High Heels in Wien - # 2
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Maya
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Re: High Heels in Wien
Da in Würzburg leider Desiree, die vierte in unserem Bunde, aus persönlichen Gründen nicht dabei sein konnte und wir dort schon feststellen mussten, dass drei Tage mit An- und Abreise eh viel zu wenig sind, haben wir kurzerhand per Videochat beschlossen, dass unser nächstes Treffen in Wien sein soll.
Und diesmal nicht nur drei Tage mit An- und Abreise, sondern gleich fünf Tage.
Ein passender Termin war relativ schnell gefunden.
Es sollte um den 1 Mai sein, um den Feiertag zu nutzen. Also wurde der 30.04. bis zum 4.05. festgelegt.
5 Tage aufeinander im Mädelsmodus. Das hatte ich auch noch nicht.
Und da war er dann, der ratlose Blick mit dem großen Fragezeichen vor dem proppenvollen, geöffneten Kleiderschrank. Was für Wetter werden wir haben? Was ziehe ich an? welche Schuhe nehme ich mit? Wie bekomme ich all das nach Wien? Fragen über Fragen.
Lana wollte mit dem Zug anreisen. Marcella und ich entspannt und stressfrei mit dem Flieger. Aber all die vielen Klamotten passen unmöglich in einen kleinen Kabinentrolley.
Und einen großen Koffer wollten wir nicht mit uns rumschleppen. Also kamen wir auf die Idee, ein Paket zu packen und direkt zu Desiree zu schicken. Gesagt getan. Marcella und ich schickten jede ein großes L Paket zu Desiree nach Wien, die gerade noch rechtzeitig ankamen. Alles andere haben wir dann im kleinen Trolley mitgenommen.
Die Flüge für Marcella und mich hatte ich auch schnell gebucht. Richtig günstig und sogar mit Austrian.
Da kenne ich mich aus, da meine Frau und ich regelmässig nach Wien zu langjährigen guten Freunden fliegen.
Wie Desiree bereits schrieb, haben wir uns ja im Februar schon getroffen. Das bot sich natürlich an, da wir eh gerade bei unseren Freunden zu Besuch waren. Dabei stellte sich heraus, dass Desiree nur 4,1 Autokilometer entfernt wohnt. Deshalb bot ich an, nicht bei Desiree zu übernachten, sondern bei unseren Freunden. Vier Mädels in Desirées kleiner Wohnung wären eine echte Herausforderung geworden. Vier Mädels die morgens nacheinander das Bad belagern.......... Da kann sich jeder selbst ausmalen wie das abgelaufen wäre.
Angefixt, durch ein paar Beiträge hier im Forum, von Mädels die im Frauenmodus geflogen sind, habe ich beschlossen auch als Frau anzureisen. Auf meiner Februarreise, noch im Männermodus, habe ich dann einen Mitarbeiter der Sicherheitskontrolle gefragt, ob es diesbezüglich irgendwelche Probleme geben könnte.
Die Antwort werde ich wohl nie vergessen. Er sagte:“Meinetwegen können Sie auch nackt fliegen, das interessiert uns nicht.“
Damit stand für mich fest, Maya wird fliegen!
Als ich dies in einem unserer Videochats kund tat, sagte Desiree spontan:“Dann hole ich euch mit Lana auch im Frauenmodus am Flughafen ab.“
Marcella war Feuer und Flamme und sagte: „Dann komme ich auch im Frauenmodus.“
Dann war es soweit. Am 30.04. brachte meine Frau Maya zum Hauptbahnhof nach Koblenz, wo ich mit einem ICE mit nur 20 Minuten Verspätung (DB halt) zum Frankfurter Flughafen fuhr. Dort traf ich mich mit Marcella, die leider deutlich mehr Probleme mit der Bahnfahrt hatte.
Die Sicherheitskontrolle am Flughafen war cool. Noch bevor ich in den Körperscanner eintreten konnte, wurde ich gefragt, ob ich von einem Mann oder einer Frau durchsucht werden möchte. Natürlich wollte ich von einer Frau durchsucht werden. Aber alles war kein Problem. Lediglich die Schuhe musste ich ausziehen, welche sich die Mitarbeiterin genau ansah. Das war's dann auch schon. Meine Sillies hat niemanden interessiert.
Auf dem Weg zum Gate begegneten wir noch einer netten "Flugbegleiterin der Lufthansa" mit 3 Tage Bart, mit der wir noch reichlich Spass hatten. Es gibt also definitiv noch Verrücktere als uns.
Am Gate angekommen und aufs Boarding wartend, kamen wir mit einer kleinen Gruppe Frauen sehr nett ins Gespräch. Ich wollte mir meinen Schmuck wieder anlegen, den ich für die Sicherheitskontrolle abgelegt hatte. In meiner Halskette war jedoch jetzt ein kleiner Knoten. So klein, dass ich ihn mit meinen Fingernägeln nicht aufmachen konnte. Ich sagte dann, och der ist so klein, den sieht man ja kaum. Den mache ich auf, wenn ich in Wien bin.
Neneeee, sagte eine der Frauen, das kommt ja gar nicht in Frage, gib mal her. 3 der 6 Frauen machten sich spontan über meine Kette her und wollten den Knoten aufdröseln, was ihnen leider auch nicht gelang. (Erlaubnis zur Veröffentlichung wurde sehr gerne erteilt)
Ich habe dann später bei Desiree selbst 2 dünne Nadeln gebraucht, um diesen feinen Knoten aufzumachen.
Die Damen wollten am Wochenende 2 unserer Events besuchen und wir hofften sie wieder zu sehen. Hat leider nicht geklappt.
Boarding und Flug verlief ohne jegliches Aufsehen.
Nach nur einer guten Stunde Flug, waren wir auch schon in Wien.
Wie versprochen warteten Desiree und Lana schon auf uns. Wir gingen aufeinander zu und umarmten und begrüssten uns, als würden wir uns schon seit vielen Jahren kennen. Eine junge Frau hat freundlicherweise ein paar Fotos von uns gemacht. Eins davon hat Desiree ja schon im Eingangsthread gepostet.
Dann fuhren wir zu Desiree.
Das war für mich alles in allem eine unspektakuläre, aber doch recht interessante Anreise. Zu keinem Zeitpunkt habe ich mich unwohl gefühlt.
Daraus resultiert, dass Maya künftig immer so anreisen wird.
Fortsetzung folgt.............
Kurze Zusatzinfo noch für Wenigflieger:
In vielen europäischen Flughäfen sind und werden zur Zeit neue Sicherheitsscanner installiert.
Dadurch wird vieles einfacher. Die blöde 100 ml Regel entfällt und künftig können bis zu 2 Liter Flüssigkeit im Bordgepäck mitgenommen werden.
Des Weiteren müssen keine Trolleys, Taschen, oder Laptops mehr ausgepackt werden.
Wer also in Kürze fliegt, sollte checken, ob die betreffenden Flughäfen schon umgerüstet sind.
Und diesmal nicht nur drei Tage mit An- und Abreise, sondern gleich fünf Tage.
Ein passender Termin war relativ schnell gefunden.
Es sollte um den 1 Mai sein, um den Feiertag zu nutzen. Also wurde der 30.04. bis zum 4.05. festgelegt.
5 Tage aufeinander im Mädelsmodus. Das hatte ich auch noch nicht.
Und da war er dann, der ratlose Blick mit dem großen Fragezeichen vor dem proppenvollen, geöffneten Kleiderschrank. Was für Wetter werden wir haben? Was ziehe ich an? welche Schuhe nehme ich mit? Wie bekomme ich all das nach Wien? Fragen über Fragen.
Lana wollte mit dem Zug anreisen. Marcella und ich entspannt und stressfrei mit dem Flieger. Aber all die vielen Klamotten passen unmöglich in einen kleinen Kabinentrolley.
Und einen großen Koffer wollten wir nicht mit uns rumschleppen. Also kamen wir auf die Idee, ein Paket zu packen und direkt zu Desiree zu schicken. Gesagt getan. Marcella und ich schickten jede ein großes L Paket zu Desiree nach Wien, die gerade noch rechtzeitig ankamen. Alles andere haben wir dann im kleinen Trolley mitgenommen.
Die Flüge für Marcella und mich hatte ich auch schnell gebucht. Richtig günstig und sogar mit Austrian.
Da kenne ich mich aus, da meine Frau und ich regelmässig nach Wien zu langjährigen guten Freunden fliegen.
Wie Desiree bereits schrieb, haben wir uns ja im Februar schon getroffen. Das bot sich natürlich an, da wir eh gerade bei unseren Freunden zu Besuch waren. Dabei stellte sich heraus, dass Desiree nur 4,1 Autokilometer entfernt wohnt. Deshalb bot ich an, nicht bei Desiree zu übernachten, sondern bei unseren Freunden. Vier Mädels in Desirées kleiner Wohnung wären eine echte Herausforderung geworden. Vier Mädels die morgens nacheinander das Bad belagern.......... Da kann sich jeder selbst ausmalen wie das abgelaufen wäre.
Angefixt, durch ein paar Beiträge hier im Forum, von Mädels die im Frauenmodus geflogen sind, habe ich beschlossen auch als Frau anzureisen. Auf meiner Februarreise, noch im Männermodus, habe ich dann einen Mitarbeiter der Sicherheitskontrolle gefragt, ob es diesbezüglich irgendwelche Probleme geben könnte.
Die Antwort werde ich wohl nie vergessen. Er sagte:“Meinetwegen können Sie auch nackt fliegen, das interessiert uns nicht.“
Damit stand für mich fest, Maya wird fliegen!
Als ich dies in einem unserer Videochats kund tat, sagte Desiree spontan:“Dann hole ich euch mit Lana auch im Frauenmodus am Flughafen ab.“
Marcella war Feuer und Flamme und sagte: „Dann komme ich auch im Frauenmodus.“
Dann war es soweit. Am 30.04. brachte meine Frau Maya zum Hauptbahnhof nach Koblenz, wo ich mit einem ICE mit nur 20 Minuten Verspätung (DB halt) zum Frankfurter Flughafen fuhr. Dort traf ich mich mit Marcella, die leider deutlich mehr Probleme mit der Bahnfahrt hatte.
Die Sicherheitskontrolle am Flughafen war cool. Noch bevor ich in den Körperscanner eintreten konnte, wurde ich gefragt, ob ich von einem Mann oder einer Frau durchsucht werden möchte. Natürlich wollte ich von einer Frau durchsucht werden. Aber alles war kein Problem. Lediglich die Schuhe musste ich ausziehen, welche sich die Mitarbeiterin genau ansah. Das war's dann auch schon. Meine Sillies hat niemanden interessiert.
Auf dem Weg zum Gate begegneten wir noch einer netten "Flugbegleiterin der Lufthansa" mit 3 Tage Bart, mit der wir noch reichlich Spass hatten. Es gibt also definitiv noch Verrücktere als uns.
Am Gate angekommen und aufs Boarding wartend, kamen wir mit einer kleinen Gruppe Frauen sehr nett ins Gespräch. Ich wollte mir meinen Schmuck wieder anlegen, den ich für die Sicherheitskontrolle abgelegt hatte. In meiner Halskette war jedoch jetzt ein kleiner Knoten. So klein, dass ich ihn mit meinen Fingernägeln nicht aufmachen konnte. Ich sagte dann, och der ist so klein, den sieht man ja kaum. Den mache ich auf, wenn ich in Wien bin.
Neneeee, sagte eine der Frauen, das kommt ja gar nicht in Frage, gib mal her. 3 der 6 Frauen machten sich spontan über meine Kette her und wollten den Knoten aufdröseln, was ihnen leider auch nicht gelang. (Erlaubnis zur Veröffentlichung wurde sehr gerne erteilt)
Ich habe dann später bei Desiree selbst 2 dünne Nadeln gebraucht, um diesen feinen Knoten aufzumachen.
Die Damen wollten am Wochenende 2 unserer Events besuchen und wir hofften sie wieder zu sehen. Hat leider nicht geklappt.
Boarding und Flug verlief ohne jegliches Aufsehen.
Nach nur einer guten Stunde Flug, waren wir auch schon in Wien.
Wie versprochen warteten Desiree und Lana schon auf uns. Wir gingen aufeinander zu und umarmten und begrüssten uns, als würden wir uns schon seit vielen Jahren kennen. Eine junge Frau hat freundlicherweise ein paar Fotos von uns gemacht. Eins davon hat Desiree ja schon im Eingangsthread gepostet.
Dann fuhren wir zu Desiree.
Das war für mich alles in allem eine unspektakuläre, aber doch recht interessante Anreise. Zu keinem Zeitpunkt habe ich mich unwohl gefühlt.
Daraus resultiert, dass Maya künftig immer so anreisen wird.
Fortsetzung folgt.............
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Dadurch wird vieles einfacher. Die blöde 100 ml Regel entfällt und künftig können bis zu 2 Liter Flüssigkeit im Bordgepäck mitgenommen werden.
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Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.
Hakuna Matata
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Daniela04
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Re: High Heels in Wien
Liebe Maya
Vielen Dank für Deine Sicht der Reise in Wien: Es ist sehr bereichernd zu sehen, wie Ihr die Flugreise gemeistert hatten, denn in meinem Kopfkino läuft seit dem ersten Teil der Berichterstattung von Desiree meine Flugreise von Altenrhein nach Wien ab (inkl. Sondergepäck). Ich habe am letzten Samstag anl. des Bodensee Connection Treffens mit Lana über Eure Reise sprechen können, das Gespräch war echt bereichend!
Herzlicher Gruss
Daniela
Vielen Dank für Deine Sicht der Reise in Wien: Es ist sehr bereichernd zu sehen, wie Ihr die Flugreise gemeistert hatten, denn in meinem Kopfkino läuft seit dem ersten Teil der Berichterstattung von Desiree meine Flugreise von Altenrhein nach Wien ab (inkl. Sondergepäck). Ich habe am letzten Samstag anl. des Bodensee Connection Treffens mit Lana über Eure Reise sprechen können, das Gespräch war echt bereichend!
Herzlicher Gruss
Daniela
Ich will einfach der sein, der ich wirklich bin: ein Mann, der seine mittlerweile erkannte sehr bedeutende Weiblichkeit vertieft kennenlernen möchte.
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Desiree Maxima
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Re: High Heels in Wien
Hallo meine Lieben,
nach einer kleinen Pause geht es nun weiter:
2.5. - Der ganz normale Shoppingwahnsinn und Koreanische Spezialitäten
Der Morgen verlief ähnlich dem gestrigen, da gibt es also nichts spektakuläres mehr zu berichten. Aufstehen, Bad belagern, Frühstück, Bad belagern
Nicht ganz uneigennützing schlug einen "kleinen" Shoppingbummel zu Wiens größter Einkaufsstraße, der Mariahilferstraße, vor. Da ich bis dato noch immer keinen Schmuck hatte, wollte ich unbedingt zu Bijou Brigitte, denn die haben recht preiswerten Modeschmuck und, genauso wie anfänglich bei der Bekleidung, muß ich hier erst herausfinden, was mir steht und was mir gefällt. Somit ist ein günstiger Einkauf der beste Anfang. Wir mussten Lana hoch und heilig versprechen, NICHT in den New Yorker hineinzugehen. Oh wie gut ich das nachvollziehen kann - einmal zu oft im Onlineshop von Bonprix und "zack" ist schon wieder eine Bestellung raus.
Dorthin ist wieder die U-Bahn das beste Verkehrsmittel. Mittlwereile war diese Art der Fortbewegung en femme für mich schon fast zur Selbstverständlichkeit geworden. Wir waren ohnehin mit uns sebst beschäftigt und so war mir eigentich mein Umfeld und dessen möglicherweise neugierige Blicke völlig egal. Na ja, nicht ganz - ich konnte allerdings nichts Außergwöhniches feststellen.
In der Mariahilferstraße angekommen legten wir unsere Route fest, um nicht irgendwo doppelt und dreifach vorbeizukommen. Gleich nach ein paar Minuten entdeckten wir den Shop von Bijou Brigitte und in mir stieg große Vorfreude auf - endlich mein erster Schmuck. Ich konnte es kaum erwarten, den Shop zu betreten. Zuallererst "stolperte" ich gleich mal über einen großen Drehständer mit Sonnenbrillen. Ach ja, die brauchte ich ja auch noch. Also gleich mal ein paar Modelle durchprobiert. Schnell war die passende gefunden. Danach machte ich mich über sämtliche ausgestellte Schmuckstücke her. Ich kam wir vor wie Alice im Wunderland. Da ich bereits ein paar ungefähre Vorstellungen hatte, wonach ich suchen wollte, entdeckte ich recht rasch ein sehr feines Perlenarmband. Genau mein Stil, nicht protzig sondern eher fein und zart. Eine nette Halskette war ebenfalls schnell gefunden. Ebenfalls fein und zart und mit ein paar Glitzer- und Perlenkügelchen. Zu guter letzt musste es natürlich auch noch Ohrschmuck sein. Da ich keine Ohrlöcher habe, benötigte ich Ohrclips und wurde auch hier fündig. Ein Paar mit jeweils einer kleinen Perle und ein paar goldene Ohrringe mit eher kleinerem Durchmesser. Die Mädels standen mir großartig mit Rat und Tat zur Seite, denn ich war doch ein wenig verunsichert, was mir steht und was nicht. Außerdem prophezeiten sie mir, daß ich die Ohrclips wohl nicht länger als eine Stunde tragen würde bevor sie zu schmerzen beginnen - was ich natürlich abtat, denn ich bin ja eine "Heldin" und für ein schönes Äußeres bin ich bereit, jedes nur erdenkliche Opfer zu bringen - dachte ich jedenfalls
Alles in allem war dies ein sehr erfolgreicher Beutezug und mein allererstes Shoppingerlebnis als Desiree. Ich war wieder mal im siebten Himmel.
Marcella benötigte neue Strumpfhosen, weshalb wir uns auf die Suche nach einem DM machten. Leider erfolglos - nicht ganz - aber in dem ersten, den wir fanden, war die Schlange an der Kasse schier unendlich lang. Glücklichwerweise entdeckten wir einen Woolworth (oder Ähnliches). Dort wurde Marcella fündig und ergatterte zu einem absoluten Schnäppchenpreis eine 5er Packug Strumpfhosen. Bei dieser Gelegenheit stöberten wir gleich ein wenig in der Modeabteilung herum. Allerdings war nichts dabei, was zum Einkauf verleitete.
So spazierten wir eine ganze Weile durch die Einkaufsmeile. Sogar einen DM fanden wir noch, wo sich Lana und Marcella Kleinigkeiten besorgten. Ich muß gestehen, ich weiß gar nicht mehr, was.
"Leider leider" sprang uns ein Lederwarengeschäft mit riesengroßen Plakaten mit "SALE SALE SALE" ins Auge. Also nichts wie hinein. Nun kann ich den Taschenfimmel so mancher Frauen gut verstehen. Letztendlich entschied ich mich für eine Tasche in lila Echtleder. Diese war mit durchgestrichenen 130 Euro angschrieben. Der Stattpreis betrug 90 Euro. An der Kasse meinte die Chefin des Laden: "Hmmm, ich kann Dir sogar 80 Euro machen und wenn Du bar bezahlst dann 70." Na wenn das nicht ein Deal ist. Also raus mit dem Cash und her mit der Tasche. Ach, Shopping en femme kann ja soooo viel Spaß machen.
Da es sonnig und sehr warm war, machte sich bei uns allen der Durst bemerkbar. In einer kleien Seitengasse entdeckten wir ein nettes Irish Pub in dem wir uns niederließen und kleine Snacks und kühle Getränke genossen. Danach flanierten wir noch eine Weile gemütlich dahin und machten zum zweiten mal einen großen Bogen um den New Yorker. Wir hatten keine einzige unangenehme Begegnung. Entweder wurden wir schlicht und ergreifend nicht wahrgenommen, oder nur aus den Augenwinkeln als Frauen betrachtet oder eher wohlwollend angelächelt. Ich kann nur wieder mal sagen: "Alles total normal"
Ach ja, beinahe vergaß ich zu erzählen, daß wir auf zwei Grüppchen mit polternden Mädels trafen. Beide Male war das ein riesiges Hallooo und alle wollten Fotos mit uns machen. Einmal wurden wir gefragt, ob wir denn ebenfalls poltern würden. Das beantwortete ich mit einem lapidaren und selbstverständlichen "Nein, wir sind immer so".
Da wir keine Idee hatten, wo wir abends nett essen gehen könnten, konsultierte Maya ihre Wiener Freundin, die uns ein hervorragendes Koreanisches Restaurant empfahl, wo ich noch schnell telefonisch einen Tisch reservierte. Allerdings unter meinem mänlichen Namen, da ich die Befürchtung hatte sie würden dort wohl die männliche Stimme mit dem femininen Namen vielleicht nicht ernst nehmen. Das Restaurant war gut mit Öffis erreichbar und so machten wir uns auf den Weg dorthin. Wir bekamen einen sehr gemütlichen Tisch zugewiesen, goutierten das Angebot und bestellten unsere Speisen. Wir waren alle vier positiv überrascht, wie köstlich das Essen mundete. Und als Dreingabe gab es zu jedem Dessert optional um nur einen Euro Aufpreis einen Kaffee der Wahl dazu. Dieses Lokal bleibt jedenfalls bei mir "abgespeichert" - dort werde ich definitiv wieder hingehen. Die Bedienung war ausgesprochen freundlich. Ich konnte kein einziges Mal einen verwunderten oder sonst irgendwie "andersartigen" Blick feststellen. "Alles total normal."
Und ich muss letztendlich Maya und Marcella recht geben. Irgendwann mal schmerzten die Ohrclips so sehr, daß ich sie beim Koreaner für eine Weile abnehmen musste. Für die Heimfahrt mussten sie natürlich wieder auf die Ohrläppchen. Schönheit muß leiden
Am Heimweg begegneten wir beim Einsteigen in die U-Bahn einer weiteren polternden Mädelsgruppe. Als uns die Braut bemerkte, sagte sie: "Schade, jetzt wäre es erst so richtig lustig geworden." Tja, das wären sicher nochmals sehr nette und lustige Momente mit viel Lachen gewesen. Schließlich landeten wir ale vier komplett k.o. in meiner Wohnung auf der Couch. Ich brachte noch schnell Maya nach Hause und beim Einparken in meiner Gasse bemerkte ich mein junges Nachbarspärchen am Parkplatz. Wir wechselten beim Heimgehen und im Lift noch ein paar nette Worte und schließlich konnte ich mich ebenfalls abbrezeln und sank völlig erschöpft ins Bett und schlief mit wunderschönen Gedanken an den heutigen Tag ein.
Beim nächsten mal wird es gruselig - nein nein, nicht wirklich - nach einem köstlichen Brunch in einem Lokal statteten wir dem Wiener Zentralfriedhof einen Besuch ab - Sightseeing mal anders.
Ich wünsche Euch noch einen schönen Abend und alles Liebe
Desiree
nach einer kleinen Pause geht es nun weiter:
2.5. - Der ganz normale Shoppingwahnsinn und Koreanische Spezialitäten
Der Morgen verlief ähnlich dem gestrigen, da gibt es also nichts spektakuläres mehr zu berichten. Aufstehen, Bad belagern, Frühstück, Bad belagern
Nicht ganz uneigennützing schlug einen "kleinen" Shoppingbummel zu Wiens größter Einkaufsstraße, der Mariahilferstraße, vor. Da ich bis dato noch immer keinen Schmuck hatte, wollte ich unbedingt zu Bijou Brigitte, denn die haben recht preiswerten Modeschmuck und, genauso wie anfänglich bei der Bekleidung, muß ich hier erst herausfinden, was mir steht und was mir gefällt. Somit ist ein günstiger Einkauf der beste Anfang. Wir mussten Lana hoch und heilig versprechen, NICHT in den New Yorker hineinzugehen. Oh wie gut ich das nachvollziehen kann - einmal zu oft im Onlineshop von Bonprix und "zack" ist schon wieder eine Bestellung raus.
Dorthin ist wieder die U-Bahn das beste Verkehrsmittel. Mittlwereile war diese Art der Fortbewegung en femme für mich schon fast zur Selbstverständlichkeit geworden. Wir waren ohnehin mit uns sebst beschäftigt und so war mir eigentich mein Umfeld und dessen möglicherweise neugierige Blicke völlig egal. Na ja, nicht ganz - ich konnte allerdings nichts Außergwöhniches feststellen.
In der Mariahilferstraße angekommen legten wir unsere Route fest, um nicht irgendwo doppelt und dreifach vorbeizukommen. Gleich nach ein paar Minuten entdeckten wir den Shop von Bijou Brigitte und in mir stieg große Vorfreude auf - endlich mein erster Schmuck. Ich konnte es kaum erwarten, den Shop zu betreten. Zuallererst "stolperte" ich gleich mal über einen großen Drehständer mit Sonnenbrillen. Ach ja, die brauchte ich ja auch noch. Also gleich mal ein paar Modelle durchprobiert. Schnell war die passende gefunden. Danach machte ich mich über sämtliche ausgestellte Schmuckstücke her. Ich kam wir vor wie Alice im Wunderland. Da ich bereits ein paar ungefähre Vorstellungen hatte, wonach ich suchen wollte, entdeckte ich recht rasch ein sehr feines Perlenarmband. Genau mein Stil, nicht protzig sondern eher fein und zart. Eine nette Halskette war ebenfalls schnell gefunden. Ebenfalls fein und zart und mit ein paar Glitzer- und Perlenkügelchen. Zu guter letzt musste es natürlich auch noch Ohrschmuck sein. Da ich keine Ohrlöcher habe, benötigte ich Ohrclips und wurde auch hier fündig. Ein Paar mit jeweils einer kleinen Perle und ein paar goldene Ohrringe mit eher kleinerem Durchmesser. Die Mädels standen mir großartig mit Rat und Tat zur Seite, denn ich war doch ein wenig verunsichert, was mir steht und was nicht. Außerdem prophezeiten sie mir, daß ich die Ohrclips wohl nicht länger als eine Stunde tragen würde bevor sie zu schmerzen beginnen - was ich natürlich abtat, denn ich bin ja eine "Heldin" und für ein schönes Äußeres bin ich bereit, jedes nur erdenkliche Opfer zu bringen - dachte ich jedenfalls
Marcella benötigte neue Strumpfhosen, weshalb wir uns auf die Suche nach einem DM machten. Leider erfolglos - nicht ganz - aber in dem ersten, den wir fanden, war die Schlange an der Kasse schier unendlich lang. Glücklichwerweise entdeckten wir einen Woolworth (oder Ähnliches). Dort wurde Marcella fündig und ergatterte zu einem absoluten Schnäppchenpreis eine 5er Packug Strumpfhosen. Bei dieser Gelegenheit stöberten wir gleich ein wenig in der Modeabteilung herum. Allerdings war nichts dabei, was zum Einkauf verleitete.
So spazierten wir eine ganze Weile durch die Einkaufsmeile. Sogar einen DM fanden wir noch, wo sich Lana und Marcella Kleinigkeiten besorgten. Ich muß gestehen, ich weiß gar nicht mehr, was.
"Leider leider" sprang uns ein Lederwarengeschäft mit riesengroßen Plakaten mit "SALE SALE SALE" ins Auge. Also nichts wie hinein. Nun kann ich den Taschenfimmel so mancher Frauen gut verstehen. Letztendlich entschied ich mich für eine Tasche in lila Echtleder. Diese war mit durchgestrichenen 130 Euro angschrieben. Der Stattpreis betrug 90 Euro. An der Kasse meinte die Chefin des Laden: "Hmmm, ich kann Dir sogar 80 Euro machen und wenn Du bar bezahlst dann 70." Na wenn das nicht ein Deal ist. Also raus mit dem Cash und her mit der Tasche. Ach, Shopping en femme kann ja soooo viel Spaß machen.
Da es sonnig und sehr warm war, machte sich bei uns allen der Durst bemerkbar. In einer kleien Seitengasse entdeckten wir ein nettes Irish Pub in dem wir uns niederließen und kleine Snacks und kühle Getränke genossen. Danach flanierten wir noch eine Weile gemütlich dahin und machten zum zweiten mal einen großen Bogen um den New Yorker. Wir hatten keine einzige unangenehme Begegnung. Entweder wurden wir schlicht und ergreifend nicht wahrgenommen, oder nur aus den Augenwinkeln als Frauen betrachtet oder eher wohlwollend angelächelt. Ich kann nur wieder mal sagen: "Alles total normal"
Ach ja, beinahe vergaß ich zu erzählen, daß wir auf zwei Grüppchen mit polternden Mädels trafen. Beide Male war das ein riesiges Hallooo und alle wollten Fotos mit uns machen. Einmal wurden wir gefragt, ob wir denn ebenfalls poltern würden. Das beantwortete ich mit einem lapidaren und selbstverständlichen "Nein, wir sind immer so".
Da wir keine Idee hatten, wo wir abends nett essen gehen könnten, konsultierte Maya ihre Wiener Freundin, die uns ein hervorragendes Koreanisches Restaurant empfahl, wo ich noch schnell telefonisch einen Tisch reservierte. Allerdings unter meinem mänlichen Namen, da ich die Befürchtung hatte sie würden dort wohl die männliche Stimme mit dem femininen Namen vielleicht nicht ernst nehmen. Das Restaurant war gut mit Öffis erreichbar und so machten wir uns auf den Weg dorthin. Wir bekamen einen sehr gemütlichen Tisch zugewiesen, goutierten das Angebot und bestellten unsere Speisen. Wir waren alle vier positiv überrascht, wie köstlich das Essen mundete. Und als Dreingabe gab es zu jedem Dessert optional um nur einen Euro Aufpreis einen Kaffee der Wahl dazu. Dieses Lokal bleibt jedenfalls bei mir "abgespeichert" - dort werde ich definitiv wieder hingehen. Die Bedienung war ausgesprochen freundlich. Ich konnte kein einziges Mal einen verwunderten oder sonst irgendwie "andersartigen" Blick feststellen. "Alles total normal."
Und ich muss letztendlich Maya und Marcella recht geben. Irgendwann mal schmerzten die Ohrclips so sehr, daß ich sie beim Koreaner für eine Weile abnehmen musste. Für die Heimfahrt mussten sie natürlich wieder auf die Ohrläppchen. Schönheit muß leiden
Am Heimweg begegneten wir beim Einsteigen in die U-Bahn einer weiteren polternden Mädelsgruppe. Als uns die Braut bemerkte, sagte sie: "Schade, jetzt wäre es erst so richtig lustig geworden." Tja, das wären sicher nochmals sehr nette und lustige Momente mit viel Lachen gewesen. Schließlich landeten wir ale vier komplett k.o. in meiner Wohnung auf der Couch. Ich brachte noch schnell Maya nach Hause und beim Einparken in meiner Gasse bemerkte ich mein junges Nachbarspärchen am Parkplatz. Wir wechselten beim Heimgehen und im Lift noch ein paar nette Worte und schließlich konnte ich mich ebenfalls abbrezeln und sank völlig erschöpft ins Bett und schlief mit wunderschönen Gedanken an den heutigen Tag ein.
Beim nächsten mal wird es gruselig - nein nein, nicht wirklich - nach einem köstlichen Brunch in einem Lokal statteten wir dem Wiener Zentralfriedhof einen Besuch ab - Sightseeing mal anders.
Ich wünsche Euch noch einen schönen Abend und alles Liebe
Desiree
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"Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist kein Wind der richtige." (Seneca)
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Alicia
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Re: High Heels in Wien
Hallo Desiree,
vielen Dank, dass du uns mit deinen lebhaften Berichten aus Wien versorgst. Für meine Frau und mich ist es ein Sehnsuchtsort, der schon lange wieder mal besucht werden will.
Manche Ohrstecker und Creolen sind ganzjährig im Einsatz, egal in welchem Modus Ganz ohne Schmuck sind die Läppchen selten nur mal nachts.
Im Gegenteil, der Ort hatte etwas sehr lebendiges, vor allem die Jugenstilkapelle hat uns begeistert. An den Promigräbern flaniert man halt vorbei und macht sich seine Gedanken.
Bin schon gespannt auf deinen nächsten Bericht vom großen Gottesacker vor den Toren der Stadt (ok., war früher mal so).
Liebe Grüße, Alicia.
vielen Dank, dass du uns mit deinen lebhaften Berichten aus Wien versorgst. Für meine Frau und mich ist es ein Sehnsuchtsort, der schon lange wieder mal besucht werden will.
Die stechen dort übrigens auch richtige Löcher für richtige Ohrringe, -hänger und Creolen. Seitdem ich mir letztes Jahr welche gegönnt habe, füllen diese Anbauteile eine ganze Schublade meines Schmuckkästchens - und die scheinen sich wie von selbst zu vermehren.Desiree Maxima hat geschrieben: Do 14. Mai 2026, 21:34 Da ich keine Ohrlöcher habe, benötigte ich Ohrclips und wurde auch hier fündig. Ein Paar mit jeweils einer kleinen Perle und ein paar goldene Ohrringe mit eher kleinerem Durchmesser. ...
Irgendwann mal schmerzten die Ohrclips so sehr, daß ich sie beim Koreaner für eine Weile abnehmen musste. Für die Heimfahrt mussten sie natürlich wieder auf die Ohrläppchen. Schönheit muß leiden![]()
Als gruselig haben wir diesen Ort nicht wahrgenommen, wir waren aber auch nicht nach Einbruch der Dunkelheit dort (s. W. Ambross).Desiree Maxima hat geschrieben: Do 14. Mai 2026, 21:34 Beim nächsten mal wird es gruselig - nein nein, nicht wirklich - nach einem köstlichen Brunch in einem Lokal statteten wir dem Wiener Zentralfriedhof einen Besuch ab - Sightseeing mal anders.
Bin schon gespannt auf deinen nächsten Bericht vom großen Gottesacker vor den Toren der Stadt (ok., war früher mal so).
Liebe Grüße, Alicia.
Eine Lebensweise zu erfinden ist nichts. Sie zu verinnerlichen, ein Anfang. Sie zu leben ist alles.
(Frei nach Otto Lilienthal)
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Martina
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Re: High Heels in Wien
Liebe Desiree!
Eben erst bin ich auf diesen Thread gestoßen, und Deine Schilderungen sind so schön, offen, fesselnd und nacherlebbar. Tage des besonderen Glücks beschreibst Du, und mir wird‘s beim Lesen eurer Erlebnisse warm ums Herz.
GLG Martina
Eben erst bin ich auf diesen Thread gestoßen, und Deine Schilderungen sind so schön, offen, fesselnd und nacherlebbar. Tage des besonderen Glücks beschreibst Du, und mir wird‘s beim Lesen eurer Erlebnisse warm ums Herz.
GLG Martina
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Daniela04
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Re: High Heels in Wien
Liebe Desiree
Vielen Dank für Deinen so unterhaltsam geschriebener Bericht!
Herzlicher Gruss
Daniela
Vielen Dank für Deinen so unterhaltsam geschriebener Bericht!
Ja, das habe ich noch vor, aber nicht alleine, mit dem Risiko dass man sich zum Kauf anstchelt und das Konto stark darunter leidet!Desiree Maxima hat geschrieben: Do 14. Mai 2026, 21:34 Ach, Shopping en femme kann ja soooo viel Spaß machen.
Herzlicher Gruss
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Ich will einfach der sein, der ich wirklich bin: ein Mann, der seine mittlerweile erkannte sehr bedeutende Weiblichkeit vertieft kennenlernen möchte.
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Re: High Heels in Wien
Liebe Desiree
Ganz tolles Kino habt Ihr da abgeliefert! Ein dickes Kompliment!
Deine Schilderungen waren so plastisch, daß man fast dabei war.
Bin fast a bissl neidisch auf Euch. So etwas würde mir auch mal gefallen. Ob ich allerdings 4 Tage FM durchhalten würde?
Ein Versuch wärs wert.
Am WE nach Pfingsten fahr ich wieder an Wien vorbei gen Ungarn. Habs Muddern ja versprochen.
Ja - Wien steht schon lange mal wieder auf meine Städteliste. War ja schon 3 x da in den letzten Jahren.
Einmal auf der Donauradtour bis Budapest und 2 x auf dem Weg nach Ungarn. Ich sag nur Dürerausstellung. War toll!
Vielleicht ist ja dann die Kirche am Stein mal nicht im Gerüst.
Da sind wir 2 x am Bauzaun gestrandet. Nachdem wir uns jedes Mal fast in der Anstalt verirrt hatten.
Ja - die Liste der Sehenswürdigkeiten wäre wohl eeeeetwas länger.
Und noch nie Schönbrunn geschafft. Aber beim Sacher waren wir wenigstens mal drin. Mußte sein. Meine Frau hätte mich sonst nicht mehr so lieb gehabt.
Bin schon gespannt auf den nächsten Teil.
Und - ich fand Wien schöner und und nicht so stressig wie Berlin.
LG
Christiane
Ganz tolles Kino habt Ihr da abgeliefert! Ein dickes Kompliment!
Deine Schilderungen waren so plastisch, daß man fast dabei war.
Bin fast a bissl neidisch auf Euch. So etwas würde mir auch mal gefallen. Ob ich allerdings 4 Tage FM durchhalten würde?
Ein Versuch wärs wert.
Am WE nach Pfingsten fahr ich wieder an Wien vorbei gen Ungarn. Habs Muddern ja versprochen.
Ja - Wien steht schon lange mal wieder auf meine Städteliste. War ja schon 3 x da in den letzten Jahren.
Einmal auf der Donauradtour bis Budapest und 2 x auf dem Weg nach Ungarn. Ich sag nur Dürerausstellung. War toll!
Vielleicht ist ja dann die Kirche am Stein mal nicht im Gerüst.
Da sind wir 2 x am Bauzaun gestrandet. Nachdem wir uns jedes Mal fast in der Anstalt verirrt hatten.
Ja - die Liste der Sehenswürdigkeiten wäre wohl eeeeetwas länger.
Und noch nie Schönbrunn geschafft. Aber beim Sacher waren wir wenigstens mal drin. Mußte sein. Meine Frau hätte mich sonst nicht mehr so lieb gehabt.
Bin schon gespannt auf den nächsten Teil.
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Re: High Heels in Wien
Interessant. Da kam mir doch gerade eine Idee. Ladies Night, eventuell schon am Mittag treffen, Shoppen, wen wir onehin schon als Damen unterwegs sind. Könnte Interessant sein. Und, ja, ich werde nicht zu viel ausgeben, aber wenn mich etwas überzeugt, dann finde ich noch ein Plätzchen dafür in meinem KleiderschrankDaniela04 hat geschrieben: Fr 15. Mai 2026, 16:21 Liebe Desiree
Vielen Dank für Deinen so unterhaltsam geschriebener Bericht!
Ja, das habe ich noch vor, aber nicht alleine, mit dem Risiko dass man sich zum Kauf anstchelt und das Konto stark darunter leidet!Desiree Maxima hat geschrieben: Do 14. Mai 2026, 21:34 Ach, Shopping en femme kann ja soooo viel Spaß machen.
Herzlicher Gruss
Daniela
Das würde in meinen Augen, den Tag noch aufwerten
In Gedanken, Beatrix
Ich bin nicht Mann, ich bin nicht Frau, ich bin einfach ich. Und das ist gut so.
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Re: High Heels in Wien
Oh, als ich das las kam mir eine Erinnerung hoch. Meine beiden Söhne waren damals noch etwa 8 und 11 Jahre alt. Wir haben in Wien einen Freund besucht. Er ist gehörlos und wir haben viel geschrieben. Dann beim Besuch hat er uns eine Freundin vorgestellt, die Kunstgeschichte studiert. Die hat uns zu einer Führung in Wien mitgenommen, auch zu Orten, wo ein normaler Tourist nicht hin kommt. Der Clou der Geschichte ereignete sich gegen Ende der Tour. Sie fragte meine 2 Söhne "Mögt ihr Eis". Ruhe ca. 5 Sekunden, dann noch mal "Mögt ihr wirklich kein Eis". Sie konnte nicht begreifen dass Kinder bei dieser Frage nicht jubeln. Ich flüsterte Ihr dann ins Ohr "Bei uns in der Schweiz heisst das Glace!". Sie schaute mich gross an, lachte und fragte dann "...." Muss ich ja nicht ausschreiben, oder. Ein Jubel und wir gingen ins Eiskaffee.Christiane hat geschrieben: Fr 15. Mai 2026, 17:49 Da sind wir 2 x am Bauzaun gestrandet. Nachdem wir uns jedes Mal fast in der Anstalt verirrt hatten.
Ja - die Liste der Sehenswürdigkeiten wäre wohl eeeeetwas länger.
Und noch nie Schönbrunn geschafft. Aber beim Sacher waren wir wenigstens mal drin. Mußte sein. Meine Frau hätte mich sonst nicht mehr so lieb gehabt.
Danke für das aufwecken der erinnerung!
In Liebe Beatrix
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Re: High Heels in Wien
Hallo meine Lieben,
3.5. - "Es lebe der Zentralfriedhof..." (Wolfgang Ambros) und davor ein Brunch - Teil 1
"Es lebe der Zentralfriedhof und alle seine Toten!
Der Eintritt ist für Lebende heut' ausnahmslos verboten.
Weil der Tod a Fest heut gibt, die ganze lange Nacht.
und von die Gäst‘ ka einziger a Eintrittskarten braucht.
Wann’s Nacht wird über Simmering, kummt Leben in die Toten,
und drüben beim Krematorium tan s' Knochenmark anbraten.
Dort hinten bei der Marmorgruft, dort stengan zwei Skelete,
die stessen mit zwei Urnen z'samm und saufen um die Wette.
Am Zentralfriedhof is Stimmung, wia sei Lebtag no net woa,
weil alle Toten feiern heut seine ersten hundert Jahr."
"Es lebe der Zentralfriedhof" ist mit Sicherheit eines der bekanntesten Lieder des Autropopers Wolfgang Ambros. Mit der ersten Strophe und dem Refrain möchte ich die Erzälung des vierten Tages beginnen. Eigentlich gefallen mir andere Musiker des Autropop-Genres besser, aber eine bessere Einleitung für den heutigen Tag kann ich mit nicht vorstellen. Besonders in diesem Lied kommt der leichte Hang zum Morbiden der Wiener Seele zum Ausdruck.
Aber der Reihe nach.
Zuerst stand ein Brunch in einem Lokal in der Nähe von Mayas Gastgeberfamilie auf dem Programm. So wie das Koreanische Restaurant des gestrigen Abends, war auch unser Brunch-Lokal ein Tipp von Monika, der Gastgeberin Mayas. Da wir unmittelbar nach dem Brunch zum Zentralfriedhof wollten, dieser eher am Stadtrand im 11. Bezirk namens Simmering liegt und die Anreise mit U-Bahn und anschließender kilometerweiter Straßenbahnfahrt einer "halben Weltreise" gleichgekommen wäre, fuhren wir mit dem Auto in den dritten Bezirk zum Lokal, welcher unmittelbar an die Wiener Innenstadt grenzt.
Da Höchsttemperaturen bis zu 26°C prognostiziert waren, konnte ich endlich ein kurzes, leichtes Sommerkleid ausführen, das ich letzten Herbst im Abverkauf bei Bonprix ergattert habe. Auch meine neuen Errungenschaften, das feine Perlenarmband, die Sonnenbrille und die "Folterinstrumente" - sprich Ohrclips - mussten ausgeführt werden. Gespannt war ich auf das Temperaturempfinden unter der Perücke bei derartigen Temperaturen. Um es vorwegzunehmen - es war anfänglich halb so schlimm. Erst etwas später band ich mir die Haare zu einem Pferdeschwanz, um den Nacken etwas zu "belüften". Wieder hatten wir großes Parkplatzglück in einer ziehmlich zugeparkten Gegend - wie heißt es so schön? "Wenn Engel reisen..."
Das Lokal hat einen großzügigen, schattigen Gastgarten, in dem wir einen Tisch reserviert hatten.
Dort lernten wir Monika kennen - eine sehr nette, aufgeschlossene Frau und langjährige Freundin Mayas aus meiner Heimatstadt. Ich kann Maya gut verstehen, daß sie eine langjährige Freundschaft mit ihr und ihrer gesamten Familie pflegt. Dieser Freundschaft verdanke ich übrigens auch Mayas Besuch im Februar - und hoffentlich noch viele weitere
Und wieder mal ging uns der Gesprächsstoff nicht aus. Wir hatten, wenn ich mich richtig erinnere, alle ein etwas ausgefalleneres herzhaftes Frühstück gewählt. Es hätte auch Gebäck, Butter und Marmelade gegeben. Aber wir entschieden uns für "Shakshuka, leicht scharf, zwei Eier in Sauce aus Tomate, Paprika, Chili, dazu Baguette", "Grünwiese, Frittata in der Pfanne von zwei Eiern, mit frischem Spinat, Tomate, Feta, dazu Baguette" und weitere pikante Speisen von der Frühstückskarte. Sollte mal die eine oder andere von Euch nach Wien kommen und etwas ausgefallener brunchen wollen - das Cafe Menta kann ich Euch wärmstens ans Herz legen.
3.5. - "Es lebe der Zentralfriedhof..." (Wolfgang Ambros) und davor ein Brunch - Teil 1
"Es lebe der Zentralfriedhof und alle seine Toten!
Der Eintritt ist für Lebende heut' ausnahmslos verboten.
Weil der Tod a Fest heut gibt, die ganze lange Nacht.
und von die Gäst‘ ka einziger a Eintrittskarten braucht.
Wann’s Nacht wird über Simmering, kummt Leben in die Toten,
und drüben beim Krematorium tan s' Knochenmark anbraten.
Dort hinten bei der Marmorgruft, dort stengan zwei Skelete,
die stessen mit zwei Urnen z'samm und saufen um die Wette.
Am Zentralfriedhof is Stimmung, wia sei Lebtag no net woa,
weil alle Toten feiern heut seine ersten hundert Jahr."
"Es lebe der Zentralfriedhof" ist mit Sicherheit eines der bekanntesten Lieder des Autropopers Wolfgang Ambros. Mit der ersten Strophe und dem Refrain möchte ich die Erzälung des vierten Tages beginnen. Eigentlich gefallen mir andere Musiker des Autropop-Genres besser, aber eine bessere Einleitung für den heutigen Tag kann ich mit nicht vorstellen. Besonders in diesem Lied kommt der leichte Hang zum Morbiden der Wiener Seele zum Ausdruck.
Aber der Reihe nach.
Zuerst stand ein Brunch in einem Lokal in der Nähe von Mayas Gastgeberfamilie auf dem Programm. So wie das Koreanische Restaurant des gestrigen Abends, war auch unser Brunch-Lokal ein Tipp von Monika, der Gastgeberin Mayas. Da wir unmittelbar nach dem Brunch zum Zentralfriedhof wollten, dieser eher am Stadtrand im 11. Bezirk namens Simmering liegt und die Anreise mit U-Bahn und anschließender kilometerweiter Straßenbahnfahrt einer "halben Weltreise" gleichgekommen wäre, fuhren wir mit dem Auto in den dritten Bezirk zum Lokal, welcher unmittelbar an die Wiener Innenstadt grenzt.
Da Höchsttemperaturen bis zu 26°C prognostiziert waren, konnte ich endlich ein kurzes, leichtes Sommerkleid ausführen, das ich letzten Herbst im Abverkauf bei Bonprix ergattert habe. Auch meine neuen Errungenschaften, das feine Perlenarmband, die Sonnenbrille und die "Folterinstrumente" - sprich Ohrclips - mussten ausgeführt werden. Gespannt war ich auf das Temperaturempfinden unter der Perücke bei derartigen Temperaturen. Um es vorwegzunehmen - es war anfänglich halb so schlimm. Erst etwas später band ich mir die Haare zu einem Pferdeschwanz, um den Nacken etwas zu "belüften". Wieder hatten wir großes Parkplatzglück in einer ziehmlich zugeparkten Gegend - wie heißt es so schön? "Wenn Engel reisen..."
Dort lernten wir Monika kennen - eine sehr nette, aufgeschlossene Frau und langjährige Freundin Mayas aus meiner Heimatstadt. Ich kann Maya gut verstehen, daß sie eine langjährige Freundschaft mit ihr und ihrer gesamten Familie pflegt. Dieser Freundschaft verdanke ich übrigens auch Mayas Besuch im Februar - und hoffentlich noch viele weitere
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Re: High Heels in Wien
3.5. - "Es lebe der Zentralfriedhof..." (Wolfgang Ambros) und davor ein Brunch - Teil 2
Mit wohlig vollem Bauch brachen wir nach rund 2 Stunden (oder mehr) im Cafe Menta gen Zentralfriedhof auf. Dies war übrigens ein Vorschlag von Lana - sie kannte wohl auch, wie einige andere von Euch - das Lied von W. Ambros. Zuerst statteten wir gleich dem Souvenirshop am Eingang einen Besuch ab. Dort kann man sehr originelle Dinge kaufen, wie zum Beispiel einen Eiskratzer fürs Auto, auf dem "Mit uns kratzen Sie besser ab" steht oder T-Shirts mit der Aufschrift „Friedhöfe Wien – Hier liegen Sie richtig!“ Ja ja, die Wiener/innen und der Tod
Unser erster Weg führte uns an wunderschön gestalteten Grabstätten und den Gräbern der Österreichischen Bundespräsidenten vorbei zur wunderschönen Friedhofskirche im Jugendstil. Diese wird fälschlicherweise oft Otto Wagner, einem der bedeutensten Jugendstilarchitekten Wiens, zugeschrieben. Sie wurde jedoch von 1908 bis 1911 nach Entwürfen des Architekten Max Hegele errichtet - Otto Wagner saß "nur" in der Jury des damaligen Architektenwettbewerbes und hat später, inspiriert durch diesen Bau, eine sehr ähnliche Kirche auf den Steinhofgründen am anderen Ende Wiens erbaut. Wir konnten uns gar nicht sattsehen an den vielen schönen und zum Teil originellen Grabsteinen und Schreinen. Unser Weg führte uns noch zum Grab von Falco, das einige Besucher zählen konnte. Fast so wie in Paris das Grab von Jim Morrison - na ja, nicht ganz
Auf unserem Weg durchs Friedhofsgelände bemerkte ich den einen oder anderen genaueren Blick in unsere Richtung, was mich am vierten Tag hintereinander en femme nicht mehr wirklich tangierte, um es mal nobel auszudrücken. Zum Abschluß gab es noch Kaffee, Eis und Mehlspeisen in der Cafe-Konditorei am Haupttor. Und wieder - die Bedienung war ausgeprochen freundlich und hat uns völlig natürlich behandelt - "Alles total normal" (falls ich das noch nicht erwähnt haben sollte
) - ich glaube, das wird mein zukünftiges Motto, wenn ich en femme rausgehe.
Wir erwischten für ein Foto sogar eine ruhige Minute an Falcos Grab:
Nach diesem ausgiebigen Spaziergang sanken wir müde und zufrieden zuerst auf den Autositzen und nachher auf meiner Couch nieder. Wir beschlossen, fürs Abendessen Pizza zu bestellen und nicht nochmals "auszuschwärmen". Vor allem, weil Marcella und Maya noch ihre Kartons wieder packen und versandfertig machen wollten. Dankenswerterweise hat Maya in ihrem Beitrag bereits erwähnt, daß sie und Marcella, um nicht einen übermäßig schweren Koffer im Flugzeug mitnehmen zu müssen, ihre halbe Garderobe mit einem Paketdienst vorab zu mir geschickt haben. Das habe ich am Anfang meiner Erzählung komplett vergessen zu erwähnen. Übrigens - 3x dürft Ihr raten bei welcher Nachbarin aufgrund meiner Abwesenheit die Pakete vom Postboten abgegeben wurden - na klar, bei Ingrid, meiner Lieblingsnachbarin. Die Kartons haben beim Transport leider schwer gelitten und so stand eine große Renovierungsaktion auf dem Programm, bei der fast zwei komplette Rollen Verpackungsklebeband und ein paar Kartonreste von mir dran glauben mussten. Auch Lana packte Ihren Koffer. Und so war der Pizzaservice die bequemste Alternative zum Ausgehen.
Beim Essen an diesem letzten gemeinsamen Abend machte sich langsam aber sicher bei uns allen ein wenig Wehmut bemerkbar, nahte doch der Abschied mit großen Schritten. Wir ließen den Abend gemütlich bei einer Flasche Rotwein und sonstigen Getränken ausklingen. Schließlich brachte ich Maya wieder heim zu Ihren Gastgebern und ging nach meiner Heimkehr müde ins Bett.
Tja - im kommenden Beitrag geht es dann um den Abschied und in mir macht sich jetzt schon, ob der Erinnerung, wieder ein wenig Wehmut breit.
Ich wünsche Euch ein schönen Wochendene mit vielen schönen Momenten.
Alles Liebe
Desiree
Mit wohlig vollem Bauch brachen wir nach rund 2 Stunden (oder mehr) im Cafe Menta gen Zentralfriedhof auf. Dies war übrigens ein Vorschlag von Lana - sie kannte wohl auch, wie einige andere von Euch - das Lied von W. Ambros. Zuerst statteten wir gleich dem Souvenirshop am Eingang einen Besuch ab. Dort kann man sehr originelle Dinge kaufen, wie zum Beispiel einen Eiskratzer fürs Auto, auf dem "Mit uns kratzen Sie besser ab" steht oder T-Shirts mit der Aufschrift „Friedhöfe Wien – Hier liegen Sie richtig!“ Ja ja, die Wiener/innen und der Tod
Wir erwischten für ein Foto sogar eine ruhige Minute an Falcos Grab:
Nach diesem ausgiebigen Spaziergang sanken wir müde und zufrieden zuerst auf den Autositzen und nachher auf meiner Couch nieder. Wir beschlossen, fürs Abendessen Pizza zu bestellen und nicht nochmals "auszuschwärmen". Vor allem, weil Marcella und Maya noch ihre Kartons wieder packen und versandfertig machen wollten. Dankenswerterweise hat Maya in ihrem Beitrag bereits erwähnt, daß sie und Marcella, um nicht einen übermäßig schweren Koffer im Flugzeug mitnehmen zu müssen, ihre halbe Garderobe mit einem Paketdienst vorab zu mir geschickt haben. Das habe ich am Anfang meiner Erzählung komplett vergessen zu erwähnen. Übrigens - 3x dürft Ihr raten bei welcher Nachbarin aufgrund meiner Abwesenheit die Pakete vom Postboten abgegeben wurden - na klar, bei Ingrid, meiner Lieblingsnachbarin. Die Kartons haben beim Transport leider schwer gelitten und so stand eine große Renovierungsaktion auf dem Programm, bei der fast zwei komplette Rollen Verpackungsklebeband und ein paar Kartonreste von mir dran glauben mussten. Auch Lana packte Ihren Koffer. Und so war der Pizzaservice die bequemste Alternative zum Ausgehen.
Beim Essen an diesem letzten gemeinsamen Abend machte sich langsam aber sicher bei uns allen ein wenig Wehmut bemerkbar, nahte doch der Abschied mit großen Schritten. Wir ließen den Abend gemütlich bei einer Flasche Rotwein und sonstigen Getränken ausklingen. Schließlich brachte ich Maya wieder heim zu Ihren Gastgebern und ging nach meiner Heimkehr müde ins Bett.
Tja - im kommenden Beitrag geht es dann um den Abschied und in mir macht sich jetzt schon, ob der Erinnerung, wieder ein wenig Wehmut breit.
Ich wünsche Euch ein schönen Wochendene mit vielen schönen Momenten.
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Re: High Heels in Wien
… und ich denke gleich an den Herrn Haslinger von Ludwig Hirsch oder‘s Taubenvergiften von Georg Kreisler. Ich kenne Wien u.a. als die Wiege des schwarzen Humors.Desiree Maxima hat geschrieben: Sa 16. Mai 2026, 16:10 Besonders in diesem Lied kommt der leichte Hang zum Morbiden der Wiener Seele zum Ausdruck.
Danke für den vorletzten Part der Erzählung. Das ist schön zu lesen, leiwand liebe Desiree!
Gespannt auf‘s tränenreiche Finale und Servus Baba!
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Re: High Heels in Wien
Hey, sehr schönDesiree Maxima hat geschrieben: Sa 16. Mai 2026, 16:15
Wir erwischten für ein Foto sogar eine ruhige Minute an Falcos Grab:
LG Heike
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Re: High Heels in Wien
So ist es, liebe DesireeDesiree Maxima hat geschrieben: Sa 16. Mai 2026, 16:15 Zentralfriedhof [...]
Dies war übrigens ein Vorschlag von Lana - sie kannte wohl auch, wie einige andere von Euch - das Lied von W. Ambros
Als wir in einem unserer Videocalls überlegten, was wir in Wien machen wollten kam eher wenig Resonanz. Maya war schon hundert mal dort (vielleicht nicht ganz, aber man könnte es fast glauben
Immerhin war ich schon zwei Mal in Wien. Das letzte Mal hatte ich ich Desiree besucht, und da brauchten wir kein "Programm", es gab auch so genug zu erzählen. Und mein erster Wien-Besuch war eher unerfreulich und führte mich durch mehrere Spitäler. Von der Stadt selbst habe ich damals nicht viel gesehen.
Was mir aber immer schon als Erstes in den Sinn kam, wenn von Wien die Rede war, das ist der Zentralfriedhof. Und so warf ich diesen Gedanken (eher weniger ernst gemeint) in die Runde.
Als wir dann in Wien angekommen waren und überlegten, wie wir die Tage verbringen wollten, war er plötzlich wieder da, dieser Zentralfriedhof. Ich hatte es ja schon längst wieder vergessen, aber Desiree ist aufmerksam und hat ein gutes Gedächtnis (was man auch an ihren Berichten hier sieht
Nun gut, ich hatte nichts dagegen, wusste aber gar nicht, worauf ich mich da einließ und ob sich ein Ausflug dorthin überhaupt lohnen würde. Schließlich kannte ich nur dieses Lied von Ambros, und auch das wollte mir nicht mehr richtig einfallen.
Ich war vielleicht zwölf oder dreizehn Jahre alt, als ich es zum ersten Mal hörte. Damals war es relativ bekannt (wenn auch nicht so bekannt wie "Schifoan" vom selben Interpreten, das zu der Zeit in vielen Wintersportorten in Dauerschleife rauf und runter gespielt wurde). Und so kam es, dass es regelmäßig bei Gruppenabenden am Lagerfeuer gesungen wurde. Den Text kannte ich damals auswendig, und ob seines morbiden und flapsigen Umgangs mit dem Thema Tod gefiel er mir sehr gut. So hat dieses Lied für mich eine besondere Bedeutung, weil viele schöne Erinnerungen an die Jugendzeit damit verknüpft sind. Und nun, einige Jahrzehnte später und als völlig andere Person, war ich selbst dort, und das auch noch mit drei sehr lieben Menschen
Hab ganz lieben Dank für deine lebendigen Schilderungen unserer gemeinsamen Tage in Deiner Stadt!
Bin gespannt auf den Abschluss und würde mir dann erlauben, noch was zu meiner Rückreise zu schreiben, sozusagen als Epilog
LGL
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Re: High Heels in Wien
Desiree Maxima hat geschrieben: Sa 16. Mai 2026, 16:10 Es lebe der Zentralfriedhof und alle seine Toten!
Vielen Dank für den tollen Bericht und dass ich jetzt einen neuen Ohrwurm habe.
Ich war erst vor ein paar Wochen am Zentralfiedhof unterwegs und da kam mir auch schon ständig Wolfang Ambross in den Sinn.
Liebe Grüße
Caroline
Zuletzt geändert von Caroline 08 am Sa 16. Mai 2026, 19:27, insgesamt 1-mal geändert.