrag von Katrin70 »

Hallöchen,
also für mich war die verstärkte Outdoor-Erfahrung letztes Jahr sehr wichtig. Vor allem durch die Wiederholung versuche ich heraus zu finden, wohin ich wirklich gehöre. Inzwischen ist nämlich die Aufregung der allerersten Zeit weg. Und ich fühle mich einfach wohl. Ob sich mein Bedürfnis steigert oder nicht kann ich noch nicht sagen. Was mich nachwievor stört ist das alleine-sein. Da suche ich gerade nach einem Ausweg.
Wohin das alles führt weiss ich nicht - aber ich vermute, dass es da keinen Automatismus gibt, weder in die eine noch in die andere Richtung. Der Satz mag etwas abgedroschen wirken, aber jede von uns muss ihren eigenen Weg finden. Die Bandbreite reicht vom gelegentlichen CD bis zu TV, von Drag Queen bis Mann mit weiblichen Accessoires....uvm.
Liebe Grüße
Katrin
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Re: Als Teilzeitfrau auf die Straße gehen

Post 30 im Thema

Beitrag von nickimicki »

Wir sind doch alle erwachsene Menschen.
Jedem sind die Risiken bewusst. Und jeder der diesen Schritt wagt, wird dies nicht leichtfertig tun.

Und es gibt ja 2 Wege das zu tun:
1. Still und heimlich, in der Dunkelheit, in einer fremden Stadt, Karneval usw... usw...
2. Mit guter Vorbereitung und viel Übung und noch besser mit Unterstützung vom Partner oder von Freunden.

Also entweder sollte das Passing oder die Umgebung passen.
Ersteres wäre natürlich erstrebenswerter und am Ende entspannter.

Und jeder von uns hier ist da sicher so sensibilisiert, dass eben genau diese Dinge berücksichtigt werden.
Nicole
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