Transpersonen: Hormontherapie verändert die Haut | Pharmazeutische Zeitung
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Anne-Mette
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Transpersonen: Hormontherapie verändert die Haut | Pharmazeutische Zeitung
Hormontherapien verändern Haut, Haare und Schleimhäute bei transidenten Menschen deutlich. Welche dermatologischen Effekte typisch sind, wo Risiken liegen und wie Apothekenteams gezielt zu Hautpflege und Medikation beraten können – ein praxisnaher Überblick.
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ ... a6103913c1
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Jaddy
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Re: Transpersonen: Hormontherapie verändert die Haut | Pharmazeutische Zeitung
Mmm, ich erkenne Claude im Text
Anders gesagt: Das ist so gut wie 100% KI. Zwar einer in der Regel sehr guten, wenn eins die Oberklasse-Modelle in hoher Einstellung nimmt, aber dennoch. Die Frage ist also, ob das alles auch fachmenschlich geprüft wurde. Vielleicht bastel ich nachher mal nen guten Prompt und lass die Belege raussuchen und bewerten 
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Jaddy
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Re: Transpersonen: Hormontherapie verändert die Haut | Pharmazeutische Zeitung
Uuund hier ist er. Was ich beauftragt habe:
Ihr könnt ihn hier lesen: https://ring-speicher-eins.de/s/cbPPB2wc8xwi9Xi
Die Kurzantwort ist dieseErstelle bitte zunächst eine Zusammenfassung der medizinisch relevanten Aussagen des Artikels, geordnet nach Transitionsrichtung bzw Hormontherapie. Dann prüfe jede einzelne Aussage auf ihre Belege und erstelle daraus eine Liste mit Bewertung der Belastbarkeit. Referenziere bei jeder Bewertung die Quellen (mit Nummern) und Liste die Quellen mit ihren Nummern im Anhang. Ausgabe bitte als Markdown-Datei.
Der eigentliche Bericht sind 18 Seiten PDF mit 23 zusätzlich herangezogenen QuellenIch habe den Artikel durchgearbeitet und jede medizinisch relevante Aussage gegen die im Artikel angegebene Quelle und gegen unabhängige Literatur geprüft. Dabei sind einige Stellen aufgefallen, an denen die zitierte Quelle die Aussage nicht trägt oder die Aussage der aktuellen Evidenz widerspricht. Ich lege das Ergebnis als Markdown-Datei an.Kurz die wichtigsten Befunde, damit du nicht erst die ganze Datei lesen musst:
Vier Aussagen halten der Prüfung nicht stand:
1. „Isotretinoin verzögert die Wundheilung" ist der schwerwiegendste Punkt. Die Vorstellung geht auf drei Fallserien aus den 1980ern zurück; ein systematischer Review mit 1485 Eingriffen und ein Scoping Review speziell zur Mastektomie bei transmaskulinen Personen finden keine belastbaren Belege. Die im Artikel zitierte Studie sagt genau das Gegenteil dessen, wofür sie herangezogen wird: Sie zeigt, dass *Sorgen* um die Wundheilung zu Therapieabbrüchen führten, und dass diese Abbrüche mit schlechteren Ergebnissen einhergingen.
2. „Ceramidhaltige Pflege ist obligatorisch, nicht optional" stammt aus einer Aknempfehlung für überwiegend transmaskuline Patient*innen und ist dort eine Expertenmeinung, keine Pflichtaussage. Passt inhaltlich zu unserem letzten Gespräch: Cochrane und AAD-Leitlinie finden keine Überlegenheit eines bestimmten Pflegewirkstoffs.
3. Verhütung unter Isotretinoin „unabhängig von sexueller Aktivität" ist zu absolut; das EU-Programm akzeptiert vollständige Abstinenz. Interessant ist die interne Spannung: Der Artikel mahnt kurz danach zu Recht, keine Annahmen über Anatomie und Praktiken zu treffen.
4. Die 49-Prozent-Zahl gilt für Phalloplastik, nicht für Metoidioplastik.
Eine relevante Lücke: Cyproteronacetat wird als häufigstes Antiandrogen genannt, ohne den Rote-Hand-Brief zum dosisabhängigen Meningeomrisiko. Bei einer dauerhaften Off-label-Anwendung und in einer Apothekenzeitschrift wiegt das schwer.
Außerdem übersieht der Artikel einen Befund seiner eigenen Quelle: Auch nach Estradiol-Beginn war das Aknerisiko gegenüber Cis-Männern erhöht (HR 1,56), was die pauschale Aussage „Estrogene verbessern Akne" relativiert.
Positiv hervorzuheben: Die Beratungshaltung ist überdurchschnittlich, und die Autorin benennt Datenlücken mehrfach von sich aus.
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Knäckebrötchen
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Re: Transpersonen: Hormontherapie verändert die Haut | Pharmazeutische Zeitung
Hi Jaddy,
ich hab mir jetzt den Artikel mal durchgelesen und dann mit den Aussagen deines KI-Prompts verglichen. Ich finde es irritierend, dass Punkt 2 und 4 als Kritik am Text dargestellt werden.
zu 2:
zu 4:
Auch der Hinweis zur "relevanten Lücke bei Cyproteronacetat": der Text behandelt Beratungsfragen rund um die Hautpflege. Eine Beratung zum Meningeomrisiko ist hier nicht relevant, sollte auch tendenziell eh im Rahmen der HRT-Betreuung erfolgt sein.
Plus: die Aussage "Cyproteronacetat werde als häufigster Testosteron-Antagonist aufgeführt ist... tendenziös, es wird genau 1x im ganzen Text erwähnt, im Satz
Das ist kein besonders guter Review. Eher sogar ein problematischer.
ich hab mir jetzt den Artikel mal durchgelesen und dann mit den Aussagen deines KI-Prompts verglichen. Ich finde es irritierend, dass Punkt 2 und 4 als Kritik am Text dargestellt werden.
zu 2:
im Text steht ausdrücklich,Jaddy hat geschrieben: So 16. Aug 2026, 21:06 2. „Ceramidhaltige Pflege ist obligatorisch, nicht optional" stammt aus einer Aknempfehlung für überwiegend transmaskuline Patient*innen und ist dort eine Expertenmeinung, keine Pflichtaussage. Passt inhaltlich zu unserem letzten Gespräch: Cochrane und AAD-Leitlinie finden keine Überlegenheit eines bestimmten Pflegewirkstoffs.
Es ist also ein Zitat, mit Referenz.Eine aktuelle Expertenempfehlung formuliert es deutlich: Ceramidhaltige Pflegeprodukte sind bei dieser Patientengruppe obligatorisch, nicht optional (9).
zu 4:
aus dem Text:Jaddy hat geschrieben: So 16. Aug 2026, 21:06 4. Die 49-Prozent-Zahl gilt für Phalloplastik, nicht für Metoidioplastik.
Beide Methoden, Phalloplastik und Metoidioplastik werden genannt und die 49% in Abhängigkeit zu gewählten Methode gestellt. Daran ist nichts problematisch und schon gar nicht falsch. Ja, man hätte es auch noch konkreter benennen können - dennoch ist die Aussage per se korrekt und eigentlich nicht zu beanstanden.Studien berichten Raten um 49 Prozent, abhängig von der OP-Technik (15).
Auch der Hinweis zur "relevanten Lücke bei Cyproteronacetat": der Text behandelt Beratungsfragen rund um die Hautpflege. Eine Beratung zum Meningeomrisiko ist hier nicht relevant, sollte auch tendenziell eh im Rahmen der HRT-Betreuung erfolgt sein.
Plus: die Aussage "Cyproteronacetat werde als häufigster Testosteron-Antagonist aufgeführt ist... tendenziös, es wird genau 1x im ganzen Text erwähnt, im Satz
Hier werden also seitens der KI Probleme als besonders schwerwiegend bezeichnet, die bei genauer Betrachtung gar nicht so problematisch sind, teils sogar faktisch bedeutungslos. Tendenziöse Formulierungen verwendet, die den Anschein von Problematik erwecken, wo das überhaupt nicht der Fall ist.In Deutschland kommt hierfür am häufigsten Cyproteronacetat zum Einsatz, alternativ Spironolacton; seltener werden GnRH-Analoga als Injektion oder Implantat verwendet (3).
Das ist kein besonders guter Review. Eher sogar ein problematischer.
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Vesta
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Re: Transpersonen: Hormontherapie verändert die Haut | Pharmazeutische Zeitung
So wie das Zitat verwendet wird, wird es sich zu eigen gemacht.Knäckebrötchen hat geschrieben: So 16. Aug 2026, 21:53 im Text steht ausdrücklich,
Es ist also ein Zitat, mit Referenz.Eine aktuelle Expertenempfehlung formuliert es deutlich: Ceramidhaltige Pflegeprodukte sind bei dieser Patientengruppe obligatorisch, nicht optional (9).
Was aber viel schlimmer ist: Das Zitat wird aus dem Zusammenhang gerissen und damit zu einer falschen Aussage.
Beim schnellen Lesen ist mir der Satz schon ins Auge gesprungen. Da werden Pflegeprodukte, von denen ich noch nie gehört habe, als obligatorisch für Transfrauen bezeichnet.
Wenn man sich aber die zitierte Quelle anschaut: Da geht es ausschließlich um die Behandlung von Akne bei Transgender-Patienten, und die Empfehlung ceramidhaltiger Produkte betrifft nur Transfrauen, bei denen eine schon vor der HRT bestehende Akne trotz der Einnahme von Östrogenen in zumindest abgeschwächter Form fortbesteht.
In der pharmazeutischen Zeitung geht der Bezug zur Akne an der Stelle komplett verloren. Damit wird die Aussage unzulässig generalisiert und falsch. Zumindest an der Stelle hat die pharmazeutische Zeitung übel geschlampt.
Das ist zwar irgendwie richtig, da es sich um eine Empfehlung zur Akne-Behandlung handelt und der größere Teil sich auf Transmänner bezieht, aber genau der Teil mit der ceramidhaltigen Pflege bezieht sich auf Transfrauen. Daher verfälscht diese Aussage auch.Jaddy hat geschrieben: So 16. Aug 2026, 21:06 2. „Ceramidhaltige Pflege ist obligatorisch, nicht optional" stammt aus einer Aknempfehlung für überwiegend transmaskuline Patient*innen und ist dort eine Expertenmeinung, keine Pflichtaussage.
Die übrigen Punkte des Artikelt der Pharmazeitung habe ich nicht geprüft, aber einige andere Aussagen erscheinen mir auch zumindest oberflächlich oder fragwürdig.
Fazit:
Traue keiner KI.
Schade, dass die pharmazeutische Zeitung so geschlampt hat. Das hätte sonst ein interessanter Artikel werden können.
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Jaddy
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Re: Transpersonen: Hormontherapie verändert die Haut | Pharmazeutische Zeitung
Ich hätte es dazu schreiben sollen: Keines der KI-Resultate sollte einfach so genommen werden. Im Zweifel muss eins immer noch mit skeptischem Blick tief eintauchen. Ich fands es nice, quasi Claude gegen Claude antreten zu lassen. Allerdings:Knäckebrötchen hat geschrieben: So 16. Aug 2026, 21:53 Hi Jaddy,
ich hab mir jetzt den Artikel mal durchgelesen und dann mit den Aussagen deines KI-Prompts verglichen. Ich finde es irritierend, dass Punkt 2 und 4 als Kritik am Text dargestellt werden.
Das stimmt, aber das erste Problem ist ein anderes, und darauf bezieht sich Claudes Kurzantwort wohl, aber nicht deutlich genug. Ich musste es auch zwei mal lesen. Im Artikel heisst es "Unter feminisierender Hormontherapie sinkt die Talgproduktion; [...] aktuelle Expertenempfehlung [...] bei dieser Patientengruppe obligatorisch, nicht optional".Knäckebrötchen hat geschrieben: So 16. Aug 2026, 21:53im Text steht ausdrücklich,Jaddy hat geschrieben: So 16. Aug 2026, 21:06 2. „Ceramidhaltige Pflege ist obligatorisch, nicht optional" stammt aus einer Aknempfehlung für überwiegend transmaskuline Patient*innen und ist dort eine Expertenmeinung, keine Pflichtaussage. Passt inhaltlich zu unserem letzten Gespräch: Cochrane und AAD-Leitlinie finden keine Überlegenheit eines bestimmten Pflegewirkstoffs.Es ist also ein Zitat, mit Referenz.Eine aktuelle Expertenempfehlung formuliert es deutlich: Ceramidhaltige Pflegeprodukte sind bei dieser Patientengruppe obligatorisch, nicht optional (9).
Der Artikel (9) schreibt in Abstract und Conclusion: " The administration of masculinizing hormones frequently causes moderate to severe acne which requires the administration of oral treatments involving specific conditions of use and, conversely, the use of feminising hormones reduces the risk of more severe forms of acne. However, mild to moderate acne may persist, requiring topical treatments that may further increase skin dryness and irritation. The risk of relapse after stopping treatment may be very high and justifies a maintenance topical treatment. The use of ceramide-enriched emollients is mandatory in all patients."
Also, zum einen bezieht sich "all patients" bzw "diese Patientengruppe" ausschliesslich auf Leute mit behandlungsbedürftiger Akne, nicht auf alle unter HET. Zum anderen reduziert feminisierende HET (laut (9)) eher/häufiger ein vorheriges Akne-Problem[1]. Ich denke, da hat sich die KI, die den Artikel rohgetextet hat, etwas verhaspelt in den Bezügen und Maxine Bennek hat es nicht gesäubert.
Und dann zum deep dive in die Epert*innen: (9) ist "Auffret, N., et al., Acne in transgender patients: disease management and treatment recommendations from a group of experts on acne. Eur J Dermatol 34(6) (2024) 609–615. DOI: 10.1684/ejd.2024.4788". Der Volltext ist öffentlich. Am Ende steht die obligatorische Offenlegung: "Conflicts of interest: the authors are members of an expert board on acne supported by Galderma International, France. Funding: the authors received honoraria from Galderma International."
Die Experten wurden also ausgesucht und bezahlt von einem globalen Milliarden-Unternehmen, das sein Geld mit Hautpflege-Produkten und -medikamenten verdient. Die haben eine Literaturrecherche gemacht: "reviewed 68 publications retrieved from the PubMed database regarding the issue of acne in transgender patients. Key words included “acne+transgender”, “acne+transgender+treatment”, “transgender+skin diseases+treatment”, transmen+acne+treatment”, and “transwomen+acne+treatment”. The authors did not perform a systemic review of the literature according to PRISMA guidelines. This decision was based on the limited number of available published studies conducted regarding transgender individuals with acne, as well as the overall aim of the manuscript."
Übersetzt: Erstens, es gab nicht viel. Ob genug ist dann Einschätzungssache. Von den 68 Referenzen bezogen sich nach meiner Zählung nur 18 Paper explizit auf trans Personen mit Akne. Der Rest sind entweder nur Akne oder nur trans, inklusive banaler Referenzen. Das ist schon ein bisschen fishy, das als "68 publications regarding the issue of acne in transgender patients" zu bezeichnen. Zweitens "wir hatten einen definierten Auftrag" (von der Firma). Daraus haben sie dann zusammen mit ihrer expertischen Erfahrung/Meinung eine spezifischer "trans acne" abgeleitet und eine Behandlung dafür empfohlen. Ich spekuliere mal, dass der Auftrag möglicherweise ungefähr gelautet hat, "guckt doch mal, wo wir unsere Produkte bei den trans Leuten unterbringen können, wenn die eh schon in Dauerbehandlung sind, und macht ein zitierfähiges Paper draus".
Völlig richtig. Das ist ärztlicher Teil, nicht Apotheke. Da hat sich mein Prompt verhaspelt und sowohl den Kontext Hautprobleme verlassen, als auch den Verantwortungsbereich von Apotheken.Knäckebrötchen hat geschrieben: So 16. Aug 2026, 21:53Auch der Hinweis zur "relevanten Lücke bei Cyproteronacetat": der Text behandelt Beratungsfragen rund um die Hautpflege. Eine Beratung zum Meningeomrisiko ist hier nicht relevant, sollte auch tendenziell eh im Rahmen der HRT-Betreuung erfolgt sein.
Der Satz ist aus meiner Sicht nicht falsch. In D wird als Testo-Blocker am häufigsten Cypro gegeben. Das ist erst mal Fakt. Die überkritische Ableitung (oben) ist eine andere Sache.Knäckebrötchen hat geschrieben: So 16. Aug 2026, 21:53Plus: die Aussage "Cyproteronacetat werde als häufigster Testosteron-Antagonist aufgeführt ist... tendenziös, es wird genau 1x im ganzen Text erwähnt, im SatzIn Deutschland kommt hierfür am häufigsten Cyproteronacetat zum Einsatz, alternativ Spironolacton; seltener werden GnRH-Analoga als Injektion oder Implantat verwendet (3).
Insgesamt finde ich das Ergebnis meiner Anfrage, das 18-Seiten PDF, nützlich als Einstieg in genauere Untersuchungen. Kein KI-Ergebnis sollte ohne gute Prüfung verwendet werden, so wie das beim Apotheken-Artikel mE passiert ist. Gerade wenn es um mögliche Risiken geht. Die Qualität der Antworten kann aber deutlich verbessert werden, indem die "besseren" (=teureren) Modell auf hoher Leistung verwendet werden, die Prompts ausführlich und spezifisch sind, genaue Belege einfordern, etc. und indem das Thema in mehreren kleinen Durchgängen behandelt wird - mit rechtzeitigem Sessionwechsel, bevor der Session Memory unscharf wird. So jedenfalls meine Erfahrungen. (Disclosure: Ich nutze das Zeug täglich, job-mässig, zum coden und texten und habe privat damit inzwischen ein Sachbuch und einen Roman erstellt).
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[1] Wobei Claude in meiner Antwort auf https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/41563779/ hinweist, der in (9) nicht enthalten ist, weil neuer: "Acne risk was higher in transfeminine individuals after starting estradiol than cisgender men and lower than cisgender women". Mehr oder weniger ist also auch eine Frage der Perspektive.
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Knäckebrötchen
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Re: Transpersonen: Hormontherapie verändert die Haut | Pharmazeutische Zeitung
Ohje,Vesta hat geschrieben: Mo 17. Aug 2026, 09:46So wie das Zitat verwendet wird, wird es sich zu eigen gemacht.Knäckebrötchen hat geschrieben: So 16. Aug 2026, 21:53 im Text steht ausdrücklich,
Es ist also ein Zitat, mit Referenz.Eine aktuelle Expertenempfehlung formuliert es deutlich: Ceramidhaltige Pflegeprodukte sind bei dieser Patientengruppe obligatorisch, nicht optional (9).
Was aber viel schlimmer ist: Das Zitat wird aus dem Zusammenhang gerissen und damit zu einer falschen Aussage.
Beim schnellen Lesen ist mir der Satz schon ins Auge gesprungen. Da werden Pflegeprodukte, von denen ich noch nie gehört habe, als obligatorisch für Transfrauen bezeichnet.
Wenn man sich aber die zitierte Quelle anschaut: Da geht es ausschließlich um die Behandlung von Akne bei Transgender-Patienten, und die Empfehlung ceramidhaltiger Produkte betrifft nur Transfrauen, bei denen eine schon vor der HRT bestehende Akne trotz der Einnahme von Östrogenen in zumindest abgeschwächter Form fortbesteht.
In der pharmazeutischen Zeitung geht der Bezug zur Akne an der Stelle komplett verloren. Damit wird die Aussage unzulässig generalisiert und falsch. Zumindest an der Stelle hat die pharmazeutische Zeitung übel geschlampt.
Das ist zwar irgendwie richtig, da es sich um eine Empfehlung zur Akne-Behandlung handelt und der größere Teil sich auf Transmänner bezieht, aber genau der Teil mit der ceramidhaltigen Pflege bezieht sich auf Transfrauen. Daher verfälscht diese Aussage auch.Jaddy hat geschrieben: So 16. Aug 2026, 21:06 2. „Ceramidhaltige Pflege ist obligatorisch, nicht optional" stammt aus einer Aknempfehlung für überwiegend transmaskuline Patient*innen und ist dort eine Expertenmeinung, keine Pflichtaussage.
Die übrigen Punkte des Artikelt der Pharmazeitung habe ich nicht geprüft, aber einige andere Aussagen erscheinen mir auch zumindest oberflächlich oder fragwürdig.
Fazit:
Traue keiner KI.
Schade, dass die pharmazeutische Zeitung so geschlampt hat. Das hätte sonst ein interessanter Artikel werden können.
erstmal: wenn ich zitiere, dann mache ich mir diese Aussage immer zu eigen - außer ich erkläre ganz explizit, dass ich eine "anderslautende Meinung" zitiere um meine davon abweichende Position abzugrenzen. Aber sobald ich eine Aussage einer anderen Arbeit zur Bestätigung/Unterstützung meiner Aussage hinzuziehe, stimme ich dem ja direkt zu.
Dann: die Publikation beschäftigt sich mit Akne - sowohl in trans maskulinen als auch trans femininen Menschen - unter HRT. Denn, so ist ja die Aussage: die Haut verändert sich. Unter Testosteron werden die Talgdrüsen stärker aktiviert = höheres Risiko oder mehr Akne. Unter Estrogen werden die Talgdrüsen weniger stark angesprochen, damit tendenziell weniger Akne-Risiko (nicht ausgeschlossen) aber auch: trockenere Haut (weil weniger Talg (a.k.a. Fett)). Um die Trockenheit der Haut durch die Estrogen-Gabe zu lindern, benötigt es Cremes, die die Feuchtigkeit in die Haut bringen - und das sind dann eben Cremes mit Ceramiden. Die finden sich in so vielen Pflegeprodukten als Bestandteil, das Du schon fast aktiv nach Produkten suchen musst, die frei davon sind. So gut wie jede Feuchtigkeitscreme enthält Ceramide und andere Bestandteile, die dabei helfen, die Feuchtigkeit in die Haut zu bringen.
Aus dem Abstrakt:
Übersetzt: die Verwendung feminisierender Hormone reduziert das Risiko schwerer Akne. Leichte bis Moderate Akne kann aber bestehen bleiben, was zur Notwendigkeit topischer Behandlung führt, die eine stärkere Trockenheit und Hautirritation zur Folge haben kann. Das Risiko einer erneuten Akne bei Absetzen der Behandlung kann sehr hoch sein und rechtfertigt die dauerhafte Anwendung. Die Verwendung ceramid-haltiger Cremes ist daher obligatorisch in allen Patient:innen.[...]the use of feminising hormones reduces the risk of more severe forms of acne. However, mild to moderate acne may persist, requiring topical treatments that may further increase skin dryness and irritation. The risk of relapse after stopping treatment may be very high and justifies a maintenance topical treatment. The use of ceramide-enriched emollients is mandatory in all patients.
Bist Du eine Patientin mit Akne und Hautproblemen?
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Ja, der Bezug ist in erster Linie auf Menschen mit Akne gesetzt. Die pharmazeutische Zeitung öffnet hier aber einen anderen Kontext: die grundsätzliche Bedeutung von Feuchtigkeit für die Haut von trans femininen Menschen in HRT.
Kleine Erinnerung an der Stelle: Adressaten sind Pharmazeut:innen in Apotheken, die trans-Personen beraten sollen, die als Kund:innen mit einem Problem kommen. Ich gehe selten einfach aus Spaß in die Apotheke und lass mich wegen nicht-existierender Fragen aufklären.
Insofern kann man der PZ einen Vorwurf daraus drehen, dass sie eine wissenschaftliche Studie mit Schwerpunkt Akne dazu nutzt, um eine Aussage zur Hautpflege zu verallgemeinern. Falsch ist die Aussage aber nicht: die Haut wird trockener und sollte entsprechend gepflegt werden. Wenn also jemand in die Apotheke geht, z.B. wegen trockener Haut, dann ist die Empfehlung vollkommen unabhängig von Akne absolut richtig.
Hier im Forum sehe ich den Mehrwert in einer Veröffentlichung vorallem darin, das Bewußtsein dafür zu schaffen, dass solche Probleme - wenn sie denn auftreten - nicht ungewöhnlich sind und man sich damit vertrauensvoll an seine Apotheke wenden sollte.
Von dem allgemeinen Umstand abgesehen, dass Hautpflege für alle Menschen sinnvoll und nützlich ist.
Ich... warst Du noch nie in einer Drogerie um Pflegeprodukte zu kaufen? Nutzt du keine Cremes?Vesta hat geschrieben: Mo 17. Aug 2026, 09:46Da werden Pflegeprodukte, von denen ich noch nie gehört habe
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Re: Transpersonen: Hormontherapie verändert die Haut | Pharmazeutische Zeitung
Die zitierte französische Quelle: Ja. Und die Empfehlungen der Studie beziehen sich ausschließlich auf Patienten mit Akne.Knäckebrötchen hat geschrieben: Mo 17. Aug 2026, 10:47 Dann: die Publikation beschäftigt sich mit Akne - sowohl in trans maskulinen als auch trans femininen Menschen - unter HRT.
Die pharmazeutische Zeitung zitiert diese Quelle aber dort, wo es nicht um Akne geht, sondern allgemein um Veränderungen durch wie weibliche HRT bei Transfrauen. Für diese Gruppe als Ganzes macht die zitierte Quelle aber keine Aussage.
Ja, die Haut ändert sich durch die HRT. Und nein, irgendwelche Cremes werden nicht obligatorisch. An dieser Stelle liegt die Falschaussage der PZ durch die Verallgemeinerung. Und selbst wenn die Patientinnen unter dünnerer und trockenerer Haut leiden würden, die zitierte Quelle kann an der Stelle nicht als Referenz verwendet werden.
Gelegentlich verwende ich Cremes - keine Ahnung, ob in denen Ceramid drin ist. Oft verzichte ich aber auf Cremes. Wozu auch, wenn ich keine Probleme habe.
Wenn ich zwingend, d. h. obligatorisch, eine Creme bräuchte, hätten mich Frauenarzt oder Hautarzt sicher schon darauf hingewiesen.
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Re: Transpersonen: Hormontherapie verändert die Haut | Pharmazeutische Zeitung
Wenn Du es also partout nicht verzeihen kannst, dass hier ein Transfer von Daten stattfindet - schreib einen Brief an die PZ und fordere eine Korrektur! Anstatt Dich hier in diesem Forum über diese eine Formulierung so zu echaufieren, könntest Du etwas ändernVesta hat geschrieben: Mo 17. Aug 2026, 11:55Die zitierte französische Quelle: Ja. Und die Empfehlungen der Studie beziehen sich ausschließlich auf Patienten mit Akne.Knäckebrötchen hat geschrieben: Mo 17. Aug 2026, 10:47 Dann: die Publikation beschäftigt sich mit Akne - sowohl in trans maskulinen als auch trans femininen Menschen - unter HRT.
Die pharmazeutische Zeitung zitiert diese Quelle aber dort, wo es nicht um Akne geht, sondern allgemein um Veränderungen durch wie weibliche HRT bei Transfrauen. Für diese Gruppe als Ganzes macht die zitierte Quelle aber keine Aussage.
Ja, die Haut ändert sich durch die HRT. Und nein, irgendwelche Cremes werden nicht obligatorisch. An dieser Stelle liegt die Falschaussage der PZ durch die Verallgemeinerung. Und selbst wenn die Patientinnen unter dünnerer und trockenerer Haut leiden würden, die zitierte Quelle kann an der Stelle nicht als Referenz verwendet werden.
Ich weiß, es ist manchmal echt schwer nicht im Fokus zu stehen. Du bist nicht Teil der Zielgruppe. Freu Dich! Du bist keine Patientin, die sich ihre Cremes in der Apotheke holen muss! Du bist aber auch nicht Teil der Zielgruppe der PZ, oder bist Du in diesem Arbeitsfeld tätig?Vesta hat geschrieben: Mo 17. Aug 2026, 11:55Wenn ich zwingend, d. h. obligatorisch, eine Creme bräuchte, hätten mich Frauenarzt oder Hautarzt sicher schon darauf hingewiesen.
Du hast also die Freiheit, dich von der Verallgemeinerung (= trans feminine Personen, die wegen Hautproblemen in die Apotheke gehen) nicht angesprochen fühlen zu müssen. Du hast die Freiheit, zu sagen "hey, ein Artikel zu Menschen mit Hautproblemen, da gehöre ich gar nicht dazu - also bin ich einfach mal still". Wie cool ist das!
Ein Klassiker.
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Re: Transpersonen: Hormontherapie verändert die Haut | Pharmazeutische Zeitung
Das ist alles nur Spekulation. Auch der "definierte Auftrag". - Honoratia sind im Allgemeinen Aufwandsentschädigungen oder kleine Honorarbeträge wie es z.B. als Anerkennung im Ehrenamt manchmal vorkommt. Kein Gehalt. "Support =! Funding". wenn dieser Expertenzirkel supported wird, dann kann das genauso gut ohne tatsächliche Geldzahlungen laufen. Ja, natürlich kann trotzdem ein Interessenkonflikt bestehen und eine Beeinflussung ist nicht ausgeschlossen. Darum werden diese Verbindungen ja auch offen gelegt. Es deutet aber erstmal nichts darauf hin, dass die Firma hier so richtig Kohle in einen gefälligen Bericht gesteckt hat.Jaddy hat geschrieben: Mo 17. Aug 2026, 10:17 Zweitens "wir hatten einen definierten Auftrag" (von der Firma). Daraus haben sie dann zusammen mit ihrer expertischen Erfahrung/Meinung eine spezifischer "trans acne" abgeleitet und eine Behandlung dafür empfohlen. Ich spekuliere mal, dass der Auftrag möglicherweise ungefähr gelautet hat, "guckt doch mal, wo wir unsere Produkte bei den trans Leuten unterbringen können, wenn die eh schon in Dauerbehandlung sind, und macht ein zitierfähiges Paper draus".
Es findet auch keinerlei Produktplacement statt. Weder werden proprietäre Wirkstoffe oder Markennamen genannt, noch kommt es zu konkreten Empfehlungen. Die genannten Wirkstoffe sind so allgemein, die Zielgruppe sehr konkret.
Ich habe auch nicht gesagt, dass er falsch ist - sondern tendenziös. Meine Kritik war/ist, dass der Sinn im Zusammenhang mit der Formulierung der KI eine Problematik suggeriert, die schlicht nicht gegeben ist.Jaddy hat geschrieben: Mo 17. Aug 2026, 10:17er Satz ist aus meiner Sicht nicht falsch. In D wird als Testo-Blocker am häufigsten Cypro gegeben. Das ist erst mal Fakt. Die überkritische Ableitung (oben) ist eine andere Sache.
Jaddy hat geschrieben: So 16. Aug 2026, 20:38 Die Frage ist also, ob das alles auch fachmenschlich geprüft wurde. Vielleicht bastel ich nachher mal nen guten Prompt und lass die Belege raussuchen und bewerten
Jaddy hat geschrieben: Mo 17. Aug 2026, 10:17 Da hat sich mein Prompt verhaspelt und sowohl den Kontext Hautprobleme verlassen, als auch den Verantwortungsbereich von Apotheken.
Hättste das mal gemacht, das skeptische eintauchen.Jaddy hat geschrieben: Mo 17. Aug 2026, 10:17 Ich hätte es dazu schreiben sollen: Keines der KI-Resultate sollte einfach so genommen werden. Im Zweifel muss eins immer noch mit skeptischem Blick tief eintauchen.
Jetzt könnte ich sagen, der Anspruch einer PZ sollte höher sein, als in einem Internetforum. Gleichzeitig machst Du aber den Anspruch geltend, kompetent zu prüfen, suggerierst mit deinem Posting Authorität und verweist auch gerne darauf, dass Foren wie dieses für Menschen als Informationsquelle dienen für den "informed consent". Und in wie weit die KI nun das Ganze auch wieder für sich als Lernstoff nimmt und damit einen Fehler verfestigt?
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