Nur eine Phase?
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Caira
Nur eine Phase?
Hallo Mädels,
bin ja die letzten Tag hier recht aktiv und seit gut 14 Tagen "richtiger" Crossdresser mit kompletter Umwandlung. Ich merke auch, wie das seitdem regelrecht Besitz von mir erfasst und ich eigentlich 24/7 nur an mein feminines Ich denken muss. Das ist völlig kurios. Alles was vorher wichtig war, steht seit 2 Wochen hinten an. Es macht Spaß - keine Frage - und erfüllt mich mit einer großen Leidenschaft. Nur frage ich mich gerade, wohin das gehen soll. Irgendwie drängt sich mir mehr und mehr das Bedürfnis auf doch eine richtige Frau sein zu wollen bzw. hat sich dazu meine Einstellung geändert. Vor kurzem hätte ich es absolut ablehnt - wenn ich heute eine Auswahl treffen müsste, wäre es wahrscheinlich letztlich doch die Frau. So richtig kann ich nicht einschätzen, was da gerade mit mir passiert. Auf mein männliches Dasein lege ich gerade wenig Wert - das war noch nie so der Fall.
Vielleicht ist das auch nur eine Phase und das alles ist so "extrem", weil es noch frisch ist - ich weiß es nicht und kann es auch nicht abschätzen. Vielleicht könnt Ihr mir dazu mehr berichten. Wie sehr ist denn bei Euch der "Leidensdruck" eben keine richtige Frau zu sein? Nur ein Kopfspiel oder doch irgendwie ersehnt? Ich weiß auch nicht, ob diese Sache einfach nur ein "psychischer Knall" ist und man doch mal den Psychologen fragt. Ich sehe daran aber nichts falsches und fühle mich in feminier Rolle extrem wohl - sicher noch wohler wenn es denn auch so wäre. Gibt ja nicht umsonst diese Therapien mit Hormonen - warum soll man das den Leuten verwehren. Ich frage mich auch ständig, ob das Sinn macht - mit Mitte 30?
Ich weiß nicht, ob das ankommt, was ich sagen möchte: Ich fühle mich momentan als CD pudelwohl und liebe das alles, auf der anderen Seite treibe ich mich damit in eine Zwickmühle hinein und weiß nicht, was es zukünftig für mich bedeuten wird. Aber vielleicht ist das auch nur ein temporäres Empfinden und morgen siehts anders aus ... neben der Euphorie mischt sich da sehr viel Nachdenkliches sein ...
LG Caira
bin ja die letzten Tag hier recht aktiv und seit gut 14 Tagen "richtiger" Crossdresser mit kompletter Umwandlung. Ich merke auch, wie das seitdem regelrecht Besitz von mir erfasst und ich eigentlich 24/7 nur an mein feminines Ich denken muss. Das ist völlig kurios. Alles was vorher wichtig war, steht seit 2 Wochen hinten an. Es macht Spaß - keine Frage - und erfüllt mich mit einer großen Leidenschaft. Nur frage ich mich gerade, wohin das gehen soll. Irgendwie drängt sich mir mehr und mehr das Bedürfnis auf doch eine richtige Frau sein zu wollen bzw. hat sich dazu meine Einstellung geändert. Vor kurzem hätte ich es absolut ablehnt - wenn ich heute eine Auswahl treffen müsste, wäre es wahrscheinlich letztlich doch die Frau. So richtig kann ich nicht einschätzen, was da gerade mit mir passiert. Auf mein männliches Dasein lege ich gerade wenig Wert - das war noch nie so der Fall.
Vielleicht ist das auch nur eine Phase und das alles ist so "extrem", weil es noch frisch ist - ich weiß es nicht und kann es auch nicht abschätzen. Vielleicht könnt Ihr mir dazu mehr berichten. Wie sehr ist denn bei Euch der "Leidensdruck" eben keine richtige Frau zu sein? Nur ein Kopfspiel oder doch irgendwie ersehnt? Ich weiß auch nicht, ob diese Sache einfach nur ein "psychischer Knall" ist und man doch mal den Psychologen fragt. Ich sehe daran aber nichts falsches und fühle mich in feminier Rolle extrem wohl - sicher noch wohler wenn es denn auch so wäre. Gibt ja nicht umsonst diese Therapien mit Hormonen - warum soll man das den Leuten verwehren. Ich frage mich auch ständig, ob das Sinn macht - mit Mitte 30?
Ich weiß nicht, ob das ankommt, was ich sagen möchte: Ich fühle mich momentan als CD pudelwohl und liebe das alles, auf der anderen Seite treibe ich mich damit in eine Zwickmühle hinein und weiß nicht, was es zukünftig für mich bedeuten wird. Aber vielleicht ist das auch nur ein temporäres Empfinden und morgen siehts anders aus ... neben der Euphorie mischt sich da sehr viel Nachdenkliches sein ...
LG Caira
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ab08
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Re: Nur eine Phase?
Hallo Caira,
mit extremer Willenstärke geboren, hielt ich 'die Verkleidung Mann' über fünf Jahrzehnte durch. (CD nur zu Hause oder im entfernten Ausland - Kontakt mit Selbsthilfegruppe schon vor 17 Jahren) Allerdings wurde ich immer unglücklicher und kränker, bis es lebensbedrohlich wurde. Einige Menschen, die mir nahestehen, fragten mich nachher "Wie hast Du das ausgehalten?", das frage ich mich heute, circa 5 Jahre später (NÄ/PÄ längst durch), auch! - Ich bin daher wirklich kein Vorbild!
Bitte achte auf Dich und tu das, was Dir gut tut !!
Mit dem sogenannten 'Leidensdruck' ist es ähnlich wie bei Schmerzen. Unser Schmerzempfinden ist unterschiedlich... Auch leichtere Schmerzen deuten oft Gefahren an.
- Nachdem dem Kauf der ersten Handtasche ging ich nie mehr ohne Handtasche.
- Als ich, nach meiner Entscheidung die Sache zu ändern, die Umkleide erstmals in weiblicher Kleidung verließ, ging ich instinktiv aufrecht. Vorher fast nie...
- Die wenigen Photos von früher zeigen einen melancholischen Jungen bzw. einen traurigen Mann. Später war ich -es klingt vielleicht komisch, aber stimmt- eigentlich immer glücklich und von tiefstem Herzen zufrieden. Daher weiß ich, dass es bei mir das Richtige war. Mit dem Mann vorher habe ich allerdings wenig gemeinsam...
Alles Gute,
Deine Frage kann ich leider nicht beantworten... Das kannst nur Du selbst!
ab
mit extremer Willenstärke geboren, hielt ich 'die Verkleidung Mann' über fünf Jahrzehnte durch. (CD nur zu Hause oder im entfernten Ausland - Kontakt mit Selbsthilfegruppe schon vor 17 Jahren) Allerdings wurde ich immer unglücklicher und kränker, bis es lebensbedrohlich wurde. Einige Menschen, die mir nahestehen, fragten mich nachher "Wie hast Du das ausgehalten?", das frage ich mich heute, circa 5 Jahre später (NÄ/PÄ längst durch), auch! - Ich bin daher wirklich kein Vorbild!
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Mit dem sogenannten 'Leidensdruck' ist es ähnlich wie bei Schmerzen. Unser Schmerzempfinden ist unterschiedlich... Auch leichtere Schmerzen deuten oft Gefahren an.
- Nachdem dem Kauf der ersten Handtasche ging ich nie mehr ohne Handtasche.
- Als ich, nach meiner Entscheidung die Sache zu ändern, die Umkleide erstmals in weiblicher Kleidung verließ, ging ich instinktiv aufrecht. Vorher fast nie...
- Die wenigen Photos von früher zeigen einen melancholischen Jungen bzw. einen traurigen Mann. Später war ich -es klingt vielleicht komisch, aber stimmt- eigentlich immer glücklich und von tiefstem Herzen zufrieden. Daher weiß ich, dass es bei mir das Richtige war. Mit dem Mann vorher habe ich allerdings wenig gemeinsam...
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FÜR: Respekt, Menschenrechte und eine gelebte, demokratische Zivilgesellschaft, die Minderheiten schützt
ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
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Caira
Re: Nur eine Phase?
Ich sehe, dass hier einige auch so empfinden. Naja, in der Gruppe ist man stärker und man steckts vielleicht besser weg. Aber sagen wir mal so: ich weiß, wie es ist im Leben komplett am Boden zu sein (und damit meine ich wirklich am Boden - würde jetzt hier zu weit führen). Dagegen erscheint mir das aktuelle CD-Thema eher wie ein Luxusproblem, um es ganz frech auszudrücken. Ich komme damit klar, aber es beschäftigt mich. Irgendwie betrachtet man aber die Dinge anders: wenn ich eine hübsche Frau sehe, denke ich nicht "wäre cool, wenn es deine Freundin wäre", sondern "was würdest du für einen Rollentausch geben?". Mein Denken als Mann gibts so gar nicht mehr und damit entsteht natürlich immer diese Sehnsucht.
Habe das die letzten 14 Tage Revue passieren lassen und ich war nie wirklich ein Kerl. Sämtliche Dinge an meinem Körper sind eher auf feminin eingestellt: ich habe selbst das Frauenproblem mit kalten Händen und Füßen. Ich bin klein, habe kleine Füße, kleine Hände - sehe trotz Training auch nicht sehr muskulös aus. Habe mich nie geprügelt - noch nie - fand Fussball immer doof und generell alles, was mit Wettbewerb zu tun hatte. Habe früher gemalt, mache Musik - habe kein Auto, finde Autos doof. Meine Bude ist ordentlich, aufgeräumt - ich mag Pünktlichkeit und ein gepflegtes Aussehen. Bin hin und wieder zickig. Alles Dinge, die eigentlich Frauen auszeichnen. Ich habe mich immer gefragt, wieso es so ist und habe irgendwie eine Antwort gefunden.
Die Frage ist, wie ich damit umgehe? Bleibt man dazwischen, kommt man damit klar? Vielleicht, ich weiß es nicht.
Wann ist es Zeit professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen? Ist es eine Kopfsache wie eine Angststörung, die man therapieren kann oder steckt es schlichtweg drin? Das genau glaube ich - es ist sicher mehr, als nur ein falsches Verhaltensmuster. Ich meine, man hat ja früher auch gedacht, dass Schwule krank sind.
Das kennt hier sicherlich jeder und ich bin an Euern Gedanken dazu interessiert.
Habe das die letzten 14 Tage Revue passieren lassen und ich war nie wirklich ein Kerl. Sämtliche Dinge an meinem Körper sind eher auf feminin eingestellt: ich habe selbst das Frauenproblem mit kalten Händen und Füßen. Ich bin klein, habe kleine Füße, kleine Hände - sehe trotz Training auch nicht sehr muskulös aus. Habe mich nie geprügelt - noch nie - fand Fussball immer doof und generell alles, was mit Wettbewerb zu tun hatte. Habe früher gemalt, mache Musik - habe kein Auto, finde Autos doof. Meine Bude ist ordentlich, aufgeräumt - ich mag Pünktlichkeit und ein gepflegtes Aussehen. Bin hin und wieder zickig. Alles Dinge, die eigentlich Frauen auszeichnen. Ich habe mich immer gefragt, wieso es so ist und habe irgendwie eine Antwort gefunden.
Die Frage ist, wie ich damit umgehe? Bleibt man dazwischen, kommt man damit klar? Vielleicht, ich weiß es nicht.
Wann ist es Zeit professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen? Ist es eine Kopfsache wie eine Angststörung, die man therapieren kann oder steckt es schlichtweg drin? Das genau glaube ich - es ist sicher mehr, als nur ein falsches Verhaltensmuster. Ich meine, man hat ja früher auch gedacht, dass Schwule krank sind.
Das kennt hier sicherlich jeder und ich bin an Euern Gedanken dazu interessiert.
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Yasmine
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Re: Nur eine Phase?
Hi caira,caira hat geschrieben:Luxusproblem
willkommen im Club! Ich kann das auch nachempfinden, was du gerade erlebst, mir geht es ähnlich. Ich habe mal ein Wort von dir als Zitat geschrieben. Manchmal denke ich nämlich auch, dass das Ganze (jedenfalls für mich) ein Luxusproblem darstellt. Ich weiß auch nicht, wo ich stehe und was ich bin. Ich frage mich das auch öfters. Nur mittlerweile ist es mir nicht mehr so wichtig, wohin die Reise geht. Als Mann kleiden werde ich mich wohl nie wieder. Das gefällt mir nicht. Operieren lassen werde ich mich aber auch nicht. So sehr fühle ich mich dann doch nicht als Frau. Es ist derzeit für mich interessant, beide Seiten irgendwie auszuleben. Ich warte das einfach ab, ich lasse mich zu nichts drängen und mache mich nicht verrückt.
Aber wenn ich nur die Überschrift betrachte, dann kann ich für mich sagen, dass das nicht nur eine Phase ist. Ich glaube nicht, dass die vorbei geht.
LG
Yasmine
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Caira
Re: Nur eine Phase?
Hallo,
danke für Eure Beiträge.
Ich befürchte nämlich auch, dass es keine Phase ist - was heißt befürchte. Es war ja immer da, jetzt lasse ich es zu. Das ist der Unterschied.
Wie ist das denn bei Euch, die auch draußen rumlaufen und sich zeigen - fällt damit etwas der innere Druck - diese Sehnsucht? Macht das einen Teil dann aus oder wäre es Euch prinzipiell egal? Ich lebe es quasi nur stellenweise aus und "integriere" es wenig in den Tag. Gut, ich habe mal eine Strumpfhose drunter und meine Zehen sind lackiert - aber optisch gelte ich nach wie vor als 100% Mann. Vielleicht muss ich für die Zukunft "nur Opfer bringen" und dazu stehen, mich outen - wenn das meinem Inneren hilft, gut. Davon habe ich aber nichts, wenn diese Sehnsucht - in selber Intensität - vorhanden bleibt und das vermeindliche Ventil gar keines ist.
Ich bin sowieso demnächst wieder beim Psychologen und überlege mir ständig das Thema mal anzusprechen, weil wir die eigentliche "Sache" durch ist und wir letztes Mal schon übers Wetter und vom Urlaub gequatscht haben
... das wäre quasi das erste Outing in 15 Jahren und ich weiß nicht, ob dieser Schritt richtig ist. Ich bin noch extrem verwirrt, da ich eigentlich bis vor 2 Wochen damit anders umgegangen bin. Ich kenne mich allerdings zu gut und es fühlt sich eben nicht nach Euphorie und einer fixen Idee an, sondern halt so, als ließe man etwas raus, was schon lange da ist.
danke für Eure Beiträge.
Ich befürchte nämlich auch, dass es keine Phase ist - was heißt befürchte. Es war ja immer da, jetzt lasse ich es zu. Das ist der Unterschied.
Wie ist das denn bei Euch, die auch draußen rumlaufen und sich zeigen - fällt damit etwas der innere Druck - diese Sehnsucht? Macht das einen Teil dann aus oder wäre es Euch prinzipiell egal? Ich lebe es quasi nur stellenweise aus und "integriere" es wenig in den Tag. Gut, ich habe mal eine Strumpfhose drunter und meine Zehen sind lackiert - aber optisch gelte ich nach wie vor als 100% Mann. Vielleicht muss ich für die Zukunft "nur Opfer bringen" und dazu stehen, mich outen - wenn das meinem Inneren hilft, gut. Davon habe ich aber nichts, wenn diese Sehnsucht - in selber Intensität - vorhanden bleibt und das vermeindliche Ventil gar keines ist.
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Yasmine
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Re: Nur eine Phase?
Hi caira,
also den Teil mit dem Psychlogen kann ich dir nicht beantworten, für mich ist das kein Thema. Aber zum Teil mit dem "draußen rumlaufen" kann ich was sagen. Ich stehe nicht gerne im Mittelpunkt und wenn ich enfemme nach draußen gehe, dann falle ich schon auf. Vielleicht noch nicht mal, weil ich eigentlich Mann bin, sondern weil ich dann hat schon auffälliger rumlaufe. Das soll jetzt nicht heißen, dass ich wie eine Dragqueen rumlaufe. Im Gegenteil. Aber im kurzen Jeansrock fällt man halt auch schon auf. Somit bin ich mehr im Fokus als als Mann. Ob mir das wirlkich gefällt, kann ich nicht sagen. Es ist halt anders und eigentlich mag ich auffallen nicht so. Daher ist es sehr stark von meiner Laune abhängig. Manchmal will ich das. Manchmal halt nicht. Wenn ich das nicht will, dann ziehe ich halt Jeggings und Sweatshirt an und verzichte auf's Zweithaar. Ist für mich auch OK. Gut, der ein oder andere Teenager schaut etwas verwundert, aber das ist jetzt nichts, was Mann nicht tragen dürfte.
Damit stellt sich aber für mich auch ein Wohlgefühl ein. Früher dachte ich immer so was wie "schöne Hose, schöne Schuhe, tolle Figur", nun kann ich halt denken "so ne Hose habe ich auch und mit steht die besser"
. Das hat sich echt verändert und macht mich viel zufriedener.
Ich hoffe, das beantwortet deine Frage ein wenig.
LG
Yasmine
also den Teil mit dem Psychlogen kann ich dir nicht beantworten, für mich ist das kein Thema. Aber zum Teil mit dem "draußen rumlaufen" kann ich was sagen. Ich stehe nicht gerne im Mittelpunkt und wenn ich enfemme nach draußen gehe, dann falle ich schon auf. Vielleicht noch nicht mal, weil ich eigentlich Mann bin, sondern weil ich dann hat schon auffälliger rumlaufe. Das soll jetzt nicht heißen, dass ich wie eine Dragqueen rumlaufe. Im Gegenteil. Aber im kurzen Jeansrock fällt man halt auch schon auf. Somit bin ich mehr im Fokus als als Mann. Ob mir das wirlkich gefällt, kann ich nicht sagen. Es ist halt anders und eigentlich mag ich auffallen nicht so. Daher ist es sehr stark von meiner Laune abhängig. Manchmal will ich das. Manchmal halt nicht. Wenn ich das nicht will, dann ziehe ich halt Jeggings und Sweatshirt an und verzichte auf's Zweithaar. Ist für mich auch OK. Gut, der ein oder andere Teenager schaut etwas verwundert, aber das ist jetzt nichts, was Mann nicht tragen dürfte.
Damit stellt sich aber für mich auch ein Wohlgefühl ein. Früher dachte ich immer so was wie "schöne Hose, schöne Schuhe, tolle Figur", nun kann ich halt denken "so ne Hose habe ich auch und mit steht die besser"
Ich hoffe, das beantwortet deine Frage ein wenig.
LG
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ab08
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Re: Nur eine Phase?
Vielleicht bin ich hier falsch, denn ich bin ziemlich sicher eine T-Frau.caira hat geschrieben: Wie ist das denn bei Euch, die auch draußen rumlaufen und sich zeigen - fällt damit etwas der innere Druck - diese Sehnsucht?
Bei mir war der innere Druck, der mich gegen Ende innerlich fast zum Platzen brachte, als ich 'als Mann' vor Klassen stand, in dem Moment verschwunden, als ich mein wahres Ich zeigte und gleichzeitig entschlossen war, alles - egal was komme - durchzuziehen.
Anzüglichkeiten und ähnliches, was natürlich folgte, machten mir nichts aus, denn die Leute erkannten ja zumindest, dass ich kein Mann war und das war mir wichtig. Später ab Nä bestand die Verpflichtung, mich als Frau ... anzusprechen und anzuschreiben. Selbst, wenn das nicht geschah, was mich natürlich ärgerte, geschah es immer häufiger. Jedes "Frau..." tat und tut mir gut!! Selbst wenn gelästert wird, "Blöde Zicke" "Alte Schachtel" usw. freu ich mich darüber, falls die weibliche Form gewählt wird. Den ignorante Rest < 5%, der heute noch bisweilen männliche Termini benutzt, hacke ich als unverbesserlich ab. 1950 geboren, waren die Jahre ab 2007 die schönsten meines Lebens und ich bin sehr glücklich über alles. Gesundheitlich geht es mir ausgezeichnet..., so gut wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Heute stört es mich nicht, im Mittelpunkt zu stehen. (Ich kleide mich normal und provoziere nicht. Unverhoffte Beachtung genieße ich aber...) Früher wäre ich am liebsten unsichtbar gewesen. Heute bin ich auch viel geselliger als früher und unterrichten macht mir Spaß! Aber das gilt für mich und ich bin ziemlich sicher eine T-Frau.
Du kannst vielleicht daraus lernen, aber es sicher nicht 1:1 für Dich übernehmen!
P.S. Ohne HRT könnte ich nicht leben, denn ich brauche Hormone (Östrogen) für mein Wohlbefinden. Ohne GA-Op bisher schon, obwohl es mir sehr schwer fällt.
Zuletzt geändert von ab08 am Do 9. Aug 2012, 20:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Caira
Re: Nur eine Phase?
Das wird sicherlich früher oder später eintreten. Ich glaube auch, dass aktuell einfach meine Hormone und meine Gefühle etwas sprudeln. Das wird irgendwann auch wieder "Normalität" erlangen - also zumindest in dem Rahmen, in dem CD als normal gelten kann.Versuche es mal einfach.
Habe eben mal ein wenig geschaut und denke, dass zuvor an meiner Körperhaltung, etc. arbeiten muss. Brauche generell auch erst mal Klamotten. Ich mag ja in gewisser Weise fotogen sein (als Frau weit mehr als Mann, hihi), aber mehr kommt momentan noch nicht. Bewegungen halt typisch Mann, auch wenn man sich Mühe gibt. Da gibts noch viel zu lernen. Vorher macht ein Outdoor-Trip eigentlich keinen Sinn. Aber was will man schon nach 2 Wochen erwarten ...
@ab08
Nein, du bist nicht falsch. Das interessiert mich schon sehr, was nicht heißt, dass ich morgen zum Arzt renne. Ich will nur aufgeklärt sein. Für mich stünde vor allem auch die Frage im Raum, was Hormone alles bewirken und ob es auch "Sinn" macht, dass durchzuziehen. Soweit ich weiß ist zumindest der optische Erfolg besser, je jünger man ist. Ich bin mit Mitte 30 kein Teenager mehr, aber das wäre noch mal so eine zentrale Frage. Oder anders: Ich wäre auch nicht unbedingt glücklich als "olle Schachtel" durch die Welt zu laufen. Also keineswegs Frau-Sein um jeden Preis. Entweder macht diese Entbehrung dann soviel Sinn, dass man als "normale" Frau leben darf bzw. durchgeht oder man lässt es. Ein "Dazwischen" kann ich auch als CD haben. Einfach nur "normal" in der richtigen Rolle sein - das wäre mein Wunsch.
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Yasmine
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Re: Nur eine Phase?
Tja, mag sein, dass man erst lernen muss, nicht mehr männlich zu gehen. Ein guter Tipp hier ist einfach: Frauen beobachten. Männer beobachten. Wo sind die Unterschiede? Das versuchen nachzumachen. Wobei es schon lustig ist, dass ich oft denke, das einige Frauen verdammt männlich rumstapfen. Also so schlimm wird's nicht sein...
LG
Yasmine
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Caira
Re: Nur eine Phase?
Hallo Annika,
Du sprichst mir gerade aus der Seele. Könnte meine Geschichte sein. Es ist wirklich 1:1, was ich empfinde. Ich hatte vor 2 Wochen den Entschluss gefasst mich doch mal in Foren zu melden, drüber zu schreiben. Da hatte ich jahrelange Bedenken, es könnte jemand merken. Mittlerweile ist es mir ziemlich egal - erspart mir das outen.
... aber es ist genauso wie du sagst: Es dreht sich aktuell alles um das CD. Es ist wie eine Droge, die aber auch irgendwann nachlassen wird. Aber ich denke, dass man immer CD (oder was auch immer) bleibt.
Es wäre eigentlich ganz recht, wenn ich mir selbst nicht auferlege Frau sein zu müssen. Das als CD zu machen macht Spaß, bringt Farbe ins Leben. Das Verlangen nach mehr kann anstrengend und eine Lebensaufgabe werden. Das hatte ich eigentlich nicht geplant und würde auch meine Lebensziele etwas zerwerfen. Nichts gegen das "Frau-Sein" - diese Sehnsucht wird ebenfalls irgendwie bleiben, aber solange das im Rahmen bleibt, ist das erträglich. Bleibt es jedoch so, wie in den letzten 14 Tagen, was ich absolut nicht glaube, wäre allerdings Handlungsbedarf fällig. Vielleicht muss man sich hier und da auch die positiven Seiten des Mann-Seins vorspielen, um den Boden unter den Füßen nicht zu verlieren.
Am Wochenende gehts erstmal 2 Wochen ans Meer. 2 Wochen keine Caira, kein CD - sogar der Nagellack muss ab. Naja, ich werds überleben und vielleicht ist das genau das richtige, um den Bodenkontakt wieder herzustellen. Ich danke euch auf jeden Fall für die tollen Beiträge.
Du sprichst mir gerade aus der Seele. Könnte meine Geschichte sein. Es ist wirklich 1:1, was ich empfinde. Ich hatte vor 2 Wochen den Entschluss gefasst mich doch mal in Foren zu melden, drüber zu schreiben. Da hatte ich jahrelange Bedenken, es könnte jemand merken. Mittlerweile ist es mir ziemlich egal - erspart mir das outen.
Es wäre eigentlich ganz recht, wenn ich mir selbst nicht auferlege Frau sein zu müssen. Das als CD zu machen macht Spaß, bringt Farbe ins Leben. Das Verlangen nach mehr kann anstrengend und eine Lebensaufgabe werden. Das hatte ich eigentlich nicht geplant und würde auch meine Lebensziele etwas zerwerfen. Nichts gegen das "Frau-Sein" - diese Sehnsucht wird ebenfalls irgendwie bleiben, aber solange das im Rahmen bleibt, ist das erträglich. Bleibt es jedoch so, wie in den letzten 14 Tagen, was ich absolut nicht glaube, wäre allerdings Handlungsbedarf fällig. Vielleicht muss man sich hier und da auch die positiven Seiten des Mann-Seins vorspielen, um den Boden unter den Füßen nicht zu verlieren.
Am Wochenende gehts erstmal 2 Wochen ans Meer. 2 Wochen keine Caira, kein CD - sogar der Nagellack muss ab. Naja, ich werds überleben und vielleicht ist das genau das richtige, um den Bodenkontakt wieder herzustellen. Ich danke euch auf jeden Fall für die tollen Beiträge.
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ab08
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Re: Nur eine Phase?
Liebe Caira,caira hat geschrieben:
@ab08
Nein, du bist nicht falsch. Das interessiert mich schon sehr, was nicht heißt, dass ich morgen zum Arzt renne. Ich will nur aufgeklärt sein. Für mich stünde vor allem auch die Frage im Raum, was Hormone alles bewirken und ob es auch "Sinn" macht, dass durchzuziehen. Soweit ich weiß ist zumindest der optische Erfolg besser, je jünger man ist. Ich bin mit Mitte 30 kein Teenager mehr, aber das wäre noch mal so eine zentrale Frage. Oder anders: Ich wäre auch nicht unbedingt glücklich als "olle Schachtel" durch die Welt zu laufen. Also keineswegs Frau-Sein um jeden Preis. Entweder macht diese Entbehrung dann soviel Sinn, dass man als "normale" Frau leben darf bzw. durchgeht oder man lässt es. Ein "Dazwischen" kann ich auch als CD haben. Einfach nur "normal" in der richtigen Rolle sein - das wäre mein Wunsch.
danke für Deine Antwort und nun zu den Fragen (Du weißt ja, ich bin Lehrerin
- seit der Pubertät stand Wunsch nach Oberweite bei mir im Vordergrund. Nachdem aber die HRT richtig Wirkung zeigte, war für mich eher die Auswirkung auf das Gefühlsleben am Wichtigsten (Weibliche Empfindungen - Verbesserung des Geruchssinns - kein männlicher Sexualtrieb/Druck mehr usw.) Ich fühlte mich einfach wie befreit und fühlte mich wohl!
- Alter : Ich war 57 als ich richtig begann. - Bei 185cm Körpergröße und Schuhgröße 46 besteht bei mir wenig Hoffnung unauffällig zu sein. (Anmerkung: Früher hatte ich wegen der Probleme oft recht viel Masse (1988 z.b. 113kg(!) Nun stets 80kg-82kg...) Da ich seit 1972 in der Gegend lebe und durch den Beruf habe ich eine Bekanntheit, die in der Regel verhindert, dass ich unerkannt "als normale Frau" rumlaufen kann. Aber das stört mich nicht, denn sehr viele Bekannte und Freunde nehmen mich längst als Frau wahr!! Wohingegen Fremde, wenn ich zu reden beginne, häufig den früheren Mann erkennen. Ich mache zwar Stimmtherapie, aber bin auf dem Gebiet leider wenig begabt...
- Mir wird heute oft gesagt, dass ich deutlich jünger aussehe, als ich tatsächlich bin(61). Von wegen "alte Schachtel" solltest Du Dir keine Sorgen machen, denn ähnlich läuft es meist, da weibliche Hormone uns ein wenig verjüngen.
- Entbehrung war es hinterher bei mir nie. Vorher war das Problem. Aber Du solltest mit finanziellen Belastungen rechnen. Da ich mich am Vorbild 'intellektuelle Dame' (vgl. z.B. Simone de Beauvoir) kleidungsmäßig orientiere, war für mich die Sache nicht billig. Inzwischen z.B. über 40 Paar Schuhe (Schuhgröße 46) darunter 8 Paar Stiefel (Semler,Gabor...) Ein Paar Stiefel guter Qualität kann schon mal 250 € kosten. Bei der übrigen Bekleidung ist es ähnlich, da ich nicht immer bei C&A kaufe. Dazu Kosmetikbehandlungen & Massagen etc. Das weibliche Gefühlsleben verschärft das Problem. Wenn mir Unangenehmes passiert, gehe ich gern - kurzzeitig ein bißchen shoppen -. Nach kleinen Fischzügen geht es mir dann wieder sehr gut.
- Optischer Erfolg: Keine Sorge, auch als ältere Dame bekommt man ab und zu Komplimente...
Alles Gute
ab
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Ellen
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Re: Nur eine Phase?
Hi Ciara,
nun muß ich halt auch noch meinen Senf dazugeben
...
Vieles von dem was Du beschreibst kommt mir verdammt bekannt vor - wenngleich die Entwicklung -bis zu dem "jetzt und hier" halt bei jedem anderst ist. Bei mir ist der Knoten ein halbes Jahr nach der Trennung von Frau,Kinder, Haus&Garten usw. Mitte letzten Jahrs usw. endlich geplatzt. Davor lagen Jahre des Verdrängens, der Heimlichkeiten, vieler Lügen, Selbstverleugnung, Enttäuschungen, usw.
Anfang diesen Jahres dann der Einstieg ins Forum. Parallel dazu das Gefühl, das die mittlerweile in zweiwöchentlichem Rythmus stattfindenen Sitzungen beim Psychologen endlich was bringen. Da war ich dann plötzlich in einer ähnlichen Situation wie Du jetzt. Aus der Erfahrung der letzten Monate kann ich Dir sagen :
Dieses euphorische Gefühl, endlich zu sich selbst gefunden zu haben ist großartig. Wenn man es endlich geschafft hat, auch zu sich selbst zu stehen, sich selbst zu akzeptieren. Das was Du momentan durchlebst ist diese Startphase. Wichtig ist, dann erstmal zur Ruhe zu kommen (die Urlaubsgeschichte ist dazu ideal) und dann in dich reinzuhören wie wichtig dir das Ganze ist. Mir selbst wurde klar, da CD schlicht einfach ein Teil meines Lebens ist. Das konnte ich z.B. meinem Psycho verdeutlichen, in dem ich bei den letzten 3 Sitzungen en femme auftauchte.
Wohin mich das führt ? CD / TS oder gar GaOp ?? ... Keine Ahnung. Ist es wichtig, das zu wissen ? Nur für die da draußen, die dich in Schubladen stecken wollen. Mir selbst reicht das heute und hier. Momentan hab ich meine Männerrolle im Job, als Vater von zwei Töchtern, bei meinen Freunden, bei Holzarbeit im Wald, bei Reparaturarbeiten (Waschmaschine, Computer, Auto, usw.) - und das ist okay so - wichtig, das für sich selbst zu akzeptieren. Und wenn dann Zeit und Luft da ist bekommt die andere Seite ihren Spielraum, den ich jedes Mal genieße. Ob bei Treffen mit anderen CD`s (Gruß an Yasmine, Marlen & Lucy an dieser Stelle
...), oder ganz schlicht abends entspannt auf`m Sofa mit einem guten spanischen Rotwein und einen schönen Film
Wichtig ist : laß Dir Zeit, schau Dich um und in dich rein. Finde heraus, was Dir gut tut. Und prüfe, wie weit Du gehen willst/kannst. Such deine eigenen Grenzen und akzeptiere sie. Nur dann wirst Du zufrieden sein mit dem jetzt und hier. Genieße den Moment - häng nicht irgendwelchen Traumbildern hinterher die Du selbst mit Hormonen, GaOP usw. nie erreichen wirst. Leb deinen eigenen kleinen Traum - so wie er zu Dir paßt.
Ich hoffe, das war jetzt nicht zu arg abgehoben ... auch ich hab meine "Zweifel-Tage" an denen man alle in Frage stellt. Aber diese Tage werden seltener die letzten Monate ...
LG Ellen
nun muß ich halt auch noch meinen Senf dazugeben
Vieles von dem was Du beschreibst kommt mir verdammt bekannt vor - wenngleich die Entwicklung -bis zu dem "jetzt und hier" halt bei jedem anderst ist. Bei mir ist der Knoten ein halbes Jahr nach der Trennung von Frau,Kinder, Haus&Garten usw. Mitte letzten Jahrs usw. endlich geplatzt. Davor lagen Jahre des Verdrängens, der Heimlichkeiten, vieler Lügen, Selbstverleugnung, Enttäuschungen, usw.
Anfang diesen Jahres dann der Einstieg ins Forum. Parallel dazu das Gefühl, das die mittlerweile in zweiwöchentlichem Rythmus stattfindenen Sitzungen beim Psychologen endlich was bringen. Da war ich dann plötzlich in einer ähnlichen Situation wie Du jetzt. Aus der Erfahrung der letzten Monate kann ich Dir sagen :
Dieses euphorische Gefühl, endlich zu sich selbst gefunden zu haben ist großartig. Wenn man es endlich geschafft hat, auch zu sich selbst zu stehen, sich selbst zu akzeptieren. Das was Du momentan durchlebst ist diese Startphase. Wichtig ist, dann erstmal zur Ruhe zu kommen (die Urlaubsgeschichte ist dazu ideal) und dann in dich reinzuhören wie wichtig dir das Ganze ist. Mir selbst wurde klar, da CD schlicht einfach ein Teil meines Lebens ist. Das konnte ich z.B. meinem Psycho verdeutlichen, in dem ich bei den letzten 3 Sitzungen en femme auftauchte.
Wohin mich das führt ? CD / TS oder gar GaOp ?? ... Keine Ahnung. Ist es wichtig, das zu wissen ? Nur für die da draußen, die dich in Schubladen stecken wollen. Mir selbst reicht das heute und hier. Momentan hab ich meine Männerrolle im Job, als Vater von zwei Töchtern, bei meinen Freunden, bei Holzarbeit im Wald, bei Reparaturarbeiten (Waschmaschine, Computer, Auto, usw.) - und das ist okay so - wichtig, das für sich selbst zu akzeptieren. Und wenn dann Zeit und Luft da ist bekommt die andere Seite ihren Spielraum, den ich jedes Mal genieße. Ob bei Treffen mit anderen CD`s (Gruß an Yasmine, Marlen & Lucy an dieser Stelle
Wichtig ist : laß Dir Zeit, schau Dich um und in dich rein. Finde heraus, was Dir gut tut. Und prüfe, wie weit Du gehen willst/kannst. Such deine eigenen Grenzen und akzeptiere sie. Nur dann wirst Du zufrieden sein mit dem jetzt und hier. Genieße den Moment - häng nicht irgendwelchen Traumbildern hinterher die Du selbst mit Hormonen, GaOP usw. nie erreichen wirst. Leb deinen eigenen kleinen Traum - so wie er zu Dir paßt.
Ich hoffe, das war jetzt nicht zu arg abgehoben ... auch ich hab meine "Zweifel-Tage" an denen man alle in Frage stellt. Aber diese Tage werden seltener die letzten Monate ...
LG Ellen
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Caira
Re: Nur eine Phase?
Danke Mädels für Eure Unterstützung.
Ich weiß das sehr zu schätzen, momentan ist es auch die einzig wirkliche Art mich auszutauschen. Leider weiß niemand von meiner Neigung (oder besser Misere?
) und ich denke, dass es auch irgendwann Zeit wird damit rauszurücken. Zumindest gegenüber Mutter und Schwester. Wir haben ein super Verhältnis und wenn es jemand versteht, dann die beiden. Sicher bin ich mir nicht, aber es würde mir ein wenig den Druck nehmen darüber reden zu dürfen. Da ich so fast der einzige im meinem Kreis bin, der noch keine längere Beziehung hatte, gelte ich da sowieso als Exot - das dachte ich ja auch lange. Heute wird mir klar warum und auch warum das klassische Muster nicht greift, dass alle irgendwie erwarten. Das Outen als CD würde dann zumindest für Klarheit sorgen. "Oma Frieda" fragt dann sicher doch wieder am Kaffeetisch, wieso ich keine Frau habe - aber der möchte ich ja nicht ins Gesicht sagen, dass ICH die Frau bin.
Ich denke, dass ich erstmal das volle Potential des CD-Seins ausschöpfen sollte. Das habe ich lange nicht ausgereizt. Wenn es jemand hier geben würde, mit dem man mal rausgeht, würde ich mich wahrscheinlich auch eher trauen. So allein ist mir das aber irgendwie nix. Vielleicht ergibt sich was - oder ich fahre zu jemanden hier aus dem Forum. Andere Stadt, andere Leute - da kanns mich auch egal sein. Vorher wird geübt und eingekleidet ... und sowieso, wie bekomme ich meine Gesichtszüge femininer? Mehr Schminke?
Das Thema Hormone und Psychologe werde ich parallel im Auge behalten. Ich hatte 40 Stunden von meiner KK zugesagt bekommen. Gut 20 haben wir noch drüber. Die werden zwar etwas blöd gucken, weil ich plötzlich auf TS umschwenke, aber ich muss ja auch nicht sinnlos beim Psychologen rumsitzen. Ich werde mir genau überlegen, ob ich es nächstes Mal anspreche. Sicherlich würde es mir helfen. Aber selbst hier habe ich einige Hemmungen. Auf der einen Seite würde ich mich sehr wohl fühlen, wenn die Leute mich nicht als typischen Kerl sehen würden, auf der anderen habe ich etwas Angst davor. Gerade herrscht in mir das absolute Chaos und ich bitte zu verzeihen, wenn ich hier so viel plappere ...
LG Caira
@saari: wie hat den bei Dir alles begonnen und wie lange hast Du gebraucht, um zu wissen, was du möchtest?
Ich weiß das sehr zu schätzen, momentan ist es auch die einzig wirkliche Art mich auszutauschen. Leider weiß niemand von meiner Neigung (oder besser Misere?
Ich denke, dass ich erstmal das volle Potential des CD-Seins ausschöpfen sollte. Das habe ich lange nicht ausgereizt. Wenn es jemand hier geben würde, mit dem man mal rausgeht, würde ich mich wahrscheinlich auch eher trauen. So allein ist mir das aber irgendwie nix. Vielleicht ergibt sich was - oder ich fahre zu jemanden hier aus dem Forum. Andere Stadt, andere Leute - da kanns mich auch egal sein. Vorher wird geübt und eingekleidet ... und sowieso, wie bekomme ich meine Gesichtszüge femininer? Mehr Schminke?
Das Thema Hormone und Psychologe werde ich parallel im Auge behalten. Ich hatte 40 Stunden von meiner KK zugesagt bekommen. Gut 20 haben wir noch drüber. Die werden zwar etwas blöd gucken, weil ich plötzlich auf TS umschwenke, aber ich muss ja auch nicht sinnlos beim Psychologen rumsitzen. Ich werde mir genau überlegen, ob ich es nächstes Mal anspreche. Sicherlich würde es mir helfen. Aber selbst hier habe ich einige Hemmungen. Auf der einen Seite würde ich mich sehr wohl fühlen, wenn die Leute mich nicht als typischen Kerl sehen würden, auf der anderen habe ich etwas Angst davor. Gerade herrscht in mir das absolute Chaos und ich bitte zu verzeihen, wenn ich hier so viel plappere ...
LG Caira
@saari: wie hat den bei Dir alles begonnen und wie lange hast Du gebraucht, um zu wissen, was du möchtest?
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Ellen
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Re: Nur eine Phase?
Tja, dieser Weg kommt mir bekannt vor. Meine erste echte (und auch längere) Beziehung hat ich Anfang 30 - mit einer 18jährigen. Bis dahin war`s ein langer Weg, in dem ich mehrfach "auf die Nase" fiel - stets war das Ziel meines Interesses entweder vergeben oder desinteressiert. Vielleicht weil ich auch nicht mit dem typischen Männerschema rüberkam ? Ich war zu sehr netter Freund/Kumpel/Zuhörer - als Mann aber nicht interessant ? Mehr Freundin als Freund.caira hat geschrieben:Da ich so fast der einzige im meinem Kreis bin, der noch keine längere Beziehung hatte, gelte ich da sowieso als Exot - das dachte ich ja auch lange. Heute wird mir klar warum und auch warum das klassische Muster nicht greift, dass alle irgendwie erwarten.
War ich zu wenig "Macho" ? Mhm - das war mir wirklich nie wichtig. Sport z.B. betreibe ich regelmäßig wirklich aktiv erst seit 1-2 Jahren. Mittlerweile 3x pro Woche 8-9km joggen, 1x Radfahren. Der erste Halbmarathon ist hinter mir. Aber ich mach es nicht um einen besonders muskulös-maskulinen Körper zu bekommen - um Frauen zu beeindrucken
Ansonsten ? Ich hab mich früher auch nie geprügelt, Streit bin ich stets ausgewichen. Suchte stets Anerkennung bei anderen in dem ich versuchte, es allen "Recht" zu machen. Ließ mich in diverse Rollen drängen - Kirchengemeinderat, Vorstand des Angelvereins, usw.usf. - komisch, da ist man auch als nicht so ausprägt maskuliner Mann doch interessant. Ehrenämter sind leicht zu haben.
Denke, das alles wird Dir in irgendeiner Form bekannt vorkommen.
Also - Du bist nicht allein.
LG Ellen
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Caira
Re: Nur eine Phase?
Hallo Ellen,
ja kommt mir alles verdammt bekannt vor. Unterschied ist halt nur, dass ich mich mit dem Gefühlschaos nie auf eine Beziehung einlassen könnte. Es stellt gerade mein ganzes Leben auf den Kopf. Das ist ja das verrückte. Ich suche auch stets Anerkennung - vielleicht auch aus dem Grund, weil ich als "Mann" nie punkten konnte. Bei Mädels bin ich immer gern der Zuhörer, Freund, Heulkissen, aber richtig der "Tiger", den man mit in die Kiste nimmt noch nie. Wahrscheinlich liegts an meiner Ausstrahlung, die gar nicht männlich, sondern eher femininer, weicher ist. Das kann sicherlich eine Frau nicht "heiß" machen - ist schon klar. Klar ist für mich außerdem, dass sich da in nächster Zeit noch eine Menge ändern bzw. klären wird. Ich schaue da aber durchaus gut gestimmt in die Zukunft, weniger mit Sorge.
Bin auch sehr sportlich - ebenfalls im Ausdauerbereich. Wir sind uns extrem ähnlich sehe ich gerade und vielleicht trifft man sich wirklich mal. Schwarzwald ist nicht um die Ecke, aber mir wäre es sicher mal Wert. Hier in der Gegend sind leider CDs eher dünn gesäht - da werde ich kaum Gelegenheit finde en femme großartig unterwegs zu sein bzw. Kontakte zu knüpfen.
Ellen, wer weiß denn alles bei Dir Bescheid? Gabs ein komplettes Outing? En femme zum Psychologen finde ich ja auch sehr klasse!
ja kommt mir alles verdammt bekannt vor. Unterschied ist halt nur, dass ich mich mit dem Gefühlschaos nie auf eine Beziehung einlassen könnte. Es stellt gerade mein ganzes Leben auf den Kopf. Das ist ja das verrückte. Ich suche auch stets Anerkennung - vielleicht auch aus dem Grund, weil ich als "Mann" nie punkten konnte. Bei Mädels bin ich immer gern der Zuhörer, Freund, Heulkissen, aber richtig der "Tiger", den man mit in die Kiste nimmt noch nie. Wahrscheinlich liegts an meiner Ausstrahlung, die gar nicht männlich, sondern eher femininer, weicher ist. Das kann sicherlich eine Frau nicht "heiß" machen - ist schon klar. Klar ist für mich außerdem, dass sich da in nächster Zeit noch eine Menge ändern bzw. klären wird. Ich schaue da aber durchaus gut gestimmt in die Zukunft, weniger mit Sorge.
Bin auch sehr sportlich - ebenfalls im Ausdauerbereich. Wir sind uns extrem ähnlich sehe ich gerade und vielleicht trifft man sich wirklich mal. Schwarzwald ist nicht um die Ecke, aber mir wäre es sicher mal Wert. Hier in der Gegend sind leider CDs eher dünn gesäht - da werde ich kaum Gelegenheit finde en femme großartig unterwegs zu sein bzw. Kontakte zu knüpfen.
Ellen, wer weiß denn alles bei Dir Bescheid? Gabs ein komplettes Outing? En femme zum Psychologen finde ich ja auch sehr klasse!