IOC verlangt künftig Geschlechtertest von allen Sportlerinnen | Spiegel
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Anne-Mette
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IOC verlangt künftig Geschlechtertest von allen Sportlerinnen | Spiegel

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Nach Geschlechterdebatten im Sport hat das Internationale Olympische Komitee neue Richtlinien beschlossen. Athletinnen müssen sich einmalig vor Wettbewerben testen lassen. Verschärft werden die Regeln für trans Frauen.

https://www.spiegel.de/sport/olympia/io ... 799a0590d6
Michi
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Re: IOC verlangt künftig Geschlechtertest von allen Sportlerinnen | Spiegel

Post 2 im Thema

Beitrag von Michi »

Nicht vergessen: Olympia 2028 in Los Angeles

Da weiß man gleich, aus welcher Ecke es stinkt!
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
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Re: IOC verlangt künftig Geschlechtertest von allen Sportlerinnen | Spiegel

Post 3 im Thema

Beitrag von conny »

Ist jemals geklärt worden, ob Transfrauen ggü. bio-Frauen einen körperlich leistungsfähigeren Vorteil behalten haben?
Ich erinnere mich zumindest an eine Transfrau, die nicht mehr hier ist, die das so gesehen hat.
Marlene K.
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Re: IOC verlangt künftig Geschlechtertest von allen Sportlerinnen | Spiegel

Post 4 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Ich finde es eher bemerkenswert, wie trans Frauen aber nicht trans Männer in diesem Fall in Frage gestellt werden.
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Michi
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Re: IOC verlangt künftig Geschlechtertest von allen Sportlerinnen | Spiegel

Post 5 im Thema

Beitrag von Michi »

Marlene K. hat geschrieben: Fr 27. Mär 2026, 06:16 Ich finde es eher bemerkenswert, wie trans Frauen aber nicht trans Männer in diesem Fall in Frage gestellt werden.
Wieso nur in diesem Fall? Es zieht sich doch wie ein roter Faden bei der Anti-Trans-Bewegung durch. Wir trans* Frauen geben ein wunderbares Feindbild ab, weil transfeindliche Radikalfeministinnen uns durchgehend als Männer und damit als Bedrohung labeln, während trans* Männer für die nur Verräter am eigenen Geschlecht und an der "eigenen Sache" sind. Mit denen kann man keinen Blumentopf gewinnen, weil man die nicht als Bedrohung verkaufen kann. Wir sind dagegen der Feind, der auch noch aktiv in "Frauenräume" eindringt, ein Invasor, und wunderbar geeignet, die Spaltung der Gesellschaft voranzutreiben. Und da haben transfeindliche Radikalfeministinnen mit Rechtsextremisten eine starke Gemeinsamkeit. Sie ziehen beide ihre Macht aus der Spaltung der Gesellschaft.
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Re: IOC verlangt künftig Geschlechtertest von allen Sportlerinnen | Spiegel

Post 6 im Thema

Beitrag von Susi T »

conny hat geschrieben: Do 26. Mär 2026, 22:04 Ist jemals geklärt worden, ob Transfrauen ggü. bio-Frauen einen körperlich leistungsfähigeren Vorteil behalten haben?
Ich erinnere mich zumindest an eine Transfrau, die nicht mehr hier ist, die das so gesehen hat.
Auch hier in diesem Bereich:
viewtopic.php?t=32768

Denke der Gesellschaftliche Vorteil, weswegen Jungs/Männer besser gefördert werden wiegt hier mit am stärksten.
Das beste Make-up einer Frau ist Glücklich sein
Marlene K.
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Re: IOC verlangt künftig Geschlechtertest von allen Sportlerinnen | Spiegel

Post 7 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Michi hat geschrieben: Fr 27. Mär 2026, 08:50 Wieso nur in diesem Fall? Es zieht sich doch wie ein roter Faden bei der Anti-Trans-Bewegung durch.
Ich denke, das Problem liegt deutlich tiefer und betrifft nicht nur diese Diskussion.

Frauen mit bei der Geburt zugewiesenem Geschlecht, egal ob trans oder nicht, werden nicht so ernst genommen wie Menschen mit zugewiesenem männlichen Geschlecht.
Das erweist sich sowohl im positiven wie im negativen Urteil, egal ob von Männern, Frauen oder non binären Menschen.
Marlene

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Re: IOC verlangt künftig Geschlechtertest von allen Sportlerinnen | Spiegel

Post 8 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Susi T hat geschrieben: Fr 27. Mär 2026, 14:52
conny hat geschrieben: Do 26. Mär 2026, 22:04 Ist jemals geklärt worden, ob Transfrauen ggü. bio-Frauen einen körperlich leistungsfähigeren Vorteil behalten haben?
Ich erinnere mich zumindest an eine Transfrau, die nicht mehr hier ist, die das so gesehen hat.
Auch hier in diesem Bereich:
viewtopic.php?t=32768

Denke der Gesellschaftliche Vorteil, weswegen Jungs/Männer besser gefördert werden wiegt hier mit am stärksten.
Das auch. Rein sportlich betrachtet ist die Frage cis vs trans nicht pauschal zu beantworten. Schon wegen des Designs der Disziplinen, s.u., die fast immer auf spezifische körperliche Features abzielen. Bei einer HET nach der Pubertät gleichen sich die Muskelkraft und -Leistung in der Regel an. Auch der Sauerstoffdurchsatz wegen der Verringerung der roten Blutkörperchen. Die testosteronbedingten Arm- und Beinlängen bleiben aber. Ist das nun ein Vorteil oder nicht, wenn eine testo-pubertierte trans Person nach etlichen Jahren Östrogen-HET zB beim Speerwerfen einen statistisch längeren Armhebel hat, aber nicht proportional dazu passend mehr Muskeln? Wie sind die Proportionen der cis Wettbewerberinnen? Es geht ja um Spitzensport(1), also nicht um statistische, cis-weibliche Mittelwerte.

Eine wirklich objektive Betrachtung müsste sich also jede Sportart einzeln ansehen; welche Faktoren genau hier Vor- und Nachteile bringen. Dazu müssten mindestens größere Studien bzgl der spezifischen Wirkungen von HET mit und ohne vorherige Testo-Pubertät ausgewertet werden. Dazu genetische Varianten einbeziehen, wann welche Faktoren wirken. Was wäre zB mit einer cis Frau, die ähnllch wie Michael Phelps genetisch bevorteilt ist (Laktat, Proportionen)?

Wenn das Thema Ungleichbehandlungen im (Spitzen)sport rein sachlich aufgearbeitet würde, müssten nicht nur die in der Canada-Studie aufgelisteten sozio-ökonomischen Unterschiede betrachtet werden, z.B. in der Früh-Förderung, im Breitensport mit Aufstiegsmöglichkeit, in sportart-spezifischen Spitzen-Trainings usw. An Olympia oder anderen großen Sport-Events teilnehmen zu können bedeutet auch, einen großen organisatorischen Apparat hinter sich zu haben. Zum Beispiel ein NOK oder einen Leichtathletik-Verband, die in den internationalen Gremien teilnehmen, die irgendwie national finanziert werden mit den ganzen Funktionärys, und die zum Beispiel auch entscheiden, für welche Sportarten welche Kader gebildet und trainiert / gefördert werden. Es ist ja nicht so, dass alle Sportarten für alle unterstützt werden. Es sieht aktuell sogar mal wieder ziemlich düster aus; https://www.br.de/nachrichten/deutschla ... ia,VC3w8bE Ganz zu schweigen von der bröckelnden Unterstützung für den deutschen Behinderten-Sport; https://www.zdfheute.de/sport/paralympi ... d-100.html

Dann gibt es ganz generell systemische Benachteiligungen durch die Art, wie die Sportarten konstruiert sind. Die Prinzipien sind immer noch in der Denke der echten Antike und Pseudo-Antike des 19ten Jahrhunderts. Die Haupt-Disziplinen zielen auf die Ideal-Parameter mitteleuropäischer Männer. Spezifische Muskel-Dauer- und Schnellkraft, Reaktionsgeschwindigkeit und Kondition in zumeist einzelnen Personen. Die Kriterien bevorzugen bestimmte Körperformen, Muskelgruppen, Proportionen. Deshalb werden etliche Wettbewerbe bspw nie von Menschen aus zB Südostasien gewonnen werden; https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der ... %B6%C3%9Fe

Vieles davon könnte rausgerechnet werden, so wie beim Behindertensport, um individuelle Leistung in Bezug auf die spezifischen körperlichen Herausforderungen vergleichbar zu machen. Körper-Größen- und Längenmasse, Muskelverhältnisse, Blutsauerstoff-Umsatz-Fähigkeiten, usw. im Verhältnis zum justierten statistischen Mittel der Vergleichgruppe. Es liesse sich eine Gesamt-Liga bauen, die unabhängig von Herkunft, Genetik und Geschlecht (welchem auch immer) vergleichbar wäre und die tatsächliche individuelle Leistung abbildet. Dann gibt eine Testo-Pubertät eben Abzüge in verschiedenen Werten, denn sie ist keine Eigenleistung. Körperlängen ebenso. Genetisch bedingt höherer Sauserstoff-Umsatz durch viele Generationen in großen Höhen?

Nur: Das will keinein sehen. Gefeiert wird nicht, wer relativ am meisten leistet, sondern wer sichtbar als erstes durchs Ziel geht, am höchsten springt, usw.

Letztlich sollte nämlich nicht vergessen werden, was Spitzen-Sport-Events heute eigentlich sind: Riesige Wirtschafts-Unternehmen, die Profit machen müssen. Ungeheure Materialbewegungen hin und weg, und sehr sehr viele Leute, die bezahlt werden müssen. Der Profit finanziert mindestens(!) die veranstaltenden Verbände zwischen den Events, den ganzen Apparat, s.o., und vielleicht noch ein bisschen Sportförderung. Das Geld kommt von TV-Sendern und - je mehr Leute das sehen wollen - von Werbung. Deshalb wird, wie bei den römischen "Spielen" dazumal, ein Spektakel nach den (mutmasslichen) Wünschen des (TV-)Publikums veranstaltet. Was nicht gesehen werden will, kriegt daher auch weniger Geld.

Und da sind wir an einer wichtigen Stelle im "Frauensport", die in "Queer gewinnt" von den Athlet*innen aus eigener Erfahrung benannt wurde: Frauen im (Vorzeige)Sport sollen "sexy" sein. Sie werden körperlich objektifiziert und sollen Männern gefallen. Eklatantestes Beispiel die Bekleidungsvorschriften für Beach-Volleyball; https://www.mdr.de/wissen/olympia-beach ... g-100.html Da passen die herkömmlichen Vorstellungen über trans Frauen natürlich nicht ins Konzept, egal wie die objektiven Leistungen auch sein mögen.



(1) weshalb in de USA so ein Radau wg College Sport gemacht wird: Da ist ebenfalls sehr viel Geld im Spiel. Sowohl für die Unis, als auch für Teilnehmenden, die sich tw damit ihre Karrieren finanzieren.
gaby37
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Beitrag von gaby37 »

Hallo zusammne,

ich denke das ist der springende Punkt
Jaddy hat geschrieben: Sa 28. Mär 2026, 11:48 Nur: Das will keinein sehen. Gefeiert wird nicht, wer relativ am meisten leistet, sondern wer sichtbar als erstes durchs Ziel geht, am höchsten springt, usw.
Völlig unabhängig davon was vielleicht wünschenswert wäre, fassen wir uns mal alle an die eigne Nase:
Wenn ich einen Wettkampf sehe, möchte ich recht bald wissen wer gewonnen hat und nicht erst nach 1 Stunde Rechenzeit, wer welche Hindernisse "gutgeschrieben" bekommt, was auch häufig zu Dissusionen führen würde. Wir reden in vielen Wettkämpfen um "millisekunden" , da macht eine leicht andere Bewertungs schon viel aus und führt zu diskussionen.
Schauen wir doch nur was der Videobeweis beim Fussball (so gut er in vielen Situationen ist) für Stilblüten triebt, da ist ein Spieler nach der Videoauswertung 2 cm mit dem Ellbogen/Knie im Abseits.
und jetzt übertragenwir das in eine 30 oder mehr Punkte-Handikap-Tabelle beim Sport...

Viel Spaß beim diskutieren....

Grüße von einer recht desillisionierten Gaby
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Frauen werden aus Blumen geboren, Männer aus Kohlköpfen. Ich bin aus einem Blumenkohl.
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