Warum ich mich wundere
Warum ich mich wundere - # 2

Sabrina Verena
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Re: Warum ich mich wundere

Post 16 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Michi hat geschrieben: Mo 6. Apr 2026, 20:39
Malvine hat geschrieben: Mo 6. Apr 2026, 11:52 Ich [...]
Mit den ganzen trans-feindlichen Scheinargumenten bin ich recht gut vertraut, und halte nichts davon, diese zu übernehmen und zu reproduzieren. Wir hatten auch schon dementsprechende Beiträge hier im Forum, mindestens seit derZeit, als ich mich hier neu angemeldet hatte, immer in dem Tenor: "Wie kann die nur! Das wirft ein schlechtes Licht auf mich/uns!"

Mich hätte darum schon interessiert, was Verena zu sagen gehabt hätte. Deswegen habe ich auch vermieden, ihr irgendwelche "Argumentationsvorlagen" zu liefern.


Beste Grüße
Michi
Hallo, Ich habe bewusst bis jetzt noch Nichts weiter geschrieben. Malvine und Vesta haben aber da durchaus Hinweise gegeben.
Zu mir selbst, für mich ist es ein Widerspruch, wenn man als Frau angesehen und angesprochen werden möchte, aber seine Männlichkeit absichtlich nicht verbirgt.

Es wurde ja erwähnt, Manche betreiben Einiges an Aufwand, und bekommen kein perfektes Ergebnis, Die haben es schon schwer genug.
Da ist es wenig hilfreich, wenn Andere die gängigen Klischees und Vorurteile auch noch bestätigen.
Die Art, wie die mir begegnete Person ihr Schulmädchen- Kostüm trug trägt durchaus dazu bei, Vorurteile zu nähren.

Aber ist wohl wirklich so, dass die Person gar nicht das Bedürfnis hatte, die Toleranz in der Gemeinschaft zu verbessern.
LG Verena
Solange Du in Dir selber nicht zuhause bist, bist Du nirgendwo zu Haus.

Die Natur ist Wakan Tanka. Leider haben das nur Wenige verstanden.

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Re: Warum ich mich wundere

Post 17 im Thema

Beitrag von Val44721 »

Cosplaying, also das, was du da gesehen haben wirst, ist gesellschaftlich sehr akzeptiert. Riesige Events mit tausenden Leuten füllen riesige Hallen. Keiner gibt dem groß mehr als einen kleinen Gedanken, wenn ein Typ mal Sailor Moon cosplayed. Leute haben andauernd Cosplays auf ihrer instagram page. Auf der Arbeit ist „ich gehe nachher noch auf die Dokumi“ ganz normal. Auch für Männer. „Ich zeihe mir nachher noch besonders spitzen BH an“ würde allerdings ganz anders ausgehen.

Crossdressing (jetzt mal mit typisch als feminin angesehenen Kleidungsstücken) ist sozial sehr wenig akzeptiert. Dauernd geht es doch hier bei Crossdressern um verstecken, ein zwei Personen das sagen, aber wie, und bloß nicht allen, und Partnerinnen, die entsetzt sind, wenn sie es rausfinden, Scham, etc.

Wenn man tausend Leute befragen würde, würde das, was ihr über diese Person sagt, zu euch gesagt werden, und das, was ihr zu euch selbst sagt, zu dieser Person. Wenn ihr nicht wollt, dass andere sowas über euch sagen, dann sagt es doch auch nicht über diesen Menschen. Was hat man sonst für ein Recht sich darüber zu beschweren, wenn man es doch selbst macht? Solche Threads, die im Endeffekt einfach nur dem Herziehen über eine Person die man auf der Straße gesehen hat dienen, sind doch so unnötig.
Nature has made us intolerant to change but fortunately, we have the capacity to change our nature - Arcane
Susi T
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Re: Warum ich mich wundere

Post 18 im Thema

Beitrag von Susi T »

Jepp,
Meine Tochter und ihre Freunde/iinen sind eine ganze Weile zu solchen Events gegangen, oder haben sich fahren lassen.
Da ist es auch Mal vorgekommen das ich vor Ort gewartet habe und da manches auch draußen stattfindet, waren da genug Berührungspunkte. Gespräche normal, auch wenn ich viel älter bin.
Später als ich in Transition gegangen bin, kam von den Seiten nur offene Hände, wenn auch einiges an Informationsbedarf.
Ich bin meinen Weg mit offenen Visier gegangen, Kurzhaarfrisur ohne Sillis und beim Schminken erst nach und nach.
Die Reaktionen waren meist sehr positiv und mich nicht zu "verkleiden" extra begrüßt, mit etlichen netten Begegnungen und Gesprächen.
Heute gibt es viele die sich Nonbinär verordnen und das auch zeigen.
Natürlich hilft es wenn man sich kleidungstechnisch bedeckt hält, um weniger aufzufallen, aber ansonsten?
Schrill ist auch nicht meins und trotzdem immer so ne Sache.
Sich den A. aufreißen um Optisch nicht aufzufallen und dann voll den Mann raushängen zu lassen, weil man es so gelernt hat, fällt mindestens genauso auf und wird halt auch akzeptiert.
Menschen die offen als Mann erkennbar sind und trotzdem weibliches tragen, sind genauso akzeptiert.
Das entscheidende ist nicht das perfekte weibliche Passing, sondern Authentizität. Haben doch hier ein paar schöne neue Beispiele und andere gibt's schon länger.
Sich gegenseitig die Akzeptanz zu verwehren ist der falsche Weg. Denn am Ende werden wir doch in einem Topf geworfen und wie wir miteinander umgehen beeinflusst viel mehr, als ein angepasstes Auftreten.
Könnte es sein, das da eigene Ängste die Oberhand haben?
Ein Cosplay Kostüm hat erstmal nix mit Trans zu tun, auch wenn dort die Geschlechterrolle nicht immer festgelegt ist. Und manche von uns nutzen Fasching, Cosplay, Anime, gegengeschlechtliche Rollen in Games um zu lernen sich zu entfalten.
Ich selber hab so per Internet schon mal ne Einladung zu nen Dinner in Paris erhalten (und erst als ich sage das ich nix anzuziehen habe, nach meinen Maßen gefragt wurde, um passende Kleider im Flieger bereit zu legen, musst ich das klarstellen), obwohl ich nix falsches vorgegeben habe, nur ein weiblicher Name und nette Gespräche, in einem Game in dem es für manche normal war aufs Geld nicht achten zu müssen.
Die Welt ist bunt und das ist gut so, auch wenn es manchmal zu bunt für einen selbst ist, vor allem wenn man schon älter ist.

Liebe Grüße, Susi (flo)
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Re: Warum ich mich wundere

Post 19 im Thema

Beitrag von HeikeCD »

Susi T hat geschrieben: Di 7. Apr 2026, 11:55 Und manche von uns nutzen Fasching, Cosplay, Anime, gegengeschlechtliche Rollen in Games um zu lernen sich zu entfalten.
Oder Festivals wie das "Wave-Gotik", "M'era Luna" oder "Burning Pants-Festival" usw.

Ähm, aber vielleicht war die Person auch nur zu einer Mottoparty unterwegs und ging als Britney Spears. :)

LG Heike
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Re: Warum ich mich wundere

Post 20 im Thema

Beitrag von Beatrixtg »

Hallo,
hier in Basel sind wir das gewöhnt. Wen zum Beispiel die Fantasy Messe ist, was man da alles zu sehen bekommt.
Kostüme die sicher wochenlange Vorbereitung brauchten.
Und wen man das sieht, kann man sich in etwa vorstellen, was da für eine Begeisterung dahinter ist.
Hat zwar nichts mit Trans* zu tun, aber mit sehr viel Mensch sein, und Mensch sein lassen.

Liebe Grüsse Beatrix
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Re: Warum ich mich wundere

Post 21 im Thema

Beitrag von Joo »

Hallo Sabrina Verena,
du hast geschrieben:
Sabrina Verena hat geschrieben: Di 7. Apr 2026, 10:24 Zu mir selbst, für mich ist es ein Widerspruch, wenn man als Frau angesehen und angesprochen werden möchte, aber seine Männlichkeit absichtlich nicht verbirgt.
Es wurde ja erwähnt, Manche betreiben Einiges an Aufwand, und bekommen kein perfektes Ergebnis, Die haben es schon schwer genug.
Da ist es wenig hilfreich, wenn Andere die gängigen Klischees und Vorurteile auch noch bestätigen.
Das sehe ich nicht so. Was, wenn ich nicht nur als Frau angesprochen werden will, was wenn ich eine weibliche Identität fühle, aber mit einem männlichen Körper lebe. Was ist, wenn ich einer hybriden Ästhetik zugeneigt bin und nicht zwischen der Binarität hin und her gerissen werde?

Bin ich dann eine Provokation? In der Tat, wäre es dann nicht besser ich würde mich nicht öffentlich zeigen, schamvoll meine Existenz verbergen?

Ich habe eine gefühlte weibliche Identität und einen männlichen Körper. Schon immer! Darf ich diese gefühlte Identität nur in der perfekten Illusion einer weiblichen Maske leben? Gefährdet ich mit meiner hybriden Erscheinung das Toleranzpotential unserer Gesellschaft?

Da stellt sich mir doch die Frage, wieviel Intoleranz darf es den bitte schön sein, damit man Teile vom mir noch toleriert und wer bestimmt dieses Maß an Toleranz?

In unserer Gesellschaft setzt der Gesetzgeber den Rahmen und privat macht das jeder für sich selbst. Im privaten Bereich kommt es darauf an, wie bereit ich bin mir etwas zumuten zu lassen, wie bereit ich bin, „das mir Fremde“ zu ertragen. Je mehr Menschen diese Bereitschaft in sich haben umso bunter, vielfältiger und lebenswerter wird unsere Gemeinschaft. Eng und uniform wird es, wenn uns der Mut fehlt auch das „Andere“ zu akzeptieren.

Neugier, Kreativität und Offenheit sind Begleiter unserer Freiheit - Angst, Mutlosigkeit, Verzagtheit und Selbstbeschränkung unsere Ketten.

Liebe Grüße
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Mein Name ist Mensch.
Die Toleranz der Anderen ist meine Freiheit.
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Re: Warum ich mich wundere

Post 22 im Thema

Beitrag von Claudia »

Moin! (moin)

Gilbert war ein großer Fan von Animes und dadurch auch indirekt von Cosplay.
Hier ist er aufbereitet für einen Event in Hamburg.
Sogar ein ganz typischer Gilbert, denn es ist eine Figur aus 'Pandora Hearts'.+
Externes Bild, es gelten die Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen der ausgewählten Seite.Quelle: https://forum.magiccode.de/bilder/GilbertCosplay_s.jpg

Dieser Figur hatte er letztlich seinen realen Namen zu verdanken. Für sich selbst hatte er sich als Namen ja Seth ausgesucht wie er hier ja auch angemeldet war.
Mit seinen Freunden hatte er auch ein RPG zu diesem Anime gespielt und darin den Gilbert.
Und als die von seiner geplanten Transition erfuhren sagten sie ihm: "Du bist hier so überzeugend Gilbert, du bleibst Gilbert."
Und so hieß er nachher im realen Leben Gilbert Seth und war glücklich damit.

Sozusagen ein Cosplay mit Folgen.

LG Claudia
Zuletzt geändert von Claudia am Di 7. Apr 2026, 14:41, insgesamt 1-mal geändert.
The greatest act of courage is to be & own all that you are. Without apology.
Without excuses & without any masks to cover the truth of who you truly are.
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Re: Warum ich mich wundere

Post 23 im Thema

Beitrag von Beatrixtg »

Claudia hat geschrieben: Di 7. Apr 2026, 13:52 Dieser Figur hatte erletztlich seinen realen Namen zu verdanken. Für sich selbst hatte er sich als Namen ja Seth ausgesucht wie er hier ja auch angemeldet war.
Mit seinen Freunden hatte er auch ein RPG zu diesem Anime gespielt und darin den Gilbert.
Und als die von seiner geplanten Transition erfuhren sagten sie ihm: "Du bist hier so überzeugend Gilbert, du bleibst Gilbert." Und so hieß er nachher im realen Leben Gilbert Seth und war glücklich damit.

Sozusagen ein Cosplay mit Folgen.
Danke für deinen Beitrag Claudia. Das zeigt wieder wie das Leben so spielt
Joo hat geschrieben: Di 7. Apr 2026, 13:44 In unserer Gesellschaft setzt der Gesetzgeber den Rahmen und privat macht das jeder für sich selbst. Im privaten Bereich kommt es darauf an, wie bereit ich bin mir etwas zumuten zu lassen, wie bereit ich bin, „das mir Fremde“ zu ertragen. Je mehr Menschen diese Bereitschaft in sich haben umso bunter, vielfältiger und lebenswerter wird unsere Gemeinschaft. Eng und uniform wird es, wenn uns der Mut fehlt auch das „Andere“ zu akzeptieren.

Neugier, Kreativität und Offenheit sind Begleiter unserer Freiheit - Angst, Mutlosigkeit, Verzagtheit und Selbstbeschränkung unsere Ketten.
Und, ja ich bin da voll bei Dir. Nicht nur Verständniss erwarten. Selbst auch anderen zugestehen, dass sie sich ausleben können.
Du hast geschrieben "ertragen", ich finde allerdings das ist kein ertragen, die andere Person will mich damit ja nicht herausfordern oder beleidigen. Also muss ich sie auch nicht ertragen. Aber das zeigt doch auch, wenn man böse will, kann man jeden Bericht zerpflücken. Wichtig ist doch einfach was als Grundaussage rüber kommt. Und wenn das stimmt. Volle Zustimmung

Liebe Grüsse Beatrix
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Re: Warum ich mich wundere

Post 24 im Thema

Beitrag von Nachtfee »

Hallo zusammen,
ich hab jetzt 2 Tage mitgelesen, da mich das Thema und die Ansichten echt interessiert haben.

Und doch finde ich es interessant, wie unterschiedlich die Meinungen sind. Für die, die mich nicht kennen ... ich bin kein CD (oder sehe mich zumindest nicht so) sondern die Partnerin und bin hier um etwas in "dieser Welt" einzutauchen.

Ich finde es interessant, dass Toleranz gewünscht und ein Schulmädchenoutfit verwundern auslöst. Über die weibliche Wahrnehmung gesprochen wird und in einigen Post der Wunsch einfach Mensch sein zu dürfen. Wisst ihr wie ich meine?

Und da schriftlich vieles falsch verstanden wird möchte ich nochmal erwähnen, diese Fragen sind nicht böse gemeint oder so, sondern versuche es einfach respektvoll zu verstehen.

Ich von meiner Seite aus kann mich nur nochmal wiederholen, wenn ich sagen, es gibt keine weibliche und männliche Kleidung, sondern nur Kleidung. Jeder so wie er es will. Auch ich war schon im Schulmädchenrock mit Bluse unterwegs ... nicht weil ich Cosplayerin bin, sondern weil ich einfach fand, dass ich absolut heißt aussah. Sah sicher nicht jeder so, aber ich schon. Ich habe mir in Sachen Kleidung noch nie was sagen lassen oder versucht gesellschaftliche Erwartungen zu erfüllen, an einem Tag im Schulmädchenrock, am anderen Tag in Kleidung welche dem männlichen Geschlecht zugeordnet ist. Ich bin ich und bleibe mir selber treu. Wenn andere ein Problem damit haben sollen sie das mit sich ausmachen, denn mich drauf ansprechen traut sich eh keiner. Schön, wenn ich bei Fremden so lange ein Thema bleibe. Scheine also doch interessant zu sein. :o)

Lg, Fee
Jaddy
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Re: Warum ich mich wundere

Post 25 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Sabrina Verena hat geschrieben: Di 7. Apr 2026, 10:24Zu mir selbst, für mich ist es ein Widerspruch, wenn man als Frau angesehen und angesprochen werden möchte, aber seine Männlichkeit absichtlich nicht verbirgt.
Wir wissen ja alle nicht, wie diese Person sich sieht, zu dem Outfit steht, wie angesprochen werden möchte, usw. Allein für das Outfit gibt unglaubliche viele Möglichkeiten und Varianten. Cosplay, eigener Fetisch, DS-Kontext, Wette verloren, Spass an den erstaunten Blicken der Leute, seltsame Idee von Crossdressing, persönliche Muprobe, Lieblingsoutfit mit Gendereuphorie, ... Die Person selbst kann cis, trans, nichtbinär, agender, genderfluid oder noch ganz was anderes sein.

Es könnte auch sein, pure Spekulation, dass diese Person ganz bewusst entschieden hat, ihre trans Identität oder Gender Nonkonformität plakativ in die Öffentlichkeit zu tragen, nach dem Motto: "Ich werde für euch eh nie richtig (weiblich) aussehen. Egal was ich mache. Deshalb spare ich mir den Aufwand und die Nerven. Get over it".

Aber kein Outfit und keine Präsentation geben anderen das Recht, die Identität in Frage zu stellen, oder aufgrund der geäusserten Identität irgendwelche Anstalten bei der Präsentation zu fordern. Der ganze Driss kommt ja daher, erstens von Menschen Konformität bzw "Erkennbarkeit" zu fordern, ob nun nach angeblichem "biologischen Geschlecht" oder geäusserter Identität und zweitens ihnen die eigene Einschätzung aufzudrücken. Ob "du bist ein Mann/Frau, zieh dich gefälligst so an", "also wenn du ein Mann/Frau sein willst, dann musst du auch..." oder "ich sehe dich als Mann/Frau, deshalb bist du falsch", "... deshalb nenne ich dich ...".

Es wäre am einfachsten, wenn sich Menschen mindestens in Zweifels- bzw Ausnahmefällen erst mal kein Urteil und keine binäre Einordnung anmassen, sondern den Menschen ungegendert für sich stehen lassen. Ambiguitätstoleranz. Falls wirklich nötig lässt sich ja immer noch höflich und diskret fragen. Vielleicht mit einem Kompliment für das Outfit davor (so)
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Re: Warum ich mich wundere

Post 26 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Jaddy hat geschrieben: Di 7. Apr 2026, 17:16 Falls wirklich nötig lässt sich ja immer noch höflich und diskret fragen.
eine "Notwendigkeit" kann ich in der Angelegenheit nicht erkennen.
Warum müssen sich bestimmte Menschen und Gruppen den Fragen von anderen Menschen stellen, die vielleicht ein Problem mit einem Anderssein oder Andersleben oder Andersauftreten haben?

In dem vorliegenden Fall gibt es ja nicht einmal den Hinweis, dass die Person "für eine ganze Gruppe" in diesem Outfit unterwegs war; insofern sehe ich überhaupt keine Verantwortung, irgendwelche Gruppenregeln einzuhalten.
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Re: Warum ich mich wundere

Post 27 im Thema

Beitrag von Annette »

Cosplay! Was denn sonst! Und warum dieser Anflug von Missbilligung? Du verkleidest dich doch auch. Warum tust du das? Welche Frau stylt sich so? Und sorgt das für mehr Toleranz?
...
Na also!

Annette
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Re: Warum ich mich wundere

Post 28 im Thema

Beitrag von Michi »

Sabrina Verena hat geschrieben: Di 7. Apr 2026, 10:24 Hallo, Ich habe bewusst bis jetzt noch Nichts weiter geschrieben.
Auch das war eine Aussage zu meiner Frage. Man kann nicht nicht kommunizieren.

Sabrina Verena hat geschrieben: Di 7. Apr 2026, 10:24 Malvine und Vesta haben aber da durchaus Hinweise gegeben.
Zu mir selbst, für mich ist es ein Widerspruch, wenn man als Frau angesehen und angesprochen werden möchte, aber seine Männlichkeit absichtlich nicht verbirgt.

Es wurde ja erwähnt, Manche betreiben Einiges an Aufwand, und bekommen kein perfektes Ergebnis, Die haben es schon schwer genug.
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Die Art, wie die mir begegnete Person ihr Schulmädchen- Kostüm trug trägt durchaus dazu bei, Vorurteile zu nähren.

Aber ist wohl wirklich so, dass die Person gar nicht das Bedürfnis hatte, die Toleranz in der Gemeinschaft zu verbessern.
Ich denke es wäre ein guter Anfang, wenn du deine Vorurteile nicht mehr nährst und deine eigene Toleranz verbesserst. Denn mit der Reproduktion von dessen, was andere mutmaßlich oder tatsächlich sagen, schreiben und denken kommen wir auf jeden Fall keinen Deut weiter.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Re: Warum ich mich wundere

Post 29 im Thema

Beitrag von Lana »

Sabrina Verena hat geschrieben: Di 7. Apr 2026, 10:24 Zu mir selbst, für mich ist es ein Widerspruch, wenn man als Frau angesehen und angesprochen werden möchte, aber seine Männlichkeit absichtlich nicht verbirgt.
Nunja, wir wissen nicht, wie die Person angesprochen werden möchte. Wir wissen auch nicht, ob sie überhaupt als "Frau" angesehen werden möchte.

Das sind alles nur Unterstellungen von dir, liebe Sabrina. Letztlich fasst du nur deine eigenen Vorurteile in Worte.
Sabrina Verena hat geschrieben: Di 7. Apr 2026, 10:24 Da ist es wenig hilfreich, wenn Andere die gängigen Klischees und Vorurteile auch noch bestätigen.
Wie gesagt, es sind deine Vorurteile, deine Klischees, die von dieser Person nicht erfüllt werden. Ob diese Klischees gängig sind? Wer kann das schon wissen?
Dein Beitrag sagt also eher etwas zu deiner Erwartungshaltung gegenüber anderen, als etwas zu der von dir kritisierten Person.

Vielleicht wäre es interessant für dich, wenn du mal darüber nachdenkst, warum du meinst, besser zu wissen, was gut für Toleranz und Akzeptanz ist, als die Person, die du gesehen hast?

Es könnte nämlich auch ganz anders sein, und diese Person hat überhaupt kein Problem mit Toleranz, weil sie so wie sie ist und sich zeigt vollkommen unbehelligt ihrer Wege gehen kann?

Alles ist möglich, und es ist müßig, über die Hintergründe zu spekulieren. Dabei sollten wir alle froh sein, in einer Welt zu leben, wo man einfach das sein kann, was man möchte, und sogar das, was man ist. Egal ob wir Crossdresser, trans*, Cosplayer oder sonstwas sind.

LGL
Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
Blaise Pascal
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Re: Warum ich mich wundere

Post 30 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,

wir wissen wenig, um nicht zu sagen nix, von der Person. Warum trägt sie das Schulmädchenkostüm. Handelt es sich um einen Crossplayer? Steckt ein Fetisch dahinter?

Für mich kann ich sagen, ich würde so nie in der Öffentlichkeit unterwegs sein.

Doch so wie Sabrina Verena sind sicher auch Andere auf die Person aufmerksam geworden. Und wie sehen sie die Person. Von nicht mit der Materie vertraute Menschen wird schnell alles in einen Topf (Schublade) geworfen.

Ich denke da den Anfang meines Weges zurück. Da stand das Outing an. Und es kamen viele Fragen. So in etwa, "Siehst dann aus wie........." Manche sahen schon mal eine Travestieshow. Mit Bildern von mir versuchte ich Unterschiede zu erklären.

Viele liebe Grüße von Magdalena
Lebe jeden Tag.
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