Talkshowdiskussionen und die Realität
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Val44721
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Talkshowdiskussionen und die Realität
Hallo zusammen,
in den letzten Monaten ist mir immer wieder ein Thema in den Medien aufgefallen zu dem mich eure Meinung interessieren würde. Ich lese bei Unterhaltungen zum Thema Personenstandsänderungen oft folgende hypothetische Situation:
Eine Person betritt einen geschlechtergetrennten Bereich und daraufhin wird ihr Ausweis kontrolliert ob sie denn auch wirklich den entsprechenden Personenstand hat um anhand dessen irgendwas zum Aufenthalt zu entscheiden.
Das passiert dabei in einem Rahmen wo normalerweise keine Ausweise kontrolliert werden. Also Umkleiden, Toiletten, Paintballausgaben (da kriegen Frauen oft kostenlos Brustschutz) etc. Ich rede NICHT von Situationen wo alle Menschen prinzipiell kontrolliert werden wie Kontrollen in Bus und Bahn oder Eingangskontrollen bei Firmen oder Parks. Nur dort, wo man die absolute Außnahme damit wäre das vorzeigen zu müssen.
Der Grund warum ich frage ist weil ich das recht häufig als Beschreibungen in Medien sehe oder in Talkshows diskutiert höre als eine der zentralen Fragen zum Thema trans und vor allem in Deutschland ums SBGG herum. Dabei muss ich sagen, dass ich das für sehr realitätsfremd halte für das Leben als trans Person und es mich auch irgendwie stört.
Ich lebe ja auch als trans Person in Deutschland und noch nie in meinem Leben wurde irgendeine Frage des Zugangs per Ausweis geklärt. Wirklich noch nie, und ich gehe ja jeden Tag so raus. Wenn das Thema trans im Bezug auf mich irgendwie aufkam habe ich ggfs in kurzen Worten erklärt wie ich jetzt heiße, dass ich trans bin, ein paar grundlegende Fragen dazu beantwortet und von da an wars gut und niemand hat irgendwas als Beweis verlangt oder mich nach meinem Perso oder sonst was gefragt. Und ich kenne auch keine einzige Person die jemals nach ihrem Ausweis für Zugang gefragt worden wäre, obwohl ich behaupten würde recht viele trans Leute zu kennen. Die einzige Auswirkung die die Änderung meines Personenstandes bis jetzt merkbar hatte ist die Anrede auf den Briefen vom Staat und von meiner Bank.
Daher meine Frage: Habt ihr je sowas erlebt? Hat euch je jemand nach euren Papieren für irgendeine Art von geschlechtergetrennten Zutritt gefragt nach welchem andere nicht gefragt wurden? Meine Bubble ist mir relativ ähnlich, vielleicht sieht das ja in anderen Bundesländern, Professionen, gesellschaftlichen Schichten etc anders aus. Aber für mich scheint das momentan so ein Talkshow-Thema zu sein wie sich cis Menschen unser Leben vorstellen, nicht wie es wirklich ist. Nur vielleicht irre ich mich ja. Würde mich interessieren wie da euer Erleben ist.
LG
Val
in den letzten Monaten ist mir immer wieder ein Thema in den Medien aufgefallen zu dem mich eure Meinung interessieren würde. Ich lese bei Unterhaltungen zum Thema Personenstandsänderungen oft folgende hypothetische Situation:
Eine Person betritt einen geschlechtergetrennten Bereich und daraufhin wird ihr Ausweis kontrolliert ob sie denn auch wirklich den entsprechenden Personenstand hat um anhand dessen irgendwas zum Aufenthalt zu entscheiden.
Das passiert dabei in einem Rahmen wo normalerweise keine Ausweise kontrolliert werden. Also Umkleiden, Toiletten, Paintballausgaben (da kriegen Frauen oft kostenlos Brustschutz) etc. Ich rede NICHT von Situationen wo alle Menschen prinzipiell kontrolliert werden wie Kontrollen in Bus und Bahn oder Eingangskontrollen bei Firmen oder Parks. Nur dort, wo man die absolute Außnahme damit wäre das vorzeigen zu müssen.
Der Grund warum ich frage ist weil ich das recht häufig als Beschreibungen in Medien sehe oder in Talkshows diskutiert höre als eine der zentralen Fragen zum Thema trans und vor allem in Deutschland ums SBGG herum. Dabei muss ich sagen, dass ich das für sehr realitätsfremd halte für das Leben als trans Person und es mich auch irgendwie stört.
Ich lebe ja auch als trans Person in Deutschland und noch nie in meinem Leben wurde irgendeine Frage des Zugangs per Ausweis geklärt. Wirklich noch nie, und ich gehe ja jeden Tag so raus. Wenn das Thema trans im Bezug auf mich irgendwie aufkam habe ich ggfs in kurzen Worten erklärt wie ich jetzt heiße, dass ich trans bin, ein paar grundlegende Fragen dazu beantwortet und von da an wars gut und niemand hat irgendwas als Beweis verlangt oder mich nach meinem Perso oder sonst was gefragt. Und ich kenne auch keine einzige Person die jemals nach ihrem Ausweis für Zugang gefragt worden wäre, obwohl ich behaupten würde recht viele trans Leute zu kennen. Die einzige Auswirkung die die Änderung meines Personenstandes bis jetzt merkbar hatte ist die Anrede auf den Briefen vom Staat und von meiner Bank.
Daher meine Frage: Habt ihr je sowas erlebt? Hat euch je jemand nach euren Papieren für irgendeine Art von geschlechtergetrennten Zutritt gefragt nach welchem andere nicht gefragt wurden? Meine Bubble ist mir relativ ähnlich, vielleicht sieht das ja in anderen Bundesländern, Professionen, gesellschaftlichen Schichten etc anders aus. Aber für mich scheint das momentan so ein Talkshow-Thema zu sein wie sich cis Menschen unser Leben vorstellen, nicht wie es wirklich ist. Nur vielleicht irre ich mich ja. Würde mich interessieren wie da euer Erleben ist.
LG
Val
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Knäckebrötchen
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Re: Talkshowdiskussionen und die Realität
Hi Val,
Das hat ein öffentliches Bewußtsein dafür geschaffen, dass sich gerade in der jüngeren Alterskohorte immer mehr Menschen nicht mehr nach diesem binären System richten, sich daran stören, es für sich nicht annehmen wollen. Und weil es bisher immer so war, und vielleicht auch immer so sein wird, nehmen die älteren Generationen die Befindlichkeiten der Jüngeren nicht nur nicht ernst, sondern wittern auch gleich den Untergang der Kultur, der Gesellschaft und des Abendlandes. Das ist natürlich albern - gleichzeitig allerdings auch nicht ganz verkehrt, verändert sich Gesellschaft doch mit jeder neuen Generation mehr oder weniger stark. Und wenn man die eigene Zeit als die Beste und Richtigste wahrnimmt, kann es fortan ja nur noch schlechter werden.
Wer kennt sie nicht, die Sprüche über die Unreife, die Faulheit, die mangelnde Disziplin, Moral, ... der "Jugend von Heute". Ist seit den alten Griechen so, und die werden das Schimpfen auf die Jungen auch nicht erfunden haben. Was haben wir früher alles nicht gehabt/gebraucht und sind trotzdem (oder gerade deswegen) so groß geworden...
Again: es ist sehr spannend, es betrifft immer nur Frauen. Und da eben oft afab, die nicht dem "typisch-weiblichen" Bild entsprechen. Ich habe noch von keinem trans* Mann gelesen, der aus einer Männertoilette geworfen wurde, oder von einem eher feminin wirkenden Mann.
Aus feministischer Sicht ist das eines der Machtinstrumente des Patriarchats. Und es ist beschämend und erschreckend, wie leicht sich auch Menschen, die viel für Frauen getan und erreicht haben, vor diesen reaktionär-patriarchalen Karren spannen lassen.
Aber das ist letztendlich auch die - für mich - Relevanz an dieser Diskussion. Ich halte sie nicht für eine "Phantomdebatte". Wir richten uns an die falschen Adressaten, aber das wir den Rechten und Neurechten und ihrem misogynen und menschenverachtenden Narrativ nicht das Feld überlassen dürfen, das sollte uns allen ein Anliegen sein. Es muss uns wichtig sein, dass wir eben dafür sorgen, nicht die gleichen "Argumente" und Entscheidungen unwidersprochen stehen zu lassen, die dazu führen, dass Toiletten und Umkleiden so stark kontrolliert und reglementiert werden. Wenn eine JKR öffentlich dazu aufruft, Menschen die auch nur den leisesten Verdacht des männlichen aufkommen lassen in Frauen-Räumen zu fotografieren, online zu stellen und somit vollkommen losgelöst von jeglicher Kontrolle und ohne Möglichkeit der Verteidigung an den Pranger zu stellen... das macht dann schon Angst. Und selbst die, die gut passen (nicht nur halbwegs, damit bist du nämlich schon geclockt und raus), werden wieder unsicherer.
Das ist - für mich - ein Ziel dieser Debatte(n): für uns die Argumentation soweit zu bündeln und unsere internen Perspektiven soweit zu einen, dass wir uns gemeinsam diesen Auswüchsen entgegenstellen und uns nicht andauernd gegenseitig an Bein pinkeln.
Ich könnte, wollte und werde auch noch weiter schreiben, jetzt muss ich aber erstmal ins Freibad
Tatsächlich ist das Thema schon wesentlich länger medial unterwegs. Nicht erst seit dem Inkrafttreten des SBGG, seit dem aber sicherlich stärker präsent. Vielleicht in meinem Fall auch ein wenig Wahrnehmungs-Bias dabei. Soweit ich das in Erinnerung habe, hing da viel an dem Thema "gendern" (gendergerechte Sprache), die damit verbundene Frage nach binären Räumen und eben den Menschen, die aus dem klassisch-binären Schema fallen (NTI*).Val44721 hat geschrieben: So 12. Jul 2026, 00:46in den letzten Monaten ist mir immer wieder ein Thema in den Medien aufgefallen
Das hat ein öffentliches Bewußtsein dafür geschaffen, dass sich gerade in der jüngeren Alterskohorte immer mehr Menschen nicht mehr nach diesem binären System richten, sich daran stören, es für sich nicht annehmen wollen. Und weil es bisher immer so war, und vielleicht auch immer so sein wird, nehmen die älteren Generationen die Befindlichkeiten der Jüngeren nicht nur nicht ernst, sondern wittern auch gleich den Untergang der Kultur, der Gesellschaft und des Abendlandes. Das ist natürlich albern - gleichzeitig allerdings auch nicht ganz verkehrt, verändert sich Gesellschaft doch mit jeder neuen Generation mehr oder weniger stark. Und wenn man die eigene Zeit als die Beste und Richtigste wahrnimmt, kann es fortan ja nur noch schlechter werden.
Wer kennt sie nicht, die Sprüche über die Unreife, die Faulheit, die mangelnde Disziplin, Moral, ... der "Jugend von Heute". Ist seit den alten Griechen so, und die werden das Schimpfen auf die Jungen auch nicht erfunden haben. Was haben wir früher alles nicht gehabt/gebraucht und sind trotzdem (oder gerade deswegen) so groß geworden...
In Deutschland haben wir anscheinend nicht so viele solcher Fälle, zumindest nicht medial aufbereitet. Meist wird der Ausweis auch nicht bei Betreten kontrolliert, da an den wenigsten Toilettenanlagen jemand steht. Das passiert dann oft eher hinterher, wenn sich jemand beschwert. Sowas wie in Bern eben. Sowas wie in dem erlangener Fitnessstudio. Aus den USA oder GB hört man immer mal wieder, dass Frauen aus Frauen-spezifischen Räumen geworfen werden. Wir sind hier in Deutschland auch politisch noch nicht wieder so zurück, wie z.B. in den USA oder GB, das die Trennung und Binarität rechtlich stärker verankert wird.Val44721 hat geschrieben: So 12. Jul 2026, 00:46Eine Person betritt einen geschlechtergetrennten Bereich und daraufhin wird ihr Ausweis kontrolliert ob sie denn auch wirklich den entsprechenden Personenstand hat um anhand dessen irgendwas zum Aufenthalt zu entscheiden.
Again: es ist sehr spannend, es betrifft immer nur Frauen. Und da eben oft afab, die nicht dem "typisch-weiblichen" Bild entsprechen. Ich habe noch von keinem trans* Mann gelesen, der aus einer Männertoilette geworfen wurde, oder von einem eher feminin wirkenden Mann.
Aus feministischer Sicht ist das eines der Machtinstrumente des Patriarchats. Und es ist beschämend und erschreckend, wie leicht sich auch Menschen, die viel für Frauen getan und erreicht haben, vor diesen reaktionär-patriarchalen Karren spannen lassen.
Aber das ist letztendlich auch die - für mich - Relevanz an dieser Diskussion. Ich halte sie nicht für eine "Phantomdebatte". Wir richten uns an die falschen Adressaten, aber das wir den Rechten und Neurechten und ihrem misogynen und menschenverachtenden Narrativ nicht das Feld überlassen dürfen, das sollte uns allen ein Anliegen sein. Es muss uns wichtig sein, dass wir eben dafür sorgen, nicht die gleichen "Argumente" und Entscheidungen unwidersprochen stehen zu lassen, die dazu führen, dass Toiletten und Umkleiden so stark kontrolliert und reglementiert werden. Wenn eine JKR öffentlich dazu aufruft, Menschen die auch nur den leisesten Verdacht des männlichen aufkommen lassen in Frauen-Räumen zu fotografieren, online zu stellen und somit vollkommen losgelöst von jeglicher Kontrolle und ohne Möglichkeit der Verteidigung an den Pranger zu stellen... das macht dann schon Angst. Und selbst die, die gut passen (nicht nur halbwegs, damit bist du nämlich schon geclockt und raus), werden wieder unsicherer.
Das ist - für mich - ein Ziel dieser Debatte(n): für uns die Argumentation soweit zu bündeln und unsere internen Perspektiven soweit zu einen, dass wir uns gemeinsam diesen Auswüchsen entgegenstellen und uns nicht andauernd gegenseitig an Bein pinkeln.
Ich könnte, wollte und werde auch noch weiter schreiben, jetzt muss ich aber erstmal ins Freibad
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Lavendellöwin
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Re: Talkshowdiskussionen und die Realität
Hey...Knäckebrötchen hat geschrieben: So 12. Jul 2026, 09:47 der aus einer Männertoilette geworfen wurde, oder von einem eher feminin wirkenden Mann.
geworfen jetzt nicht...aber wie oft wurde ich doof angegrinst oder der der reinkam ist nochmal umgdreht
um auf die Tür zu schauen, nachdem er mich bei den Waschbecken gesehen hat.
Manchmal war es ein richtig schlechtes Kribbeln im Bauch es "richtig" machen zu wollen und mich trotzdem komplett falsch
zu fühlen.
Ich glaube ganz ähnlich geht es manchen trans* Männern auch, wenn sie nicht "passen" und ich passte im Grund auch nicht...
selbst mit Bart hatte ich das Phänomen.
Ich wurde ohne Scherz mal gefragt, ob mein Bart denn echt ist...
klar, als trans* Frau stört er dann massiv, die Menschheit ist doch manchmal echt kompliziert
hmm..was ist aber, wenn du da absolut nicht reinpasst? Du weisst ziemlich genau, was man sich das nicht aussucht, das heisst nicht, das man es ablehnt oder annehmen möchte.Knäckebrötchen hat geschrieben: So 12. Jul 2026, 09:47 dass sich gerade in der jüngeren Alterskohorte immer mehr Menschen nicht mehr nach diesem binären System richten, sich daran stören, es für sich nicht annehmen wollen.
Viel mehr ist es genau anders rum, die Person an sich wird abgelehnt und nicht angenommen.
Nein, never ever. Und da hat Knäckebrötchen den Nagel auf den Kopf getroffen, das Thema kommt wohl erst auf wenn du schon drin bist oder danach.Val44721 hat geschrieben: So 12. Jul 2026, 00:46 Daher meine Frage: Habt ihr je sowas erlebt? Hat euch je jemand nach euren Papieren für irgendeine Art von geschlechtergetrennten Zutritt gefragt nach welchem andere nicht gefragt wurden?
Ich meine, ich musste nie mein zugewiesenes Geschlecht nachweisen, aber hab mich früher manchmal echt mega unwohl gefühlt, du kennst vielleicht die hinterste
Ecke der Umkleide noch aus deiner Schulzeit oder Zeit an der Uni.
Das Ganze verletzt doch viel subtiler, als eine hypothetische Frage nach dem Ausweis. Und da hast du wieder Recht, das hat nicht wirklich was mit der Lebensrealität
zu tun. Das sind vorgeschobene Konstrukte um nicht die wirklichen Probleme anschauen zu müssen, mit denen man meistens alleine gelassen wird....
naja..habt es fein Marie
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Momo58
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Re: Talkshowdiskussionen und die Realität
Ich habe in Talkshows schon viel unqualifizierte Beiträge über bzw. auch von transsexuellen Menschen gesehen/gehört. Mit meiner Realität hatte das nichts zu tun. Es gab nur eine eher lustige Situation, als ich zu schnell in eine Radarfalle geraten bin. Ich erhielt ein Schreiben, in dem sinngemäß gefragt wurde, wer denn die weibliche Person in meinem männlichen Auto ist. (Ich hatte mein Auto noch nicht umgemeldet). Ich zog meinen kürzesten Minirock an, ging zur Polizeibehörde und sagte: "Die Frau auf dem Bild bin ich. Ich bin transsexuell". Die Reaktion der zuständigen Bearbeiterin war zum schießen: "so etwas habe ich in fast 40 Jahren Berufsleben noch nie erlebt". Ich darauf ganz trocken: "einmal ist immer das erste Mal".
Ich wurde noch nie wegen meiner Transidentität aufgefordert, meinen Ausweis zu zeigen. Selbst bei meinen Grenzübertritten in die Schweiz gab es nie Probleme.
Für mich stellt sich bei Umkleidekabinen eher die Frage nach gegenseitiger Toleranz. Ich war in der Rheumaklinik in Oberammergau. Dort gab es früher Einzelumkleidekabinen. Nach dem Umbau der Klinik, gab es nur noch Gemeinschaftsumkleideräume. Ich habe meinen Badeanzug auf meinem Zimmer angezogen und damit unnötigen Ärger vermieden.
Ich wurde noch nie wegen meiner Transidentität aufgefordert, meinen Ausweis zu zeigen. Selbst bei meinen Grenzübertritten in die Schweiz gab es nie Probleme.
Für mich stellt sich bei Umkleidekabinen eher die Frage nach gegenseitiger Toleranz. Ich war in der Rheumaklinik in Oberammergau. Dort gab es früher Einzelumkleidekabinen. Nach dem Umbau der Klinik, gab es nur noch Gemeinschaftsumkleideräume. Ich habe meinen Badeanzug auf meinem Zimmer angezogen und damit unnötigen Ärger vermieden.
Wir alle sind nur ein unbedeutendes Staubkorn im Universum
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Michi
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Re: Talkshowdiskussionen und die Realität
Hallo Val,
ich bin bereits öfter, aber (noch) nicht täglich eindeutig als Frau erkennbar unterwegs, und wurde bisher auch noch nie nach meinem Geschlecht gefragt. Ganz im Gegenteil ist mir mein allererster größerer Ausflug in Kassel in guter Erinnerung geblieben. Da wurde ich mit einem Lächeln und einer Handbewegung in Richtung Damen verwiesen, als ich in einem Kaufhaus die Toilette aufsuchen musste. Das ist jetzt über 10 Jahre her, und zu diesem Zeitpunkt war ich mit Sicherheit noch ziemlich unbeholfen/unsicher im Auftreten, Styling und Schminken als Frau. Es wahr mehr die Absicht, die erkennbar war.
Inzwischen ist es jedoch so, dass ich mich auf Grund der seit 3-4 Jahren hochgekochten "Diskussion" über das angeblich massenhaft missbräuchliche und böswillige Eindringen in Frauenschutzräume zunehmend selbst beschränke. Wenn ich unterwegs bin, trinke ich bewusst wenig, um Toilettenbesuche zu vermeiden. Das ist natürlich der Gesundheit abträglich und meine Hausärztin würde zu Recht meckern, wenn sie das wüsste. Für den Fall, dass es nicht anderes geht, lege ich mir vorher ein paar Möglichkeiten zurecht, wo und zu welchen Zeiten ich wenig frequentierte Toiletten finde. Außerdem warte ich dann auch erst mal in der Nähe ab, dass möglichst keine Frau drin ist.
Im März waren Frieda und ich in Leipzig zu einer Buchlesung von Meik Gudermann, die sie sich sehr gewünscht hatte. Ich habe mich bewusst dagegen entschieden, bei dieser Gelegenheit äußerlich klar erkennbar die Frau in mir zu zeigen, weil ich wusste, dass ich nicht um einen Toilettenbesuch herumkommen werde. Die Lesung war, wie zu erwarten überwiegend von Frauen besucht .. zu einem erheblichen Anteil erkennbar Lesben. Die waren für mich schwer einzuschätzen, wirkten teils nicht unbedingt trans* freundlich (meine Wahrnehmung), und ich wollte nicht riskieren, dass eine von denen auf der stark freuqentierten Damen-Toilette einen Aufstand macht und die Polizei ruft.
Ich will es bei diesem Beispiel belassen, obwohl sich das auch durch andere Bereiche zieht. Ich wollte nur mal aufzeigen, welche negativen Auswirkungen diese "Diskussion" bei uns Betroffenen hat. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass es sogar beabsichtigt ist, uns auf diese Weise zu verunsichern und wieder aus der Öffentlichkeit zu verdrängen.
Liebe Grüße
Michi
ich bin bereits öfter, aber (noch) nicht täglich eindeutig als Frau erkennbar unterwegs, und wurde bisher auch noch nie nach meinem Geschlecht gefragt. Ganz im Gegenteil ist mir mein allererster größerer Ausflug in Kassel in guter Erinnerung geblieben. Da wurde ich mit einem Lächeln und einer Handbewegung in Richtung Damen verwiesen, als ich in einem Kaufhaus die Toilette aufsuchen musste. Das ist jetzt über 10 Jahre her, und zu diesem Zeitpunkt war ich mit Sicherheit noch ziemlich unbeholfen/unsicher im Auftreten, Styling und Schminken als Frau. Es wahr mehr die Absicht, die erkennbar war.
Inzwischen ist es jedoch so, dass ich mich auf Grund der seit 3-4 Jahren hochgekochten "Diskussion" über das angeblich massenhaft missbräuchliche und böswillige Eindringen in Frauenschutzräume zunehmend selbst beschränke. Wenn ich unterwegs bin, trinke ich bewusst wenig, um Toilettenbesuche zu vermeiden. Das ist natürlich der Gesundheit abträglich und meine Hausärztin würde zu Recht meckern, wenn sie das wüsste. Für den Fall, dass es nicht anderes geht, lege ich mir vorher ein paar Möglichkeiten zurecht, wo und zu welchen Zeiten ich wenig frequentierte Toiletten finde. Außerdem warte ich dann auch erst mal in der Nähe ab, dass möglichst keine Frau drin ist.
Im März waren Frieda und ich in Leipzig zu einer Buchlesung von Meik Gudermann, die sie sich sehr gewünscht hatte. Ich habe mich bewusst dagegen entschieden, bei dieser Gelegenheit äußerlich klar erkennbar die Frau in mir zu zeigen, weil ich wusste, dass ich nicht um einen Toilettenbesuch herumkommen werde. Die Lesung war, wie zu erwarten überwiegend von Frauen besucht .. zu einem erheblichen Anteil erkennbar Lesben. Die waren für mich schwer einzuschätzen, wirkten teils nicht unbedingt trans* freundlich (meine Wahrnehmung), und ich wollte nicht riskieren, dass eine von denen auf der stark freuqentierten Damen-Toilette einen Aufstand macht und die Polizei ruft.
Ich will es bei diesem Beispiel belassen, obwohl sich das auch durch andere Bereiche zieht. Ich wollte nur mal aufzeigen, welche negativen Auswirkungen diese "Diskussion" bei uns Betroffenen hat. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass es sogar beabsichtigt ist, uns auf diese Weise zu verunsichern und wieder aus der Öffentlichkeit zu verdrängen.
Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Claudia
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Re: Talkshowdiskussionen und die Realität
Doch, das gab es. Das ist meinem Partner passiert in der Anfangszeit seiner Transition. Er wurde zwar nicht rausgeworfen, aber deutlich darauf hingewiesen, dass er ja wohl in der Männertoilette falsch wäre. Vor der HRT war ja noch nichts mit Bart, die Kleidung aber doch sehr eindeutig.Knäckebrötchen hat geschrieben: So 12. Jul 2026, 09:47 Again: es ist sehr spannend, es betrifft immer nur Frauen. Und da eben oft afab, die nicht dem "typisch-weiblichen" Bild entsprechen. Ich habe noch von keinem trans* Mann gelesen, der aus einer Männertoilette geworfen wurde, oder von einem eher feminin wirkenden Mann.
Seine Reaktion war aber ebenso eindeutig: "Ich weiß wo ich hingehöre, bin hier genau richtig!" Und blieb dann einfach. Der andere machte große Augen. Geschehen ist das Ganze ausgerechnet in der Besuchertoilette eines Krankenhauses.
LG Claudia
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Without excuses & without any masks to cover the truth of who you truly are.
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Val44721
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Re: Talkshowdiskussionen und die Realität
Hallo Michi,Michi hat geschrieben: So 12. Jul 2026, 14:46 zunehmend selbst beschränke. Wenn ich unterwegs bin, trinke ich bewusst wenig, um Toilettenbesuche zu vermeiden. Das ist natürlich der Gesundheit abträglich und meine Hausärztin würde zu Recht meckern, wenn sie das wüsste. Für den Fall, dass es nicht anderes geht, lege ich mir vorher ein paar Möglichkeiten zurecht, wo und zu welchen Zeiten ich wenig frequentierte Toiletten finde. Außerdem warte ich dann auch erst mal in der Nähe ab, dass möglichst keine Frau drin ist.
das tut mir sehr leid zu hören. Niemandem sollte die Möglichkeit zur Toilette zu gehen genommen werden.
Beim Lesen hast du mich ziemlich an mich vor etwas mehr als einem Jahr erinnert. Damals habe ich auch Pläne gemacht wie ich durch den Tag komme ohne auf Toilette zu müssen.
Also immer bei Freunden in der Nähe sein, nur kurze Unternehmungen oder wo mit Einzeltoiletten. Es ist so krass wie stark einen das von der sozialen Teilhabe ausschließt.
Irgendwann habe ich mich dann in Begleitung von weiblichen Familienangehörigen getraut. Damals noch mit der Zusicherung wenn was passiert dann steh ich da nicht allein.
Und dann ist das eine Mal nichts passiert, dann das nächste Mal, und irgendwann sinkt die Angst davor immer weiter ab bis man sich sicher fühlt. Mein vielleicht naiver Rat an dich wäre
also, dass die Angst im Kopf die diese Diskussionen erzeugen um mehrere Magnituden größer ist als das Interesse der allermeisten Leute dazu auf welchem Klo du dich befindest.
Ich kann mir gut vorstellen, dass du vielleicht mit ein paar positiven Erfahrungen diese Angst ablegen könntest. Auch die Polizei kann niemanden festnehmen für die Benutzung einer
öffentlichen Toilette. Aber ich verstehe es auch voll wenn die Angst noch überwiegt.
LG
Val
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Susi T
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Re: Talkshowdiskussionen und die Realität
Das was du Michi erzählst, macht mich traurig, auch weil ich dich schon länger leiden sehe und nicht wüsste wie ich dir helfen sollte.
Weniger sich mit diesem Zeug auseinander setzen, mehr leben. Mit Frieda sollte das eigentlich weniger Problematisch sein, Grad wenn 2 Frauen zusammen auf Toilette gehen, ist die Cis Frau die die praktisch die Legitimation gibt, sollte Mal jemand wirklich drüber nachdenken, oder was sagen wollen.
Natürlich ist es in eurer Gegend anders als hier und ich kann das nur schwer abschätzen. Aber auch bei uns hier im Südwesten haben die Rechten die Wahlen gewonnen, etwas was vor 10 Jahren noch völlig undenkbar war. Vielleicht ist deswegen aber auch noch alles anders. Wir schaffen es hier unsere Themen raus zu halten, so daß es unsere Sache ist, Dinge die wir regeln, so wie das Menschen auf dem Land schon immer geregelt haben.
Ein Transjunge der sich Outet? Da ist es gut wenn jemand von uns dann weiß wie man miteinander umgehen kann. Keine Scheuklappen, sondern machen...Mit neuem Namen vor der Gruppe vorstellen, wenn das der Trainer macht klappt das, der regelt das mit anderen, Wettkämpfe, Ausweis, korrigiert wenn Mal was noch nicht geklappt hat, schafft das Kind halt aus der Schusslinie soweit es geht. Umkleide? Da wo gewünscht...fragen ob jemand Probleme hat, aber Kinder regeln sowas oft schon von alleine, nur als Ansprechpartner sollte man da sein damits klappt.
So geht's eigentlich überall, mal fragen, mal machen.
Ich zeige oft ein Ausweis mit Namen vor und dieser Spruch das da kein Geschlecht drauf steht ist einfach nur überflüssiger Nonsens. Da steht mein Name drauf und in Deutschland muss der klar einem Geschlecht zugeordnet werden können.
Mein Behindertenausweis hat so auch schonmal dazu geführt (weil der noch nicht umgeschrieben war, und ich erklären musste warum Ausweis und Behindertenausweis nicht übereinstimmten), das das Thema trans und wo Umkleiden/Duschen auch zum Thema wurde. Aber wir hatten genug Möglichkeiten um es gut zu regeln.
Das mit den Toiletten kenn ich aber auch aus früherer Zeit und hab mir da auch ziemlich nen Kopf drüber gemacht. Völlig überflüssig.
Beim Schwimmen gehen und betreten der Gemeinschaftsdusche hab ich dann wirklich Mal den einzigen Fall gehabt, als es Fragen gab. Die Dusche ist eng und war mit uns dann voll belegt. 8 Duschen auf engstem Raum und mein Schatz stürmt auf den dringenden Weg zur Toilette an mir vorbei dort rein. Die weichen Fakten waren es, der forsche Schritt, das mit kräftigem Schwung ablegen der Tasche mitten im Raum das aufschreckte und der älteren Dame einen erschrocken Ausruf entlockte. Ich musste 2 mal nachfragen was denn sei bis sie leise verständlich Frage:" Das war kein Mann oder?" Mit meiner Antwort, das es ganz sicher kein Mann ist, nur ein dringendes Bedürfnis den Eindruck brachte, war es erledigt. Ein paar nette Worte, sogar noch eine Entschuldigung und fertig wars. Natürlich haben Alle umstehenden neugierig zugehört und wenn es nötig gewesen wäre, hätte niemand die Polizei rufen brauchen, die weiblichen Spezialkräfte, die es dort immer gibt, hätten den Job bestimmt ohne zu Fackeln sofort erledigt.
Also um auf die Ausgangsfrage zurück zu kommen, so würde ich sagen, das viele von uns sich anpassen, ihren persönlichen Weg suchen und meist finden.
Ich würde mir keinen Zugang erzwingen wollen, sondern würde schauen wie sich was regeln lässt und ob mir das dann reichen würde.
Wir kommen so gut klar, ich hab schon früh einen passenden Ausweis und Brauch den auch öfter, aber nicht weil man mir den Zugang verweigern würde/wollte. Mein Schatz hat keinen zusätzlichen Ausweis, kommt alleine gut klar, aber zusammen erledige ich dann die Dinge, bei denen es sonst Unklarheiten gäbe. Interessanterweise erledige ich den sprachlichen Part nicht mehr zu 100% wie am Anfang. Da gab's bei meinem Schatz unbeabsichtigt wohl auch eine Entwicklung, auch wenn der Mann am Telefon bei Geschäftsgesprächen immernoch sehr männlich dominant klingt^^.
Also irgendwie klappt's, manchmal vielleicht auffällig, aber selten das wirklich was gesagt wird und wenn doch Mal, so ließ sich das Alles regeln. Bei dem Trupp vermutlich Lesbischer Frauen würde ich einfach fragen und das kann ich eigentlich gut, meist quatsch ich mein Gegenüber so zu, das da nur freundlich abgewunken wird.
Ich hoffe ihr findet euren Weg und lasst euch nicht so verrückt machen.
Liebe Grüße Susi T.
Weniger sich mit diesem Zeug auseinander setzen, mehr leben. Mit Frieda sollte das eigentlich weniger Problematisch sein, Grad wenn 2 Frauen zusammen auf Toilette gehen, ist die Cis Frau die die praktisch die Legitimation gibt, sollte Mal jemand wirklich drüber nachdenken, oder was sagen wollen.
Natürlich ist es in eurer Gegend anders als hier und ich kann das nur schwer abschätzen. Aber auch bei uns hier im Südwesten haben die Rechten die Wahlen gewonnen, etwas was vor 10 Jahren noch völlig undenkbar war. Vielleicht ist deswegen aber auch noch alles anders. Wir schaffen es hier unsere Themen raus zu halten, so daß es unsere Sache ist, Dinge die wir regeln, so wie das Menschen auf dem Land schon immer geregelt haben.
Ein Transjunge der sich Outet? Da ist es gut wenn jemand von uns dann weiß wie man miteinander umgehen kann. Keine Scheuklappen, sondern machen...Mit neuem Namen vor der Gruppe vorstellen, wenn das der Trainer macht klappt das, der regelt das mit anderen, Wettkämpfe, Ausweis, korrigiert wenn Mal was noch nicht geklappt hat, schafft das Kind halt aus der Schusslinie soweit es geht. Umkleide? Da wo gewünscht...fragen ob jemand Probleme hat, aber Kinder regeln sowas oft schon von alleine, nur als Ansprechpartner sollte man da sein damits klappt.
So geht's eigentlich überall, mal fragen, mal machen.
Ich zeige oft ein Ausweis mit Namen vor und dieser Spruch das da kein Geschlecht drauf steht ist einfach nur überflüssiger Nonsens. Da steht mein Name drauf und in Deutschland muss der klar einem Geschlecht zugeordnet werden können.
Mein Behindertenausweis hat so auch schonmal dazu geführt (weil der noch nicht umgeschrieben war, und ich erklären musste warum Ausweis und Behindertenausweis nicht übereinstimmten), das das Thema trans und wo Umkleiden/Duschen auch zum Thema wurde. Aber wir hatten genug Möglichkeiten um es gut zu regeln.
Das mit den Toiletten kenn ich aber auch aus früherer Zeit und hab mir da auch ziemlich nen Kopf drüber gemacht. Völlig überflüssig.
Beim Schwimmen gehen und betreten der Gemeinschaftsdusche hab ich dann wirklich Mal den einzigen Fall gehabt, als es Fragen gab. Die Dusche ist eng und war mit uns dann voll belegt. 8 Duschen auf engstem Raum und mein Schatz stürmt auf den dringenden Weg zur Toilette an mir vorbei dort rein. Die weichen Fakten waren es, der forsche Schritt, das mit kräftigem Schwung ablegen der Tasche mitten im Raum das aufschreckte und der älteren Dame einen erschrocken Ausruf entlockte. Ich musste 2 mal nachfragen was denn sei bis sie leise verständlich Frage:" Das war kein Mann oder?" Mit meiner Antwort, das es ganz sicher kein Mann ist, nur ein dringendes Bedürfnis den Eindruck brachte, war es erledigt. Ein paar nette Worte, sogar noch eine Entschuldigung und fertig wars. Natürlich haben Alle umstehenden neugierig zugehört und wenn es nötig gewesen wäre, hätte niemand die Polizei rufen brauchen, die weiblichen Spezialkräfte, die es dort immer gibt, hätten den Job bestimmt ohne zu Fackeln sofort erledigt.
Also um auf die Ausgangsfrage zurück zu kommen, so würde ich sagen, das viele von uns sich anpassen, ihren persönlichen Weg suchen und meist finden.
Ich würde mir keinen Zugang erzwingen wollen, sondern würde schauen wie sich was regeln lässt und ob mir das dann reichen würde.
Wir kommen so gut klar, ich hab schon früh einen passenden Ausweis und Brauch den auch öfter, aber nicht weil man mir den Zugang verweigern würde/wollte. Mein Schatz hat keinen zusätzlichen Ausweis, kommt alleine gut klar, aber zusammen erledige ich dann die Dinge, bei denen es sonst Unklarheiten gäbe. Interessanterweise erledige ich den sprachlichen Part nicht mehr zu 100% wie am Anfang. Da gab's bei meinem Schatz unbeabsichtigt wohl auch eine Entwicklung, auch wenn der Mann am Telefon bei Geschäftsgesprächen immernoch sehr männlich dominant klingt^^.
Also irgendwie klappt's, manchmal vielleicht auffällig, aber selten das wirklich was gesagt wird und wenn doch Mal, so ließ sich das Alles regeln. Bei dem Trupp vermutlich Lesbischer Frauen würde ich einfach fragen und das kann ich eigentlich gut, meist quatsch ich mein Gegenüber so zu, das da nur freundlich abgewunken wird.
Ich hoffe ihr findet euren Weg und lasst euch nicht so verrückt machen.
Liebe Grüße Susi T.
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Val44721
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Re: Talkshowdiskussionen und die Realität
Hi Susi, erstmal danke für deine Antwort.
Bei einer Sache möchte ich gerne einmal kurz einhaken:
Heutzutage muss man keineswegs das Geschlecht eines Menschen in seinem Namen erkenntlich machen, man kann neutrale Namen nehmen, Namen die (hier) üblicherweise eher ein anderes Geschlecht führt, etc.
https://www.bundestag.de/resource/blob/ ... f-data.pdf
Auch gibts jetzt ja seit schon einiger Zeit die Möglichkeit auf divers und Eintrag gestrichen, für diese gibt es keinerlei direkt entsprechende Namen oder Möglichkeit diese direkt zuzuordnen.
PS: Die Gerichtsentscheidung entstand übrigens damals über den Vornamen Kiran, und ich wette wenn wir 100 Menschen aus diesem Forum nach dem Geschlecht dieses Namens fragen kriegen wir teils komplett unterschiedliche Antworten.
Bei einer Sache möchte ich gerne einmal kurz einhaken:
Das muss er tatsächlich nicht mehr. Viele gehen davon aus, dass das so sein müsste, weil das für die allermeisten Menschen noch so war bei ihrer Geburt (oder bei der Geburt ihrer Kinder). Damals musste auch an neutrale Vornamen dann noch einen stärker vergeschlechtlichen dranhängen. Aber das wurde vor ca zwei Jahrzehnten durch das Bundesverfassungsgericht geändert. Für alle Menschen die ihren Namen danach erhalten haben (Geburt oder Namensänderung) gilt diese Begrenzung nicht.Susi T hat geschrieben: Mo 13. Jul 2026, 09:34 dieser Spruch das da kein Geschlecht drauf steht ist einfach nur überflüssiger Nonsens. Da steht mein Name drauf und in Deutschland muss der klar einem Geschlecht zugeordnet werden können.
Heutzutage muss man keineswegs das Geschlecht eines Menschen in seinem Namen erkenntlich machen, man kann neutrale Namen nehmen, Namen die (hier) üblicherweise eher ein anderes Geschlecht führt, etc.
https://www.bundestag.de/resource/blob/ ... f-data.pdf
Auch gibts jetzt ja seit schon einiger Zeit die Möglichkeit auf divers und Eintrag gestrichen, für diese gibt es keinerlei direkt entsprechende Namen oder Möglichkeit diese direkt zuzuordnen.
PS: Die Gerichtsentscheidung entstand übrigens damals über den Vornamen Kiran, und ich wette wenn wir 100 Menschen aus diesem Forum nach dem Geschlecht dieses Namens fragen kriegen wir teils komplett unterschiedliche Antworten.
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Beatrixtg
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Re: Talkshowdiskussionen und die Realität
O la la.Susi T hat geschrieben: Mo 13. Jul 2026, 09:34 Bei dem Trupp vermutlich Lesbischer Frauen würde ich einfach fragen und das kann ich eigentlich gut, meist quatsch ich mein Gegenüber so zu, das da nur freundlich abgewunken wird.
Zuquatschen, das ist mehr Beweis als jeder amtliche Ausweis schafft!
Da bleibt der Gegnerin nur noch Rückzugs Gefecht. Oder es gibt ein patt, dann hören andere interessiert zu.
Danke für den Satz. Ich habe herzhaft gelacht. Mein Kopfkino sprang an.
Liebe Grüsse Beatrix
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Re: Talkshowdiskussionen und die Realität
Bin mir da nicht sicher, wenn von "möglich und Kindeswohl beachten" gesprochen wird, ob es am Ende nicht doch wieder auf etwas ähnliches hinausläuft, aber Danke für den Hinweis.
Selbst wenn, so sind viele hier schon älter als 20 und bei der Diskussion über Namensvergaben im Selbstbestimmungsgesetz klingt bei mir auch noch in den Ohren, das da versucht wurde ganz genau hin zu schauen.
Wäre aber interessant zu erfahren wie viel sich da wirklich getan hat, denn die praktische Umsetzung ist halt nicht nur von Gesetzen, sondern auch von Verordnungen und Vorschriften abhängig.
Selbst wenn, so sind viele hier schon älter als 20 und bei der Diskussion über Namensvergaben im Selbstbestimmungsgesetz klingt bei mir auch noch in den Ohren, das da versucht wurde ganz genau hin zu schauen.
Wäre aber interessant zu erfahren wie viel sich da wirklich getan hat, denn die praktische Umsetzung ist halt nicht nur von Gesetzen, sondern auch von Verordnungen und Vorschriften abhängig.
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Re: Talkshowdiskussionen und die Realität
Also ich bin da echt nicht so bewandert weil ich ja einen weiblichen Eintrag mit einem klassisch weiblichen Vornamen gewählt habe, deswegen was ich sage definitiv mit etwas Vorsicht zu genießen. Ich kenne das folgende Blatt was vom Innenministerium herumgeschickt wurde für die Standesämter als Anleitung, vielleicht ist das das was du meinst: https://fragdenstaat.de/anfrage/neues-s ... kblatt.pdfSusi T hat geschrieben: Mo 13. Jul 2026, 15:20 die praktische Umsetzung ist halt nicht nur von Gesetzen, sondern auch von Verordnungen und Vorschriften abhängig
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Re: Talkshowdiskussionen und die Realität
Hallöchen,
In Schwimmbäder gehe ich nicht, da mir baden noch nie Spaß gemacht hat, außerdem gibt das mein Körper derzeit sowieso noch nicht her.
Tatsächlich habe ich im Januar 2025, vor dem ersten Ausflug nach Chemnitz darüber nachgedacht, welche Toilette ich benutzen sollte, fragte damals auch in eine whatsapp Gruppe mit Mädels von hier. Ich entschied für mich, die weibliche Toilette soll es sein.
Das war die einzig richtige Entscheidung für mich, stellte ich bald fest, alles andere würde nur zu großen Missverständnissen führen.
Und seit meiner Personenstandsänderung im November 2025 denke ich gar nicht mehr darüber nach.
In den öffentlichen Toiletten gibts auch mal auffällige Blicke von anderen Frauen. aber bisher war das immer alles unproblematisch.
Außer hier vor ca. einem Jahr:
Meine tiefe Stimme würde sonst mit Sicherheit bei anderen Frauen nicht gut ankommen.
Vor allem nicht, wenn ich in der Box sitze.
Dazu eine kleine Anekdote:
Ich war mal mit Michi unterwegs in Leipzig, da mußte ich ganz dringend pipi.
Michi hielt an einem Hotel, ließ mich aus dem Auto und ich schnell hinein, kurze Frage an der Rezeption, kein Problem, weiter schnell zu den Toiletten.
Alle frei, so ein Glück.
Während ich mein Geschäft verrichtete, klingelte plötzlich mein Telefon und Michi war dran, ich ging nur ran, weil kein andere Frau im Toilettenraum war, sonst bin ich in diesen Situationen immer still.
Es war Michi, um sich zu erkundigen, ob es mir gut gehe und mir zu erklären, wo sie auf mich wartet.
Ich antwortete kurz und legte schnell wieder auf.
Als ich wieder bei Ihr im Auto war, erklärte ich Ihr, daß es mit Anrufen während eines Toilettengangs nicht sehr vorteilhaft ist und sie hat es es verstanden.
Das wußte ich auch noch nicht von Dir.
Wenn wir Beide wieder einmal zusammen unterwegs sind, trinke soviel Du möchtest, ich begleite Dich gerne bei JEDEM Toilettengang, wenn ich in Deiner Nähe bin.
für Deinen Beitrag hier und diese Worte !
trinkt viel und muß daher auch oft pipi
Eure Violetta

Ich bin ja nun schon seit gut anderthalb Jahren aktiv unterwegs, aber derartige Dinge sind mir noch nie passiert.Val44721 hat geschrieben: So 12. Jul 2026, 00:46 Daher meine Frage: Habt ihr je sowas erlebt? Hat euch je jemand nach euren Papieren für irgendeine Art von geschlechtergetrennten Zutritt gefragt nach welchem andere nicht gefragt wurden?
In Schwimmbäder gehe ich nicht, da mir baden noch nie Spaß gemacht hat, außerdem gibt das mein Körper derzeit sowieso noch nicht her.
Tatsächlich habe ich im Januar 2025, vor dem ersten Ausflug nach Chemnitz darüber nachgedacht, welche Toilette ich benutzen sollte, fragte damals auch in eine whatsapp Gruppe mit Mädels von hier. Ich entschied für mich, die weibliche Toilette soll es sein.
Das war die einzig richtige Entscheidung für mich, stellte ich bald fest, alles andere würde nur zu großen Missverständnissen führen.
Und seit meiner Personenstandsänderung im November 2025 denke ich gar nicht mehr darüber nach.
In den öffentlichen Toiletten gibts auch mal auffällige Blicke von anderen Frauen. aber bisher war das immer alles unproblematisch.
Außer hier vor ca. einem Jahr:
Was wichtig für mich ist: möglichst nicht reden.Violetta-TransFlower hat geschrieben: Di 17. Jun 2025, 07:14 Selbst beim Toilettengang bekam ich verächtliche Blicke von jungen Frauen.
Meine tiefe Stimme würde sonst mit Sicherheit bei anderen Frauen nicht gut ankommen.
Vor allem nicht, wenn ich in der Box sitze.
Dazu eine kleine Anekdote:
Ich war mal mit Michi unterwegs in Leipzig, da mußte ich ganz dringend pipi.
Michi hielt an einem Hotel, ließ mich aus dem Auto und ich schnell hinein, kurze Frage an der Rezeption, kein Problem, weiter schnell zu den Toiletten.
Alle frei, so ein Glück.
Während ich mein Geschäft verrichtete, klingelte plötzlich mein Telefon und Michi war dran, ich ging nur ran, weil kein andere Frau im Toilettenraum war, sonst bin ich in diesen Situationen immer still.
Es war Michi, um sich zu erkundigen, ob es mir gut gehe und mir zu erklären, wo sie auf mich wartet.
Ich antwortete kurz und legte schnell wieder auf.
Als ich wieder bei Ihr im Auto war, erklärte ich Ihr, daß es mit Anrufen während eines Toilettengangs nicht sehr vorteilhaft ist und sie hat es es verstanden.
Schwer bedenklich finde ich das, liebe Michi.Michi hat geschrieben: So 12. Jul 2026, 14:46 Wenn ich unterwegs bin, trinke ich bewusst wenig, um Toilettenbesuche zu vermeiden
Das wußte ich auch noch nicht von Dir.
Wenn wir Beide wieder einmal zusammen unterwegs sind, trinke soviel Du möchtest, ich begleite Dich gerne bei JEDEM Toilettengang, wenn ich in Deiner Nähe bin.
DankeschönKnäckebrötchen hat geschrieben: So 12. Jul 2026, 09:47 Das ist - für mich - ein Ziel dieser Debatte(n): für uns die Argumentation soweit zu bündeln und unsere internen Perspektiven soweit zu einen, dass wir uns gemeinsam diesen Auswüchsen entgegenstellen und uns nicht andauernd gegenseitig an Bein pinkeln.
trinkt viel und muß daher auch oft pipi
Eure Violetta
🌺 Das Glück 🍀 wohnt wieder in meinem Herzen 💜🙏