Andrea — meine Erlebnisse
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Andrea aus Sachsen
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Andrea — meine Erlebnisse
Hallo alle zusammen,
wenn ich so ins Forum schaue, finde ich immer häufiger Beiträge von Mitgliedern, die ihre Erlebnisse hier niedergeschrieben haben. Zahlreiche Danksagungen zeigen, dass so etwas gut ankommt. Dieser schönen Tradition möchte ich mich gern anschließen und habe diesen Thread eröffnet, in welchen ich in unregelmäßigen Abständen künftig über meine Erlebnisse berichten möchte. Ich hoffe, damit dem Wunsch vieler Forumsmitglieder nachzukommen.
13.5.2012
Es war wieder einmal eine Gelegenheit zu Crossdressen und die Frage im Vorfeld, was mache ich da eigentlich, war nach dem Blick in diverse Veranstaltungskalender schnell geklärt. Das Chemnitzer Kabarett gab eine Vorstellung, und nachdem ein Besuch dort schon seit einiger Zeit auf meiner Wunschliste stand, sollte das heute Wirklichkeit werden. Schnell war online eine Eintrittskarte bestellt, die Antwort kam prompt:
Sehr geehrte Frau ..., Ihnen wurde ein Platz reserviert. Bitte holen Sie die Karte bis spätestens 19.30 Uhr an der Abendkasse ab.
Normalerweise gehe ich für Veranstaltungen nach der Arbeit in Chemnitz zum Umziehen und Schminken ins Zweithaarstudio Simone. Diesmal wurde mir aber wenige Tage vorher mitgeteilt, dass an diesem Tag wegen eines traurigen Ereignisses geschlossen ist. Was nun? Alles absagen? Zum Glück waren die Leute vom different people (u.a. Treffpunkt für Crossdresser in Chemnitz) so freundlich und haben mir außerhalb der Öffnungszeiten deren Räume zur Verfügung gestellt. So musste ich zwar selbst zu Wimperntusche, Kajal und Lippenstift greifen, aber das ist ja nicht mehr das Problem. Erstmalig habe ich mir auch die Fingernägel lackiert.
An diesem Tag habe ich mir, auch angeregt durch die Werbung hier im Forum, ein langes Sommerkleid angezogen. Ich hatte es schon vor längerer Zeit gekauft, aber damals noch nicht gleich anprobiert. Das Ergebnis: Trotz meiner Größe von 1,78m und Absatzschuhen schleifte es auf dem Boden und oben schaute der halbe BH heraus. Erst nachdem ich die Träger um etwa 10cm gekürzt hatte, passte es einigermaßen. Trotzdem gefallen mir die ärmellosen Teile nicht so gut. So kam mir das kühle Wetter ganz entgegen, denn so konnte ich mein schwarzes Bolerojäckchen darüber ziehen. Ich habe zwei Fotos dazu in meine Galerie gestellt:
gallery/image_page.php?album_id=677&image_id=5624
gallery/image_page.php?album_id=677&image_id=5625
Ich hatte am Nachmittag zunächst zwei Stunden Zeit zum Einkaufen eingeplant und wollte nach einem kurzärmlichen langen Sommerkleid Ausschau halten. Die Ständer mit den Angeboten zum SSV quellen derzeit regelrecht über (obwohl der Sommer noch gar nicht richtig begonnen hat), aber fast alles ohne Ärmel. Die wenigen Ausnahmen passten nicht oder entsprachen aus verschiedenen Gründen nicht meinem ästhetischen Empfinden. Als Ausbeute dieses Einkaufstages blieben eine (kurzärmlige) Bluse mit Blumenmuster und eine goldene Halskette mit Schmetterlingsmotiv.
Der Besuch im Kabarettkeller (im wahrsten Sinne des Wortes) verlief für mich als Andrea ohne Probleme. Ein paar prickelnde Momente gab es trotzdem. Es begann damit, dass ich in Unkenntnis der örtlichen Gegebenheiten bei der Bestellung keinen besonderen Platzwunsch geäußert hatte und dadurch gleich in der ersten Reihe platziert wurde. Der Weg dorthin führte nur über die Bühne, vor den Augen der schon anwesenden Besucher. Wahrscheinlich ist es bei jeder Vorstellung üblich, die Besucher der ersten Reihen mit einzubinden. So blieb für mich die spannende Erwartung, was die wohl mit mir vorhaben. Aber dafür saß ich wahrscheinlich zu weit am Rande. Nachdem der Mann neben mir dran war, war die Vorstellung zu Ende. Nur zwischendurch musste ich aufpassen, bei verschiedenen Spielen in der Art: "Alle Herren bitte mal aufstehen", das Richtige nicht zur falschen Zeit zu tun.
Der Abend war alles in allem sehr lustig. Das Stück nannte sich "Der Nächste bitte!" und nahm unser Gesundheitswesen ein wenig auf die Schippe. Die etwa 140 Plätze waren fast komplett ausgebucht. Mir hat es jedenfalls sehr gut gefallen und nach dieser neuen Erfahrung kann ich sagen: Es war bestimmt nicht das letzte Mal.
wenn ich so ins Forum schaue, finde ich immer häufiger Beiträge von Mitgliedern, die ihre Erlebnisse hier niedergeschrieben haben. Zahlreiche Danksagungen zeigen, dass so etwas gut ankommt. Dieser schönen Tradition möchte ich mich gern anschließen und habe diesen Thread eröffnet, in welchen ich in unregelmäßigen Abständen künftig über meine Erlebnisse berichten möchte. Ich hoffe, damit dem Wunsch vieler Forumsmitglieder nachzukommen.
13.5.2012
Es war wieder einmal eine Gelegenheit zu Crossdressen und die Frage im Vorfeld, was mache ich da eigentlich, war nach dem Blick in diverse Veranstaltungskalender schnell geklärt. Das Chemnitzer Kabarett gab eine Vorstellung, und nachdem ein Besuch dort schon seit einiger Zeit auf meiner Wunschliste stand, sollte das heute Wirklichkeit werden. Schnell war online eine Eintrittskarte bestellt, die Antwort kam prompt:
Sehr geehrte Frau ..., Ihnen wurde ein Platz reserviert. Bitte holen Sie die Karte bis spätestens 19.30 Uhr an der Abendkasse ab.
Normalerweise gehe ich für Veranstaltungen nach der Arbeit in Chemnitz zum Umziehen und Schminken ins Zweithaarstudio Simone. Diesmal wurde mir aber wenige Tage vorher mitgeteilt, dass an diesem Tag wegen eines traurigen Ereignisses geschlossen ist. Was nun? Alles absagen? Zum Glück waren die Leute vom different people (u.a. Treffpunkt für Crossdresser in Chemnitz) so freundlich und haben mir außerhalb der Öffnungszeiten deren Räume zur Verfügung gestellt. So musste ich zwar selbst zu Wimperntusche, Kajal und Lippenstift greifen, aber das ist ja nicht mehr das Problem. Erstmalig habe ich mir auch die Fingernägel lackiert.
An diesem Tag habe ich mir, auch angeregt durch die Werbung hier im Forum, ein langes Sommerkleid angezogen. Ich hatte es schon vor längerer Zeit gekauft, aber damals noch nicht gleich anprobiert. Das Ergebnis: Trotz meiner Größe von 1,78m und Absatzschuhen schleifte es auf dem Boden und oben schaute der halbe BH heraus. Erst nachdem ich die Träger um etwa 10cm gekürzt hatte, passte es einigermaßen. Trotzdem gefallen mir die ärmellosen Teile nicht so gut. So kam mir das kühle Wetter ganz entgegen, denn so konnte ich mein schwarzes Bolerojäckchen darüber ziehen. Ich habe zwei Fotos dazu in meine Galerie gestellt:
gallery/image_page.php?album_id=677&image_id=5624
gallery/image_page.php?album_id=677&image_id=5625
Ich hatte am Nachmittag zunächst zwei Stunden Zeit zum Einkaufen eingeplant und wollte nach einem kurzärmlichen langen Sommerkleid Ausschau halten. Die Ständer mit den Angeboten zum SSV quellen derzeit regelrecht über (obwohl der Sommer noch gar nicht richtig begonnen hat), aber fast alles ohne Ärmel. Die wenigen Ausnahmen passten nicht oder entsprachen aus verschiedenen Gründen nicht meinem ästhetischen Empfinden. Als Ausbeute dieses Einkaufstages blieben eine (kurzärmlige) Bluse mit Blumenmuster und eine goldene Halskette mit Schmetterlingsmotiv.
Der Besuch im Kabarettkeller (im wahrsten Sinne des Wortes) verlief für mich als Andrea ohne Probleme. Ein paar prickelnde Momente gab es trotzdem. Es begann damit, dass ich in Unkenntnis der örtlichen Gegebenheiten bei der Bestellung keinen besonderen Platzwunsch geäußert hatte und dadurch gleich in der ersten Reihe platziert wurde. Der Weg dorthin führte nur über die Bühne, vor den Augen der schon anwesenden Besucher. Wahrscheinlich ist es bei jeder Vorstellung üblich, die Besucher der ersten Reihen mit einzubinden. So blieb für mich die spannende Erwartung, was die wohl mit mir vorhaben. Aber dafür saß ich wahrscheinlich zu weit am Rande. Nachdem der Mann neben mir dran war, war die Vorstellung zu Ende. Nur zwischendurch musste ich aufpassen, bei verschiedenen Spielen in der Art: "Alle Herren bitte mal aufstehen", das Richtige nicht zur falschen Zeit zu tun.
Der Abend war alles in allem sehr lustig. Das Stück nannte sich "Der Nächste bitte!" und nahm unser Gesundheitswesen ein wenig auf die Schippe. Die etwa 140 Plätze waren fast komplett ausgebucht. Mir hat es jedenfalls sehr gut gefallen und nach dieser neuen Erfahrung kann ich sagen: Es war bestimmt nicht das letzte Mal.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
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Marlene
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
Zitat: "Alle Herren bitte mal aufstehen", das Richtige nicht zur falschen Zeit zu tun.
oh, ja die Macht der Gewohnheit... Das kann sehr schnell in's Auge gehen.
Ansonsten, schöner Bericht und ich freue mich mit Dir.
L.G. Marlene
oh, ja die Macht der Gewohnheit... Das kann sehr schnell in's Auge gehen.
Ansonsten, schöner Bericht und ich freue mich mit Dir.
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Andrea aus Sachsen
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
Das war eine andere Andrea (auch aus Sachsen), hätte aber auch von mir sein können. Die Eintragung im Dresdner Stadtwiki ist dagegen in Ordnung. Ansonsten vielen Dank für die Glückwünsche!darialena hat geschrieben:Sehr schön auch Deine Wortmeldung im Gästebuch vom Changeable.
Und hier ist bereits der nächste Bericht:
14.5.2012
Im Zusammenhang mit meinem neuesten Erlebnis möchte ich auf eine Sehenswürdigkeit in meiner näheren Umgebung hinweisen. Etwa 25 km nördlich von Chemnitz befindet sich die Talsperre Kriebstein, mitten im idyllischen Zschopautal. Neben Schiffsverkehr, Bootsverleih, Bade- und Sportmöglichkeiten gibt es seit vier Jahren dort eine Seebühne. Gegenüber dem Vorbild von Bregenz ist sie zwar mindestens eine Nummer kleiner, dafür aber meines Erachtens landschaftlich schöner gelegen. Derzeit wird auf dieser Bühne unter anderem die Operette "Die Großherzogin von Gerolstein", ein selten gespieltes Werk von Jacques Offenbach aufgeführt. Diese einmalige Gelegenheit, das Stück kennenzulernen, wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen, und wenn schon, dann als Andrea.
Bei Freiluftveranstaltungen wie dieser, wenn sich auch noch das Wetter sehr wechselhaft zeigt, ist die Auswahl der passenden Bekleidung durchaus eine Herausforderung. Ursprünglich wollte ich noch einmal das gleiche Kleid wie am Vortag im Kabarett anziehen. Bei der für die Jahreszeit viel zu kühlen Witterung und dem fast schon stürmischen Wind wäre das keine gute Wahl gewesen. Derzeit besitze ich nur eine einzige Jacke, die mir geeignet erschien, aber was dazu anziehen? Diese Frage hatte mich fast den ganzen Tag beschäftigt. Ich fand, dass meine dunklen Röcke gut zu der am Vortag gekauften Bluse passten. Wegen des starken Windes entschied ich mich schließlich für meinen kniebedeckenden schwarzen engen Rock, dazu schwarze Strumpfhosen, Pumps und eben die neue Bluse mit Blumenmuster.
Offen blieb bis zuletzt auch, wie ich nach Kriebstein komme. Voriges Jahr wurde eine Sonderbuslinie ab Chemnitz zu den Veranstaltungen auf der Seebühne eingerichtet. Damit wäre es am schnellsten gegangen, mir schwebte aber eine schönere Variante vor: Nur bis Mittweida fahren; von dort sind es etwa 2 km bis zur Bootsanlegestelle am anderen Ende des Stausees und den Rest des Weges mit dem Schiff. Da das Wetter an diesem Tag fast stündlich wechselte, wusste ich lange nicht, welche Variante ich wählen sollte.
Als ich mit dem Schminken fertig war, reichte die Zeit noch für den Umweg und es schien die Sonne! Also machte ich mich sofort auf den Weg. Busfahren als Andrea ist für mich überhaupt kein Problem mehr, aber der Fußweg im engen Rock war schon eine Herausforderung. Es wurde sogar so warm, dass ich die Jacke ausziehen musste. Mit etwas kleineren Schritten habe ich es aber bequem bis zur Bootsanlegestelle geschafft. Während der 45-minütigen Bootsfahrt schlug das Wetter wieder um. Ein kräftiger Regenschauer ging nieder. Zum Glück war das Boot überdacht. Am anderen Ufer angekommen, schien bereits wieder die Sonne und der Wind hatte sich gelegt. Ich nahm noch einen kleinen Imbiss zu mir und ging zur Seebühne. Von einer anderen Besucherin habe ich ein Erinnerungsfoto machen lassen. Ihr könnt es in meiner Galerie sehen: gallery/image_page.php?album_id=677&image_id=5631
Leider waren die Plätze nicht einmal zur Hälfte ausgebucht. Lag es nun mehr am Wetter oder an dem unbekannten Stück? Sehenswert war es auf jeden Fall und die Musik Offenbachs ist ja eigentlich auch für wenig klassikerprobte Ohren geeignet. Allerdings ist klar, dass mit den begrenzten Möglichkeiten dieser Bühne (verkleinertes Orchester, keine Akustik) keine hohe musikalische Brillanz erreicht werden kann. Der Reiz einer solchen Aufführung liegt mehr in dem besonderen natürlichen Ambiente.
Aus Crossdressersicht interessant war die Vielzahl der Kostüme, die die weibliche Hauptdarstellerin trug. Fast in jeder Szene ein anderes Kleid und eine andere Frisur (Perücke), teilweise nicht zur Epoche des Stückes passend, aber immer eine Augenweide! Da hätte die eine oder andere von uns wohl gern mitgespielt.
Das Wetter hatte übrigens durchgehalten und es wurde noch ein schöner unvergessener Abend. Pünktlich konnte ich mit dem Bus wieder nach Hause fahren. Wer mehr über das Stück wissen möchte kann hier nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Gro%C3 ... Gerolstein
Vielleicht hilft meine Mundpropaganda hier im Forum, dass die Besucher nächstes Jahr etwas zahlreicher kommen. Es wäre doch schade, wenn es diese schöne Einrichtung eines Tages nicht mehr gäbe, weil "es sich nicht rechnet".
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
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Andrea aus Sachsen
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
Hallo alle zusammen,
vielleicht hat es einer von euch gemerkt, dass ich mich bei meinen letzten beiden Berichten im Datum vertan hatte. Es war natürlich der 13. und 14.7.2012 .
Diesmal mache ich es gleich richtig:
24.8.2012
Endlich wieder mal eine Gelegenheit zum Crossdressing! Es sollte nur ein Einkaufstag (genaugenommen nur 2 bis 3 Stunden) in meiner Heimatstadt werden, eigentlich für mich inzwischen völlig unspektakulär. Dass die Möglichkeit besteht, Bekannte zu treffen, sehe ich inzwischen eher gelassen, schließlich ist das Risiko bei externen Aktivitäten auch nicht viel geringen (und auch schon eingetreten), da ich ja erst mal aus der Stadt raus und später wieder rein muss.
Bereits einige Wochen zuvor hatte ich mich bei einer Bekannten geoutet, die als Verkäuferin in der Stadt arbeitet. Anfangs etwas schockiert, zeigte sie doch bald Interesse für die Sache, und ich zeigte ihr Fotos von Andrea. Sie konnte sich aber nicht vorstellen, dass, insbesondere wenn es zu einem Gespräch kommt, keiner etwas merken sollte, wenn ich so unterwegs bin. Es war nur noch eine Frage der Zeit, dass sie Andrea auch mal in natura kennenlernen sollte.
Ich hatte im Vorfeld schon angekündigt, eventuell mal in Ihren Laden reinzuschauen. Sie erinnerte mich daraufhin, dass ich seit Weihnachten einen Gutschein besitze. Ich selbst vergesse oft, Gutscheine einzulösen; diesmal aber steckte ich ihn gleich in meine Damenhandtasche. So konnte diesbezüglich erst einmal nichts mehr passieren.
Nachdem ich mal etwas eher Feierabend gemacht und mich geschminkt hatte, konnte mein Einkaufsnachmittag beginnen. Für mich war es inzwischen nichts Besonderes mehr. Ich trug eine Bluse mit Blumenmuster, dazu einen blau-weiß gepunkteten kniebedeckenden Rock, hautfarbene Strumpfhosen und cremfarbene Sandaletten. Meine Bekannte hatte mich erkannt und richtig reagiert, indem sie nach dem üblichen freundlichen "Guten Tag" sich nichts anmerken ließ. Ich suchte mir etwas Sinnvolles aus, um auf den Wert des Gutscheins zu kommen, ging zu einer Kollegin meiner Bekannten an die Kasse, legte den Gutschein vor und bezahlte einen kleinen Restbetrag. Viel habe dabei nicht gesprochen, aber eigentlich genug, dass man meinen könnte, der Gesprächspartner müsste stutzig werden. Meine Bekannte konnte das gut beobachten; wir zwinkerten uns kurz zu, bevor ich den Laden verließ. Offensichtlich bin ich wieder einmal nicht aufgefallen.
Das eigentliche Ziel meines Einkaufsbummels war ein Modegeschäft am Rande der Stadt, wo ich sonst nur selten hinkomme. Wie derzeit fast überall, quellten auch hier die Ständer mit den Sonderangeboten zum SSV regelrecht über. Vor einigen Wochen war ich, wie bereits berichtet, bei der Suche nach einem Sommerkleid nicht fündig geworden. So bin ich noch einmal auf die Suche gegangen und hatte auch einige gut aussehende Stücke entdeckt. Drei davon probierte ich an, gekauft habe schließlich das Kleid, welches eigentlich nur 3. Wahl war. Das zeigte mir wieder einmal, wie wichtig das Anprobieren ist. Das Kleid ist rot-weiß gemustert, knielang, kurzärmlich (ärmellos mag ich nicht so) und passt wie angegossen. Vielleicht, wenn das Wetter so bleibt, werde ich es in 14 Tagen zum Crossdressertreffen in Chemnitz anziehen. Ansonsten muss ich damit wahrscheinlich bis zum nächsten Sommer warten.
Das beeindruckendere Erlebnis an diesem Tag hatte offensichtlich meine Bekannte. Sie rief mich noch am selben Abend an und erzählte mir, wie es im Laden weiterging. Nachdem ich weg war, blieb mein Einkauf noch eine ganze Weile Gesprächsthema. Es ging aber nicht um mein äußeres Erscheinungsbild oder gar um meine Identität, sondern vor allem um die Abrechnung des Gutscheines und inwiefern die von mir gekaufte Ware noch vorrätig ist. Meine Bekannte war zunächst einmal sehr verblüfft, dass ihre Kollegin dabei immer von "dieser Kundin" sprach, an deren weiblicher Identität sie offenbar keinerlei Zweifel hegte. Sie wunderte sich nur, warum ich den Gutschein erst jetzt vorlegte. Meine Bekannte half bei der "Aufklärung" und sie einigten sich darauf, dass ich wohl auswärts wohnen müsse und nur selten in ihren Laden komme. Schließlich konnte die Kollegin sich auch nicht daran erinnern, "diese Kundin" schon einmal gesehen zu haben. Meine Bekannte sagte mir noch, dass sie bei dem Gespräch große Mühe hatte, sich das Lachen zu verkneifen.
Meinerseits kann ich da nur die Bemerkung anfügen, dass ich in dem Laden mit Sicherheit schon einige Male gesehen worden bin, aber vorher nur in der männlichen Ausführung. Dieses Erlebnis hat mir erstmals das bestätigt, was ich draußen zwar ständig erlebe, aber manchmal noch nicht so recht glauben wollte, nämlich als Frau durchzugehen. Inzwischen sehe ich es auch gelassen, wenn ich als Andrea draußen anderen Bekannten begegne, wie es an diesem Tag mindestens 3 mal passiert ist. Ich werde derartige Situationen aber auch nicht mehr als nötig heraufbeschwören.
vielleicht hat es einer von euch gemerkt, dass ich mich bei meinen letzten beiden Berichten im Datum vertan hatte. Es war natürlich der 13. und 14.7.2012 .
Diesmal mache ich es gleich richtig:
24.8.2012
Endlich wieder mal eine Gelegenheit zum Crossdressing! Es sollte nur ein Einkaufstag (genaugenommen nur 2 bis 3 Stunden) in meiner Heimatstadt werden, eigentlich für mich inzwischen völlig unspektakulär. Dass die Möglichkeit besteht, Bekannte zu treffen, sehe ich inzwischen eher gelassen, schließlich ist das Risiko bei externen Aktivitäten auch nicht viel geringen (und auch schon eingetreten), da ich ja erst mal aus der Stadt raus und später wieder rein muss.
Bereits einige Wochen zuvor hatte ich mich bei einer Bekannten geoutet, die als Verkäuferin in der Stadt arbeitet. Anfangs etwas schockiert, zeigte sie doch bald Interesse für die Sache, und ich zeigte ihr Fotos von Andrea. Sie konnte sich aber nicht vorstellen, dass, insbesondere wenn es zu einem Gespräch kommt, keiner etwas merken sollte, wenn ich so unterwegs bin. Es war nur noch eine Frage der Zeit, dass sie Andrea auch mal in natura kennenlernen sollte.
Ich hatte im Vorfeld schon angekündigt, eventuell mal in Ihren Laden reinzuschauen. Sie erinnerte mich daraufhin, dass ich seit Weihnachten einen Gutschein besitze. Ich selbst vergesse oft, Gutscheine einzulösen; diesmal aber steckte ich ihn gleich in meine Damenhandtasche. So konnte diesbezüglich erst einmal nichts mehr passieren.
Nachdem ich mal etwas eher Feierabend gemacht und mich geschminkt hatte, konnte mein Einkaufsnachmittag beginnen. Für mich war es inzwischen nichts Besonderes mehr. Ich trug eine Bluse mit Blumenmuster, dazu einen blau-weiß gepunkteten kniebedeckenden Rock, hautfarbene Strumpfhosen und cremfarbene Sandaletten. Meine Bekannte hatte mich erkannt und richtig reagiert, indem sie nach dem üblichen freundlichen "Guten Tag" sich nichts anmerken ließ. Ich suchte mir etwas Sinnvolles aus, um auf den Wert des Gutscheins zu kommen, ging zu einer Kollegin meiner Bekannten an die Kasse, legte den Gutschein vor und bezahlte einen kleinen Restbetrag. Viel habe dabei nicht gesprochen, aber eigentlich genug, dass man meinen könnte, der Gesprächspartner müsste stutzig werden. Meine Bekannte konnte das gut beobachten; wir zwinkerten uns kurz zu, bevor ich den Laden verließ. Offensichtlich bin ich wieder einmal nicht aufgefallen.
Das eigentliche Ziel meines Einkaufsbummels war ein Modegeschäft am Rande der Stadt, wo ich sonst nur selten hinkomme. Wie derzeit fast überall, quellten auch hier die Ständer mit den Sonderangeboten zum SSV regelrecht über. Vor einigen Wochen war ich, wie bereits berichtet, bei der Suche nach einem Sommerkleid nicht fündig geworden. So bin ich noch einmal auf die Suche gegangen und hatte auch einige gut aussehende Stücke entdeckt. Drei davon probierte ich an, gekauft habe schließlich das Kleid, welches eigentlich nur 3. Wahl war. Das zeigte mir wieder einmal, wie wichtig das Anprobieren ist. Das Kleid ist rot-weiß gemustert, knielang, kurzärmlich (ärmellos mag ich nicht so) und passt wie angegossen. Vielleicht, wenn das Wetter so bleibt, werde ich es in 14 Tagen zum Crossdressertreffen in Chemnitz anziehen. Ansonsten muss ich damit wahrscheinlich bis zum nächsten Sommer warten.
Das beeindruckendere Erlebnis an diesem Tag hatte offensichtlich meine Bekannte. Sie rief mich noch am selben Abend an und erzählte mir, wie es im Laden weiterging. Nachdem ich weg war, blieb mein Einkauf noch eine ganze Weile Gesprächsthema. Es ging aber nicht um mein äußeres Erscheinungsbild oder gar um meine Identität, sondern vor allem um die Abrechnung des Gutscheines und inwiefern die von mir gekaufte Ware noch vorrätig ist. Meine Bekannte war zunächst einmal sehr verblüfft, dass ihre Kollegin dabei immer von "dieser Kundin" sprach, an deren weiblicher Identität sie offenbar keinerlei Zweifel hegte. Sie wunderte sich nur, warum ich den Gutschein erst jetzt vorlegte. Meine Bekannte half bei der "Aufklärung" und sie einigten sich darauf, dass ich wohl auswärts wohnen müsse und nur selten in ihren Laden komme. Schließlich konnte die Kollegin sich auch nicht daran erinnern, "diese Kundin" schon einmal gesehen zu haben. Meine Bekannte sagte mir noch, dass sie bei dem Gespräch große Mühe hatte, sich das Lachen zu verkneifen.
Meinerseits kann ich da nur die Bemerkung anfügen, dass ich in dem Laden mit Sicherheit schon einige Male gesehen worden bin, aber vorher nur in der männlichen Ausführung. Dieses Erlebnis hat mir erstmals das bestätigt, was ich draußen zwar ständig erlebe, aber manchmal noch nicht so recht glauben wollte, nämlich als Frau durchzugehen. Inzwischen sehe ich es auch gelassen, wenn ich als Andrea draußen anderen Bekannten begegne, wie es an diesem Tag mindestens 3 mal passiert ist. Ich werde derartige Situationen aber auch nicht mehr als nötig heraufbeschwören.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
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7.9.2012
Es war wieder einmal Crossdressertreffen bei CROSSundQUEER in Chemnitz und ich konnte es endlich wieder mal ermöglichen, dabei zu sein. Wie schon mehrmals in der Vergangenheit, habe ich mich wieder im Zweithaarstudio Simone umgezogen und schminken lassen. Im Gegensatz zu Aktionen, die ich von zu Hause aus starte, ist bei solch einer externen Verwandlung inzwischen die Vorbereitung das spannendste, denn hier kommt es darauf an, nichts zu vergessen. Ich kontrolliere vorher auch noch einmal die Sachen, damit kein Knopf fehlt oder Reißverschluss klemmt. Diesmal war ich aber nicht ganz aufmerksam. Zum Glück fehlte aber nur die Halskette, Schuhe oder Perücke wären schlimmer gewesen.
Um das Sommerkleid, das ich 2 Wochen vorher gekauft hatte, einzuweihen, war es schon etwas zu kühl. Deshalb hatte ich meine Bluse mit Blumenmuster, einen schwarz-weiß gepunkteten kniefreien Rock, schwarze Strumpfhosen und Pumps sowie meine Jacke mit Hahnentrittmuster eingepackt. Fast das gleiche Outfit trug ich schon einmal bei einem früheren Ausflug (siehe Galerie gallery/image_page.php?album_id=677&image_id=5438). Nach dem Schminken ließ ich noch ein Foto machen (ohne Jacke), ihr könnt es in meiner Galerie sehen (gallery/image_page.php?album_id=677&image_id=5896).
Bis zum Crossdressertreffen blieb noch etwas Zeit zum Einkaufen. Zuerst habe ich mir noch eine Halskette gekauft, und auch gleich umgebunden, damit mein Hals nicht so nackt aussah. Ansonsten hatte ich diesmal keinen rechten Plan, wonach ich Ausschau halten sollte. Das Wetter brachte mich aber auf eine Idee. Wie gesagt, um kurzärmlig draußen rumzulaufen, war es bereits zu kühl. Mit der Jacke, meiner bisher einzigen, kam ich dagegen schon etwas ins Schwitzen. Ich brauchte also noch eine dünnere. Irgendwie war aber nicht die richtige Jahreszeit für derartige Wünsche. Die Geschäfte hingen schon voll mit Wintersachen und das, was vom Sommerschlussverkauf noch übrig war, entsprach nicht so meinen Vorstellungen.
Nicht widerstehen konnte ich dagegen bei einem weinroten knielangen Strickkleid. Damit musste ich meinen Einkaufsbummel auch schon beenden, um noch rechtzeitig zum Treffen zu kommen.
Am Treffpunkt angekommen staunte ich zunächst. Wer sind denn die drei Herren da? Die kannte ich gar nicht, oder doch? Wie sich herausstellte hatte die Gruppe am Wochenende zuvor einen dreitägigen Ausflug nach Dresden unternommen. Das war offenbar so anstrengend, dass drei der Damen keine Lust hatten, schon wieder auszugehen und sich durch ihre männlichen Seiten vertreten ließen. Keine Lust als Andrea rauszugehen — so etwas kann ich mir zur Zeit nicht vorstellen.
Für mich war dieser Abend nicht so interessant, denn es ging fast ausschließlich um die Auswertung der Erlebnisse vor einer Woche. Ich, die selbst nicht dabei war, bin so kaum zu Wort gekommen. Trotzdem war es schön, die alten Freundinnen mal wiederzusehen, auch wenn, wie gesagt, drei davon in so einer eigenartigen Verkleidung auftraten.
7.9.2012
Es war wieder einmal Crossdressertreffen bei CROSSundQUEER in Chemnitz und ich konnte es endlich wieder mal ermöglichen, dabei zu sein. Wie schon mehrmals in der Vergangenheit, habe ich mich wieder im Zweithaarstudio Simone umgezogen und schminken lassen. Im Gegensatz zu Aktionen, die ich von zu Hause aus starte, ist bei solch einer externen Verwandlung inzwischen die Vorbereitung das spannendste, denn hier kommt es darauf an, nichts zu vergessen. Ich kontrolliere vorher auch noch einmal die Sachen, damit kein Knopf fehlt oder Reißverschluss klemmt. Diesmal war ich aber nicht ganz aufmerksam. Zum Glück fehlte aber nur die Halskette, Schuhe oder Perücke wären schlimmer gewesen.
Um das Sommerkleid, das ich 2 Wochen vorher gekauft hatte, einzuweihen, war es schon etwas zu kühl. Deshalb hatte ich meine Bluse mit Blumenmuster, einen schwarz-weiß gepunkteten kniefreien Rock, schwarze Strumpfhosen und Pumps sowie meine Jacke mit Hahnentrittmuster eingepackt. Fast das gleiche Outfit trug ich schon einmal bei einem früheren Ausflug (siehe Galerie gallery/image_page.php?album_id=677&image_id=5438). Nach dem Schminken ließ ich noch ein Foto machen (ohne Jacke), ihr könnt es in meiner Galerie sehen (gallery/image_page.php?album_id=677&image_id=5896).
Bis zum Crossdressertreffen blieb noch etwas Zeit zum Einkaufen. Zuerst habe ich mir noch eine Halskette gekauft, und auch gleich umgebunden, damit mein Hals nicht so nackt aussah. Ansonsten hatte ich diesmal keinen rechten Plan, wonach ich Ausschau halten sollte. Das Wetter brachte mich aber auf eine Idee. Wie gesagt, um kurzärmlig draußen rumzulaufen, war es bereits zu kühl. Mit der Jacke, meiner bisher einzigen, kam ich dagegen schon etwas ins Schwitzen. Ich brauchte also noch eine dünnere. Irgendwie war aber nicht die richtige Jahreszeit für derartige Wünsche. Die Geschäfte hingen schon voll mit Wintersachen und das, was vom Sommerschlussverkauf noch übrig war, entsprach nicht so meinen Vorstellungen.
Nicht widerstehen konnte ich dagegen bei einem weinroten knielangen Strickkleid. Damit musste ich meinen Einkaufsbummel auch schon beenden, um noch rechtzeitig zum Treffen zu kommen.
Am Treffpunkt angekommen staunte ich zunächst. Wer sind denn die drei Herren da? Die kannte ich gar nicht, oder doch? Wie sich herausstellte hatte die Gruppe am Wochenende zuvor einen dreitägigen Ausflug nach Dresden unternommen. Das war offenbar so anstrengend, dass drei der Damen keine Lust hatten, schon wieder auszugehen und sich durch ihre männlichen Seiten vertreten ließen. Keine Lust als Andrea rauszugehen — so etwas kann ich mir zur Zeit nicht vorstellen.
Für mich war dieser Abend nicht so interessant, denn es ging fast ausschließlich um die Auswertung der Erlebnisse vor einer Woche. Ich, die selbst nicht dabei war, bin so kaum zu Wort gekommen. Trotzdem war es schön, die alten Freundinnen mal wiederzusehen, auch wenn, wie gesagt, drei davon in so einer eigenartigen Verkleidung auftraten.
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
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29.9.2012
Auf dem Spielplan der Chemnitzer Oper stand Nabucco, eins der berühmtesten Werke der Opernliteratur, und das von Guiseppe Verdi, meinem Lieblingskomponisten, der vor 170 Jahren mit genau diesem Werk seinen Durchbruch schaffte. Klar, dass ich mir für diese Vorstellung schon vor einigen Wochen eine Karte besorgt hatte. Damit sich die Sache auch lohnt, habe ich den Opernbesuch mit einem Einkaufsbummel in Chemnitz verbunden. Die Sachen für den festlichen Teil des Tages hatte ich wie beim letzten Mal in einen Beutel gepackt, um sie dann vor Ort zu wechseln.
So fuhr ich bereits am frühen Nachmittag nach Chemnitz. Ziel war ein Einkaufszentrum am Rande der Stadt, wo ich bisher erst ein Mal war, obwohl ich ganz in der Nähe arbeite. Vom Stadtzentrum sind es bis dorthin etwa 25 Minuten mit dem Bus. Auf meinem (geistigen) Einkaufszettel stand diesmal ein Outfit für das nächste Crossdressertreffen, das unter dem Motto Oktoberfest stehen sollte. Optimal wäre dafür natürlich ein echtes Dirndl, was ich grundsätzlich auch gern mal anziehen würde. Aber mir fällt nichts ein, wo ich das in absehbarer Zeit sonst noch mal nutzen könnte, und da wäre mir der Aufwand zu groß. Ich suchte deshalb zu meinem margentafarbenen Stufenrock, der schon etwas volkstümlich aussieht, ein passendes Oberteil, welches der bayrischen Nationaltracht etwas nahekommt.
Zuerst ging ich in einen kleineren Laden, wurde aber nicht fündig. Die Sachen dort waren alle zu alltäglich.
Im nächsten größeren Laden, bei Adler-Mode, habe ich dagegen schnell etwas gefunden. Ich musste aber drei Mal in die Kabine, bis alles passte. Zuerst nahm ich zwei weiße Blusen und eine schwarze Weste in Augenschein. Eine Bluse, die es nur in Größe 42 gab, war zu eng, die andere sah nur über dem Rock schön aus, aber so passte die Weste nicht dazu. Beim zweiten Versuch probierte ich eine blau-weiß karierte Bluse. Eine dazu passende blaue Weste hing gleich daneben. Letztere gab es in meiner bevorzugten Größe 44, aber die Bluse nur in 42 und 46 . Ich probierte die größere und stellte zunächst fest, dass Bluse, Weste und mein Rock gut zueinander passten, aber unter der Bluse war noch viel Luft. Also probierte ich in einem dritten Versuch die karierte Bluse in Größe 42 und siehe da, sie passt wie angegossen. Wie unterschiedlich doch die Größen ausfallen können!
Neben dieser Bluse-Weste-Kombination konnte ich bei einer anderen Bluse nicht widerstehen. Außerdem kaufte ich notgedrungen noch ein blaugraues Damenunterhemd, da ich vergessen hatte, unter der leicht transparenten Bluse für die Oper etwas dergleichen drunter zu ziehen. Die Arme hatte ich rasiert, aber meine Oberkörperbehaarung wäre so wahrscheinlich sichtbar gewesen. Ich zog das Unterhemd auch gleich auf der (Damen-)Toilette an, und das war das vierte Mal umziehen.
Anschließend bin gleich wieder in die Innenstadt gefahren, denn da fanden an diesem Wochenende die Chemnitzer Modenächte statt. Da waren auf mehreren Bühnen Modenschauen, Miss-Wahlen, Schaufrisieren und —schminken und anderes aus der Welt der Mode zu sehen, und bis 22 Uhr konnte man sich in diversen Modegeschäften neu einkleiden. Viel sah ich davon allerdings nicht, denn ich hatte ja noch etwas anderes vor. Aber für"™ s nächste Jahr könnte ich mir vorstellen, dafür mal etwas mehr Zeit einzuplanen. In einer Freiluftgaststätte vor einer der Bühnen hatte ich bei idealem spätsommerlichen Wetter noch etwas gegessen, bevor ich mich auf den Weg zum kulturellen Höhepunkt des Tages machte.
Im Opernhaus hatte ich in der (Damen-)Toilette Rock und Schuhe getauscht, bevor ich die anderen Sachen an der Garderobe abgab. Ich hatte das gleiche an wie bei meinem letzten Besuch hier. Mein Fundus ist noch nicht so groß, dass ich da oft wechseln könnte. Von einem anderen Besucher lies ich mir ein Foto machen und habe es in meine Galerie gestellt: gallery/image_page.php?album_id=677&image_id=5987
Von den anderen Besuchern war ich diesmal übrigens sehr positiv überrascht. Obwohl die Generation 60+ immer noch am stärksten vertreten war, hatten doch auch jüngere und mittlere Jahrgänge den Weg in die Oper gefunden. Bekleidungsmäßig dominierten bei den Damen (die Herren hatten sowieso keine Wahl) endlich wieder einmal festliche Röcke und Kleider. Selbst bei den 3 bis 4 Jeans, die ich sah, war zumindest ein festliches Oberteil dazu. Nur ein junger Mann, eigentlich noch Jugendlicher, der wahrscheinlich mit seinen Eltern die Aufführung besuchte, sah aus, als wäre er gerade aus der Schule gekommen. Irgendwie kann ich den jungen Mann aber verstehen, denn ich hätte mich in der gängigen Alternative auch nicht wohl gefühlt. Vielleicht wird er auch mal Crossdresser, Anregungen dazu gab es ja reichlich.
Das Stück selbst war musikalisch natürlich absolute Spitze und die Inszenierung auch sehenswert. Trotzdem war die Vorstellung nur zu etwa 90% ausgebucht. Wer mehr über das Stück wissen möchte, kann hier nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Nabucco
Nach diesem erlebnisreichen Tag und wunderschönen Abend wechselte ich noch einmal meine Sachen und fuhr entspannt nach Hause.
29.9.2012
Auf dem Spielplan der Chemnitzer Oper stand Nabucco, eins der berühmtesten Werke der Opernliteratur, und das von Guiseppe Verdi, meinem Lieblingskomponisten, der vor 170 Jahren mit genau diesem Werk seinen Durchbruch schaffte. Klar, dass ich mir für diese Vorstellung schon vor einigen Wochen eine Karte besorgt hatte. Damit sich die Sache auch lohnt, habe ich den Opernbesuch mit einem Einkaufsbummel in Chemnitz verbunden. Die Sachen für den festlichen Teil des Tages hatte ich wie beim letzten Mal in einen Beutel gepackt, um sie dann vor Ort zu wechseln.
So fuhr ich bereits am frühen Nachmittag nach Chemnitz. Ziel war ein Einkaufszentrum am Rande der Stadt, wo ich bisher erst ein Mal war, obwohl ich ganz in der Nähe arbeite. Vom Stadtzentrum sind es bis dorthin etwa 25 Minuten mit dem Bus. Auf meinem (geistigen) Einkaufszettel stand diesmal ein Outfit für das nächste Crossdressertreffen, das unter dem Motto Oktoberfest stehen sollte. Optimal wäre dafür natürlich ein echtes Dirndl, was ich grundsätzlich auch gern mal anziehen würde. Aber mir fällt nichts ein, wo ich das in absehbarer Zeit sonst noch mal nutzen könnte, und da wäre mir der Aufwand zu groß. Ich suchte deshalb zu meinem margentafarbenen Stufenrock, der schon etwas volkstümlich aussieht, ein passendes Oberteil, welches der bayrischen Nationaltracht etwas nahekommt.
Zuerst ging ich in einen kleineren Laden, wurde aber nicht fündig. Die Sachen dort waren alle zu alltäglich.
Im nächsten größeren Laden, bei Adler-Mode, habe ich dagegen schnell etwas gefunden. Ich musste aber drei Mal in die Kabine, bis alles passte. Zuerst nahm ich zwei weiße Blusen und eine schwarze Weste in Augenschein. Eine Bluse, die es nur in Größe 42 gab, war zu eng, die andere sah nur über dem Rock schön aus, aber so passte die Weste nicht dazu. Beim zweiten Versuch probierte ich eine blau-weiß karierte Bluse. Eine dazu passende blaue Weste hing gleich daneben. Letztere gab es in meiner bevorzugten Größe 44, aber die Bluse nur in 42 und 46 . Ich probierte die größere und stellte zunächst fest, dass Bluse, Weste und mein Rock gut zueinander passten, aber unter der Bluse war noch viel Luft. Also probierte ich in einem dritten Versuch die karierte Bluse in Größe 42 und siehe da, sie passt wie angegossen. Wie unterschiedlich doch die Größen ausfallen können!
Neben dieser Bluse-Weste-Kombination konnte ich bei einer anderen Bluse nicht widerstehen. Außerdem kaufte ich notgedrungen noch ein blaugraues Damenunterhemd, da ich vergessen hatte, unter der leicht transparenten Bluse für die Oper etwas dergleichen drunter zu ziehen. Die Arme hatte ich rasiert, aber meine Oberkörperbehaarung wäre so wahrscheinlich sichtbar gewesen. Ich zog das Unterhemd auch gleich auf der (Damen-)Toilette an, und das war das vierte Mal umziehen.
Anschließend bin gleich wieder in die Innenstadt gefahren, denn da fanden an diesem Wochenende die Chemnitzer Modenächte statt. Da waren auf mehreren Bühnen Modenschauen, Miss-Wahlen, Schaufrisieren und —schminken und anderes aus der Welt der Mode zu sehen, und bis 22 Uhr konnte man sich in diversen Modegeschäften neu einkleiden. Viel sah ich davon allerdings nicht, denn ich hatte ja noch etwas anderes vor. Aber für"™ s nächste Jahr könnte ich mir vorstellen, dafür mal etwas mehr Zeit einzuplanen. In einer Freiluftgaststätte vor einer der Bühnen hatte ich bei idealem spätsommerlichen Wetter noch etwas gegessen, bevor ich mich auf den Weg zum kulturellen Höhepunkt des Tages machte.
Im Opernhaus hatte ich in der (Damen-)Toilette Rock und Schuhe getauscht, bevor ich die anderen Sachen an der Garderobe abgab. Ich hatte das gleiche an wie bei meinem letzten Besuch hier. Mein Fundus ist noch nicht so groß, dass ich da oft wechseln könnte. Von einem anderen Besucher lies ich mir ein Foto machen und habe es in meine Galerie gestellt: gallery/image_page.php?album_id=677&image_id=5987
Von den anderen Besuchern war ich diesmal übrigens sehr positiv überrascht. Obwohl die Generation 60+ immer noch am stärksten vertreten war, hatten doch auch jüngere und mittlere Jahrgänge den Weg in die Oper gefunden. Bekleidungsmäßig dominierten bei den Damen (die Herren hatten sowieso keine Wahl) endlich wieder einmal festliche Röcke und Kleider. Selbst bei den 3 bis 4 Jeans, die ich sah, war zumindest ein festliches Oberteil dazu. Nur ein junger Mann, eigentlich noch Jugendlicher, der wahrscheinlich mit seinen Eltern die Aufführung besuchte, sah aus, als wäre er gerade aus der Schule gekommen. Irgendwie kann ich den jungen Mann aber verstehen, denn ich hätte mich in der gängigen Alternative auch nicht wohl gefühlt. Vielleicht wird er auch mal Crossdresser, Anregungen dazu gab es ja reichlich.
Das Stück selbst war musikalisch natürlich absolute Spitze und die Inszenierung auch sehenswert. Trotzdem war die Vorstellung nur zu etwa 90% ausgebucht. Wer mehr über das Stück wissen möchte, kann hier nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Nabucco
Nach diesem erlebnisreichen Tag und wunderschönen Abend wechselte ich noch einmal meine Sachen und fuhr entspannt nach Hause.
Zuletzt geändert von Andrea aus Sachsen am Mo 1. Okt 2012, 03:31, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
Ellen hat geschrieben:Hübsch hergerichtet - der Rock gefällt mir
Sabrina Verena hat geschrieben:Eine sehr femine und freundliche Erscheinung. Gefällt mir.
ab08 hat geschrieben:Hier in Franken würde man da sagen "Baßt scho". Insgesamt stimmig!
lucy f hat geschrieben:du kommst so authentisch und stimmig rüber.
ich kann mir kaum vorstellen, dass irgendjemand bei dir was anderes als eine frau dahinter vermutet.
und mit dem sympatischen lächeln eh nicht.
Hansi1973 hat geschrieben:der Rock ist ja mal der Hammer! sieht super aus! (auch haben wolln! )
Lampenschirm hat geschrieben:Wow!
ab08 hat geschrieben:Wow, das ist aber festlich! Absolut passend für Opernabende! Spitze!
Von Frisur, über Schmuck, Handtasche, langem Rock bis zum Schuhwerk alles perfekt.
Marlene hat geschrieben:Ja was soll ich sagen. Alles paßt wunderbar zusammen. Klasse!
Hallo alle zusammen,Perlenfee1 hat geschrieben:Sehr elegant Andrea!
ich möchte mich ganz herzlich für die netten Kommentare und Komplimente zu meinen letzten Bildern bedanken. Diese geben mir den Mut und die Kraft, so weiterzumachen.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
.
5.10.2012
Wie ich in einem meiner letzten Beiträge schrieb, stand das Crossdressertreffen in Chemnitz diesmal unter dem Motto Oktoberfest. Bereits bei meinem letzten Einkaufsbummel hatte ich mich nach einem geeigneten Outfit dafür umgesehen, wie gesagt unter der Maßgabe, Teile davon auch bei anderen Gelegenheiten tragen zu können.
Zunächst aber kam, wie bei allen meiner Nach-Feierabend-Veranstaltungen, die spannende Vorbereitung: Outfit stand ja schon fest, aber welche Accessoires? Dann alles einpacken, noch was vergessen? Zum Umziehen und Schminken hatte ich wieder einen Termin im Zweithaarstudio Simone und diesmal hat es geklappt: nichts vergessen! Ich habe mir gleich ein Foto machen lassen und in meine Galerie gestellt: gallery/image_page.php?album_id=677&image_id=6015 Bitte nicht wundern, wenn ich etwas zerzaust aussehe. Bei dem Sturm am vergangenen Freitag hatte ich große Mühe, Haare und Rock im Zaum zu halten.
Echte Bayer(inne)n würden sich bei meinem Anblick vielleicht die Haare raufen und mich nicht auf die Wiesn lassen, aber mir kam es eben darauf an, mit "normalen" Kleidungsstücken etwas Dirndl-Ähnliches zusammenzustellen. Ich bin jedenfalls mal auf eure Meinung dazu gespannt.
Wie üblich, war auch diesmal bis zum Crossdressertreffen noch etwas Zeit, die ich diesmal genutzt habe, um mir die Chemnitzer Kunstsammlungen anzusehen. Mein Kunstinteresse hält sich eigentlich in Grenzen, sonst hätte ich die Ausstellungen längst gesehen, aber als Andrea ist es plötzlich doch stärker vorhanden. Komisch, als Mann hätte ich mir lieber ein technisches oder naturwissenschaftliches Museum angesehen.
Die etwa 90 Minuten, die mir bis zum Treffen blieben, reichten natürlich nur für einen Bruchteil der Ausstellungen: eine Skulpturensammlung und zwei aktuelle Sonderausstellungen, eine davon mit Radierungen von Pablo Picasso, die andere mit Malereien und Skizzenbüchern von Andreas Felger, von dem ich bis dahin noch nie etwas gehört hatte. Neben den Kunstwerken war auch die Akustik in den ziemlich großen Ausstellungsräumen beeindruckend. Das Klacken meiner Absätze war derart intensiv zu hören, wie ich es sonst noch nirgendwo erlebt hatte.
Nachdem sich zum Crossdressertreffen diesmal 12 "Damen" in den Räumen des different people eingefunden hatten, ging es in die Downtown-Lounge, einer Bar in der Chemnitzer Innenstadt, in der auch "Andersgeartete" willkommen sind. Vier Damen hatten echte Dirndln an, die anderen nur ihre "Alltagskleidung", außer mir mit meiner Sonderkreation.
Für mich war es das erste in Mal in der Bar und es hat mir, wie auch den anderen sehr gut gefallen. Wie ich im Laufe des Abends erfahren konnte, geht eine der Damen, die ich erstmals traf, wie ich gern ins Theater oder in die Oper. Ein gemeinsamer Besuch in der Dresdner Semperoper im nächsten Jahr ist schon beschlossene Sache. Wir müssen uns nur noch auf eine Vorstellung einigen.
Dieser erlebnisreiche Tag hatte nur einen Schönheitsfehler. Da meine Tochter zu Hause war, wollte ich nicht riskieren, als Andrea heimzukommen, da sie möglicherweise noch nicht schlief. Eine Bekannte, die Bescheid weiß, ließ mich bei ihr umziehen und abschminken. So war das Problem gelöst, die Männerklamotten noch einmal anzuziehen dagegen nicht besonders prickelnd.
5.10.2012
Wie ich in einem meiner letzten Beiträge schrieb, stand das Crossdressertreffen in Chemnitz diesmal unter dem Motto Oktoberfest. Bereits bei meinem letzten Einkaufsbummel hatte ich mich nach einem geeigneten Outfit dafür umgesehen, wie gesagt unter der Maßgabe, Teile davon auch bei anderen Gelegenheiten tragen zu können.
Zunächst aber kam, wie bei allen meiner Nach-Feierabend-Veranstaltungen, die spannende Vorbereitung: Outfit stand ja schon fest, aber welche Accessoires? Dann alles einpacken, noch was vergessen? Zum Umziehen und Schminken hatte ich wieder einen Termin im Zweithaarstudio Simone und diesmal hat es geklappt: nichts vergessen! Ich habe mir gleich ein Foto machen lassen und in meine Galerie gestellt: gallery/image_page.php?album_id=677&image_id=6015 Bitte nicht wundern, wenn ich etwas zerzaust aussehe. Bei dem Sturm am vergangenen Freitag hatte ich große Mühe, Haare und Rock im Zaum zu halten.
Echte Bayer(inne)n würden sich bei meinem Anblick vielleicht die Haare raufen und mich nicht auf die Wiesn lassen, aber mir kam es eben darauf an, mit "normalen" Kleidungsstücken etwas Dirndl-Ähnliches zusammenzustellen. Ich bin jedenfalls mal auf eure Meinung dazu gespannt.
Wie üblich, war auch diesmal bis zum Crossdressertreffen noch etwas Zeit, die ich diesmal genutzt habe, um mir die Chemnitzer Kunstsammlungen anzusehen. Mein Kunstinteresse hält sich eigentlich in Grenzen, sonst hätte ich die Ausstellungen längst gesehen, aber als Andrea ist es plötzlich doch stärker vorhanden. Komisch, als Mann hätte ich mir lieber ein technisches oder naturwissenschaftliches Museum angesehen.
Die etwa 90 Minuten, die mir bis zum Treffen blieben, reichten natürlich nur für einen Bruchteil der Ausstellungen: eine Skulpturensammlung und zwei aktuelle Sonderausstellungen, eine davon mit Radierungen von Pablo Picasso, die andere mit Malereien und Skizzenbüchern von Andreas Felger, von dem ich bis dahin noch nie etwas gehört hatte. Neben den Kunstwerken war auch die Akustik in den ziemlich großen Ausstellungsräumen beeindruckend. Das Klacken meiner Absätze war derart intensiv zu hören, wie ich es sonst noch nirgendwo erlebt hatte.
Nachdem sich zum Crossdressertreffen diesmal 12 "Damen" in den Räumen des different people eingefunden hatten, ging es in die Downtown-Lounge, einer Bar in der Chemnitzer Innenstadt, in der auch "Andersgeartete" willkommen sind. Vier Damen hatten echte Dirndln an, die anderen nur ihre "Alltagskleidung", außer mir mit meiner Sonderkreation.
Für mich war es das erste in Mal in der Bar und es hat mir, wie auch den anderen sehr gut gefallen. Wie ich im Laufe des Abends erfahren konnte, geht eine der Damen, die ich erstmals traf, wie ich gern ins Theater oder in die Oper. Ein gemeinsamer Besuch in der Dresdner Semperoper im nächsten Jahr ist schon beschlossene Sache. Wir müssen uns nur noch auf eine Vorstellung einigen.
Dieser erlebnisreiche Tag hatte nur einen Schönheitsfehler. Da meine Tochter zu Hause war, wollte ich nicht riskieren, als Andrea heimzukommen, da sie möglicherweise noch nicht schlief. Eine Bekannte, die Bescheid weiß, ließ mich bei ihr umziehen und abschminken. So war das Problem gelöst, die Männerklamotten noch einmal anzuziehen dagegen nicht besonders prickelnd.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
Hallo, Andrea,
was für ein schöner Abend, von dem du aus Chemnitz berichtest.
Der Bericht ereicht mich noch gerade rechtzeitig als Gute-Nacht-Geschichte. Da werde ich wohl auch von Barabenden und einem Konzertbesuch träumen können.
Liebe Grüße
Inga
was für ein schöner Abend, von dem du aus Chemnitz berichtest.
Der Bericht ereicht mich noch gerade rechtzeitig als Gute-Nacht-Geschichte. Da werde ich wohl auch von Barabenden und einem Konzertbesuch träumen können.
Liebe Grüße
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Andrea aus Sachsen
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
.
13.10.2012
Habe heute einen Ausflug meiner Tochter genutzt, um wieder einmal Andrea zu sein. Etwas Besonderes habe ich nicht unternommen, nur vormittags die Tageseinkäufe erledigt. Ich bin dazu in ein Einkaufszentrum gegangen, wo ich sonst nur selten hinkomme, um die Gefahr, erkannt zu werden, gering zu halten. Ich nutzte dabei die Gelegenheit, mein erst kürzlich gekauftes weinrotes Strickkleid einzuweihen. Dazu trug ich schwarze Strumpfhosen, Pumps und darüber meine Jacke mit Hahnentrittmuster. Optimal war mein Outfit diesmal aber nicht. Zum einen war ich für das sonnige Herbstwetter ein wenig zu warm angezogen und zum anderen lud sich mein neues Kleid immer wieder auf und "klebte" an den Beinen. Ich kann mich irgendwie an eine Werbung erinnern, die Abhilfe versprach, aber was war das gleich?
Da ich mich in dem Supermarkt nicht so auskannte, brauchte ich natürlich entsprechend länger, bis ich alles gefunden hatte. Als Mann hätte mich so etwas geärgert, als Andrea konnte ich es dafür umso mehr genießen, zwischen den anderen Kunden umher zu schlendern.
Wieder daheim, ist dann das passiert, was früher oder später passieren musste. Ich bin beim Betreten des Hauses von meiner Nachbarin gesehen worden und weiß nun nicht, was sie genau aus gut 20m Entfernung gesehen hat. War es nur die fremde Frau, hätte ich eine gute Ausrede, war es mehr — auch nicht schlimm, wollte mich irgendwann sowieso outen. Ich bin erst mal nur gespannt, ob sie diesbezüglich mal was verlauten lässt.
Am Nachmittag habe dann etwas in Reiseführern geblättert und im Internet gesurft. Es ging um die Planung des nächsten Sommerurlaubs mit meiner Tochter (leider ohne Crossdressing). Südtirol ist derzeit heißester Favorit.
Leider musste ich mich rechtzeitig vor Heimkehr meiner Tochter von Andrea verabschieden.
13.10.2012
Habe heute einen Ausflug meiner Tochter genutzt, um wieder einmal Andrea zu sein. Etwas Besonderes habe ich nicht unternommen, nur vormittags die Tageseinkäufe erledigt. Ich bin dazu in ein Einkaufszentrum gegangen, wo ich sonst nur selten hinkomme, um die Gefahr, erkannt zu werden, gering zu halten. Ich nutzte dabei die Gelegenheit, mein erst kürzlich gekauftes weinrotes Strickkleid einzuweihen. Dazu trug ich schwarze Strumpfhosen, Pumps und darüber meine Jacke mit Hahnentrittmuster. Optimal war mein Outfit diesmal aber nicht. Zum einen war ich für das sonnige Herbstwetter ein wenig zu warm angezogen und zum anderen lud sich mein neues Kleid immer wieder auf und "klebte" an den Beinen. Ich kann mich irgendwie an eine Werbung erinnern, die Abhilfe versprach, aber was war das gleich?
Da ich mich in dem Supermarkt nicht so auskannte, brauchte ich natürlich entsprechend länger, bis ich alles gefunden hatte. Als Mann hätte mich so etwas geärgert, als Andrea konnte ich es dafür umso mehr genießen, zwischen den anderen Kunden umher zu schlendern.
Wieder daheim, ist dann das passiert, was früher oder später passieren musste. Ich bin beim Betreten des Hauses von meiner Nachbarin gesehen worden und weiß nun nicht, was sie genau aus gut 20m Entfernung gesehen hat. War es nur die fremde Frau, hätte ich eine gute Ausrede, war es mehr — auch nicht schlimm, wollte mich irgendwann sowieso outen. Ich bin erst mal nur gespannt, ob sie diesbezüglich mal was verlauten lässt.
Am Nachmittag habe dann etwas in Reiseführern geblättert und im Internet gesurft. Es ging um die Planung des nächsten Sommerurlaubs mit meiner Tochter (leider ohne Crossdressing). Südtirol ist derzeit heißester Favorit.
Leider musste ich mich rechtzeitig vor Heimkehr meiner Tochter von Andrea verabschieden.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
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ExuserIn-2015-02-14
Re: Andrea — meine Erlebnisse
Hallo liebe Andrea,
habe mit großer Begeisterung Deine interessanten Erlebnisse gelesen. Wie ungezwungen und locker Du unterwegs bist ist immer wieder schön zu erfahren. Ich wünsche Dir weiterhin perfekte Passings.
Liebe Grüsse von Deborah !
habe mit großer Begeisterung Deine interessanten Erlebnisse gelesen. Wie ungezwungen und locker Du unterwegs bist ist immer wieder schön zu erfahren. Ich wünsche Dir weiterhin perfekte Passings.
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Andrea aus Sachsen
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
.
20.10.2012
Wieder einmal hatte ich die Gelegenheit für einen kleinen Einkaufstag als Andrea. Vormittags hatte ich noch etwas als Mann zu erledigen, aber der Rest des Tages sollte Andrea gehören, denn meine Tochter übernachtete bei einer Freundin.
Das sonnig warme Herbstwetter erlaubte es mir, noch einmal auf ein eher sommerliches Outfit zurückzugreifen: gallery/image_page.php?album_id=677&image_id=5896
Samstagnachmittag hat hier nur ein großes Einkaufszentrum am Stadtrand geöffnet. Bei dem herrlichen Wetter konnte ich bereits den Weg dorthin (ca. 25 min) genießen, zumindest bis ich mit dem Absatz in einer Gehwegspalte steckenblieb. Passiert ist dabei nichts schlimmes, ich weiß bloß nicht, was die beiden jungen Damen, die wenige Meter hinter mir liefen, davon mitbekommen haben. Auf meiner Höhe waren sie jedenfalls ganz mit sich selbst beschäftigt und würdigten mich keines Blickes.
Ich hatte noch einiges im Supermarkt zu besorgen, ging aber vorher noch einmal zu kik (dem Textildiscount). Das Angebot dort ist zwar nicht so mein Stil, aber mal reinschauen kann ja nichts schaden, zumal ich den Rock, den ich anhatte, dort gekauft hatte. Das, wonach ich am meisten gesucht hatte, fand ich auch diesmal nicht (ist für mich ja nicht ungewöhnlich), aber ein Langarmshirt mit Wasserfallausschnitt hat es mir dann doch angetan. Besonders fasziniert mich daran, dass meine (Silikon-)Brüste hier so deutlich hervorstechen wie bei keinem anderen Kleidungsstück. Mal sehen, womit und wann ich das mal anziehen kann.
Im Supermarkt (dem größten in meiner Heimatstadt) konnte ich anschließend etwas schlendern. Allzu lang war meine Einkaufsliste nicht, aber da ich nur selten hier einkaufe, musste ich zwangsläufig etwas suchen, bis ich alles gefunden hatte, und konnte nebenbei die Leute etwas beobachten. Nicht ganz nachvollziehbar war für mich, dass trotz des Superwetters kaum andere Kundinnen die klassische Damenbekleidung trugen. Außer mir habe ich nur zwei Frauen im Rock gesehen.
Wenn ich in meiner Heimatstadt unterwegs bin, lässt es sich nicht vermeiden, Bekannte zu treffen. Diesmal ist mir im Supermarkt eine ehemalige Schulfreundin dreimal über den Weg gelaufen. Sie hat mich nicht gegrüßt oder sonst wie angesprochen, was erst mal dafür spricht, dass ich nicht erkannt worden bin. Trotzdem frage ich mich, ob ich mir nicht manchmal doch zuviel zutraue.
Der Weg nach Hause verlief ohne besondere Vorkommnisse. Im Großen und Ganzen hat dieser Einkaufstag wieder viel Spaß gemacht.
20.10.2012
Wieder einmal hatte ich die Gelegenheit für einen kleinen Einkaufstag als Andrea. Vormittags hatte ich noch etwas als Mann zu erledigen, aber der Rest des Tages sollte Andrea gehören, denn meine Tochter übernachtete bei einer Freundin.
Das sonnig warme Herbstwetter erlaubte es mir, noch einmal auf ein eher sommerliches Outfit zurückzugreifen: gallery/image_page.php?album_id=677&image_id=5896
Samstagnachmittag hat hier nur ein großes Einkaufszentrum am Stadtrand geöffnet. Bei dem herrlichen Wetter konnte ich bereits den Weg dorthin (ca. 25 min) genießen, zumindest bis ich mit dem Absatz in einer Gehwegspalte steckenblieb. Passiert ist dabei nichts schlimmes, ich weiß bloß nicht, was die beiden jungen Damen, die wenige Meter hinter mir liefen, davon mitbekommen haben. Auf meiner Höhe waren sie jedenfalls ganz mit sich selbst beschäftigt und würdigten mich keines Blickes.
Ich hatte noch einiges im Supermarkt zu besorgen, ging aber vorher noch einmal zu kik (dem Textildiscount). Das Angebot dort ist zwar nicht so mein Stil, aber mal reinschauen kann ja nichts schaden, zumal ich den Rock, den ich anhatte, dort gekauft hatte. Das, wonach ich am meisten gesucht hatte, fand ich auch diesmal nicht (ist für mich ja nicht ungewöhnlich), aber ein Langarmshirt mit Wasserfallausschnitt hat es mir dann doch angetan. Besonders fasziniert mich daran, dass meine (Silikon-)Brüste hier so deutlich hervorstechen wie bei keinem anderen Kleidungsstück. Mal sehen, womit und wann ich das mal anziehen kann.
Im Supermarkt (dem größten in meiner Heimatstadt) konnte ich anschließend etwas schlendern. Allzu lang war meine Einkaufsliste nicht, aber da ich nur selten hier einkaufe, musste ich zwangsläufig etwas suchen, bis ich alles gefunden hatte, und konnte nebenbei die Leute etwas beobachten. Nicht ganz nachvollziehbar war für mich, dass trotz des Superwetters kaum andere Kundinnen die klassische Damenbekleidung trugen. Außer mir habe ich nur zwei Frauen im Rock gesehen.
Wenn ich in meiner Heimatstadt unterwegs bin, lässt es sich nicht vermeiden, Bekannte zu treffen. Diesmal ist mir im Supermarkt eine ehemalige Schulfreundin dreimal über den Weg gelaufen. Sie hat mich nicht gegrüßt oder sonst wie angesprochen, was erst mal dafür spricht, dass ich nicht erkannt worden bin. Trotzdem frage ich mich, ob ich mir nicht manchmal doch zuviel zutraue.
Der Weg nach Hause verlief ohne besondere Vorkommnisse. Im Großen und Ganzen hat dieser Einkaufstag wieder viel Spaß gemacht.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
Hallo Andrea,
in Deinem Outfit ( gallery/image_page.php?album_id=677&image_id=5896) siehst Du auf keine Fall aus wie ein Mann in Damenkleidung. Ich finde aber den Mustemix ein wenig gewagt und glaube das eine Frau das so nicht kombiniert hätte.
Frisur, Brille, Ohrringe , Uhr und Armreifen, alles fein aber blauer Rock mit weißen Punkten kombiniert mit Blümchen Bluse, deren Grundfarbe eher ins pink geht. Du bist ja sonst bei Deiner Kleidung recht stilsicher aber das passt, glaube ich, nicht so toll zusammen.
Liebe Grüße,
Regina
in Deinem Outfit ( gallery/image_page.php?album_id=677&image_id=5896) siehst Du auf keine Fall aus wie ein Mann in Damenkleidung. Ich finde aber den Mustemix ein wenig gewagt und glaube das eine Frau das so nicht kombiniert hätte.
Frisur, Brille, Ohrringe , Uhr und Armreifen, alles fein aber blauer Rock mit weißen Punkten kombiniert mit Blümchen Bluse, deren Grundfarbe eher ins pink geht. Du bist ja sonst bei Deiner Kleidung recht stilsicher aber das passt, glaube ich, nicht so toll zusammen.
Liebe Grüße,
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
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Danke Regina für den Hinweis!Regina hat geschrieben:Ich finde aber den Mustermix ein wenig gewagt und glaube, dass eine Frau das so nicht kombiniert hätte.
Viele Grüße
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Re: Andrea — meine Erlebnisse
Hallo, Andrea,
das ist wieder ein schöner Bericht von dir!
Du schriebst, dass du dich fragst, ob du beim Ausgehen im Heimatort dir zu viel zutraust?
Hm, vielleicht lässt du es unbewusst darauf ankommen, irgendwann mal erkannt zu werden, sozusagen als Weg zum Outing daheim.
Liebe Grüße
Inga
das ist wieder ein schöner Bericht von dir!
Du schriebst, dass du dich fragst, ob du beim Ausgehen im Heimatort dir zu viel zutraust?
Hm, vielleicht lässt du es unbewusst darauf ankommen, irgendwann mal erkannt zu werden, sozusagen als Weg zum Outing daheim.
Liebe Grüße
Inga