Community kostet Kraft: Warum leiden so viele an Aktivismus-Burn-out? | Siegessäule
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Anne-Mette
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Community kostet Kraft: Warum leiden so viele an Aktivismus-Burn-out? | Siegessäule
Die CSD-Saison ist vorbei – und für viele LGBTIQ*-Aktivist*innen kehrt mit dem Ende des Trubels Erleichterung ein. Für andere, die sich ehrenamtlich engagieren, scheint die Arbeit nie aufzuhören.
https://www.siegessaeule.de/magazin/com ... -burn-out/
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Claudia
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Re: Community kostet Kraft: Warum leiden so viele an Aktivismus-Burn-out? | Siegessäule
Noch ist es nicht ganz vorbei, es gibt noch Nachzügler.Anne-Mette hat geschrieben: Mo 31. Aug 2026, 09:15 Die CSD-Saison ist vorbei – und für viele LGBTIQ*-Aktivist*innen kehrt mit dem Ende des Trubels Erleichterung ein. Für andere, die sich ehrenamtlich engagieren, scheint die Arbeit nie aufzuhören.
Quelle: https://magictrans.de/img/elmshorn-queer-2026s.jpgElmshorn Pride
Vielleicht sind ja von hier noch welche mit dabei.
LG Claudia
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Anne-Mette
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Re: Community kostet Kraft: Warum leiden so viele an Aktivismus-Burn-out? | Siegessäule
Moin,
Schauen wir mal!
Jedenfalls wünsche ich euch viel Erfolg
Herzliche Grüße
Anne-Mette
ich war neulich in Husum und die Veranstaltung hat mir sehr gefallen - wie auch unsere eigene in Flensburg, die schon am 17.5. stattgefunden hat.
Schauen wir mal!
Jedenfalls wünsche ich euch viel Erfolg
Herzliche Grüße
Anne-Mette
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Jaddy
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Re: Community kostet Kraft: Warum leiden so viele an Aktivismus-Burn-out? | Siegessäule
Der Artikel hat einiges bei mir angetippt. Gleichzeitig fand ich ihn etwas zu vage. Das erwähnte Buch (spontan geholt) ist ... poetisch, bunt, wundervoll - gleichzeitig nicht praktisch verwendbar; was vermutlich auch der Haltung von Cornelia Fleck widerspräche. Daher habe ich mir aus beidem was stricken lassen und hier veröffentlicht: https://blog.enby-box.de/20260831_queer ... s-burnout/
Und zu "poetisch" bei Cornelia Fleck:
Und zu "poetisch" bei Cornelia Fleck:
Das Zauberwörtchen trans
Unsere vielen, immer neuen Identitäten machen die Reinheitsverwaltung wahnsinnig. Dort kommt man gar nicht hinterher, all die bunten Schmetterlinge aufzuspießen und hinter Glas zu sortieren. Und ehe man sich’s versieht, flattert schon die nächste Identität durchs offene Fenster herein und ihre Flügel sind wieder mit neuen Flaggenfarben gemustert. Nicht einmal einer Fahne können diese Queers gerade hinterherlaufen! Too cute to even walk straight. Nun müssen wir aufpassen, dass dieses Kunststück uns nicht an neue Grenzen führt und all die Buchstabengrüppchen sich gegenseitig bekämpfen. „Herrsche und teile“ raunt es dann aus der faschistoiden Ecke, und man reibt sich dort schon die Hände.
Es gibt ein Zauberwort, das uns retten kann, und es heißt trans. Nicht nur wie in transgender, sondern auch wie in transkulturell, transparent, transzendent und – wenn ihr mögt – auch transpirierend. Lange Zeit arbeitete man in der politischen Bildung interkulturell. Das heißt, Kulturen begegneten einander und bauten Ressentiments ab. Am Ende hielt man einen Abschlussabend und erwartete, dass die Italiener*innen von amore sangen, die Griech*innen Sirtaki tanzten, die Russ*innen ihre Gläser an die Wand warfen und die Deutschen sich wieder winden würden, weil sie weder eine Tracht tragen könnten noch ein Volkslied singen.
Doch an einem dieser Abende, an dem ich in guter deutscher Tradition damit beschäftigt war, mich zu winden wie ein Buschwindmöschen, trat ein junger Mann auf. Seine russische Mutter und sein saudi-arabischer Vater waren gemeinsam nach Deutschland migriert. Er selbst sprach fließend Deutsch, war gläubiger Muslim und hatte sich entschieden zu zeigen, worin er richtig gut war: Karate. Da stand dieser blonde, bleiche Knabe mit seinem schwarzen Gürtel im Scheinwerferlicht und benannte alle Hiebe und rituellen Gesten, die er vorführte, in wohlklingendem Japanisch. Und plötzlich begriff ich das Konzept der Transkulturalität. Während das Wort inter noch zwischen zwei klar abgegrenzten Bereichen vermitteln will, hat trans die Grenzen längst überschritten, hat Identitätsstückchen mit einem Transporter hin- und hertransferiert, Sprachgrenzen mit einer Translation übersetzt, Genre-Grenzen transgressiv aufgelöst und den Transatlantik überflogen.
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Anne-Mette
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Re: Community kostet Kraft: Warum leiden so viele an Aktivismus-Burn-out? | Siegessäule
Moin,
ich sah den Artikel für mich als Anstoß, über die eigene Rolle und das eigene Empfinden nachzudenken.
So lange wie ich das Forum betreibe, habe ich mich auch auf anderen Ebenen engagiert.
Ich will es nicht unbedingt als Burnout beschreiben, aber manchmal denke ich, "lass Andere, Jüngere (d/m/w)" auch mal ran.
Trotzdem kommen natürlich die Anfragen und Einladungen - oftmals verbunden mit einen "Zeigefinger", der mir fast ein schlechtes Gewissen macht: "es müsste (von allen) mehr Engagement erfolgen!" - und es müsste natürlich mehr Unterstützende geben.
Es ist allerdings schwer, die zu finden und noch schwerer, dass Menschen sich längere Zeit einbringen.
Allein monatliche Treffen zuverlässig(!) anzubieten, die Raumfrage zu regeln und dann auch vor Ort verantwortlich zu sein, erfordert einen gewissen Einsatz - ganz zu schweigen von größeren Veranstaltungen mit
vielen Beteiligten.
Ich kann verstehen, dass einige Menschen müde werden oder sich einfach aus einer Rolle herausentwickeln.
ich sah den Artikel für mich als Anstoß, über die eigene Rolle und das eigene Empfinden nachzudenken.
So lange wie ich das Forum betreibe, habe ich mich auch auf anderen Ebenen engagiert.
Ich will es nicht unbedingt als Burnout beschreiben, aber manchmal denke ich, "lass Andere, Jüngere (d/m/w)" auch mal ran.
Trotzdem kommen natürlich die Anfragen und Einladungen - oftmals verbunden mit einen "Zeigefinger", der mir fast ein schlechtes Gewissen macht: "es müsste (von allen) mehr Engagement erfolgen!" - und es müsste natürlich mehr Unterstützende geben.
Es ist allerdings schwer, die zu finden und noch schwerer, dass Menschen sich längere Zeit einbringen.
Allein monatliche Treffen zuverlässig(!) anzubieten, die Raumfrage zu regeln und dann auch vor Ort verantwortlich zu sein, erfordert einen gewissen Einsatz - ganz zu schweigen von größeren Veranstaltungen mit
vielen Beteiligten.
Ich kann verstehen, dass einige Menschen müde werden oder sich einfach aus einer Rolle herausentwickeln.
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Jaddy
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Re: Community kostet Kraft: Warum leiden so viele an Aktivismus-Burn-out? | Siegessäule
Als ich mich Anfang/Mitte 90er das erste mal aktivistisch engagierte, gab mir ein damaliger Mentor einen ganz wichtigen Tipp: "Mach zuerst das, was dir am meisten am Herzen liegt. Nicht das, was du meinst was gemacht werden müsste". Ich muss mich selbst alle paar Jahre mal dran erinnern und ggf Dinge abwerfen und mich neu orientieren. Gleichzeitig gibt es Dinge, die mir wegen ihrer Beständigkeit am Herzen liegen, weil sie Anlaufpunkte sind, Menschen vernetzen und ihnen Möglichkeiten geben, selbst und zusammen mit anderen aktiv zu werden. Dieses Forum ist so ein Ding, Anne-Mette, und deine Beständigkeit hier ist ein Wert an sich 