Bioethanol muss zur Hälfte importiert werden
Bioethanol muss zur Hälfte importiert werden

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Anne-Mette
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Bioethanol muss zur Hälfte importiert werden

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Aus dem Bundestag kommt mal wieder eine Mitteilung, die nachdenklich macht. Fast die Hälfte des bei uns eingesetzten Bioethanols wird importiert!
Für die Produktion von Bioethanol werden in erster Linie Weizen, Roggen oder Zuckerrüben eingesetzt.
Ich möchte nicht wissen, wie viele Leute unter Nahrungsmittelknappheit leiden, damit wir "Biosprit" haben :shock:

Gruß
CPG

Hier die Originalmitteilung aus dem Bundestag:

Kraftstoffbeimischung Bioethanol muss zur Hälfte importiert werden
Finanzen/Unterrichtung
Fast die Hälfte des in der Bundesrepublik Deutschland eingesetzten Bioethanols, das unter anderem den Kraftstoffen für Autos beigemischt wird, muss importiert werden. Dies geht aus dem von der Bundesregierung als Unterrichtung (17/10617) vorgelegten Bericht zur Steuerbegünstigung für Biokraftstoffe 2011 hervor. Für die Produktion von Bioethanol werden in erster Linie Weizen, Roggen oder Zuckerrüben eingesetzt. Dem Ottokraftstoff für Pkw können bis zu fünf Prozent Bioethanol ohne Kennzeichnung beigemischt werden. Seit Anfang 2011 ist auch eine Beimischung von zehn Prozent Bioethanol bei entsprechender Kennzeichnung des Kraftstoffes als "E 10" zulässig.

Der Absatz von Bioethanol als Kraftstoffbeimischung nahm von 2010 auf 2011 nur geringfügig zu — von 1,02 Millionen Tonnen auf 1,05 Millionen Tonnen. Zudem wurde sehr geringe Mengen als E 85-Kraftstoff abgesetzt, der nur von Fahrzeugen mit auf diesen Kraftstoffen abgestimmten Motoren getankt werden darf. Hergestellt wurden in Deutschland 2011 nur 0,58 Millionen Tonnen Bioethanol, so dass etwa 0,66 Millionen Tonnen importiert werden mussten.

Zu den Umwelteffekten der Nutzung von Biotreibstoffen heißt es, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass Biomasse für energetische Zwecke auf Flächen produziert werde, auf denen vorher Lebens- und Futtermittel produziert worden seien "und deren Produktion infolgedessen zumindest teilweise in Gebiete mit hohem Kohlenstoffgehalt (zum Beispiel Wälder oder Moore) oder mit hoher biologischer Vielfalt verdrängt wird. Auf diesem Weg könnte die energetische Nutzung von Bioenergie mittelbar Treibhausgasemissionen verursachen und ökologisch wertvolle Gebiete gefährden", schlussfolgert die Bundesregierung. Die Verdrängungseffekte seien aber sehr komplex, und der kausale Zusammenhang zwischen Bioenergie und Treibhausgasemissionen sei schwierig zu quantifizieren. "Ersten quantitativen Schätzungen zufolge sind sie in der Treibhausgasbilanz von Biokraftstoffen nicht vernachlässigbar", heißt es weiter.

Zur Absatzentwicklung schreibt die Regierung, dass 2011 2,23 Millionen Tonen Biodiesel und damit etwas weniger als 2010 (2,53 Millionen Tonnen) abgesetzt wurden. Der Absatz von Pflanzenölkraftstoff sank mit 0,02 Millionen Tonnen auf ein Drittel des Absatzes von 2010 (0,06 Millionen Tonnen). Durch Biokraftstoffe hätten im Jahr 2011 rund 5,5 energetische Prozent des Kraftstoffbedarfs gedeckt werden können. 2010 waren es noch 5,8 Prozent. Eine Überkompensation durch die steuerliche Förderung von Biodiesel und Pflanzölkraftstoff hat nach Angaben der Bundesregierung nicht stattgefunden.
Sabrina Verena
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Re: Bioethanol muss zur Hälfte importiert werden

Post 2 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Hallo Claus Peter! )))(:
Ein Thema über das man stundenlang streiten könnte. Ich denke allerdingst, dass das eigentliche Problem die Überbevölkerung ist. :shock: Nahrungsknappheit, die Probleme der Energieversorgung und der Flächenschwund sind nur die Symptome. Ich hatte das in unserer Diskussion über Erneubare Energien ja auch schon mal angedeutet. Wobei ich selber auch kein Patentrezept habe. Ich denke allerdingst das Geburtenkontrolle ein Anfang wäre, nicht nur in der sogenannten Dritten Welt auch bei uns in Mitteleuropa, der Rentenpolitik zum Trotze. :cry: Kraftstoffbeimischungen oder Ersatzkraftstoffe lösen das eigentliche Problem jedenfalls nicht.
Liebe Grüße
Verena (smili)
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