"¦"¦.und wieder ging es nach Mallorca.
Ich habe ja schon oft erwähnt, dass wir eigentlich Camper sind. In diesem Jahr hatten wir einen Trip nach Norditalien geplant, doch es kam malwieder anders. Der Wohnwagen war schon reisefertig gepackt, da kam die Nachricht von Erdbeben in Bella Italia. Da wir nicht so wirklich darauf stehen, haben wir also kurzfristig umdisponiert und einen Urlaub auf Malle gebucht. Wir hatten Glück, denn in unserem Hotel vom letzten Jahr waren noch Zimmer frei.
Im Vergleich zum letzten Jahr war alles viel lockerer. Ich trete Heute in meiner Frauenverpackung viel sicherer auf und das merken anscheinend auch alle, mit denen ich, bzw. die mit mir zu tun haben. Vom Check-in am Airport , Sicherheitskontrolle und dem Rest der Anreise bis zur Ankunft im Hotel war alles ganz entspannt. Als wir Nachts um 2 Uhr im Hotel ankamen, wurden wir mit einer beinahe übertriebenen Freundlichkeit begrüßt und bekamen ein traumhaftes Zimmer mit ca.30qm Terrasse, direkt oberhalb der Strandpromenade. Das schönste Zimmer in dem Hotel
An nächsten Morgen betraten wir den Speisesaal zum Frühstücken doch es dauerte fast eine Stunde bis wir endlich damit beginnen konnten. Etliche Leute, die im letzten Jahr auch dort waren begrüßten uns und wir kamen aus den Unterhaltungen gar nicht raus. Auch die Angestellten des Hotels begrüßten uns sehr freundlich. Man erinnerte sich also an uns. Schnell hatten wir unsere Clique vom letzten Jahr wieder zusammengefunden. Ein schöner Urlaub war garantiert.
Bevor wir am ersten Tag zum Strand konnten, waren noch einige Einkäufe angesagt. Also bummelten wir nach dem Frühstück los. Auch diese Angelegenheit dauerte unendlich lange. Egal in welche Läden wir auch reingingen, die Verkäufer begrüßten uns aufs herzlichste. Ein Gespräch folgte dem anderen. Manche winkten uns schon von weitem zu. Anscheinend haben wir im letzten Jahr einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Am Abend unseres zweiten Tages folgte das nächste Highlight. Mein Bruder, nebst Schwägerin, waren zur selben Zeit im selben Hotel. Da war ein Aufeinandertreffen nur eine Frage der Zeit. Nun sollte ich vielleicht erwähnen, dass wir Zuhause fast Tür an Tür leben und kein Wort miteinander wechseln. Wir wussten, das die Beiden zu dieser Zeit dort sind aber die hatten keine Ahnung das wir auch in dem Hotel sind. Für meine Schwägerin ist mein Auftreten "aktive Sterbehilfe". Kurz vor dem Abendessen trafen wir zum ersten Mal aufeinander und die Gute bekam einen leichten Hysterie-Anfall. Ich glaube wir haben denen den Urlaub verdorben. Tut mir leid, ehrlich. Ich hätte mich gefreut wenn wir uns in dem Urlaub etwas näher gekommen wären, anstatt dessen haben die Zwei uns den ganzen Urlaub gemieden. Was solls, ich kann es nicht ändern.
Der gesamte Urlaub verlief total entspannt. Der Bekanntenkreis wuchs stetig weiter. Es gibt eben doch sehr viele Leute, die nicht nur auf Äußerlichkeiten achten sondern den Menschen selbst zu schätzen wissen. Ich glaube das die Tatsache, dass wir unser Leben als "normal" ansehen, es Vielen leichter macht, mit uns umzugehen. Eigentlich war der Urlaub viel zu kurz um all die Gespräche zu führen, die noch ausstehen. Da müssen wir wohl im nächsten Jahr wieder nach Malle. Ich habe auch in diesem Urlaub wieder festgestellt, dass die Leute sehr an unserem "etwas andersartigen" Leben interessiert sind. Manchmal müssen wir aber auf sie zugehen und das Gespräch suchen, weil sich nicht jeder traut seine Fragen auszusprechen.