Hallo Sumpfhuhn
Sumpfhuhn hat geschrieben:Das Eine ist medizinisch notwendig, das Andere nur ein Beleg dafür, dass die Technik eben nicht beherrschbar ist, denn wenn sie es wirklich wäre, müsste sie ohne solche Emissionen auskommen.
Ich zitiere mal aus dem Wiki-Artikel zur Strahlenbelastung:
medizinische Anwendungen: 41,1%
Einatmen von Radon: 27,1%
Andere natürliche Strahlenbelastung: 30%
Folgen des tschernobyl-Unfalls: 0,6%
Kernkraftwerke (Normalbetrieb): 0,3%
restliche künstliche Strahlung: 0,9%
Was du willst, und das scheint mir für uns Deutsche typisch zu sein, ist die garantierte Sicherheit. Die garantierte Lösung für immer und ewig. Aber so etwas gibt es nicht. Wie du an der Statistik siehst, ist die Strahlung durch KKWs
vernachlässigbar.
Sumpfhuhn hat geschrieben:Zum Rest und den Fukushima-Folgen sind Deine Aussagen tatsächlich, um die zu zitieren, armselig, die Inhalte wurden aber mittlerweile schon passend kommentiert, ich möchte das nicht wiederholen.
Ich frage mich zwar, welchen rest du meinst, aber bleiben wir bei der Verdünnung, die ich schon rückkommentiert habe. Ich meinte deshalb armselig, weil ich die Entsorgung im Meer für eine schlechte Lösung halte, die aber damals unvermeidbar war. Und das die Menge an Isotopen im Vergleich mit den Wassermassen des Pazifik wieder vernachlässigbar ist, habe ich mir nicht ausgedacht, sondern so in der Chemievorlesung gelernt. Und das Wissenschaftler und Ingenieure Lügner sind, willst du doch hoffentlich nicht behaupten.
Sumpfhuhn hat geschrieben:Sorry, Du hast bisher keines der Argumente widerlegt, wobei ich die letztgenannte These so auch nicht aufgestellt hatte. Du erweckst sehr wohl den Eindruck, als sei Atomkraft sicher und beherrschbar, verniedlichst das Problem des Mülls (Umwandelbarkeit in harmlosere Stoffe, Lagerdauer "nur" 300 Jahre und technisch beherrschbar) usw.
ich wiederhole meine Frage von vorhin: Wo ist in meiner Argumentation der Fehler drin? Weise mich darauf bitte hin!
Die fakten liegen auf dem virtuellen Tisch. Ich habe sie mir nicht ausgedacht. Ob du sie akzeptierst oder nicht, liegt bei dir. Aber du wischst diese Fakten einfach weg und wiederholst beharrlich deine drei Axiome (das vierte nehme ich zurück, entschuldige).
Entweder ignorierst du was ich an fakten hinlege, oder du glaubst mir einfach nicht. Dann kann ich auch nichts mehr machen. Denn Totschlagargumente habe ich nie benutzt, und werde damit auch nicht anfangen.
Sumpfhuhn hat geschrieben: aber am ende zählt jeder Fernseher, der nicht auf Stand-by steht und jedes Wattstunde, die auf dem eigenen Dach erzeugt wird (in Form von Strom oder Wassererwärmung).
Dass Energiesparen (und sparen im allgemeinen) wichtig ist, finde ich auch. Aber gegen die Energiemengen, die in der Industrie gebraucht werden, ist das doch ein Klacks. Allein was eine Drehmaschine in der Stunde an Strom frisst...
Aber letzten Endes kannst du ganz beruhigt sein, denn unsere feine BRD wird mit sicherheit bald keine KKWs mehr benutzen. Was dann kommt, kann ich mir auch lebhaft vorstellen: Da die Erneuerbaren nicht so recht in die Gänge kommen, muss der Strom anderweitig erzeugt werden, auf Deutsch mit Kohle, Öl und Gas. (Passiert bereits!) Damit gibt die Umweltschützernation D dem Klima den Todesstoß. Irgendwann kriegen wir es dann doch hin 100% Erneuerbare zu benutzen (hartnäckig sind wir Deutsche schon). Müssen aber sehr viel importieren. Also aus Frankreich, der Tschechischen Republik und aus den Arabischen Staaten, die Solartec vielleicht doch hinkriegen.
In 30 Jahren werden Staaten wie die USA, Russland, China und Indien (und Polen, Brasilien, etc.) schon erfolgreich reaktoren wie den MSR, IFR, usw. entwickelt haben. immerhin können wir unseren Atommüll, der dann wervoller Rohstoff ist, an diese Länder verkaufen. Hoffentlich ist dann das Rückholen aus dem Salzstock nicht so teuer...
In 50 Jahren ist dann die Kernfusion marktreif, und alle Kurzfristigkeitssorgen lösen sich in Wohlgefallen auf. (Bitte keine Diskussionen, ob Fusion machbar ist, darauf habe ich wirklich keine lust!)
In ein oder zwei Generationen steigt dann D wieder schamhaft in die Kernenergie ein. Aber dann gibt es hier keine Wälder mehr, denn Solar- und Windparks brauchen ja Platz.
Entschuldigt bitte den Sarkasmus, aber auch ich habe keine Lust mich noch länger zu wiederholen.
trotz allem liebe Grüße
Sophie