Fragen zu Störungen der Geschlechtsidentität | Bundestag | kl. Anfrage
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Anne-Mette
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Fragen zu Störungen der Geschlechtsidentität | Bundestag | kl. Anfrage

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Gesundheit/Kleine Anfrage

Berlin: (hib/PK) Mit Störungen der Geschlechtsidentität befasst sich die AfD-Fraktion in einer Kleinen Anfrage (21/5111). Die Zahl der einschlägigen Diagnosen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sei von 2013 bis 2022 um das Achtfache auf mehr als 24.600 Fälle gestiegen, wobei 72,4 Prozent der Betroffenen mindestens eine weitere psychiatrische Diagnose aufwiesen, darunter Depressionen, Angststörungen, Persönlichkeitsstörungen und posttraumatische Belastungsstörungen. Die Abgeordneten wollen von der Bundesregierung Details zu dieser Patientengruppe erfahren.
Momo58
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Re: Fragen zu Störungen der Geschlechtsidentität | Bundestag | kl. Anfrage

Post 2 im Thema

Beitrag von Momo58 »

Typischer Versuch der Rechtsextremen, Transsexualität als psychische Störung zu deklarieren um uns aus der Gesellschaft auszugrenzen und außerdem eine klare Leugnung der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse.
Wir alle sind nur ein unbedeutendes Staubkorn im Universum
Claudia-67
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Re: Fragen zu Störungen der Geschlechtsidentität | Bundestag | kl. Anfrage

Post 3 im Thema

Beitrag von Claudia-67 »

Hallo,

dazu fällt mir nur der Spruch ein: Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte".

(ko) (ko) (ko)

Vielleicht sind diese Diagnosen die Folge einer nicht möglichen Transition. Aber soweit denken die von der Partei nicht...


Grüße
Claudia
Glasia
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Re: Fragen zu Störungen der Geschlechtsidentität | Bundestag | kl. Anfrage

Post 4 im Thema

Beitrag von Glasia »

Ich denke, die von der AFD-Fraktion kommen von einer ganz anderen Galaxie und sind versehentlich mit dem UFO hier abgestürzt. Denn die zusätzlichen psychischen Probleme verschlimmern sich ja durch Nichtakzeptanz der Person (s. Mobbing) und nicht durch Geschlechtsidentität an sich.
Jaddy
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Re: Fragen zu Störungen der Geschlechtsidentität | Bundestag | kl. Anfrage

Post 5 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Glasia hat geschrieben: Sa 11. Apr 2026, 08:19 Ich denke, die von der AFD-Fraktion kommen von einer ganz anderen Galaxie und sind versehentlich mit dem UFO hier abgestürzt. Denn die zusätzlichen psychischen Probleme verschlimmern sich ja durch Nichtakzeptanz der Person (s. Mobbing) und nicht durch Geschlechtsidentität an sich.
Nunja, das wissen sie, zumindest ein Teil von ihnen, aber wenn es den von ihnen ungewollten schlechter geht, ist ihnen das sogar ganz recht. Aus den Verlautbarungen, den offiziellen wie vielen von Einzelpersonen, geht sehr klar hervor, dass die Grundlinie der Partei eine "ethnisch homogene" (=weisse) Bevölkerung mit "deutschem" Stammbaum will. Cis, binär, hetero. Alles andere wird höchstens geduldet, aber nicht in der Öffentlichkeit. Die Anfragen und Anträge in allen Parlamenten machen klar, dass für Menschen jenseits der Partei-Norm nicht die gleichen Rechte gelten und es keine Sichtbarkeit oder Gleichstellung geben soll. Das ist nicht 1950, sondern 1938.

Ein Merkmal solcher völkischer "Reinheits"-Ideologien ist eine Lust an der Grausamkeit gegenüber allem, was nicht "die eigenen Leute" sind. Es muss möglichst hart und martialisch gegen die zu Feinden erklärten Menschen und Gruppen gehen. Es braucht Feindbilder, eine Gruppe "andersartiger", die sie zum einen als Minderheit darstellen (gegenüber "DEM Volk"), die aber gleichzeitig ungeheuer mächtig "das Volk" zersetzen. Das Trump Regime demonstriert das in Wort und Tat, so wie es andere Autokratien und faschistische Staaten vor ihnen gemacht haben.

Es ist also grundsätzlich sinnlos, bei überzeugten Rechtsextremist*innen an allgemeingültige Menschenrechte, Würde und gleiche Rechte für alle oder so zu appellieren, weil sie das Konzept selbst grundsätzlich ablehnen. Rechtes Weltbild ist immer hierarchisch, teilt Menschen nach Wert und Nützlichkeit ein und stellt die eigene Gruppe, das "reine Volk" (cis, binär, hetero, weiss, ...), zuoberst. Mit allen, die nicht dazu gehören, darf nach Gusto und ohne Skrupel verfahren werden, weil sie nach rechtem Weltbild minderwertig sind und nicht dazu gehören.

Macht euch da keine Illusionen, egal in welchem Punkt ihr von der Norm abweicht: Wenn es mehrere Wege gibt, um mit einer Gruppe "Abweichender" umzugehen, wird eine rechstextreme Partei / Regierung stets einen der grausamsten wählen, um die Gruppe mindestens aus dem Land zu drängen, am besten auszulöschen. Das mindeste dabei ist Unterlassung jeglicher Hilfe. Das wirkt abschreckend auf alle anderen Minderheiten und so kam das Niemoeller-Gedicht zustande; "Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist." usw.
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Violetta-TransFlower
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Re: Fragen zu Störungen der Geschlechtsidentität | Bundestag | kl. Anfrage

Post 6 im Thema

Beitrag von Violetta-TransFlower »

Jaddy hat geschrieben: Sa 11. Apr 2026, 18:231938
Danke für Eure Beiträge zu diesem Thema. (dr)
Insbesondere Dir, Jaddy, Du bringst es Alles sehr gut auf den Punkt.

Es erinnert mich an folgendes furchtbares Ereignis und macht mir wieder einmal große Angst.

Wißt Ihr, ich bin zur Zeit wieder so glücklich, da denke ich oft gar nicht an solche widerlichen Dinge und Menschen.
Aber wenn die an die Macht kommen, ist es vorbei mit dem Glücklichsein.
Das müssen wir uns immer wieder vor Augen halten und alles mögliche dafür tun, daß es nicht soweit kommt.

(no-a) (no-a) (no-a)

Kämpft
Eure Violetta 💜 🌺

🌺 Das Glück 🍀 wohnt wieder in meinem Herzen 💜🙏
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Re: Fragen zu Störungen der Geschlechtsidentität | Bundestag | kl. Anfrage

Post 7 im Thema

Beitrag von Violetta-TransFlower »

Hier noch ein Beispiel, daß sich auch unzählige Metal Bands gegen rechts positionieren.




TOTENMOND - Marschieren (Wermut cover)

Kleine Geister, dafür Zweimeterschränke
schmieren ihren Dreck an Häuserwände
Feig in Überzahl, so muss das wohl sein
schlagen sie auf Wehrlose ein

Dort marschieren sie wieder
und diese Freund-und-Helfer-Herren in grün
schauen weg; ich hab es öfters gesehen
zufrieden grinsend wird nur abgewartet
dieser sonst so harten Knüppelgarde

Dort marschieren sie wieder
und Helmuts Haupthaar, ich hab es gerochen
stinkt wie aus dem Arsch gekrochen
aus dem Arsch der Deutschen Bank
aus dem Arsch der Deutschen Bank

Dort marschieren sie wieder

💜✊️🤘🏻🌺
🌺 Das Glück 🍀 wohnt wieder in meinem Herzen 💜🙏
Daniela04
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Re: Fragen zu Störungen der Geschlechtsidentität | Bundestag | kl. Anfrage

Post 8 im Thema

Beitrag von Daniela04 »

Anne-Mette hat geschrieben: Mi 8. Apr 2026, 15:38 Mit Störungen der Geschlechtsidentität befasst sich die AfD-Fraktion
Hat demzufolge Alice Weidel eine Störung der Geschlechtsidentität? Oder wie wird das Lesibische bei der AfD erklärt?
(entschuldigt mein Unwissen, wir haben auch eine gleichgelagerte Partei in der Schweiz, aber die ist (noch) nicht soweit im Thema).

Lieber Gruss
Daniela
Ich will einfach der sein, der ich wirklich bin: ein Mann, der seine mittlerweile erkannte sehr bedeutende Weiblichkeit vertieft kennenlernen möchte.
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Re: Fragen zu Störungen der Geschlechtsidentität | Bundestag | kl. Anfrage

Post 9 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Daniela04 hat geschrieben: Di 14. Apr 2026, 16:20 Hat demzufolge Alice Weidel eine Störung der Geschlechtsidentität?
Das will ich aus der Ferne nicht beurteilen und ich glaube auch nicht, dass ich Gelegenheit haben werde, ihr näher zu kommen (nurse) (smili)

Es gibt immer Unterschiede, was dem "gemeinem Volk" zustehen soll und was sich "höher gestellte Personen" genehmigen.
Michi
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Re: Fragen zu Störungen der Geschlechtsidentität | Bundestag | kl. Anfrage

Post 10 im Thema

Beitrag von Michi »

Anne-Mette hat geschrieben: Di 14. Apr 2026, 16:29 Es gibt immer Unterschiede, was dem "gemeinem Volk" zustehen soll und was sich "höher gestellte Personen" genehmigen.
Das ist wohl wahr .. hat mich direkt an die historischen Überlieferungen erinnert, was z.B. an französischen Königshöfen los war. Da hat sich die oberste Riege auch mit allem "vergnügt", was nicht bis drei auf dem Baum war. Gleichzeitig wurde dem gemeinen Volk Monogamie gepredigt, Sex vor und außerhalb der Ehe oder mit dem gleichen Geschlecht war strengstens verboten, und entsprechende Fehltritte wurden oft mit dem Tod bestraft.

Und dahin geht es auch heute wieder, wie man z.B. mit Blick Richtung USA sehen kann. Während sich die Reichen kackendreist alles erlauben (Epstein-Files) und keine ernsthaften Folgen befürchten müssen, wird gleichzeitig die Freiheit aller anderen wieder massiv eingeschränkt (trans, Abtreibung, Ehe für alle).
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Re: Fragen zu Störungen der Geschlechtsidentität | Bundestag | kl. Anfrage

Post 11 im Thema

Beitrag von missy »

<grins>
meistens bin ich ganz froh, dass ich "gestört" bin.
<zwinker>
heute in damenjeans (andere habe ich nicht mehr),
weiblicher Wäsche, BH/Einlagen, Höschen,
lila Shirt, Halskette sowieso und ...
mit Ehering.
Der bleibt.
Schön, dass es uns gibt .........
Liebe Grüße, missy
Toleranz ist lernbar, zu viel Toleranz ist heilbar.
missy
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Re: Fragen zu Störungen der Geschlechtsidentität | Bundestag | kl. Anfrage

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Beitrag von missy »

... das "uns" meint beides.
Die Beziehung und die Community.
Toleranz ist lernbar, zu viel Toleranz ist heilbar.
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