Christliche Plakate beim CSD | Sonntagsblatt - # 2
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Val44721
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Re: Christliche Plakate beim CSD | Sonntagsblatt
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Re: Christliche Plakate beim CSD | Sonntagsblatt
Ok. Und was ist deine Meinung zum Thema?
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Val44721
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Re: Christliche Plakate beim CSD | Sonntagsblatt
Die Autorin ist aus der Presseabteilung der katholischen Kirche (auch wenn sie hier für eine evangelische Seite schreibt). Die katholische Kirche erkennt trans Personen in ihrer offiziellen Position nicht an, ist gegen den Zugang zu geschlechtsangleichenden Maßnahmen und wirkt in Ländern aktiv mit diesen zu unterbinden.
Die Autorin unterstützt und arbeitet für die Stärkung der kath. Kirche damit finanziell, beruflich und in ihrer Freizeit. Die Position der kath. Kirche ist folgendes:
Man kann in meinen Augen nur eins sein. Mitglied der katholischen Kirche oder queerfreundlich. Da die kath. Kirche ihre Religion als unvereinbar mit der "Transgenderideologie" ansieht, sehe ich Mitglieder, und gerade Personen in Führung der katholischen Kirche für unvereinbar mit Queerness und ihren Aktionen wie dem CSD. Mitglieder der kath. Kirche würde ich auf einem CSD ungefähr genauso gern sehen wie AfD-Wähler, und die hauptamtliche Landesleitung einer katholischen Gruppe ungefähr genauso gerne wie einen AfD-Politiker.
Die Autorin unterstützt und arbeitet für die Stärkung der kath. Kirche damit finanziell, beruflich und in ihrer Freizeit. Die Position der kath. Kirche ist folgendes:
https://katholisch.de/artikel/8235-glei ... -ideologieDie Kirche geht von einer Zweigeschlechtlichkeit aus und lehnt Positionen ab, die eine darüber hinausgehende Vielfalt von Geschlechtern vertreten. "Transsexualismus" wird von ihr als "rein psychische Störung" betrachtet. Gemäß dem Katechismus der Katholischen Kirche muss jeder Mensch "seine Geschlechtlichkeit anerkennen und annehmen" (Nr. 2333 KKK). 2002 betonte die Glaubenskongregation, dass "Transsexualismus" für einen Empfang der Weihe und bei bereits erfolgter Weihe für deren Ausübung irregulär mache. "Die zweideutige und anomale Haltung des Transsexuellen kann kein klares Zeugnis für die geweihte Keuschheit sein", so die Kongregation mit Blick auf Ordensleute. Eventuelle transsexuelle Mitglieder von Ordensgemeinschaften müssen ausgeschlossen werden.
Man kann in meinen Augen nur eins sein. Mitglied der katholischen Kirche oder queerfreundlich. Da die kath. Kirche ihre Religion als unvereinbar mit der "Transgenderideologie" ansieht, sehe ich Mitglieder, und gerade Personen in Führung der katholischen Kirche für unvereinbar mit Queerness und ihren Aktionen wie dem CSD. Mitglieder der kath. Kirche würde ich auf einem CSD ungefähr genauso gern sehen wie AfD-Wähler, und die hauptamtliche Landesleitung einer katholischen Gruppe ungefähr genauso gerne wie einen AfD-Politiker.
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Vesta
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Re: Christliche Plakate beim CSD | Sonntagsblatt
Es gibt viele, die sind beides. Und die stehen hinter diesen Plakaten.Val44721 hat geschrieben: Mo 10. Aug 2026, 20:32 Man kann in meinen Augen nur eins sein. Mitglied der katholischen Kirche oder queerfreundlich.
Glaube und Kirche kann man auch gerne getrennt voneinander betrachten.
Die katholische Lehrmeinung ist sehr konservativ. Sie muss nicht nur für die liberalen westlichen Gesellschaften gelten, sondern z. B. auch für die wesentlich konservativeren afrikanischen Gesellschaften. Und ja, die Lehrmeinung ist zu konservativ.
Die Gemeinden vor Ort sind da meistens viel offener und toleranter.
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Re: Christliche Plakate beim CSD | Sonntagsblatt
Komisch, sonst heißt es immer "das Leben ist nicht binär"? Ich wünschte, mein Leben wär auch so einfach - klare Feindbilder, schwarz/weiß. Ich beneide Dich fast ein wenig.Val44721 hat geschrieben: Mo 10. Aug 2026, 20:32 Man kann in meinen Augen nur eins sein. Mitglied der katholischen Kirche oder queerfreundlich.
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Re: Christliche Plakate beim CSD | Sonntagsblatt
Interessanter Nebenpfad, der allerdings nichts mit dem Artikel selbst zu tun hat oder meiner Kritik daran. Ich bin ausserdem anderer MeinungVal44721 hat geschrieben: Mo 10. Aug 2026, 20:32 Man kann in meinen Augen nur eins sein. Mitglied der katholischen Kirche oder queerfreundlich. Da die kath. Kirche ihre Religion als unvereinbar mit der "Transgenderideologie" ansieht, sehe ich Mitglieder, und gerade Personen in Führung der katholischen Kirche für unvereinbar mit Queerness und ihren Aktionen wie dem CSD. Mitglieder der kath. Kirche würde ich auf einem CSD ungefähr genauso gern sehen wie AfD-Wähler, und die hauptamtliche Landesleitung einer katholischen Gruppe ungefähr genauso gerne wie einen AfD-Politiker.
Den Vergleich am Ende hat mE einen Kategorienfehler. Eine politische Partei sucht sich eins absichtlich, freiwillig und mit dem Ziel, das eigene Programm durch Gesetze zur allgemeinen Realität zu machen. Auch für, bzw gegen, jene, die anderer Ansicht sind und andere Lebensrealitäten und Bedürfnisse als die eigenen haben und realisieren wollen. Das ist weit mehr als missionieren und Konflikt ist automatisch enthalten (löbliche Ausnahme: explizite Konsenspolitik).
Religionen sucht sich eins nicht so freiwillig, sogar im Wortsinne. Da spielen zB die Biografie, die Familie, die früh geprägten Grundüberzeugungen und Bedürfnisse nach Welterklärung und Trost wichtige Rollen. D.h. Religion wirkt vor allem erst mal nach innen auf den jeweiligen Menschen. Das geht psychologisch an viel tiefere Schichten und erfüllt in der Regel stabilisierende Funktionen. Manchmal (über)lebenswichtige. Der Konflikt zwischen dem, was eins emotional braucht und dem was an ideologischem Überbau zwangsläufig mit(er)tragen werden muss, ist bei Religionen notorisch viel heftiger - "mit dem Glauben hadern" - als bei einer Partei, ebenso der Umfang: Kleinweltlich, maximal national vs universell ganzweltlich.
Natürlich gibt es auch in Kirchen Menschen, die ihre Religion allgemeinverbindlich durchsetzen wollen. Das ist der gleiche autoritäre Tic wie bei Parteipolitik-Leuten. Bei politischen Parteien ist er aber quasi der eigentliche Zweck, bei Religionen nicht zwangsläufig.
Von daher sind Mitgliedschaft in einer Kirche und Queerfreundlichkeit mE in bestimmten Fällen durchaus vereinbar, die Konflikte inklusive. Dass sich die Leute das dann schönreden, weil ihre Gemeinde ja aufgeschlossen sei und die Kirche würde ja auch viel Gutes tun, geschenkt (das tun übrigens Parteimitglieder auch). Deshalb würde ich einzelne Gläubige oder einzelne kirchliche Gruppen aber nicht vom CSD ausschliessen, wenn sie ihre ehrliche Solidarität bekunden wollen. Ausser sie wollen nur missionieren. Bei einzelnen Funktionspersonen mit offiziellem Kirchenamt würde ich schon sehr genau hinschauen, in wie weit ihre Solidarität glaubhaft ist, weil durch praktisches Handeln gedeckt. Das würde bei katholischen ziemlich sicher immer fehlschlagen. Und natürlich hätte die katholische Kirche als Institution dort nichts verloren, ebenso wie erklärtermassen queerfeindliche Insitutionen anderer Religionen.
Rechtsgerichtete Parteien würde ich immer ausschliessen. Sowohl als Partei, wie auch einzelne Leute. Ich halte nicht mal die LSU für glaubhaft, gemessen an ihren Aussagen und ihrem Einfluss.