EBAY sägt wohl den Ast...
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Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
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Anne-Mette
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EBAY sägt wohl den Ast...

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

... auf dem sie sitzen (smili)

Denn: Ebay wird Mittler von Bezahlvorgängen

Statt direkt mit dem Vertragspartner abzurechnen erhalten Verkäufer künftig den Kaufpreis von eBay — nachdem der Kunde den Erhalt der Ware erhalten hat. Das neue System, das bereits seit Ende August 2011 in einem Versuch bei einigen eBay-Verkäufern ausprobiert wird, soll demnächst für alle eingeführt werden.
"Durch die Bezahlung an eBay werden die Käufer unabhängig von der gewählten Zahlungsmethode voll abgesichert sein", erläuterte das Unternehmen. Denn wenn der Käufer die Ware nicht erhalte oder die Ware stark von der Beschreibung abweiche, zahle eBay das Geld nicht an den Händler aus. Der Kunde bekomme sein Geld garantiert zurück.

Für mich ist allerdings die Frage, ob das Vorteile für die Kunden hat. Auch dürfte eine gewisse "Bearbeitungszeit" dafür sorgen, dass das Geld erst einmal auf Ebay's Konten verweilt, während der Käufer es schon los ist und der Verkäufer noch nicht darüber verfügen kann.
Eigentlich soll die Maßname dazu dienen, wieder mehr Kunden zu gewinnen, aber ich halte es durchaus für möglich, dass eine weitere Verkomplizierung der Versteigerungsverfahren eher das Gegenteil bewirkt und Verkäufer einfach keine Lust mehr haben, Auktionen bei Ebay abzuwickeln. Wie schön, dass es hier einige gute Second-Hand-Läden gibt (smili)
Eigentlich müsste die Bewertung ja zukünftig dreigeteilt sein, wenn es gerecht wäre:

- Zahlung durch den Käufer
- Weiterleitung der Zahlung durch Ebay
- Bewertung des Verkäufers

... aber das werden sie wohl nicht machen (smili)

Gruß
CPG
exuser-23-02-2013

Re: EBAY sägt wohl den Ast...

Post 2 im Thema

Beitrag von exuser-23-02-2013 »

Devonique Satinesse hat geschrieben:Angeblich soll das Geld sehr schnell an den Verkäufer überwiesen werden, nämlich einen Tag nachdem er den Artikel als "verschickt" markiert hat.
Und genau das belegt, dass die Absichten von ebay mehr als zweifelhaft sind. Wäre ich potenzieller Betrüger, würde ich meine Ware als "versendet" markieren und das Geld einstreichen - wo ist da der Sicherheitsgewinn für den Käufer?
Devonique Satinesse hat geschrieben:Und für den Verkäufer bleibt immer das Risiko, dass der Käufer hinterher was zu meckern hat, einen "Fall" eröffnet - und dann automatisch sein Geld zurückbekommt.
Und genau daran glaube ich nicht. Die notorischen Nörgler gibt es schon heute und die Negativ-Bewertung ist beinahe ein stärkeres Druckmittel. Der eigentliche Haken liegt ohnehin anderswo, dazu weiter unten mehr.
Devonique Satinesse hat geschrieben:Beim Verkäufer wird der Betrag dann negativ im Ebay-Konto verbucht und bei der nächsten Transaktion einbehalten.
Und morgen ist Weihnachten ... :mrgreen: Was, wenn es keine Folgetransaktion gibt? Entweder waren da Theoretiker am Werk oder Vollpfosten - oder es gibt noch eine Hintertür, die bisher nicht gefunden wurde.

Der eigentliche Knackpunkt liegt aber andernorts:
Die ebay-Bedingungen verlangen, dass die Absendung nachweisbar sein muss. Eine Warensendung, ein Brief oder ein Päckchen sind nicht nachweisbar, es sei denn, man wirft diese in Gegenwart neutraler Zeugen ein. Gleiches gilt für die versandte Ware, die aus Beweisgründen auch besser durch neutrale Zeugen begutachtet und in deren Gegenwart verpackt werden sollte, um anschließend - noch immer in Gegenwart der Zeugen - auf den Versandweg zu gehen; dies gilt selbst für nachweisbare Sendungen. Wer das nicht beachtet hat im Streitfall sonst ein Beweisproblem und wird den Betrag erstatten müssen, selbst wenn er ganz korrekt gehandelt hat.
Devonique Satinesse hat geschrieben:Anscheinend will Ebay um jeden Preis mehr Käufer anlocken und ist deshalb bereit, private Verkäufer vor den Kopf zu stoßen. Anscheinend bringen die einfach zu wenig Geld ein.
Und das könnte der Rohrkrepierer werden: Ein Teil der Attraktivität von ebay liegt doch gerade in der Möglichkeit von Schnäppchen bzw. den Resten des Flohmarktcharakters. Ohne die privaten Angebote verkommt ebay zu Amazon 2 - und das könnte für ebay sehr eng werden.
Ellen
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Re: EBAY sägt wohl den Ast...

Post 3 im Thema

Beitrag von Ellen »

mhmm ... ist Paypal (das ja auf Ebay als Zahlungsmethode sehr verbreitet ist) nicht eh eine Ebay-Tochter ? Und ich meine gelesen zu haben, daß diese Tochter mittlerweile bessere Erträge einbringt wie Ebay selbst ?
Muß ja selbst sagen (hab gewerbliches wie privates Ebay-Konto) das Paypal schon eine schicke Sache ist - für den Käufer (weil die Bezahlung pronto da ist und Rückzahlungen ebenso fix) und für den Käufer (Geld ist gleich auf dem Konto, bei Banken dauert das immernoch durchaus mal 2-4 Tage ..., das ist mir die Gebühr wert).
Könnte mir vorstellen, daß die für o.g. Geschichte die Funktionalität von Paypal im Hintergrund einsetzen die sie eh schon haben. Also ist es lediglich nur ein weiterer Schritt.
Aber wie gesagt - nur mal in den Raum geworfen.
LG Ellen
Anne-Mette
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Re: EBAY sägt wohl den Ast...

Post 4 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Erst einmal wird aus den Änderungen nichts:
Die deutsche Finanzaufsicht fordert Nachbesserungen von Ebay. Die Handelsplattform muss auf Druck der BaFin eine Lizenz der luxemburgischen Behörde besorgen. Das Unternehmen kann das neue Bezahlsystem damit nicht zum geplanten Zeitpunkt einführen.
Ich bin sowieso gespannt, wie viele Händler das mitmachen, wenn das Geld erst einmal bei Ebay "geparkt" wird.

Gruß
CPG
wonsti

Re: EBAY sägt wohl den Ast...

Post 5 im Thema

Beitrag von wonsti »

Hi,
wie es dann läuft für den Verkäufer, das wird für mich als gewerblicher Anbieter wohl darüber entscheiden, ob ich das, was ich nicht über das eigene Shopsystem vertreibe dann eher bei Amazon zu finden ist. Ich bin emotionslos - es zählen für mich schlicht die Gesamtkosten und die Geschwindigkeit des Geldeingangs. Verschlechtert sich dabei etwas, auch nur minimal, bin ich weg - Ebay ist eh grenzwertig zu teuer.

Als Privatmann verkaufe ich öfter einmal etwas "Barzahlung bei Abholung" weils je nach Artikel, anderes auch keinen Sinn machen würde - fällt das dann ganz weg oder...?
Zumindest abholen und überweisen wäre ja nur noch...
Lina
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Re: EBAY sägt wohl den Ast...

Post 6 im Thema

Beitrag von Lina »

cpg hat geschrieben:... auf dem sie sitzen (smili)



Für mich ist allerdings die Frage, ob das Vorteile für die Kunden hat. ...

Gruß
CPG

Natürlich hat das Vorteile für den Kunden. Es ist doch nichts anders als das "Zahlung gegen Dokumente"/Rembours - wie praktiziert im internationalen Import/Export Handel - nur in Miniformat. Und natürlich wird E-Bay sich davon mehr Kunden erwarten. Die bieten ja auch einen weiteren Service an. Da würde vielleicht sogar ich was von Privatpersonen über E-Bay kaufen. Sonst suche ich mir da höchstens registrierte Händler aus und kontaktiere diese direkt ohne E-Bay als Mittler.
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